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Vollständige Version anzeigen : Heute schon gelacht - die MS Lobbyisten erstehen von


Matze
24.08.2001, 18:15
den Toten :lach
Peinlich: Tote schreiben für Microsoft


Lobbyverband „Americans for Technological Leadership“ trickst mit Umfrageergebnissen herum


(IW / 24.08.01/14:36 Uhr) Eine Flut von Briefen hat der Lobbyverband „Americans for Technological Leadership“ (ATL) an die Staatsanwälte verschickt, die gegen Microsoft wegen des Vorwurfs der wettbewerbswidrigen Ausnutzung seiner Marktposition ermitteln. Wie The Seattle Times in ihrer Online-Ausgabe am Donnerstag (Ortszeit) meldete, scheint es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein. Mindestens zwei der Briefeschreiber waren nämlich schon längst verstorben, als die angeblich von ihnen verfassten Protestbriefe im Frühjahr auf dem Tisch des Generalstaatsanwaltes von Utah, Mark Shurtleff landeten. Insgesamt bekam Shurtleff über 100 handgeschriebene Briefe von Bürgern seines Staates, die ihn unisono aufforderten, bei den Ermittlungen gegen Microsoft nicht so hart vorzugehen.

Die Zeitung beschreibt den Posteingang in Utah als einen Teil einer landesweit gesteuerten PR-Kampagne, hinter der Microsoft selbst stehe. Die Aktion solle den Eindruck vermitteln, es entwickle sich eine „Graswurzel-Bewegung“ gegen die fortgesetzten juristischen Ermittlungen gegen den Software-Giganten. Es seien Briefe eingetroffen, die mit verschiedener Schrift, in unterschiedlichen Farben und mit unterschiedlichem Vokabular verfasst worden waren. Aber genau das muss das Misstrauen der Staatsanwaltschaft geweckt haben, denn Rick Cantry, Öffentlichkeitsarbeiter bei der Staatsanwaltschaft, sagt: „Wenn es wirklich eine Protestbewegung gibt, dann rufen die Leute an, schicken Faxe oder kommen vorbei, aber sie benutzen nicht alle dasselbe Medium, um ihre Meinung auszudrücken.“

Schließlich kam heraus, dass ATL die Briefe selbst verfasst hatte, und zwar in Verbindung mit einer Meinungsumfrage zum Thema Microsoft-Prozess. ATL wird von Microsoft finanziell unterstützt, verweigert jedoch die Auskunft über die Höhe der Zuwendungen. Während dieser Umfrage hatte man Tausende von Bürgern nach ihrer Haltung zum Microsoft-Rechtsstreit befragt. Signalisierte einer Unterstützung für die Haltung der Software-Firma, bekam er einen Beschwerdebrief geschickt, komplett mit einem von Hand frankierten Umschlag mit der Adresse seines Kongress-Abgeordneten, der des US-Präsidenten oder der Staatsanwaltschaft selbst – nach Angaben von ATL ein im Lobbyismus völlig übliches Verfahren. Mike Hatch, Generalstaatsanwalt von Minnessota, berichtet von über 300 solchen Briefen in seinem Posteingang und meint: „Das ist offensichtlich eine Firma, die sich nicht lang mit ethischen Grundsätzen herumschlägt .“

Quelle: http://www.internetworld.de/sixcms/detail.php?id=18263

Also wirklich.... :hihi :hihi

Matze