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Vollständige Version anzeigen : Euro - vor einer Rally ?


DvD
11.02.2002, 13:28
Noch sieht es für den Euro aus Point & Figure Sicht schlecht aus. Zwar läuft momentan eine technische Erholung, starke Widerstände liegen jedoch schon bei 0,88 und bei 0,89 Punkten. Sollte der Euro bis dort vordringen wird es spannend. Ein Durchbruch durch die 0,90er-Widerstände rückt dann wieder näher, eine anschließende Rally ist vorstellbar. Wichtige Widerstände liegen bei 0,95 und im Bereich 1,00.Scheitern die Notierungen um 0,88, kann erneut mit einem Test der Marke 0,85 gerechnet werden.


Gibt es hier positive Meinungen zum Euro ? Würde mich sehr interessieren.

Ralph
11.02.2002, 13:31
Da ja alle negativ gegenüber dem EURO zu sein scheinen, dann muss man eigentlich positiv gestimmt sein! ...... aber Du hast die Widerstände ja schon skizziert!

Ralph

KA111
12.02.2002, 03:23
Aus der FTD vom 12.2.2002 www.ftd.de/marktplatz
Marktplatz: Der Euro ist stabil!
Von José Alzola

Allen Unkenrufen über eine schwächelnde Einheitswährung zum Trotz: Der Euro erweist sich schon seit etwa 18 Monaten gegenüber dem US-Dollar als stabil. Noch stärker ins Gewicht fällt, dass der gewogene Außenwert des Euro in dieser Periode sogar einen leichten Aufwärtstrend verzeichnen konnte.

Zwei Faktoren deuten darauf hin, dass der Euro diese ermutigende Tendenz fortsetzen wird: der nachhaltige Zufluss in die europäischen Aktienmärkte seit vergangenem Mai und die Tatsache, dass der Abfluss von Direktinvestitionen im vierten Quartal offensichtlich gestoppt werden konnte.

Dadurch könnte die Europäische Zentralbank (EZB) einen viel größeren Spielraum für ihre Geldpolitik erhalten, als es noch 2000 der Fall war. Damals kamen zu dem Kursverfall des Euro ein starker globaler Konjunkturaufschwung und ein Ölpreisanstieg. Die dadurch geschürten Inflationsängste veranlasste die EZB zu recht drastischen Zinsanhebungen.


Gegenwärtig bietet sich ein anderes Bild. Die für 2002 und 2003 erwartete Erholung der Weltwirtschaft wird aller Aussicht nach nicht die Wachstumsraten von 1999 und Anfang 2000 erreichen. Zudem ist ein abrupter Ölpreisanstieg unwahrscheinlich. Allein diese beiden Faktoren - in Verbindung mit einem gezügelten Kostendruck innerhalb der Euro-Zone - bieten Anlass zu Optimismus, was die Inflationsaussichten angeht. Die Stabilität des Euro sollte ausreichen, um eine Politik des knappen Geldes der EZB zu verhindern, sogar dann, wenn es im zweiten Halbjahr 2002 zu einer "anständigen" Wachstumsrate in der Euro-Zone kommt.



Renditekurve ist zu steil


All diese Überlegungen führen zu der Schlussfolgerung, dass die Differenz zwischen kurz- und langfristigen Renditen zu groß ist. Die relativ hohen kurzfristigen Renditen ließen sich nur dann rechtfertigen, wenn der Konjunkturaufschwung in der Euro-Zone oder weltweit deutlich höher als erwartet ausfällt.


Bei den langfristigen Renditen sieht es anders aus. Da die Realverzinsung historisch niedrig ist, würde jedes Anzeichen für eine noch so geringe Konjunkturerholung die langfristigen realen Renditen sehr wahrscheinlich in die Höhe treiben. Bislang heben sich die sinkende Inflation und die Nominalverzinsung in ihrer Wirkung gegenseitig auf, aber sobald der Desinflationsprozess abgeschlossen sein wird, dürfte die Nominalverzinsung auch wieder steigen.


FRD