Vollständige Version anzeigen : Was eigentlich sind Rating-Agenturen wert? Der Fall von Enron
Der Fall des Energiehändlers Enron ist Spätfolge der Nasdaq-Spekulationsblase
Von Analysten gehätschelt, von Anlegern begehrt / In besseren Zeiten 65 Milliarden Dollar wert
dri. NEW YORK, 29. November. Der Absturz des amerikanischen Energiehändlers Enron Corp., der wahrscheinlich die größte Unternehmensinsolvenz in der amerikanischen Geschichte nach sich ziehen wird, ist eine Spätfolge der Spekulationsblase an der Wall Street. Die Aktie von Enron wird zwar an der New York Stock Exchange und nicht an der Nasdaq gehandelt. Das Unternehmen galt aber in den Jahren 1999 und 2000 als einer der populärsten Vertreter der "New Economy".
Mit seiner Energiehandelsplattform Enron Online hatte sich Enron zu einem führenden B2B-Unternehmen (Business-to-Business) aufgeschwungen. Phantasie verlieh zudem der Aufbau einer Datenautobahn für die Telekommunikation. Enron lockte sogar mit der Vision, daß es einen Handel mit Breitbandkapazitäten etablieren wollte. Vor diesem Hintergrund gab es kaum ein Wall-Street-Haus, das die Aktie von Enron nicht ganz oben auf der Empfehlungsliste stehen hatte. Diese Nähe der Analysten dürfte ein Grund dafür sein, daß die Wall Street die Talfahrt des Unternehmens bis zuletzt nicht wahrhaben wollte.
Ihren Höhepunkt hatte die Aktie von Enron im August vergangenen Jahres erreicht, also fünf Monate nachdem die Nasdaq ihr Rekordhoch verbucht hatte. Der Aktienkurs von Enron war seinerzeit bis auf gut 90 Dollar gestiegen, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 65 Milliarden Dollar gab. Zu den Großaktionären zählten vor allem Wachstumsfonds wie die Fonds der Janus-Familie. Inzwischen wird die Aktie für nicht einmal mehr 50 Cent gehandelt. Dies reflektiert die Erwartung, daß die Aktionäre bei einer Insolvenz völlig leer ausgehen werden.
Enron zeigte zuletzt zwar Vermögenswerte von 61 Milliarden Dollar. Die Werthaltigkeit dieser Aktiva wird aber ganz wesentlich davon abhängen, ob es Enron nach einem Antrag auf Gläubigerschutz gelingen wird, das Kerngeschäft, den Handel mit Gas und Elektrizität, fortzuführen. Und hier sind erhebliche Zweifel angebracht. Zweifel an der Liquidität und finanziellen Solidität von Enron haben schon in den zurückliegenden Wochen dazu geführt, daß die Handelspartner Enron als Gegenpartei vermieden. Der Marktanteil im Strom- und Gashandel dürfte zuletzt nur mehr bei 10 bis 15 Prozent gelegen haben, schätzen Analysten.
Widersprüchlich sind nach wie vor die Angaben über die Höhe der finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens. In der Bilanz zeigte Enron zuletzt Finanzschulden von gut 13 Milliarden Dollar. Daneben ist von außerbilanziellen Verpflichtungen von bis zu 10 Milliarden Dollar die Rede. Die ausstehenden Anleihen von Enron werden nur mehr für 15 bis 25 Prozent ihres Nominalwertes gehandelt, seit am Mittwoch die Ratingagenturen Enron zur Junk-Bond-Adresse herabstuften und die Fusion mit Dynegy scheiterte.
Fortsetzung auf Seite 32.
Unter den Banken scheinen J.P. Morgan Chase und Citigroup die größten Summen im Feuer stehen zu haben. Bei J.P. Morgan heißt es, daß das Gesamtrisiko 900 Millionen Dollar betrage, wovon 500 Millionen Dollar nicht besichert seien. Das Engagement der Citigroup ist angeblich ähnlich hoch. Im Energiehandel liegen die Risiken der Gegenparteien bei maximal 100 Millionen Dollar, sagt Merrill-Lynch-Analyst Steven Fleishmann. Hierbei sei freilich ein Netting, also ein Aufrechnen aller Forderungen und Verbindlichkeiten, unterstellt, was vielleicht nicht in jedem Fall gelinge.
Sollte Enron in der Tat vor dem Konkursgericht landen, wäre es die größte Insolvenz, die Amerika jemals gesehen hat. Bisher hat Texaco diesen Rekord inne, das 1987 mit Aktiva in Höhe von 36 Milliarden Dollar Gläubigerschutz suchte. Der Fall Enron wirft in jedem Fall einen weiteren Schatten auf die Ratingagenturen. Sie hätten, so der vielerorts erhobene Vorwurf, die Reißleine schon viel früher ziehen müssen. Standard & Poor's, Moody's und Fitch IBCA hatten die Bonität von Enron alle am Mittwoch binnen zweier Stunden auf Junk-Bond-Status zurückgestuft, nachdem sich abgezeichnet hatte, daß die Übernahme von Enron durch Dynegy nicht zustande kommen würde. Vor drei Wochen hatten die Investmentbanken noch bei Moody's darum geworben, daß die Agentur Enron weiterhin als "Investment Grade" einstuft. Als Moody's dann Enron in der Tat mit einem neuen Investment-Grade-Rating versah, kam auch der Durchbruch in den Gesprächen von Enron und Dynegy.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2001, Nr. 279 / Seite 31
Tiefer Sturz der Enron Corporation
Der Gang vor den Konkursrichter erscheint unvermeidlich
Enron Corp. wäre in der nächsten «Fortune»-Liste der 500 grössten US-Unternehmen vom siebten wohl auf den dritten, wenn nicht sogar den zweiten Rang vorgerückt, hätte nicht die abrupte Vertrauens- und Liquiditätskrise dem meteorhaften Aufstieg des einstigen Börsenlieblings ein Ende gesetzt.
Wenn es auf die Anleger ankommt, dann ist der Urteilsspruch über die gestrauchelte Enron Corp. gefällt. Der Kurs des einstigen Börsenlieblings fiel am Donnerstagmorgen weiter auf nur mehr 40 Cent, von 61 Cent am Mittwoch. Erneut wurden Rekordvolumina umgesetzt. Während von Enron selbst verlautete, es sei noch kein Entscheid über das weitere Vorgehen getroffen worden, räumten Beobachter dem einst führenden Energiehändler kaum mehr Chancen ein, den Gang zum Konkursgericht zu vermeiden. Theoretisch könnte Enron überleben und die umfangreichen Handelsoperationen weiterführen, wenn glaubwürdige Geldgeber, beispielsweise eine starke Bankengruppe, sich hinter die Gesellschaft stellen würden. Dies ist aber kaum zu erwarten. Alle entsprechenden Bemühungen haben bis jetzt zu keinem Erfolg geführt, was die Dynegy Inc. schliesslich am Mittwoch mit veranlasst hat, aus dem Übernahmeabkommen auszusteigen. Dass in dieser verworrenen Situation ein Retter in der Not auftauchen und an Dynegys Stelle treten könnte, scheint undenkbar.
Unvorhersehbare Konsequenzen
Enrons Sturz ist nicht nur tief, er kam auch unglaublich schnell. In weniger als sechs Wochen sind Milliarden an Vermögen ausradiert worden; Enron repräsentierte Anfang Jahr noch einen Marktwert von 63 Mrd. $. Die Implikationen des Kollapses sind noch nicht annähernd abzuschätzen. Enrons Handelsoperationen - vorab auch die an ihrer eigenen Internet-Börse, EnronOnline - waren ausserordentlich komplex und nicht nur für den Laien undurchsichtig. In welchem Ausmass Forderungen angemeldet werden, ist nicht abschätzbar, ebenso wenig, was der Zusammenbruch für die kürzlich erst deregulierten Energiemärkte und die Preise bedeuten könnte und welche regulatorischen Konsequenzen der Fall längerfristig möglicherweise haben wird. Hatte man bei Ausbruch der Vertrauenskrise noch darüber gerätselt, ob Enron wohl «zu gross sei, um zu fallen», wobei Parallelen zur Long-Term Capital Management (LTCM) gezogen wurden, so versuchen jetzt manche der grösseren Akteure (und Rivalen von Enron) zu beschwichtigen, dass die Energiemärkte auch ohne Enron gut funktionieren könnten. Hatte man in der Glanzzeit Enron einen Marktanteil von 20% etwa am amerikanischen Strom- und Gasmarkt zugeschrieben, so wird dies von einigen Kennern jetzt als Übertreibung bezeichnet. Jedenfalls gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die stark genug sind, in die Lücke zu springen, neben Dynegy etwa Duke Energy, El Paso, Reliant Energy, Mirant, Williams, Avista, Cinergy, Entergy u. a. Das Schatzamt und das Federal Reserve wie auch die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) begnügten sich mit der Feststellung, dass sie die Entwicklung aufmerksam verfolgten.
Über die eigene Arroganz gestolpert
Enron, ursprünglich eine Pipeline-Gesellschaft sowie in der Gas- und Ölförderung und -verteilung tätig, hat sich in den neunziger Jahren im Gefolge der Deregulierung der Energiemärkte als Energie-Grosshändler etabliert und einen meteorhaften Aufstieg erlebt. Im vergangenen Jahr erreichte Enron einen Konzernumsatz von 100,8 Mrd. $, der sich in diesem Jahr praktisch verdoppelt hat. Damit wäre Enron vom siebten Rang in der «Fortune»-Liste der 500 grössten US-Unternehmen auf den dritten oder vielleicht sogar auf den zweiten Platz vorgerückt. Das jähe Ende muss sich Enron wohl zum Teil der eigenen Arroganz zuschreiben. Als Mitte Oktober unvermittelt ein Verlust für das zweite Quartal von 638 Mio. $ bekanntgegeben wurde, der durch eine Milliardenrückstellung für schlecht rentierende Geschäfte bedingt war, wurde ausserdem auch noch beiläufig ein Kapitalverlust von 1,2 Mrd. $ erwähnt, der aus Transaktionen mit nicht näher erklärten sogenannten Partnerschaften resultiert haben soll. Später wurde ein Teil davon als Buchhaltungsfehler deklariert. Die Geschäftsleitung fand es nicht für nötig, in klaren Worten Aufschluss zu erteilen und Fragen von Investoren und Analytikern zu beantworten. Wenig später wurden die Gewinnausweise der vergangenen fünf Jahre massiv nach unten korrigiert. Es kamen neue Verpflichtungen in Milliardenhöhe zum Vorschein, Kaderleute wurden entlassen, aber plausible Erklärungen wurden nicht abgegeben. Dass in diesem Umfeld das Vertrauen erodierte und der Kredit versiegte, war unvermeidlich. Für Enrons Handelsgeschäfte sind Vertrauen und Kreditwürdigkeit unabdingbare Voraussetzungen. Der Teufelskreis beschleunigte sich, als die Ratingfirmen Enrons Kreditwürdigkeit herabstuften und dadurch weitere Forderungen fällig wurden.
Eine Verschnaufpause?
Die Beantragung des Gläubigerschutzes unter «Chapter 11» des Konkursgesetzes könnte vielleicht Enron die nötige Atempause einräumen, um die Lage zu stabilisieren. Dann könnten sich vielleicht auch Banken finden, die zu neuen Krediten bereit wären, denn diese Forderungen würden in der Konkursmasse mit oberster Priorität behandelt. Ebenso würden sich leichter Käufer finden für die noch verbliebenen Vermögenswerte. Enron war dabei, die erst 1997 für 2,1 Mrd. $ erworbene Portland General Electric, einen grösseren Stromerzeuger, zu verkaufen. Ebenso zum Verkauf steht ein missglücktes Kraftwerkprojekt in Indien. Alles in allem wollte Enron vor dem Ausbruch der Krise Vermögenswerte für 4 Mrd. bis 5 Mrd. $ veräussern. Vieles ist inzwischen allerdings verpfändet. Analytiker bezweifeln, dass die ungesicherten Gläubiger viel erhalten würden. Die Aktionäre, unter ihnen zahlreiche institutionelle Anleger, die zu Enrons Bewunderern zählten, dürften mit Sicherheit leer ausgehen. Viel vom Erfolg eines Konkursverfahrens wird davon abhängen, ob Enron einen Teil ihrer Handelsaktivitäten fortführen kann. Am Donnerstag wurde EnronOnline, die etwa für 60% des gesamten Handels der Enron verantwortlich war, wieder geöffnet, zur Abwicklung offener Positionen, wie es hiess. Ohne frischen Kredit dürfte eine normale Handelstätigkeit kaum möglich sein. Enrons europäischer Arm hat am Donnerstag um Gläubigerschutz nachgesucht.
Neue Zürcher Zeitung
Enron may yet skirt bankruptcy if creditors agree
By Dane Hamilton and Carolyn Koo
NEW YORK, Nov 29 (Reuters) - While Enron Corp. is still odds on to file for Chapter 11 bankruptcy protection, the troubled energy trader could avoid landing in court through direct talks with creditors, some experts said.
The once-powerful energy trading firm, cut loose yesterday by prospective buyer Dynegy Inc. , is likely working feverishly to line up financing for court approval to ensure survival after it files for Chapter 11, these people say.
And many industry observers say they soon expect a filing, probably in Delaware, the most popular U.S. bankruptcy venue.
But there's a possibility it could avoid a filing if no creditors come forward and demand immediate payment, experts say. And that could buy much-needed time for Enron to pick itself up from its recent crash that has left its stock trading for pennies, a far cry from its peak of $90.56 in August 2000.
"Bankruptcy is usually a response to someone taking some action" to collect debt," said Lynn M. LoPucki, professor of bankruptcy law at the University of California, Los Angeles. "If no creditor takes action, Enron can continue to operate."
Rating agency downgrades this week threw Enron's once-investment grade credit rating into junk status and accelerated some $3.9 billion of debt to become due immediately for the cash-strapped firm.
But some experts said creditors may not move on the firm, for fear that could kill its faltering trading business, the franchise that generated a majority of its $101 billion in revenue last year.
And while Enron may technically be in default by not paying these debts, it has no history of defaulting, so some creditors, such as trading partners, may have a difficult time making claims for immediate payment.
BUYING TIME
Certainly Enron would prefer not to file for bankruptcy protection, which essentially puts control of the company into the hands of the court. And if it can buy time, it can work out a deal with creditors to file what is known as a pre-negotiated bankruptcy, where major creditors and other stakeholders are essentially in agreement.
"If you have enough time, you try to work out payment negotiations with all your creditors, and then file," said Barry Ridings, managing director of Lazard, one of a small number of boutique investment banks that are brought in when companies get into trouble.
Korean industrial conglomerate Daewoo, for instance, took a year to negotiate a settlement with creditors at a number of banks across the globe, said Ridings, who advised Daewoo. The company was able to avoid any bankruptcy filing as a result of the extended negotiations, he said.
Enron last week hired Blackstone Group, a Lazard rival, to help it manage its affairs, sources said.
Experts said the complexity of Enron's operations makes speculation about its plausible moves a major challenge. And there is always a chance that the company could be forced into Chapter 7 liquidation if they cannot line up financing prior to a filing.
"If they can't get enough collateral or something continues to go wrong, then they might be going into liquidation, Chapter 7," said John Olson, analyst with Sanders Morris Harris. "That's where you just drive your pickup truck to the front of the building and buy the desks off the trading floor."
Ridings said such an event is highly unlikely, given that the company likely is negotiating credit lines with "two of the best debtor-in-possession lenders out there," referring to Citicorp and J.P. Morgan Chase & Co. , the two banks which advised Enron on its Dynegy merger talks and has lined up hundreds of millions of dollars of loans to Enron in recent weeks.
"No one forces you into Chapter 7 unless management is stealing," said Ridings. "The key issue here is whether there is an on-going business around which to reorganize and do they have enough liquidity."
Tja, alle denken und befürchten, das es einen grossen aus der Technologie Ecke trifft, wie z.B. Lucent und Co., und was passiert..... :(.
Ich bin überrascht und hätte eigentlich gedacht, das aus der Energiekrise in den Staaten was zu holen sei für die Energieerzeuger und -lieferanten, aber Pustekuchen....
the answer my friend, is blowin' in the wind, the answer is.....
Matze
:hihi:lach :D http://a799.ms.akamai.net/3/799/388/7f438bf6ee9e66/www.msnbc.com/news/1279675.jpg
Als Pleite-Unternehmen muß man nur groß genug sein. Die anderen frißt der Geier:D, ohne daß auch nur ein Hahn kräht.
US-Kongress untersucht Enron-Finanzkrise
Im US-Kongress haben parlamentarische Gremien Untersuchungen zur Finanzkrise des Energiekonzerns Enron eingeleitet. Sollte Enron in Konkurs gehen, wäre dies einer der grössten Firmenzusammenbrüche in der Geschichte der USA.
Es werde eine Anhörung zu der Auswirkung des «virtuellen Zusammenbruchs» des Energieriesens Enron auf den Strommarkt geben, sagte der Vorsitzende des Energie-Ausschusses der Demokraten im US-Senat, Jeff Bingaman, Donnerstagabend in Washington. Auch der Vorsitzende des Energie- und Handelskomitee der Republikaner im Repräsentantenhaus, Billy Tauzin, ordnete eigenen Angaben zufolge eine Anhörung an.
Die Anhörung zu Enron werde voraussichtlich im Januar stattfinden, sagte ein Sprecher des Senats-Komitee. Sollte das Parlament sein Sitzungen um eine Woche verlängern, könne die Anhörung bereits kommende Woche stattfinden. Während die Auswirkung auf die Konsumenten noch unklar sei, werde das Komitee die Situation genau beobachten, sagte Bingaman. Zudem müsse sicher gestellt werden, dass im Falle eines Konkurses die von Enron betriebene Energiezufuhr weiter funktioniere.
Enron ist der grösste US-Energiehändler. Der US-Konzern Dynegy hatte am Mittwoch mitgeteilt, nicht mehr an der geplanten Fusion mit Enron festzuhalten. Darauf hatten Kreditagenturen ihre Enron-Ratings gesenkt. Dadurch könnte Enron nach Einschätzung von Beobachtern in den Konkurs getrieben werden. Die Aktien des Konzerns fielen am Donnerstag im Vergleich zum Vortag um 41 Prozent und schlossen an der New Yorker Börse mit 36 US-Cents pro Aktie. Den Höchststand hatten die Enron-Aktien im August 2000 mit 90,56 Dollar erreicht.
Obwohl Enron kurz vor dem Konkurs steht, könnte der Konzern durch direkte Gespräche mit den Gläubigern laut Experten den Konkurs möglicherweise abwenden. Sollten Gläubiger ihre Kredite zunächst nicht zurück verlangen, könnte Enron weiter arbeiten und somit Zeit gewinnen, um sich von der Krise zu erholen. Ferner könnte sich Enron mit seinen Hauptgläubigern und Anteilshabern auf einen vor-verhandelten Konkurs einigen und somit ebenfalls Zeit gewinnen.
Experten verweisen auf den koreanischen Autohersteller Daewoo, der ein Jahr mit Gläubigern bei Banken weltweit verhandelt habe. Dadurch sei Zeit gewonnen worden, und der Konzern habe die Konkursanmeldung ganz vermeiden können.
Tagesanzeiger CH
02.12.2001 23:50
US-Energiehändler Enron beantragt Gläubigerschutz
Washington (Reuters) - Der in wirtschaftliche Schieflage geratene US-Energiehändler Enron hat am Sonntag beim zuständigen Gericht in New York Gläubigerschutz nach Kapitel Elf des US-Bankrott-Gesetzes beantragt. Die Maßnahme war allgemein erwartet worden, nachdem sich die Situation beim einst größten Energiehandelskonzern der USA Mitte vergangener Woche dadurch zugespitzt hatte, das der größte Konkurrent, Dynegy aus der geplanten Übernahme von Enron ausgestiegen war. Gegen Dynegy will das Unternehmen deshalb gerichtlich vorgehen und eine Strafe von zehn Milliarden Dollar wegen Vertragsbrüchigkeit von dem Konkurrenten fordern.
Die Beantragung von Gläubigerschutz soll es dem angeschlagenen Energieriesen ermöglichen, unter einer Schuldenlast von mindestens 16 Milliarden Dollar seine Finanzen neu zu sortieren. Nach den einschlägigen Vorschriften des amerikanischen Bankrott-Gesetzes können Unternehmen unter den Gläubigerschutz-Bedingungen zunächst weiter tätig sein, während ein Reorganisationsplan ausgearbeitet wird.
Enron hatte vor sechs Wochen einen Quartalsverlust von rund 638 Millionen Dollar ausgewiesen und zudem eine Absenkung des Eigenkapitals um 1,2 Milliarden Dollar offenbart, die nicht bilanziert worden waren. Dies hatte bei den Anlegern nach Angaben von Händlern einen Vertrauensverlust zur Folge. Das Unternehmen, vor einem Jahr noch mit 80 Milliarden Dollar an der Börse bewertet, war Mitte vergangener Woche an der Börse nur noch mit rund 500 Millionen Dollar bewertet worden.
Sueddeutsche Zeitung
US-Banken gehen in die Knie
Die drohende Pleite des Energieriesen gerät zum Wirtschaftskrimi. Die Börsenaufsicht ermittelt, Finanzinstitute leiden unter Milliardenabschreibungen und geben an der Wall Street deutlich nach. Jetzt soll Dynegy, vor kurzem noch als Retter gefeiert, die Zeche zahlen.
New York - Der mit mindestens 16,8 Milliarden Dollar verschuldete US-Energiehändler Enron hat bei einem New Yorker Gericht Konkursantrag mit Gläubigerschutz gestellt. Damit zeichnet sich der größte Bankrott der US-Geschichte ab. In dem Antrag listete das Unternehmen Vermögenswerte von 49 Milliarden Dollar auf, die bis zur Neuorganisation der Finanzen vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt werden sollen.
Enron verklagte zudem den Konkurrenten und früheren Übernahmeinteressenten Dynegy wegen Vertragsbrüchigkeit, nachdem die Firma in der Vorwoche von ihren Fusionsplänen abgerückt war. Sorgen vor erhöhten Kreditrisiken europäischer und asiatischer Banken belasteten am Montag Finanztitel an den Börsen in Europa und Fernost.
Ende von Enron nimmt Wall Street Energie
Die Aktie von Enron konnte bis Montag Abend an der Wall Street knapp 40 Prozent auf 0,36 US-Dollar zulegen. Das bevorstehende Ende von Enron dürfte jedoch für die Energiebranche, den Banken- und Versicherungssektor mit Milliarden-Verlusten verbunden sein. JP Morgan Chase , der wichtigste Kreditgeber von Enron, verloren im späten Handel 3,53 Prozent auf 36,39 Dollar.Citigroup verloren 1,88 Prozent auf 47,00 Dollar, Bank of America und American Express gehörten ebenfalls zu den Verlierern.
Gläubigerschutz soll den Kollaps verhindern
Nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes können Firmen unter Bedingungen des Gläubigerschutzes zunächst weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird. "Wir leiten diese Schritte ein, um unser Kapital zu schützen, unser Geschäft zu stabilisieren, das Vertrauen unserer Handelspartner wieder herzustellen und den Forderungen unserer Gläubiger nachkommen zu können", sagte Enron-Chef Ken Lay.
Unterdessen haben zahlreiche Energiefirmen ihren Handel mit Enron gestoppt, aus Angst, nicht bezahlt zu werden. Vergangenen Freitag hatte Enron sein Handelsgeschäft in Europa eingestellt. Einige deutsche Stadtwerke mussten sich daraufhin nach einem anderen Gaslieferanten umsehen.
Schlammschlacht mit Dynegy droht
Enron, noch vor wenigen Monaten als Favorit der Anleger an der Wall Street gefeiert, war in die Schieflage geraten, nachdem Dynegy die geplante Übernahme der Enron am Mittwoch abgesagt hatte. Der Aktienkurs der an der New York Stock Exchange (Nyse) notierten Enron hatte sich daraufhin mehr als halbiert und war am Freitag mit einem weiteren Minus von knapp 28 Prozent bei 26 US-Cent aus dem Handel gegangen. Im August 2000 hatte die Aktie noch 90,56 Dollar gekostet, was Enron-Manager seinerzeit als unterbewertet beschrieben hatten. Seit dem vergangenen Jahr ist die Marktkapitalisierung des Energiehändlers auf 220 Millionen Dollar von fast 80 Milliarden Dollar gefallen. Auf der Fortune-Liste der 500 größten Unternehmen hatte Enron jüngst noch den siebten Platz eingenommen.
Das Unternehmen wirft seinem Konkurrenten Dynegy vor, mit dem Rückzug von den Fusionsplänen die finanzielle Schieflage Enrons verschärft zu haben. Dynegy habe bereits vor seiner Zusage, Enron für neun Milliarden Dollar zu übernehmen, volle Kenntnis von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Energiehändlers gehabt, heißt es in der Klageschrift. "Sie hatten kein Recht, aus dem Vertrag auszusteigen", sagte Martin Bienenstock von dem Enron-Berater Weil, Gotshai und Manges. Enron fordert von Dynegy zehn Milliarden Dollar.
Dynegy wies die Vorwürfe zurück. Ein Festhalten an den Übernahmeplänen sei gegenüber den Aktionären nicht zu verantworten gewesen, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Dynegy-Chef Chuck Watson ergänzte: "Die Klage ist unaufrichtig und nicht ernst zu nehmen." Die Klage sei ein Beispiel dafür, dass Enron sich weigere, die Verantwortung für seinen Niedergang zu übernehmen, erklärte das Unternehmen. Dynegy habe Enron 1,5 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Trotz der Zusicherung, dass sich die finanzielle Situation Enrons stabilisiert habe, sei das Geld in weniger als drei Wochen verbraucht gewesen, und Enron habe Probleme gehabt nachzuweisen, wohin es geflossen sei, kritisierte Dynegy. Auch Analysten räumten der Klage nur geringe Erfolgsaussichten ein. "Sie werden wohl nicht sehr weit damit kommen", sagte John Olson von Sanders Morris Harris. Der Beweis der Vertragsbrüchigkeit sei schwierig zu erbringen.
Börsenaufsicht will ermitteln
Der Enron-Skandal ist nach Angaben des "Wall Street Journal" nun auch ein Fall für die Börsenaufsicht SEC. Die US-Behörde prüfe die wiederholte Revision der Enron-Geschäftszahlen, hieß es. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehe, ob Verantwortliche des weltgrößten Energiehändlers zuvor Schulden unzulässigerweise aus der Bilanz herausgelassen hätten, die zu hohen Verlusten geführt hätten, Hintergrund der jetzigen Probleme des Energiehändlers waren dubiose Bilanztransaktionen. Um die enormen Kosten für Zukäufe zu verschleiern, gründete Enron unzählige Nebenunternehmen, in denen dann Schulden vor den Augen der Investoren versteckt wurden.
Enron-Krise zieht Finanztitel in den Keller
Der drohende Bankrott von Enron führte am Montag zu Kursverlusten bei Bankentiteln in Europa und Asien. Obwohl die japanische Finanzaufsicht die Auswirkungen der Enron-Krise auf den Bankensektor des Landes als sehr gering bezeichnet hatte, fielen die Aktien der nach Vermögenswerten weltweit größten Bankengruppe Mizuho Holdings um mehr als sechs Prozent auf 291.000 Yen. Auch die zweitgrößte japanische Bank Sumitomo Mitsui gab um knapp fünf Prozent nach. Die belgisch-niederländische Finanzgruppe Fortis wollte sich nicht zur Höhe ihres Kreditengagements bei Enron äußern. Die Aktien des Unternehmens verloren daraufhin knapp 1,5 Prozent und damit stärker als der Markttrend.
Zu den größten Enron-Gläubigern zählen die US-Bank J.P. Morgan Chase, die kanadische Imperial Bank of Commerce, die australische NAB, die niederländischen Banken ABN Amro und ING sowie die französische Credit Lyonnais. Unter den deutschen Banken hatten die HypoVereinsbank und Dresdner Bank ihre Enron-Risiken mit jeweils rund 100 Millionen Dollar beziffert.
Massenentlassungen befürchtet
Aufgrund der Pleite müssen nun auch Tausende Arbeiter um ihren Job fürchten, vor allem am Firmensitz in Houston. Das Unternehmen hat weltweit 20.000 Mitarbeiter. Am Freitag waren bereits 1100 Beschäftigte in Großbritannien entlassen worden.
Manager-Magazin - http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,170849,00.html
Eron selbst ist heute am Tag der Beantragung des Konkurses nach Chapter 11 um 50 % gestiegen. Sell the rumors, buy the facts.:D
Enron Takes First Steps in Bid to Negotiate Bankruptcy Recovery
By Jeff St.Onge
New York, Dec. 4 (Bloomberg) -- Enron Corp. is working to survive history's biggest Chapter 11 reorganization, yesterday lining up a $1.5 billion loan, getting permission to spend money to keep operating and firing 4,000 workers.
Enron's bankruptcy attorney told U.S. Bankruptcy Judge Arthur Gonzalez the company is negotiating with several potential financial backers to help revive its crippled wholesale energy trading business under new ownership. Enron's trading operation, once the most profitable aspect of its business, unraveled after the Houston-based company in mid-October reported a third-quarter loss of $1.01 billion.
Securing the bankruptcy loan eliminated an immediate threat to Enron though other challenges remain. The company may have difficulty finding trading partners, it's swapping lawsuits with Dynegy Inc., which is seeking to wrest an Enron pipeline, and federal authorities are investigating the events that sent the biggest energy trader rushing to bankruptcy court.
``We do not today have every `i' dotted and every `t' crossed,'' in crafting a strategy to work through Chapter 11, Enron's attorney Martin Bienenstock said in court.
Shares of Enron yesterday rose 14 cents to 40 cents. The stock traded as high as $90.75 last year. Shareholders are last in line to be paid in Chapter 11 cases, and typically get nothing if other creditors aren't fully reimbursed.
In an indication unsecured creditors don't expect to be paid nearly all they're owed, Enron's 6 3/8 percent bonds due 2003 traded around 24 cents on the dollar, according to Bloomberg Data.
Business Challenges
Enron is talking with J.P. Morgan Chase & Co., Citigroup Inc.'s Salomon Smith Barney and UBS AG about a possible joint venture that would pump money into the energy-trading operations, the Wall Street Journal said, citing people familiar with the matter.
The joint venture may lead to one of the banks controlling a new trading company, the paper quoted the people as saying.
At EnronOnline, the Web site that once handled $2.8 billion in commodity transactions a day, trading has plunged, raising doubts that Enron will be able to rescue the business. Enron customers such as Mirant Corp. and Aquila Inc. have taken business elsewhere.
``Until we've seen the fallout from this bankruptcy, I don't think you're going to find a lot of entities that are prepared to trade with'' Enron, said Daniel Gordon, head of commodities trading at Hagerstown, Maryland-based Allegheny Energy Inc., which owns utilities in five states.
Legal Threats
Lawsuits and federal investigations are adding to Enron's difficulties. The U.S. Department of Justice has started a criminal probe of Enron's dealings, the Wall Street Journal reported Monday, citing unidentified sources.
Dynegy is suing in a Texas court to gain control of Enron's Northern Natural Gas Co. pipeline. Enron went to court first, seeking $10 billion over its rival's withdrawal of a $23 billion bid to purchase the energy trader.
Enron's nosedive -- its shares have lost 99 percent of their value -- has also placed a spotlight on Arthur Andersen LLP, the company's auditor. Enron said last month it overstated its 1998 income by $113 million. The Securities and Exchange Commission is investigating.
Enron workers are suing over losses to their retirement accounts.
Bankruptcy
With just $500 million left to fund operations, Enron yesterday won Gonzalez's permission to draw $250 million of the $1.5 billion in Chapter 11 financing from a bank group led by J.P. Morgan Chase & Co. and Citigroup Inc.'s Citibank. A hearing on to approve use of the full amount was set for Jan. 7.
The company will use more than a third of the $1.5 billion credit line to repay an earlier, $550 million unsecured loan from J.P. Morgan Chase and Citibank to Enron's Transwestern Pipeline unit.
The new loan would be paid out ahead of all previous debts. The unit will likely file for bankruptcy once its debts have been repaid, said Donald S. Bernstein, an attorney for J.P. Morgan Chase.
Enron also got Gonzalez's permission to spend as much as $40 million to complete construction of its office tower in Houston and up to $8 million for Internet access and other expenses critical to trading energy.
Firing Workers
Seeking to cut costs, Enron eliminated 4,000 jobs at its Houston headquarters, more than half its staff there. The company had about 21,000 employees at the end of September, two-thirds in the U.S., about a fifth in the U.K. and the rest in other parts of the world. It fired 1,100 workers in the U.K. last week.
Judge Gonzalez approved Enron's request to pay fired employees from $4,500 to $15,000 in severance.
Enron's Chairman and Chief Executive Officer Kenneth Lay said he will try to keep workers who are running trading operations, which used to provide 97 percent of Enron's revenue.
Enron and at least 13 units declared bankruptcy Sunday, listing total assets of $49.8 billion and debts of $31.2 billion. The company's Enron Gas Liquids Inc. unit on Monday filed for bankruptcy, adding more assets to the case. Bienenstock told Gonzalez more company units will file for bankruptcy in the days ahead.
Suez zeigt Interesse an Enron
Der französische Versorger Suez S.A. ist angeblich an der Übernahme von Teilen des bankrotten US-Energiekonzerns Enron Corp. interessiert, so Managing Director Jean-Pierre Hansen in "Le Figaro".
Wie die französische Zeitung berichtet, überprüft Suez - wie andere Wettbewerber auch - bestimmte Beteiligungen von Enron sehr genau, um große Chancen in dieser Industrie nicht zu verpassen. Jedoch wird man in dieser Sache nichts überstürzen, so Hansen weiter.
Nachdem Enron mittlerweile eine Finanzierung über 1,5 Mrd. Dollar von J.P. Morgan Chase und Citigroup erzielen konnte, muss der Energieriese nun 4.000 Mitarbeiter entlassen, um zumindest einen stark eingeschränkten Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können.
Die Aktie von Suez verliert in Paris aktuell 1,24 Prozent auf 32,64 Euro
Comdirekt.de
Matze
Enron hofft auf Möglichkeit eines Joint Ventures
Von Ulrike Sosalla, New York
Der US-Energiehändler Enron arbeitet nach seinem Insolvenzantrag vom Sonntag fieberhaft an einer Überlebensstrategie. Zwei große Banken sollen einspringen.
Financial Times Deutschland
Enron shares poised for strong rise
Emerging market analyst sketches assets scenario
By Thom Calandra, CBS MarketWatch
Lots of things are worth two years of business school. Like reading the September 2000 prospectus for one of Enron`s trust-issued bonds, whose power plants and other assets just might be sheltered from assault by the bankrupt firm`s creditors. Pravin Banker, an adviser to Connecticut-based The Financial Network, pored through Enron`s (ENE: news, chart, profile) bond-issue filings and was one of the first to forecast a possible short-squeeze in the company`s shares. See the column.
"I know one house that sold millions short in a panic (last week)," said Banker at The Financial Network, a specialist in distress situations and publisher of LDC Bond Watch, a daily market commentary. "That`s why the share price fell like stone in such a short time."
Banker contends hedge funds, pension funds, insurers and other big investors who own Enron`s trust-issued bonds were "flying blind." That`s because very few people outside of Enron know exactly what kind of assets the trust-issued bonds hold, he says.
Enron has about $18 billion to $20 billion of debt in the form of bonds and off-balance-sheet arrangements. Insurers, pension funds and other high-grade holders own much of that debt, which is trading for 25 to 40 cents on the dollar. A good portion of the debt issues are trust-issued securities, such as Osprey Trust.
These are issues collateralized in large part by power company assets. Banker says the issuer has the right to shuffle those assets around. "Only (CEO) Ken Lay and his staff know if the Osprey Trust has adequate collateral, if any at all."
Enron filed for bankruptcy protection on Sunday. Banker contends speculators in the bonds shorted the stock heavily last week as a hedge. "Vulture funds buying Enron Trust bonds are flying blind," he says. But "an out-of-bankruptcy swap of debt for assets is possible."
Banker figures if those same speculators rush to cover their short-sale positions, as they seemed to be doing Tuesday morning with Enron`s common shares rising erratically, the stock could rise to several dollars. The trigger Tuesday was news the company had obtained $1.5 billion in financing to continue operations.
"The deck is stacked. All it needs is a match, and it seems that Ken Lay himself is determined to provide it with news that he was in talks with several financial institutions to transfer his (energy) trading platform assets for a significant Enron equity stake," says Banker.
Of course, markets are vicious when it comes to distressed securities.
"Never count your chickens until they are hatched," says Banker, who has a favorable position in Enron`s penny stock. "Anyway, I think there is a strong case for $3 per share or more." Below $1 a share, Enron`s market capitalization is less than $750 million.
Banker says there is "a real demand for tangible assets which Enron is looking to dispose," from banks, energy and utility companies across Europe and North America. Those potential buyers are poring through Enron`s covenants, buried in bond-offering prospectuses, trying to figure out the specific assets that underlie the separate bond issues.
"The big losers are the high-grade funds like Alliance, Teachers, Pimco, Fidelity and so on," he says. These are the original holders of Enron`s trust bonds. "The beneficiaries (are) the vultures and, potentially, Enron."
Banker`s background is in finance, with an involvement primarily in emerging countries, "like this Argentina crisis developing," he says. But that is another story, or dare we say it, another looming Nightmare Before Christmas.
Enron shares Tuesday morning were all over the map, as high as 87 cents and as low as 58 cents. "Under $1 the share price is going to be very volatile as day traders plunge in," Banker says. The key to a far higher Enron stock price is the $1 level, the de-listing threshold for the New York Stock Exchange, he said.
Thom Calandra is editor-in-chief of CBS MarketWatch
So ein Mist....warum hat man da nicht zugegriffen?
Bei solch großen Arbeitgebern hätte man einfach auf eine Rettung spekulieren müssen..wie sagt man so schön: man kann nur 100% verlieren, aber deutlich mehr gewinnen...? :)
ca. 400% in den letzten Tagen wären es im Falle von Enron gewesen...
Gruß
Patrick, den Einstieg bei 0,40 US$ mal kurz überlegt....
Wirtschaft 50/2001
Absturz eines Überfliegers
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Bis vor kurzem galt der US-Energiekonzern Enron als Vorbild der Branche. Jetzt ist er pleite. Ist die Liberalisierung des Strommarkts bedroht?
von Thomas Fischermann & Fritz Vorholz
Es ist eine merkwürdige Pleite. Enron, der größte Energiekonzern der Vereinigten Staaten, hat Konkurs beantragt - aber nicht einmal die Lichter flackern. Der steile Fall des einstigen Musterunternehmens aus dem texanischen Houston bricht alle Rekorde und wird zur größten Bankrotterklärung der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte - doch als Argument gegen die Liberalisierung der weltweiten Energiemärkte taugt der Absturz kaum.
Und das, obwohl Enron so konsequent wie kein anderes Unternehmen die Chancen deregulierter Energiemärkte nutzte. Ganz herkömmlich war die Firma 1985 aus dem Zusammenschluss zweier Pipeline-Betreiber entstanden. Kenneth Lay aber, Enron-Gründer und Freund des US-Präsidenten George W. Bush, pfiff auf die Weisheiten seiner konservativen Branchenkollegen und machte aus seinem Unternehmen etwas ganz anderes. "Wir sind kein Energiebetrieb mehr", lautete ein paar Jahre später seine Devise, "wir machen Märkte."
Enrons Kerngeschäft war fortan nicht mehr die Produktion oder der Transport von Energie. Sein Geld verdiente der rasch wachsende Konzern mit dem Großhandel von Strom und Gas - und mit Wetterversicherungen, Leitungskapazitäten für die Datenübertragung, mit Rechten auf Aluminium- und Holzlieferungen.
Wenn irgendwo auf der Welt über die Deregulierung und Öffnung von Energiemärkten gefeilscht wurde, war Enron dabei - und etablierte sich im Erfolgsfall umgehend als aggressiver Mitbewerber. Engagierten Beschäftigten bot das Unternehmen ein ideales Betätigungsfeld. Ohne Wissen ihrer Chefs entwickelte eine Angestellte 1999 EnronOnline - einen Marktplatz für Strom und Gas im Internet, der binnen zweier Jahre zur zentralen Plattform für den Energiehandel wurde. Fünf aufeinanderfolgende Jahre lang kürte das Wirtschaftsmagazin Fortune Enron zur innovativsten Firma der Vereinigten Staaten.
Wie schnell sich die Zeiten ändern: Der Abstieg vom Helden der Branche zum Pleitier dauerte für Kenneth Lay jedenfalls nur sechs Wochen. Am 16. Oktober veröffentlichte er die jüngsten Quartalszahlen und ließ quasi nebenbei Informationen über bislang unbekannte Deals, Kapitalschwund und zusätzliche Schulden durchsickern. Branchenanalysten hatten schon seit Monaten mehr Transparenz gefordert - mit Recht, aber erfolglos. Jetzt kam heraus, dass mit buchhalterischen Tricks gewaltige Probleme des Konzerns kaschiert worden waren: Fehlinvestitionen bei Kraftwerken in Oregon, England und Indien; teure Ausflüge ins Geschäft mit Wasser und Zeitungspapier. Dazu der Kauf viel zu großer Kapaziäten von Internet-Breitbandnetzen. "Getrieben von dem Drang, die Nummer eins zu sein, wurden die Chancen auf deregulierten Märkten falsch eingeschätzt", sagt Klaus-Dieter Maier, Energieexperte beim Beratungsunternehmen A. T. Kearney. Die "Gier nach Wachstum" sei Enron zum Verhängnis geworden.
Als der Ruf lädiert war, kam das Ende fast schon zwangsläufig. Die Kundschaft scheute vor Enron zurück; das sinkende Handelsvolumen bescherte dem Unternehmen schlechtere Konditionen. Die Ratingfirma Standard and Poor's stufte den Status von Enron auf die Kategorie "Müll" herunter - woraufhin zahlreiche teure Kredite sofort fällig wurden und das eigenkapitalschwache Unternehmen in einen verhängnisvollen Abwärtsstrudel gerissen wurde.
Enron ist pleite, das Geld von Tausenden Aktionären wurde vernichtet - die Fachwelt aber bewegt vor allem die Frage, ob der Absturz des texanischen Höhenfliegers auch der Beweis dafür ist, dass die mit der Energiemarkt-Liberalisierung verbundenen Hoffnungen übertrieben waren. "Elektrischen Strom als eine handelbare Ware zu begreifen, dieses Prinzip wird nun wohl zunehmend infrage gestellt werden", sagt Walt Patterson, Energieexperte am Royal Institute of International Affairs in London. Und das businessfreundliche Wall Street Journal beweinte bereits das vermeintliche Ende eines "großen Experiments: Sehen Sie, was stattdessen passiert ist."
Tatsächlich ging das Enron-Desaster an den Energiemärkten - nach ein paar Tagen der Aufregung - fast spurlos vorbei. Was nach Meinung von Michael Kraus, Geschäftsführer der LBD-Beratungsgesellschaft in Berlin, gerade die Stärken der Liberalisierung beweist. Dass es weder in Amerika noch hierzulande größere Knappheiten oder Domino-Effekte gegeben habe, zeige, wie geschmeidig der deregulierte Markt arbeite. Als Kraus und seine Mitarbeiter Ende vergangener Woche bei vermeintlich in Not geratenen Enron-Kunden, vor allem Stadtwerken, vorstellig wurden und ihre Hilfe andienten, winkten die alle freundlich ab. Man hatte bereits neue Strom- und Gaslieferanten gefunden.
Die Konkurrenz der alteingesessenen Energiefirmen rieb sich sogar die Hände: Die einen sahen einen lästigen Wettbewerber verschwinden, die anderen interessieren sich für den Kauf von Unternehmensteilen. Die kleine Energiefirma Standard Power & Light aus Illinois hat freundlich angeboten, den ganzen Konzern für schlappe 700 Millionen Dollar zu übernehmen. Schon seit Wochen liefen spezialisierte Headhunter in London und New York zur Hochform auf: Sie warben bei Enron einige der besten Leute ab.
Über die Zukunft ihres ehemaligen Arbeitgebers wird seit Wochenbeginn in New York verhandelt. Die Liste der Gläubiger ist 54 Seiten lang, seine Gesamtschulden gibt der Konzern mit 31 Milliarden Dollar an - wobei nach einigen Schätzungen noch mal zweistellige Milliardensummen versteckter Schulden hinzukommen könnten. Die "harten" verkäuflichen Werte des Unternehmens reichen dafür offenbar keineswegs aus: ein paar Kraftwerke in aller Welt, 25 000 Meilen Pipelines, Windgeneratoren, Wasserwerke. Kenneth Lay will erreichen, dass das Unternehmen nicht zerschlagen und verkauft wird, sondern in einer abgespeckten Form weiter operieren kann.
Da hat er jetzt erst einmal Zeit gewonnen: den Konkursantrag und eine zum Wochenbeginn von den Hausbanken gewährte Finanzspritze in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Zum Kostensparen kündigte Enron die Kürzung von 5100 Stellen an, und weitere werden folgen. Ohnehin sind die Mitarbeiter die Gelackmeierten des Konkurses: Für 15 000 Beschäftigte sind die ins Bodenlose abgestürzten Enron-Aktien Teil der Altersabsicherung. Ganze Geschäftszweige - darunter erfolgreiche Tochterunternehmen wie hierzulande EnronWind - bangen nun ums Überleben.
Die letzte mögliche Finanzquelle für die Deckung der Enron-Schulden: Das Unternehmen will seinen Konkurrenten Dynegy auf "mindestens zehn Milliarden Dollar" verklagen. Dynegy hatte Enron eigentlich kaufen wollen, sprang aber in den Wirren der letzten Wochen wieder ab. Kurz vor Toresschluss, gerade noch rechtzeitig.
Die Zeit
Einige vorzügliche Gedanken von Prof aus W:O
was das sentiment anbetrifft, das finde ich immer wieder interessant. ich erinnere mich an den "crash" am 21.09.01, es gab einen thread über fonds, und ich empfahl stattdessen GUM, Infineon und Zloty-Konto. Wurde dafür total angemacht. Infineon bähh. Gerade Infineon hat sich seither verdoppelt. WEIL alle bähh gemacht haben.
jetzt schau ich mir mal enron an. war mal eine der geilste firmen in usa. in wenigen wochen ging der kurs von 20 auf nahe null. nur wegen ein paar kleinen finanztricks. schau dir mal die dt telekom an, oder nortel, oder sonst was, ist doch fast überall das selbe.
ich denke, enron stand hoch oben und tat eine tiefen fall. aber das sentiment ist am drehen. wenn jemand sagt "Perle??? bähh" dann sollte ich das ausdrucken und an die wand hängen, denn die firma hat nun 3 jahre zeit, alles abzuwickeln. ich denke daß was übrig bleiben wird, sonst hätte dynegy nicht die 11 USD geboten. die sind doch auch nicht blöd und hatten auch genug zeit, die bücher zu prüfen. die nachbesserung auf 5 usd waren ja nur, weil der kurs inzwischen gefallen war. auch die abstufungen durch s&p und moody`s lagen nur am kurs.
aber firmen sollten existieren können ohne aktienkurse. sonst ist was faul. einen guten firmenlenker interessiert der aktienkurs sind sonderlich. es sei denn es geht um insidertrading oder übernahme. ansonsten ist der kurs fast belanglos.
ich denke, enron wurde fertig gemacht, warum weiss ich noch nicht. vielleicht war es die arroganz der chefs. vielleicht waren sie selber wildsäue, und viele hatten mit ihnen eine offene rechnung zu begleichen.
dynegy hat sich saumäßig verhalten. sie sagten s&p und moody`s daß sie nicht übernehmen würden. dann stuften s&p und moody`s ab. dann sagte dynegy sie hätten gerne übernommen, aber es ginge nicht, wegen der abstufungen. SO GEHT DAS NICHT! man wollte vielleicht auch nur die pipeline haben. dann darf man aber nicht lügen und sagen, man wollte die übernahme.
denkt blos nicht, daß alles erlaubt ist. es ist sogar mehr verboten als erlaubt. wenn der richter sagt, enron hatte durch die lügen und täuschungsmanöver von dynegy einen schaden von 10 mrd usd, dann klapperts aber. und so wie ich das rechtssystem in usa kenne, liegt es im bereich des möglichen. sehr wohl.
der zweite punkt sind die banken. die werfen normalerweise nicht das gute geld dem schlechten hinterher.
ist euch eigentlich klar, daß enron sich im letzten quartal angestrengt hat und im energiehandel ca 500 mio usd mehr erwirtschaftet hat als geplant? schaut euch mal alle NM-Firmen an, ihre kapitalisierung und ihren ertrag, enron hat nur einen bruchteil der großen NM-Firmen wie t-online, und macht vermutlich mehr gewinne als alle NM-Firmen zusammen. mehr als alle zusammen!!
jedem der sich auskennt ist klar, daß enron eine hochprofitable firma sein kann. sofern man aufhört, sie fertig zu machen, aus reiner habgier die firma zu zerstören, das weltweite geschäft, die weltweite konjunktur, die arbeitsplätze, die einlagen der mitarbeiter.
nach dem selben muster könnte man fast alle firmen der welt fertig machen. kaum haben sie mal beschissen (was fast alle tun), geht die meute short, bis die aktie auf null steht. das kann man mit der deutschen telekom machen, mit der deutschen bank, der commerzbank, mit daimlerchrysler. alle haben probleme, alle haben zZt verluste. paßt mir die nase nicht vom schrempp, hau ich daimler runter. zu bedenken: daimler ist gegen enron ein zwerg. und hier sehe ich das problem, leute: so kann man nicht weiter machen, die kultur am kapitalmarkt geht verloren, die zocker machen alles kaputt, und die weltwirtschaft wird leiden ohne ende. enron ist nur ein beispiel. und deshalb sagt der us-senat, halt, so wollen wir das nicht haben am kapitalmarkt, das muss untersucht werden. nicht nur bei enron, auch bei dynegy und anderen.
was ist schlimmer für den markt? dynegy-enron oder binLaden - WTC?
denkt ihr auch noch mal nach, oder wird nur noch gezockt?
der Prof
Enrons traurige Bilanz
Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung. Das gilt wohl auch für die jüngsten Verlautbarungen der "Großen Fünf" der US-Wirtschaftsprüfer - darunter die Prüfgesellschaft Arthur Andersen, die den Konkurs gegangenen amerikanischen Energiehändler Enron betreute.
Financial Times Deutschland
Bei dieser Dip-Finanzierung ( um eine Neu-Strukturierung unter dem Schutz von Chapter 11 zu erreichen )geht es um ein recht breites Banken--Konsortium und um eine Entscheidungs- und Absicherungsprozedur die angemessene Zeit benötigt. Diese Finazierung ist lukrativ und relativ risiko-frei, weil es mit preferred Sicherheiten unterlegt wird. Nichts wäre unsinniger, als in diesem Stadium ungeduldig, enttäuscht oder nervös ztu werden. Das aber ist gerade die Markt-Reaktion. :D Schaut Euch einmal den Chart von XOXO an, die hatten auch einmal einen Start von 27cts zu zwei Dollar. Vom Tief bisz zum Aufstieg benötigten sie etwa 10 Börsentage. Im übrigen der Rücksetzer heute auf 62 cts das war ein 61,8 -%-iges Pullback des Laufs von 25 cts auf 1,25 $. Nicht mehr und nicht weniger. Eine nicht unübliche Sache nach einem vehementen Anstieg.
Im übrigen finde ich ENE spannend, aber empfinde sie nicht als extrem heiße Sache. Die sind zu groß und zu bedeutend ( auch in ihrer volkswirtschaftlichen Rolle), um sang- und klanglos unter zu gehen. Haste Schulden ist das schlimm und Du hast ein Problem . Hast Du gigantische Schulden haben die Banken, Bond-Groß-Anleger und die mutual Fonds und Hegde-Fonds ein Problem, das zu lösen sich lohnt, weil der eingetretene Schaden dann deutlich verringert wird.
Der noch vorhandene Buchwert dürfte derzeit so um die 3 - 4 $$ pro Aktie liegen.
liegen. Das bei dem derzeitigen Kurs. :) Von der Schadensersatzklage gegen den kleineren Rivalen in Höhe von 10 Mrd. einmal ganz abgesehen. Hier einmal eine Yahoo-Aufstellung auf der Basis der von Andersen erstellten, geprüft und für 25 Mio § :D :D :D testierten Bilanz per September 2001. Die kommen noch auf einen Buchwert von etwa 11,40. Scrollt die Seite herunter, die entscheidenden Zahlen sind weiter unten.
Thursday December 6, 6:40 pm Eastern Time
Enron loan syndication moving smoothly, sources say
NEW YORK, Dec 6 (Reuters) - Citibank (NYSE: C) and J.P. Morgan Chase & Co. (NYSE: JPM), the top lenders in mergers and acquisition finance, aren't facing challenges lining up banks to participate in a $1.5 billion loan to Enron Corp. (NYSE: ENE), executives familiar with the situation said.
The two banks agreed on Monday to provide the troubled energy company with $1.5 billion in so-called debtor-in-possession financing. The money gives Enron cash to continue running its business while it reorganizes under Chapter 11 bankruptcy protection.
The syndication of the loan is at very early stages and term sheets have yet to be sent to banks to solicit participation. But early indications are that the two banks won't have any trouble lining up syndicate banks for several reasons, these people said.
Under the terms of the deal, Enron gains access to $250 million immediately, and will get an additional $250 million in coming weeks when it provides lenders with ``a satisfactory business plan,'' according to an Enron statement Monday.
A further $1 billion will be available to Enron when certain conditions are met, including successful syndication, which is when tranches of a loan are farmed out to other banks.
For one thing, the loan is backed by collateral including proceeds from the sale of Portland General, an Oregon utility that Enron agreed to sell to Northwest Natural Gas for about $1.8 billion plus $1.1 billion in assumed debt and preferred stock.
Second, the loan has garnered interest from Enron's current lenders, including Credit Suisse First Boston, Bank of America, and Royal Bank of Scotland, since those lenders have the biggest stake in ensuring the company successfully emerges from Chapter 11, these people say.
Thirdly, DIP lenders come before other creditors in getting a payback in the event the company liquidates, making it one of the safest kinds of loans to troubled companies like Enron, whose debt has been downgraded to noninvestment grade ``junk'' status and its equity trades for pennies.
``There is a self-help component to this,'' said one executive who is closely involved in the loan. ``There are a lot of big banks with some big exposures that want to help Enron make it through this. It's very much in their self-interest to help this cause.''
The loan is currently being priced at around 350 basis points over the London Interbank Offered Rate, or Libor, which is at the top of the range of the average DIP financing of 250 to 350 basis points, according to analysts.
Because its very early in the loan syndication process, it's unclear how many banks will participate in the loan. And bankers fees haven't been established.
Hier die Details zu dem DIP-Finance-Deal, der in der Mache ist
J.P. Morgan Chase & Co. (JPM) and Citigroup INC. (C), Enron's two lead banks, have
been organizing the rescue loan, known as debtor-in-possession, or DIP, financing.
That money is needed for the company to continue to operate and to protect any value left
- value that could be crucial for creditors to recoup any of their losses.
Under the terms of the deal, Enron has already received $250 million from J.P. Morgan
Chase and Citigroup. Another $250 million is expected to become available in the next
couple of weeks, after Enron's lenders approve the company new business plan.
The final $1 billion in funding is contingent on final approval of the court and successful
syndication of the loan. Some of that last installment will be used to repay a $550 million
loan extended by Citigroup and J.P. Morgan Chase to Enron last month.
Although Enron's rapid fall has left a number of financial institutions exposed to the
company's fiscal and accounting woes, the people familiar with the matter said they
expected most syndicate players to be interested in taking on some of the DIP financing.
In a loan syndication, lead lenders offload a large part of the loan onto other banks,
thereby sharing the risk with the so- called syndicate group.
Most banks are willing to take on DIP lending because such exposure is senior to all other
claims in bankruptcy court. DIP loans are also attractive because they carry higher
interest rates.
In the case of Enron, DIP financing comes at a cost of 350 basis points (3.5 percentage
points) over the London Interbank Offered Rate, or LIBOR. That's 100 basis points wider
than the rate under which Citigroup and J.P. Morgan Chase recently loaned $1 billion to
Enron, which consisted of a $550 million loan secured by Enron's Transwestern pipeline
and a $450 million loan secured by the company's Northern Natural Gas pipeline.
The final DIP package is scheduled to be approved by the bankruptcy judge on Jan. 7.
Meanwhile, J.P. Morgan Chase and Citigroup are said to continue working with UBS AG
(UBS) on a plan to form a joint venture under which UBS' subsidiary UBS Warburg would
take over Enron's trading operations. Such a venture would help shore up EnronOnline
which was once one of Enron's most valuable asset.
old news aber sie kitzelten die Hype zu einem kleinen Plop:D
Enron Bonds Climb as 'Vultures'
Detect Value Among the Ruins
By GREGORY ZUCKERMAN
Staff Reporter of THE WALL STREET JOURNAL
Shareholders and bondholders of Enron Corp. may be licking their wounds, but investors like David Tepper are licking their chops.
Mr. Tepper, president of hedge-fund Appaloosa Management LP, has been buying up Enron's debt in recent days. He is one of a class of "vulture" investors scooping up Enron's bonds and bank loans, sensing a bargain.
Buying interest from vulture investors -- so named because they feast on companies with little life left in them -- has sent prices on Enron's bonds climbing in the past few days. After tumbling from 55 cents on the dollar to as low as 16 cents late last week in advance of the Houston energy-trading company's Chapter 11 bankruptcy filing, Enron's benchmark bonds have climbed more than 50% to 25 cents on the dollar, on heavy volume.
The price of Enron's bank loans has moved up to 24 cents on the dollar from 18 cents on Friday, according to Loan Pricing Corp., though volume has been thin.
Buying Enron bonds and bank loans is a risky investment, of course. But vulture investors are betting that the value of Enron's remaining assets is sufficient for them to recover more than they paid, though no one expects the company will be able to pay off its debts in full.
"All you have to do is look at their assets," says Mr. Tepper, one of the biggest names in the distressed-investing business. "When you've got all this upside it causes a huge opportunity," he says, as long as the company is assessed with logic, "rather than with fear."
Less logical, he adds, is the rise in Enron's stock. Its shares, which plunged from a high of $90 last year to just 25 cents recently, have risen the past few days, climbing to as high as $1.26 a share Wednesday before settling at $1.01, up 14 cents in 4 p.m. New York Stock Exchange trading. Analysts say the increase is puzzling because Enron's stock is likely to be worth little in either a restructuring or liquidation of the company. Noting that bonds have a higher claim on Enron's assets than stocks, Mr. Tepper says that "it's got to be brokers pushing this" on investors.
Read more information on bond trading from Briefing.com.
See full coverage of the rise and fall of Enron.
Part of the reason there's been so much interest in Enron's debt is that money has poured into distressed-debt funds in the past year or two, anticipating big corporate blowups as the economy slows. These investors feel the need to put their money to work and are attracted to situations like Enron which has a lot of debt outstanding, even though analysts question how much is left in Enron to be picked over.
So, what do the vulture investors see that others don't? While they acknowledge that Enron's murky off-balance-sheet maneuvers make it unclear how much debt the company has, many traders argue that the company continues to hold many valuable assets, the sum of which will lead to sizable recoveries for debt holders.
"It's the hot name" in the market for distressed debt, said one trader, "every dealer on Wall Street is involved."
Analysts, for instance, say Enron's gas pipeline business still has value, even after it has been used as collateral for a $1.5 billion credit arrangement known as a debtor-in-possession financing. And Enron is selling its Portland General utility for $1.8 billion, including $1.6 billion of cash that will go straight to Enron's coffers.
Meanwhile, it's still possible that Enron's once-dominant trading operations will be resurrected, perhaps with a strong partner, and there may be value in the unit's trading positions outstanding. Moreover, if the company recoups any money from threatened lawsuits against erstwhile suitor Dynegy Inc. or its accounting firm, Arthur Andersen, the payoffs will be even greater.
Distressed debt traders talk about potential recovery in the range of about 35 cents on the dollar for the bonds and bank loans, which would work out to a 40% gain from current levels. Even more bullish investors say the debt could rise higher if Enron stabilizes and can raise new financial backing to resurrect its giant trading operations.
"We've had forced sellers" of the debt, says Mr. Tepper. "It's November and Wall Street and insurance companies want this stuff off their books," referring to the desire by many investment banks and other investors to clear underperforming investments off their books before their fiscal year ends, even if it has value.
So should other investors get back into Enron's bonds and stock? Not so fast, analysts say. Some of the recent bond buying has come from short-term traders who figured Enron had fallen too far and were looking for a quick buck, rather than by investors convinced the company will recover. Other buying likely came from those who had sold the bonds short, or borrowed and sold them, and were now buying them at lower levels to close out their trades. Still other buying is coming from buyers in the credit-swap market who need the bonds to settle claims.
In fact, credit-rating analysts, who have more access to Enron's financial situation than Wall Street analysts, say they are skeptical about how much Enron has in the way of assets.
"Their tangible asset value is limited for unsecured claims" like stocks, bonds and most bank loans, says Pamela Stumpp, senior vice president at Moody's Investors Service. "Recovery prospects for the unsecured claims is very low, it's very hard to get to the value of the unencumbered assets."
Even traders taking positions in Enron are making their bets with fingers crossed, hoping no news comes out to upset their calculations.
"It could take years for Enron to sell assets, and we're concerned that the more financing you do, the more people you add to the capital structure, and the less there is for bondholders," says Richard Johnson, a managing director at hedge-fund Lucerne Partners LLC, which bought Enron's bonds a week or so ago but sold them in the recent rally.
trading_alert
07.12.2001, 19:22
Heute ist HAL auf die abschuss-liste wegen azbest klage.
Aktuell -6.75 auf 14.10 lowest level since 1992! huh :)
Jury hits Halliburton for $30 mln
By CBS.MarketWatch.com
Last Update: 1:08 PM ET Dec. 7, 2001
WASHINGTON (CBS.MW) -- A jury in Baltimore awarded $30 million to plaintiffs in an asbestos case against Halliburton unit Dresser Industries on Wednesday, according to a filing with the Securities and Exchange Commission.
Halliburton (HAL) shares lost more than 35 percent to reach a 52-week low of $13.02 in Friday trading.
The verdict follows a trial of several weeks in which plaintiffs alleged, among other things, exposure to asbestos through products of Dresser and other defendants, including Harbison-Walker Refractories, a 1992 spinoff of Dresser.
"Dresser believes the trial court committed numerous errors, and that the trial evidence did not support the verdicts," Halliburton said in the Friday filing.
See SEC Filings.
Two more Enron units file bankruptcy
Enron shares moved higher Friday even after two more of the company's divisions filed for bankruptcy protection.
Enron Engineering & Construction Company and Enron Engineering & Operational Services Co. both filed Chapter 11 petitions. That brings the number of Enron businesses, including the parent, to file for protection up to 19, said spokesman Mark Palmer.
Shares of Enron (ENE) added 10 cents, or 15.2 percent, to 76 cents.
Dynegy to become 50% owner of Tidal
Dynegy said late Thursday that it will retain a 50 percent ownership stake in Tidal Energy, a Canadian crude-oil marketing company, effective Jan. 2.
Conoco Canada (COC) will sell its 50 percent share of Tidal Energy to Enbridge Inc.(ENB). Enbridge will then sell 50 percent of Tidal to Dynegy Canada(DYN).
Enbridge will maintain a 50 percent interest in Tidal. "Our investment in Tidal will expand our capabilities and product offerings, enabling us to meet the growing needs of customers," said David Pope, president of Dynegy Canada, in a statement.
Oil tumbles as market hangs on OPEC move
A key index of major oil-service shares fell Friday, as OPEC failed to make a clear decision on whether it would reduce output next month following an agreement by non-OPEC Russia to reduce its oil exports. Crude futures prices also declined.
t_a :)
hi, t_a mit dem heutigen Sturz ist HAL auf einer größeren Unterstützung gelandet. Das ist ein feines Teil.:D
Die Welt wird das gefallene Kind nun eifrig downgraden :D. Daher sind einige Respekt-Tage angesagt, bis der gestrandete Wal aus den Depots geräumt ist . Oder siehst Du Raum für schnelle Flip-Bewegungen und wenn ja, wann ? Laß hören. :)
Gruß
KA:)
trading_alert
07.12.2001, 21:03
hehe, du sollst wirklich mirc installieren und ins chat kommen! :)
t_a ;)
Mach keine Andeutungen, spucks aus :D und zieh mich hier nicht öffentlich zu deutsch-amerikanisch konspirativen Geheimtreffen ab:D
Erbosten :D Gruß
KA:)
trading_alert
07.12.2001, 21:59
Ja ok! Bin short HAL bei 13.7x eingegangen! Habe mich aber mit viel weniger verabschiedet als es sein konnte! HAL bei 11.85 gerade, lol :)
Schoenes WE Andy!!! :)
trade smart
t_a :)
Es wird noch mit äüßerst harten Bandagen gekämpft.
Wenn der folgende Bericht zutrifft, wenn, es wäre der Schwanengesang für ENE. Für den Stock, für die Aktionäre. Die Schadensersatzklage über 10 Mrd gegen Dynegy lassen wir einmal außen vor, weil sie noch äüßerst schwer bewertbar ist.
Geier-Story. Diverse Banken wetteifern um den Kauf des fettesten Happen nämlich die Handelseinheit von Enron für 1 Mrd.
Die Uhr tickt, die Zeit rennt weg, höchste Eile ist geboten.
Da geht es um ein flüchtiges Geschäft, quasi um verderbliche Ware, da ohne die Finanzspritze von 1 Mrd. x der Handel schnell zum Erliegen kommt und die ehedem 600 Kunden der 1900 Produkte ( amfreitag wurden nur noch 100 gehandelt ohne sichtbare Aktivitäten ) sich rasant in alle Winde zerstreuen. -
Diese Handelseinheit soll nach der letzten Version - ,ohne daß Enron die Mehrheit der neuen Joint Venture Gesellschaft hätte, worum ENE gegen den massiven Widerstand der Banken zunächst erbittert gekämpft hatte - in die neue Joint-Venure-Company eingebracht werden.
Die dort erzielten JV-Gewinne werden zur sukzessiven Bedienung der Gläubiger und der schuldrechtlichen Befriedigung der Anleihe-Gläubiger verwendet. Die Aktionäre gingen leer aus. Enron in seiner bisherigen Form gäbe es dann nicht mehr. Das wäre das Ende .
Der Konkursrichter hat die Entscheidung in der ersten Januar-Woche. Man verhandelt und fightet noch immer. All das ist wohl noch nicht entschieden oder endgültig.
Ganz entscheidend ist, ob relativ rasch noch eine andere potente Adresse auftritt , die für diese Handels-Plattform mehr zahlt als die 1 Mrd. die diversen Banken jetzt ausgeben wollen. Mehr in Richtung der 7 Mrd. , die die Plattform unter normalen Umständen etwa wert wäre.
Ich bleib in dem Krimi " Geier-Wally-(Street)" am Ball.
Citigroup, J.P. Morgan Chase, UBS Vie for Enron Trading Unit
By George Stein
New York, Dec. 7 (Bloomberg) -- Citigroup Inc., J.P. Morgan Chase & Co. and UBS AG are vying to buy a majority stake in bankrupt Enron Corp.'s trading unit for about $1 billion in cash and debt, people familiar with the matter said.
Such a sale would salvage the trading operation that once controlled as much as one-quarter of the energy market, though analysts said it would probably mean the disappearance of Enron, which filed for bankruptcy protection on Sunday.
``This would look like Enron's swan song,'' said John Olson, director of research at Sanders, Morris, Harris Inc., a Houston- based financial services firm. ``That's unless there's some back door where Enron could maintain control or buy back control of the company.''
The banks, all Enron creditors, are betting such an investment would allow them to profit from previously arranged trades that were estimated to be worth as much as $7 billion on Monday, as well as put them in a better position to collect on outstanding debts, analysts said.
According to terms under discussion, Enron would contribute trading contracts, traders, computers and software to a new corporation while the winning bank would inject about $300 million in cash for an equity stake, extend $700 million in credit and provide guarantees for new trades, the people said.
Enron initially sought to maintain control of the joint venture, the people familiar with the situation said. The banks rebuffed that proposal and are currently offering Enron a stake of about 25 percent in the new company, the people said.
Enron spokesman Mark Palmer declined to confirm details, saying only the company is in ``very active negotiations.'' J.P. Morgan Chase spokeswoman Kristin Lemkau, Citigroup spokesman Duncan King and UBS spokesman David Walker declined to comment.
Fresh Capital
Enron was driven to seek Chapter 11 protection by credit downgrades that hampered its ability to raise cash and buy supplies needed to honor contracts. Its collapse came after Dynegy Inc., a rival trader, canceled a $23 billion takeover bid last week once Standard & Poor's cut Enron's credit rating to junk status.
Since then, Enron has sought to line up financing that would allow it to operate while reorganizing and a partner to help rescue its trading operations. The firm has also reduced costs, cutting 5,100 jobs in the past week. The company today cut 200 jobs in Enron North America, its natural gas and electricity- trading unit.
The lack of capital and confidence among other trading partners has limited Enron's options, analysts say. With the banks demanding control of any new joint venture, the firm isn't likely to survive as an independent entity. Enron has at least 300 traders in Houston and another 300 in London.
Old Enron
``It will be the end of the old Enron, like the end of the old Barings when ING bought them,'' said Edward Paik, who helps manage $7 billion in assets for Liberty Funds Group, including some Enron shares.
The company also hasn't lined up commitments for $1 billion in fresh credit from banks including UBS, Bank of America Corp. and Deutsche Bank AG. Citigroup and J.P. Morgan Chase have agreed to lend $250 million each.
``It's a strategy to try to survive,'' said Charles Rhoads, who specializes in energy companies at headhunter firm Boyden Executive Search Consultants in Houston. ``They're trying to preserve the trading business on a smaller scale, so that what they do have will be successful.''
Court Approval
A revival of Enron's trading business would do little to revive the company's stock price since any profits from such a venture would go toward repaying $31 billion of debt, said investors. Enron shares today gained 9 cents to finish at 75 cents. The stock ended last year at $83.125.
``It couldn't be much worse for shareholders,'' said Paik, who helps manage $7 billion in assets for Liberty Funds Group, including some Enron shares. ``This is an incremental positive, but only marginally so until we get more details.''
A bankruptcy judge would have to approve any joint venture set up between Enron and one of the three banks. Bankruptcy law gives the judge as long as 45 days to accept a higher bid should a better offer materialize.
Investors said the company is running out of time to save its trading business since fewer and fewer customers are willing to trade with Enron. EnronOnline, part of its trading operations, wasn't posting commodity prices today, said Charlie Sanchez, energy markets manager at Gelber & Associates Corp. in Houston.
As of Wednesday, the site was offering markets in 100 products, down from 1,700 at its peak.
``I haven't seen any activity,'' said Sanchez, who was a regular user of the Web site until a few weeks ago. ``At the times we've looked at it, we have not found any postings'' of price quotes in any commodities.
Quelle: http://quote.bloomberg.com/fgcgi.cgi?ptitle=Top%20Financial%20News&s1=blk&tp=ad_topright_topfin&refer=topfin&T=markets_bfgcgi_content99.ht&s2=blk&bt=ad_position1_topfin&middle=ad_frame2_topfin&s=APBFpZhQsQ2l0aWdy
Gruß
KA:)
SPIEGEL
DER MARKT-FORSCHER
Explosion der Erleuchtungs-Sekte
Von Felix Asch
Enron wurde zum erfolgreichsten Energieunternehmen der Welt, weil die Manager mehr von Deals und Derivaten verstanden als von Kraftwerken und Kohle. Dann hoben sie ab und produzierten die spektakulärste Bruchlandung des Jahres.
Man stelle sich eine Mischung aus Gasversorger und Investmentbank vor, mache sie im Internet erfolgreicher als Amazon und überheblicher als EM.TV je war. Dieses explosive Gemisch wachse zur siebtgrößten Firma der USA heran, womit es auf dem Platz steht, den in Deutschland die Telekom einnimmt. Dann lasse man es in die Luft beziehungsweise Pleite gehen. Schon hat man eine Vorstellung vom Konkurs von Enron, jenes texanischen Händlers von allem, was sich handeln lässt und selbst ernannten "führenden Unternehmens der Welt".
Enron war Lieblingsbeispiel von Analysten, Professoren und Beratern. Enron lehrte die Konkurrenz weltweit das Fürchten und hatte Kenneth Lay zum Boss, einen der wagemutigsten Unternehmer der USA und besten Geschäftskumpane von George W. Bush. Enron ist trotzdem Pleite und "Arroganz" ist das am häufigsten gehörte Wort, wenn nach Hintergründen für diesen unternehmerischen GAU gefragt wird.
Entstanden 1985 aus der Fusion zweier mittelmäßiger Gaspipeline-Betreiber wuchs Enron von fünf auf 140 Milliarden Dollar Umsatz. Das Geheimnis dieses Wachstums war die Übertragung der neuesten Techniken aus der Welt der Finanzjongleure auf den frisch deregulierten Energiemarkt. Strom- und Gasmengen sofort oder in Zukunft kaufen und verkaufen, Absicherung gegen Preisschwankungen und seit 1997 die selbst erfundenen "Wetterderivate" mit denen sich Stromversorger und sogar britische Pubs gegen schlechtes Wetter absichern konnten - Enron bot fast jeden komplizierten "Deal" an.
Theoretische Physiker wurden angeheuert, nicht weil sie die physikalischen Eigenschaften von Strom und Gas verstehen, sondern weil sie die Mathematik beherrschen, um jene finanziellen Konstrukte zu entwickeln. Die Umsätze von Enrons Internet-Handelsplattform, die über 1500 solcher Konstrukte und Produkte umfasste, setzte fast drei Milliarden Dollar pro Tag um. Zahlen, die jede andere Internet-Firma vor Neid erblassen lassen. Enron wurde zu einer selbst im Internet erfolgreichen Wall-Street-Firma, die zufällig in Texas lag und zufällig noch einige tausend Kilometer Gaspipeline besaß.
Vor diesem Hintergrund entstand eine Firmenkultur, die Beobachter an Erleuchtungs-Sekten erinnerte. Klassische Energieunternehmen, die Kraftwerke betreiben und Netze besitzen, wurden nur noch als hoffnungslos veraltete Dinosaurier angesehen. Kenneth Lay reagierte mit Erstaunen und Erbostheit auf Fragen, ob es denn irgendwelche kleinen Fehler inmitten der Erfolgsgeschichte gebe. Enron, so schien es, macht keine Fehler. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, und Enrons Fallhöhe war groß.
Schwer zu sagen, womit der Absturz begann. Lag es daran, dass die Wurzeln im Energiegeschäft aufgegeben wurden? Wasser, Zellstoff, Übertragungskapazitäten in der Telekommunikation und schließlich reine Finanzprodukte - Enron handelte mit allem. Oder lag es daran, dass der finanzielle Trickreichtum nicht nur zur Entwicklung immer neuer Derivate genutzt wurde, sondern auch zur Konstruktion von Partnerschaften, Beteiligungen und Verflechtungen, die kein Außenstehender (und vielleicht auch kein Insider) mehr durchblickte? Die Energiekrise in Kalifornien, für die Enron mit verantwortlich gemacht wurde, trug ebenfalls ihren Teil bei.
Sicher ist, dass Enrons Entwicklung von der Gas- zur Finanzfirma auch die Basis des Geschäfts veränderte: Nicht mehr Pipelines oder Gasfelder, sondern das Vertrauen der Handelspartner wurde zur wichtigsten Geschäftsgrundlage. Dieses Vertrauen aber verflüchtigt sich noch schneller als Gas. Besonders wenn man weiß, dass der Partner jeden Trick beherrscht, den die an Tricks nicht arme Finanzwelt zu bieten hat. Das Bekanntwerden von in Partnerschaften versteckten Schulden, Bilanz-Korrekturen und Untersuchungen der Aufsichtsbehörden machten Enron als Handelspartner unmöglich und ließ jede Vertrauensbasis zusammenbrechen. Noch ist nicht absehbar, ob Enrons Ende noch weitere Firmen in die Krise reißen wird. Es wird Wochen oder Monate brauchen, bis alle Verflechtungen aufgedeckt sind, und manche Unternehmen wissen wohl noch gar nicht, wie sehr sie die Pleite der Texaner betrifft.
All dies bedeutet - selbst wenn es unglaublich klingt - nicht, dass Enrons Geschäftsmodell Unsinn war. Denn im noch immer hoch regulierten und von satten Ex-Monopolisten beherrschten Energiemarkt gibt es Chancen und Bedarf für Firmen, die wie Enron die Kräfte des Marktes mit allen Mitteln einsetzen. Wer es schafft, Enrons Geschäft zu betreiben, ohne die Bodenhaftung zu verlieren, der sollte sich aus der Konkursmasse der Texaner schon mal jenes erst kürzlich vom Eingangstor verschwundene Banner besorgen, auf dem "Das führende Unternehmen der Welt" stand.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,171598,00.html
Boston Globe
Wasser-Aktien und Aktien für Umweltschutz gehören in diesem Jahr zu den aller ersten Performer!.
Inder Branche tut sich was.
What Enron got right
By David Warsh, Globe Staff, 12/9/2001
hat's getting lost in the Enron story is the extent to which the company was built on useful new knowledge that will survive its collapse.
The financial losses from the debacle have been terrible. But it's easy to overlook why Enron rose so quickly to become the seventh-largest corporation in America. Its Web-based approach to energy markets truly was the wave of the future.
One way to appreciate this is to consider another newly reorganizing market, one into which Enron plunged for a time before beating a hasty retreat. The market for water is nearly as big and potentially even more profitable than the market for electricity. It, too, is rapidly changing.
Historically, the provision of water and the treatment of sewage has been the business of governments. Barely 6,000 of the 55,000 water companies in the United States are privately owned.
The rest are organized one way or the other as public enterprises, from village wells to complicated agencies such as the Massachusetts Water Resources Authority serving dozens of towns and cities.
But local governments are not necessarily very good at setting prices when needed to ensure continued availability, or at keeping up with technological developments. For example, the cities' foray into improved waste-water management in the wake of the 1970 Clean Water Act was, at best, a mixed success. Dozens of waste-water plants built or expanded during the 1970s and 1980s now require expensive technical fixes.
So when the water and waste-water service industries in 1997 won from the Internal Revenue Service a ruling permitting them to design, build, and operate facilities for municipalities under long-term contracts (previously the limit has been three to five years), the water privatization movement quietly shifted into high gear. French and British water companies, which have long operated on a large scale in their markets, linked up with American design and construction companies to bid on an increasing flow of privatization contracts around the world, including such showcases as Rio de Janiero, Berlin, and Casablanca.
Enter Enron. Formed in 1985 by the merger of two natural gas pipeline companies, it had grown quickly to become a provider not just of feedstocks, but of wholesale electricity to companies on the power grid, a trader and broker.
As the deregulation of electrical u tilities proceeded, the company moved beyond being merely a participant to becoming the market-maker itself, a kind of Nasdaq for electricity, holding large positions for long periods of time, making a small commission on every trade.
EnronOnline, its Web-based energy trading platform, became its most valuable asset.
The basic premise of Enron's strategy was, as Boston University economist Nalin Kulatilaka has pointed out, to create markets for goods and services that had been transacted traditionally through ''legacy'' distribution channels with complex sales forces.
Kenneth Lay, the former regulator and entrepreneurial genius who built Enron, recognized quickly that the same approach could be put to work in other highly fragmented markets - telecommunications bandwidth, advertising space, and water. Today energy, to morrow the world.
So starting in 1998, at the height of the wave of Internet enthusiasm, Enron moved aggressively into the water business, hoping to meet the French and English challenge.
It traded its high-flying stock for a string of operating companies. It put one of its savviest executives, Rebecca Mark, in charge. It adopted a snappy name (Azurix, an Enron company). It raised $750 million by selling part of Azurix to the public.
It didn't work.
Even before oil prices began to tumble, Enron recognized it couldn't possibly raise the capital to rationalize two enormous (and very different) markets at once. It put its water assets up for sale.
In the end, it turned out that Enron couldn't rationalize even one big market. Excellent credit and unshakable liquidity also were essential to its strategy - and when devious techniques designed to disguise a deteriorating balance sheet were fully recognized, collapse followed earlier this month.
What remains in the smoldering ruins of Enron's bankruptcy is Kenneth Lay's vision of how a Web-based trading system can transform the architecture of an industry - and, of course, the rights to the highly adaptable trading platform itself.
Before Enron (and its still-growing competitors), there were great vertically integrated oil and gas companies that sold feedstocks to utilities which in turn sold electricity and heat to their customers - a series of loosely connected long lines where the news traveled down from the top.
Today, the corporate boundaries have been completely redrawn. Risks are better accounted for. Flexibility has increased. The bugs are hardly out of the system, but already the power grid is much cleaner and more dependable, if not lower priced.
The same thing will happen more slowly to the system of water supply and environmental protection. The fundamental reorganization of markets is here to stay.
Penny ist nicht gleich Penny. ENE ist extrem atypisch:D Eben ein Riesen-Penny.Ein Sammlerstück in der Größe eines Dukaten, dessen Wert das Mehrfache des augenblickliches Kurses ausmacht.
Den kaufen die Japaner doch lieber gleich - Marktkapitalisierung 750 Mio--, bevor sie Milliarden-Dollar-Ausfälle haben. So gesehen, werte ich den Beitrag von Silke und KIA im Parallell-Thread bullish.
By David Wilson
Princeton, New Jersey, Dec. 7 (Bloomberg) -- Penny stocks are supposed to be shares of companies that have little or no business or assets to their name. Enron Corp. just doesn't seem to fit into the category.
Enron had something like $100 billion of revenue last year and $140 billion in the first nine months of this year. The Houston-based company listed $49.8 billion of assets in this week's Chapter 11 bankruptcy filing. And it was the largest energy trader until just a few weeks ago.
Yet Enron meets the basic definition of a penny stock: one that trades for less than $1 a share. The company's shares fell below that threshold on Nov. 28, stayed there through Wednesday, and slipped to 66 cents yesterday.
This kind of retreat isn't exactly unprecedented this year, even among companies listed on the largest U.S. markets, like Enron.
In all, 21 companies on the New York and American stock exchanges or the Nasdaq Stock Market that have 100 million or more shares outstanding qualified as penny stocks, based on yesterday's close. Half of them dropped to sub-$1 share prices after the Sept. 11 terrorist attacks.
Big Board Seven
Enron is among seven companies that trade on the NYSE -- at least for now. The exchange said earlier this week that it would review the company's eligibility to stay listed as a result of the bankruptcy filing.
Shares of two more Big Board companies in Chapter 11 proceedings also trade for pennies: Bethlehem Steel Corp., the fifth-largest U.S. maker of steel, and Comdisco Inc., a computer- leasing and Internet-investment company.
Finova Group Inc., a Scottsdale, Arizona-based company that lends money to aircraft purchasers and emerged from bankruptcy in August, is part of the group. The others include:
-- ViaSystems Group Inc., a maker of electronic circuit boards. Hicks, Muse, Tate & Furst Inc. has a majority stake in the St. Louis-based company, and provided $100 million of additional financing in July.
-- Wyndham International Inc., based in Dallas, which owns or manages 233 hotels. In October, the company decided to fire or lay off about 5 percent of its workers amid a post-Sept. 11 decline in travel. Last month, Wyndham said it may default on $714 million of debt if it can't agree with lenders on amended terms by Feb. 28.
Amex Quartet
TVX Gold Inc., which operates five gold mines along with Normandy Mining Ltd. of Australia, rounds out the group. Earlier this week, the Toronto-based company said it will close a Greek mine and mill on Tuesday and fire the site's 500 employees.
The gold industry also accounts for two of the group's four companies that trade on the Amex. Echo Bay Mines Ltd., based in Englewood, Colorado, and Kinross Gold Corp., based in Toronto, both have shares costing less than $1 each.
Hanover Direct Inc., a catalog and Internet retailer that runs the Company Store and Domestications, and Terremark Worldwide Inc., a provider of services for telecommunications networks, have Amex listings as well.
This means the other 10 members trade on Nasdaq, which suspended a rule in September that companies needed to have a minimum bid price of $1 a share to keep their listings.
Two of them, McLeodUSA Inc. and Metromedia Fiber Network Inc., have been in the benchmark Nasdaq 100 index -- designed to track the performance of the market's most valuable companies -- since last December. Both owners of telecommunications networks are destined for removal this month, when Nasdaq completes an annual overhaul of the index's membership.
Technology Dominates
McLeodUSA wants to give bondholders a 14 percent stake, along with $560 million, in exchange for at least 95 percent of its $2.9 billion in bond debt. As part of the restructuring plan, the Cedar Rapids, Iowa-based company agreed Monday to sell its directory- publishing unit to Forstmann Little & Co. for $535 million.
Metromedia Fiber, based in White Plains, New York, gave investors the right to purchase hundreds of millions of shares when it arranged $611 million of financing in October. The funds enabled the company to avert a bankruptcy filing.
Corecomm Ltd., the group's lowest-priced member, also trades on Nasdaq. Shares of the New York-based provider of telephone and Internet service closed at 14 cents yesterday.
One more telecommunications company is among the Nasdaq penny stocks: Focal Communications Corp., based in Chicago, which sells telephone and data services to business.
All the rest come under the heading of technology, starting with Applied Digital Solutions Inc., a producer of implantable devices for tracking livestock and pets that's based in Palm Beach, Florida.
Suspensions Ending
The others, in alphabetical order, are:
-- Divine Inc., a Chicago-based Internet software maker and consulting firm;
-- Engage Inc., an Andover, Massachusetts-based unit of CMGI Inc. that provides Internet-advertising services;
-- PeoplePC Inc., a provider of computers and Internet access that's based in San Francisco;
-- Razorfish Inc., a Web-site designer and consultant based in New York; and
-- Usinternetworking Inc., an Annapolis, Maryland-based company that rents software to businesses over the Net.
Companies such as these can't count on keeping their Nasdaq listings. The waiving of the $1 minimum bid requirement, along with a rule setting the minimum value of shares available for trading at $5 million, is due to end Jan. 2.
``It is fully our intention at this time to reinstate those requirements'' once the new year begins, said Wayne Lee, a Nasdaq spokesman. ``It's that plain and simple.''
Assuming that happens, the number of penny stocks on the largest U.S. markets will decline -- and that means Enron may become even more of an exception.
Gruß
KA:)
.
ENE mene Miste, es rappelt in der Kiste. Es gibt Ärger.:) Nachbörslich 68 $cts
UPDATE 1-Congress demands Enron records, hearing set
TUESDAY, DECEMBER 11, 2001 5:38 PM
- Reuters U.S. Company News
UPDATE 1-Congress demands Enron records, hearing set
12/11/2001 5:38:00 PM
(Recasts, adds Oxley, Trumka comments, background)
By Kevin Drawbaugh
WASHINGTON, Dec 11 (Reuters) - A congressional committee demanded Tuesday that Enron Corp. (ENE) cough up financial records and meet with committee staff within 10 days, stepping up Capitol Hill's drive to shine a spotlight on the collapse of the former energy trading giant.
The House of Representatives Energy and Commerce Committee called on Enron to release a mountain of documents related to its troubles by Dec. 17, said committee Chairman Rep. Billy Tauzin and Rep. James Greenwood in a statement.
Tauzin and Greenwood, in letters this week to Enron Chief Executive Kenneth Lay and former Chief Financial Officer Andrew Fastow, also requested interviews by Dec. 21 with current and former senior Enron employees as well as members of Enron's audit and compliance committee.
Separately, the head of another House committee pledged to proceed on Wednesday with the first public hearing on the Enron collapse, even though the company and the chairman of the Securities and Exchange Commission declined invitations to testify.
"We're disappointed. But this is the first in a series of hearings and investigations that the committee will be conducting. So, as Arnold Schwarzenegger says, 'We'll be back,'" said Rep. Michael Oxley, chairman of the House Committee on Financial Services.
Oxley added the committee could in future compel testimony by using its subpoena power, but had not yet.
"We've got enormous responsibilities here to the public and we'll plan to pursue that with all vigor," the Ohio Republican said.
Both Oxley's and Tauzin's panels were hot on the trail of Houston-based Enron as the SEC continued its probe of the company, which filed for bankruptcy court protection on Dec. 2 in the largest such filing in U.S. history.
Investors have been left with virtually nothing and thousands of employees have lost their jobs and much of their retirement funds since Enron succumbed to a dizzying downward spiral of events starting in mid-October. The one-time Wall Street darling's stock price closed on Tuesday at 72 cents a share, down from a high of $90.56 in August 2000.
The Department of Justice said it was considering whether to begin a criminal investigation of the Enron affair.
An Enron spokesman in Houston declined to comment.
COMMITTEE INVESTIGATORS IN HOUSTON
Last week, Energy and Commerce Committee investigators traveled to Houston to interview Enron's current CFO, Jeffrey McMahon, said Tauzin, a Louisiana Republican, and Greenwood, a Pennsylvania Republican, in their statement.
Former CFO Fastow, along with other senior executives, were ousted from their posts in the early days of Enron's slide.
In their letters, which were made available to Reuters, Tauzin and Greenwood listed 43 aspects of the Enron case in which the committee has interest, such as earnings restatement decisions; financial ties among Enron officers and outside partnerships with which they were involved; minutes from Enron board of directors and audit committee meetings from 1997 to present; and correspondence between Enron and its auditor Arthur Andersen, the Big Five accounting firm.
Arthur Andersen CEO Joseph Berardino will appear before the Financial Services Committee on Wednesday, as will SEC Chief Accountant Robert Herdman, although Lay and Pitt declined invitations. Oxley said he understood Pitt's decision not to participate. "We have no problem with that," he said.
Also set to testify at the hearing was Richard Trumka, secretary-treasurer of the AFL-CIO. The union said Trumka will speak on behalf of workers who need "more protections for retirement plans and more rules for accountability and disclosure to avoid future situations like that at Enron."
Any future Financial Services committee hearings on Enron after Wednesday would not occur until 2002, Oxley added.
REUTERS
News re Andersen testimony (self-serving):
Enron's auditor says Enron hid critical information
===========================================================
WASHINGTON, Dec 12 (Reuters) - The chief executive of
accounting firm Andersen in congressional testimony on
Wednesday said Enron Corp. (NYSE:ENE) hid crucial information from
its auditors that went to the heart of the energy trader's
collapse.
Enron did not reveal to Andersen, its longtime auditor, a
pivotal agreement with a large financial institution for its
financing vehicle Chewco, according to written testimony by
Andersen chief executive Joe Berardino.
If Enron had disclosed the agreement, Andersen would have
required the company to include the Chewco partnership and
similar ones on its balance sheet, Berardino said in his
written testimony given to the Congressional Committee on
Financial Services on Wednesday.
The Chewco partnership accounted for 80 percent of the
energy trader's recent earnings restatement, he said. Andersen
notified Enron's audit committee of possible illegal acts
within the company on Nov. 2, Berardino said.
Enron collapsed and filed for bankruptcy on Dec. 2 after it
revealed losses from certain partnerships led by its former
chief financial officer that were kept off its balance sheet.
The firm later restated its books to include those
partnerships, reducing its earnings in the fours years after
1997 by almost $600 million.
Andersen acknowledged it had made an accounting error by
not consolidating a second special purpose entity that was
responsible for about 20 percent, or $100 million, of Enron's
earnings restatement.
Copyright 2001, Reuters News Service
Mit der unter Chapter11 stehenden Enron hat das nichts zu tun. Schon witzig das Ganze. Sie klagen. Ich auch, über die heutige Volatilität:D Theaterdonner!
Die amerikanische Großbank J.P. Morgan Chase (CMC.ETR) (JPM-NYS) will vom Energiehandelsriesen Enron die Rückzahlung von 2,1 Milliarden Dollar einklagen. Die Bank habe die Kredite an drei Enron-Sparten vergeben, die nicht an dem Konkursverfahren von Enron beteiligt seien und nicht unter Gläubigerschutz stünden, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf die Klagepapiere. Enron habe die Forderung nach Rückgabe der Mittel oder Informationen im Hinblick auf die Vermögenswerte abgelehnt, hieß es.
J.P. Morgan Chase ist auch eine der führenden Banken, die Enron kürzlich eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden Dollar im Rahmen des Konkursverfahrens versprochen hatten. Enron hatte Anfang Dezember den größten Konkursantrag in der US-Geschichte mit Schulden von mindestens 30 Milliarden Dollar und Vermögenswerten von rund 50 milliarden Dollar gestellt.
In einem Ausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses sollten am Mittwoch Enron-Anhörungen beginnen. Das Unternehmen war bereits von zahlreichen Aktionären und Mitarbeitern verklagt worden./DP/fn
Quelle: dpa-AFX
:D
12. Dez (Reuters) - Der zahlungsunfähige US-Energiehändler Enron will durch den Verkauf von Geschäftsfeldern bis zu sechs Milliarden Dollar einnehmen und bis Ende 2002 die Neuorganisation im Rahmen des Gläubigerschutzes abschließen. Das Unternehmen wolle sich von einigen nicht zum Kernbereich gehörenden Sparten trennen und erwäge auch die Versteigerung der zentralen Energiehandels-Einheit, sagte Finanzvorstand Jeff McMahon am Mittwoch bei einem Treffen mit den Gläubigerbanken. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersen, die Enrons Bilanzen testiert hatte, warf dem Konzern vor, wichtige Finanzinformationen verschwiegen zu haben. Die US-Großbank J.P. Morgan Chase verklagte Enron auf 2,1 Milliarden Dollar. Erklärtes Ziel sei es, innerhalb eines Jahres den Anfang Dezember beantragten Gläubigerschutz nicht mehr in Anspruch nehmen zu müssen, sagte Enron-Finanzchef McMahon weiter. Der Konzern plane unter anderem den Verkauf seiner Wasser-Sparte Azurix und des Windenergie-Bereichs. Davon verspreche sich Enron Einnahmen von vier bis sechs Milliarden Dollar (rund neun bis 13 Milliarden Mark). Der ebenfalls erwogene Verkauf der Handelssparte in Form einer Auktion könne möglicherweise zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens (Joint Venture) mit einem Interessenten führen. Darüber werde in den nächsten Tagen mit den Gläubigerbanken gesprochen. Enron habe derzeit rund 13 Milliarden Dollar an ungesicherten Bankschulden, zwei Milliarden Dollar zusätzliche Schulden seien hingegen gesichert, sagte McMahon weiter. Das Unternehmen hatte am 2. Dezember nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes Gläubigerschutz beantragt. Hiernach kann eine Firma weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird. Enron war in die Schieflage geraten, nachdem der einstige Börsenliebling im Laufe des Herbstes rückwirkend seine Bilanzen korrigieren musste, weil diese Verluste aus bestimmten Partnerschaften des Unternehmens nicht berücksichtigt hatten. Zuletzt war noch eine als Rettung geplante Fusion mit dem kleineren Konkurrenten Dynegy gescheitert. Andersen-Chef Joseph Berardino bezeichnete vor dem Finanzausschuss des US-Kongresses das Verhalten Enrons als "möglicherweise illegal". "Es ist noch immer nicht klar, warum uns die relevanten Informationen nicht weitergegeben wurden", sagte er. Berardino räumte aber auch Fehler seines Unternehmens ein. Andersen habe die Ordnungsmäßigkeit der Enron-Bilanz festgestellt, und diese Beurteilung habe sich später als falsch herausgestellt. Zahlreiche Gläubigerbanken erhoben unterdessen Klage gegen den hoch verschuldeten Energiehändler. ?Wir klagen im Auftrag einer Gruppe von Banken, für die wir bei mehreren Produkten der führende Abwickler sind", sagte Bank-Sprecherin Kristen Lemkau. Die Bank erhebe Anspruch auf Forderungen gegen Enron-Kunden, liquide Mittel und weitere Vermögensgegenstände Enrons, hieß es in der beim New Yorker Konkursgericht eingereichten Klageschrift. Die Banken J.P. Morgan und Citigroup sind mit mehreren hundert Millionen Dollar bei Enron engagiert. Sie versuchen derzeit auch andere Gläubiger für die Finanzierung von 1,5 Milliarden Dollar zur Neuordnung Enrons zu gewinnen. Die Auswirkungen der Enron-Krise auf die europäischen Banken, die auch bei dem Konzern engagiert sind, sind nach Angaben führender internationaler Rating-Agenturen gering. Eine Gefahr für Europa sei nicht zu befürchten, teilte Fitch am Mittwoch mit. Enron-Aktien verloren am Mittwoch bis kurz vor Handelsschluss an der New Yorker Börse in einem leichteren Marktumfeld rund sechs Prozent auf 69 Cent, nachdem sie im August 2000 noch bei mehr als 90 Dollar notiert hatten. phi/rkr
"Todesursache : Mißtrauen" ist die Headline eines Artikels der Washington Post
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A34591-2001Dec12.html
20. Dezember 2001 (e.r.) - Die unter Gläubigerschutz stehende Enron Corp darf nach einer Entscheidung des Insolvenzrichters Arthur J. Gonzalez den Mehrheitsanteil ihres Kerngeschäfts Energiehandel im Rahmen einer Auktion verkaufen. Auf Drängen der Gläubiger wird das Unternehmen dabei nicht mehr darauf bestehen, dass Bieter über ein Rating "A1" von Moody`s oder "A-t" von S&P verfügen. Vielmehr soll die Bonität der Interessenten jetzt gemeinsam von Enron und einem Gläubigerausschuss begutachtet werden. Voraussichtlich bis 7. Januar sollen Angebote angenommen werden, als wahrscheinlicher Termin für den . . .
. . . Verkauf gilt der 10. Januar. Nach Angaben des Insolvenzberaters Blackstone Group gibt es unter 14 kontaktierten Parteien "einige" seriöse Interessenten für den Enron-Energiehandel. Im vergangenen Jahr hat dieser Bereich rund 90 Prozent zu den Erlösen des Unternehmens beigetragen. Deutlich geringer ist das Interesse an den bestehenden Energiekontrakten des Unternehmens, deren Wert von Seiten des Konzernanwaltes mit zwischen fünf Milliarden bis sieben Milliarden Dollar beziffert wird. Vor ihrem Antrag auf Gläubigerschutz hatte Enron den Wert dieser Verträge mit 13 Milliarden Dollar veranschlagt.
UBS Warburg wins bidding for Enron's wholesale energy trading operation
FRIDAY, JANUARY 11, 2002 6:46 PM
- AP WorldStream
NEW YORK, Jan 11, 2002 (AP WorldStream via COMTEX) -- Enron Corp. took an important step Friday in getting its once-influential energy trading operation running again, as Swiss-owned investment bank UBS Warburg won the bidding to buy a big part of the ailing company.
Terms of the sale, expected to provide UBS Warburg with a majority stake in the trading division, were not disclosed. Enron lawyer Martin Bienenstock told a courtroom packed with bleary-eyed lawyers who followed an all-night round of negotiations that details would be made public Monday morning.
Separately, a federal bankruptcy judge handed Enron another victory Friday by declining to transfer its bankruptcy case to Houston, as some creditors had requested.
In the ruling, Judge Arthur J. Gonzalez of the U.S. Bankruptcy Court of the Southern District of New York called New York, home to the armies of lawyers and bankers working on the case, the "most efficient forum" for handling the matter.
Some creditors such as energy traders Dynegy Inc. and El Paso Corp. argued it would be more convenient and economical to hear the case near the location of many Enron creditors and assets. Dynegy and El Paso are based in Houston.
As to the sale of its trading division, Enron said it would retain "a residual interest in the income of the business," which generated 90 percent of the company's dlrs 101 billion in revenue in 2000. A company spokesman, Mark Palmer, did not immediately return a telephone message seeking further comment.
In a statement, Enron chief executive and chairman Kenneth L. Lay called the deal "a key milestone as we build the new Enron and work to establish a platform for restructuring the company and emerging from Chapter 11 bankruptcy protection."
UBS Warburg chief executive John P. Costas said his company "is excited by the prospect of re-establishing this technology-based trading business" and will not assume any of Enron's past, current or future liabilities or trading positions.
Bienenstock said the deal includes Enron's traders and the computers it used to capture roughly 25 percent of the market it helped pioneer - until the company's collapse late last year amid revelations of complex partnerships to keep billions of dollars in debt off its books and mask financial problems so it could continue to get cash and credit to run the trading business.
The deal does not include existing contracts Enron has to supply power, valued at between dlrs 6 billion and dlrs 7 billion, but Bienenstock said the main value of the trading division "was largely intellectual."
Numerous bids were evaluated, said Enron chief financial officer Jeff McMahon, although he did not name the suitors. By Friday morning, the field had been narrowed to UBS Warburg and Citigroup Inc., a large Enron creditor, said a source close to the negotiations who spoke on condition of anonymity. New York-based UBS Warburg is a division of UBS AG, Switzerland's largest bank, and Citigroup is the largest U.S. banking group.
Both banks were interested in Enron's trading arm, anchored by its Internet platform EnronOnline, because "there has to be some value left," said analyst Diana Yates of A.G. Edwards & Sons. She added, however, that it won't be clear how much value is left until the terms of the deal are disclosed.
"There's some trading that has to be done and someone has to take that business," Yates said.
UBS Warburg was selected after intense negotiations during a court-sponsored auction that began Thursday morning and ended more than 24 hours later. Details were still being finalized Friday and officials had not had time to put together all the documentation spelling out the agreement, Bienenstock said at a hearing in U.S. Bankruptcy Court in Manhattan.
But Enron officials "believe we have arrived at a deal that represents the highest and best offer for our creditors, shareholders and employees," McMahon said.
Luc Despins, the head lawyer a committee of Enron creditors, said the auction process was "an extremely competitive process" and that members of the committee support the selection of UBS Warburg.
"We believe that significant value has been achieved for the estate and all Enron creditors," he said.
But other Enron creditors questioned the deal. Thomas Lauria, a lawyer representing energy companies that are Enron creditors, said his clients want more information over the weekend about how the deal was reached and how the proceeds will be allocated.
Gonzalez scheduled a hearing for Thursday to announce whether he will approve or deny the sale.
Some two dozen Enron creditors had already filed objections to the sale before the selection was announced. Dissatisfied creditors will have 10 days to appeal Gonzalez's ruling.
Before its collapse late last year, Enron was the world's largest energy merchant. Enron differed from competitors in its penchant for complex bets on everything under the sun - advertising space, broadband, paper, the weather and more than 1,000 other products.
Trading of Enron shares, which sold for dlrs 83 a year ago but have changed hands at no higher than dlrs 1 since December, were halted Friday on the New York Stock Exchange for the sale announcement. UBS' U.S.-traded shares rose 16 cents to dlrs 50.08 and Citigroup shares fell 40 cents to dlrs 49.45, both on the NYSE.
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AP Business Writer Alan Clendenning contributed
Das ist nur für die Gläubiger gut, nicht für die Aktie.:( Wait and see. Der Kurs bleibt noch ausgesetzt. Bis Donnerstag können Mitbieter noch nachbieten. Details am 17.Dezember? :D Mutmaßlich 17.1.
Dienstag 15. Januar 2002, 09:43 Uhr
UBS Warburg will Enron-Energiesparte und bis zu 1.000 Mitarbeiter übernehmen
NEW YORK (dpa-AFX) - Das Bankhaus UBS Warburg hat ein Kaufangebot für das gesamte Energie- und Erdgas-Geschäft des Pleite gegangenen US-Energiekonzerns Enron Corp abgegeben. Finanzielle Details sollen erst am 17. Dezember in New York bekannt gegeben werden, hieß es am Montagabend aus Unternehmenskreisen.
Analysten bewerteten das Vorhaben als eine günstige Gelegenheit. Voraussichtlich 1.000 Mitarbeiter sollen von Enron übernommen werden, sagte Christoph Ritschard, Analyst der Zürcher Kantonalbank. Andere Marktbeobachter erwarten lediglich eine Übernahme von 800 Mitarbeitern.
Die Transaktion werde aber nicht in bar, sondern in Form von Lizenzgebühren bezahlt, hieß es. Diese werde etwa ein Drittel des Vorsteuergewinns der vergangenen zehn Jahre betragen. Zudem halte sich UBS (Frankfurt: 914830.F) die Option offen, die Tantiemen-Zahlung während der ersten fünf Jahren zu stoppen, um alternativ drei zeitlich versetzte Barzahlungen vorzunehmen./FX/al/tw/ar
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Das war es erst einmal. Ein Fall für OTC BB.
Wenn Andersen Beihilfe beim Bankrott-Betrug nachgewiesen kann, sind sie als eigenständige Beratatungsgesellschaft weg vom Fenster, weil es dann einen Wolkenbruch von gigantischen Regreß-Ansprüchen gibt und etwaige Versicherungsansprüche klauselgerecht ins Leere gehen. Es sind Zeugen aufgetaucht, die behaupten, Lay hätte um die Überschuldung des Unternehmens bereits seit August gewußt und den Konkurs verschleppt. Kriminal-Tango mit einer beispiellosen Prozess-Welle.
Enron hatte im November überraschend zugegeben, seit 1997 rund 586 Millionen Dollar Gewinn zu viel ausgewiesen zu haben. Im Dezember meldete das Unternehmen mit mindestens 31 Milliarden Dollar Schulden Konkurs an. Kurz bevor der Kurs an der Wall-Street abstürzte sollen 29 Enron-Manager nach Presseberichten mit dem Verkauf ihrer Aktien rund 1,1 Milliarden Dollar erzielt haben.
Gruß
KA:)
NYSE delists Enron shares (ENE) by Greg Morcroft
The New York Stock Exchange said Tuesday it is delisting Enron Corp (ENE) shares, citing a likely long bankruptcy process and and the company's share price. "Today's action is being taken due to the expected protracted nature of the Company's bankruptcy process and the uncertainty at this time as to the timing and outcome of this process as well as the ultimate effect on the company's common shareholders," the exchange said in a press release. NYSE rules allow the exchange to delist the shares of any company that trade below $1 for 30 consecutive trading days.
UBS darf Handelsgeschäft von Enron übernehmen
(ap) Die Schweizer Investmentbank UBS Warburg darf das Handelsgeschäft des zusammengebrochenen US-Konzerns Enron übernehmen, wie am Freitag ein Konkursrichter entschied. UBS Warburg muss dafür nichts bezahlen und übernimmt auch keine Schulden, die Gläubiger erhalten dafür ein Drittel der künftigen Gewinne vor Steuern.
Richter Arthur Gonzalez sagte, der Verkauf sei im besten Interesse des Unternehmens. Die Bedingungen seien fair und vernünftig. Ein Sprecher von USB Warburg, David Walker, äusserte sich erfreut über die Gerichtsentscheidung. Er hoffe, dass der Geschäftsbetrieb sobald wie möglich wieder aufgenommen werden könne. Das Unternehmen läuft dann auch unter einem neuen Namen, wie der lautet, war noch nicht bekannt. UBS Warburg kann Enron vom dritten Jahr an schrittweise auskaufen und parallel dazu die Ausschüttung des Gewinns vor Steuern reduzieren. Ab dem fünften Jahr kann UBS das Geschäft verkaufen.
NZZ
Reorganization specialist Stephen F. Cooper is the front-runner to be named acting chief executive of Enron Corp., following the resignation earlier this week of Kenneth Lay as chairman and CEO, people close to the matter told The Wall Street Journal.
Mr. Cooper, a managing principal of Zolfo Cooper, a 20-year-old consulting firm that specializes in bankruptcy reorganization, is set to fly to Houston from New York Friday along with Tom Roberts, Enron`s counsel at Weil Gotschal & Manges, these people said.
Mr. Cooper, who couldn`t be reached, is scheduled to meet with senior management during the next few days. Enron`s board could confirm his appointment as soon as Friday, but more likely will act during the weekend. Mr. Cooper, who has worked with Federated Department Stores Inc., Morrison Knudsen Corp. and a host of other companies, "is one of those guys who`s done bankruptcies his whole life," said one person familiar with the situation. "You don`t want somebody learning on the job with a bankruptcy this big."
If Mr. Cooper is named, the board next will turn its attention to finding a chairman.
While Enron (ENRNQ) wants a chief executive who will manage its complicated day-to-day operations and shepherd the firm through bankruptcy, which it entered on Dec. 2, the board is seeking a chairman who can play a different role. One person said the chairman`s post -- for which there is no clear front-runner yet -- will be offered to someone who can act as the company`s ambassador to Washington, where Enron is being investigated by nine congressional committees, the Justice Department and the Securities and Exchange Commission.
Mr. Lay stepped down at the request of Enron`s bankruptcy creditors` committee after it said it had lost faith in the energy company`s management. Whoever is named as CEO is expected to work closely with Chief Financial Officer Jeffrey McMahon, who has been the firm`s public face in recent weeks after the departure of Enron`s former finance chief, Andrew Fastow.
Dow Jones & Company, Inc.
Houston, 29. Jan (Reuters) - Der zusammengebrochene US-Energiehändler Enron <ENRNQ.PK> will mit dem Sanierungsspezialisten Stephen Cooper als Interimschef wieder auf die Beine kommen. Cooper löst den vergangene Woche auf Druck des Enron-Gläubigerausschusses zurückgetretenen Kenneth Lay ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Cooper und sein Team sollten unverzüglich ihre Arbeit aufnehmen, um die nach Umsatz einst siebtgrößte US-Firma wiederzubeleben. Der Konzern hatte Anfang Dezember als bislang größtes US-Unternehmen überhaupt Konkursantrag mit Gläubigerschutz gestellt. Der Fall hatte hohe Wellen geschlagen und Kreise bis in die US-Regierung unter Präsident George W. Bush gezogen.
Nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes können Firmen unter Bedingungen des Gläubigerschutzes zunächst weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird. Cooper kündigte an, "einen Restrukturierungsplan zu entwickeln, um den Wert für die Anteilseigner des Unternehmens zu vergrößern". "Unsere Konzentration richtet sich auf die Zukunft von Enron", hieß es in einer Erklärung Coopers. "Mit mehr als 19.000 Beschäftigten weltweit hat Enron reale Geschäfte mit realem Wert." Analysten gehen allerdings davon aus, dass der Konzern wahrscheinlich aufgelöst werde.
Cooper, Chef der New Yorker Restrukturierungsfirma Zolfo Cooper, hat zur Sanierung mehrerer angeschlagener Unternehmen beigetragen. Dazu gehören der Haushaltsgeräte-Hersteller Sunbeam <SOCNQ.OB> , der Einzelhändler Federated Department Stores <FD.N> und der Baukonzern Morrison Knudsen.
Cooper, the managing partner of turnaround firm Zolfo Cooper LLC, was expected to answer questions about Enron's future Tuesday afternoon, but the conference call has now been rescheduled for Wednesday morning.
"Our focus is on the future of Enron," Cooper said in an Enron statement. "We will work closely with the Board of Directors, management, and the Creditors Committee to develop a reorganization plan to maximize value for the company's stakeholders."
Bevor es besser wird, wird es zunächst noch einmal schlechter, zumindest die Nachrichtenlage. Die Überlegungen um eine sinnvolle Reorganistation sind noch nicht so weit gediehen, wie sie es eigentlich schon zeitlich sollten. Abwarten bis Mittwoch scheint jetzt die Devise, mit leicht positivem Grundton.
Gruß
KA:)
PS aus finanzen.net
Stephen Cooper, der vorläufige CEO des in Schwierigkeiten steckenden Energiehändlers Enron, gab sich heute optimistisch für die Zukunft des Konzerns. Als Angestellter bei einem Restrukturierungsunternehmen hab er schon Unternehmen, die sich in einem schlimmeren Zustand befanden, wieder auf die Beine geholfen. "Enron wird diese Krise überleben," so Cooper.
Enron hat große Geldreserven und zusammen mit den kommenden Umsätzen werde dies ausreichen, um den Betrieb während der Restrukturierung aufrecht erhalten zu können.
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