Patrick
02.10.2001, 14:57
Mit Liebe bekämpfen viele New Yorker offenbar ihre Angst vor den Terroranschlägen. «Weltuntergangs-Sex» nennen es die Psychologen und haben schon Abkürzungen dafür.
Von «TS» ist in New York zurzeit oft die Rede, oder von «EOWS». «Terrorsex» soll das erstere heißen, «End-of-the-world-sex» das letztere, «Weltuntergangs-Sex». Der New Yorker Psychiater Howard Brown nennt es «PDS» und normal soll es auch sein.
«Post-Desaster-Sex ist eine absolut natürliche Reaktion, auch wenn mancher die Nase darüber rümpfen mag», sagt er. «Ich musste nicht wenige Anrufer beruhigen, die wissen wollten, ob sie noch normal sind.»
Lebensfreude
Die explodierenden Türme des World Trade Centers schockierten die Welt, doch viele bemerkten dadurch offenbar auch, wie kostbar ihnen ihr Leben ist, wie froh sie sind, lebendig zu sein.
Das sei «wirklich keine Schande», findet die Sexualwissenschaftlerin Pepper Schwartz. Nach den Terroranschlägen, berichtete die Dozentin der University of Washington, «haben mir alle möglichen Leute ähnliches geschildert. Ein stärkeres Verlangen nach Sex in extremen Situationen sei eine lange bekannte Reaktion. «Das heißt einfach nur: Ich will noch einmal so lebendig wie möglich sein, wenn der Tod naht.»
Neue Freiheit
In Extremsituationen werde Menschen, selbst wenn sie gar nicht direkt betroffen gewesen seien, oft ganz plötzlich bewusst, «dass das Leben äußerst wertvoll und nicht unendlich ist», sagte Professor Peter Salovey, Leiter der Abteilung Psychologie der renommierten Yale University dem Online-Magazin »Salon.com«. «Aber sowas wie jetzt, haben wir noch nie erlebt.»
Die Amerikaner scheinen die neue Freiheit zu genießen. «One-Night-Stands waren lange verpönt», sagt der Aktienhändler Oliver. «Wenn ich hier früher bei einer Zufallsbekanntschaft gleich das Thema Sex angeschnitten hätte, wäre das Gespräch beendet gewesen. Jetzt ist das ganz anders.» (nz)
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Ohne Kommentar... :)
Von «TS» ist in New York zurzeit oft die Rede, oder von «EOWS». «Terrorsex» soll das erstere heißen, «End-of-the-world-sex» das letztere, «Weltuntergangs-Sex». Der New Yorker Psychiater Howard Brown nennt es «PDS» und normal soll es auch sein.
«Post-Desaster-Sex ist eine absolut natürliche Reaktion, auch wenn mancher die Nase darüber rümpfen mag», sagt er. «Ich musste nicht wenige Anrufer beruhigen, die wissen wollten, ob sie noch normal sind.»
Lebensfreude
Die explodierenden Türme des World Trade Centers schockierten die Welt, doch viele bemerkten dadurch offenbar auch, wie kostbar ihnen ihr Leben ist, wie froh sie sind, lebendig zu sein.
Das sei «wirklich keine Schande», findet die Sexualwissenschaftlerin Pepper Schwartz. Nach den Terroranschlägen, berichtete die Dozentin der University of Washington, «haben mir alle möglichen Leute ähnliches geschildert. Ein stärkeres Verlangen nach Sex in extremen Situationen sei eine lange bekannte Reaktion. «Das heißt einfach nur: Ich will noch einmal so lebendig wie möglich sein, wenn der Tod naht.»
Neue Freiheit
In Extremsituationen werde Menschen, selbst wenn sie gar nicht direkt betroffen gewesen seien, oft ganz plötzlich bewusst, «dass das Leben äußerst wertvoll und nicht unendlich ist», sagte Professor Peter Salovey, Leiter der Abteilung Psychologie der renommierten Yale University dem Online-Magazin »Salon.com«. «Aber sowas wie jetzt, haben wir noch nie erlebt.»
Die Amerikaner scheinen die neue Freiheit zu genießen. «One-Night-Stands waren lange verpönt», sagt der Aktienhändler Oliver. «Wenn ich hier früher bei einer Zufallsbekanntschaft gleich das Thema Sex angeschnitten hätte, wäre das Gespräch beendet gewesen. Jetzt ist das ganz anders.» (nz)
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