Vollständige Version anzeigen : Ist US-Präsident Bush der A.H. der Neuzeit?
germanasti
01.02.2002, 09:23
ftd.de, Fr, 1.2.2002, 7:51
Schröder und Bush demonstrieren Harmonie
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Vereinigten Staaten dauerhaftes Engagement in Afghanistan zugesichert. Deutschland könne einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der nationalen Polizei leisten.
http://www.ftd.de/pw/in/FTDXD9FM5XC.html?nv=cd-divnews
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& Deutschland stellt die Schlächer :mad:
Germa:) mal wieder " leicht" provokativ und mit herausfordernd lauten Thesen. :hihi Kommt sonst ja keiner.
Glaubst Du denn, es kommt keine gute und sachlich-engagierte Diskussion auf einem gewissen Niveau zustande, wenn Du nicht vorher das Klima abstrus kräftig aufheizt? Das weißt Du doch sicher, Emotionen legen gewisse Teile des Hirns frei und andere wieder völlig lahm :(. Daher, ist diese Methode selten das geeignete Tool, um eine wirklich wertvolle und karätige Diskussion los zu treten. Meine ich, just mein 1 Cent. :)
Die Aufgabe finde ich nicht schlecht für ein Land, das dermaßen extrem in Gangs und feindliche "Fürstentümetr" gespalten ist. Das eben ist eine extrem wichtige Voraussetzung, dem Land g e g e n die allgegenwärtigen Schlächter die alles entscheidednde dringend erforderliche Infrastruktur zu geben.
Ansonsten, ich bleibe gegenüber Bush mehr als reserviert. Eine solche Persönlichkeit mit mitunter populistisch kreidiger Stimme an der Spitze einer Weltmacht, d e r Weltmacht......... könnte bestimmt dunkle Instinkte der Amis weiter wecken.
Gruß
KA:)
germanasti
01.02.2002, 11:53
KA:
Reserviert?
Bush ist eine Bedrohung für jeden einzelnen für uns. :(
Trotzdem werden wir nichts daran ändern können. Leider!
Herr Bush macht mir weniger Sorgen, als der Rest der Welt.
Alles steht untätig herum, die Kaninchen blicken wie gebannt auf die Schlange.
Der Euro stinkt ab, die EZB und die nationalen Notenbanken tun gar nichts. Was das für psychologische Auswirkungen auf die Euroländer hat, mag ich mir gar nicht ausmalen.
Ist schon eine harte Ansage ein solcher Vergleich.....:D :D
Für meinen Geschmack sogar ein wenig zu hart, denn dann müste der Rest der Welt mit den "Nichtwissenden" verglichen werden.
Es gibt sicherlich Argumente die dafür und dagegen sprechen, allerdings halte ich der derzeitigen am. Regierung zu gute, das man es so ziemlich als erste Regierung der Welt überhaubt geschafft hat, im sogenannten Krieg gegen den Terrorismus etliche Länder, Kulturen und Religionen unter einen Hut zu kriegen!
Was allerdings jetzt daraus wird, wird sich noch zeigen müssen und ich hoffe einfach mal, das nicht nur auf Seiten Amerikas die Vernunft überwiegt, sondern es auch auf den Seiten der anderen Teilnehmer der "Front gegen Terror" genutzt wird, um ein wenig was positives daraus zu holen, was nicht mit Krieg zu tun hat.
Matze
Ich gestatte mir eine Gegenfrage : Ist Sadam Hussein die M.T. dieses Jahrhunderts ?
Perry
Oh, Perry, Deine Frage gefällt mir ! :lach
Ich halte mich mit Kommentaren trotzdem zurück...,
da ich der Ansicht bin, dass sich viel zu viel Abschaum
auf diesem Planeten rumtreibt und ich mit dieser
ziemlich krassen Einstellung überall anecke...
Lisa
PreMillionaire
01.02.2002, 17:46
Bush mit A.H. zu vergleichen halte ich schon für ein starkes Stück. Ich bin gewiß kein Bush-Anhänger, weiß auch, daß er quasi einen fundamentalistischen Krieg führt, aber während Hitler nicht mal den Versuch unternahm, seinen Vernichtungsfeldzug einen demokratischen Anstrich zu verpassen, so fußt die Mehrheit des Tuns von Bush doch auf eine demokratische Legitimation.
PreMillionaire:)
In dieser Wunde lege ich den Finger!
Was versteht man unter einer demokratischen Legitimation? Hierunter verstehe ich eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung für den Staatsführenden. Die Zustimmung findet durch eine Wahl statt. Wenn man sich nun einmal die Wahlbeteiligungen ansieht kann man nicht von einer demokratischen Legitimation sprechen. Die Wahlbeteiligung liegt teilweise unter 50 % der "Wahlberechtigten" (hierbei findet ja auch schon eine Selektion statt, die auf reine Willkür beruht) in den USA bzw. hat bei der Bilung einer Koalition (jetzt auch mal auf Deutschland bezogen) keinen 50%igen Zuspruch innerhalb der Bevölkerung. Gradlinig interpretiert kann man eher von Minderheitsregierungen sprechen als von einer mehrheitlichen Legitimierung. Nun kann man argumentieren, dass mit einer Demokratie das Recht auf freie Wahl gemeint ist. Das reicht nach meiner Meinung bei Weitem nicht aus, da Nichtwähler zu einem erheblichen Teil Politikverdrossenheit (also Resignation in der sog. Demokratie oder besser "das Nichtvorhandensein der demokratischen Macht innerhalb der Demokratie") als Grund für ihr Verhaltens angeben. Dies zielt auch zu einem erheblichen Teil auf die demokratischen Organe ab.
Sascha
PreMillionaire
01.02.2002, 18:42
Eine demokratische Legitimation sehe ich nicht als Einverständnis der Bevölkerung eines Landes, sondern das Einverständnis der Staatengemeinschaft.
PreMillionaire:)
Aber auch diese besteht letztendlich aus der Zustimmung der einzelnen Individuen. Demokratie bedeutet Volksherrschaft, also dass alle Macht vom Volke ausgeht. Dies beinhaltet schlussendlich eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung. Und dies trifft für keine gewhählte Regierung in irgendeinem Land zu. Gerade in den USA ist die Staatengemeinschaft als demokratisches Legitimationsorgan des "Oberhauptes" ja eben nicht gegeben, da der Präsident direkt vom Volke gewählt wird.
Das Word "Demokratie" wird mir einfach viel zu salopp verwendet in dem gewöhlichen Sprachgebrauch. Man sollte ernsthafter diesen Begriff hinterfragen, als dass ein Land sofort als "demokratisch" betitelt wird.
Sascha
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