KA111
19.01.2002, 19:05
Alternative Energie
Deutschland ist Windland Nummer 1
Die Zahl der Windräder liegt inzwischen bei 11.500. Bis 2004 soll Windkraft fünf Prozent des Energiebedarfes decken.
Die Zahl der Windräder in Deutschland wächst. (dpa )
Deutschland hat seine Stellung als Windland Nummer 1 auf der Welt im vergangenen Jahr untermauert.
Mit 2079 neuen Windrädern und einer Gesamtleistung von 2659 Megawatt sei der Zuwachs an Windkraftanlagen so groß wie nie in einem einzigen Jahr zuvor gewesen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (Osnabrück), Peter Ahmels, am Mittwoch in Berlin.
11.500 Windräder in Deutschland
Insgesamt drehten sich in Deutschland Ende 2001 nach Angaben des Verbandes etwa 11.500 Windräder mit einer Stromleistung von 8750 Megawatt. Niedersachsen bleibe innerhalb der Bundesländer mit 3051 Anlagen und einer Gesamtleistung von 2427 Megawatt führend, gefolgt von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.
Bereits 2004 könnten über den Wind voraussichtlich 5 Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt werden, sagte Ahmels. Im vergangenen Jahr habe der potenzielle Beitrag der Windenergie zur Stromerzeugung 3,5 Prozent betragen. In Niedersachsen lag dieser Wert bereits bei fast 10 Prozent.
Fester Bestandteil des deutschen Energieversorungssstems
„Die Windkraft etabliert sich immer mehr zu einem festen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems“, sagte Ahmels. Bis 2004 könnten allein an Land noch Windräder mit einer Leistung von 5000 Megawatt installiert werden. Hinzu kämen hoch leistungsfähige Off-Shore-Anlage auf See.
Deutschland habe schon 2001 nach vorsichtigen Schätzungen 50 Prozent des weltweiten Zubaus an Windkraftanlagen bestritten. In der Branche seien in Deutschland inzwischen 35 000 Menschen beschäftigt, knapp ein Fünftel davon sei im vergangenen Jahr eingestellt worden, sagte Hans Joachim Ziesig, Energieexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Den Branchenumsatz gab der WindEnergie-Verband für 2001 mit rund 3,5 Milliarden Euro an.
Warnung vor zu großer Euphorie
Der Präsident des Deutschen NatzurschutzRing (DNR), Hubert Weinzierl, warnte jedoch vor allzu großer Euphorie. „Für Windkraftanlagen darf es allerdings keinen Freifahrschein geben. Wir brauchen natur- und umweltschutzverträgliche Standorte“, sagte er.
Der bevorstehende Off-Shore-Boom müsse von einer integrierten Raumplanung für den gesamten deutschen Teil von Nord- und Ostsee begleitet werden.
(sueddeutsche.de/ dpa)
Deutschland ist Windland Nummer 1
Die Zahl der Windräder liegt inzwischen bei 11.500. Bis 2004 soll Windkraft fünf Prozent des Energiebedarfes decken.
Die Zahl der Windräder in Deutschland wächst. (dpa )
Deutschland hat seine Stellung als Windland Nummer 1 auf der Welt im vergangenen Jahr untermauert.
Mit 2079 neuen Windrädern und einer Gesamtleistung von 2659 Megawatt sei der Zuwachs an Windkraftanlagen so groß wie nie in einem einzigen Jahr zuvor gewesen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (Osnabrück), Peter Ahmels, am Mittwoch in Berlin.
11.500 Windräder in Deutschland
Insgesamt drehten sich in Deutschland Ende 2001 nach Angaben des Verbandes etwa 11.500 Windräder mit einer Stromleistung von 8750 Megawatt. Niedersachsen bleibe innerhalb der Bundesländer mit 3051 Anlagen und einer Gesamtleistung von 2427 Megawatt führend, gefolgt von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.
Bereits 2004 könnten über den Wind voraussichtlich 5 Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt werden, sagte Ahmels. Im vergangenen Jahr habe der potenzielle Beitrag der Windenergie zur Stromerzeugung 3,5 Prozent betragen. In Niedersachsen lag dieser Wert bereits bei fast 10 Prozent.
Fester Bestandteil des deutschen Energieversorungssstems
„Die Windkraft etabliert sich immer mehr zu einem festen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems“, sagte Ahmels. Bis 2004 könnten allein an Land noch Windräder mit einer Leistung von 5000 Megawatt installiert werden. Hinzu kämen hoch leistungsfähige Off-Shore-Anlage auf See.
Deutschland habe schon 2001 nach vorsichtigen Schätzungen 50 Prozent des weltweiten Zubaus an Windkraftanlagen bestritten. In der Branche seien in Deutschland inzwischen 35 000 Menschen beschäftigt, knapp ein Fünftel davon sei im vergangenen Jahr eingestellt worden, sagte Hans Joachim Ziesig, Energieexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Den Branchenumsatz gab der WindEnergie-Verband für 2001 mit rund 3,5 Milliarden Euro an.
Warnung vor zu großer Euphorie
Der Präsident des Deutschen NatzurschutzRing (DNR), Hubert Weinzierl, warnte jedoch vor allzu großer Euphorie. „Für Windkraftanlagen darf es allerdings keinen Freifahrschein geben. Wir brauchen natur- und umweltschutzverträgliche Standorte“, sagte er.
Der bevorstehende Off-Shore-Boom müsse von einer integrierten Raumplanung für den gesamten deutschen Teil von Nord- und Ostsee begleitet werden.
(sueddeutsche.de/ dpa)