paule2
09.03.2002, 19:26
Mir gehen diese Zahlen über die riesigen Shortpositionen nicht aus dem Kopf.
Von daher muss man sich einfach ein paar Fragen stellen.
Wie können sich die Börsen bei diesen riesigen Leerverkäufen auf diesem hohen Niveau gehalten haben?
Wer hatte diese Mengen an leerverkauften Aktien gekauft? Die Fed über Banken, wie hin und wieder spekuliert wurde?
Oder anders gefragt. Die Umsätze waren in den letzten 12 Monaten ja nicht so gigantisch. Ohne Leerverkäufe wären sie ja regelrecht weggebrochen.
Schieben sich da Marktteilnehmer die Aktien hin und her?
Geht das auch bei Leerverkäufen?
Kann das nach dem Motto funktionieren: A leiht B, B verkauft an C, C verleiht an A und A verkauft an B? Und so weiter und so fort. Hauptsache Umsatz?
Die ganze Geschichte mit den riesigen Shortpositionen soll wohl Marktteilnehmer in den Markt locken.
Nachdem das Thema mit den riesigen Kapitalmengen am Rande, das Thema mit der Softlanding, die Bodensuche des Jahrhunderts und das Frühindikatoren-Theater gegessen ist, hat man jetzt die Story mit den Shortpositionen, um die Leute in den Markt zu locken.
Warum kommt das Thema ausgerechnet jetzt, wo befürchtet wird, daß Japaner Kapital abziehen?
Angeblich sollen die Shortpositionen um 240 Milliarden Aktien in einem Jahr gestiegen sein.
Wieviele Aktien wurden denn in diesem Jahr an der New Yorker Börse gehandelt?
Wie hoch sind die Shortpositionen in Dollar?
Es dürfte ein Unterschied sein, ob ich eine Enron bei 50 Dollar oder bei 50 Cent shorte.
Für mich gleicht das Ganze einem gigantischen Nebelwerfer.
:D
Und hier noch einmal die Meldung:
US-Short-Positionen auch im Februar sehr hoch
An der American Stock Exchange (Amex) sind per Mitte Februar 460 Milliarden Aktien leerverkauft. Im Vormonat waren es 18,9 Milliarden weniger. Vor einem Jahr lag die Zahl noch bei 216,6 Milliarden Aktien. Mit Ausnahme des Januarwertes ist die Zahl der Leerverkaufspositionen kontinuierlich angestiegen.
Sollten die amerikanischen Börsen sich nun allmählich auf die verbesserten Konjunkturaussichten einstimmen, dürften die Inhaber von Leerpositionen gezwungen sein, sich am Markt einzudecken.
Dieser Vorgang wurde z.B gestern als Erklärung für die gemessen an der Entwicklung der US-Börsen euphorische Zunahme des DAX herumgereicht: Leerverkäufer hätten darauf spekuliert, dass die 5.000-er Marke nicht genommen werden könnte. Als die fiel, mussten sie das Feld räumen. Die plötzliche Nachfrage gab den Kursen weiteren Auftrieb.
Von daher muss man sich einfach ein paar Fragen stellen.
Wie können sich die Börsen bei diesen riesigen Leerverkäufen auf diesem hohen Niveau gehalten haben?
Wer hatte diese Mengen an leerverkauften Aktien gekauft? Die Fed über Banken, wie hin und wieder spekuliert wurde?
Oder anders gefragt. Die Umsätze waren in den letzten 12 Monaten ja nicht so gigantisch. Ohne Leerverkäufe wären sie ja regelrecht weggebrochen.
Schieben sich da Marktteilnehmer die Aktien hin und her?
Geht das auch bei Leerverkäufen?
Kann das nach dem Motto funktionieren: A leiht B, B verkauft an C, C verleiht an A und A verkauft an B? Und so weiter und so fort. Hauptsache Umsatz?
Die ganze Geschichte mit den riesigen Shortpositionen soll wohl Marktteilnehmer in den Markt locken.
Nachdem das Thema mit den riesigen Kapitalmengen am Rande, das Thema mit der Softlanding, die Bodensuche des Jahrhunderts und das Frühindikatoren-Theater gegessen ist, hat man jetzt die Story mit den Shortpositionen, um die Leute in den Markt zu locken.
Warum kommt das Thema ausgerechnet jetzt, wo befürchtet wird, daß Japaner Kapital abziehen?
Angeblich sollen die Shortpositionen um 240 Milliarden Aktien in einem Jahr gestiegen sein.
Wieviele Aktien wurden denn in diesem Jahr an der New Yorker Börse gehandelt?
Wie hoch sind die Shortpositionen in Dollar?
Es dürfte ein Unterschied sein, ob ich eine Enron bei 50 Dollar oder bei 50 Cent shorte.
Für mich gleicht das Ganze einem gigantischen Nebelwerfer.
:D
Und hier noch einmal die Meldung:
US-Short-Positionen auch im Februar sehr hoch
An der American Stock Exchange (Amex) sind per Mitte Februar 460 Milliarden Aktien leerverkauft. Im Vormonat waren es 18,9 Milliarden weniger. Vor einem Jahr lag die Zahl noch bei 216,6 Milliarden Aktien. Mit Ausnahme des Januarwertes ist die Zahl der Leerverkaufspositionen kontinuierlich angestiegen.
Sollten die amerikanischen Börsen sich nun allmählich auf die verbesserten Konjunkturaussichten einstimmen, dürften die Inhaber von Leerpositionen gezwungen sein, sich am Markt einzudecken.
Dieser Vorgang wurde z.B gestern als Erklärung für die gemessen an der Entwicklung der US-Börsen euphorische Zunahme des DAX herumgereicht: Leerverkäufer hätten darauf spekuliert, dass die 5.000-er Marke nicht genommen werden könnte. Als die fiel, mussten sie das Feld räumen. Die plötzliche Nachfrage gab den Kursen weiteren Auftrieb.