Patrick
09.10.2001, 09:22
Miami (Reuters) - Nach dem Auftreten eines zweiten Milzbrand-Falles in den USA hat sich US-Justizminister John Ashcroft am Montag besorgt geäußert, zugleich jedoch betont, dass die Herkunft des Erregers noch völlig unklar ist. "Offen gesagt, wir können derzeit nicht schlüssig feststellen, ob es sich um einen Anschlag handelt oder um ein (natürliches) Auftreten", sagte Ashcroft in Washington. Die US-Bundespolizei FBI hatte zuvor bereits eine schnelle Überprüfung des zweiten Infektionsfalles angekündigt. Nach den Anschlägen vom 11. September waren in der US-Bevölkerung Ängste vor einem Anschlag mit biologischen Waffen (B-Waffen) aufgekommen. Milzbrand- Erreger (Anthrax) gehören zu den bekanntesten B-Waffen.
Ashcroft sagte, das Auftreten eines zweiten Falls werde sehr ernst genommen. Es lägen jedoch noch nicht genug Untersuchungsergebnisse vor, um sagen zu können, ob die Infektionen im Zusammenhang mit den Selbstmordattentaten in New York und Washington stünden. "Wir betrachten dies jedoch als eine Untersuchung, aus der sich Ermittlungen wegen eines kriminellen Vergehens ergeben können", fügte er hinzu. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, Jeb Bush, sagte: "Wir haben darüber geredet, dass solche biologischen oder chemischen Mittel zum Waffenarsenal der Terroristen gehören und egal, ob das hier nun ein Beispiel dafür ist oder nicht, müssen wir darauf vorbereitet sein." Beide Fälle sind in Florida aufgetreten.
Unmittelbar nach den Anschlägen hatten die USA wegen Hinweisen auf mögliche Attentate mit biologischen Waffen eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Seit dem Beginn der Militärschläge der USA auf Afghanistan am Sonntag, befinden sich die Sicherheitskräfte des Landes in höchstem Alarmzustand. Die USA vermuten in Afghanistan den moslemischen Extremisten Osama bin Laden, den sie für die Anschläge am 11. September verantwortlich machen.
Die zweite Infektion wurde Angaben von Behördenvertretern Floridas zufolge bei einem etwa 70-jährigen Mann festgestellt, der zu den Kollegen des am Freitag an Lungenmilzbrand verstorbenen Pressefotografen gehörte. Der Mann sei zwar infiziert, aber nicht erkrankt, teilten Vertreter der Gesundheitsbehörde am Montag mit. Die Krankheit war in den USA zuletzt 1976 aufgetreten. US-Regierungsvertreter hatten nach dem Tod des 63-jährigen Fotografen von einem Einzelfall gesprochen. Experten sagten jedoch, Grund zur Sorge gebe es dann, wenn ein weiterer Fall auftrete. Die tödliche Krankheit ist unter Menschen nicht ansteckend, kann aber von Tieren auf den Menschen übertragen werden.
"Wir unternehmen alles, um die Herkunft des Bakteriums schnell zu identifizieren und herauszufinden, wie sich die zwei Menschen infizieren konnten", teilte das FBI mit. Das Gebäude, in dem die beiden Männer gearbeitet hätten, sei versiegelt worden und werde derzeit von den Gesundheits- und Ermittlungsbehörden untersucht. Den Vertretern der Gesundheitsbehörde zufolge wurden Milzbrand-Erreger auf der Computer-Tastatur des verstorbenen Fotografen entdeckt. Zahllose Kollegen der beiden ließen sich in einer Klinik auf eine Ansteckung testen und mit Antibiotika versorgen.
Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" berichtete, Angestellte hätten sich an einen verdächtigen Brief erinnert, den beide Männer in der Hand gehabt hätten. Der Brief habe eine seifige, pulverartige Substanz enthalten. Dem Bericht zufolge sucht das FBI einen Praktikanten, der eine E-Mail an die Angestellten geschickt habe. In der Nachricht wurde einem Firmenvertreter zufolge auf "etwas, das zurück gelassen wurde" verwiesen, berichtete "Newsweek".
Einige der Selbstmordattentäter vom 11. September sollen eine Zeit lang in Florida gelebt haben und sich dort intensiv über Flugzeuge informiert haben, mit denen Mittel zur Schädlingsbekämpfung über Felder versprüht werden. Die US-Ermittler verfolgten daher den Verdacht, es seien auch Anschläge mit biologischen oder chemischen Waffen geplant.
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quelle: reuters.de In der Nachricht wurde einem Firmenvertreter zufolge auf "etwas, das zurück gelassen wurde" verwiesen,
das kann ja wohl kaum Zufall sein...
Gruß
P.
Ashcroft sagte, das Auftreten eines zweiten Falls werde sehr ernst genommen. Es lägen jedoch noch nicht genug Untersuchungsergebnisse vor, um sagen zu können, ob die Infektionen im Zusammenhang mit den Selbstmordattentaten in New York und Washington stünden. "Wir betrachten dies jedoch als eine Untersuchung, aus der sich Ermittlungen wegen eines kriminellen Vergehens ergeben können", fügte er hinzu. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, Jeb Bush, sagte: "Wir haben darüber geredet, dass solche biologischen oder chemischen Mittel zum Waffenarsenal der Terroristen gehören und egal, ob das hier nun ein Beispiel dafür ist oder nicht, müssen wir darauf vorbereitet sein." Beide Fälle sind in Florida aufgetreten.
Unmittelbar nach den Anschlägen hatten die USA wegen Hinweisen auf mögliche Attentate mit biologischen Waffen eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Seit dem Beginn der Militärschläge der USA auf Afghanistan am Sonntag, befinden sich die Sicherheitskräfte des Landes in höchstem Alarmzustand. Die USA vermuten in Afghanistan den moslemischen Extremisten Osama bin Laden, den sie für die Anschläge am 11. September verantwortlich machen.
Die zweite Infektion wurde Angaben von Behördenvertretern Floridas zufolge bei einem etwa 70-jährigen Mann festgestellt, der zu den Kollegen des am Freitag an Lungenmilzbrand verstorbenen Pressefotografen gehörte. Der Mann sei zwar infiziert, aber nicht erkrankt, teilten Vertreter der Gesundheitsbehörde am Montag mit. Die Krankheit war in den USA zuletzt 1976 aufgetreten. US-Regierungsvertreter hatten nach dem Tod des 63-jährigen Fotografen von einem Einzelfall gesprochen. Experten sagten jedoch, Grund zur Sorge gebe es dann, wenn ein weiterer Fall auftrete. Die tödliche Krankheit ist unter Menschen nicht ansteckend, kann aber von Tieren auf den Menschen übertragen werden.
"Wir unternehmen alles, um die Herkunft des Bakteriums schnell zu identifizieren und herauszufinden, wie sich die zwei Menschen infizieren konnten", teilte das FBI mit. Das Gebäude, in dem die beiden Männer gearbeitet hätten, sei versiegelt worden und werde derzeit von den Gesundheits- und Ermittlungsbehörden untersucht. Den Vertretern der Gesundheitsbehörde zufolge wurden Milzbrand-Erreger auf der Computer-Tastatur des verstorbenen Fotografen entdeckt. Zahllose Kollegen der beiden ließen sich in einer Klinik auf eine Ansteckung testen und mit Antibiotika versorgen.
Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" berichtete, Angestellte hätten sich an einen verdächtigen Brief erinnert, den beide Männer in der Hand gehabt hätten. Der Brief habe eine seifige, pulverartige Substanz enthalten. Dem Bericht zufolge sucht das FBI einen Praktikanten, der eine E-Mail an die Angestellten geschickt habe. In der Nachricht wurde einem Firmenvertreter zufolge auf "etwas, das zurück gelassen wurde" verwiesen, berichtete "Newsweek".
Einige der Selbstmordattentäter vom 11. September sollen eine Zeit lang in Florida gelebt haben und sich dort intensiv über Flugzeuge informiert haben, mit denen Mittel zur Schädlingsbekämpfung über Felder versprüht werden. Die US-Ermittler verfolgten daher den Verdacht, es seien auch Anschläge mit biologischen oder chemischen Waffen geplant.
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quelle: reuters.de In der Nachricht wurde einem Firmenvertreter zufolge auf "etwas, das zurück gelassen wurde" verwiesen,
das kann ja wohl kaum Zufall sein...
Gruß
P.