Gert
26.10.2001, 12:24
ftd.de, Fr, 26.10.2001, 9:45
Bayer: Sammelklage von US-Kanzlei wegen Ciprobay
Die US-amerikanische Anwaltsfirma Gilman and Pastor hat eine Sammelklage gegen den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer angekündigt. Dem Konzern wird vorgeworfen, sich illegal das Monopol auf das Medikament Ciprobay gesichert zu haben.
Medikament gegen Milzbrand
Durch illegale Vereinbarungen habe Bayer verhindert, dass das Antibiotikum Ciprobay zu einem günstigeren als dem geforderten Preis angeboten worden sei, heißt es auf der Web-Site der Kanzlei. Beginnend mit dem 8. Januar 1997 sei Bayer mit den Firmen Barr Laboratories und Hoescht Marion Roussel gesetz- und wettbewerbswidrige Vereinbarungen eingegangen. Danach zahlt Bayer beiden Firmen jährlich mehr als 50 Mio. $ (rund 107 Mio. DM), damit die Firmen ihrerseits auf die Herstellung und Vermarktung einer Generika-Version von Ciprobay verzichten.
Keine Generika-Versionen
Diese Regelung habe es Bayer ermöglicht, das Monopol bei der Versorgung mit so genannten Ciprofloxacinen aufrechtzuerhalten, heißt es weiter. Damit sei der Allgemeinheit die Möglichkeit genommen worden, Generika-Versionen von Ciprobay zu einem konkurrenzfähigen Preis zu erwerben.
Bayer und die US-Regierung hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass der Pharmahersteller 100 Millionen Tabletten des Medikaments zur Behandlung von Milzbrand zum Preis von 95 Cent pro Stück statt bisher 1,77 $ für den Aufbau einer Notfallreserve liefert. Die US-Regierung hatte Bayer öffentlich mit einem Patentbruch gedroht, wenn der Konzern beim Preis und bei der Liefermenge keine Zugeständnisse mache.
© dpa , © Illustration: AP
Bayer: Sammelklage von US-Kanzlei wegen Ciprobay
Die US-amerikanische Anwaltsfirma Gilman and Pastor hat eine Sammelklage gegen den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer angekündigt. Dem Konzern wird vorgeworfen, sich illegal das Monopol auf das Medikament Ciprobay gesichert zu haben.
Medikament gegen Milzbrand
Durch illegale Vereinbarungen habe Bayer verhindert, dass das Antibiotikum Ciprobay zu einem günstigeren als dem geforderten Preis angeboten worden sei, heißt es auf der Web-Site der Kanzlei. Beginnend mit dem 8. Januar 1997 sei Bayer mit den Firmen Barr Laboratories und Hoescht Marion Roussel gesetz- und wettbewerbswidrige Vereinbarungen eingegangen. Danach zahlt Bayer beiden Firmen jährlich mehr als 50 Mio. $ (rund 107 Mio. DM), damit die Firmen ihrerseits auf die Herstellung und Vermarktung einer Generika-Version von Ciprobay verzichten.
Keine Generika-Versionen
Diese Regelung habe es Bayer ermöglicht, das Monopol bei der Versorgung mit so genannten Ciprofloxacinen aufrechtzuerhalten, heißt es weiter. Damit sei der Allgemeinheit die Möglichkeit genommen worden, Generika-Versionen von Ciprobay zu einem konkurrenzfähigen Preis zu erwerben.
Bayer und die US-Regierung hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass der Pharmahersteller 100 Millionen Tabletten des Medikaments zur Behandlung von Milzbrand zum Preis von 95 Cent pro Stück statt bisher 1,77 $ für den Aufbau einer Notfallreserve liefert. Die US-Regierung hatte Bayer öffentlich mit einem Patentbruch gedroht, wenn der Konzern beim Preis und bei der Liefermenge keine Zugeständnisse mache.
© dpa , © Illustration: AP