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Vollständige Version anzeigen : Der "Führer" war schwul


Gert
07.10.2001, 00:01
Historiker schrieb Buch über "Hitlers Geheimnis"
Machtan: Der "Führer" war schwul

http://www.t-online.de/TOnl/Nach/ausa/dive/pict/p__hitler__adolf,property=Grossbild.jpg


Wien, 1908. Der Musiker August Kubitscheck erinnert sich: "Mein Freund erwartete mich schon am Bahnsteig, begrüßte mich in freudiger Erregung mit einem Kuss und führte mich dann gleich in seine Behausung, wo selbst ich die erste Nacht zubringen sollte." Kubitscheck freut sich über die Zuneigung eines Mannes, der später Homosexuelle ermorden lässt: Adolf Hitler.
War der Führer schwul? Ja, meint der Bremer Historiker Lothar Machtan und belegt diese These mit Zeugnissen ehemaliger Partner des späteren Diktators - nachzulesen in seinem Buch "Hitlers Geheimnis - Das Doppelleben eines Diktators", das am Montag gleichzeitig in zwölf Ländern erscheint.

Er lag mit seiner "männlichen Hure" zusammen
In der Tat werfen die bisher kaum beachteten Quellen ein neues Licht auf den Mann, der die Welt später in Angst und Schrecken versetzen sollte. Der junge Adolf Hitler dient 1915 als Meldegänger an der Front in Frankreich. Hans Mend, ein Kriegskamerad, gibt Jahre später zu Protokoll, was er selbst gesehen hat: "Hitler lag mit Schmidl, seiner männlichen Hure, nachts zusammen."

Nicht nur Augenzeugen sollen von der homosexuellen Neigung des Soldaten gewusst haben. Auch Hitlers Dienstpapiere enthielten angeblich entsprechende Aufzeichnungen. "Trotz Tapferkeit vor dem Feind", heißt es hier, sei er "wegen homosexueller Betätigung von der Beförderung zum Unteroffizier ausgeschlossen worden."

Versuchte Röhm Hitler zu erpressen?
Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Ereignisse um den so genannten "Röhm-Putsch" vor einem völlig neuen Licht. Hitler habe den homosexuellen SA-Führer Ernst Röhm ermorden lassen, weil er von Hitlers Homosexualität gewusst und ihn erpresst habe, behauptet Machtan.

"Röhm wusste soviel über Hitler wie kaum ein zweiter aus der engeren Umgebung dieses Mannes. Und er hat ab einer gewissen Zeit dieses Wissen immer stärker genutzt, um selbst seine Macht abzusichern. Das hat Hitler eine Zeit geschehen lassen und dann hat er mit unglaublicher Brutalität zurückgeschlagen. Und er hat das gleichzeitig auch benutzt, andere Mitwisser zu eliminieren. Es ging dann letztendlich darum, Infamierungspotenzial zu entschärfen und das ist auch zu einem großen Teil gelungen", begründet Machtan seine These.

Hitler und die Frauen
Die später wohl selbst auferlegte homosexuelle Zurückhaltung habe möglicherweise zu den Tragödien geführt, die sich wie ein roter Faden durch Hitlers Beziehungen zu Frauen gezogen haben. Seine Nichte und Geliebte Geli Raubal beging Selbstmord. Eva Braun, die Hitler im Bunker kurz vor seinem Selbstmord heiratete, hat mindestens zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen.


AP/we