Vollständige Version anzeigen : Immer drauf auf die Backen, oder: Warum ich nie Außenminister werde
Jaaaaaa, das sind doch Nachrichten, die einen aufblühen lassen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif . Man, wenn ich noch mal unters Jugendstrafrecht fallen könnte, dann würd ich meinen Moped-Helm rauskramen, Ommas Holzbein ausgraben und dann "die Demokratie verteidigen" gehen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/smilewinkgrin.gif http://www.stock-channel.net/Board/smilies/tongue.gif .
Reden statt prügeln
15.000 Polizisten schützen Castoren vor ebenso vielen Demonstranten. Einsatzleiter äußert Verständnis für Betroffene und setzt auf Deeskalation
HANNOVER taz Für den nächsten Castortransport nach Gorleben will die Polizei allein im Raum Lüchow-Dannenberg 15.000 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenziehen. Den 15.000 Grenzschützern und Polizisten werde voraussichtlich "eine Protestgruppe in gleicher Größenordnung" gegenüberstehen, sagte der Leiter des Castoreinsatzes, Polizeidirektor Hans Reime gestern in Hannover.
Nach Reimes Auffassung haben der Atomkonsens und die Pläne zum Ausstieg nicht beruhigend auf die Bevölkerung des Landkreises Lüchow-Dannenberg gewirkt. Bei den Wendländern hätten die Konsensdiskussionen "zu einer Verhärtung der Fronten geführt", beklagte der Einsatzleiter. Die Bevölkerung fühle sich mit dem Atommüllproblem allein gelassen. Man müsse ihren Unmut darüber verstehen, dass Atommüll aus der ganzen Bundesrepublik in ihre Heimat gebracht werde.
Die 15.000 Polizeibeamten und Grenzschützer werden Reime zufolge bereits zu Beginn der letzten Märzwoche im Raum Lüchow-Dannenberg präsent sein und dort bleiben, bis die sechs Castorbehälter mit WAA-Müll aus Frankreich im Gorlebener Zwischenlager angekommen sind. Diese Planung stimmt mit den Informationen der BI Lüchow-Dannenberg überein, wonach der Transport am Morgen des 27. März die französisch-deutsche Grenze passieren soll.
Einsatzleiter Reime lehnte es gestern erneut ab, seine Polizisten mit Namensschildern auszustatten. Solche Schilder seien bei Großeinsätzen bislang nicht üblich. Dennoch wolle er niemanden von der Straße prügeln, versicherte er. Die Bilder aus dem Transportjahr 1997 mit blutig geschlagenen Sitzblockierern sollten sich nicht wiederholen.
Der Einsatzleiter betonte, dass Sitzblockaden auf der Transportstrecke zwar keine Gewalt aber dennoch rechtswidrig seien. Rechtswidrig seien alle auf Dauer ausgelegte Blockaden, die nicht nur eine Demonstration, sondern eine Behinderung des Transportes zum Ziel hätten. Nicht einmal das am heutigen Abend geplante Probeliegen auf der Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg wollte Reime erlauben. Er werde nicht eine unbekannte Anzahl von Menschen eine ganze Nacht lang auf die Gleise lassen, sagte er.
Neu am kommenden Castorpolizeieinsatz werden 130 Konfliktmanager sein. Diese Beamten in Zivil sollen einen Button mit der Aufschrift "Wir können auch anders" tragen, was Reime zufolge in selbstironischer Weise Gesprächsbereitschaft signalisiert.
gefunden in: http://www.taz.de/tpl/2001/03/03.nf/text.Tname,a0038.list,TAZ_a2.idx,0
Mein Vorschlag zum sofortigen Atomausstieg:
Jeder Atomlobbyist bekommt ein Häuschen auf seinem Meiler, wo er dann (weil's ja so ungefährlich ist) mit seiner ganzen Sippe hausen muß und sich ein paar Geschwüre züchten darf. Was meint ihr, wie schnell die Apparate aus wären http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif
Exor
(grad mal wieder in seiner Vergangenheit schwelgend http://www.stock-channel.net/Board/smilies/tongue2.gif )
Evakuierung aus AKW
"Leicht erhöhte Radioaktivität" im französischen Atomkraftwerk Cattenom: 131 Mitarbeiter unverletzt
CATTENOM afp/taz Aus dem ranzösischen Atomkraftwerk Cattenomsind am Freitag 131 Mitarbeiter wegen erhöhter Radioaktivität evakuiert worden. Im Abschnitt drei des Reaktors sei eine "leicht erhöhte Radioaktivität in der Luft gemessen worden", teilte die französische Stromgesellschaft EDF in einer Erklärung mit. Die Mitarbeiter seien nach dem Strahlenalarm vorsorglich sofort evakuiert worden. Sie seien vom medizinischen Dienst der Kraftwerksanlage untersucht worden. Den bisherigen Ergebenissen zufolge sei aber keiner der Mitarbeiter verstrahlt worden, teilte die EDF mit. Unklar blieb zunächst der Grund für die erhöhte Strahlung.
Die Mitarbeiter des Gebäudes seien etwa fünf bis zehn Minuten der erhöhten Strahlung ausgesetzt gewesen, sagte ein Kraftwerkssprecher. Für die am stärksten betroffenen Mitarbeiter bedeutete dies lediglich ein Zweitausendsel der jährlich zugelassenen Strahlung, der sie insgesamt ausgesetzt werden dürfen. Die Stromproduktion im dritten Abschnitt in Cattenom wurde am 27. Januar für eine routinemäßige Zehnjahres-überprüfung für etwa drei Monate stillgelegt.
Das AKW Cattenom liegt im deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck. Es besteht aus vier Reaktoren mit einer Kapazität von jeweils 1.300 Megawatt und ist damit eines der größten Atomkraftwerke in Europa. Erst Anfang Februar war aus dem Reaktorblock drei eine leicht radioaktive Wolke ausgetreten. Der Vorfall war auf der siebenstufigen internationalen Störfallskala auf null eingestuft worden. Ende Januar wurden im Atomkraftwerk Paluel in Nordfrankreich drei Arbeiter leicht verstrahlt.
gefunden in: http://www.taz.de/tpl/2001/03/03.nf/text.Tname,a0041.list,TAZ_a2.idx,1
Booooooaaaaaaaah!!!!! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/eek.gif http://www.stock-channel.net/Board/smilies/eek.gif Und der Artikel stand doch tatsächlich genau darunter. Also, die Taz ist doch ne dolle Zeitung. Ich liiiiiebe diesen Sarkasmus http://www.stock-channel.net/Board/smilies/rolleyes.gif
Exor
polizeiliches probelaufen für den castor-schutz
Bereitschaftspolizisten gehen die Bahnstrecke nahe dem Dorf Pisselberg im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg ab. Zuvor hatten sie dort zweimal Blockaden der Schienen durch Gegner des demnächst dort entlang rollenden Castor-Transports aufgelöst. Diese wollten unter dem Motto "Nacht im Gleisbett" mit Schlafsäcken ein Probeliegen für die geplanten Proteste gegen die Castor-Transporte durchführen. Insgesamt wurden bei den Aktionen 39 Personen vorübergehend festgenommen.
gefunden in: http://www.taz.de/tpl/2001/03/05.nf/text.Tname,a0025.list,TAZ_a2.idx,4
So wie das ausieht, wird da ja wohl die Party des Jahres werden http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gifhttp://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif
Exor
Party? Ich weiss nicht...die Demos werden jetzt auch von rechten zum "Protest" genutzt...die wollen sich wohl mal in dem Durcheinander mit den Linken "unterhalten"....
http://www.stock-channel.net/Board/smilies/frown.gif meine schönen steuergelder, die da schon wieder für den Transport draufgehen...
gruß
patrick
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...one more time...
Es geht mir ja auch nicht um die politische Richtung, die da von diversen Gruppen vertreten wird, sondern darum, daß z.B. der Staat die Privatsache Atomenergie mitfinanziert. Da aber selbst Schröder nicht mal in der Lage ist, die Kosten des Polizeieinsatzes, der Transporte, der Endlagerung usw. direkt an die Betreiber weiterzugeben (und somit die marktwirtschaftliche Form des Verursacherprinzips durchsetzt), bin ich voll und ganz für die Eskalation. Mag zwar ein wenig radikal klingen, aber anders scheint der Mensch das wohl nicht zu begreifen. Damit das jetzt mal nicht so drastisch klingt, kann ich da auch noch andere Beispiele anführen, wie z.B. diese Massenvernichtung (und gleichzeitige Vergütung an die "Betroffenden") der BSE- und MK-Seuche-Tiere, Straßenbenutzung mit gleichzeitiger Subventionierung der Schäden usw. Da die Atomendlagerung für mich die Krone der Perversion ist (wer ist bitte schön so dreist und gibt eine millionenjährige Garantie auf seine Behälter????) und eigentlich nur die Geldbörse von einer handvoll Leuten damtit gefüllt wird, schaue ich mir das wirklich mit Wohlwollen an.
Exor
<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von Exor am 05.03.2001 editiert.]</font>
Versammlungsrecht an Castor-Transportstrecke eingeschränkt
Im Vorfeld der für Ende März geplanten Atommüll-Transporte in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben schränkt die Bezirksregierung Lüneburg das Versammlungsrecht ein. Angemeldete Demonstrationen werden ab der Zeit vom 27. März, nicht angemeldete ab dem 24. März bis zum Transportende untersagt. Grund dafür seien die zu erwartenden "unfriedlichen Aktionen vor und während des bevorstehenden Castor-Transports", teilte Regierungsvizepräsidentin Elke Sellmann in Lüneburg mit.
Mit der Festlegung sollten "Störer von vornherein von der Strecke ferngehalten werden". Untersagt seien Versammlungen nur innerhalb eines schmalen Transportkorridors, hieß es. Da die Bürgerinitiative die Bahnstrecke von Lüneburg bis Dannenberg in die Blockade-Aktionen mit einbeziehen wolle, sei dieser Raum mit in die Verfügung aufgenommen worden. Auf den Bahngleisen selbst seien Versammlungen ohnehin nicht gestattet, betonte Sellmann. Darüber hinaus umfasst die Verfügung die Straßentransportstrecke von Dannenberg nach Gorleben über Gusborn sowie die Nebenstrecke über Quickborn. Betroffen ist der Bereich 50 Meter beiderseits von Straße und Schiene sowie ein Areal von 500 Meter im Umkreis von Umladestation und Zwischenlager. Die Bezirksregierung sehe in der Verfügung ein notwendiges und verhältnismäßiges Mittel, um die Rechtsordnung einerseits zu wahren, andererseits der Protestbewegung Raum für ihre Interessen zu bieten, sagte Sellmann.
Niedersachsen will Castor-Transporte nicht allein bezahlen
Das Land Niedersachsen hat den Bund und die Atomindustrie aufgefordert, sich an den Kosten der bevorstehenden Atommülltransporte zu beteiligen. Der niedersächsische Innenminister Heiner Bartling (SPD) sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Wir können die Polizeieinsätze künftig nicht allein bezahlen, dies würde unsere Kräfte überfordern." Bartling stellt sich nach eigenen Worten auf einen Polizeieinsatz wie 1997 ein. Damals waren in Niedersachsen 15.000 und bundesweit 30.000 Beamte im Einsatz. Für Unterkunft, Verpflegung und Logistik musste Niedersachsen seinerzeit den Angaben zufolge 20 Millionen Mark aufbringen. Die volkswirtschaftlichen Kosten eines Transports betrügen danach 110 Millionen Mark.
Der Innenminister erinnerte daran, dass nach den Vereinbarungen zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Ministerpräsident Lionel Jospin die nächsten zehn Jahre lang 124 Castor-Behälter nach Gorleben rollen sollen. Daneben gebe es noch Castor-Transporte aus dem englischen Sellafield. "Von 2002 an kommen jährlich zwei, vier Jahre darauf sogar jährlich drei Transporte auf uns zu. Das können wir allein nicht leisten, sofern jedes Mal ein Polizeieinsatz in bisherigem Umfang notwendig wird", betonte Bartling. Die Landesregierung müsse darüber mit dem Bund konkrete Verhandlungen führen.
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Na!!! Finger weg vom GG sag' ich da nur. Das gibt nur wieder Ärger. Tststs. :ne Daß die dann immer gleich so rabiat an den Grundrechten rumfummeln müssen. Der bequemste Weg ist nicht immer der Richtige, geschweige denn der einfachste Weg. Die werden schließlich fürs Grübeln und anbieten richtiger Lösungen bezahlt und nicht für so einen Quatsch....
Exor
Castor-Gegner klagen gegen Versammlungsverbot
In einem Eilverfahren wollen Atomkraftgegner am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg gegen das vom Landkreis ausgesprochene Verbot einer Dauer-Mahnwache im Ort Wendisch Evern klagen. Wie die Anti-Atom-Kampagne "X-tausendmal quer" am Montag in Lüneburg mitteilte, befindet sich der von der Initiative ins Auge gefasste Platz für ein Mahnwachen-Camp mehrere hundert Meter außerhalb der 50-Meter-Zone um die Castor-Gleise. Für diese Fläche hatte die Bezirksregierung Lüneburg ein allgemeines Versammlungsverbot erlassen. Das Versammlungsverbot außerhalb der Verbotszone verstoße gegen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, sagte der Sprecher der Initiative, Jochen Stay. Mit dem Castor-Transport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in das Zwischenlager Gorleben wird Ende nächster Woche gerechnet. (AFP)
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Na, mal sehen, was die Judikative dazu sagt.... ;)
Exor
Undichte Stellen an 31 Brennelementen im AKW Cattenom entdeckt
Im französischen Atomkraftwerk Cattenom an der Mosel sind an 31 der insgesamt 193 Brennelemente undichte Stellen festgestellt worden. Dies gaben am Montag der staatliche französische Stromkonzern EdF und die zuständige Atom-Aufsichtsbehörde bekannt. Der Fehler wurde auf der sieben Stufen zählenden internationalen Störfallskala zunächst mit eins eingestuft. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass dies nach Vorlage eines Untersuchungsberichts nach oben korrigiert werde, hieß es in einer Mitteilung. (AFP)
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Und wieder ein Brüller :lach :lach :lach ! Na, dann ist der Mist immer noch nicht dicht und der Tritin müßte, wenn er konsequent wäääääääre, den anstehenden Castortransport absagen. Aber es gibt da ja immer noch den "politischen Opportunismus", der einem gebietet, einfach mal "darüber wegzusehen"...... Trau, schau, wem!
Exor
Castor-Transporte ab Montag
Der erste Castor-Atommülltransport von Frankreich nach Gorleben seit vier Jahren wird am Montag den Verladebahnhof Valognes bei der Atomaufbereitungsanlage La Hague verlassen. Dies bestätigte die Betreiberfirma von La Hague, Cogema. Frankreich und Deutschland hatten am 31. Januar die Wiederaufnahme der umstrittenen Atommüll-Rücktransporte nach Gorleben beschlossen.
Der Zug werde im nordwestfranzösischen Valognes um 6.30 Uhr abfahren, teilte der Cogema-Direktor in La Hague, Michel Pouilloux, dazu mit. Bereits am Mittwoch hatte die französische Anti-Atom- Dachorganisation "Sortir du nucleaire" (Atom-Ausstieg) die exakten Etappen des Castor-Transports von Valognes bis an die deutsch-elsässische Grenze in Lauterbourg veröffentlicht. Dort dürfte der Zug um 23.00 Uhr am Montag eintreffen.
Grüne Spitzenpolitiker fahren zur Demo
Die Grünen-Parteichefs Claudia Roth und Fritz Kuhn kündigten an, zu Demonstrationen nach Gorleben zu reisen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hält dagegen die Proteste gegen den Transport mit deutschem Atommüll aus La Hague weiterhin für falsch. Es ist der erste Castor-Transport unter der rot-grünen Bundesregierung.
Greenpeace: Keine ausreichende Sicherheit
Nach Ansicht von Greenpeace ist der anstehende Castor-Atommülltransport nicht ausreichend auf seine Sicherheit untersucht worden. Die so genannten Glaskokillen, in denen der Atommüll eingegossen ist, seien nicht kontrolliert worden, teilte die Umweltschutzorganisation in Hamburg mit. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, König, wies das zurück.
Polizei kündigt hartes Durchgreifen an
Die Polizei rechnet mit maximal 10 000 Demonstranten. Ihnen werden 20 000 bis 30 000 Polizisten gegenüber stehen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Gerhard Vogler. Die Kosten des Einsatzes bezifferte er auf rund 100 Millionen Mark.
Vogler erklärte in Erfurt, diesmal werde es kein "Wegtragen von Sitzblockierern unter dem Gespött der Umstehenden" geben. Jedes Eindringen in die unmittelbare Sicherheitszone um die 20 Kilometer lange Transportstrecke sei rechtswidrig. Wer dennoch die Strecke zu blockieren suche, werde "hart angefasst und weggeführt". "Bei Rechtsbruch dürfen Polizeigriffe auch schmerzhaft sein. Wer Spektakel will und sich an Gleise oder Bäume ankettet, muss auch damit rechnen, dass er dafür zu bezahlen hat", kündigte Vogler an. Bei vergangenen Transporten war es zu massiven Zusammenstößen zwischen Atomkraft-Gegnern und der Polizei gekommen.
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Am Montag geht dann die teuerste Party Deutschlands los. :D:D:D :hihi Na, mal sehen, was so passiert.
Exor
Castor-Transport Richtung Gorleben in Frankreich gestartet
In Frankreich ist am Montagmorgen planmäßig der erste Castor-Atommülltransport nach Deutschland seit vier Jahren gestartet. Bewacht von mehreren hundert Sicherheitsbeamten setzte sich der Zug mit den sechs Castorbehältern gegen 6.50 Uhr (MESZ) am Verladebahnhof Valognes nahe der nordfranzösischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Bewegung, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Am Abend soll der Transport mit dem deutschen Atommüll die Grenze erreichen und am Dienstag seine Fahrt in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben fortsetzen. Nach Angaben französischer Umweltschützer wird die hochradioaktive Fracht auf einer Strecke nördlich von Paris über Caen, Rouen, Reims und Nancy transportiert und gegen 23.00 Uhr (MESZ) im elsässischen Lauterburg eintreffen. (AFP)
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Castor hat Bayern erreicht
Der Castor-Transport mit deutschem Atommüll aus La Hague hat Bayern erreicht. Auf seinem Weg ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben passierte der Sonderzug gegen sieben Uhr den Würzburger Hauptbahnhof. Etwa eine halbe Stunde zuvor hatte der Zug die Landesgrenze nach Bayern überquert.
Auf dem Weg von der deutsch-französischen Grenze zum Bahnhof im nahe gelegenen Wörth in Rheinland-Pfalz wurde der Zug gegen Mitternacht zweimal von Atomkraftgegnern gestoppt, die nach Angaben der Polizei Gleise blockiert hatten. Ein Polizeisprecher sagte, dabei seien 39 Menschen in Gewahrsam genommen worden. 14 von ihnen seien wegen Nötigung und Widerstands angezeigt worden.
Castor-Gegner blockieren Brücke
Gegner des Castor-Atom-Transportes blockierten unterdessen eine Brücke bei Oldendorf in Niedersachsen mit rund zehn Traktoren und Strohballen. Die Brücke führt über die Bahnstrecke, die der Castor-Zug auf dem Weg von Lüneburg nach Dannenberg passieren muss. Wenig später besetzten mehr als 40 Mitglieder von Greenpeace eine Eisenbahnbrücke über die Jeetzel. Nach Polizeiangaben leisteten die Demonstranten bei der Räumung der Straßenbrücke Widerstand. Es habe zwei leicht verletzte Polizisten gegeben. Über verletzte Demonstranten gab es zunächst keine Informationen. 20 Personen seien in Gewahrsam genommen worden.
Über den weiteren Verlauf der Strecke machte die Polizei keine Angaben. Der Transport bewegt sich voraussichtlich jedoch über Baden-Württemberg, Bayern und Hessen nach Niedersachsen.
In Dannenberg sollen die sechs Behälter mit dem Atommüll aus deutschen Kernkraftwerken auf Tieflader umgeladen und dann am Mittwoch die restlichen 20 Kilometer zum Zwischenlager Gorleben auf der Straße zurücklegen. In der Region haben Polizei und Grenzschutz 15.000 Beamte zum Schutz der Castoren aufgeboten.
Zu Protestaktionen gegen den Castor-Transport und die Atompolitik der rot-grünen Bundesregierung erwarten Bürgerinitiativen gut 10.000 Teilnehmer. Bei ersten Auseinandersetzungen mit Atomkraftgegnern nahm die Polizei nach Angaben eines Sprechers am Montag 186 Menschen in Gewahrsam. Beim letzten Castor-Transport war es 1997 zu Ausschreitungen gekommen.
Atomgesetz noch 2001 in Kraft
Der Atomausstieg wird noch in diesem Jahr endgültig gesetzlich geregelt. Das teilte das Bundesumweltministerium mit. Derzeit liefen noch letzte Gespräche zwischen den beteiligten Ministerien. Außerdem werde der Gesetzestext juristisch hieb- und stichfest gemacht. In der Novelle werde der im vergangenen Sommer mit der Energiewirtschaft erzielte Atomkonsens "eins zu eins" umgesetzt, hieß es.
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Polizei beklagt "erschreckende Brutalität" bei Castor-Protest
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den Castor-Transport hat die Polizei eine "erschreckende Brutalität" einzelner Atomkraft-Gegner beklagt. Der Lüneburger Polizeidirektor Hans Reime forderte am Mittwoch "alle demokratischen Kräfte" auf, sich davon zu distanzieren und sich nicht als "Schutzschild für Gewalttäter" missbrauchen zu lassen. Reime erklärte, die Polizei sei mit Dialogbereitschaft angetreten und müsse nun feststellen, dass zur Verhinderung des Transports massive Rechtsverstöße begangen würden. Die Polizei wolle dennoch keine Brachialgewalt einsetzen, sondern weiter zwischen friedlichem Protest und Gewalt differenzieren. (AFP)
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Hä??? Ich habe gestern in den Nachrichten was von 7 z.T. schwer verletzte Demonstranten gehört, Schlagstockeinatz und ein Bild gesehen, wo ein Polizist noch mal richtig nachgeschlagen hat. Daß das dann so ein bißchen eskaliert, ist wohl klar (mal davon abgesehen, was ich machen würde, wenn man mir diesen Müll unterschieben würde).
Castor rollt zurück - Stundenlange Blockade
Wegen der Gleisblockaden der Atomkraftgegner auf der Castor-Strecke im Wendland wird der Zug mit dem Atommüll nach Polizeiangaben bis "zu einem sicheren Halt" zurückgezogen. Mehr als sieben Stunden saß der Zug in der Nacht bei Süschendorf rund 25 Kilometer vor Dannenberg fest, weil Castor-Gegner sich mit einer einbetonierten Röhre an einem Gleis festgemacht hatten.
Anschließend setzte der Zug zurück und fuhr in den Bahnhof von Dahlenburg ein. Ein Polizeisprecher sagte, der Zug solle dort gewartet werden. Damit könnte sich die Ankunft der Castor-Behälter im Zwischenlager Gorleben womöglich bis Donnerstag verzögern.
Hände einbetoniert
Vor der Verladestation in Dannenberg hatte die Polizei zuvor Wasserwerfer gegen Castor-Gegner eingesetzt. Fünf Castor-Gegner hätten die Gleise bei Süschendorf unterhöhlt und ihre Hände unter dem Gleisbett in einer einbetonierten Röhre aneinander festgemacht, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg. Vier der Demonstranten lagen am Morgen an den Gleisen, einer von ihnen wurde nach Polizeiangaben bereits aus der Beton-Konstruktion herausgelöst und in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Demonstrantin sagte, die Polizisten hätten den Blockierern Decken umgelegt und ihnen Schutzhelme aufgesetzt. Die vier Castor-Gegner wurden von Mitstreitern mit Tee und Schokolade versorgt. Mit Elektro-Bohrern versuchten die Beamten, sie aus der Rohr-Konstruktion zu lösen.
Gleise vermutlich bereits vorher präpariert
Die Einsatzkräfte vermuten, dass die Gleise bereits seit längerem für die Blockade-Aktion präpariert wurden. Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes sagte: "Da haben die ganze Arbeit geleistet. Hut ab!" Zur schnellen Auflösung der Blockade sei Straßenbaugerät nötig. "Was wir hier haben, ist Spielzeug."
Ursprüngliche Pläne
Nach den ursprünglichen Plänen sollten die Castor-Behälter noch in der Nacht auf Tieflader für den Straßentransport zum Zwischenlager umgeladen werden und im Verlauf des Tages in Gorleben eintreffen. Das Umladen und die Messungen von Strahlung an der Außenwand der Castor-Behälter sollen mehrere Stunden dauern. Der Verladekran wurde zunächst zurück in die Garagenhalle der Umladestation gefahren.
Verletzte auf beiden Seiten
Vor der Station beruhigte sich die Situation in der Nacht, nachdem es dort zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und rund 2000 Castor-Gegnern gekommen war. Zahlreiche Demonstranten zogen ab. Nach Polizeiangaben erlitten vier Beamte Schürfwunden, ein Polizist sei mit einem Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demonstranten berichteten von Verletzungen durch den Einsatz von Schlagstöcken.
Die Polizeisprecherin sagte, unter den Demonstranten seien 300 bis 500 militante Störer gewesen. An der gesamten Bahnstrecke im Wendland seien rund 10.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien am Dienstag und am frühen Mittwochmorgen knapp 580 Personen in Gewahrsam genommen worden, von denen ein Großteil wieder auf freien Fuß gesetzt worden sei.
Auf der rund 50 Kilometer langen eingleisigen Strecke von Lüneburg nach Dannenberg hatten sich am Abend in Nahrendorf, Bavendorf und Oldendorf nach Polizeiangaben mehrere Menschen an die Schienen angekettet. Der erste Castor-Transport nach Gorleben seit vier Jahren war am Montag von der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague gestartet.
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http://www.tagesschau.de/archiv/
Atommüll-Transport in Gorleben angekommen
In weniger als zwei Stunden und ohne Störungen hat der Atommüll-Transport aus der Verladestation Dannenberg am Donnerstagmorgen das Zwischenlager Gorleben erreicht. Die Tieflader mit den sechs Castor-Behältern kamen auf der rund 20 Kilometer langen Sraßenstrecke in Rekordzeit voran. Demonstranten versuchten vergeblich, den Transport mit Blockadeaktionen zu stoppen. Mit einem massiven Polizeiaufgebot - mit Räumfahrzeugen und einer Polizeikette entlang der Straße - war es den Einsatzkräften gelungen, jegliche Zwischenfälle zu vermeiden. Der Transport war um 6.34 Uhr in Dannenberg gestartet. Nur wenige Demonstranten waren bei dem Start im Morgengrauen schon mobilisiert.
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http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010329061743.g2lkjo30.xml
Nene, verpennt ham se mal wieder. Tststs.... Das war also die teuerste Party Deutschlands im Jahre 2001. Mal auf die Zahlen warten.
Exor
Niedersachsen will Entsorgung nicht mehr allein tragen
Niedersachsen will die Entsorgung des Atommülls aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague in Frankreich und Sellafield in Großbritannien nicht mehr allein tragen. Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) sagte am Donnerstag vor Journalisten in Hannover, das derzeitige Entsorgunskonzept müsse geändert werden. Er denke dabei an die Möglichkeit, dass die Glaskokillen mit dem eingeschweißten Atommüll auch in den noch zu errichtenden Zwischenlagern bei den Atomkraftswerken gelagert werden können. Bisher ist lediglich Gorleben als Zwischenlager für derartige Lieferungen vorgesehen. Auf jeden Fall müsse jetzt darauf verzichtet werden, Gorleben als Endlager einzusetzen, sagte Jüttner. (AFP)
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http://www.neue-oz.de/ticker.php?file=010329153351.a6e1jqrt.xml
Wiiiiiie? Hab ich das 97 nicht schon mal gehört????
Exor
Castor kostete 23 Millionen Mark
Der jüngste Castor-Transport nach Gorleben war für das Land Niedersachsen der bislang teuerste. Bund und andere Länder sollen sich beteiligen.
Hannover - Innenminister Heiner Bartling (SPD) ging nach einer ersten Schätzung von echten Kosten für das Land von 22 bis 23 Millionen Mark aus. Der Transport vor vier Jahren hatte Niedersachsen knapp 18 Millionen Mark gekostet. Nach Polizei-Angaben waren bundesweit rund 29.000 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz zur Sicherung des Transportes im Einsatz, davon in der Schlussphase des Transportes am Donnerstag allein 18.200 im Wendland.
Bartling bezeichnete die hohen Kosten als "dickes Problem" für Niedersachsen und forderte eine Beteiligung des Bundes und der anderen Länder: "Wir dürfen mit der nationalen Aufgabe der Atommüllentsorgung nicht allein gelassen werden. Hier brauchen wir die Solidarität des Bundes und der anderen Länder." Die betriebswirtschaftlichen Kosten, bei denen vor allem die Berechnung der ohnehin anfallenden Gehälter für die eingesetzten Beamten zu Buche schlägt, werden nach Bartlings Einschätzung von 111 Millionen (1997) auf voraussichtlich 120 Millionen Mark steigen.
Während des Transportes wurden nach Angaben von Polizeieinsatzleiter Hans Reime 693 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Es gab 116 Festnahmen. Bei 1093 Demonstranten wurden die Personalien aufgenommen. Nicht festgenommen werden konnten laut Reime die besonders brutalen Störer, die zum Beispiel mit Leuchtmunition auf Beamte schossen und einem bereits am Boden liegenden Polizisten die Beine brachen, indem sie darauf sprangen. Diese "Chaoten" seien zwischen den anderen Demonstranten untergetaucht
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,125645,00.html
Na, hier wird leichtfertig mit polemischen Wörtern und Vorurteile rumgeschmissen. Chaotisch finde ich das Festhalten an einer überteuerten Energiequelle und das staatliche Durchdrücken der Legitimation derselbigen. Diese Energiequelle hat, wie deutlich zu erkennen ist, keinerlei Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. Eine "Endlagerung" für 400.000 Jahren find ich ebenso wahnwitzig. Wieso wird einer staatlichen Institution die Einlagerung in Rechnung gestellt und die Müllverursacher lachen sich ins Fäustchen? Unvorstellbar.
Interessiere ich mich eigentlich als einziger für dieses Thema? Niemand sonst hier schon mal im schwarzen Block rumgefummelt?? Noch nie quergedacht??? Noch nie gesellschaftliche "Gewohnheiten" angezweifelt (auf viele Beiträge von mir bezogen)???? 'N bißchen schade find ichs schon. Na ja, dann kann ich ja weiterhin radikale Thesen vertreten (wenigstens ein Vorteil; nur lernen tue ich dabei natürlich nix).....
Exor
Schily wird nachtragend
Bundesinnenminister Otto Schily und die Bahn wollen den Schienenblockierern vom Wendland ans Portemonnaie: Sie sollen für die Kosten aufkommen. Castoren erreichen Gorleben
BERLIN/GORLEBEN taz Für die 16-jährige Marie Steinmann und ihre Freunde, die den Castor-Transport über 14 Stunden auf den Gleisen blockierten, kann der Anti-Atom-Protest noch sehr teuer werden. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) will die Gleisblockierer vom Wendland finanziell zur Rechenschaft ziehen. Das könnte auch Robin Wood und Grenpeace treffen, die Blockaden an der Bahnstrecke im Wendland organisiert hatten.
Schily sagte: "Wer sich gegen Recht und Gesetz stellt, der muss mit den notwendigen Sanktionen rechnen." Demonstranten hätten Leuchtmunition verschossen, Autos der Polizei in Brand gesteckt, Schienenwege unterhöhlt und Polizisten angegriffen. Doch nicht nur diejenigen, von denen Sachschaden angerichtet worden sei, sondern "auch die, die dazu angestiftet und die das geplant haben", sollten nun "diesen Schaden bezahlen", sagte Schily im Bundestag.
Im ARD-Morgenmagazin beschuldigte der Bundesinnenminister die Umweltschützer von Robin Wood, "verantwortungslos" gehandelt zu haben, weil sie ein 16-jähriges Mädchen dazu verleitet hätten, sich auf der Strecke einzubetonieren. In die gleiche Kerbe hieb Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) im Bundestag, als er die rhetorische Frage stellte, ob es "mit der Fürsorgepflicht zu vereinbaren ist, 16-Jährige in eine Situation zu bringen, in der deren körperliche Unversehrtheit von Polizisten abhängt".
An seine eigene Vergangenheit als Blockierer gegen die atomare Aufrüstung erinnert, mochte Schily keinen Vergleich zulassen. Damals sei es schließlich um den "atomaren Untergang" gegangen. Heute müssten dagegen "völkerrechtliche Verpflichtungen" eingehalten werden. Trittin zollte friedlichen Demonstranten und der Polizei Respekt, Schily bezog dies nur auf die Polizei. Michaele Hustedt (Grüne) lobte hingegen die Haltung der gewaltfreien Demonstranten gegen die Castor-Transporte: Dass sich Menschen so für eine Sache engagierten, sei für sie "ein Grund, stolz auf die deutsche Demokratie zu sein".
Auch die Bahn behält sich zivilrechtliche Schritte gegen die Blockierer vor. "Das sind Straftaten und gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr", sagte ein Bahn-Sprecher. Sie müssten strafrechtlich verfolgt werden. "Wir werden jetzt intern überlegen, ob wir die Demonstranten verklagen und Schadenersatz fordern."
Bei Robin Wood gibt man sich gelassen. "Wir haben die Schienen nicht beschädigt", sagte ein Sprecher zur taz. Nur eine einzige Schwelle musste zur Befreiung der Castor-Blockierer von der Polizei gelöst werden. Der Zug sei anschließend über die unterhöhlte Stelle hinweggefahren, so der Sprecher. Die 16-jährige Marie Steinmann, die an den Protesten teilgenommen hatte, ist nach taz-Informationen gesund und wieder zu Hause.
Dank eines Überraschungscoups der Polizei konnte der Castor-Transport gestern nahezu unbehelligt von Demonstranten per Tieflader das atomare Zwischenlager in Gorleben erreichen. Der Transport bewegte sich bereits am frühen Morgen durch das Wendland. Um 8.10 Uhr passierte der letzte der sechs Tieflader das Tor des Zwischenlagers.
Die Atomkraftgegner zogen eine positive Bilanz. Veit Bürger von Greenpeace sagte, die Anti-Atom-Bewegung habe "viel erreicht". Von Transport und Widerstand gehe das klare Signal in Richtung Berlin aus, "dass die Atomindustrie und die damit verbundenen Transporte gesellschaftspolitisch nicht mehr akzeptiert werden". Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg schätzte, dass annähernd 15.000 Menschen demonstrierten.
Während des Castor-Transport sind nach unterschiedlichen Angaben zwischen 700 (Polizei) und 1.500 (Bürgerinitiativen) Menschen vorübergehend festgenommen worden. Knapp 120 Personen wurden nach Behördenangaben verhaftet und fast 70 Strafverfahren eingeleitet. Rund 29 Polizeibeamte wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Zahl der verletzten Demonstranten wird auf mindestens 60 geschätzt.
gefunden in:
http://www.taz.de/pt/2001/03/30/a0007.nf/text
Was ist denn nur aus Schilly geworden? Früher RAF-Leute vertreten und heute sowas.....
Was soll man machen, wenn jemand einem die latente Krebsgefahr unterm A.... schieben will? Ist das legetim? Wie gehen wir bloß mit unserer Umwelt um? Und dann kommt da so ein Kaspar an und sagt: "Dafür, daß ihr die Gefahr erkannt habt und Euch dagegen wehrt, zahlt ihr!" Es geht mir hier um das Problem, daß der Gesetzgeber (von dem Volke gewählt) sich über das Volk und seinen Willen stellt. Das ist keine Demokratie, sondern Diktatur. Ich akzeptiere den Gedanken, daß das Leid eines Einzelnen dem Wohl der Gesellschaft unterzuordnen ist. Aber das ist hier nicht gegeben! Die Gefahr der Gesellschaft ist klar zu erkennen.
Exor
Gabriel sieht in Atomtransporten Gefahr für die Demokratie
Der niedersächsische Ministerpräsident Siegmar Gabriel (SPD) fordert eine massive Reduzierung der Castor-Transporte nach Gorleben. In einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL forderte Gabriel "endlich eine Verteilung der Entsorgungslasten auf alle Bundesländer". Der "Energiekonsens" sei durch einen neuen "Entsorgungskonsens" zu ergänzen. Künftig solle der Atommüll direkt bei den Kernkraftwerken in "dezentralen Zwischenlägern" untergebracht werden. Gabriel: "Wer die Atomenergie so super findet, soll auch seinen Müll übernehmen."
"Wenn wir die geplanten 157 weiteren Castoren bis 2010 durchboxen", so Gabriel weiter im SPIEGEL, "wird es zu einer Radikalisierung des Protestes und zu bislang unbekannten Märtyreraktionen kommen. Davor kann ich nur warnen." Er sei "nicht Ministerpräsident geworden, um permanent Belagerungszustände zu organisieren". Weitere Transporte nach Gorleben gefährdeten den Landfrieden und ließen die Mahnungen von Robert Jungk wahr werden, dass ein solcher Atomstaat die Demokratie zerstört." Für Gabriel ist Gorleben als Endlager "politisch nicht durchsetzbar", da die Proteste nicht abflauen" würden. Im Wendland hätten "Politiker jedes Vertrauen in der Bevölkerung verloren". Ihn bedrücke, dass die jungen Menschen "den Staat als Castortransport und Wasserwerfer erleben, der sie von der Straße spritzt". (SPIEGEL 14/2001, Seite 34)
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http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,125851,00.html
Kieler Innenminister fordert neues Konzept für Castor-Transporte
Kiel (dpa) - Ein neues Konzept für Castor-Atommülltransporte hat Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Buß gefordert. Das Thema solle auf die Tagesordnung der Konferenz der Küsten-Innenminister gesetzt werden, sagte Buß der dpa. Noch einen solchen Castor halte die Republik nicht aus, so der Minister mit Blick auf den Atommülltransport nach Gorleben in der vorigen Woche. Der Einsatz habe mehrere Millionen Mark gekostet, die zwar der Bund erstatte, dennoch aber Steuergelder seien.
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http://www.neue-oz.de/tickerFullSize.php?file=hfk45_5_0104_0401093307.txt
Sind das nun die üblichen "Nachwehen" oder gibt es diesmal doch Veränderungen???? Na, ich befürchte, daß hier mal wieder ersteres grassiert. In drei Monaten ist dies politisch vergessen. Bis zum nächsten Transport..... Dann dreht sich der ganze Klimbim wieder in die gleiche Richtung, alle loben ihre Arbeit und schwubs ist es wieder vergessen. Nur nicht für die Leute im Wendland (aber das sind ja nur ein paar hundert).
Exor
Nächster Castor-Transport nach Gorleben beantragt
Atomkraftgegner sagen, auch weitere Transporte nach La Hague und Sellafield seien geplant
In das Zwischenlager Gorleben soll noch in diesem Jahr ein zweiter Transport aus Frankreich rollen. Dem Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter liegt nach eigenen Angaben ein entsprechender Antrag vor.
Den Transport hat die deutsche Atomindustrie für die zweite Jahreshälfte beantragt. Sechs Castor-Behälter mit hochradioaktiven Glaskokillen sollen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague geliefert werden.
Wann über den Antrag entschieden werde, sei offen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes. Das Bundesamt werde auch die Vorbehalte von Niedersachsens Innenminister Heiner Bartling (SPD) gegen einen zweiten Transport in diesem Jahr prüfen.
Bartling hat erklärt, er halte einen weiteren Großeinsatz von Polizei und Bundesgrenzschutz frühestens im nächsten Jahr für verkraftbar. Das Argument müsse mit anderen abgewogen werden, sagte der Sprecher.
Dazu gehöre die Verpflichtung der Betreiber von Atomkraftwerken, die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung wieder zurückzunehmen. Die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich hätten außerdem vereinbart, die Rücknahme zu gewährleisten.
Nach vierjähriger Pause war in der vergangenen Woche erstmals wieder ein Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus La Hague ins niedersächsische Gorleben gebracht worden. Allein in der Region Gorleben waren mehr als 18.000 Beamte eingesetzt.
Bürgerinitiativen kündigen Widerstand an
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg aus der Region Gorleben kündigte weitere Proteste an. Wenn der nächste Castor kommt, starten wir durch und organisieren im Herbst eine bundesweite Ausstiegsdemonstration, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Auch im Wendland werde der Widerstand nicht schwächer werden.
Weitere Transporte in Sicht
Nach unbestätigten Angaben von Anti-Atom-Initiativen soll bereits am nächsten Dienstag ein Castor-Transport in Richtung La Hauge starten. Er soll Atommüll aus den Kraftwerken Philippsburg, Grafenrheinfeld und Biblis Richtung La Hague in die Wiederaufbereitung bringen.
Die Polizei kündigte für Freitag Informationen zur Einsatztaktik an. Die Energie Baden-Württemberg AG hält sich aus Sicherheitsgründen bisher bedeckt. Eine offizielle Bestätigung für den Termin gab es von keinem der Beteiligten. Atomkraftgegner planen von Sonntag an massiven Protest und Widerstand - von einer Mahnwache bis zur Sitzblockade.
Das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim rechnet mit einem weiteren Transport aus Baden-Württemberg am 23. oder 24. April. Dann sollen nach Informationen des Bündnisses drei Behälter aus Neckarwestheim sollen ins britische Sellafield geschickt werden.
Im Mai soll ein Castor-Transport von Rheinsberg in Brandenburg nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern erfolgen. Bilder wie beim jüngsten Castor-Transport werde es dabei nicht geben, kündigte Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) an.
Im Zusammenhang mit Rheinsberg gelte es, den Bürgern zu vermitteln, dass es dort um den vollständigen Abbau eines Atomkraftwerkes gehe. Das Atomkraftwerk sowjetischer Bauart in Rheinsberg war 1990 stillgelegt worden und wird seitdem abgebaut.
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http://www.sueddeutsche.de/nachrichten/woche14/castor0404.php3
Na, dann kann die Party ja weitergehen....
Exor
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