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Vollständige Version anzeigen : Fettnäpfchen für den Führungsnachwuchs


Eliska
27.08.2001, 20:08
Benimm zählt. Schlechte Manieren sind der Karrierekiller Nummer eins

Fettnäpfchen lauern überall.....
Danebenbenehmen kann sich jeder schon so früh und so gründlich, dass er oder sie nicht einmal die ersten Sprossen dieser Karriereleiter zu überwinden vermag.

Davon weiß zum Beispiel Roselie Herrmann ein Lied zu singen, die Nürnberger Soziologin, die sowohl gestandenen als auch Möchtegern-Managern gutes Benehmen beibringt. Und das ist schon mal keines: „Guten Tag, ich bin der Herr Meier.“ Freundlich schüttelt der Bewerber seinem potenziellen Arbeitgeber die Hand – und hat seine Jobchancen schon verspielt. „Der Ranghöhere gibt immer zuerst die Hand und niemand darf sich selbst als „Herr“ vorstellen“, erklärt Frau Herrman – deren Benimm-Seminare sich übrigens sehr reger Nachfrage erfreuen – die beiden Fehler des gescheiterten Job-Anwärters.

Entscheidend sind das Auftreten, der Habitus, eine natürliche Souveränität

Benimm zählt, wenn es darum geht, die Karriereleiter ein Stück höher zu kraxeln. So hat zum Beispiel eine Studie der TU Darmstadt ergeben, bei der die Karrieren von 6500 promovierten Akademikern über Jahrzehnte hinweg verfolgt wurden, dass korrekte Umgangsformen der absolut dominante Karrierefaktor gewesen waren. In seiner Forschungsarbeit erfuhr der Darmstädter Soziologe und Elitenforscher Michael Hartmann aus dem Munde von Personalentscheidern immer wieder Gleichlautendes: „Entscheidend sind das Auftreten, der Habitus, eine natürliche Souveränität.“ Eigenschaften also, die nicht unbedingt jedem in die Wiege gelegt wurden.

Tadellose Begrüßung

Doch der Knigge für Führungskräfte ist heute komplizierter denn je.

Vor allem beim Umgang zwischen Mann und Frau lockt auf Schritt und Tritt ein Fettnäpfchen. Muss man tagsüber beim Arbeitsgespräch noch den Chef vor der Sekretärin begrüßen, ist es bei der Cocktail-Party am Abend Pflicht, zunächst die Dame willkommen zu heißen.

Und auch der Autohändler, der einer potenziellen Kundin freudig lächelnd die Hand entgegenstreckt, begeht einen Fauxpas. „Der Herr stellt sich in diesem Fall vor, die Dame reicht die Hand“, betont Roselie Herrmann.

Dass Benimm-Trainer so viel Wert auf eine tadellose Begrüßung legen, hat seine Gründe. Wir entscheiden nämlich innerhalb der ersten sieben Sekunden, wen mir mögen oder auch nicht, wissen die Knigge- Kenner und Karriereförderer.
Der erste Eindruck bestimme oft jahrelang unsere Meinung über einen Menschen.

Schlechtes Benehmen als Karrierekiller Nummer Eins:
Wenn man sich so umschaut in der Welt, scheint das vielen alles andere als klar zu sein.

http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/karriere/erfolggeld/20613&datei=index.php

Patrick
28.08.2001, 09:36
Muss man tagsüber beim Arbeitsgespräch noch den Chef vor der Sekretärin begrüßen...

Schwachsinn! Ich begrüße Damen immer zuerst, egal ob Sekretärin oder Chef...vorallem dieses "Muss" ist völlig unpassend...nur weil ein paar Psychologen das so sehen?

Eliska
28.08.2001, 18:39
Patrick, ich glaube, das sind nicht Psychologen, die eine derartige Differenzierung fordern, sondern die Chefs, die das erwarten. Die Beachtung der Hierarchie spielt in Firmen eine große Rolle, was sicher auch berechtigt und notwendig ist.

Jeder muss selbst entscheiden, wie er sich verhält - aber er muss auch die Folgen zu tragen bereit sein, wenn er seine Rolle nicht so spielt, wie es von ihm erwartet wird.

Von (angehenden) Führungskräften wird in jeder Hinsicht auch Flexibilität erwartet.

Es wäre sicher auch interessant, den ganzen Artikel zu lesen, deswegen habe ich den Link angegeben.

Gruß

Eliska :)