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Vollständige Version anzeigen : Warum Afghanistan?


Dr. Markx
15.09.2001, 19:32
Der Öldurst der USA gefährdet den Weltfrieden

Hintergründe der Golfkrise

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mit Abstand der weltgrösste Energieverbraucher. In wenigen Jahren werden die eigenen Erdölreserven des Landes aber erschöpft sein. Dann müssen die USA ihren gesamten Ölbedarf, selbst für die strategischen Reserven, im Ausland eindecken. In dieser stets verschwiegenen Tatsache und im Hegemonieanspruch der USA liegen die wahren Ursachen für die jüngste Golfkrise.

Von Heinz Moll
Immer unverhüllter und fordernder deklarieren die Vereinigten Staaten ihren Führungsanspruch. So triumphierte Präsident Clinton am 28. Januar in seiner Rede zur Lage der Nation vor beiden Häusern des US-Kongresses: «Unsere Führung in der Welt ist konkurrenzlos.» Clintons 72-Minuten-Ansprache wurde über einhundert Mal von Beifall oder gar stehenden Ovationen unterbrochen. Sowas kennt die Welt bisher nur aus der Kroll-Oper.

Zbigniew Brzezinski, von 1977-1981 «Sicherheitsberater» von Präsident Carter und seither wieder Professor für Aussenpolitik und Strategiefragen, galt schon zu Zeiten des Kalten Krieges als eifriger Trommler für die amerikanische World Leadership. Nun hat er ein neues Buch über sein altes Steckenpferd geschrieben (The Grand Chessboard). Kein anderer Staat verfüge in den vier Schlüsselbereichen Militär, Wirtschaft, Technologie und Kultur über eine vergleichbare Machtfülle wie die USA, schreibt Brzezinski. Folglich sei niemand anderer als die USA dazu legitimiert, die Richtung der Weltpolitik während der nächsten Generation vorzugeben.

Nach Brzezinski bedarf insbesondere die Landmasse Eurasiens, die sich vom Mittleren Osten bis Zentralasien erstreckt und 75 Prozent der Weltenergiereserven umfasst, der gesteigerten Fürsorge durch die USA. In Eurasien leben auch 75 Prozent der Weltbevölkerung. «Die einzige Alternative zur amerikanischen Führung ist die internationale Anarchie», warnt Brzezinski. Deshalb müssten in allen Staaten der eurasischen Landmasse «demokratische Brückenköpfe» errichtet werden. Das heutige Russland sollte zu diesem Zweck aufgeteilt werden, in eine Russische Föderation, eine Republik Sibirien und eine Fernöstliche Republik.

Brzezinski versteht unter demokratischen Brückenköpfen westlich ausgerichtete Regime, die eng mit der NATO kooperieren. Brzezinski verfügt über einschlägige Erfahrungen bei der Errichtung von Brückenköpfen. Am nachhaltigsten war sein Erfolg wohl in Afghanistan. Man darf ihn mit Fug als einen der Väter des Afghanistankrieges bezeichnen.

Zweifellos war es ein unverzeihlicher Fehler, dass die Sowjetunion Truppen entsandte, um das in Bedrängnis geratene Revolutionsregime von Kabul zu stützen. Der Konflikt hätte sich mit diplomatischen Mitteln aber noch in der Anfangsphase liquidieren lassen. Aber das war nicht das Ziel der USA, die den grossen Konflikt suchten. William Casey, unter Carter und Reagan Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA, legte kurz vor seinem Tod ein Geständnis ab. Er gab zu, dass es die US-Politik war, den Sowjets jeden Rückzug aus Afghanistan zu verbauen. «Wir waren überzeugt, dass die Sowjetunion an diesem Krieg zerbrechen wird», sagte Casey. Und so wurden mit Milliarden Dollars, amerikanischen Ausbildnern und Waffen jene Söldnerarmeen auf die Beine gestellt, die Afghanistan bis in den heutigen Tag terrorisieren. Pakistan und Saudi-Arabien, diese famosen Regime, waren der USA engste Verbündete in diesem schmutzigen Geschäft. Brzezinski war der verantwortliche Stratege, der im Weissen Haus die Fäden zog. Für werbewirksame TV-Bilder war er sich freilich auch nicht zu schade, um auf dem Kyber-Pass mit einem Maschinengewehr in Position zu begeben, im Schlips und weissen Kragen.

Brzezinskis neustes Buch beschreibt ein Programm: Es zielt auf nichts weniger als auf die Unterwerfung weiter Teile der Erde unter US-amerikanische Kapitalinteressen. Dass dieses Programm offen deklariert wird, spricht für das gewachsene Selbstvertrauen - man könnte auch sagen: Frechheit - der schmalen amerikanischen Machtelite.

Es ist nicht verwunderlich, dass den Energiequellen, insbesondere dem Erdöl, in diesen Weltherrschaftsplänen ein vorrangiger Stellenwert zukommt. Schliesslich weiss man nicht erst seit heute, dass Energiereserven endlich sind. Die Weltvorräte an Erdöl insgesamt werden bei gleichem Verbrauch noch etwa 42 Jahre anhalten - aber die USA werden auf ihrem Territorium nur noch 7-8 Jahre fördern können. Die Vorräte im Nahen Osten reichen demgegenüber noch für 97 Jahre, jene in Lateinamerika für 44 Jahre und jene der GUS für 22 Jahre.

Bereits unter der Präsidentschaft von Richard Nixon wurden nach der Erfahrung mit dem arabischen Ölboykott, erstmals Pläne für eine militärische Besetzung der Ölfelder des Nahen Ostens entworfen. 1980 verkündete Präsident Carter eine entsprechende Doktrin; gleichzeitig wurde die schnelle Eingreifetruppe (später CENTCOM) gebildet.

Es ist nachgerade notorisch, dass die offiziell deklarierten hehren Prinzipien der US-Aussenpolitik blosses Propagandawerk zur Täuschung der Weltöffentlichkeit sind. Die schmale Schicht der amerikanischen Machtelite, die die Aussenpolitik bestimmt, ist nicht an Demokratie und sozialer Gerechtigkeit interessiert, sondern an billigen Rohstoffen und freiem Zutritt zu allen Märkten. Dafür ist sie auch bereit, militärische Machtmittel einzusetzen. Der erbarmungslose Krieg gegen den Irak 1991 wurde nicht zur Befreiung Kuwaits geführt, sondern um die Sicherung der Ölversorgung. Heute darf überdies als belegt gelten, dass die USA den Irak zum Überfall auf Kuwait ermuntert haben, um einen Vorwand für einen Militärschlag zu schaffen.

Die anglo-amerikanischen Truppen unter dem Oberbefehl von US-General Schwarzkopf haben sich während des Irak-Feldzuges schwerer Verbrechen gegen die irakische Zivilbevölkerung und gegen irakische Soldaten schuldig gemacht; sie blieben alle ungeahndet. Für die amerikanische Seite wurde der Krieg mit 6 Milliarden Dollar Benefiz sogar zu einem Geschäft.

Was die aktuelle Krise um die UN-Waffeninspektionen betrifft, so muss festgestellt werden, dass es hierzu keine Informationen von unabhängiger Stelle gibt. Die gesamte Information wird von US-Regierungsstellen monopolisiert. Die Weltöffentlichkeit musste bereits im Falle des Krieges von 1991 die Erfahrung machen, dass die USA die Information gezielt als Mittel des Krieges einsetzen und eine unabhängige und objektive Berichterstattung systematisch hintertreiben.

Wie die erfolgreiche Vermittlungsmission von UNO-Generalsekretär Kofi Annan gezeigt hat - sie kam gegen den starken Widerstand der USA zustande -, war der diplomatische Spielraum zur Beilegung der Krise noch nicht ausgeschöpft. Der Eindruck drängt sich auf, die US-Rüstungslobby sei an einem Militärschlag gegen ein weitgehend wehrloses Land interessiert, um ihre neu- und weiterentwickelten Waffensysteme gefahrlos testen zu können. Dass die amerikanische Politik hierzu Hand bietet, empfinden wir, bei aller Erfahrung, als zynische Ungeheuerlichkeit. Das unschuldige irakische Volk hat genug gelitten!

US-Präsident Clinton bekommt unsere kleine Zeitung vermutlich nicht zu Gesicht. Gerne würden wir ihm aus gegebenem Anlass einen bewährten Slogan aus seiner Jugendzeit zurufen: «Make love, not war!».

http://home.sunrise.ch/comtex/uw1981.htm

ulli
16.09.2001, 11:37
dr. markx,

dies ist ein bericht der "schweizer friedensbewegung", welche meiner meinung
nach sehr einseitige, sogar eindeutige berichte dieser art liefert. sicherlich sind
sie als "gegenpol" interessant, die art der berichterstattung
ist allerdings ziehmlich eindeutig. vielleicht interessieren dich weitere "interessante" berichte der "Schweizerische Friedensbewegung (SFB)" :


Interview mit Fidel Castro - Emmental gegen Rechts

Stand des Berufungsverfahrens gegen Mumia Abu-Jamal

Palästina: In diplomatischer Falle. Interview mit Adam Keller

Dialog mit kubanischem Vizeaussenminister

Kindermord als Politik – Terror in den besetzten Gebieten Palästinas

USA wollen benutzerfreundliche Nuklearwaffen

Neues US-Doppel im Kosovo

Singgruppe Basel wird 50

Friedenspreis an Assia Djebar

der author des von dir abgebildeten berichts schreibt unter anderem buchkritiken, aus denen ich mal ein paar ausschnitte darstellen moechte:

Heinz Moll:
Zumal es doch eine offenkundige Tatsache ist, dass das Wuchern der Polizeiapparate – es ist ja in so vielen Staaten zu beobachten – in Wirklichkeit nirgendwo eine Eindämmung der organisierten Kriminalität bewirkt hat.

oder

HeinzMoll:
Wer die organisierte Kriminalität an der Wurzel bekämpfen will, sollte folglich als erstes die Geheimdienste auflösen

Dr. Markx
16.09.2001, 15:33
Hi Ulli,

warum soll die Meinung einer Freidensbewegung weniger Wert sein als die Meinung von Kriegsbefürwortern?

Auf der Suche nach Antworten scheint mir diese Meinung durchaus sinnvoll zu sein, zumal sich der Autor ja auf Äußerungen von Brzezinski stützt, die jener ja nachvollziehbar in seinen Büchern gemacht hat.

Mit den Kurzzitaten ist das immer sone Sache: Das erste würde ich ähnlich sehen, beim zweiten fehlt mir eindeutig der Kontext.

Die Zitate sind m.E. nicht geeignet, die Glaubwürdigkeit des Autors in Zweifel zu ziehen.

Ralph
16.09.2001, 20:12
Heute ist der Oppositionsführer Massud beigesetzt worden, nachdem er bei einem kürzlichen Attentat schwer verletzt wurde und seinen Verletzungen erlegen ist ! :(

Würde die Taliban bin Laden ausliefern, dann wäre dies gleichbedeutend mit dem Ende der Taliban ! ..... aus diesem Grunde wird Diplomatie mit der Taliban nichts bringen ! ..... leider ! :( :(

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Nordallianz-Führer Massud tot

Bild vergrößern
Der Führer der Taliban-Gegner in Afghanistan, General Ahmed Schah Massud, ist beigesetzt worden. Er war am Samstag an den Verletzungen gestorben, die er am Sonntag zuvor bei einem Attentat erlitten hatte. Zu Massuds Nachfolger wurde unterdessen der 44-jährige General Mohammed Fahim ernannt.

Der 49-jährige Massud, der "Löwe von Pandschir", soll sich zuletzt in der Nordprovinz Takhar aufgehalten haben. Massud und seine Anhänger kontrollieren rund zehn Prozent des Landes.

Dem charismatischen Massud war es in den vergangenen Monaten gelungen, im Kampf gegen die herrschenden Taliban unterschiedliche oppositionelle Gruppen in der Nordallianz zu einen. Diese Einigkeit ist nach seinem Tod nun bedroht.

Massuds Sprecher, Abdullah, berichtete, zwei als Fernsehjournalisten getarnte Selbstmordattentäter hätten in unmittelbarer Nähe Massuds einen Sprengsatz gezündet. Während die beiden Attentäter und ein Berater Massuds sofort tot waren, überlebte Massud zunächst schwer verletzt. Er hatte zuvor immer wieder vor der Terroristengruppe um Osama bin Laden gewarnt.

Afghanen auf der Flucht

Unterdessen hat im Land eine Massenflucht eingesetzt. Die afghanische Nachrichtenagentur Chabar berichtet, Hunderte Menschen seien auf dem Weg, das Land zu verlassen. Der benachbarte Iran habe deshalb mit der Schließung seiner Grenzen begonnen.

In Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk sollen jedoch an allen wichtigen Grenzübergangsstellen Pufferzonen für afghanische Flüchtlinge eingerichtet werden. Dort sollen die Menschen bei ihrer Ankunft versorgt werden. Iran hat in den vergangenen Jahren bereits zwei Mio. Menschen aufgenommen, die vor dem radikal-islamischen Regime in Kabul geflüchtet waren.

Auf Anweisung der Taliban mussten auch die letzten Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen die Hauptstadt Kabul verlassen. Die Taliban hatten argumentiert, sie könnten die Sicherheit der Ausländer im Falle eines amerikanischen Vergeltungsschlages nicht gewährleisten.
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Ralph

ulli
18.09.2001, 21:38
hallo dr. markx,

verstehe mich bitte nicht falsch, aber du hast dir da schon einen
relativ extremen friedensbeweger herausgepickt.

vielleicht ist es ja auch notwendig, weil es um ein extremes thema geht.
mich persoenlich trifft allerdings das gerade von eliska veroeffentlichte
aus: Martin Auer, Der seltsame Krieg - Geschichten für eine Kultur des Friedens
wesentlich mehr. aber das ist vielleicht auch subjektiv.

deine frage: "warum soll die Meinung einer Friedensbewegung weniger Wert sein als die Meinung von Kriegsbefürwortern? " impliziert allerdings dass ich mit
meiner antwort einen vergleich der wertigkeit von meinungen herbeifuehren wollte.
dies ist nicht der fall und wenn das so ruebergekommen ist, dann moechte
ich mich dafuer entschuldigen. ich habe eine abneigung vor extremisten und
reagiere wenn ich sie zu treffen glaube, manchmal ueberempfindlich...


ulli

Dr. Markx
19.09.2001, 14:13
Hi ulli,

vielleicht lassen wir mal das akademische beiseite.

Ich denke, daß es in die Frage Krieg oder Frieden eigentlich nur eine MEinung geben kann. Muß leider feststellen, daß das umso weniger der Fall ist, je weiter ein etwaiger Krieg von Eutropa entfernt stattfindet.

Wir müssen uns klar machen, was Krieg bedeutet. Wier müssen und klarmachen, daß die Actionfilme eben Fiktion sind. Wir müssen uns klarwerden über die Ursache der Kriege. Und die der Krise des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, in dem wir leben.

Dies alles bei Strafe unseres Untergangs.

Insofern ist mir ein extremer Friedensbeweger lieber als ein extremer Kriegstreiber. Ich möchte mit freudiger Erwartung in die Zukunft sehen können.

:):)

Dr. Markx
20.09.2001, 02:35
15. September 2001 -
Seit den ungeheuerlichen Anschlägen von New York und Washington, gab Lyndon LaRouche zahlreiche Radiointerviews. Eines davon, am 12. September mit dem kanadischen Sender CFRB in Toronto, bringen wir in den wesentlichen Auszügen.


Kein Terrorakt, sondern eine "verdeckte Operation"

Jemand will die USA zu einem Krieg gegen die islamische Welt provozieren
LaRouche: Es verdichtet sich das Bild, daß es sich bei den gestrigen Ereignissen nicht um einen Terrorakt im herkömmlichen Sinne handelte, sondern um eine verdeckte strategische Operation mit einem strategischen Ziel, die, wie auch Justizminister John Ashcroft implizit andeutete, auf Personen innerhalb der USA zurückgeht.

Mit anderen Worten, wir haben es hier mit etwas zu tun, was einige Parallelen zu dem Bombenanschlag in Oklahoma City aufweist. In diesem Falle wären es Personen in den Vereinigten Staaten, die zum Selbstmord bereit und zugleich in der Lage waren, ein Flugzeug so zu fliegen, mit einer soliden militärischen Ausbildung. So etwas lernt man nicht beim Training mit dem Lear-Jet auf einem Privatflughafen.

Die Tat wurde mit höchster Präzision ausgeführt. Vier Flugzeuge waren beteiligt. Eben wird mir berichtet, auch das Weiße Haus sei als Angriffsziel vorgesehen gewesen. Nach diesen Informationen sollte das Flugzeug, das dann in das Pentagon gelenkt wurde, ursprünglich das Weiße Haus angreifen.

Hier spielt jemand strategische Spiele mit einer gewissen Form von Sondereinsatzkommandos. Dabei werden hauptsächlich Amerikaner eingesetzt, möglicherweise in Zusammenarbeit mit internationalen Elementen und unter Einsatz verschiedener Verschleierungsmethoden.

Was uns gestern widerfahren ist, hätten die USA mit aller ihrer Macht der Sowjetunion während des Kalten Krieges nicht antun können. Es ist also völlig unmöglich, daß irgendein kleines Land irgendwo am Ende der Welt das getan hat. Die Verantwortung muß bei einem sehr kompetenten Apparat in den Vereinigten Staaten selbst liegen. Es mag andere Faktoren geben, aber das ist der Kernpunkt, um den wir uns sorgen müssen.



Bei polizeilichen Ermittlungen fragt man immer: Wer sind die Nutznießer? Wer hat ein Motiv und gleichzeitig die Mittel, so etwas zu tun?

LaRouche: Es gibt Situationen in der Geschichte, bei einer großen Krise, akuter Kriegsgefahr - oder eben einer Zusammenbruchskrise des Finanzsystems, wenn Leute mit großer Macht, oder zumindest einige von ihnen, die Nerven verlieren. Sie verfallen auf die Idee, eine Diktatur zu errichten.

So war es 1933 in Deutschland, als Hermann Göring sich einer Marionette, van der Lubbe, bediente, um den Reichstag in Brand zu setzen. Dann nutzten Göring und seine Freunde den Reichstagsbrand als Vorwand, sofort eine Diktatur unter Hitler zu errichten. Denn damals saß Hitler noch keineswegs sicher im Sattel.

Wenn sich eine Krise zuspitzt, muß man immer aufpassen, ob nicht irgendjemand einen Putsch versucht oder einen Konflikt vom Zaun bricht oder etwas anderes unternimmt, um die Machtverhältnisse zu ändern.

Das Weltfinanzsystem ist dabei, zusammenzubrechen. Das ist der Hintergrund von alledem. Es gibt Lösungen. Aber einige Leute wollen nicht über Lösungen nachdenken, sondern greifen zu Verzweiflungsmaßnahmen.



Können Sie den Gedanken etwas weiter ausführen oder sogar Namen nennen? Wenn Sie von Gruppen mit viel Macht reden, meinen Sie offensichtlich nicht eine kleine Zelle unzufriedener Leute im Nahen Osten. Sie meinen doch eher etwas auf der Ebene von Regierungsbehörden?

LaRouche: Richtig. Solche Dinge wurden in den USA herangezüchtet, u.a. im Rahmen der "Iran-Contra"-Operationen.

Kommen wir noch einmal auf dem Bombenanschlag in Oklahoma zurück. Hier stößt man auf etwas, das man allgemein als "Milizen" bezeichnet. Es fallen ziemlich unterschiedliche Organisationen unter diese Kategorie "Miliz". Aber es gibt im Militär junge Fanatiker, die vermutlich so ähnlich denken wie Hitlers SS. Sie sind überzeugt davon, daß sie eine "Mission" haben. Und sie sind bereit, für diese "Mission" zu sterben.

Man muß also nicht erst in den Nahen Osten gehen, um einen Selbstmordattentäter zu finden. Wir haben sie im eigenen Land, wie der Fall Oklahoma zeigt. Wir sind dieser Sache niemals ganz auf den Grund gegangen. Die Leute hatten es eilig damit, den Fall abzuschließen. Eine simple Erklärung, und Schluß. Dabei ist es eine Tatsache, daß niemals ein oder zwei Männer allein diesen Anschlag in Oklahoma hätten ausführen können, aber das hat man niemals ernsthaft berücksichtigt.



Das stimmt. Und die besten Hinweise darauf, wer die Hintermänner und ihre Motive waren, wird man wohl erst später finden, wenn man sieht, wie sich alles weiter entwickelt.

LaRouche: Ich habe schon gestern gesagt und wiederhole es heute: Das Wichtigste ist jetzt, nicht in Panik zu verfallen und jede Flucht nach vorn zu vermeiden. Es wäre ganz falsch, jetzt zu drohen, daß man morgen jemanden umbringt oder jemanden bombardiert. Eine Regierung muß Zurückhaltung und Ruhe bewahren, wie ein Befehlshaber noch in der schlimmsten Gefechtssituation.



Ich merke, daß Leute wie Osama bin Laden und bestimmte Länder dämonisiert werden. Man hat fast schon den Eindruck, daß hier einem Drehbuch gefolgt wird. Man merkt einen Konsens, die Öffentlichkeit sucht den Kampf. Sind das Falschmeldungen, falsche Fährten? Sie sagen ja, man soll die großen Fische woanders suchen.

LaRouche: Es ist völlig unvorstellbar, daß Osama bin Laden über die Möglichkeiten verfügt, einen solchen Anschlag zu organisieren. Er ist ein Produkt der anglo-amerikanisch-israelischen [Geheimdienst-]Operationen, die im Rahmen der "Iran-Contra-Affäre" an die Öffentlichkeit gelangten. Er ist ihr Geschöpf. Und man läßt ihn gewähren. Sie schimpfen auf ihn. Vielleicht bringen sie ihn irgendwann um. Aber er ist noch aktiv, und sie kontrollieren ihn noch maßgeblich. Er ist zu so etwas nicht in der Lage.



Richtet sich Ihr Verdacht auf so etwas wie einen militärisch-industriellen Komplex oder mächtige Wirtschaftsinteressen?

LaRouche: Mächtige, wahrscheinlich internationale Interessen. Aber die Sache wurde sicherlich äußerst sensitiv gehandhabt. Die meisten Leute, die in die Vorbereitungen verwickelt waren, werden nicht gewußt haben, um was für eine Operation es sich handelte.

Man wird bei den Ermittlungen überall auf falsche Spuren stoßen. Denn die Leute, die das gemacht haben, wußten, was sie taten. Sie benutzten das GPS (Satelliten-Positionierungssystem) wie im militärischen Einsatz, so wie es kein normaler Bürger tun kann. Die Ausbildung der Leute, die als Piloten zum Selbstmord bereit waren, die dann diese Flugzeuge steuerten - das alles war ein sehr ausgeklügeltes Unternehmen.

Wie bringt man einen hochqualifizierten Piloten dazu, sich zum Selbstmordattentäter ausbilden zu lassen? Bedenken Sie, diese Leute mußten verschiedene Sicherheitskontrollen passieren, wenn diese vielleicht auch an Orten wie Boston und anderswo nicht so gründlich waren. Daß sie die Flugzeuge gleich nach dem Start koordiniert in ihre Gewalt brachten, weist darauf hin, daß sie alle Sicherheitskontrollen passieren konnten; möglicherweise hatten sie Plastikmesser oder ähnliches. Solche Leute müssen eine besondere Ausbildung haben.



Gerade in der letzten halben Stunde hat Justizminister Ashcroft zugegeben, diese Leute seien in den USA ausgebildet worden. Haben Sie den Eindruck, hier handelt es sich um eine künstlich herbeigeführte Krise, aus deren Effekt jemand seinen Nutzen ziehen will?

LaRouche: Genau das. Jemand will einen Krieg im Nahen Osten, jemand will, daß die USA auf den Nahen Osten und andere Regionen einschlagen. Denn so wie die Entwicklung jetzt programmiert ist, würde das den geopolitischen "Kampf der Kulturen" auslösen, den Brzezinski und sein Freund Huntington vorgeschlagen haben.

Man will unter der einen Milliarde Moslems in der Welt (die ja keineswegs eine einheitliche Kraft bilden, sondern wie man im Falle der Taliban sieht, untereinander zerstritten sind) eine Kettenreaktion der Gewalt auslösen. Dadurch soll Eurasien ins Chaos gestürzt werden, so daß niemand mehr in der Lage wäre, Eurasien durch wirtschaftliche Zusammenarbeit zu einigen.

Das scheint die Absicht zu sein. Darauf hat Brzezinski hingearbeitet, dazu ist er fest entschlossen. Und es gibt in den USA und anderswo viele Menschen, die mit ihm übereinstimmen. In Israel gibt es Leute, die damit übereinstimmen, aber auch andere, die es ablehnen.

So wird von einigen Desperados wie Brzezinski ein geopolitischer Alptraum heraufbeschworen. Gibt man solchen Verrückten Macht, gibt man ihnen die Kontrolle über Geheimorganisationen, über Militäreinheiten für verdeckte Operationen, wie sie seit dem Vietnamkrieg aufgebaut wurden, dann sind die Voraussetzungen für einen Putsch da.


http://bueso.de/seiten/larouche/lyn0117.htm

Perry27
20.09.2001, 09:19
Hallo mein Gutster.

Ich will jetzt garnichts über den Inhalt sagen, aber eines muß man ich unbedingt vor Augen halten : Zeiten wie jetzt sind ein äußerst guter Nährboden für "falsche Propheten" jeglicher Coleur ! Der Mann ist als Verschwörungs-Theoretiker bekannt, und seine Frau auch.

Schau Dier doch mal folgende Seite an :

http://suche.freenet.de/perl/show.pl?query=larouche&uri=http%3A%2F%2Fwww.agpf.de%2Feap97.htm&search_type=

http://www.agpf.de/eap-01.htm

Man muß beim Recherchieren von Artikeln gerade jetzt große Vorsicht walten lassen.

(keine Kritik an Dir :-), nur ein allgemeiner Hinweis !)

Perry

Dr. Markx
20.09.2001, 10:51
Hi Perry,

gut, daß immer ein paar Leute mitdenken.

Einerseits kann ich mir vorstellen, warum der Herr in bestimmte Ecken gerückt werden soll, aber ich werde mich auch mal weiter informieren. Möglicherweise ist ja seine Meinung nicht so bedeutungsvoll aus den genannten Gründen.

Andererseits: Er ist Amerikaner, Mitglied der Demokratischen Partei und Wirtschaftsprofessor.

Auch seine ökonomische Theorie kenn ich nicht. Aber die Infos stehen jedem zur Verfügung und jeder kann sich ein Bild machen.

Was die Verschwörungstheorie betrifft: Ist die "offizielle" nicht auch eine??

ulli
20.09.2001, 20:11
dr. markx,

klar er hat die loesung gefunden:

der weltwirtschaft geht es schlecht. das ist der ausloeser.
hier kommt nur eins in frage: ein vorgetaeuschter terroranschlag
auf das world trade center. das wird der wirtschaft wieder
auf die beine helfen...

der interviewte macht sich so laecherlich wie kein anderer,
den ich in letzter zeit gelesen habe. vielleicht haette dieses
interview besser einen platz in einem "witze"-thread gefunden ;)

ulli

Matze
20.09.2001, 22:32
Da hätten Sie aber diesmal echt besser Ihren Präsidenten erschiessen können statt ins World Trade Center zu fliegen :lach :dd

Aber vielleicht waren es ja wirklich die Ungetüme aus den Unterwelten wie gewisse Rauchschwaden uns zeigten :hihi :hihi

Oder doch von Ausserirdischen gelenkt :ek :eek: ?

Was wirklich war und wie es passiert ist, werden wohl nur sehr wenige erfahren und das dann womöglich noch mit ins Grab nehmen / genommen haben...

Matze