Gert
12.01.2002, 13:39
ftd.de, Sa, 12.1.2002, 11:33
Mögliche Irreführung von Kunden bei C&A-Rabattaktion
Die Bekleidungskette C&A hat nach einem Pressebericht vor der umstrittenen Rabattaktion zur Euro-Einführung die Preise erhöht, um sie Anfang Januar publikumswirksam abzusenken. Kunden hatten günstigere Preise unter den neuen Preisschildern entdeckt.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. C&A-Kunden hätten unter dem Preisschild der vermeintlich billigen Ware noch einen anderen, günstigeren Preis gefunden, sagte der Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale Reiner Münker, die die Rabattaktion per Gericht untersagen ließ. So habe ein Kunde aus Hamburg bei einer mit 55 DM ausgezeichneten Hose, für die er nach Abzug des Rabatts 44 DM zahlte, noch eine ältere Preisangabe in Höhe von 44,90 DM gefunden. So gesehen schrumpfte der vermeintlich günstige Nachlass von 20 auf gerade mal zwei Prozent, schreibt der "Spiegel". C&A-Sprecher Knut Brüggemann habe das mit "kleinen Auf- und Abrundungen bei der Euro-Umstellung im August" begründet. Anlass dazu sei der "Verzicht auf krumme Schwellenpreise" gewesen.
Nach den neuen Erkenntnissen prüften Juristen der Wettbewerbszentrale, ob C&A die Verbraucher nicht nur mit einer illegalen Sonderveranstaltung beglückt, sondern bei Preisen in die Irre geführt habe. "Notfalls ziehen wir den Fall bis zum Bundesgerichtshof durch", sagte Münker dem "Spiegel".
© dpa
Mögliche Irreführung von Kunden bei C&A-Rabattaktion
Die Bekleidungskette C&A hat nach einem Pressebericht vor der umstrittenen Rabattaktion zur Euro-Einführung die Preise erhöht, um sie Anfang Januar publikumswirksam abzusenken. Kunden hatten günstigere Preise unter den neuen Preisschildern entdeckt.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. C&A-Kunden hätten unter dem Preisschild der vermeintlich billigen Ware noch einen anderen, günstigeren Preis gefunden, sagte der Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale Reiner Münker, die die Rabattaktion per Gericht untersagen ließ. So habe ein Kunde aus Hamburg bei einer mit 55 DM ausgezeichneten Hose, für die er nach Abzug des Rabatts 44 DM zahlte, noch eine ältere Preisangabe in Höhe von 44,90 DM gefunden. So gesehen schrumpfte der vermeintlich günstige Nachlass von 20 auf gerade mal zwei Prozent, schreibt der "Spiegel". C&A-Sprecher Knut Brüggemann habe das mit "kleinen Auf- und Abrundungen bei der Euro-Umstellung im August" begründet. Anlass dazu sei der "Verzicht auf krumme Schwellenpreise" gewesen.
Nach den neuen Erkenntnissen prüften Juristen der Wettbewerbszentrale, ob C&A die Verbraucher nicht nur mit einer illegalen Sonderveranstaltung beglückt, sondern bei Preisen in die Irre geführt habe. "Notfalls ziehen wir den Fall bis zum Bundesgerichtshof durch", sagte Münker dem "Spiegel".
© dpa