Boarder
26.01.2002, 14:02
bestimmt noch ein ganzes Stück weit, aber der Mensch kommt immer näher.
Forschung mit Embryonen in Frage gestellt
Meilenstein in Stammzellenforschung
US-Forscher haben bestimmte Gruppen von adulten Stammzellen aus dem Knochenmark gefunden, die sich in alle möglichen Zelltypen verwandeln können. Bisher schienen dazu nur embryonale Stammzellen in der Lage zu sein. Bestätigen sich die Ergebnisse, könnten die körpereigenen Zellen eines Tages maßgeschneidertes Ersatzgewebe und vielleicht sogar Organe liefern und die Medizin könnte möglicherweise ganz auf embryonale Stammzellen verzichten.
Foto-Show - Hitzige Stammzellen-Debatte
Die endlose Zellteilung
Die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" berichtet von den Versuchen eines Teams um Catherine Verfaillie an der Universität von Minnesota in Minneapolis. Bereits seit zwei Jahren kultiviert die Forscherin mehrere Zelllinien so genannter multipotenter adulter Vorläuferzellen (MAPC). Alle bisher untersuchten adulten Stammzelltypen haben nur eine begrenzte Lebensdauer, während sich embryonale Stammzellen nahezu endlos teilen. Das Team um Verfaillie will beweisen, dass sich MAPCs zu einer Reihe anderer Gewebetypen, Muskeln, Knorpel und Knochen umwandeln lassen.
Ergebnisse harren der Prüfung
Der Stammzellexperte John Gearhart von der Johns Hopkins Universität in Baltimore sagte, dass mehrere US-Laboratorien seit Jahren mit MAPC-Zellen von Mäusen und Ratten arbeiten. Er kritisierte, dass die jetzt gewonnenen Ergebnisse noch nicht von unabhängiger Seite überprüft seien.
Neue Impulse für kontroverse Debatte
Erfüllen sich die Hoffnungen der Forscher, könnte die momentan in Deutschland geführte Diskussion über die Verwendung von embryonalen Stammzellen neue Impulse erhalten. Da die Herstellung solcher Zellen in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten ist, wollen deutsche Forscher sie aus dem Ausland beziehen. Am 30. Januar entscheidet der deutsche Bundestag über die Zulässigkeit dieses ethisch strittigen Vorhabens.
Der Bonner Stammzellenforscher Otmar Wiestler sprach sich im T-Online Chat für einen Import aus. Er glaubt, dass es noch zu früh ist, konkrete Erwartungen an adulte Stammzellen zu knüpfen.
Tschau Boarder
Forschung mit Embryonen in Frage gestellt
Meilenstein in Stammzellenforschung
US-Forscher haben bestimmte Gruppen von adulten Stammzellen aus dem Knochenmark gefunden, die sich in alle möglichen Zelltypen verwandeln können. Bisher schienen dazu nur embryonale Stammzellen in der Lage zu sein. Bestätigen sich die Ergebnisse, könnten die körpereigenen Zellen eines Tages maßgeschneidertes Ersatzgewebe und vielleicht sogar Organe liefern und die Medizin könnte möglicherweise ganz auf embryonale Stammzellen verzichten.
Foto-Show - Hitzige Stammzellen-Debatte
Die endlose Zellteilung
Die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" berichtet von den Versuchen eines Teams um Catherine Verfaillie an der Universität von Minnesota in Minneapolis. Bereits seit zwei Jahren kultiviert die Forscherin mehrere Zelllinien so genannter multipotenter adulter Vorläuferzellen (MAPC). Alle bisher untersuchten adulten Stammzelltypen haben nur eine begrenzte Lebensdauer, während sich embryonale Stammzellen nahezu endlos teilen. Das Team um Verfaillie will beweisen, dass sich MAPCs zu einer Reihe anderer Gewebetypen, Muskeln, Knorpel und Knochen umwandeln lassen.
Ergebnisse harren der Prüfung
Der Stammzellexperte John Gearhart von der Johns Hopkins Universität in Baltimore sagte, dass mehrere US-Laboratorien seit Jahren mit MAPC-Zellen von Mäusen und Ratten arbeiten. Er kritisierte, dass die jetzt gewonnenen Ergebnisse noch nicht von unabhängiger Seite überprüft seien.
Neue Impulse für kontroverse Debatte
Erfüllen sich die Hoffnungen der Forscher, könnte die momentan in Deutschland geführte Diskussion über die Verwendung von embryonalen Stammzellen neue Impulse erhalten. Da die Herstellung solcher Zellen in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten ist, wollen deutsche Forscher sie aus dem Ausland beziehen. Am 30. Januar entscheidet der deutsche Bundestag über die Zulässigkeit dieses ethisch strittigen Vorhabens.
Der Bonner Stammzellenforscher Otmar Wiestler sprach sich im T-Online Chat für einen Import aus. Er glaubt, dass es noch zu früh ist, konkrete Erwartungen an adulte Stammzellen zu knüpfen.
Tschau Boarder