PDA

Vollständige Version anzeigen : Und es kommt NOCH fürchterlicher...


sharky
06.02.2002, 18:56
Wer "eins" und "eins" zusammenzählen kann, sollte ahnen, wohin die Reise geht:

Amerikas Unternehmen weitgehend bis unter das Dach verschuldet.
Die Zinsen schon wieder im Steigflug - wenn auch langsam.

Das werden die Unternehmen nur aushalten, wenn die Nachfrage "dramatisch" steigt.

Die Banken und sonstigen Finanzdienstleister wollen uns weismachen, daß jetzt endlich die Erholung in Gange kommt.

Nix kommt in Gange - weil alles schon da ist.

Bauindustrie - am Boden
Autoindustrie - noch tiefer am Boden
Telekomindustrie - erst recht am Boden und hochgradig verschuldet
Chipindustrie - kein großer Bedarf
Pharma - zu teuer
Biotech - zu teuer und zu unsicher
Konsumindustrie - alles schon da
Stahlindustrie - zu viel da

Kann mir 'mal einer erklären, wo DA der Aufschwung herkommen soll, der ständig von irgendwelchen Analysten-Nieten herbeigeflötet wird?

Der "Hai"

germanasti
06.02.2002, 19:44
Guten Abend :D

sharky
06.02.2002, 22:15
Schönes board hier - um Universen besser, als Platow.

Lieben Dank für Deinen Hinweis.

Der "Hai"

sabbel
07.02.2002, 19:48
...und schon sind sie da;)

tach:cool:

ChartTec
07.02.2002, 20:02
Tja, wo soll der Aufschwung denn herkommen, wenn bereits alles am Boden liegt?

Tja, wo sollte denn z.B. 2000 auch ein Konjunktureinbruch herkommen, wo doch alle Branchen so toll liefen...

sharky
08.02.2002, 01:58
@Charttec

Verrate mir doch 'mal, wer das alles noch kaufen soll.

Also, außer was zu futtern (grins) und hin und wieder ein paar Klamotten, sowie den einen oder anderen "Ersatzbedarf" braucht der "Hai" nix.

Lifestyle gelegentlich mal.

Aber:

Auto?
Kühlschrank?
Waschmaschine?
DVD-Player?
Handy?
Küche?
Badezimmer?
Laptop?
Drucker?
etc., etc.

Alles schon da - dürfte bei den meisten Anderen genauso sein.

Und jetzt kommt noch eine interessante Überlegung hinzu:

Die Amis rühmen sich, ihre Produktivität gesteigert zu haben.

Was im Klartext bedeutet:

Noch mehr Ware produzieren mit noch weniger Leuten.

Und wohin jetzt mit dem ganzen Plunder?

Wo doch alles schon da ist.

Und auch nicht etwa ein "Baby-Boom" bevorsteht, der noch einmal zu einer verstärkten Nachfrage führen könnte. Nix davon in Sicht.

Würde mich nicht wundern, wenn wir in eine ätzend lange Seitwärtsbewegung hineingeraten, die noch zu dramatischen Kursstürzen führen kann, wenn die Zinsen wieder steigen.

Nun ja.

KA111
08.02.2002, 02:20
Nette Sachen schreibst Du da, sharky:), auch über dieses Board. :D

Drum Dir ein extra herzliches Willkommen an Board. Ein Hai in unseren Reihen, das hatten wir noch nicht. War überfällig.:D


Die US-Bond-Zinsen werden steigen, denk ich doch. Da sorgt Bush schon dafür - mit einem Defizit produzierenden Konjunkturprogramm, das zunächst einmal so kläglich abgeblitzt ist. :D Bei all der Verunsicherung ist es eben schwieriger, an anderer Leute Geld zu kommen, um die eigenen Löcher zu stopfen. Das kostet Risiko-Prämie.
Wie auch immer, ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, ein Loch.

Nur vor einem sollte man sich hüten. In einem strammen Massen-Chor von Konjunktur-Pessimisten mitzusingen, wenn alles bereits leidenschaftlich mitbrüllt, was die fiepsende Lunge nur so hergibt. ( Ich denke, so weit ist es aber noch nicht . Grins.)

Insoweit hat Charttec:) so Unrecht nicht.

Timing und Sentiments ist eben alles. :)

Gruß
KA:)

Silke
08.02.2002, 07:56
@Charttec,

Deine kurze prägnante Aussage - trifft den Nagel uffn Kopf :D !

@Sharky,

Nur mal kurz zu Deinen Luxuxgütern: All diese Dinge braucht man immer.

Denn die Produktion ist alles andere als Qualität.

Hab mir mal einen Jux gemacht und sämtl. elektrogeräte in meinem Haushalt aufgeschrieben...und zwar nach Nutzungsdauer.

Die Geräte die ich vor 1-3 Jahren angeschafft hatte, waren alle schonmal kaputt. Oftmals in der Garantiezeit - oftmals genug aber auch außerhalb der Garantiezeit :mad:

Was ich damit sagen möchte. Die Industrie hat bei Ihrer Produktion schon vorgebeugt, dass die Nachfrage nicht zum Stagnieren kommt.

Billig produziert - billige Platinen und Chips.....und schon muß Verbraucher nachkaufen.

Das Baugewerbe kann schneller einen Rebound hinlegen als man bis 10 zählen kann...das geht mal wieder ratz fatz!

Also immer schön Obacht

:D
silke

ChartTec
08.02.2002, 09:53
@sharky:

also ich werde mir dieses Jahr vermutlich ein neues Auto brauchen, die alte Karre hat schon fast 60.000 km! Die Microwelle meiner Freundin habe ich am Samstag aus Versehen kaputtgemacht, mein Notebook mußte ich gerade einschicken, weil die Hauptplatine einen Stromschlag abbekommen hat und den Sommerurlaub muß ich auch noch planen.
Außerdem brauche ich unbedingt das neue Siemens Handy mit der eingebauten Freisprecheinrichtung und die alten PC müssen weg, da ich komplett auf Windows XP umsteigen werde.

Und da es uns in Deutschland aktuell so dreckig geht, fahren hier bei Aldi immer mehr BMW und Mercedes vor, weil wir doch alle unsere Lebenshaltungskosten senken müssen.

P.S.: die DRAM - Preise steigen! *ggg*

Patrick
08.02.2002, 10:00
herzlich willkommen sharky,

kleine anmerkung zu Deinem posting:

"Die Zinsen im Steigflug - wenn auch langsam"

Der ist nicht schlecht...da fällt mir ein schönes Essay ein.... KA111 hat sicherlich den Verfasser parat.... so ähnlich wie Ruth Maria Kubischek? :D

Dunkel war´s, der Mond schien helle,
als langsam, blitzeschnelle.... :)


Sollte die US-Wirtschaft nicht in Gang kommen, wird Alan die Zinsen nicht im
Steigflug erhöhen....


Gruß
P.

Silke
08.02.2002, 10:52
Eine Seite die im wöchentl. Fundamentalresearch nicht fehlen darf ist:


www.guenstiger.de

Gerade wenn man Konsumtitel auf der Watchliste hat - kann man hier sehr gut Stimmungen einfangen, da es zu allen Produkten Charts gibt.

;)
silke

Silke
08.02.2002, 10:55
@charttec,

meinst Du etwa die Entwicklung??? ;)

germanasti
08.02.2002, 12:06
Sharky hat genauso recht wie auch Silke und Charttec.

Die Leute haben 2 Jahre gehungert und werden nun dementsprechend neue Investitionen tätigen. Dies wird, ob der niedrigen Zinsen, im Steilflug vollzogen werden, eben in Form des stärksten Wirtschaftsaufschwungs der letzten Jahrzehnte. & wenn alle versorgt sind geht es wieder down, denn neue Innovationen wie z.B. Internets fehlen.

Oder hat jemand von euch auch nur ansatzweise im Frühjahr 2000 gedacht das wir Ende 2001 eine noch nie dagewesene Pleitewelle erleben und der Nasdaq nur noch knapp über 1000 P. steht? Eben! & genauso unvorstellbar ist momentan noch die Wletwirtschaftskrise, die aber kommen wird.



KA:

Du weisst, Haie können beissen.
Vor allem wenn es um Erbsenzählerei und britische Lebensversicherungen geht :hihi

ChartTec
08.02.2002, 13:30
Noch mal im Ernst: die Investitionen / Ersatzinvestitionen z.B. im Bereich der EDV werden demnächst wieder kommen. Durch die massive Umstellung der Systeme Ende 1999 werden neue Systeme / Ersatzinvestitionen erst wieder Anfang / Mitte 2002 zum Tragen kommen. Unsere EDV z.B. ordert gerade aktuell wieder 70 PC als Ersatz für Systeme, die Anfang 1999 angeschafft wurden. Auch bei uns die erste größere Ersatzinvestition seit 2000!



P.S.: Schade, daß ich das Gesicht von germanasti nie sehen werde, wenn er mit ein paar Milligramm Goldstaub (Eine Unze = US$ 5.000) zu Fuß (DCX, Porsche, BMW, VW, Shell, Exxon, Esso alle Pleite) 15 Kilometer zum nächsten Bauernhof (Karstadt, Metro alle Pleite) läuft um dort sein Schnitzel zu kaufen. Wohlgemerkt: die Weltwirtschaftskrise wird ja viel schlimmer als 1929! Und nur der Nikkei läuft auf über 30.000 Punkte.

Silke
08.02.2002, 13:53
Hey Charttec,

Du kannst ja richtig humorvoll sein ......;) !

so lieb ich das :rolleyes:
silke

sharky
09.02.2002, 00:39
... Vorsicht !

Der "Hai" ist äußerst bissig.

Deswegen haben sie ihn auch bei Platow "harpuniert" - grins.

Nun ja, bei der schwachen Vorstellung von Roger Peeters heute abend im n-tv-call...

@ChartTec

Du scheinst ja der reinste Pechvogel zu sein, wenn man so liest, was Dir alles kaputt geht. Ebenso "Silke" - dann paßt Ihr ja gut zusammen - hihi.

Ich bleibe bei meinen "Grundsatzüberlegungen".

Alles schon da.

Nur noch "Ersatzbedarf" und Lifestyle-Konsum.

Und wo ich gerade beim Ersatzbedarf bin:

Die "Audis" - Alu-Karossen - praktisch nicht totzukriegen.

Insbesondere nicht die 6-Zylinder - die können überhaupt nicht kaputtgehen - es sei denn, man schaltet bei Tempo 120 'mal probehalber in den 1. Gang - grins.

Noch so ein Thema: Gewährleistungsrecht.

Es war mir doch so, daß da eine gewisse Verlängerung eingetreten ist - mit der Herstellergarantie.

Tja, ein äußerst weites Feld.

Da hat "sharky" schon ganze Romane zu geschrieben.

"sharky" nennt sich "Strukturdenker" und überlegt dauernd, was als nächstes so gehen könnte.

Dazu gehört die Umorganisation des Mittelstreckenverkehrs.

Durch den Einsatz des "Trara" (Transrapid) - den den Flachnieten von Politikern nun endlich auch in Deutschland bauen werden.

Nachdem erst die schlauen Chinesen "ja" sagen mußten, bis das hier auch 'mal einer gemerkt hat, von den ganzen Dünnbrettbohrern.

In DER Technologie steckt die Zukunft.

Weil:

Von Hamburg, wo "sharky" wohnt, nach Rom in 3 Stunden - Flieger? - überflüssig.
Von Hamburg nach Berlin in 20 Minuten - Flieger? - überflüssig
Von Hamburg nach Moskau - äh, weiß ich nicht so genau - Flieger? - überflüssig.
Von Hamburg nach Paris - 3 Stunden - Flieger? - überflüssig
etc.

HIER spielt demnächst die Musi.

ALLES andere ist bereits da und schon wieder tot.

Deswegen "Trara-Aktien" in's Visier nehmen:

Siemens und ThyssenKrupp - das werden die Microsofts der nächsten 10 Jahre.

Nun ja.

Trüffelschwein
09.02.2002, 02:28
Naja, wenn ich schon wieder mitkriege, wie die Anti-Transrapid-Bürgerinitiativen wie Pilze aus dem Boden schießen....

Gegen Flugzeuge kann man sich eben nicht so gut wehren.

Zum Thema Politiker: Wenn man sieht, wieviel ein Spitzenpolitiker im Verhältnis zu einem Spitzenmanager verdient, braucht man sich nicht zu wundern, daß die Spitzentalente lieber in die Wirtschaft gehen.

Mich beschleicht immer wieder der Verdacht, daß Menschen, die ihre Umgebung mit Schimpfwörtern (z.B. Flachniete) überziehen, ein ziemlich großes Problem mit sich selber haben.

Ciao, Trüffelschwein

4604
09.02.2002, 09:29
apropos boden

ge mkt. cap. 370 mia.
ibm " 180 mia.
msft " 326 mia.
intc " 218 mia.


total 1094 mia.


schönen sonntag noch :rolleyes:

Silke
09.02.2002, 12:11
@4604

was willst Du uns mit der Marktkap. mitteilen????

wenn dann schon ein KGV als Bewertungsmaßstab ranführen - aber bitte nicht einfach nur ein Marktkap. - wir sind hier an der Börse ;) !

z.bsp. macht GE ein Jahresumsatz von rund 125 Mrd. und das gerade mal 3% weniger als das Jahr zuvor. Dazu einrechnen muß man den unglücklichen Zwischenfall des WTC wonach die Sparte Aircraft einbußen hinnehmen mußte. Dafür im Gesamtumsatz gerade mal läppische 3% find ich garnet mal so schlecht :D !

Also wird GE beispielsweise mit dem knapp 2,6 fachen Buchwert an der Börse gehandelt.

Wenn nicht gerade wieder so ein Desaster dazwischenkommt - kann man zumindest für 2002 von einem Wachstum ausgehen!

see you
silke

sharky
09.02.2002, 13:09
Ein Pessimist sieht, wieviel Zeit schon abgelaufen ist,
ein Optimist sieht, wieviel Zeit er noch hat.

Grins.

Und nun übertrag' das 'mal auf die Industrie.

Für den Anfang folgende Überlegung:

Wieviel Öl haben wir noch?
Wielange wird das wohl noch reichen?
Wielange "braucht" Öl, bis es von der Natur wiederhergestellt wurde?
Wo ist Öl für uns unverzichtbar?
Mit welchem Ölprodukt fliegen die Flieger?
Müssen die unbedingt von Acker zu Acker fliegen?
Welche Flüge sind unverzichtbar?

Aus Hamburg ein dreifach donnerndes:

Hummel, Alaaf und Helau in die Jeckenmetropolen.

4604
09.02.2002, 13:26
silke

umsatz interssiert mich nicht,für mich absolut nichtssagend
also wenn schon gewinn.

germanasti
09.02.2002, 14:24
Silke:

Naja, wenn das Kreditbubble mal platzt, dann wird GE eine der grössten Fackeln sein die brennt. Noch hat die Baisse gar nicht richtig begonnen.

Trotzdem kann es kurzfristig nach oben rennen ohne Ende. Aktien unterbewertet, wenn man die seit Dezember laufende Wirtschaftserholung auf Sicht von einem Jahr fortsetzt & dies wird die Börse einpreisen, da die zukunft gehandelt wird.

ChartTec
09.02.2002, 14:26
@sharky:

"Wieviel Öl haben wir noch?
Wielange wird das wohl noch reichen?
Wielange "braucht" Öl, bis es von der Natur wiederhergestellt wurde?
Wo ist Öl für uns unverzichtbar?
Mit welchem Ölprodukt fliegen die Flieger?
Müssen die unbedingt von Acker zu Acker fliegen?
Welche Flüge sind unverzichtbar?"


Seit 1970 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1940
Seit 1980 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1950
Seit 1990 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1960
Seit 2000 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1970
Ab 2010 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1980
Ab 2020 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagte man 1990
Ab 2030 gibt es weltweit keinen Tropfen Öl mehr, sagt man heute...

Wir haben immer so viel Öl, wie wir gerade brauchen! Die Amis z.B. kaufen Öl im Mittleren Osten und lassen die eigenen Fördermengen in den USA reduzieren. In der deutschen Lüneburger Heide wird nicht mehr gefördert, weil es ein Naturschutzgebiet ist, in der Nordsee wird relaiv wenig gefördert, weil das Öl aus dem mittleren Osten billiger ist.

Und der Transrapit wird sich in Deutschland(!) nicht durchsetzen, weil ganz Deutschland eine einzige landwirtschaftliche Fläche / ein Naturschutzgebiet werden soll, wenn es nach gewissen Politikern gehen soll...
Und die gleichen Politiker lassen übrigens lieber ÖL durch Kraftwerke verstromen als Uran, nur so am Rande!

Silke
09.02.2002, 16:15
...und der Ami erschließt gerade durch seine weltpolizeilichen Rechte neue Gebiete mit reichl. Naturschätzen.



Und wenn schon 2030 ....so ist bis dorthin noch ein langer langer weg. Früher dachte man auch Compis und Handys sind Märchen ......oder Instrumente besser "Priviligierter" ......Heute ist 2000 und man wird eines besseren belehrt.

@4604,

sollen wir wieder alle zurück zum Postsparbuch???? Wenn ich diesen extremen Pessimismus hier im board lese - muß ich mir ehrlich diese Frage stellen. ...äh...ich natürlich nicht ....aber andere ;) !

see you
silke

4604
09.02.2002, 17:24
verdammt jetzt hats mir schon wieder nen beitrag verschluckt,schon der 2:gomad

silke

hab jetzt keine lusst den ganzen beitrag nochmas zu schreiben,fasse mich kurz.

pessimismus ist relativ,es gibt an der börse immer aktien die steigen,z.b goldminen liefen seit 00 herrvorragend und auch andere sektoren,hingegen schmirrte der techsektor total ab,was im diesem sektor abging glich schon fasst 1929.

habe nichts gegen ge,setzt sich das wachstum konstant fort ist hier nicht viel zu befürchten,sollte allerdings hier ein staubkorn ins getriebe geraten könnte es verdammt eng werden was die bewertung anbelangt.

sehe bei ge deutlich mer risiken als chancen.

schönen sonntag noch :)

Matze
09.02.2002, 17:37
jupp, der ganze Server hatte sich gerade verschluckt :confused:, wurde aber asap behoben ;)

Matze

germanasti
09.02.2002, 19:42
4604:

Hier verschluckt es auch Beiträge? :eek:

4604
09.02.2002, 23:58
germa

ja:rolleyes:

schon der 2,ist mir aber trotzdem sympatischer als W:O

sharky
10.02.2002, 00:52
Also kann noch einmal zu dem Öl...

hol Dir schon 'mal 'n Bier - "sharky" schreibt wieder einmal eine Geschichte.

Öl ist bekanntlich ein Energieträger - den es nicht grenzenlos gibt.

Zu erleben war das schon mit der Steinkohle.

Wenn da so ein Pütt vor sich her förderte, dann kamen eines Tages die "Hauer" aus dem Gewerk und vermeldeten, daß nun nicht mehr viel zu holen sei, in den Flözen.

Und dann wurde die Zeche zugemacht.

"sharky" ist zwar gelernter Anwalt und Vermögensspezialist - aber solche Naturdinge haben ihn immer interessiert.

Tja, und nun zum Öl.

Öl hat eine günstige Eigenschaft.

Wenn man eine "Quelle" anbohrte, kam es von ganz alleine.

Man mußte auf das Bohrloch nur noch ein Druckventil setzen, und dann floß der Saft.

Nun ist aber der Saft nicht grenzenlos vorhanden - weil jeder Saft irgendwann "alle" ist.

Und weiter ist es so, daß schon reichlich Ölfelder keinen ausreichenden Druck mehr haben, damit das Öl von alleine kommt.

Nach einer "Geheimstudie", die ich 'mal in irgendeiner Wissenschaftszeitung gelesen habe, sollen diverse Ölfelder deswegen schon vor dem "Aus" stehen.

Angeblich einer der Gründe, warum die OPEC die Förderquoten nicht erhöht - weil sie es nämlich gar nicht mehr können.

Weil der Druck in den Ölfeldern nicht mehr reicht, damit das Öl von alleine kommt.

Nun könnte man auf die Idee kommen, daß Öl in der Tiefe abzuholen - so wie die Kohle. Die kam schließlich auch nicht von alleine hoch.

Das geht aber beim Öl nicht.

Also werden demnächst mächtig viele Felder geschlossen werden.

Weil ja der Druck nicht mehr reicht, damit das Öl von alleine kommt.

Übrigens einer der Hauptgründe dafür, warum in Norddeutschland die Ölförderung nicht mehr so recht in Gange kam.

Nix mit Naturschutz - der Druck war zu gering - da kam nix mehr.

Also zugemacht. - Wie die Zechen.

So weit, so gut.

Nun gibt es außer Euro-Land und Ami-Land auch noch Afri-Land und China-Land.

Und besonders in China-Land bahnt sich eine industrielle Revolution an.

Dank moderner Kommunikationstechniken haben die Chinesen nämlich nun auch gemerkt, wie süß das Kapitalistenleben sein kann.

Ursache hierfür war der von "sharky" begriffsmäßig erfundene "HongSchang-Effekt".

Tja, und wieviele Chinesen gibt es wohl?

Und die wollen AUCH alle so leben wie wir.

Und wieviel Energie brauchen die wohl, so pro Einwohner?

Damit sie so leben können, wie wir.

Soviel für heute - muß jetzt Heia machen.

Liebe Grüße

sharky
15.02.2002, 22:04
Ich kann ja nix dafür.

Aber der "Hai" hat "hailiche" Instinkte. - Und nun ist es fröhlich weiter in den Keller gerauscht.

Und es wird NOCH MEHR rauschen - im Börsenwald.

Nun ja.

4604
16.02.2002, 19:49
hab noch so nen hübschen boden enteckt

csco,mkt.cap.125 mia.

machen z.zt, kaum noch gewinne,wachstum total eingebrochen.

bewertung jenseits von gut und böse

fazit:da tickt ne zeitbombe.

:hihi :hihi

Loplop
17.02.2002, 14:02
Hallo sharky et al.,

Es stimmt schon, dass Öl-Felder dicht gemacht werden, weil der Druck nicht mehr ausreicht, aber Öl ist dort schon noch vorhanden. Nur es lohnt sich eben nicht mehr dieses Öl zu fördern. Man kann mit verschiedensten Chemikalien, Einpressen von Gas, heissem Dampf etc. das Öl noch aus dem Gestein "waschen" ("Enhanced Oil Recovery" ). Nur ist dies bei dem momentanen Ölpreis zum Teil nicht rentabel. Der momentane Ausbeutefaktor der großen Ölfelder liegt momentan bei durchschnittlich ca. 40% (von 5 bis 80%), dass heisst, das dort schon noch eine ganze Menge Öl liegt.

Die weltweiten Öl-Reserven sind so gross, wie es Öl gibt, welches sich wirtschaftlich abbauen lässt. Steigt der Öl-Preis, steigen die Reserven und umgekehrt.

Das heisst für die OPEC, dass sie den Preis auch nicht zu hoch schrauben darf.
Zum einen würde sie den Öl-Konsum gefährden von dem sie abhängt, zum anderen würde es sich sonst plötzlich lohnen aus anderen Quellen Öl zu fördern oder ganz auf andere Energieträger umzusteigen - Es ist z.B. möglich aus Schiefer, Sand und Teer Öl zu gewinnen, allerdings ist das momentan erst ab ca 40 bis 50$ pro Barrel ökonomisch sinnvoll. Sogar Ansätze aus Plastik und ähnlichem Öl herzustellen gibt es, die aber einen noch viel höheren Ölpreis erforderten.
Und mit 1,5$ pro Barrel Explorationskosten am persischen Golf bleibt für die Saudis trotzdem noch genug übrig. Warum dann das Risiko eingehen den Rest der Welt wie in der Ölkriese auf die Problematik aufmerksam zu machen? Also fördert die OPEC gerad soviel wie nötig ist um den Preis entsprechend hoch zu halten und so zu verdiehnen, aber auch nicht so wenig um neue 'Anbieter' anzulocken und Alternativen eine Chance zu geben. Warum sich den eigenen Markt mit Dumping-Öl kaputt machen und sich selbst ausbeuten? - Die sind schon clever!

Allerdings, die Ressourcen (gesamtes vorhandenes Öl, das momentan noch nicht entdeckt, nicht mit heutiger Technik förderbar oder unrentabel ist) sind endlich, da stimme ich sharky zu. Nur sind diese Ressourcen wesentlich größer als die momentanen Reserven, so dass wir den letzten Tropfen Öl wahrscheinlich nicht erleben werden.
Nach einer Statistik der Bundesanstallt für Geowissenschaften sind zur Zeit von dem gesamten auf der Erde vorkommenden Öl
16% konventionelle Erdölreserven,
8% konventionelle Erdölressourcen,
13% nicht konventionelle Erdölreserven
und 63% nicht konventionelle Erdölressourcen.
Nicht konventionell heißt dabei in Form von Schweröl, Schiefer, Ölsand usw.. Diese Vorkommen müßten teilweise mit Bergbaumethoden gewonnen werden und sprudeln nicht so schön wie die konventionellen.
D.h. aber, es liegt da noch verdammt viel im Boden. - nur zu welchen Preisen?

Bei den Weltreserven (den 16 + 8%) jedoch, und das sind die, die mittelfristig sicherlich ausschlaggebend seien werden, liegen je nach Quelle 65 bis 90% im Nahen Osten. Wenn der Westen sich also nicht bald neue Methoden zur Energie- und auch Öl-Gewinnung und -Einsparung überlegt und sich darauf einstellt, wird die OPEC wahrscheinlich schon an einem recht langen Hebel sitzen.

Ich glaube von daher nicht, dass das Öl demnächst ausgeht, was nicht heissen soll, dass es nicht deutlich teurer werden könnte, insbesondere kurzfristig.

Und was das Rauschen im Börsenwald angeht, gibt es kurz- und mittelfristig da noch größere Probleme, als ein Barrelpreis von 30$.

Grüsse und lasst die Blätter fallen :D,
Loplop

PS: also mach Dir mal keine Sorgen sharky es ist noch genug Öl da, Dir das Wasser zu verschmutzen. ;)

syracus
17.02.2002, 14:27
17.02. 13:24 ROUNDUP: Liberty Media will sich Kartellamt nicht beugen - Keine Konzessionen

ENGLEWOOD/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der amerikanische Medienkonzern Liberty
Media will sich dem Bundeskartellamt nicht beugen. Liberty
lehnt es nach wie vor ab, der Behörde im Hinblick auf den geplanten Kauf von
sechs deutschen TV-Kabelnetzen der Deutschen Telekom Konzessionen zu
machen. Damit dürfte nach Brancheneinschätzungen der Deal geplatzt sein. Die
Einwände des Kartellamtes hatte Liberty am 30. Januar erhalten. "Als Antwort
wurden keine Konzessionen offeriert", erklärte Liberty Media nach Börsenschluss
am Freitag.

Der US-Medienkonzern will der Telekom für 5,5 Milliarden Euro (10,75
Milliarden DM) rund 60 Prozent der Kabelnetze abkaufen. Das Kartellamt hatte
Liberty abgemahnt, da es eine marktbeherrschende Stellung befürchtete. Die
endgültige Entscheidung will das Kartellamt Ende des Monats treffen.

Unterdessen berichtet "Der Spiegel" (Montagausgabe), dass die Telekom
juristisch prüfen lasse, ob sie selbst - anstelle von Liberty - eine
Ministererlaubnis beantragen kann. Nur mit einer solchen Erlaubnis des
Bundeswirtschaftsministers könnte das Geschäft theoretisch auch gegen die
Einwände des Bundeskartellamts noch zu Stande kommen. Ein Sprecher der Telekom
sagte dazu auf Anfrage, sein Unternehmen kommentiere den Bericht nicht.

LIBERTY BEKRÄFTIGTE SEINE BISHERIGEN POSITIONEN

Liberty hatte in seiner Antwort auf die Vorbehalte der deutschen
Wettbewerbshüter in einer in Englewood (US-Bundesstaat Colorado)
veröffentlichten Mitteilung seine bisherigen Positionen bekräftigt. Das
Unternehmen will am Montag noch einmal in Frankfurt die Öffentlichkeit
unterrichten.

"Eine Genehmigung der geplanten Akquisition ist der wahrscheinlichste Weg,
um einen robusten Langzeitkonkurrenten im Markt für Hochgeschwindigkeits-Daten-,
-Telefon und -Videoinhalte zu etablieren", erklärte das US-Unternehmen. Liberty
wolle an seinem vorher vorgelegten Geschäfts- und Marktmodell festhalten und
stimme mit der Analyse und den Schlüssen der Abmahnung nicht überein. "Wir sind
davon überzeugt, dass unser vorgeschlagener Kauf und das von uns vorgelegte
Geschäftsmodell mehr Wettbewerb in jedem dieser Märkte bringen wird", erklärte
Liberty-Chef Robert Bennett.

MARKTBEHERRSCHENDE STELLUNG

Am Donnerstag hatte das Kartellamt außerdem bekannt gegeben, dass es sich
auch gegen den geplanten Zugriff Libertys auf das wichtige
Kabelnetz-Endkundengeschäft in Deutschland verwahren wird. Nach dem bisherigen
Stand müsse der Kauf von Telecolumbus-Töchtern verboten werden, weil er für
Liberty zu einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Kabelnetzmarkt führe.
Liberty will zusätzlich zu den Telekom- Netzen, die meist nur bis zu den
Grundstücken reichen, weitere kleinere Kabelnetzbetreiber aufkaufen, die die
Verbindung auf den letzten Metern bis zur Anschlussbuchse im Haus (Netzebene 4)
stellen. Hierzu gehört auch die Übernahme von Telecolumbus-Gesellschaften von
der Deutschen Bank.

Um die Auflagen des Kartellamts zu erfüllen und die Netze neben dem
digitalen Fernsehen auch für die Telekommunikation und den schnellen
Internetzugang zu öffnen, müsste Liberty nach Darstellung von Branchenkennern
jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro investieren./br/DP/tf/jh/

paule2
17.02.2002, 14:45
Ich möchte mal einen anderen Aspekt in die Debatte werfen.

Die Börsen stiegen seit 1983 und hatten sich bis 2000 mehr als verzehnfacht. Da die Mehrheit der Börsianer einer Minderheit angehört, man kann sie Gutverdienende nennen, kann man den Börsenhype auch als gewaltige Umverteilung von unten nach oben betrachten. Einer muss ja bezahlen, was ein anderer bekommt.

Verstärkt wurde das Ganze noch im letzten Stadium der Hausse, als eben auch Bezieher kleiner Einkommen sich vollkommen überteuerten Schrott andrehen ließen.

Inzwischen sind wir wohl soweit, daß eine weitere Umverteilung wohl soziale Unruhen nach sich ziehen dürfte ( Streiks etc. )


Wenn man sich den Zeitraum betrachtet, als die Börse fast 20 Jahre quer lief, ( 1965 bis 1983 ) dann haben wir doch die Dekade, als große Bevölkerungsschichten zu Wohlstand kamen. ( wohl auf Kosten der wohlhabenden Schichten, da die Börsen inflationsbereinigt deutlich verloren )

Ein Fünftel der Bundesbürger, bzw. ein Drittel der Amerikaner sollen heute weniger verdienen, als vor 10 Jahren.

Ist ja auch logisch, da für die irrsinnigen Vermögen Einzelner, um mal Bill Gates zu nennen, andere Vermögenseinbußen erleiden müssen.

gruss paule2

Förster
17.02.2002, 16:09
paule


das stimmt nicht!

ich muss bei gelegenheit einen artikel aus meinem ami-thread bei w o suchen.

ich stell den dann hier rein. :)

es war ein crash der reichen leute :eek: :eek: :eek:

Förster
17.02.2002, 16:33
so schnell kann es gehen, wenn man seine sachen gut sortiert hat


für paule und alle anderen

-----------------------------------

Dr. Bernd Niquet


Die Baisse der Reichen

Eigentlich haben wir es ja schon immer geahnt, doch jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß. Es gab natürlich auch vorher schon viele Indizien, wovon die Prozentrechnung das wichtigste ist. Denn es ist eine verdammt schlichte Rechnung und eine verdammt schlichte Erkenntnis:

Die jetzt erst wohl endgültig verblichene Hausse war nicht die Hausse des "kleinen Mannes". Denn dass man dann, wenn man nicht viel besitzt, gerade an der Börse reich werden kann, ist ein genauso ein Ammenmärchen wie beispielsweise die Geschichte von der schmerzlosen Geburt. Mit dem Unterschied allerdings, dass sich aus letzterem für den Versprechenden vergleichsweise deutlich weniger Profit erzielen lässt als aus ersterem ...

Eigentlich muss man dazu nur einen Blick auf die Prozentrechnung werfen: Denn um mit einem Einsatz von beispielsweise 10.000 DM zum Millionär zu werden, muss man eine Performance hinlegen, die 9.900 Prozent nicht unterschreiten darf. Wohingegen derjenige, der bereits 10 Millionen DM besitzt, nur noch einen schlappen Anstieg von 10 Prozent benötigt, um ebenfalls eine Million DM "zu machen". Man sieht also, wie fahrlässig das Versprechen "Ich mache Sie zum Millionär" selbst angesichts des Rekordstandes des Neuen Marktes im Frühjahr 2000 gewesen ist.

Zu den gleichen Ergebnissen wie die reine Logik der Prozentrechnung kommt nun auch eine neue Studie im Auftrag der US-Notenbank. Konkret: Die Kursgewinne der letzten Jahre entfielen weit überproportional auf die einkommensstärksten 20 Prozent der US-Bürger. Es war also eine Hausse der Reichen - und der Rest hat wohl weitgehend nur zugesehen beziehungsweise mit einem Taschengeld mitgespielt, jedoch keinen nennenswerten Reichtum aufgehäuft.

Die "Hausse der Reichen" damals bedeutet nun aber umgekehrt auch die "Baisse der Reichen" jetzt, was durchaus interessante Einblicke in die gegenwärtige Situation nicht nur der US-Wirtschaft erlaubt. Denn parallel zur Hausse der 90er Jahre haben wir in den USA einen dramatischen Rückgang der privaten Sparquote 8 Prozent auf derzeit minus 0,7 Prozent erlebt. Hängt nun, was durchaus plausibel ist, das Sparverhalten mit der Aktienkursentwicklung zusammen, so kann man nun daraus folgern, dass dieser Rückgang der Sparquote ebenfalls überproportional den höheren Einkommensschichten zuzuordnen ist.

Das wiederum heißt jedoch: Die Sparneigung der US-Normalbürger ist offenbar höher als die Durchschnittszahlen, von denen wir immer reden, uns zeigen. Am Konsum- und Sparverhalten des Normalbürgers ist die Hausse also spurloser vorbeigegangen als wir das befürchten mussten, weshalb auch in der Baisse die Angst vor den negativen Vermögenseffekten auf den Konsum nicht übertrieben werden sollte. Denn der Hauptteil des Konsums wird durch das verursacht, was zwar schrecklich nach Gewerkschaft und alter SPD klingt, dadurch jedoch nicht falsch wird, - nämlich durch den "Massenkonsum". Und dieser ist viel eher von der Lohnentwicklung als von den Vermögenseffekten abhängig.

Gott sei Dank sind wir also trotz vielfältiger anderer Attitüden in den Medien und in der Werbung anscheinend überall so "proletarisch" geblieben, dass jetzt sogar der Börsianer vom Mann auf der Straße das Sicherheitsnetz gespannt bekommt. Anders sieht es hingegen im Bereich der Güter aus, die nahezu ausschließlich von den hohen Einkommensschichten gekauft werden. Die Vermögenseffekte wirken also nicht wie eine Schrotflinte, sondern eher wie ein gezielter Schuss auf das, was vorher überproportional in die Höhe gestiegen ist. Eine allgemeine Bedrohung unser Wirtschafts- und Börsensituation droht also von dieser (!) Seite nicht.

Doch noch ein Wort zum Schreckensgespenst der niedrigen Sparquote in den USA: Weil sich die Höhe der Ersparnisse statistisch nicht erfassen lässt errechnet sie sich ausschließlich als Restgröße dessen, was im Inland verdient und nicht für Konsum oder Investitionen verausgabt wurde. Es gibt daher grundsätzlich zwei verschiedene Arten einer niedrigen Sparquote: Entweder, die Ersparnisse sind niedrig und die Investitionen sind es auch. Oder aber, die niedrigen Ersparnisse korrespondieren mit hohen Investitionen, wobei die Differenz aus Kapitalimporten gespeist wird. Dies führt zwar zu einer gewissen Abhängigkeit vom Ausland, doch diese ist tatsächlich nur dann tragisch, wenn sie in Fremdwährung besteht.

Innerhalb des Universums statistisch niedriger Sparleistungen leben die USA also in der besten aller Welten. Denn sie haben immerhin eine hohe Investitionsquote, welche sie sich gegen Dollarverbindlichkeiten von den Ausländern finanzieren lassen. So etwas kann sich natürlich nur das Leitwährungsland leisten, wovon die USA denn auch heftigen Gebrauch machen. Den Weltfinanzen droht damit allerdings so lange kein ernsterer Schaden, wie die USA ihre Hegmonialstellung behaupten können.

Ein viel größerer Sprengsatz als die niedrige Sparquote in den USA wäre daher ein selbstbewusster und starker Euro. Bleibt zum Schluss also nur noch die eine Frage: Ist der Euro vielleicht exakt aus diesem Grund so schwach?

Bernd Niquet

15.06.2001




http://nachrichten.boerse.de/background.php3?text=experten&person=223&archiv=1


:rolleyes:

Förster
17.02.2002, 16:34
paule


die paar kleinanleger mit ihren 5000,- DM


:rolleyes:

Loplop
17.02.2002, 16:43
Dolby

da kann ich Dir nur recht geben!
es ist nämlich eher eine umverteilung von den wohlhabenden privatpersonen, den aktionären der letzten jahre, zu den shortsellern, den banken.
allerdings auch nur relativ, denn unterm strich haben alle weniger, auch die banken und konzerne.
war das ganze alles doch nur virtuell? :confused:
bin gespannt auf deinen beitrag.

schönen sonntag,
loplop

4604
17.02.2002, 20:58
apropos reiche leute


soros hat auch ein paar eier ins gesicht bekommen.

sharky
18.02.2002, 01:05
@loppi

Also das mit Deinem "Ölvortrag" war schon spannend zu lesen.

Ich hatte allerdings nie behauptet, daß morgen die "Latüchten ausgehen".

Sondern nur, daß eines (nahen Tages) Schluß ist mit Öl.

Und dann muß was anderes her.

Und die paar lächerlichen "Grünen-Windräder" dürften kaum reichen für eine Stadt wie München, Berlin, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg etc.

@dolby

Das mit der Prozentrechnung ist EINE Sache.

Das mit SYSTEM eine andere.

Du gestattest mir eine "Denksportaufgabe":

Wieviel Geld kann ein kleiner Menschenzwerg (Alter so ca. 3 Monate) ansammeln, wenn er monatlich 50 niedliche Euroleins bis zu seinem Renteneintrittsalter (65) vernünftig anlegt?

paule2
18.02.2002, 14:39
@dolbie, selbstverständlich verlieren die Vermögenden in der Baisse.

Aber woher kam das Geld, das in den letzten Jahren in die Börse floss?

Anhand der Lohnquote sieht man die Umverteilung auch.

http://www.einblick.dgb.de/archiv/9817/gf981702.htm

gruss paule2

sharky
19.02.2002, 12:34
... es kommt NOCH fürchterlicher.

Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht.

Die Öl-Preise ziehen an - wie AUCH von "sharky" vorausgemeldet.

Damit fängt die Inflation an, zu galoppieren.

Sehr günstig, für die Aktien, sehr günstig.

Förster
19.02.2002, 15:25
der ölpreis steigt also! :rolleyes:


nichts weiter als eine Technische Reaktion :lach


http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=BRT-&Titel=Brent+Crude+Oil&Df=j&Al=small&Zs=730&Ct=l&La=DE&avg1=100&avg2=200&

Förster
19.02.2002, 15:26
paule


deshalb fordern auch manche 7 prozent lohnerhöhung!


mehr als gerecht nach zwei nullrunden :rolleyes:

sharky
19.02.2002, 15:56
... technische Reaktion beim Ölpreis?

Die Muslime brauchen Geld. Und jetzt ziehen sie die Ventile an.

Drei mal darfst Du raten, wie die Infla-Rate für Februar aussehen wird.

Allein schon wegen der schrottigen Ökosteuer.

Es wird noch SEHR, SEHR fröhlich, an den Aktienmärkten.

Am fröhlichsten werden DIE sein, die gar keine Aktien haben.

Jedenfalls vorerst.

Nun ja.

Förster
19.02.2002, 16:01
sharky

ich sehe das das öl KURZFRISTIG steigt - auch ohne brille :cool:


den zweijahreschart sehe ich auch :D



das mit der technischen reaktion war ein spruch - um etwas leben in die bude zu bringen :lach

Förster
19.02.2002, 16:03
p.s.


wie lange werden die chiphersteller die preise anziehen können, wenn keiner lust hat computer zu kaufen?

:rolleyes:



nur ein beispiel.

Matze
19.02.2002, 16:08
Ich denke, die Chiphersteller haben da ein relativ gutes Timing, denn bei etlichen Unternehmen steht für 2002/03 wieder die EDV auf der Liste.....:D, das dürfte ordentlich Geld in die Kassen spülen...
Kurzfristig mag es ja gut sein, aufgrund von Verdrängungswettbewerb mal unter Preis zu verkaufen, mittelfristig allerdings geht man dran kaputt, was die meisten gerade merken :D :D

Matze

sharky
19.02.2002, 16:29
... und dann fällst Du in's Wasser, und der "Hai" kommt beißen - hihi.

Die ganze "chip-tomanie" halte ich für völlig überzogen.

Der Markt ist gesättigt, mit Computern - noch und nöchern.

Es wird lediglich noch modernisiert oder repariert.

"Flächenbedarf" gibt es nicht mehr - aus die Maus.

Und damit sinken automatisch die Absatzzahlen.

Hat sich 'was mit Aufschwung. "Seitwärtsschwung" - nun gut.

Aber kein "Aufschwung".

W.R.
19.02.2002, 17:46
Nein. Der Markt ist keineswegs gesättigt.
Erstens hat sich gewaltiger Ersatzbedarf bei vielen Unternehmen angestaut.
Zweitens hinkt beispielsweise Deutschland in der Ausstattung mit PC/je Einwohner noch gewaltig hinter vielen europäischen Ländern und insbesondere den USA hinterher. Der Bedarf wird sukzessive hochgepusht (man denke nur an die für dieses Jahr vorgesehene - flächendeckende Ausstattung von Schulen und sogar - meiner Meinung nach übertriebene - Ausstattung von Kindergärten mit PC).
Ganz zu schweigen von fernöstlichen Märkten - hier insbesondere China.

sharky
19.02.2002, 19:43
... ich hatte Dich schon vermißt.

Die "Platow-Zeit" war eine schöne Zeit - aber sie ist vorbei.

Das Platow-board ist tot. Nun ja. War vorauszusehen.

Also das mit den Chipherstellern:

Natürlich gibt es Ersatzbedarf - vermutlich sogar reichlich.

Damit werden aber keine "Massen" beschäftigt, sondern nur eine kleinere Handvoll Leute.

Und das löst "null Probleme".

Insbesondere kommt da kein Wirtschaftsaufschwung in Gange.

Der muß ganz woanders her kommen.

Aber "sharky" hat natürlich schon wieder eine Erfindung bereit, wie das funktionieren könnte.

Nur suche ich immer noch einen Volkswirt aus der Eliteabteilung.

Und den brauche ich unbedingt, um dem schwachnasigen Politikervolk klarzumachen, welche Denkfehler sie begehen.

Geht ALLES GANZ EINFACH, WENN MAN ES NUR EIN EINZIGES MAL VERSTANDEN hat.

Nun ja, vielleicht ist ja hier am board einer, der sich da auskennt.

Am Platow-Board war da ja Dunkeltuten angesagt.

Schön, daß Du da bist - wann kommen die Anderen? - grins.

Silke
19.02.2002, 20:06
Hi W.R.,

ich freue mich ganz besonders Dich jetzt hier lesen zu dürfen. Deine Tradingstipps gibt es jetzt hoffentl. hier weiter. Die Ankündigung beschränkte sich doch wohl auf das Platow board ....oder? ;)

Enttäusche eine begeistere Nur-Leserin Deiner Tipps nicht!

gruß
silke

germanasti
19.02.2002, 20:48
Soviele Fans (und vor allem so liebe) wie W.R. möchte ich auch mal haben. :rolleyes:

Matze
19.02.2002, 21:21
Es wird lediglich noch modernisiert oder repariert

Hmmm, dann probiere mal ein Ersatzteil für einen PII 400 zu ergattern, insbesonders wenn der Prozessor den Geist aufgegeben hat, Mission Impossible oder so teuer, das sich ein Neukauf eher lohnt, da nun 2 Jahre Garantie drauf sind standardmässig.

Wieviele Unternehmen haben noch PC's im alten Gehäuseformat AT, da kriegst du nie und nimmer ein Mainboard für, wo ein aktueller Proz draufpasst, auch hier wiedrrum, Neukauf wirtschaftlich günstiger :D :D...

Reparieren lohnt sich nur, wenn es sich um ein Notebook handelt oder das Gerät gerade mal ein Jahr alt ist...

Matze

sharky
19.02.2002, 22:02
... "warli" (W.R.) wann kommen "stony" und "Brille" und "bertha-Omilein"? - grins.

Dann können wir ja fröhlich weiterzoffen.

(Wie der "Hai" DAS wieder angestellt hat - kicher, kicher).

Nun ja.

@Matze:

Ich glaub', wir müssen 'mal in eine volkswirtschaftliche Grundsatzdiiskussion eintreten.

Dafür muß ich wissen, wie alt Du bist. - Ich bin 46 Jahre alt.

46 und ein halb, um genau zu sein.

W.R.
20.02.2002, 06:34
Danke für die Willkommensgrüße.
Aber hier werde ich nur sehr gelegentlich posten.
Meine Heimat ist und bleibt das gute alte Platow-Board

Förster
20.02.2002, 12:31
die parolen für die chiphersteller sind irgendwie immer die gleichen :hihi

sharky
21.02.2002, 22:08
"Mit fröhlichem Gesang geht's in den nächsten Kellergang."

Der Dow kommt nicht aus den Pötten.

Und ein Ende ist noch nicht absehbar.

Nun ja.

http://www.blauhai.de/images/funshark.gif