Vollständige Version anzeigen : Lucent ....... bei so etwas hört es bei mir auf !
Erst schmeisst Lucent 50.000 Leute raus, weil das Management mit das miserabelste aller Zeiten ist, und dann wird genau diesem Management noch der Abgang versüsst, indem der frühere CEO McGinn $5.5 Mio und der CFO Deborah Hopkins für weniger als 12 Monate Arbeit $3.3 Mio erhält.
Hinzukommt noch, dass Lucent sich bereit erklärt hat, für McGinn einen Bankkredit von $4.3 Mio abzuzahlen; ausserdem erhält McGinn eine jährliche Pension von $1 Mio und zusätzlich pro Monat $9.000 für Miete von Büroräumlichkeiten, weil er auch noch als Consultant für diesen Mistladen tätig sein darf.
Hopkins, die bereits $4.6 Mio. als Bonus (unglaublich) erhalten hat, wird $30.000 dollar für Beratertätigkeiten erhalten, zusätzlich zu $1.4 Mio. an Stock Options, die Lucent an Hopkins zurückzaheln wird.
Es darf nicht vergessen werden, dass Lucent immer noch im Visier der SEC und Staatsanwaltschaft aufgrund von Missständen in der Buchhaltung ist, alles zu einer Zeit, in der diese Drecksäcke (man möge mir verzeihen) am Ruder waren.
Kapitalismus ja, aber wenn ich so etwas lese, dann hört bei mir das Verständnis auf und bei so manchem Aktionär auch !
Ralph
Früher (1929) haben sich die Verantwortlichen erschossen, heutzutage sichert man sich ab schafft die Schäfchen ins trockene in Form von Geld, viel Geld!!! :gomad
Matze
...und der Esser hat 60 Mio. bekommen... :D:D:D Was willst Du machen? Es sind eben nur Opportunisten, die im Endeffekt an ihre Geldbörse denken.
Sascha
Untreue-Verdacht gegen Esser angeblich erhärtet
Der Verdacht wegen Untreue gegen den früheren Mannesmann-Chef Klaus Esser hat sich einem Bericht des Stern zufolge weiter verstärkt. Esser habe den Verdacht bei seinen Vernehmungen eher verstärkt, berichtete der Stern heute vorab aus seiner morgen erscheinenden Ausgabe.
Inzwischen ermittle eine Sonderkommission des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts gegen Esser und weitere Verdächtige. Dazu zählten auch der einstige Mannesmann-Aufsichtsrat und designierte Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und neuerdings auch Vodafone-Chef Chris Gent. Ein Sprecher des Landeskriminalamts wollte dazu heute keine Stellungnahme abgeben. Auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht kommentieren.
Bei den Ermittlungen geht es um die Abfindungen an die Mannesmann-Konzernspitze in Höhe von 100 Millionen Mark (51,13 Mio Euro). Allein Esser soll 60 Millionen Mark erhalten haben. Die Ermittler prüfen, ob die Rekordabfindung in Wahrheit Bestechungsgeld war, mit dem Esser zum Aufgeben seines Widerstands gegen die Übernahme durch Vodafone bewegt worden sein könnte. Sowohl Esser wie auch Vodafone-Chef Chris Gent haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Esser hatte nach monatelangem Abwehrkampf gegen die feindliche Übernahme dem Verkauf des Konzerns schließlich zugestimmt. Vodafone war Anfang Februar 2000 als Sieger aus einem dreimonatigen Übernahmekampf mit Mannesmann hervorgegangen. Zuvor hatte Esser im Verlauf der Abwehrschlacht das Kaufangebot von Vodafone stets als unzureichend und die Strategie von Mannesmann als die bessere bezeichnet. (dpa) / (em/c't)
Soviel zum Thema Esser nachgereicht von www.heise.de/ct
Ich glaub mir wird echt schlecht so langsam :bad
Matze
Ermittlungen gegen IG-Metall-Chef Zwickel
Die Affäre um die Millionenabfindungen im ehemaligen Mannesmann-Konzern weitet sich aus. Insgesamt 160 Millionen Mark verteilten vier Aufseher des Konzerns in den Wirren der Übernahmeschlacht an mehr oder minder verdiente Mitarbeiter. Gegen alle vier, darunter IG-Metall-Chef Klaus Zwickel, ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Hamburg - Klaus Zwickel war Mitglied im so genannten Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten, der in nur wenigen geheimen Sitzungen die Firmenkasse um 160 Millionen Mark erleichterte. Das Geld wurde dann großzügig auf Mannesmann-Manager und Mannesmann-Pensionäre verteilt. Die größte Summe, rund 60 Millionen Mark, ging an Esser. Dem vierköpfigen Ausschuss gehörten auch Betriebsratschef Jürgen Ladberg, der Deutsche-Bank-Vorständler Josef Ackermann und Mannesmann-Aufsichtsratschef Joachim Funk an. Gegen Funk und Ackermann wird bereits seit Wochen ermittelt, ebenso gegen Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser und Vodafone-Boss Chris Gent.
Nach SPIEGEL-Informationen haben Ackermann, Ladberg und Zwickel am 27. März vergangenen Jahres, wenige Tage bevor Vodafone die Kontrolle über Mannesmann übernahm, im Ausschuss beschlossen, 18 früheren Vorständlern im Rahmen einer Pensionsabfindung rund 60 Millionen Mark zu zahlen. Auch drei ehemalige Arbeitsdirektoren, die auf dem Gewerkschaftsticket zu ihrem Job gekommen seien, haben zu den Empfängern gehört.
Mannesmann-Chef Klaus Esser hat damals vor der Zahlung gewarnt und im Vorfeld sogar rechtlich prüfen lassen, ob früheren Vorstandmitgliedern ein Anspruch auf eine solche Zahlung zusteht, dies wurde verneint. Sollte sich herausstellen, so ein Ermittler gegenüber dem SPIEGEL, dass es für die Zahlung an die Pensionäre keine Rechtsgrundlage gegeben habe und sie eher willkürlich geleistet worden sei, dann wäre damit eindeutig der Tatbestand der Untreue erfüllt.
Vor gut eineinhalb Jahren hatten sich Mannesmann und Vodafone eine erbitterte Übernahmeschlacht geliefert. Am Ende siegte Gent, genannt "der Hai". Esser kapitulierte am 3. Februar 2000.
gefunden in:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,150796,00.html
Da wir gerade dabei sind... :ne Auch im sog. "Arbeitnehmerlager" gibt es immer wieder schwarze Schafe.
Sascha
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