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Stock-Channel.net “Special”, 03-2002 (provided by www.stock-channel.net)
“König Dollar” …… und wie lange er noch “regieren” wird!
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Liebe SCN Community-Mitglieder,
für viele Marktteilnehmer ist es mittlerweile ein gewohntes und als normal empfundenes Bild, wenn der US-Dollar gegenüber dem EURO, aber auch vielen anderen Währungen, immer weiter an Stärke gewinnt. Schliesslich konnte man in der Vergangenheit zusätzlich zu Kursgewinnen aus amerikanischen Anlagen, auch noch Währungsgewinne verbuchen. Was fällt da leichter (und ist nur allzu menschlich nachempfindbar), als sich vorzustellen, dass dies jetzt eine „festgeschriebene“ und unumkehrbare Verhältnismässigkeit darstellt.
Schliesslich sitzt der US-Dollar ja auch seit Jahren fest auf dem Thron der Weltwährungen und ist das Symbol dafür, wenn es darum geht, Assoziationen mit Reichtum und Prosperität herzustellen.
Aber kann dies immer so bleiben, kann der US-Dollar wirklich noch stärker werden ..... ja ich will sogar sagen, kann die US-Dollar-Blase wirklich noch stärker aufgepumpt werden? ...... Ja, sie kann es! ....... aber ich stelle nachfolgend dar, wieso der Sockel, auf dem der Thron steht, anfängt, erste Risse zu bekommen.
Im Jahr 2001 bin ich davon ausgegangen, dass der US-Dollar gegenüber vielen Währungen, besonders dem EURO, aber insbesondere dem Japanischen Yen, kräftig aufwerten würde. Dies hat sich bis in die Anfänge von 2002 auch fortgesetzt.
In meiner „Prognose 2002“ bin ich von der Erwartung ausgegangen, dass der US-Dollar gegenüber den meisten asiatischen Währungen, weiter zulegen und gegenüber dem EURO auf dem momentanen Stand verharren wird. Die gleiche Prognose habe ich für den EURO abgegeben; Aufwertung gegenüber den meisten asiatischen Währungen.
Jetzt haben wir März 2002 und ich bin im Begriff, diese Prognose abzuändern. Dahingehend, dass man sich um die weitere Entwicklung des US-Dollar durchaus Sorgen machen sollte. Dies gilt im besonderen für die Entwicklung des US-Dollar zum EURO.
Als Anlageobjekt gehören Währungen wohl zu den kompliziertesten und am schwierigsten einschätzbaren Anlageobjekten überhaupt. Sie unterlegen dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, genauso wie jede andere Ware auch. Wäre dies das einzige, worauf man achten müsste, würde sich die ganze Sache sehr viel einfacher darstellen.
Aber diese Anlageobjekte sind aus einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Gründen heraus, sehr stark manipuliert.
Was ist es jetzt genau, was einen grösseren Kursrückgang des US-Dollar auslösen kann (wird).
1) Die Ausweitung des Handelsdefizites
Das ausufernde Handelsdefizit der USA ist seit Jahr und Tag, DAS ARGUMENT der „Dollar-Bären“ für eine deutliche Abwertung des „Greenback“. Trotz einer weiteren massiven Ausweitung dieses Defizites, ist der US-Dollar in den letzten Jahren gestiegen, gestiegen und gestiegen. Verwunderlich ist das schon, denn mittlerweile beläuft sich dieses Defizit auf $400 Mrd., d.h. die USA importieren (d.h. verkaufen US-Dollar) $400 Mrd. mehr, als sie exportieren.
Wie ist es dann möglich, dass der US-Dollar (bei diesem starken Verkaufsdruck) immer stärker geworden ist? ........ ganz einfach! Die Ausländer wollen amerikanische Vermögenswerte. Sie kaufen Aktien, Bonds, Immobilien und US-Unternehmen. Die USA kaufen auch ausländische Vermögenswerte, aber in einem weit geringeren Umfang. Die Weltnachfrage nach amerikanischen Assets ist weitaus höher, als der Wunsch der Amerikaner, in –aus ihrer Sicht- ausländische Assets einzusteigen.
Will ein europäischer Investor nun z.B. US-Aktien kaufen, dann kauft dieser mit seinen EURO US-Dollar, um das Geschäft abzuwickeln. Geschieht dies dann in einem grösseren Umfang, dann reduziert sich der Wert des EURO, während der US-Dollar steigt; dies geschieht dann, wenn der US-Investor nicht die gleiche Anzahl an EURO haben möchte.
Es ist eine Tatsache, dass die Welt bisher ohne Umschweife Willens gewesen ist, die Einkaufstour der Amerikaner, zu finanzieren. Im letzten Quartal waren dies Anlagen im Wert von $500. Mrd.
Wie oben beschrieben, beläuft sich das Handelsdefizit auf mittlerweile $400. Mrd. im Jahr. Morgan Stanley geht davon aus, dass sich dieses Defizit, bis ins Jahr 2003 um 50%, auf dann $600. Mrd. erweitern könnte. Wir reden hier über einen Zeitraum von gerade mal einem Jahr. Dies wären 6% des US-Bruttoinlandsproduktes und eine noch nie da gewesene Steigerung dieses Defizites. Dies würde ca. $2 Mrd. pro Tag an ausländischer Finanzierung notwendig machen.
Wollen Ausländer wirklich $600. Mrd. an US-Aktien, US-Bonds, US-Immobilien und/oder US-Unternehmen erwerben? Mit einer solchen Rate, wie sie die Entwicklung in 2003 anzeigt, würde Ausländern in einigen zehn Jahren, so ziemlich alles in den USA gehören, was nicht niet- und nagelfest wäre. Ende der 1980er gab es eine ähnliche Entwicklung schon einmal bei den Japanern. Damals erwartete auch so ziemlich jeder, dass der Japan AG bald die ganze Welt gehört. Diese Erwartung ist aber niemals Realität geworden; was darauf folgte, ist den meisten bekannt. Deflation und tiefste Rezessione/Depression.
Es gibt ernsthafte Anzeichen, dass Nicht-Amerikaner dieses massive Defizit zukünftig nicht mehr finanzieren werden.
Aus diesem Grunde heraus, wird etwas nachgeben „müssen“! .... entweder ist es der Wert des Dollars oder eine massive Umkehr im Abfluss der Dollarströme. Die USA werden gewaltig mehr exportieren oder weniger kaufen müssen, damit dies passiert!
Dass eine Umkehr der Dollarströme bereits im Gange ist, belegen die nachfolgenden Zahlen.
Im Zeitraum 1990-95 beliefen sich die M&A-Aktivitäten europäischer Unternehmen in den USA auf gerade einmal $10. Mrd. Im Jahr 2000 belief sich diese Zahl bereits auf EUR $600. Mrd. Wenn man jetzt die US-Investments in Europa dagegen rechnet, dann bleibt immer noch ein Saldo von $214. Mrd. zugunsten der USA. Rund 50% des Handelsdefizites wurden auf diese Art und Weise finanziert. Dies verdeutlicht ganz klar, wie wichtig es für die USA und den US-Dollar ist, dass Ausländer weiterhin Interesse an US-Unternehmen haben. Denn die M&A-Aktivitäten sind deutlich zurückgegangen.
Im Februar 2002 waren es gerade mal $7. Mrd., ein sehr starker Einbruch von $23. Mrd. im Januar 2002. Im Jahr 2001 waren dies für die gleiche Zeit noch $90. Mrd.
Wieso haben sich diese Dinge nun so dramatisch verlangsamt und reduziert?
a) Die deutlich reduzierten Gewinne drücken natürlich auf die Ausgabenfreude der Unternehmen und damit auch auf den –in der Vergangenheit gesehenen- ungezügelten Expansionsdrang. Vielfach steht aber auch das Geld schlicht nicht zur Verfügung.
b) Die Kreditinstitute weigern sich mittlerweile vielfach, Investitionen zu finanzieren, die nicht unmittelbar ein hohes Gewinnpotential abwerfen. Die Banken scheinen aus der Vergangenheit gelernt zu haben ..... sie haben genug „faule“ Kredite .... weitere dieser Art? .... nein danke!
c) Die Unternehmen sind sehr zögerlich, wenn es darum geht, mit den eigenen –deutlich gedrückten- Aktien, Übernahmen zu finanzieren. Denn selbst in der jetzigen Phase einer wirtschaftlichen Erholung, machen die Gewinne keinerlei Anzeichen, auch stärker anzuspringen. In ein paar Monaten wird der Investor zur Erkenntnis kommen, dass das –vielfach prognostizierte- Gewinnwachstum in der Vehemenz nicht eingetreten ist.
Es sind vor allem die Europäer gewesen, die das Gros des US-Handelsdefizits über jahre hinweg finanziert haben. Die Daten der letzten beiden Monate legen die Vermutung nahe, dass diese „Musik“ zu spielen aufgehört hat und nun jeder nach einem Stuhl sucht. Es wird wohl der US-Dollar sein, der keinen „freien Stuhl“ finden wird.
2) Der US-Akienmarkt und der US-Bondmarkt
Ein sehr hoher Anteil des Handeldefizites ist darüber finanziert worden, dass Ausländer sehr stark amerikanische Aktien und Bonds gekauft haben. Da die Erwartungen eines weiteren dauerhaften 10-15% Anstieges, wohl überhöht sind, dürfte sich dieser Appetit der Ausländer auch weiter legen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass amerikanische Analystenhäuser jetzt zunehmend auch ausserhalb des eigenen Landes nach Anlagemöglichkeiten suchen. Auch dies legt nahe, dass sich der Dollarstrom bereits gedreht hat.
Eine verlängerte Schwäche des US-Aktien- und Bondmarktes ist eines der grösseren Risiken für einen stärkeren Verfall des US-Dollar. Dieses entwickelt sich umso schneller, je geringer die Chancen –bei angemessenem Risiko- auf ansehnliche Renditen von den Ausländern gesehen werden.
3) Handelskriege
In einer Zeit globaler Rezession ist die Verhängung von Strafzöllen höchst beunruhigend. Auch wenn die Zölle in den USA aktuell nicht so stark angehoben wurden, auch wenn es dafür –aus US-Sicht vielleicht plausible- Gründe gibt, so ist es absolut das falsche Signal von einer Wirtschaftsnation, die sich vordergründig immer dem freien Handel verschrieben hat. Aber bei der „Beseitigung“ der eigenen Probleme, spielt dies natürlich allzu oft nur eine nebensächliche Rolle. Auch wenn dadurch die vollkommen marode US-Stahlindustrie vielleicht temporär etwas freier atmen kann, gelöst wird das Problem dadurch nicht, denn die Erhöhung dieser Zölle, wirkt wie eine Steuererhöhung für den US-Verbraucher (auf den soviel ankommt) .... man bedenke nur all die Produkte, die Stahl als Ausgangsmaterial enthalten. Die Erhöhung der Zölle auf importierten Stahl wird letztlich mehr Jobs kosten, als in der Stahlindustrie zu retten gehofft werden.
Und letztlich sind diese „Stahlzölle“ nur eine weitere Episode in der bereits sehr angespannten Handelssituation „USA-Europa“, denn sie reihen sich ein in die Probleme mit den Bananen, gentechnisch veränderten Produkten, Fleisch, Steuerbeihilfen für Off-shore-Unternehmen und nicht zuletzt die –gottseidank- zu Amerika differente Meinung, die Europa mittlerweile zu der Irak-Problematik einnimmt.
Eingedenk des mittlerweile sehr scharfen rhetorischen Tons und dem Drang nach „bösem Blut“, sollte dem Investor zu denken geben, dass die Kohäsion (= Zusammenhalt) der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen –immerhin 40% des globalen Handels- auf dem Spiel steht.
Jedes einzelne Mosaik für sich betrachtet, scheint keine grosse Begründung für anstehende Probleme zu sein. Aber zusammen betrachtet, entsteht ein Bild, das an die Handelskriege der 1930er erinnert.
4) Nachlassender Druck des Schwarzmarktes
Bis zur Einführung des EURO gab es –man glaube es kaum- einen blühenden Schwarzmarkt für den US-Dollar. Als sich die verschiedenen europäischen Regierungen für den EURO als Gemeinschaftswährung entschlossen haben, war die „Integration Europas“ nur einer von vielen Gründen. Ein sehr viel wichtigerer –weil monetär mehr bedeutsam- war der, dass man damit viele Steuersünder direkt am Schopfe packen konnte. Jeder der jetzt grosse Mengen europäischer Währungen (DM, Franc etc.) umtauschen musste, machte sich natürlich verdächtig. Deswegen wurden im Vorfeld grössere Mengen US-Dollar gekauft, um diesen Verdacht etwas zu reduzieren. Bis Ende März 2002 muss der Umtausch dieser Währungen erfolgt sein. Dies könnte dem EURO auf die Sprünge helfen, denn die Notwendigkeit US-Dollar zu kaufen, besteht dann nicht mehr in diesem Masse und der US-Dollar wird dann in EURO umgetauscht.
Genaue Angaben für diesen Schwarzmarkt gibt es nicht, aber die Schätzungen sind enorm, was den EURO in der Vergangenheit künstlich gedrückt haben könnte. Wie eingangs erwähnt, gibt es in der Tat viele Faktoren, die den Kurs einer Währung beeinflussen können!
5) Druck von den Notenbanken
Heutzutage gibt es eigentlich nur eine Reservewährung, die die internationalen Notenbanken halten, den US-Dollar. Wer wollte auch schon den Yen, oder den EURO, der immer noch in der „Bärenhöhle“ schlummert? Diese Sichtweise könnte sich aber ändern. So hat die chinesische Notenbank klar angezeigt, dass man ein ausgeglichenes Verhältnis an EURO und US-Dollar vorhalten will. Die Gründe dafür liegen in dem massiven Handelsdefizit, das die USA mit China haben. Andere Notenbanken werden sehr wahrscheinlich einen Teil ihrer Holdings aus dem Dollarraum in andere Währungen verlagern.
6) Politikwechsel der USA
Die USA haben eine Politik des starken US-Dollar vertreten, seit Finanzminister Robert Rubin diese Ankündigung in 1995 gemacht hat. Die Bush-Regierung hat diese Politik zwar bestätigt, aber mit viel weniger Überzeugung, als es die Clinton-Regierung getan hat. Der starke US-Dollar ist einer der wichtigsten Gründe, weshalb amerikanische Hersteller im Wettbewerb so grosse Probleme haben, und das selbst mit einem Grossteil an mexikanischen Arbeitskräften.
Letzte Woche bestätigte FED-Chef Alan Greenspan in seiner Rede vor dem Kongress, dass das gegenwärtige Leistungsbilanzdefizit (in dieses geht die Handelsbilanz ein) auf Dauer nicht finanzierbar ist. Und der Verband des produzierenden Gewerbes (National Association of Manufacturers) nahm diese Teile der Greenspan-Rede zum Anlass, die US-Regierung aufzufordern, den US-Dollar und andere wichtige Währungen wieder auf ihren Gleichgewichtskurs (Equilibrium Rates) zurück zu führen.
„Equilibrium Rates“ sind gleichbedeutend mit einem niedrigeren US-Dollar. Es scheint in der heutigen Zeit politisch nicht korrekt zu sein, wenn man überhaupt für irgendetwas „schwaches US-xxx“ sein soll ..... sei es der US-Dollar oder irgendetwas anderes.
Aber genau hier liegt auch das Problem der Bush-Regierung. Sollten es die USA nicht schaffen (und die Risiken dafür sind sehr hoch), einen starken längerfristigen Aufschwung mit den bereits durchgeführten Massnahmen (Geldpolitik, Steuererleichterung) zu generieren, wird der nächste Schritt sein, die US-Exporte anzukurbeln. Dies ist eine sehr neutrale Definition für einen schwächeren US-Dollar. Man beachte auch die Ironie, die in einer solchen Politik steckt, denn die USA sind immer die ersten, wenn es um die Veruteilung von Ländern geht, die ihre Währung absichtlich schwächen!
2004 stellt sich das Bush-Team zur Wiederwahl ....... wer kann sich vorstellen, dass sie diese ohne eine wirtschaftliche Erholung angehen möchte?
Aber auf der anderen Seite!
All diese Faktoren deuten zukünftig auf einen deutlich schwächeren US-Dollar hin. Aber wie es jeder gute Volkswirt tun sollte, „schiessen“ wir jetzt mal ein paar Löcher in diese Argumente.
a) Der Trend, der asiatischen Staaten, mittels Abwertung der eigenen Währungen, wieder halbwegs Wirtschaftswachstum zu generieren, ist ungebrochen und wird sich weiter fortsetzen.
b) Japan hat ganz klar erklärt, dass es die Politik eines schwachen Yens zur Ankurbelung der Wirtschaft verfolgt, trotz des jüngsten Rebounds.
c) Es ist die erklärte Hoffnung der asiatischen Volkswirtschaften, dass sie von den US-Verbrauchern aus dem Sumpf gezogen werden. Wieso sollte man einen Plan, der zwei Dekaden lang funktioniert hat, so einfach aufgeben. Die verschiedenen Regierungen in dieser Region haben es deutlich gemacht, dass man einen starken US-Dollar wünsche –nicht zuletzt um im eigenen Wettbewerb besser bestehen zu können. Dies ist klar „bullish“ für den US-Dollar zu werten. Es könnte durchaus sein, dass die Japaner wieder verstärkt in den USA anlegen, es sei denn, es kommt in Japan zu echten Reformen, die sich im Moment aber noch nicht abzeichnen.
d) Aus technischer Sicht bauen sich im US-Dollar mittlerweile deutliche negative Divergenzen der 13- und 52-Wochen-Rate-of-Change mit dem Kursverlauf auf. Dies bedeutet sehr wahrscheinlich, dass der Bullenmarkt im US-Dollar sich dem Ende neigt.
Ich erwarte nun allerdings keinen Crash im US-Dollar. Der Abstieg könnte durchaus solange dauern, wie es der Anstieg getan hat, wobei allerdings die stärkste Bewegung bis 2003 abgeschlossen sein sollte. Der US-Dollar wird in 2003 sehr wahrscheinlich nicht mehr auf dem Thron sitzen. Der EURO wird in dieser Periode die Parität erreichen.
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Ralph
www.stock-channel.net
germanasti
21.03.2002, 21:54
Schöner Bericht. :)
& wie ist die Chance das der Dollar kurzfr. 10% gegen alle Währungen gewinnt?
@Germa,
was erwartest Du jetzt für eine Antwort ..... möglich ist alles.
Ich habe den Ausblick aber nicht aus Trading-Gesichtspunkten heraus geschrieben, sondern aus Investorensicht! ....... und für den ist das Thema sehr wichtig!
10% plus im US-Dollar ? .... gegen was?
Ralph
germanasti
21.03.2002, 22:24
Hauptsächlich gegen den Euro, sprich runter auf 0,78.
Beim Yen bin ich mir noch nicht so ganz sicher
hallo RALPH :)
eine super Analyse :D
aber ich mache mal" a`la Germa "eine Aussage: nicht der Euro, sondern der YEN steigt am stärksten gegen den Dollar. :D
Die Japaner können das zwar nicht brauchen,aber der YEN hat über die carry-trades die ganze westliche Welt in diese Blase mitgeführt.
Wenn nun die YENs wieder zuhause ankommen,weil sich die Anlagen nicht mehr lohnen :eek: :eek: wo meinst du, steht der YEN dann :rolleyes: :rolleyes:
warum gibst du :rolleyes: auf Fragen in deinem Flashback keine Antworten :rolleyes:
es wäre .........
nilrem :)
Hab' ich mir gedacht, dass Du auf DEINE 0.78 abzielst! :hihi
Ich sage "NEIN"! ...... die Währungen (USD und EUR) haben einen grundsätzlichen Wandel vollzogen!
Ralph
warum gibst du auf Fragen in deinem Flashback keine Antworten
Wo denn, ich gebe doch (fast) immer Antworten! ..... hast Du gestern meine PM bekommen?
Womit kann ich Dir helfen?
Ralph, der irgendetwas übersehen haben muss! :(
hallo RALPH :)
danke für die Antwort bezügl. M3 ,aber ganz ehrlich,beim "Profil" schaue ich selten nach :(
aber was meinst du zu meiner Hypothese bezügl. des YENs. Ich weiß nicht wie man diese carry-Trades quantifizieren kann.Ich weiß nur, daß dies seit 10 Jahren " in " ist.
Es wäre schön, deine Meinung dazu zu lesen.
Gruß
Nilrem :)
@nilrem
normalerweise erscheint die Meldung, dass Du eine PM erhalten hast, automatisch, sobald Du das Board besuchst!
Unter Carry-Trade versteht man im allgemeinen, die Aufnahme von Kreditmitteln zu niedrigen Sollzinsen in einer Währung und die Wiederanlage zu höheren Zinsen in einer anderen Anlage!
Das war die letzten Jahre besonders im jap. Yen in ERHEBLICHEM MASSE so, denn dadurch könnte man zu sehr niedrigen Zinsen aufnehmen, gelichzeitig Kursgewinne und höhere Zinsen einstreichen.
Ob das die näcshten jahre so weitergeht, ist zwar einerseits das erklärte Ziel der jap. Regierung, sehr oft sehen das Devisenmärkte aber anders. So sei nur erwähnt, dass der jap. Yen sehr lange Zeit mit zu den stärksten (überbewertesten) Währung, trotz Rezession/Depression, gehört hat.
Du gehst da ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein, denn die niedrigen Zisnen in Japan kannst Du dir zwar sichern (wenn Du eine Bank hast, die das mitmacht), aber um einen deutliche Zinsvorteil zu erzielen, müsstest Du wiederum in Regionen anlegen, in denen ein höheres Risiko besteht (sowohl von der Währung her, als auch von der Politik) ..... eine Aufnahme in Yen und Anlage in EURO wird das Währungsrisiko nicht wettmachen, ganz zu schweigen von den Kosten die die Bank verlangen wird.
Im Chill-Out wurden solche Carry-Trades schon mal diskutiert, im Rahmen von Baufinanzierungen! Hier der Link
http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?s=&threadid=5157&highlight=Yen
Ralph
hallo Ralph :)
ich will keinen carra-trade machen :D
nein ich denke darüber nach,was passiert,wenn genau dieser Umschwung erfolgt,daß der Dollar nicht mehr steigt :D :D
Wo sind die umgetauschten YEN hingeflossen :rolleyes: :rolleyes:
in Baufinanzierungen in EU oder Aktien USA :rolleyes: und die Sicherung ist ja auch noch spannend :rolleyes: Kredit in YEN/ angelegt in festverz.WP.(wegen Zins u. Tilgung) darauf einen WP-Kredit, angelegt.........was meinst du wohl wo :rolleyes:
was würde diese Trendumkehr des Dollars bewirken :eek:
Wie groß ist diese WELLE
nilrem
Nilrem :)
@nilrem,
wie stark die Welle wäre, weiss ich nicht ..... nur wenn sich eine solche erstmal in Bewegung setzt, dann gleicht sie einer Tsunami, denn die Nichtjapaner mit Yen-Krediten würden dicke Währungsverluste erleiden ..... da würde präventiv viele Kredite zurückgezahlt werden, mit der Konsequenz, dass aus anderne Anlagen (am stärksten aus USA) Gelder abgezogen werden müssten (denn man hat ja mit Kreditmitteln spekuliert).
Tsunami ist denke ich, das richtige Wort!
Ralph
Mercator
21.03.2002, 23:40
@Ralph
Es ist mir eine Wonne, Deine Analyse zu lesen, weil sie sich vollständig mit meiner Einschätzung deckt. Ich warte allerdings schon seit einigen Monaten auf den Abstieg des Dollars. Mich hat gewundert, dass nach dem 11. September der Kapitalzufluss in die USA nicht stärker eingebrochen ist.
Neben den von Dir erwähnten rückläufigen M&A-Aktivitäten wirkt sich auch der Rückgang der Aktienfondszuflüsse negativ für den Dollar aus. Europäische Fondsmanager sind sehr amerikalastig, während für US-Fonds Europa Nebensache ist.
Anders als Du kann ich mir sogar einen Dollarcrash (-20% p.a.) vorstellen. Der Geldstrom nach Amerika wird vor allem dadurch gespeist, dass Unternehmen und Medien die Probleme in Europa und Japan überzeichnen und die USA als einzige immerwährender Prosperität betrachten. Sobald hier der erste sagt, "der Kaiser ist nackt", geht es wie im Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Die Stimmung könnte schnell kippen.
Falls es nach den vielen Jahren des Kapitalzuflusses auch nur ein Jahr zu einem Kapitalabfluss kommen würde, stünde die USA angesichts des riesigen Handelsbilanzdefizits tatsächlich nackt da.
Anders als Du kann ich mir sogar einen Dollarcrash (-20% p.a.) vorstellen.
Mercator,
vorstellen kann ich mir das schon ...... meine Erwartung liegt bei um die 25% minus im ersten Anlauf ....... sollten sich solche starken Trends erstmal entwickelt haben, dann kann es erfahrungsgemäss auch viel schneller gehen.
20-25% würden auf jeden Fall reichen, das Gold über $400 zu befördern, denn davon hängt es ab!
Ralph
RALPH :)
was meinst du, würde diese Welle mehr den Euro oder den Yen nach oben spülem :rolleyes:
Genauer, wo meinst D U , wird mehr zurückfließen aus dem Euro oder Dollar.
meiner Meinung nach aus dem Dollar :rolleyes: ...oder denke ich da falsch :rolleyes:
nilrem
Die Ströme in den Yen werden m.E. stärker aus dem USD-Raum zurückfliessen.
Ralph
Sorry:), Chart funktioniert nicht... Also Beitrag gelöscht.
Nachstehend ein Update meines "Specials" zum US-Dollar.
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Vor kurzem konnte man in den Medien, die Nachricht vernehmen, wonach in der Arktis ein sehr grosses Stück eines Gletschers abgefallen ist. Sofort wurde dies mit den weltweiten negativen Klimaveränderungen begründet. Es ist zwar nicht das erste Mal gewesen, dass Eisschollen von Gletschern abgegangen sind, beeindruckend ist aber jedes Mal wieder, die „Täler“, die ein solcher Abgang hinterlässt. Und in diesem Fall war es ein besonders tiefes „Tal“.
Nur was hat dieses Naturereignis mit der heutigen Investment-Welt zu tun?
Es gibt einen anderen „Gletscher“, der langsam anfängt, sich vom Berggipfel aus, talwärts zu bewegen! Und auch dieser hat das Potential, ein gewaltiges „Tal“ zu hinterlassen. Ich spreche vom Handelsdefizit der USA und dem US-Dollar. Auch wenn dieses Thema schon mehrfach beleuchtet worden ist, so werde ich dieses Mal einen Blick aus der Investment-Szene darauf werfen; diese dürfte eine der wichtigsten Stories zu diesem Thema überhaupt sein.
Ausserdem werde ich eine Studie der Federal Reserve beleuchten, welche einen Anhaltspunkt darüber gibt, was passieren und wann es passieren wird, sollte das US-Handelsdefizit weiter wachsen.
Voraussagen? Was für Voraussagen?
Eines der Hauptprobleme, das Volkswirte und Analysten immer wieder beim Erstellen ihrer Vorhersagen haben, sind die Unmengen an Variablen, die allesamt mehr oder minder augenfällig zusammenwirken. Dies ist ein Grund, weshalb die meisten Voraussagen schlicht falsch sind. Die meisten Volkswirte verlieren sich in einem Wald aus Daten. Sie schauen auf diesen Baum und jeden Busch, ohne jemals einen Schritt zurück zu treten, um wieder das Gesamtbild zu erkennen.
Leider habe ich keine Erklärung dafür, weshalb diese Analysten ihre falschen Voraussagen so schnell wieder vergessen.
Heute werde ich auf den „Handelsdefizit-Wald“ blicken. Die Untergangspropheten haben das Ableben des US-Dollars seit Jahren vorhergesagt; als Begründung wurde jedes Mal das ausufernde Handelsbilanzdefizit angeführt. Offensichtlich ist „Armaggeddon“ aber noch nicht angekommen. Aber jetzt kann man leise ein sanftes Klopfen an der Tür vernehmen.
Das US-Handelsdefizit beläuft sich im Moment auf 4.3% des Bruttoinlandprodukts (GDP) der USA. Bis 2003 soll es auf 6% ansteigen, was fast $2 Mrd. pro Tag wären. Um den gegenwärtigen Dollarkurs auf dem jetzigen Niveau zu erhalten, müssten ausländische Anleger $600 Mrd. ihrer eigenen Währung umtauschen. Dies ist nicht durchzuhalten und wird den US-Dollar eher früher, denn später umkippen lassen. Aber „wie bald?“ ist die Frage!
Für jene, die sich an dem gewaltigen Defizit nicht stören und die Meinung vertreten, dass Nicht-Amerikaner einen scheinbar bodenlosen Appetit nach US-Dollars haben und die USA als „Safe Haven“ ihrer Wahl betrachten, gibt es keinen Grund zur Sorge.
Wer aber einen Blick auf die ausländischen Geldquellen, die diese benötigten US-Dollar bereitstellen, findet es relativ einfach, sich besorgt zu zeigen.
Wenn die USA ausländische Waren kaufen, dann werden normalerweise Dollars in die Währung des ausländischen Lieferanten konvertiert. Will ein Ausländer jedoch US-Produkte erwerben, muss er seinerseits in US-Dollar konvertieren. Ein Ungleichgewicht im Währungsfluss ist es, was den Wert einer Währung schwanken lässt (vereinfacht ausgedrückt). Angebot und Nachfrage in der reinsten Form.
Aber wie kann der US-Dollar steigen, wenn die Amerikaner mehr ausgeben, als sie verkaufen? Es sind wiederum die Ausländer, die mit den erhaltenen US-Dollar in den USA auf Einkaufstour gehen; Aktien, Bonds, Immobilien, Unternehmen etc. Ausserdem nutzen viele Notenbanken –vor allem asiatische- den US-Dollar als Reservewährung. Es erfordert US-Dollar um Öl zu kaufen. Steigt der Ölpreis, dann müssen die nicht-amerikanischen Abnehmerstaaten eine grössere Menge der eigenen Währung in US-Dollar konvertieren, um das Öl bezahlen zu können.
Eine der grössten Dollar-Quellen war der Erwerb amerikanischer Unternehmen durch ausländische Firmen, sowie der Aufbau von Produktionsstätten in den USA. Von 1990-95 beliefen sich die europäischen M&A-Aktivitäten auf ca. $10 Mrd. Im Jahr 2000 haben europäische Unternehmen mehr als $600 Mrd. in den USA investiert. Nimmt man die Investitionen der US-Unternehmen in Europa aus, dann verbleiben ca. $214 Mrd. zu Gunsten der USA ..... dies bedeutet, dass auf diesem Wege ca. die Hälfte des gegenwärtigen Defizits finanziert worden sind.
In meinem „Special“ zum US-Dollar habe ich bereits erwähnt, dass sich diese Aktivitäten im Februar 2002 auf gerade einmal $7 Mrd. belaufen, nachdem sie im Januar noch $23 Mrd. betragen haben. Für den gleichen Vergleichszeitraum in 2001 steht eine Zahl von $90 Mrd. zu Buche ...... der Rückgang ist gewaltig.
Jetzt sollte jeder erwarten, dass dieser Rückgang den US-Dollar unter Druck setzen sollte. Aber dies ist handelsgewichtet um 2% gestiegen. Warum? Weil Asien die Dollar-Anlagen in den letzten Monaten beträchtlich erhöht haben.
Die Nettozuflüsse aus Asien (ohne Japan) beliefen sich im November 2001 auf $17.3 Mrd., gefolgt von $19.8 Mrd. im Dezember. Dies stellte den stärksten, jemals gesehenen Anstieg innerhalb von zwei Monaten dar. Alleine im Dezember 2001 waren Asien für ca. 42% der gesamten Mittelzuflüsse in die USA verantwortlich, wobei hier China und Hong Kong die grössten Geberländer waren. Insgesamt wurden damit $111 Mrd. in 2001 aus Asien (ohne Japan) in die USA geschoben; mehr als doppelt soviel wie in 2000.
Aber wieso kauft Asien so viele US-Dollar?
Konkurrenzfähige Abwertung
Unter „Konkurrenzfähige Abwertung“ ist das Bestreben der asiatischen Länder zu verstehen, wonach die eigene Währung gegen einander, über den US-Dollar abgewertet wird, um letztlich für den US-Verbraucher günstiger und attraktiver dazustehen. Jedes Land ist besorgt, dass die eigene Währung zu stark wird, was die Konkurrenten sofort in einen vorteilhaftere Position bringen würde.
Wie senkt man eine Währung jetzt ab? In dem man mehr Währung erzeugt, als nachgefragt oder benötigt wird. Die Notenbanken kaufen US-Dollar und investieren sie in US-Bonds.
Dieses Rennen geht seit Jahren vonstatten, wobei jedes Land mal die Führung übernimmt. Es scheint, als wenn kein Land willens ist, die eigene Währung zu stark werden zu lassen ...... eine verhängnisvolle Spirale nimmt ihren Lauf, denn den heimischen Konsumenten schädigt dies natürlich; der Lebensstandard leidet deutlich, denn ausländische Waren kosten sie natürlich deutlich mehr.
Ausserdem schadet es der US-Exportindustrie, die dringendst für einen länger anhaltenden Wirtschaftsaufschwung sorgen muss. Der Verbraucher wird dies in der bekannten Form nicht mehr können, zumal sich die US-Wirtschaft grundsätzlich neu und viel breiter aufgestellt organisieren muss.
Wieso werten diese Länder ihre Währungen nun ab? Damit soll einzig der Export, von dem man sich Prosperität erhofft, angekurbelt werden.
Nur ein kurzes Beispiel:
Letzte Woche gab die thailändische Notenbank ein kurzes Statement darüber ab, was die Probleme des Landes sind. In dieser sehr kurzen Rede ging es ausschliesslich um die Exporte, die vergangenen Monat um 8% gefallen sind. Ausserdem zeigte man sich besorgt, dass der japanische Yen mittlerweile viel tiefer gefallen ist, als der thailändische Baht. Angesichts solcher Kommentare fällt es schwer, für den Baht „bullish“ zu sein ..... dies ist aber die Voraussetzung für das dringend benötigte Auslandskapital.
Und damit sind wir zu dem Pudel’s Kern vorgestossen. Wenn jeder der asiatischen Staaten denken würde, man könnte eine stärkere Währung gegenüber dem US-Dollar haben, sie würden dafür votieren. Es ist nicht, dass man keinen starken US-Dollar haben will; nein, man möchte nur nicht, dass die eigene Währung stärker ist, als die des Konkurrenten. Würde der US-Dollar gleichzeitig gegen alle Asien-Währungen Schwäche zeigen, man wäre nicht dagegen.
Könnte so etwas passieren? Eine Studie der Federal Reserve (FED) zeigt an, dass es das kann! Die FED hat eine Studie dazu erstellt, was passieren kann, sollte das Handelsdefizit in den entwickelten Ländern zu gross werden. Lesen kann man es unter dem folgenden Link:
http://www.federalreserve.gov/pubs/ifdp/2000/692/ifdp692.pdf
Für die, die es sich sparen wollen, nachfolgend die Highlights:
Im Durchschnitt beginnt eine Währung zu fallen, wenn das Handelsbilanzdefizit über 5% des GDP steigt. Im Zeitraum von drei Jahren fällt die Währung um rund 20%, während sich das Defizit erholt und zurückbildet.
Das Wachstum des GDP reduziert sich um ca. 3% vom Wachstum des Jahres vor dem Peak des Defizit. Sollte das Handelsbilanzdefizit nächstes Jahr wirklich 6% erreichen und der US-Dollar anfangen zu fallen (so wie es die Studie nahe legt), bevor es auf über 5% steigt, dann würde der US-Dollar in der zweiten Jahreshälfte seinen Rückgang beginnen. Für die US-Wirtschaft würde die Reduktion um 3% im GDP bedeuten, dass man sich nächstes Jahr wieder in der Rezession befindet.
Natürlich ist es nicht so einfach. Da die Daten der FED eine weite Varianz der tatsächlichen Ergebnisse aufzeigen, ist die Annahme eines Durchschnittswertes immer eine Art „Zufallswahl“.
Aber trotz alledem kann man in einem gewissen Grad generalisieren. Diese Studie legt ganz nahe, dass der US-Dollar in den nächsten Jahren an Wert verlieren wird ..... (zumal dies auch die inoffizielle Politik der US-Regierung zu sein scheint). Es kann sehr bald schon losgehen, oder noch etwas aufgeschoben werden ..... der letztendliche Ausgang ist klar. Damit wird dann auch die Wirtschaft ausgebremst werden, wobei die stärksten Bremsspuren im ersten Jahr des Rückganges feststellbar sein wird. Und damit steigen dann auch die Kurzfristzinsen.
Alles schön und gut, oder? Wir können sehen, was passiert, treffen darauf basierend unsere Investmententscheidungen und ernten unsere Gewinne. ..... Ausser ......
Ausser es gibt noch ein paar Variablen mehr. Die Studie wurde auf einer Vielzahl von Nationen erstellt. Die Sorge, die ich habe ist „Inwieweit kann man dies auf die USA überstülpen?“. Der US-Dollar ist immer noch die Währung Nr. 1 .... selbst am 11.09.2001 verkauften die Asiaten zwar US-Aktien, aber man kaufte auch US-Bonds.
Mit der Ausnahme des Schweizer Franken und im gewissen Masse auch des EURO, gibt es eigentlich keine echten „Safe Haven“.
Darüber hinaus muss man auch beachten, dass die Wertverluste der Währungen im Kontext des globalen Handels und der globalen Erwartungen an diesen, zu sehen sind. Sollten die USA-Wirtschaft vom Rest der Welt als wieder besser gesehen werden, wäre die „bullish“ für den US-Dollar. Sollten die USA wieder in die Rezession zurückrutschen, könnte sich diese Sicht sehr schnell ändern. Wenn man das gegenwärtige Geplänkel mit den Zöllen (einen richtigen Handelskrieg haben wir NOCH nicht) hinzu nimmt, dann wird das Bild schon sehr viel volatiler. Und dann noch der Blick in den Nahen Osten und der Auswirkung auf den Ölpreis ...... dann wird es schon richtig düster.
Jetzt sind schon so oft die asiatischen Staaten genannt worden. Aber jedes Mal ohne Japan. Dort scheint man sich dem Motto verschrieben zu haben „150 Yen/Dollar oder „Bust“. Angesichts der teilweise verrückten politischen Aktionen dort, erscheint es fast schon optimistisch, dass der Yen NUR auf 150 steigt. Sollte dies wirklich der Fall sein, kann ich mir nicht vorstellen, dass die asiatischen Konkurrenzstaaten, den Yen wirklich so schwach werden lassen, ohne die eigene Währung nicht auch nach unten zu bringen.
Asien ist immer noch zu stark auf den amerikanischen Markt fixiert, anstatt zu versuchen die Nachfrage des eigenen Volkes nach ausländischen Proukten anzukurbeln.
Im Moment sieht es so aus, als wenn noch Schnee zum Gletscher transportiert wird, um seinen Abrutsch noch mächtiger zu machen. Es wird ein Druck aufgebaut, der sehr unangenehm werden kann/wird. Je länger der US-Dollar, aufgrund der asiatischen Käufe, auf dem hohen Niveau verharrt, desto mehr Abwärtsdruck wird sich entwickeln. Je grösser das Handelbilanzdefizit wird, desto grösser wird der Druck auf den US-Dollar ausfallen, wenn dieser „Gletscher“ mal ins Rutschen kommt.
Es kann kein Mensch sagen, wann der US-Dollar deutlicher ins Rutschen kommen wird, aber er wird es tun ...... bei der letzten Anpassung seines Wechselkurses (1987) rutschte er um 37% nach unten.
Dieses ganze Szenario ist letztlich „bullish“ für das Gold zu werten.
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Ralph
kasseklingt
08.04.2002, 18:25
Grosshandelsumsatz
Februar, 16.00 Uhr, zuletzt:1,2%, Schätzung:-0,1%
Weiß jemand wie die Zahlen ausgefallen sind?
Merkwürdig,daß man nichts findet,über solch wichtige Zahlen? :confused:
@Kasseklingelt
Die Grosshandelsdaten bestehen aus zwei Teilen:
a) den Grosshandelsumsätzen
b) den Lagerbeständen im Grosshandel
Die Veröffentlichung findet UM den fünften Werktag des Monats statt; veröffentlicht werden immer die Daten von vor zwei Monaten.
Die Umsatzzahlen sagen nach Börsenverständnis sehr wenig über den privaten Verbrauch aus und sind deshalb eher irrelevant (zumal sie auch weit in die Vergangenheit ragen). Hingegen die Lagerbestände haben manchmal eine gewisse Relevanz.
Aber sehr oft ist es so, dass spezielle diese Daten eher unter gehen, im Marktgeschehen.
Die Daten selbst werden vom DoC veröffentlicht.
http://www.census.gov/svsd/www/mwts.html.
Bisher sind sie es aber noch nicht!
Stay tuned
Ralph
pheidros
14.04.2002, 22:17
erhebliche - endete mit der Abwertung der Währung. Dieses wird beim $ nicht anders sein - aber alles weitere ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten:
Während normalerweise während einer Rezession die Verschuldung der Volkswirtschaft und ihrer Konsumenten immer zurückgeht, ist die US-Verschuldung im letzten Jahr noch einmal um rund 2.000 Milliarden $ gestiegen. Allein in den USA ausgegebene Anleihen von Staat und Unternehmen machen inzwischen fast 200% des US-Bruttoinlandsprodukts (über 18.000 Mrd. $) aus. Zusammen mit den Schulden der Privatleute (über 100% des BIP) kommt man auf fast 300% Schulden am BIP - entsprechend einem Unternehmen, das mit dem 3-fachen Umsatz verschuldet ist. Und die Verschuldung steigt weiter !!!!
Einmal wird Zahltag sein. Wohin die Investoren sich wenden werden, ist offen. Ich schätze, dass die Stärke des $ maßgeblich auf fehlende Alternativen basiert. Weder Yen noch Euro stellen verlockende Alternativen dar. Spätestens die heraufziehende Portugalkrise wird zeigen, dass der Euro nicht der grosse Wurf ist. Time will tell.
Für plausibel halte ich nachfolgende Darstellung, wie man sich die Abwertung des $ vorstellt - ob man eine Währung jedoch kontrolliert "floaten" kann ?
HANDELSBLATT, Freitag, 12. April 2002
DIE STIMME AUS FRANKFURT
Dollar mit Risiken
Von GERHARD GREBE
Ein starker US-Dollar war seit langem das Credo in der Wirtschaftspolitik der USA. Der starke US-Dollar hat es der Geldpolitik ermöglicht, auch in Zeiten des hohen Wirtschaftswachstums die Zinsen relativ niedrig zu halten, da die Inflationsrisiken unter Kontrolle blieben. Das Versprechen eines hohen Außenwertes hat nicht zuletzt den massiven Zustrom von ausländischem Kapital in den USA in Gang gesetzt, ohne den der Wirtschafts- und Börsenboom nicht möglich gewesen wären.
Die Kehrseite der Medaille dieser Währungspolitik ist das steigende Defizit der US-Leistungsbilanz, das inzwischen mit etwa vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts bedrohliche Ausmaße erreicht hat und das größte Ungleichgewicht in den USA darstellt. Im Ausmaß des Defizits besteht eine Ersparnislücke, die durch ausländisches Kapital aufgefüllt werden muss. Diese Abhängigkeit von ausländischem Kapital birgt hohe Risiken – nicht nur für die USA, sondern auch für die Handelspartner der USA.
Ein Vertrauensverlust in die US-Wirtschaft könnte diese Kapitalstrom plötzlich versiegen lassen und damit die USA vor schwierige Anpassungsprobleme stellen. Dieser Vertrauensverlust dürfte sich an den Märkten in einer deutlichen Korrektur des US-Dollars zeigen und damit auch den Handelspartnern einen Teil der Anpassungskosten aufbürden. Äußerungen von Greenspan und anderen deuten auf eine Abkehr von der Politik des starken US-Dollars hin.
Dabei besteht die Absicht, den Außenwert des US-Dollars nicht weiter steigen und später in einer geordneten Bewegung über einen längeren Zeitraum korrigieren zu lassen, um die Anpassungskosten niedrig zu halten. Die Anpassung soll nicht den Märkten überlassen werden, da in diesem Fall sicher-lich mit einer schnellen und deutlichen Korrektur zu rechnen ist. Angesichts der anhaltenden Deflationsprobleme in Japan hätte der Euro die Hauptlast zu schultern, wenn sich der US-Dollar abwertet. Dies bedeutet jedoch nicht nur ein Risiko für das Exportwachstum und das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone. Es ergibt sich für Europa auch die Chance, eine Entwicklung wie in den USA in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre nachzuvollziehen, wären die Europäer nur schneller mit den Reformen. Dass der US-Dollar trotz der überraschend guten Wirtschaftsnachrichten aus den USA seit Februar leicht verloren hat, beweist bereits aufkommende Nachdenklichkeit über die US-Währung.
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Gerhard Grebe ist Chefstratege der
Julius Bär Kapitalanlage AG
Gruß
pheidros
pheidros
19.04.2002, 16:16
fällt der $. Die Stimmung beginnt umzuschlagen.
19.04. 15:54
Dollar: Wertverfall in den kommenden Monaten?
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(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Ein wachsendes Handeldefizit und schrumpfende Investitionen in US-amerikanische Aktien und Anleihen aus Ländern mit hohem Überschuss wie Asien könnten den Dollar gegenüber dem Yen bis auf 100 einbrechen lassen. Dies teilen Volkswirte mit.
Die Alarmglocken über das hohe Bilanzdefizit der US-Amerikaner läuten schon lange, bisher wollte aber kein Händler auf die Warnsignale hören, da es die Vereinigten Staaten bisher schafften, die Defizite durch ausländische Kapitalströme auszugleichen.
Aber jüngste Daten zeigen, dass diese Kapitalströme abnehmen, besonders aus Ländern mit hohen Handelsüberschüssen wie Japan oder China. Volkswirte befürchten, dass dies den Wert des US-Dollars in den nächsten paar Jahren senken könnte.
"Die Kapitalströme in die USA sind seit Jahresanfang zurückgegangen und die USA können dieses Defizit nicht für immer ausgleichen," so Masayuki Kichikawa, leitender Volkswirt bei Asahi Life Asset Management Co.
Im Februar lag das Handelsdefizit bei 31.51 Milliarden Dollar, der Höchstwert seit mehr als einem Jahr und ein Anstieg um 3.27 Milliarden Dollar seit Januar.
Sollte die jetzige Geschwindigkeit des Wachstums des Handelsdefizits anhalten, befürchten Volkswirte, dass die aktuelle Leistungsbilanz, einer der wichtigsten Messinstrumente für den internationalen Handel, auf bis zu 500 Milliarden an Defiziten anwachsen könnte. Dies entspräche fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Vereinigten Staaten in diesem Jahr.
Gruß
pheidros
pheidros,
der Wertverfall ist voll im Plan ............. es wird keinen Crash geben, sondern ein langsames Absacken ...............
Ralph
Mercator
20.04.2002, 12:36
Ralph,
"langsames Absacken" ist gut. :lach
pheidros
22.04.2002, 23:24
der schwierigsten Spekulationen überhaupt. Vor allem das timing ist extrem schwierig. Meinst du wirklich Ralph, dass die Zentralbanken den $ kontrolliert sinken lassen können? Ich habe meine Zweifel, wenn die Anleger beginnen, Gelder verstärkt aus dem Dollarraum abzuziehen, ob da nicht eine Sogwirkung entsteht, die nicht mehr zu kontrollieren ist. Vielleicht ist es auch einfacher und notwendig, Gold als Ventil einzusetzen, um allzu heftige Währungsschwankungen zu vermeiden.
Gruß
pheidros
pheidros
24.04.2002, 21:07
Hallo,
der schwache Dollar bewirkt den Abfluß von Kapital - und die Japaner sind ein mächtiger Kapitalgeber, der mit Abstand größte Gläubiger der Welt. Folge: Der Yen, den sich japanische Politiker, aber nicht nur die, schwächer wünschen, steigt, bleibt mindestens konstant. Das wird zusätzlich die japanische Wirtschaft belasten, die lebensnotwendig auf den Export angewiesen ist. Ein stabiler Yen bedeutet jedoch höhere Preis für japanische Erzeugnisse auf dem Weltmarkt und demzufolge weniger Gewinn. Mittelfristig erhöht sich der Druck. Hier ein interessantes Interview zur Situation in Japan:
J A P A N "Wir fallen noch tiefer"
Von Ursula Schwarzer Mag die Konjunktur in Deutschland und in den USA stocken - in Japan sieht es richtig schlimm aus. Kenichi Ohmae, Erfolgsautor und ehemals McKinsey-Berater, sieht sein Land im Abwärtssog versinken.
mm: Die Krise in Japan spitzt sich zu, Experten ziehen bereits Parallelen zur großen Depression von 1929. Wie schlimm steht es tatsächlich um das Land?
Ohmae: Die Leute zeichnen Horrorszenarien. Wir befinden uns nicht im freien Fall. Was wir erleben, ist ein schleichender Niedergang - und das seit mehr als zehn Jahren.mm: Kein Umschwung in Sicht?Ohmae: Nein. Wir werden noch weiter absteigen, vielleicht solange ich lebe. Und ich sage Ihnen auch, warum: Niemand tut etwas, um aus der Misere herauszukommen.mm: Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat einen tief greifenden Strukturwandel angekündigt.Ohmae: Hören Sie mir bloß mit Koizumi auf. Das ist der größte Schauspieler der Welt. Koizumi redet den Leuten nach dem Mund. Seit 30 Jahren gehört er der LDP an ...mm: ... der Partei, die Japan seit 1955 mit einer kurzen Unterbrechung regiert ...Ohmae: ... und seit 20 Jahren faselt Koizumi von Reformen. Was hat er in dieser Zeit getan? Gar nichts. Koizumi gibt vor, er würde gegen die Konservativen kämpfen. In Wahrheit ist er selbst ein Konservativer. Ein amerikanischer Professor hat eine passende Bezeichnung gefunden, er nannte Koizumi "Mister Nato".
Kenichi Ohmae (59) kritisiert sein Land schonungslos - und hat bisher immer Recht behalten. Der studierte Chemiker baute das Tokioter McKinsey-Büro auf. 1994 machte er sich als Berater selbstständig. Mit seinem Bestseller "Macht der Triade" erlangte Ohmae internationalen Ruhm.
mm: Was soll das heißen?Ohmae: No action, talk only.mm: Immerhin will Ministerpräsident Koizumi die Staatsverschuldung begrenzen und viele der hoch defizitären öffentlichen Gesellschaften privatisieren.Ohmae: Das ist Geschwätz. Der Mann weiß nicht, wovon er redet. Zum Beispiel will Koizumi die Post privatisieren. Das ist schon deshalb unmöglich, weil zu diesem riesigen Unternehmen die Postbank gehört. Die Sparer haben dort 372 Billionen Yen eingezahlt ...mm: ... ungefähr 3100 Milliarden Euro ...Ohmae: ... und das ganze Geld wurde für Flughäfen, Brücken oder Industrieparks ausgegeben. Diese Projekte sind so lausig, dass Rating-Agenturen wie Moody`s eine privatisierte Postbank auf dem untersten Rang der Kreditwürdigkeit einstufen würden. Die Folge wäre, dass die Bank 75 Prozent der Spareinlagen absichern müsste. Kein privates Unternehmen kann so viel Kapital aufbringen. Das meine ich, wenn ich sage, Koizumi hat nicht durchdacht, was Privatisierung bedeutet.
mm: Die Regierung könnte die Reserven der Bank auffüllen.Ohmae: Das hat Koizumi vor. Diese Kriminellen in der Regierung haben den Schuldenberg aufgehäuft, und wir Steuerzahler sollen ihn abtragen.
mm: Schon heute liegt die staatliche Schuldenrate pro Kopf der Bevölkerung so hoch wie in Italien.Ohmae: Falsch. Kürzlich wurde aufgedeckt, dass öffentliche Unternehmen wie die Post oder die Autobahnbauer Verbindlichkeiten von mehr als 4500 Milliarden Euro haben. Zusammen mit den Staatsanleihen kommen wir auf eine Pro-Kopf-Verschuldung, die doppelt so hoch ist wie die in Italien. Kein anderes Land der Welt weist eine so gigantische Schuldenrate auf wie Japan.mm: Bis vor zehn Jahren erwirtschaftete der Staat Überschüsse. Wie konnten sich die Verhältnisse so radikal ändern?Ohmae: Seit unsere Wirtschaft zu Beginn der 90er Jahre in die Krise sackte, hat unsere Regierung versucht, sich bei jedermann beliebt zu machen - und das geht am besten mit Geldgeschenken, mit Steuersenkungen und Konjunkturpaketen.mm: Ökonomen behaupten, ohne Konjunkturspritzen wäre die Wirtschaft längst zusammengebrochen.
Ohmae: Natürlich wäre es zu schmerzhaften Einschnitten gekommen. Aber genau die hätten die Wirtschaft von Wucherungen befreit. Die Ideen von Keynes, die zur Rechtfertigung der hohen Staatsausgaben herhalten müssen, bewirken exakt das Gegenteil. Sie lassen die alten Strukturen weiter bestehen und richten nur Schaden an.mm: Von welchen Schäden sprechen Sie?Ohmae: Fahren Sie mal übers Land und schauen Sie sich an, was uns die Infrastrukturprogramme beschert haben: überall Autobahnen, begradigte Küsten, aufgestaute Flüsse. Wir zerstören die Natur mit teuren Projekten, die kaum Nutzen bringen. Und wer übernimmt die Kosten?mm: Die Steuerzahler vermutlich.Ohmae: Aber nicht die von heute - es ist ja alles auf Pump gebaut -, sondern die von morgen. Es ist unverantwortlich, der nächsten Generation solche Schulden zu hinterlassen. Die heute 20-Jährigen werden ohnehin Schwierigkeiten bekommen, weil unsere Bevölkerung schrumpft und schneller altert als sonstwo in der Welt. 2020 ist ein Viertel der Japaner über 65. Dann muss jede dreiköpfige Familie einen Rentner ernähren.
mm: Warum begehren die Menschen nicht auf?
Ohmae: Das liegt nicht zuletzt am Verwöhnprogramm der Regierung. Die Steuersenkungen und Konjunkturprogramme wirken auf die Menschen wie ein Narkotikum. Die Regierung verpulvert das Geld unserer Kinder - und die Menschen wähnen sich in Sicherheit.
mm: Nicht alle. Immer mehr Obdachlose hausen unter Zelten und Pappverschlägen in U-Bahnhöfen und an Flussufern.
Ohmae: Keine Angst, hier hungert keiner. Sie sehen doch, dass sich in Tokio ein Baukran an den anderen reiht. Oder denken Sie an die jungen Frauen, die zum Einkaufen nach Europa fliegen. Uns geht es gut. Japan ist mittlerweile einer der größte Importeure italienischen Weins. Nie zuvor hat Ferrari hier so viele Autos verkauft wie im vergangenen Jahr.
mm: Das heißt doch nur, dass die Polarisierung der Gesellschaft wächst.
Ohmae: Kein Land der Erde ist - gemessen an den Ersparnissen der privaten Haushalte - reicher als Japan. Insofern ist diese Nation kerngesund.
mm: Wie lange noch?
Ohmae: Ist es eine Katastrophe, wenn die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt negative Wachstumsraten von 2 Prozent aufweist? In den 70er und 80er Jahren litten wir unter der Inflation, die Deflation ist jetzt ein Muss. Endlich sinken die Preise auf ein normales Niveau.
mm: Na wunderbar. Und wie kommt das Land mit der zunehmenden Unterbeschäftigung zurecht? Die Arbeitslosigkeit liegt bei 5,4 Prozent - ein Nachkriegsrekord.
Ohmae: Das ist nur die offizielle Zahl. In Wahrheit haben wir fast doppelt so viele Arbeitslose. Die Regierung manipuliert die Statistik.
mm: Wie hoch ist die Unterbeschäftigung tatsächlich?
Ohmae: Etwa 10 Prozent. Ich schätze, dass sie auf mindestens 13 Prozent steigt. Aber selbst dann wird das Land nicht im Chaos versinken. Bei uns sorgt die Familie traditionell für drei Generationen, die füttert auch arbeitslose Angehörige durch.
mm: Ihr Optimismus ist verblüffend.
Ohmae: Man darf die Dinge nicht schwarz-weiß sehen. Viele der einst starken Industriezweige werden sterben, noch mehr Banken, Bauunternehmen und Einzelhändler werden zusammenbrechen. Aber es entstehen auch neue Geschäftsmöglichkeiten. Ich betreibe zum Beispiel eine Schule für Entrepreneure, die boomt. Outsourcing-Firmen haben Hochkonjunktur, ebenso Outplacement-Agenturen, die arbeitslose Manager betreuen.
mm: Würden Sie empfehlen, jetzt japanische Aktien zu kaufen?
Ohmae: Nein, auf keinen Fall. Der Nikkei-Index wird weiter sinken.
mm: Das Bild, das Sie zeichnen, ist verwirrend, Herr Ohmae. Der Wirtschaft geht es schlecht, und die Menschen kompensieren den Niedergang mit italienischem Wein. Die Unternehmen verlieren international an Wettbewerbsfähigkeit, und Sie feiern den Boom der Outplacement-Gesellschaften. Wohin führt diese Entwicklung?
Ohmae: Japan hat seinen Höhepunkt überschritten. Das Japan der 70er und 80er Jahre, das ausländische Märkte erobert hat, gibt es nicht mehr. Mich erinnert die Situation an die Geschicke von Spanien und Portugal, die einst die führenden Nationen der Welt waren und dann jahrhundertelang abwärts trudelten.
mm: Was müsste geschehen, damit die Wirtschaft wieder ein solides Fundament erhält?
Ohmae: Seit 400 Jahren wird Japan zentral von Tokio aus gesteuert. Diese Grundstruktur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht verändert. Bis heute lenkt das Ministerium für Außenhandel die Wirtschaft mit seinen Fünf-Jahres-Plänen.
mm: In den Jahrzehnten des Aufbaus zweifellos ein erfolgreiches Konzept.
Ohmae: Diese Phase ist vorüber. Japan ist eine reife Nation mit Menschen, die differenziert denken. Und unsere Unternehmen müssen sich in einer globalisierten Welt bewähren. Daher brauchen wir eine dezentrale Struktur.
mm: Immerhin werden die Präfekturen von Tokio üppig mit Geld versorgt.
Ohmae: Aber das ist genau der Punkt: Tokio ist heute die einzige Stadt, die Überschüsse erzielt. Wir hängen alle am Tropf der Zentrale. Wir müssen das Land in autonome Republiken aufteilen, die ausländische Firmen, Technologie und Kapital hereinholen können. Doch Tokio lässt das nicht zu; unsere Politiker regieren das Land nach den alten Schnittmustern.
mm: Was heißt das für Japan?
Ohmae: Wir richten uns im Abschwung gemütlich ein. Wenn wir Glück haben, taucht am Horizont eine echte Führungsfigur auf, jemand wie Maggie Thatcher, und leitet die Wende ein. Bis dahin fällt Japan noch tiefer. Wir haben die Talsohle noch nicht erreicht.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,189149,00.html
Neues Masssystem an den Devisenmärkten
In den vergangenen drei Jahren hat man die Stärke des US-Dollars und die Schwäche des EURO -aber auch vieler anderer Währungen, mit Ausnahme des Yen- der höheren Produktivität und Wachstum in den USA zugeschrieben. Jedoch in den letzten Wochen ist "König Dollar" ziemlich ins Stolpern geraten, was ntürlich jede Menge zur Frage veranlasst "Steht ein grösserer Rückgang im US-Dollar bevor?"
Ironischerweise stellt sich die wachsende Besorgnis über des Dollar's zukünftige Stärke oder Schwäche just zu einer Zeit ein, in der es global betrachtet keine bedeutsamen Veränderungen der Fundamentaldaten gibt. Es gibt sehr wenige, die daran zweifeln, dass die USA nach wie vor im Rennen um Produktivität und Wachstum ganz vorne liegen (aber hat die Masse Recht?!.
In der Tat, viele erwarten für das GDP im ersten Quartal einen Anstieg von 4-5% ......... natürlich "saisonal-angepasst"! :rolleyes:
Dem gegenüber steht die jüngste Revision der deutschen Industrieproduktion von heute. Die Februar-Zahl wurde auf 0.5% nach unten revidiert, von 0.9% im ersten Ansatz. Selbst starke Exportzahlen dürften wenig zum Wachstum des Buttosozialprodukts in Deutschland beitragen. Aber trotzdem steigt der Euro und der Dollar fällt!
Und die Devisenmärkte sind auf der Suche nach einer neuen Messgrösse, um das sich ändernde Verhältnis Dollar-Euro besser erklären zu können. Leider gibt es ein solches noch nicht.
Waren es früher "Inflation", die für so manchen Abzug von Kapital gesorgt haben, kann man heute in den USA davon nicht unbedingt sprechen. Also als neue Messgrösse kann diese nicht fungieren.
Wie wäre es mit relativer Aktienmarkt-Bewertung? Klingt schon besser, denn einige Marktteilnehmer scheinen wirklich eine Präferenz für günstiger bewertete Aktienmärkte zu haben. Auch wenn die europäischen Märkte nicht günstig sind, so teuer wie die USA sind sie nicht, bei nicht schlechteren Ausgangsbedingungen. Das P/E in den USA ist historisch gesehen nach wie vor sehr hoch, trotz eines mittlerweile zwei Jahre andauernden Bärenmarktes, der auch ins dritte Jahr gehen wird.
Es gibt aber noch anderen Möglichkeiten!
Umfragen unter Money Managern legt die Vermutung nahte, dass ein wachsender Appetit auf Kapitalanlagen ausserhalb der USA festzustellen ist (ich habe im Weekly Flashback darüber berichtet, wie die Investitioen in den USA zurückgegangen sind)
Und dies könnte in der Tat eine neue Messgrösse für die Bestimmung des Dollarkurses sein!
Eine weitere -wenn auch ziemlich abgedroschene- Messgrösse ist das ausufernde Leistungsbilanzdefizit. Währungen, in denen grosse Überschüsse diesbezüglich existieren werden belohnt, grosse Defizite werden bestraft. Es ist kein Wunder, dass der US Nobelpreis-Gewinner Robert Mundell diese Messgrösse als das wichtigste Kriterium für die zukünftige Dollar-Entwicklung heranzieht (auch darüber mehr im Weekly Flashback)
Die morgigen GDP-Daten werden für die Bestimmung, inwieweit die Messgrösse "Relatives Wachstum/Produktivität" für den Dollar und Euro passé sind. Da die Vorhersagen weit über dem Wachstum im Euroraum liegen, sollte der Dollar eigentlich eine Rallye hinlegen -wenn die alten Messgrössen noch stimmen.
Wenn der Dollar aber schwächelt und der Euro steigt, dann ist dies ein klares und wichtiges Zeichen, dass die alte Messgrösse "Relatives Wachstum/Produktivität" nicht mehr gilt. Und dies wird dann von entscheidender Bedeutung für die Märkte sein.
Ralph
germanasti
26.04.2002, 17:58
.
germanasti
26.04.2002, 17:59
Hi Ralph,
BIP ist raus. und nun?
Dem Euro haben die heutigen "gekochten" GDP-Daten nicht geschadet .......... das war nicht immer so. In der Vergangenheit in der die Märkte immer noch die alte Doktrin "Überdurchschnittlich steigende Produktivität und Wachstum im Vergleich zu anderen Wettbewerbern" glaubten, wäre ein Anstieg von 5.8% gnadenlos zum Abverkauf des Euro genutzt worden (und das vermutlich ohne, dass man in die Einzelkomponenten des GDP gegangen ist).
Seit heute ist das nicht mehr so. "Überdurchschnittlich steigende Produktivität und Wachstum .... " ist nicht mehr die primär zu beachtende Kenngrösse in der Beurteilung des US-Dollar zum Euro oder Yen.
Primär werden Leistungs- und Handelsbilanz und Bewertung der US-Märkte in den Fokus der Beurteilung rücken.
Dem US-Dollar ist der einzig bedeutende Vorteil, den er in den 1990ern gehabt hat, abhanden gekommen.
Die Märkte werden sich darauf einstellen! ................. dem Dollar wird es nicht mehr helfen! Die Devisenmärkte haben sich gewandelt, zu Gunsten einer Bewertung, die eher einem Value-Prinzip entspricht!
Ralph
germanasti
26.04.2002, 18:20
& damit stirbt Amerika?
"Sterben" wird es wohl nicht, aber zukünftig längst nicht mehr der alleinige Fokus in einer globalen Welt sein.
Die Märkte werden sich mehr denn je dem Argument "Attraktive Bewertung" zuwenden! ............. und da steht Amerika in vielerlei Hinsicht weit hinten an!
Ralph
Dem Investor dämmert die Realität, für die "teuren" Aktien geht die Sonne unter
Vorgestern nacht sah noch alles recht gut aus; die US-Futures drehten aus "Vorfreude" (die sich 24 Stunden später in blankes Entsetzen verkehren sollte) auf die "guten" GDP-Daten für's erste Quartal in den grünen Bereich. Denn man wusste ja um die Fähigkeit der US-Regierung solch wichtige Daten entsprechend "zuzubereiten" ............. und in der Tat, die GDP-Daten übertrafen die Erwartungen deutlich (5.8% zu 5%) .... leider ging diese "gekochte" Zahl mit der etwas später folgenden zum US-Verbrauchervertrauen vollkommen unter ..... das Consumer Confidence traf nämlich deutlich unterhalb der Erwartungen (93 zu 94.5) eines Marktes, der darauf kein Halten mehr kannte, was den Abstieg aus der "sauerstoffarmen Death Zone" betraf.
So langsam dämmert es den Leuten, dass aus dem "Wirtschafts-Rebound" -oder besser aus der Wirtschafts-Rebound-Fantasie (dies vor allem aus den dramatisch manipulierten Statistiken (z.B. das wärmste Wetter seit 100 Jahren) und dadurch überzogenen Erwartungen heraus)- nichts wird. Dass der Zuwachs des GDP rein auf Aufbau der Lagerbestände und Rüstungsausgaben basiert hat, ist da nur eine traurige Episode.
Diese Statistiken haben keinen Rückenwind mehr, sondern nur noch Gegenwind.
Auf jeden Fall waren diese Daten für die Märkte ein Schlag in den Solar Plexus. Wichtige Unterstützungen wurden in allen grossen Indices nach unten durchbrochen. Dass dabei die "Panik" der Leute nur gering bis gar nicht anstieg, ist nur ein weiteres Indiz eines langsam weiter gehenden Verfalls.
Auch wenn wir mit dem gestrigen Tag mittlerweile den siebten in Folge im Minus geschlossen haben, gilt es zu beachten, dass der Abwärtstrend sich zunehmend weiter verfestigt, wodurch eine nächste grössere Abwärtsbewegung eingeleitet wird.
Der Maestro dirigiert eine Symphony in D-bakel!
Nächste Woche wird es sehr interessant zu sehen, inwieweit es zu einem echten Debakel kommt, der zu einem Absturz durch alle Sektoren führt ...... gestern waren die Verkäufe mehr auf Tech, denn auf Bank- und Brokerwerte bezogen ...... das kann sich ändern, wenn alle Schleusen geöffnet werden.
Vielleicht kommt auch irgendein Maestro daher und sorgt für einen kurzen Rescue-Bounce. Aber egal ob oder ob nicht, die Reaktion wird sehr kurzlebig sein. Die Erwartung dass 2002 für die Aktien ein desaströses Jahr wird, verkommt immer mehr zur Realität.
Alleine das Gold beginnt wieder zu scheinen, nimmt man doch Kurs auf die $315. Nicht zuletzt unterstützt durch einen weiterhin fallenden Dollar und starken Euro ........ für das Verhältnis Dollar/Euro gilt seit gestern eine neue Messgrösse, die mit der alten "gelehrten" Doktrin "Relatives Wachstum/Produktivität" nicht mehr viel gemein hat. Zukünftig gilt für die Bestimmung dieses Wechselkursverhältnisses andere Messgrössen. ............. merh dazu im folgenden Link
"König Dollar" ...... der Thron wackelt (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?s=&threadid=7258&pagenumber=2)
Selbst die Medien, so gestern das Wallstreet Journal beginnt langsam, nicht mehr an den Mythos "starke Wirtschaftserholung" zu glauben. Der Artikel "Recovery of 2002 may be stalling" spricht Bände. Und zwar dahingehend, dass eine Menge kosmetischer Faktoren, das erste Quartal besser gezeichnet haben, als es wirklich war.
Aber auch die New York Times schreibt interessante Artikel. So zum Beispiel "Pension Folly: How Losses become Profit", der ein Katalog für die Unternehmen darstellt, wie man die Pensionsfonds zur Schönung der Gewinne nutzen kann.
Am Beispiel General Electric (bitte klicken) General Electric ..... die guten Zeiten kommen nicht wieder! (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?s=&threadid=6822) hatte ich dies schon deutlich gemacht.
In diesem Artikel gibt es eine Stelle, die das ganze katastrophale Ausmass dieser Entwicklung aufzeigt. Eine Studie von Milliman USA (US-Consulting Firma) fand heraus, dass in 2001 die Gewinne der 50 grössten US-Unternehmen $54.4 Mrd. aus Pensionsfonds enthielten. Im gleichen Zeitraum haben die Pensionsfonds $35.8 Mrd. aus Investments verloren. Das bedeutet, dass zusätzlich zu den "pro forma-Gewinnen (die keine Gewinne sind und mit denen die Unternehmen vortäuschen, Gewinne zu machen), diese in ihren Pensionsfonds noch drastische Einbussen hinnehmen müssen ............. dies kann für viele Unternehmen, die solche Pensionsfonds unterhalten, später einmal zum Bumerang werden, wenn nämlich solche "Töpfe" verstärkt angezapft werden müssen ...... in Zeiten verstärkten Personalabbaus ist da sehr schnell möglich.
Summa Summarum, eine weitere Maskerade, die den Unternehmen immer weiter aus dem Gesicht fallen wird.
Die Märkte bestrafen nun jedes Unternehmen, das seine Aktionäre bestiehlt, um seinen Führungskräften zu enormen Profit zu verhelfen. Genau so soll es auch sein. Dass sich eine Firma wie Merrill Lynch da hinstellt, und sich "entschuldigt" für ihr Fehlverhalten, ist eine Vespottung der Geschädigten.
Bevor dieser Bärenmarkt vorbei ist, wird es noch eine Menge Gerichtsklagen geben, die viele Unternehmen gewaltig schädigen werden. Wir leben in einer Gesellschaft, die die Schuld lieber auf andere lenkt, als selbst für ihr Fehlverhalten einzustehen.
Ralph
pheidros
27.04.2002, 10:37
glaubst du immer noch, dass es dem Magier des Geldes Alan Greenspan gelingen wird, einen schnellen Sturz des Geldes zu verhindern? Ich hab vorsorglich meine Newmont gegen einen kanadischen Minenwert eingetauscht, bevor meine Kursgewinne von Währungsverlusten aufgefressen werden.
Gruß
Ich bin da über eine überaus interessante TA zum $$$ gestossen. Great work, thanx @ebt111 for permission:).....
A different dollar scenario
Posted By: ebt111
Date: Friday, 26 April 2002, at 12:06 a.m.
1st, we had a nice inverse H&S which perfectly predicted the level the dollar went to.
http://members2.s2u.org/internet/syracus/dollar1.gif
Now we have a fairly clear H&S which shows the dollar is likely to fall to 102.97. But note the rising neckline - so maybe it wont go a lot lower then 102.97.
http://members2.s2u.org/internet/syracus/dollar2.gif
What if it bottomed at 102.97 and went back up? Then we'd have a giant inverse H&S with a Head at 77.73 which would project all the way to 167.69!!http://www.stock-channel.net/stock-board/images/icons/icon33.gif
http://members2.s2u.org/internet/syracus/dollar3.gif
It's definitely not impossible. If anyone has read Kaplan's "The Coming Anarchy", one could imagine that the EU could squabble themselves out of existence - just look at the French LOL. Japan may continue to have systemic problems so it could be the dollar by default.
Maybe when the dollar falls to 102.97 and US firms become more competitive the rest of the world will panic and say "we need the bubble back".
But in any case, the 2nd chart of this post is the most useful. Seeing as the indices seem to be correllated with the dollar lately, it might be a good idea to sell gold stocks, cover shorts, and look for a bounce when then USD hits 103 - because that's a pretty clear target.
Nur sind wir noch nicht ganz fertig mit der Diskussion ob der $ dann auch wirklich stoppen wird oder eine Möglichkeit des durchrutschens besteht. Naja, mal sehen;). Den Amis manchmal klar zu machen das nicht alles Gold ist was glänzt in den USA ist schwierig:hihi...
@Ralph,
wenn der $-Cashindex auf 103 fällt, wohin läuft dann Gold :rolleyes:? Dazu läuft CHF/$ beinahe zu 100% konvergent mit dem USD.X aber divergent zum Goldpreis;). Und CHF/$ sieht sehr interessant aus:
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=C%5FCHF&compidx=aaaaa%3A0&ma=6&maval=24&uf=0&lf=2&lf2=4&lf3=0&type=4&size=2&state=15&sid=126328&style=350&freq=2&startdate=9%2F30%2F99&enddate=9%2F30%2F2002&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=9238&mocktick=1
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=C%5FCHF&compidx=aaaaa%3A0&ma=6&maval=24&uf=0&lf=2&lf2=4&lf3=0&type=4&size=2&state=15&sid=126328&style=350&freq=2&startdate=9%2F30%2F94&enddate=9%2F30%2F2002&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7190&mocktick=1
Schlagzeilen wie "Budget Deficit for '02 May Top $100 Billion", Washington Post vom 26.4.2002 sind auch nicht ohne.
Quelle: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A51074-2002Apr25.html
dropped, ready to dive;)....
Gruss sYr
ralph for president?
du bist richtig gut.
anerkennung zollt
trine
nasdaq10.000
27.04.2002, 15:24
Original erstellt von Ralph
Dem Investor dämmert die Realität, für die "teuren" Aktien geht die Sonne unter
Vorgestern nacht sah noch alles recht gut aus; die US-Futures drehten aus "Vorfreude" (die sich 24 Stunden später in blankes Entsetzen verkehren sollte) auf die "guten" GDP-Daten für's erste Quartal in den grünen Bereich. Denn man wusste ja um die Fähigkeit der US-Regierung solch wichtige Daten entsprechend "zuzubereiten" ............. und in der Tat, die GDP-Daten übertrafen die Erwartungen deutlich (5.8% zu 5%) .... leider ging diese "gekochte" Zahl mit der etwas später folgenden zum US-Verbrauchervertrauen vollkommen unter ..... das Consumer Confidence traf nämlich deutlich unterhalb der Erwartungen (93 zu 94.5) eines Marktes, der darauf kein Halten mehr kannte, was den Abstieg aus der "sauerstoffarmen Death Zone" betraf...
Dass der Zuwachs des GDP rein
auf Aufbau der Lagerbestände
und Rüstungsausgaben basiert hat, ist da nur eine traurige Episode...
Ralph
Dann sei die Frage erlaubt,
warum die Daten zum Verbrauchervertrauen
nicht eine entsprechend positive "Zubereitung" erfuhren:
Wurde dies ganz einfach vergessen?
Ist die US-Wissenschaft, sowie die unternehmerische, auch öffentliche Meinung wirklich so unfähig, dass sie sich von behördlichen Daten derartig manipulieren lässt,
Manipulationen überhaupt zuzulassen?
Deutschland hätte allen Grund,
sich um die Performance der eigenen wirtschaftlichen Aktivität zu kümmern und die Gründe für diesen Missstand eingehender zu bearbeiten:
10% Arbeitslosigkeit e t w a scheinen auch ein Zustand von Normalität zu werden - solange dieser noch zu bezahlen ist.
Mit Glück und US-Hilfe (!!!) kommen wir auf miese knappe 1% BIP in 2002.
Die Amis liegen bereits jetzt bei knappen 6%.
Pardon, ich vergass - ist ja alles Manipulation.
Gruss, n.
PS: Die europäischen, also die guten Daten sind selbstverständlich alle stimmig??
Daten-Fälschungen, und darum handelt es sich dann wohl, müssen bewiesen werden (vgl. etwa im Rahmen des Arbeitsamtsskandals - jetzt sind etwa die Polizei-/Kriminalitäts-Daten dran: "Manipulierte Kriminalstatistiken: Lug und Trug im Polizeirevier" - http://www.wdr.de/tv/monitor/beitraege.phtml).
Eine andere Sache ist die Daten-Interpretation, die je nach Interesse unterschiedlich ausfällt und Daten/Fakten unterschiedlich gewichtet.
Klar ist, dass sich Investitionen in den Verteidigungs- und Militärhaushalt auch im gesamten ökonomischen System niederschlagen werden:
Es werden Teilbereiche besonders profitieren, vornehmlich u.a. der Informationstechnologie-Sektor.
Aufbau der Lagerbestände?
Aufgebaut wurden lediglich die p r i v a t e n Lagerbestände:
- Reuters-Zitat zum Abbau der Lagerbestände von Unternehmen:
"Positiv werteten Volkswirte auch das deutlich geringere Tempo, mit dem die
U n t e r n e h m e n im ersten Quartal ihre Lagerbestände zurückgefahren haben. Die Bestände v e r r i n g e r t e n sich dem Ministerium zufolge nur noch um 36,2 Milliarden Dollar nach einem Minus von 119,3 Milliarden Dollar im Vorquartal. "Dies zeigt, dass die Wirtschaft tatsächlich wächst und das BIP-Plus nicht nur auf dem Verkauf von Lagerwaren beruht, so wie im vergangenen Jahr", sagte Gary Thayer, Chefvolkswirt von A.G. Edwards&Sons in St. Louis. Es gebe nun keine Zweifel mehr: Die Erholung habe begonnen."
- markt-daten.de: "Die reale Veränderung der p r i v a t e n Lagerbestände führt zu einer Addition von 3,10% nach einer Subtraktion von 2,16% vom BIP im vierten Quartal 2001. Die Lagerbestände der U n t e r n e h m e n gingen im vierten Quartal um $119,3 Mrd. zurück, im ersten Quartal jetzt $36,2 Mrd."
markt-daten.de hebt in der Tat hervor, dass "Hauptbestandteile des BIP-Anstieges der Zuwachs bei den p r i v a t e n Lagerbeständen " (...) sei.
Zu den gestrigen Daten/markt-daten.de:http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/119264.htm
US-Daten: http://www.bea.doc.gov/bea/glance.htm
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SCHWEIZ:
26. April 2002, 14:56, NZZ Online
Schweizer Wirtschaft gewinnt an Fahrt
Ökonomen zuversichtlicher
Die Schweizer Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt. Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich erwartet eine Beschleunigung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität im zweiten Quartal. Auch die Arbeitsproduktivität nimmt zu.
(sda) Das am Freitag veröffentlichte Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich für den März lässt auf eine Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums bis Mitte Jahr schliessen. Im letzten Monat stieg das Barometer von -0,70 auf -0,58 Punkten. Die KOF rechnet weiterhin mit einem realen BIP-Wachstum von 1,2% in diesem und 2,1% für 2003.
Etwas zuversichtlicher hatte sich Anfang Woche das Westschweizer Institut Créa gezeigt, das ein Wachstum von 1,7% im laufenden und 2,3% im kommenden Jahr erwartet. Die Créa hatte ihre Prognose leicht nach oben korrigiert.
Auch die Konjunkturforschung Basel AG (BAK) erwartet ein Erwachen der Konjunktur mit Beginn des zweiten Semesters. Das Institut hatte seine Erwartungen bereits Anfang Monat nach oben angepasst. Im laufenden Jahr erwarten die Basler Konjunkturforscher demnach ein Wachstum von 1,5% und im nächsten von 2,5%.
Sorgen wegen starkem Franken
Die Konjunkturbelebung werde sich auf das wieder erstarkende Vertrauen der Investoren und die Erholung der schweizerischen Exportwirtschaft stützen, sagte Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth am Freitag an der Generalversammlung der Notenbank. Die Exportwirtschaft beklagt sich jedoch über den starken Franken. Diese Sorgen liessen die Schweizerische Nationalbank (SNB) nicht kalt. Einer geldpolitischen Strategie zur Abschwächung des Frankens erteilte Roth aber erneut eine klare Absage.
Trendwende in der Arbeitsproduktivität
Die Arbeitsproduktivität hat im vierten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal wieder zugenommen. Dies zeigt ein Index, den die Konjunkturforschung Basel AG (BAK) im Auftrag der Nachrichtenagentur sda berechnet und am Freitag zum ersten Mal veröffentlicht hat.Im dritten Quartal 2001 war die reale Arbeitsproduktivität in der Schweiz noch um 0,8% gesunken. Die Zunahme im vierten Quartal hat zwei Ursachen: Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm mit 0,1% wieder leicht zu, gleichzeitig schrumpfte das Arbeitsvolumen um 0,4%. Eine solche Entwicklung ist typisch für eine beginnende Erholung im Konjunkturzyklus. Der sda-BAK-Index untermauert damit die Anzeichen einer konjunkturellen Trendwende, die von vielen Ökonomen für das zweite Quartal 2002 vorausgesagt wird.
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ÖSTERREICH:
26.04.2002, Industriekonjunktur springt wieder an
Fürst: "Durststrecke zu Ende, Aufschwung in deutlicher Nähe"
Wien - Die Konjunktur der österreichischen Industrie springt offenbar wieder an. Die Einschätzungen vor allem für die Zukunft sind deutlich positiver als noch vor einem Vierteljahr, ergab die jüngste Umfrage der Industriellenvereinigung unter ihren Mitgliedsbetrieben. Signifikant verbessert haben sich die Einschätzung der Geschäftslage für das bevorstehende Halbjahr und die Produktionserwartungen. Auch zur weiteren Entwicklung der Kapazitätsauslastung äußerten sich die befragten 496 Unternehmen mit 213.000 Mitarbeitern markant besser, auch für die Beschäftigungslage der Industrie sieht es rosiger aus.
Das IV-Konjunkturbarometer, der Mittelwert aus dem Saldo der Antworten zur Geschäftslage heute und in sechs Monaten, hat von -7,8 im Dezember auf nunmehr +12,4 deutlich ins Positive gedreht, zeigte sich am Freitag der Bereichsleiter Industriepolitik der IV, Erhard Fürst, in einem Pressegespräch erfreut: "Die Durststrecke ist zu Ende. Der Aufschwung ist in deutliche Nähe gerückt." Die künftige Kapazitätsauslastung werde markant besser eingeschätzt, der Saldo für die Erwartungen in den nächsten drei Monaten sei von -10 auf +22 gestiegen.
Parallel zu den günstigen Produktionserwartungen verbesserten sich die Perspektiven für den industriellen Arbeitsmarkt. Zwar ist der Saldo mit -2 noch immer leicht im Minus, doch ist dies gegenüber -25 vom Dezember ebenfalls eine sprunghafte Verbesserung. Noch bis spät in dieses Jahr werde die Industriebeschäftigung aber noch rückläufig sein, so Fürst. Die Aussichten zur künftigen Verkaufspreisentwicklung haben sich, wiewohl noch im Negativen, von -20 auf -12 verbessert.
Stärkeres Wachstum erwartet
Für die heimische Industrie erwartet Fürst für heuer mit zumindest +2 Prozent ein stärkeres Wachstum als für die gesamte Wirtschaft Österreichs. Sie soll laut den jüngsten Prognosen dieses Jahr um 1,2 bis 1,7 Prozent zulegen. Die IV sehe die 1,2 Prozent, die das Wifo zuletzt vorhergesagt hat, als Untergrenze an und rechne eher mit 1 1/2 Prozent. Die Industrie könne dabei durchaus sogar um 2,5 Prozent wachsen, stärker als die vom Wifo prognostizierten 1,5 Prozent.
Größtes Problem für Österreich stelle derzeit Deutschland dar, das als wichtigster Handelspartner unseres Landes heuer nur 0,7 bis 0,9 Prozent Wachtum aufweisen werde. Aus den USA kämen hingegen gute Impulse, dort könne heuer zumindest mit 2 1/2 Prozent Wachstum gerechnet werden, manche Erwartungen würden bis zu 4 Prozent reichen.
Für die EU sieht die IV einen Aufschwung im Gefolge der USA, wenn auch verzögert und abgeschwächt: Das BIP-Plus in der EU werde heuer bei 1 1/2 Prozent liegen und damit hinter den USA zurückbleiben. (APA)
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DEUTSCHLAND
16.04.2002 - ZEW (fhu/kvs)
ZEW-Konjunkturerwartungen: Stabilisierung auf hohem Niveau
Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im April leicht um 0,6 Punkte zurückgegangen. Sie liegen nun bei 70,6 Punkten nach 71,2 Punkten im Vormonat.
Nach dem deutlichen Anstieg in den Vormonaten hat sich der Indikator damit auf hohem Niveau stabilisiert. Eine große Mehrheit der befragten Analysten erwartet damit weiterhin eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland im nächsten halben Jahr. Leicht verbessert hat sich im April hingegen erneut die Beurteilung der aktuellen deutschen Konjunkturlage. Der Saldo der positiven und negativen Einschätzungen steigt von -80,0 Punkten auf -76,7 Punkte.
An der Umfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, haben sich in diesem Monat 314 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder.
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26.04.02, Nachbarn korrigieren schräges Ifo-Bild
Der Ifo-Index blieb diese Woche zum Glück die einzig negative Überraschung aus der Euroland-Konjunktur. Die Geschäftsklima-Indices von Frankreich und Italien sind im April weiter gestiegen. Das Aufschwungszenario für Euroland bleibt damit intakt. Vor allem die Zukunftsaussichten beurteilen die Firmen in den nach Deutschland größten Volkswirtschaften im Euro-Raum weiterhin positiv.
Angesichts der optimistischeren Stimmung in den Nachbarländern und des schon wieder beachtlichen Wachstumstempos in den Vereinigten Staaten sollte auch der Rückgang beim Ifo-Geschäftskliam-Index ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Für die schwächelnden deutschen Börsen kann fürs Erste Entwarnung gegeben werden.
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Freitag 26. April 02
US-Wirtschaft so stark gewachsen wie zuletzt Ende 1999
Washington (Reuters) - Die hohe Kaufbereitschaft der Verbraucher und die Belebung der US-Exporte haben die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal so stark wachsen lassen wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Analysten sehen die weltgrößte Volkswirtschaft auf dem Pfad der Erholung, warnen aber vor Risiken. So hat sich das US-Verbrauchervertrauen im April überraschend stark eingetrübt.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA stieg nach vorläufigen Angaben des Handelsministeriums zum Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,8 Prozent nach plus 1,7 Prozent im Schlussquartal 2001. Der BIP-Anstieg war der stärkste seit dem vierten Quartal 1999 und liegt einen Prozentpunkt über den Analystenerwartungen.
Die US-Aktienmärkte eröffneten am Freitag zunächst freundlich, rutschten dann aber ins Minus. Der Dollar fiel zum Euro auf seinen tiefsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Zum Schweizer Franken markierte die US-Währung ein Fünf-Monats-Tief, zum britischen Pfund ein bisheriges Jahres-Tief.
VERBRAUCHERAUSGABEN UND EXPORTE TREIBEN KONJUNKTUR AN
Als Wachstumsmotoren machten Analysten vor allem die anhaltend hohen Verbraucherausgaben und die kräftige Erholung der Exporte aus. Die Konsumenten gaben den Angaben zufolge im ersten Quartal 3,5 Prozent mehr als in den letzten drei Monaten 2001 aus. Die Verbraucherausgaben machen rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus. Der Wert der Ausfuhren wuchs im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung sogar um 6,8 Prozent, nachdem er im Gesamtjahr 2001 um 4,5 Prozent geschrumpft war.
Positiv werteten Volkswirte auch das deutlich geringere Tempo, mit dem die Unternehmen im ersten Quartal ihre Lagerbestände zurückgefahren haben. Die Bestände verringerten sich dem Ministerium zufolge nur noch um 36,2 Milliarden Dollar nach einem Minus von 119,3 Milliarden Dollar im Vorquartal. "Dies zeigt, dass die Wirtschaft tatsächlich wächst und das BIP-Plus nicht nur auf dem Verkauf von Lagerwaren beruht, so wie im vergangenen Jahr", sagte Gary Thayer, Chefvolkswirt von A.G. Edwards&Sons in St. Louis. Es gebe nun keine Zweifel mehr: Die Erholung habe begonnen.
BUSH MIT WACHSTUM NOCH NICHT ZUFRIEDEN
US-Präsident George W. Bush hat die am Freitag vorgelegten BIP-Zahlen zum ersten Quartal als "sehr ermutigendes Signal" bezeichnet. Allerdings sei er mit dem gegenwärtigen Wachstum der US-Wirtschaft noch nicht zufrieden. "Es gibt noch mehr zu tun", sagte Bush vor Journalisten auf seiner Ranch in Texas.
Bushs Wirtschaftsberater Glenn Hubbard sagte ebenfalls am Freitag, das BIP-Wachstum werde sich nach dem 5,8-Prozentsprung im ersten Quartal wahrscheinlich auf durchschnittlich 3,5 Prozent verlangsamen. Mit einer Erholung bei den Unternehmensinvestitionen rechne er erst in der zweiten Jahreshälfte.
ANALYSTEN WARNEN VOR VERFRÜHTEM OPTIMISMUS
Mit Blick auf das Verbrauchervertrauen warnten einige Analysten vor verfrühtem Optimismus. Die Zuversicht der Konsumenten sei in jüngster Zeit durch die Verluste an den Aktienmärkten und die Unsicherheit über den N a h o s t konflikt erheblich getrübt worden, sagten die Experten. Dies zeige der überraschend klare Rückgang des Verbrauchervertrauens-Index der Universität Michigan im April auf 93,0 von 95,7 Zählern im Vormonat. Der Index liefert Volkswirten zufolge wichtige Anhaltspunkte über die künftige Kaufbereitschaft der Verbraucher. "Es wird schwerer, in den kommenden Quartalen ein ähnlich hohes BIP-Wachstum zu erzielen", sagte Mark Vitner von Wachovia (NYSE: WB - Nachrichten) . Denn für die Konjunkturentwicklung sei vor allem der Endverbrauch von Bedeutung, also die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern ohne Berücksichtigung der Lagerveränderungen.
An den Finanzmärkten waren nach einigen überraschend schwachen Quartalsberichten von US-Konzernen Zweifel über die Nachhaltigkeit der Konjunkturbelebung aufgekommen. Diese Sorgen hatten den Dollar und auch die Aktienkurse belastet. Für die weitere Entwicklung der Konjunktur schauen Volkswirte gespannt auf vorauslaufende Indikatoren wie den Michigan-Index.
Nach den am Freitag vorgelegten Konjunkturdaten gehen Analysten weiter davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) erst in der zweiten Jahreshälfte die Leitzinsen anheben wird. Zunächst wollten die Währungshüter abwarten, wie stark die US-Konjunktur anziehe, bevor sie bei dem derzeit geringen Inflationsdruck den Schlüsselzins von 1,75 Prozent erhöhen werde, argumentieren die Volkswirte. Die Notenbank hatte im vergangenen Jahr den Leitzins in elf Schritten um insgesamt 475 Basispunkte zurückgeschraubt, um der Rezession entgegenzuwirken...
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vwd/26.4.02:
Tabelle: http://www.vwd.de/news/wirtschaft_politik/433951.html
US/BIP 1. Quartal (1. Schätzung) ... (Erg)
Überschattet wird der Eindruck eines kraftvollen Starts der US-Konjunktur in das laufende Jahr jedoch unter anderem durch die Warnung vor einer möglichen Abwärtsrevision der Daten. Einige Ökonomen weisen dabei darauf hin, dass sich die Schätzungen für noch fehlende Daten als zu optimistisch erweisen könnten. Darüber hinaus sei nicht damit zu rechnen, dass sich der Aufschwung mit gleichbleibender Dynamik fortsetzen wird. Vielmehr würden die Lager in den kommenden Monaten weniger deutlich stützend wirken. Hinzu komme, dass sich die Endnachfrage, die bereits an Schwung verloren habe, im zweiten Quartal weiter verlangsamen sollte.
Erst in der zweiten Jahreshälfte ist dann nach Ansicht der Volkswirte mit einem nachhaltigen Aufschwung zu rechnen. Dann würde die durch den Lagerzyklus sowie die Staatsnachfrage initiierte Erholung über neue Stellen und zusätzliche Einkommen zu höheren Ausgaben führen.
US/BIP 1. Quartal (1. Schätzung) ... (drei)
Daneben verringerte sich das Tempo beim Abbau der Lagerbestände, was besonders positiv zu den robusten Daten beitrug. Der Lagerabbau wurde auf 36,2 Mrd USD beziffert, nachdem im Vorquartal noch ein Rekord-Minus von 119,3 Mrd USD gemeldet worden war. Diese verlangsamte Rückführung der Vorräte trug mit 3,1 Prozentpunkten zum Wachstum der US-Wirtschaft bei. Die Investitionen der Unternehmen fielen im ersten Quartal um 5,7 Prozent, nachdem sie im Vorquartal um 13,8 Prozent eingebrochen waren. Die Ausgaben für Ausrüstungen und Software, die zuvor ebenfalls deutlich gefallen waren, gingen dagegen nur um 0,5 Prozent zurück.
Der reale Umsatz, der die Lagerbestandsveränderungen mit einschließt, erhöhte sich um 2,6 Prozent, während er von Oktober bis Dezember um 3,8 Prozent gewachsen war. Auch die Staatsausgaben haben mit einer Steigerung von 7,9 Prozent im ersten Quartal einen positiven Wachstumsbeitrag geliefert. Der Exportzuwachs von 6,8 Prozent wurde allerdings durch die um 15,5 Prozent gekletterten Einfuhren klar übertroffen. Im Vorquartal waren beide Daten noch rückläufig gewesen.
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US-Wirtschaft zieht im ersten Quartal überraschend deutlich an
Washington (vwd) - Die Wirtschaftsleistung der USA ist im ersten Quartal des laufenden Jahres deutlich kräftiger gewachsen, als zuvor erwartet wurde. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes stieg nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Freitag zwischen Januar und März um annualisiert 5,8 Prozent. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Vorfeld hingegen ein Plus von lediglich 4,9 Prozent prognostiziert. Im vierten Quartal vergangenen Jahres hatte die Zunahme des BIP für viele Beobachter überraschend nach annualisierter Rechnung bei 1,7 Prozent gelegen, im dritten Quartal war erstmals seit acht Jahren mit einem Minus von 1,3 Prozent ein Rückgang verzeichnet worden.
Der als alternatives Inflationsmaß verwendete BIP-Deflator stieg den weiteren Angaben des Ministeriums zufolge um 0,8 Prozent nach einem Rückgang von 0,1 Prozent im vierten Quartal vergangenen Jahres. Von vwd befragte Ökonomen hatten hier einen Anstieg von 1,6 Prozent prognostiziert. Für den PCE-Deflator wurde eine Zunahme von 0,6 Prozent gemeldet nach zuletzt plus 0,8 Prozent.
Der deutliche Anstieg der US-Wirtschaftsleistung war der stärkste seit dem vierten Quartal 1999, als der Zuwachs 8,3 Prozent betragen hatte. Der Bericht des Handelsministeriums enthüllte zugleich, dass das US-Wachstum weiterhin durch die privaten Konsumausgaben getrieben wird, was den Rückgang bei den Unternehmensinvestitionen kompensieren konnte. Allerdings reduzierte sich der Anstieg der Konsumausgaben im Vergleich zum Vorquartal auf nunmehr 3,5 Prozent, während er im vierten Quartal 2001 noch bei 6,1 Prozent gelegen hatte. Die Konsumausgaben, die zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen, trugen mit 2,53 Prozentpunkten zum BIP-Zuwachs bei.
Die hohen Absatzzahlen im Automobilsektor im vierten Quartal, die auf enorm günstige Finanzierungskonditionen zurückzuführen waren, haben sich offenbar im ersten Quartal nicht fortgesetzt. So gingen die Ausgaben für langlebige Güter, in denen die Automobilverkäufe berücksichtigt werden, im Erstquartal um 8,0 Prozent zurück. Dieses Minus wurde jedoch durch einen 8,4-prozentigen Anstieg bei den Verbrauchsgütern aufgefangen.
Daneben verringerte sich das Tempo beim Abbau der Lagerbestände, was besonders positiv zu den robusten Daten beitrug. Der Lagerabbau wurde auf 36,2 Mrd USD beziffert, nachdem im Vorquartal noch ein Rekord-Minus von 119,3 Mrd USD gemeldet worden war. Diese verlangsamte Rückführung der Vorräte trug mit 3,1 Prozentpunkten zum Wachstum der US-Wirtschaft bei. Die Investitionen der Unternehmen fielen im ersten Quartal um 5,7 Prozent, nachdem sie im Vorquartal um 13,8 Prozent eingebrochen waren. Die Ausgaben für Ausrüstungen und Software, die zuvor ebenfalls deutlich gefallen waren, gingen dagegen nur um 0,5 Prozent zurück.
Der reale Umsatz, der die Lagerbestandsveränderungen einschließt, erhöhte sich um 2,6 Prozent, während er von Oktober bis Dezember um 3,8 Prozent gewachsen war. Auch die Staatsausgaben haben mit einer Steigerung von 7,9 Prozent im ersten Quartal einen positiven Wachstumsbeitrag geliefert. Der Exportzuwachs von 6,8 Prozent wurde allerdings durch die um 15,5 Prozent gekletterten Einfuhren klar übertroffen. Im Vorquartal waren beide Daten noch rückläufig gewesen.
Überschattet wird der Eindruck eines kraftvollen Starts der US-Konjunktur in das laufende Jahr jedoch unter anderem durch die Warnung vor einer möglichen Abwärtsrevision der Daten. Einige Ökonomen weisen dabei darauf hin, dass sich die Schätzungen für noch fehlende Daten als zu optimistisch erweisen könnten. Darüber hinaus sei nicht damit zu rechnen, dass sich der Aufschwung mit gleichbleibender Dynamik fortsetzen wird. Vielmehr würden die Lager in den kommenden Monaten weniger deutlich stützend wirken. Hinzu komme, dass sich die Endnachfrage, die bereits an Schwung verloren habe, im zweiten Quartal weiter verlangsamen sollte.
Erst in der zweiten Jahreshälfte ist dann nach Ansicht der Volkswirte mit einem nachhaltigen Aufschwung zu rechnen. Dann würde die durch den Lagerzyklus sowie die Staatsnachfrage initiierte Erholung über neue Stellen und zusätzliche Einkommen zu höheren Ausgaben führen.
vwd/DJ/12/26.4.2002/cv/jej
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http://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/xp/dpa/20020426/2215436308.jpg
TRENDUMKEHR bei -1,3:D
http://www.elliott-charts.de/wirtschaftsdaten/eco-chart/2002.4.bip-q1-ab1999.gif
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http://www.elliott-charts.de/wirtschaftsdaten/eco-chart/2002.4.con-sent2-einjahr.gif
http://www.elliott-charts.de/wirtschaftsdaten/eco-chart/2002.4.con-sent2-ab1978.gif
Historisch gesehen: relativ harmlos!
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Zur Welt-Konjunktur: JAPAN
10.05.02, Wirtschaftsindikatoren geben Japans Ökonomie grünes Licht
Activest: Exportsektor mit besten Aussichten
Wichtige Konjunkturdaten sind am Donnerstag in Japan veröffentlicht worden. Zwei maßgebliche Stimmungsbarometer sind wieder über die Marke von 50 Punkten geklettert. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen an einen Aufschwung glaubt. Die Fondsgesellschaft Activest ist der Ansicht, dass die Exportindustrie am stärksten von einer Erholung profitiert.[/b]
Die Experten stellen dieses These auf, da im vergangenen Monat zu beobachten gewesen ist, dass mehr japanische Autos und Elektrogüter in den USA abgesetzt worden sind. Altbewährte Industriegüter scheinen also wieder gefragt zu sein. Doch was im Ausland gilt, hat sich bisher nicht auf den Inlandsmarkt übertragen. Das wissen auch die Activest-Spezialisten, die die schwache Inlandsnachfrage ebenfalls als Problem für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung im „Land der aufgehenden Sonne“ ansehen. Sie verweisen zudem auf die notleidenden Kredite, die den Finanzsektor nach wie vor belasten. Die Activest-Experten gehen mittlerweile von einem Volumen „fauler“ Kredite in Höhe von 100 Bill. Yen (867 Mrd. Euro) aus.
Positiv eingestellt ist die Fondsgesellschaft allerdings gegenüber High-Tech-Firmen. Dies wird durch die guten Geschäftszahlen und die Ausblicke für die laufende Rechnungsperiode 2001/2002 unterstützt.
Sony kalkuliert beispielsweise mit einer Verdoppelung des Gewinns. Auf Sicht von sechs Monaten prognostiziert Activest einen Anstieg des Nikkei auf 12.400 Punkte.
Die Fondsgesellschaft Threadneedle unterstützt die Meinung der Kollegen von Activest, dass es zu einer Erholung in Japans Wirtschaft kommen wird. Die Wertpapierexperten verweisen auf die Steigerung der Industrieproduktion in den vergangenen beiden Monaten und glauben vor allem daran, dass es mit den Finanztiteln wieder bergauf geht. Jedoch gilt das nicht für die Branche insgesamt. Bankaktien werden von den Threadneedle-Strategen auf Grund der Problematik mit den notleidenden Krediten gemieden. Von Pharma- und Telekommunikationstiteln raten sie ebenfalls ab.
Weitere wichtige Konjunkturdaten hat das Investmenthaus Merrill Lynch parat. Das Verbrauchervertrauen ist im ersten Quartal 2002 von 36,9 auf 38,4 Punkte angestiegen.
Die Fondsmanager glauben daran, dass anstehende Steuerreformen positiv für Japans Wirtschaft sein werden. Sie rechnen mit einer Nettosenkung von zwei bis drei Bill. Yen. Das entspricht einer Entlastung von 17-26 Mrd. Euro.
Alle Ampeln stehen nach dem vorhandenen Konjunkturdatenmaterial also auf grün. Der maßgebliche Index für Japans Konjunktur ist im März das erste Mal seit 15 Monaten über die Marke von 50 Punkte geklettert. Um über 40 Prozent auf 56,3 Punkte hat er sich verbessert. Der Index für zukünftige Wirtschaftstrends hat ebenfalls zugelegt. Er notiert nun das dritte Mal in Folge über 50 Punkte. Der derzeitige Stand ist 80 Zähler. Bei beiden Indizes ist von einer optimistischen Wirtschaftslage auszugehen, wenn 50 Punkte überschritten worden sind.
An diesem Freitag entscheidet sich noch, ob die Ratingagentur Moody’s das Kreditrating Japans abermals herabstuft auf A2. Der Yen legt schon einmal vorsorglich den Rückwärtsgang ein. Er verschlechtert sich im Verhältnis zu einem US-Dollar auf 128,64 Yen. Was des einen Leid ist, ist des anderen Freud. Zwar ist eine Degradierung durch Moody’s aus Imagegründen eine Blamage für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Doch der schwache Yen könnte den Exportunternehmen weiteren Auftrieb geben.
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http://www.businesscycle.com/graphics/cover_graphic.gif
"Man beachte den TREND[/b]".
Zu den ECRI-Daten vom 10.5.:
Ein wöchentlich publizierter Index, der die Aktivität der Wirtschaft misst, stieg in der vergangenen Woche auf ein 18-Monatshoch und räumt damit die letzten Zweifel aus und bestätigt, dass die Wirtschaftserholung auf einem guten Weg ist und durch keinen externen Schock (steigender Ölpreis) von dieser Bewegung nachhaltig abgebracht werden kann.
Der Weekly Leading Index des Economic Cycle Research Institute stieg in der am 3. Mai beendeten Woche auf 122.6 von 122.1 in der Vorwoche.
Ein Anstieg bei neu aufgenommenen Immobilienkrediten und Rückgang der Arbeitslosenanträge waren die Hauptantriebe für den Anstieg des Index.
© Godmode-Trader.de
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NEW YORK, May 10 (Reuters) - A weekly indicator of U.S. economic activity rose to an 18-month high last week, confirming that the recovery is firmly in place and is unlikely to fall prey to economic shocks, a report on Friday showed.
The Economic Cycle Research Institute's Weekly Leading Index rose to 122.6 in the week ended May 3 -- the highest level since November 2000 -- from 122.1 in the prior week.
A rise in mortgage applications to a record and a drop in initial jobless claims last week helped drive the rise in the WLI. A stock market decline and falling industrial commodities prices curbed the rise, ECRI said.
"The U P T R E N D is very much intact," said Anirvan Banerji, ECRI research director.
"The window of vulnerability that we had in the fall of 2000 and last year, has been slammed shut. We no longer believe that any kind of shock could destabilize the recovery."
The index's growth rate -- which compares the four-week moving average with its behavior over the preceding year -- also rose, to 4.5 percent from 4.1 percent.
The Weekly Leading Index is composed of a balance of seven major economic indicators. ECRI designs short- and long-term indexes aimed at predicting business cycles, recessions and recoveries in the world's leading economies.
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Zum ECRI allgemein:
Quelle /URL: Economic Cycle Research Institute
http://www.businesscycle.com/data.html
Kurze Beschreibung:
Der Composite Index ist als ein gewichteter Durchschnitt von sieben Schlüsselindikatoren der Wirtschaft konstruiert worden, um die konjunkturellen Bedingungen rechtzeitig vorherzusagen. Der Index ist so struktuiert, dass er nach unten dreht vor einer Rezession und wieder aufwärts zeigt bevor die Wirtschaft in eine Wachstumsphase übergeht.
Die einzelnen Komponenten:
· Geldmengen
· ECRI Preisindex für industrielle Märkte
· Hypothekenanträge
· Spanne bei der Qualität von Anleihen
· Aktienkurse
· Erträge bei Anleihen
· Erstanträge auf Arbeitslosigkeit
Im Vergleich zu den Frühindikatoren des Conference Boards zeigt der ECRI Frühindikator früher Signale der Wendepunkte von Konjunkturzyklen an. Laut ECRI seien Frühindikatoren dem LEI drei Monate voraus, zudem biete ihr Index eine wirksamere Vorhersage als der LEI, in 83% der oberen und 60% der unteren Wendepunkte eines Konjunkturzyklus.
Der Index hat das Basisjahr 1992, also 1992=100. Er wurde zurück berechnet bis 1967, der erste Veröffentlichungszeitpunkt ist mir (Cosa) nicht klar, entwickelt wurde der Index in den 80iger Jahren von Geoffrey Moore und seiner Arbeitsgruppe.
Bei Erholungen hat der Index eine Vorlaufzeit von 3-6 Monaten, bei
Verschlechterungen von 6-9 Monaten. Der Index ist volatil, so wird zur besseren Beurteilung eine geglättete 6-Monatswachstumsrate gebildet. Diese errechnet sich aus dem Quotienten der Indexwerte des letzten Monats im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate.
Bei den Charts sind u.a. zwei Abbildungen des ECRI WLI vs. dem Stimmungsindikator des verarbeitenden Gewerbes, dem ISM-Index.
http://www.elliott-charts.de/Wirtschaftsdaten/WIRTSCHA.HTM[/QUOTE]
Vetinari
27.04.2002, 15:47
Ah , hier sind die traumerisch Euro Bullen :rolleyes: :p
Nette beitrag Syracus , echte Dollar Bullen futter - mit diese scenario kann ich gut leben ;) :hihi
Ein paar jahre pause , dann wieder steigende Dollar und der Welt ist gerettet. In die dunkle zeit bis der Dollar wieder kommt , wir konnen mit Gold gut spielen und lass die Ami konjunktur wieder auf die beinen kommen.
Dann ist auch diese Euroland experiment geplatz als ein grosse fehler und wir gehen zuruck an der naturelle zusammen kommen von Laender und nicht ein misch mash versuch dass wir im moment haben , kontrolliert von ein paar idioten in Brussels mit absolute kein ahnung :)
Diese gefehlt mir bestens , besonders stimmt uber Frankreich :) ...
"It's definitely not impossible. If anyone has read Kaplan's "The Coming Anarchy", one could imagine that the EU could squabble themselves out of existence - just look at the French LOL.:D :hihi Japan may continue to have systemic problems so it could be the dollar by default."
Nur Amiland kann die Welt retten , traurig aber war.
Paul Volker, ex-Fed Chairman ... "The fate of the world economy is now totally dependant on the growth of the US economy, which is dependant on the stock market, whose growth is dependant on about 50 stocks, half of which have never reported any earnings."
In ein paar jahren kommen diese 50 firmen wieder :)
Ich hoffe alle haben ein paar Deutschmarks noch ... in 5 jahren sind sie wieder da ;) :hihi
glaubst du immer noch, dass es dem Magier des Geldes Alan Greenspan gelingen wird, einen schnellen Sturz des Geldes zu verhindern? Ich hab vorsorglich meine Newmont gegen einen kanadischen Minenwert eingetauscht, bevor meine Kursgewinne von Währungsverlusten aufgefressen werden.
pheidros, habe ich das irgendwann mal geglaubt oder behauptet? :confused:
Ich meine, ich schreibe soviel über "Greenspan und seine Gang", da sollte es mittlerweile deutlich geworden sein, dass ich ihn für den falschen Mann am falschen Ort zur falschen Zeit halte.
Das Thema "Währungsverluste" wird sehr bald durch die Presse geistern!
@n10000
Wenn ich sage, dass die Daten zum GDP "gekocht" worden sind, dann bedeutet dies nicht, dass bereits feststehende Eingangsdaten (das GDP ist ein Aggregat einer Vielzahl von Einzelkomponenten) gefälscht werden. Wir haben es grundsätzlich mit zwei Problemen zu tun:
a) Die Einzelkomponenten sind in ihrer Bestimmung sehr oft "manipuliert" .... will heissen, man macht sich einfach einmalige Umstände zunutze, um ein besserer Bild zu zeigen. Und diese Daten gehen schon "frisiert" in die GDP-Berechnung ein.
b) Und dann ist da noch die GDP-Berechnung selbst, die natürlich wiederum gewisse Umstände ausnutzt, um evtl. ein besseres Bild zu zeichnen. Das kann sich aber auch manchmal ins Negative verkehren.
Also es geht nicht darum, dass Daten von vorneherein im Ergebnis abgeändert werden.
Ist die US-Wissenschaft, sowie die unternehmerische, auch öffentliche Meinung wirklich so unfähig, dass sie sich von behördlichen Daten derartig manipulieren lässt, Manipulationen überhaupt zuzulassen?
Ich meine, dass sich auch die Amerikaner, wie auch Bürger anderer Nationen, nur ungern manipulierte Daten vorsetzen lassen wollen. Aber es ist eine Frage der Kompetenz, Manipulation zu erkennen. Ich rechne zum Beispiel das GDP in den USA immer mit, was letztlich jeder tun könnte, aber mangels Wissen um die Berechnung der Kenngrössen und deren Ansätze in der GDP-Rechnung nicht jeder tun kann.
Aus diesem Grund sind die meisten darauf angewiesen, eine Interpretation vorgesetzt zu bekommen.
Deutschland hätte allen Grund, sich um die Performance der eigenen wirtschaftlichen Aktivität zu kümmern und die Gründe für diesen Missstand eingehender zu bearbeiten:
10% Arbeitslosigkeit e t w a scheinen auch ein Zustand von Normalität zu werden - solange dieser noch zu bezahlen ist.
Mit Glück und US-Hilfe (!!!) kommen wir auf miese knappe 1% BIP in 2002.
Die Amis liegen bereits jetzt bei knappen 6%.
Pardon, ich vergass - ist ja alles Manipulation.
Du erweckst den Eindruck, als wollte ich die USA bei jeder Möglichkeit diffamieren ..... dem ist bestimmt nicht so (ich behaupte von mir, dass ich eher neutral agiere), aber leider rede ich halt nicht der Allgemeinheit nach dem Mund, was auch mit meiner Profession zusammenhängt, nämlich der "Risk- und Asset-Allocation" ................. da kann ich mich nicht darauf verlassen, was n-tv &Co. so von sich lassen. Da bin ich selbst gefordert! ..... und da bin ich primär im anglo-amerikanischen Raum gefordert. Schon von daher spielt Europa eine -für mich- untergeordnete Rolle, was aber nichts mit deren Rolle in der Welt zu tun hat. Aber auch da werden Daten "selbstverständlich" "frisiert".
Es steht Dir ja auch frei, meine Kommentare, Analysen etc. zu ignorieren, wenn sie nicht in Dein Gedankenbild passen!
Ralph
pheidros
27.04.2002, 22:19
Paßt auch in dem Zusammenhang - oder wie war´s gemeint?
"pheidros,
der Wertverfall ist voll im Plan ............. es wird keinen Crash geben, sondern ein langsames Absacken ............... "
Gruß
pheidros
27.04.2002, 22:25
Paßt auch in dem Zusammenhang - oder wie war´s gemeint?
Original erstellt von Ralph
"pheidros,
der Wertverfall ist voll im Plan ............. es wird keinen Crash geben, sondern ein langsames Absacken ............... "
Gruß
nasdaq10.000
28.04.2002, 13:05
@ Ralph:
Ich gebe Dir Recht: Statistiken sollten immer auf ihren Wahrheitgehalt, auf Ihre Interessenbezogenheit überprüft werden.
Selbstverständlich ist auch diese Überprüfung interessenbezogen.
Gruss, n.
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25.04.2002
US-Wirtschaft: Wo man hinschaut, irreführende Zahlen
- Frühjahrsoptimismus im Schwinden
- Statistischer Selbstbetrug
- Kunst des Schönrechnens
- Europa ist besser als man meint
Am 16. März habe ich meine Skepsis zu den optimistische Prognosen für die amerikanische Konjunktur hier publiziert (siehe Archiv). Obwohl in den meisten Medien vollmundig das Ende der US-Rezession und der Beginn eines neuen Aufschwunges verkündet wurde, habe ich bis heute meine Zurückhaltung nicht aufgegeben. Die Richtigkeit dieser Haltung wird jetzt durch die neuesten Zahlen bestätigt.
Zweckoptimismus
Meine Skepsis stützt sich unter anderem darauf, dass man seit langem kaum einer amerikanischen Zahl trauen kann. Alles ist geschönt, alles ist auf Zweckoptimismus getrimmt. Wenn sich die Amerikaner selbst betrügen wollen, so sei ihnen das freigestellt. Warum aber in den europäischen Medien diese Selbsttäuschung unkritisch weiterverbreitet wird, ist unerfindlich. Obwohl auch die europäischen Wirtschaften nicht in gutem Zustand sind, so sind sie keineswegs schlechter als die amerikanische. Genau das wird aber suggeriert.
Annualisierte Zahlen
Unter anderem geschieht das durch den Gebrauch sogenannter "annualisierter" Zahlen. Dazu ein Beispiel: Es wird berichtet, dass die amerikanischen Konsumausgaben im 4. Quartal 2001 um 6% zugenommen haben. Das ist der Hauptpfeiler für den Konjunkturoptimismus. Man glaubt, solange der Konsument ausgabefreudig sei, könne der Wirtschaft nichts passieren - und 6% Zunahme ist zweifellos eine stolze Ziffer. Das hat zu einer Wachstumsrate für das Sozialprodukt geführt, die in der Tat höchst erfreulich war, nämlich statt der erwarteten 0,2% waren es nun plötzlich 1,4% für das 4. Quartal und für das gesamte Jahr 2002 wird auf dieser Grundlage mit 4 - 5% Gesamtwachstum gerechnet.
Die Wahrheit ist anders
In Wahrheit stiegen die Konsumausgaben aber nicht um 6%, sondern in diesem Quartal lediglich um 1,5% - kein Anlass zum Jubel. Erst hochgerechnet auf eine Jahresbasis ergeben sich 6% - eine kühne Extrapolation, die ja real keineswegs so einzutreten braucht. Es wird somit in Wahrheit nicht, wie man es verstehen zu dürfen glaubt, über eine Tatsache berichtet, sondern über eine waghalsige Prognose: Wenn(!) sich das eingetretene Wachstum von 1,5% über weitere drei Quartale fortsetzte, dann(!) ergäben sich 6%. Was aber, wenn nicht ...?
Amerika ist das einzige Land, das diese Art von Berichterstattung verwendet. Niemand sonst tut das. Und es scheint, als würden die meisten Leute das nicht wissen, und wenn sie es wissen, es nicht beachten.
Nach europäischen Gepflogenheiten würde man ganz anders berichten. Die Nachricht würde lauten: Im Vergleich zum Vormonat ist die Wirtschaft real um 0,35% gewachsen und verglichen mit dem Vorjahr ist die Wachstumsrate auf 0,4% zurückgegangen. Würde das irgendjemanden zur Begeisterung veranlassen?
Schönrechnerei, Selbsttäuschung, Hochstapelei. Es gibt zwar keinen Grund für Selbstzufriedenheit in Europa; aber es gibt schon gar keinen Grund für Minderwertigkeitskomplexe gegenüber den USA. Die US-Wirtschaft ist der europäischen in keiner Hinsicht überlegen, in mancher aber deutlich unterlegen.
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http://www.mom.ch/main.shtml
Dollar drop a danger sign for stocks
Commentary: Foreigners are now losing both ways
By Tomi Kilgore, CBS.MarketWatch.com
Last Update: 12:02 AM ET April 29, 2002
NEW YORK (CBS.MW) -- If things get bad enough, sometimes the follower evolves into the leader.
The U.S. dollar had been declining in an orderly fashion since the beginning of the year, but the buck's recent acceleration to the downside has made other markets take notice.
"The euro continues to gain [against the dollar] primarily on the back of eroding earnings sentiment on Wall Street... and the Dow's breach of the 10,000 level," said Ashraf Laidi, chief currency analyst at MG Financial Group. He added that it was also representative of the lack of trust foreigners currently have with U.S. companies and of the lack of confidence in the feasibility of the financial markets.
On Friday, the dollar fell against the euro currency (C_EUR: news, chart, profile) to its lowest level in since the beginning of January, and dropped to its lowest level in over a month against the yen (C_JPY: news, chart, profile).
Is that such a big deal for Wall Street, since it was Wall Street that led the way?
Laidi believes that the tables will be turned if the buck's slide continues. Wall Street will no longer inflict dollar weakness -- it will become the victim.
Foreigner investors must purchase dollars to buy U.S. equities. They can live with some currency losses as long as they make it back on their stock investment.
"It's one thing to lose money in the stock market but make it up on the currency, and it's one thing to lose money in the currency and make it up in the market," said Frank Gretz, chief technical analyst at Shields & Co, in a research note to clients. "But losing both ways, that really hurts."
Feeling the pain
As America and its financial markets began rebuilding in the aftermath of the Sept. 11 tragedy, the dollar had been trending higher versus the euro (see interactive java chart). You can visualize this by drawing a "trendline" (see previous column) that connects the mid-September low to its lows of early January and April.
Then on April 17, however, the "trend" was abandoned.
(Note that the chart reflects change in the number of euros per dollar, while the conventional quote for the currency pair is dollars per euro.)
Supporting the view that further declines may be coming is a bearish "descending triangle."
Click on "Draw trendlines," place the cursor on the Jan. 23 low and drag it horizontally through the present, touching the lows of March 21 and April 11. Then draw a descending line connecting the highs of February and March. It may not be perfect, but it's close enough of horseshoes and technical analysis.
The dollar had busted out of the right triangle on the same April 17.
You can calculate the minimum objective of a triangle break by subtracting the triangle's height (you can use the difference between the Feb. 1 high and the Jan. 23 low -- 0.031) from the point of the breakout (about 1.131). The objective is approximately 1.100.
Friday's close of around 1.111 was the top of what David Solin, partner and technical analysts at FX Analytics, sees as a support level (1.111 to 1.109). He suggests not getting "too excited" until that area gives way. Down below, he expects support to surface at 1.107 and at 1.099.
The dollar's pain is also the yen's gain
The dollar's weakness wasn't isolated to the euro. The Japanese yen was also a beneficiary.
Following a sharp spike lower in early March (see java chart), the dollar rebounded to make another attempt on its January through February highs around 135. It fell about a yen short in early April and has been declining rapidly ever since. The pace picked up last Thursday and Friday, when the dollar broke below a trendline plotted using the September and March lows.
At first glance, it looks like the chart is forming an ominous "double-top" reversal pattern (see previous column). Not so fast, as the dip between the tops has to be penetrated for the pattern to be completed.
It still has another yen or so to go.
Who's the victim?
"Foreigners buy the big caps, the well-known names, the S&P 500," Gretz noted. "If a declining 'market' and a declining dollar causes some foreign exit, it will be the S&P 500 that they're exiting."
They may have not yet left the building, but they are certainly being handed their hats.
S&P 500 Index ($SPX: news, chart, profile) closed Friday down 15.16 at 1,076.32, its fifth straight losing session. It has fallen within 2 points of its Feb. 20 low (1,074.36).
Meanwhile, Standard & Poor's chief technical analyst Mark Arbeter sees a "minor layer" of chart support for the S&P 500 down to 1,050, and believes the index "will hold above this level."
If it doesn't? Riding the reddening greenback, bears will set their sites on the Sept. 21 low of 944.75, where the market's, and America's, outlook was the darkest.
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Und das interessante ist, dass es tatsächlich zu einem Dogma-Wechsel gekommen ist ................ nämlich weg, von der früheren Doktrin, die USA werden immer stärker wachsen und produktiver sein, als andere Nationen, hin zu einem Ansatz, der eher "value-haltig" ist und ganz klar die Bewertungen (nicht nur der Aktienmärkte) in den Vordergrund rückt.
Ralph
Eigenartig. Gerade heute schreibt hier keiner was rein. Alle geschockt?
Muss doch nun auch gesagt werden, dass Ralph sehr recht hatte.
Im Unterschied zu Germa und Vetti!
pheidros
05.05.2002, 19:05
einiger Zeit deutlich. Die Götterdämmerung des Dollar ist ein Alarmsignal. Das Kapital wandert stets dahin, wo wirtschaftliche Stärke eine ansehnliche Rendite erwarten läßt. In der Nachkriegszeit war dieses in Deutschland und Japan, hernach in den USA. Und jetzt? Der Abfluß des Geldes aus dem $ in den Yen und den Euro symbolisiert nicht die Stärke von Yen und Euro, sondern belegt die beginnende Schwäche des Dollar, ohne dass eine Alternative sichtbar wäre. Die große Frage ist daher: Wohin wandert das Geld? Bei großen Umschichtungen werden Vermögen verdient und verloren - hier ergeben sich also große Chancen, denen natürlich auch erhebliche Risiken gegenüberstehen.
Gruß
pheidros
PS: Richebächer
HANDELSBLATT, Freitag, 03. Mai 2002
Gastkommentar: US-Konjunktur
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale
Kurt Richebächer war im Bundesverband deutscher Banken tätig und Generalbevollmächtigter und Chefvolkswirt der Dresdner Bank. Seit 1982 gibt der renommierte Wirtschaftsanalyst den „Richebächer Letter“ heraus, einen monatlichen Wirtschaftsdienst.
Angesichts der schwachen Börsen und einer Fülle von Hiobsbotschaften von amerikanischen Unternehmen über rückläufige Umsätze und einbrechende Gewinne im ersten Quartal sollte man eigentlich zunehmende Skepsis gegenüber dem angekündigten Konjunkturaufschwung erwarten. Trotzdem setzen in ihrem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten die deutschen Konjunkturinstitute voll und ganz auf diese Karte.
Als gutes Zeichen wird dabei vermerkt, dass die Gewinne in den meisten Fällen die Erwartungen übertroffen hätten. Doch der wahre Grund dafür sollte inzwischen eigentlich hinlänglich bekannt sein: Er liegt in dem bewährten Trick, fallende Gewinne an Erwartungen zu messen, die Unternehmen und Analysten vorher drastisch heruntergeschraubt haben.
Vorläufig lassen sich anscheinend allein die Aktienmärkte, nicht aber die Konjunkturforscher von den schlechten Unternehmensnachrichten beeindrucken. Aber auch dem etwas kritischen Betrachter hätte beispielsweise auffallen müssen, dass der monatliche Anstieg bei den US-Beschäftigtenzahlen seit letztem Oktober regelmäßig auf eine starke Abwärtsrevision der Vormonatszahl zurückzuführen ist.
Als das „Bureau of the Census“ des Wirtschaftsministeriums für Februar den dritten aufeinander folgenden monatlichen Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftgüter meldete, sahen sich die Optimisten wieder einmal bestätigt. Bei näherer Betrachtung bot sich aber auch hier ein deutlich anderes Bild. Hinter dem Anstieg um 1,5 Prozent verbargen sich zwei sprunghafte Erhöhungen besonderer Art: Die Zahl der Flugzeugaufträge war um 41 Prozent nach oben geschnellt und die der Rüstungsaufträge sogar um 78 Prozent. Darüber hinaus aber herrschte unveränderte Talfahrt.
Vor allem der unerwartet starke Anstieg des realen Bruttosozialprodukts um 1,7 Prozent im vierten Quartal hat dabei die Aufschwunghoffnungen beflügelt. Wenig bedacht wird dabei jedoch immer wieder, dass diese Zahl auf das Jahr hochgerechnet wird. Ohne diese Hochrechnung hätte das Wachstum nur ganze 0,35 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich somit ein bescheidener Anstieg um 0,5 Prozent.
Alles andere als ermutigend muss auch die ungewöhnliche Zusammensetzung des „Aufschwungs“ stimmen. Wieder auf übliche Jahresraten hochgerechnet, ergibt sich folgendes Bild: Die Autokäufe stiegen um 57,9 Milliarden Dollar, die Staatsausgaben um 39,8 Milliarden Dollar und Computer um 20,3 Milliarden Dollar – zusammen sind dies 118 Milliarden Dollar.
Besondere Beachtung verdient dabei der letzte Punkt: Denn tatsächlich haben US-Unternehmen ihre Ausgaben für Computer nur um ganze 1,3 Milliarden Dollar erhöht. Unter Berufung auf deren rapide steigende Leistungskraft errechneten die Statistiker daraus in realer Rechnung eine sprunghafte Steigerung um 20,3 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte des berichteten Wachstums ging allein auf das Konto solcher statistischen Finessen.
Größter Held bei all dem war der Konsument. Bei stagnierendem Einkommen gab er zusätzlich 610 Milliarden Dollar aus, von denen allerdings nur jeder fünfte Dollar in die Wirtschaft und das Bruttosozialprodukt floss. Andererseits kürzten die Unternehmen ihre Ausgaben für Warenläger und Anlageinvestitionen um 100 Milliarden Dollar. Steigende Konsumausgaben und sinkende Unternehmensausgaben hielten sich letztlich die Waage. Den Ausschlag für die Zunahme des realen Sozialprodukts gab der starke Anstieg der Staatsausgaben um 39,8 Milliarden Dollar.
Die bedenklichste Seite der Entwicklung in den USA wird bei all dem bisher überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Es ist die ungeheuere Diskrepanz zwischen der Geld- und Kreditvermehrung sowie dem Wachstum des Bruttosozialprodukts.
Im Jahr 2001 stand dem Anstieg des nominalen Bruttosozialprodukts von 235,4 Milliarden Dollar ein Zuwachs der Schulden von Konsumenten und Unternehmen von 1 002 Milliarden Dollar gegenüber. Zugleich verschuldete sich der Finanzsektor mit weiteren 916 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal stieg die Neuverschuldung des privaten, nicht finanziellen Sektors um 987 Milliarden und des finanziellen Sektors um 929 Milliarden Dollar, zusammen 1 916 Milliarden Dollar, gegenüber einer Zunahme des nominalen Sozialprodukts um 38,4 Milliarden Dollar. Bei näherer Betrachtung schwimmen Konsumenten und Unternehmen nicht in Liquidität, sondern in maßloser Verschuldung.
Frühere Rezessionen hatten ihre unmittelbare Ursache immer in einer Geld- und Kreditverknappung durch die Notenbank. Heute haben wir zum ersten Mal in der Geschichte die Situation, dass ein scharfer Konjunkturrückgang bei massiver Geld- und Kreditvermehrung stattfindet.
Völlig ungewöhnlich ist ebenfalls eine drastisch entgegengesetzte Entwicklung auf der Nachfrageseite: Während sich der Konsument bei stagnierendem Einkommen in neue Schuldenrekorde stürzt, streichen die Unternehmen ihre Ausgaben für Anlageinvestitionen und Warenläger drastisch zusammen. Es ist der schärfste Rückgang der Nachkriegszeit.
Als Erstes ist also festzuhalten: Die außerordentliche Investitionsschwäche hat ihre Ursache auf gar keinen Fall in einer restriktiven Geldpolitik. Somit bleibt eine einzige vernünftige Erklärung, und die liegt beim Hauptmotiv aller Investitionen: Seit Jahren sehen sich US-Unternehmen einer enttäuschend schwachen Entwicklung ihrer Gewinne gegenüber.
Sie war schwächer als in jedem anderen Konjunkturzyklus der Nachkriegszeit. Das Gewinnwunder der „New Economy“, das Wall Street jahrelang euphorisch beschrieben und gefeiert hat, fand ausschließlich in den Gewinnen pro Aktie statt, die die Unternehmen mit unzähligen Tricks frisierten.
Großer Verlierer bei all dem ist der produzierende Teil der Wirtschaft, Gewinner der Einzelhandel. Was sich in diesen Zahlen widerspiegelt, ist klar und deutlich: Jahre eines maßlosen Konsumrausches, keineswegs aber Jahre einer produktiven Erneuerung. Innerhalb der Industrie schnitten die Bereiche dauerhafte Konsumgüter, industrielle Ausrüstung und Elektronik am schlechtesten ab. Insgesamt schreiben sie inzwischen tiefrote Zahlen.
Was sich in den USA abspielt, ist offensichtlich nicht der übliche Konjunkturzyklus, sonderen eine Strukturkrise, die sich primär in einer Gewinn- und Investitionskrise äußert. Dies ist nicht die übliche, harmlose Lagerrezession. Es ist die schwerste Gewinn- und Investitionskrise der Nachkriegszeit, die ihre tiefer gehende und anhaltende Ursache in einer maßlosen Schuldenvermehrung vor allem für den Konsum und für finanzielle Spekulationen hat.
Wer mich die letzten 18 Monate kennen gelernt hat, der weiß, daß ich seit vielen Monaten der Meinung bin, daß es drüben knallt, wenn der Dollar fällt.
Ein alter Beitrag aus WO in typischer paule-Prosa.
:lach
Thema: Stellt euch vor Amerika crasht und Europa bleibt stabil!
#1 von paule2 20.08.01 15:05:08 Beitrag Nr.: 4.238.921 4238921
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Was muß da passieren?
Die Europäer müssen aufhören sich von den Amis wie Idioten über den Tisch ziehen zu lassen.
1. Unsere Firmen hören auf, wg. Markteintrittschancen dort drüben für Milliarden jeden Schrott zu kaufen.
2. Die europäischen Anleger kaufen mit ihrem schwachen Euro keine überteuerten amerikanischen Aktien, sondern investieren ihr Geld bei uns.
Warum zum Teufel müssen wir die Amis dafür bezahlen, damit es uns gut gehen soll?
Das ist doch gelinde gesagt ein hanebüchener Blödsinn.
gruss paule2
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Za=i&Al=small&Zt=1020070814&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&Za=t&La=DE&avg1=100&avg2=200&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=JPY%3D&Titel=USD%2FJPY+Chart&Za=i&Al=small&Zt=1020070911&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=JPY%3D&Titel=USD%2FJPY+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&avg1=100&avg2=200&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=CHF%3D&Titel=USD%2FCHF+Chart&Za=i&Al=small&Zt=1020071052&La=DE&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=CHF%3D&Titel=USD%2FCHF+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&avg1=100&avg2=200&
pheidros
05.05.2002, 20:56
Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Anfang vom Ende des american way of fake beginnt. :dd
Gruß
pheidros
uch das römische Reich ist untergegangen. Aber nicht wegen einer Währung!
Dollar weakness becoming more broad-based.
By Hans Guenther Redeker from BNP Paribas 05-10-2002
• Broad-based dollar weakness is turning the USD index’s technical outlook bearish....
• ...a break below the 113.44 trendline will provide further evidence that the USD TWI has traded a major top.
• EUR/USD has broken sharply higher from the major consolidation triangle…
• ..but a break above the 0.9330 barrier is still required to confirm a bullish medium-term outlook.
Broad-based dollar weakness has continued to be the main theme over the past week, as reflected in the performance of the USD index. Indeed, the dollar’s trade-weighted index continued the sharp decline which started at the beginning of April, breaching initial trendline support at 114.15 to test long-term up trendline support intervening at 113.44 on weekly charts. Although a corrective rebound is currently being witnessed from the trendline support, the medium-term technical picture for the USD TWI has become increasing bearish over the past month, with mounting evidence to suggest that a major top in the dollar is developing. A break through the 113.44 up trendline support will provide another strong bearish signal, opening the downside potential towards 111.31 initially. The current corrective rebound should remain limited to resistance at the 115.46 level, which represents a 38.2% retracement of the decline witnessed from the 118.00 level.
From a technical perspective, the recent dollar weakness has been especially important for the EUR/USD outlook. Indeed, the rally witnessed in EUR/USD over the past week has been technically very significant, insofar as a break out through the upper boundary of the major consolidation triangle, which had developed over the past 12-months, was achieved. The break through triangle resistance at the 0.9095 level triggered an acceleration in euro gains to 0.9190, and we expect further gains to target major medium-term resistance at the 0.9330 barrier. A break above 0.9330 will trigger a very bullish medium-term signal, opening the upside potential towards 0.9590 initially.
However, the euro is currently experiencing a corrective pullback following the recent strong gains, but as long as key support at the 0.8990 level remains intact, the developing euro uptrend should persist. Given that the medium-term technical outlook for EUR/USD is now turning bullish (technical indicators have also been developing bullish signals, supporting the recent euro upmove) together with the proximity of clearly defined key support at the 0.8990 level, the current pullback provides a renewed EUR/USD buying opportunity.
http://www.investavenue.com/art/00005059Arta.gif
http://www.investavenue.com/art/00005059Artb.gif
sYr :rolleyes:
Die Konsolidierung steht wohl jetzt erstmal an im USD ..... mittelfristig wohl Essig mit ihm!
Intermarket-Analyse (XAU, XEU, USD) (http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?s=&threadid=7353&pagenumber=2)
Ralph
pheidros
12.05.2002, 18:21
Wahrscheinlich wird die Stärke oder Schwäche des Dollar entscheidend mitgeprägt von der Verfassung des Yen. Die Japaner sind der grösste Gläubiger der USA und halten erhebliche Vermögenswerte. Ziehen sie diese aus den USA nach Japan ab, könnten sie vom Regen in die Jauche kommen.
Japan gibt immer mehr Anleihen aus, um seine immer weiter wachsende Staatsdefizite zu finanzieren. Im Gegensatz zu früher kauft die japanische Notenbank nicht mehr ein Sechstel, sondern ein Drittel dieser Anleihen selber, was eine entsprechende Geldmengenerhöhung zur Folge hat (solche Anleihen werden mit Notenbankgeld bezahlt, was vorher nicht im Umlauf war, maW: die Notenpresse wird angeworfen). Normalerweise hat die erhöhte Geldmenge, die ein nie gesehenes Rekordmaß erreicht hat, einen Anstieg der Aktien zur Folge. Hier sieht es zur Zeit bescheiden aus.
Aus der Rubrik "Fiat money ex nihilo"
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Japan gross govt debt-GDP ratio to hit 200% without debt monetization - S&P
Standard & Poor's Corp said it is too late to hold Japan's ratio of gross general government debt to GDP under 200% without debt monetization, even if the government pushes ahead with fiscal reform.
Debt monetization, "by far the least attractive" option, remains the only avenue open to policymakers to curb the current upward trend in debt, it said, adding though, that this possibility carries risk.
"However, with fiscal and structural adjustments excluded, it might be the sole remaining strategy to keep Japan's credit standing at the current level."
The comments were released as part of the publication of the agency's full analysis on Japan's ratings, following the decision to cut the country's long-term local and foreign currency ratings to AA- from AA on April 15.
S&P said it was disappointed over the reforms of Prime Minister Junichiro Koizumi's administration and expects Japan's general government deficit will remain about 8% for several years.
"Coupled with continued weak growth prospects, Japan's fiscal stance is unsustainable," it said in a statement.
"Even if adjustment occurs, it will be too late to hold the ratio of Japan's gross general government debt to GDP below 200% without partial monetization of fiscal debt through inflation."
The agency was also disappointed by the April 12 report by the Financial Services Agency that "called for Japan's major banks to raise provisioning levels only modestly".
Systemwide loan-loss provisions will remain below one-third of reported net impaired assets, the agency said, adding that it believes on a forward-looking basis, these impaired assets are understated by a factor of three.
The system requires further capital injections, from shareholders or the government, otherwise the financial sector will be reluctant to expand lending, hurting growth and blunting monetary policy.
In addition, the agency said the current government is unlikely to trim pension and health entitlements, or open protected sectors, such as agriculture or retailing, to greater foreign competition in the near future.
Japan's ratings are supported, among other factors, by a strong net foreign asset position of more than 1.3 trln usd and ample external liquidity, as well as by gold and foreign exchange reserves of more than 400 billion yen.
Net external assets are estimated to reach about 170% of exports at end-2002, boosted by current account surpluses, it said.
On its negative outlook for the current sovereign ratings, S&P said the only avenue open to policymakers to stabilize debt levels is through prolonged negative real interest rates.
"The Bank of Japan, on current trends, is slated to monetize more than 40% of the government's fiscal deficit in the year ending March 31, 2003," the agency said.
Monetization could change price expectations, leading to modest real losses on financial fixed-income and banking assets, though this aids special interest groups that benefit from current fiscal policy at the expense of savers.
This option carries risks "to political consensus, to capital account stability, (and) to maintaining Japan's historic high savings rates. Above all, it carries the risk that price expectations simply will not change," it added.
© AFX News
Story filed: 11:05 Friday 10th May 2002
http://www.ananova.com/business/sto...latestheadlines
Gruß
pheidros
pheidros
14.05.2002, 23:28
Rasante Verschlechterung
Von BILL DUDLEY
Bill Dudley ist Chefvolkswirt beim Investmenthaus Goldman Sachs.
Die Aussichten für den US-Haushalt haben sich in den letzten zwei Jahren rasant verschlechtert. Nach einem hohen Überschuss im Haushaltsjahr 2000 ist das Budget inzwischen in den Defizitbereich zurückgefallen. Wir rechnen in 2002 mit einem Fehlbetrag von 125 Mrd. US-Dollar und gehen nicht davon aus, dass in absehbarer Zeit wieder Überschusse erzielt werden. Die Verschlechterung der Haushaltslage in den USA sollte deshalb ein Grund zur Sorge sein, weil sich ein chronisch defizitärer Staatshaushalt negativ auf das Produktivitätswachstum auswirkt und nachhaltig zur Erhaltung des Leistungsbilanzdefizits beiträgt.
Es gibt drei Gründe für die drastische Verschlechterung der Haushaltssituation. Erstens hat die Konjunkturschwäche die Steuereinnahmen reduziert. Zweitens wurde das Problem der Mindereinnahmen durch die Kursverluste am US-Aktienmarkt verschärft. Darüber hinaus haben die fallenden Aktienkurse zu deutlich geringeren Steuereinnahmen aus Kapitalerträgen und Einkünften aus der Ausübung von Aktienoptionen geführt.
Drittens ist die Finanzpolitik inzwischen expansiv geworden. Die Einkommenssteuersätze sind im Rahmen der ursprünglichen Steuersenkungsmaßnahmen der Regierung Bush gesenkt worden. In diesem Frühjahr hat der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, demzufolge Unternehmen 30 % ihrer Aufwendungen für Ausrüstung in den nächsten 3 Jahren abschreiben können. Gleichzeitig steigen auch die Staatsausgaben.
Darüber hinaus gibt es in Washington keine Bestrebungen, die Haushaltsüberschreitungen einzudämmen. Der von Präsident Bush vorgelegte Haushalt sieht für 2003 eine Zunahme der verfügbaren Ausgaben („discretionary spending“) um 9 % vor. Außerdem will die Regierung Bush die nächsten Stufen der geplanten Steuersenkungen (die nächste Stufe tritt 2004 in Kraft) langfristig beibehalten, statt sie auszusetzen.
Wie besorgt sollten die Anleger über die Verschlechterung der US-Haushaltsaussichten sein? Zum einen wird sie sich vermutlich nachteilig auf das Produktivitätswachstum auswirken. Darüber hinaus dürfte die ungünstige Haushaltslage die Nervosität bei den Anlegern im Hinblick auf den negativen Saldo der US-Leistungbilanz und dessen Finanzierung deutlich erhöhen. Es ist eine Sache, ein hohes Leistungsbilanzdefizit in Kauf zu nehmen, wenn die daraus resultierenden Mittelzuflüsse für Investitionen genutzt werden. Eine andere Sache ist es, wenn mit den Geldern Staatsausgaben und Steuersenkungen finanziert werden. Ersteres trägt zur Erhöhung von Produktivität und Wirtschaftswachstum bei, wodurch die USA in die Lage versetzt werden, den Schuldendienst abzuleisten, der mit ausländischen Kapitalzuflüssen verbunden ist. Im zweiten Fall reichen die Renditen, die mit den zugeflossenen Mitteln erzielt werden, nicht aus, um die kumulierten Auslandsschulden zu bedienen. Die Folge wären wachsende Zweifel an der Fähigkeit der USA, die zunehmende Auslandsverschuldung zu finanzieren.
Was meint ihr: ist der Boden erreicht oder legt der Dollar heute wieder um Punkt 14.oo Uhr zu wie die letzten beiden Tage?
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Chiao
Stinger
Jim Knopf
15.05.2002, 10:36
Welche Möglichkeiten gibt es, auf einen steigenden Euro/fallenden Dollar zu spekulieren, ohne dabei in Optionsscheine zu gehen? Gibt es auch für diesen Bereich Zertifikate?
danke + Gruss,
Jim Kn:)pf
@Jim Knopf
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ironfist
31.05.2002, 23:01
hallo ralph
wieviel hat 1987 eigentlich der dollar gegenüber der dmark verloren, bevor im oktober die aktienmärkte erheblich schwächer, ich möchte nicht sagen crashartig, zusammengezuckt sind?
wo stand er am anfang des jahres und dann im oktober?
oder war die abwärtsbewegung über mehrere jahre?
__________________
Hier mal wieder paules Lieblingsschere.
Auf 2-Jahresbasis hat der Euro den Dow outperformed. Wie man auf dem Chart sehen kann, ging dem Doweinbruch eine Eurostärke voraus. Danach sank der Euro bei steigendem Dow.
Der Dollar verlor übrigens seit den 80ern bis 1995 gegenüber der DM. Danach drehte der Dollar nach oben. Dies war der Startschuß für die Übertreibung nach oben.
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=EUR%3D&Rc2=.DJI&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Titel2=DJ+INDU+AVERAGE&Zs=&Ad=&St=&Et=&Za=t&Lg=n&Ct=l&An=&Al=medium&Sc=r&La=DE&avg1=100&avg2=200&
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=.DJI&Titel=DJ+INDU+AVERAGE&Zs=3650&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=m&Sc=a&Ct=l&An=&Lg=j&La=DE&avg1=100&avg2=200&
Die Mutter aller Scheren
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:hihi :hihi :hihi
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Die Frage ist, wie stark wird der Dollar fallen. Wird es lediglich eine Korrektur, wie sie 1998 im Zuge der Asienkrise festzustellen war, als der Dollar ungefähr 14% im handelsgewichteten Index verlor. Oder droht ein totaler Kollaps, wie 1985/86.
Diese Frage lässt sich am besten damit beantworten, wenn es gelingt eine passende Aussage zu den erwarteten Mittelzuflüsse in die USA zu machen. Wie die letzten Wochen gezeigt haben, ist es aber auch möglich, dass eine Dollarabwertung beschleunigt stattfinden kann, ohne dass sich fundamentale Faktoren auch unmittelbar manifestieren. Der Dollar-Rückgang hat in einer Zeit stattgefunden, in der die -längerfristig kursbestimmenden- Faktoren wie Wachstum, Produktivität, politische Stabilität etc. als recht positiv erwiesen haben. Dies macht deutlich, dass ein deutlicher Kursrückgang auch dann stattfinden kann, wenn die "Fundamentals" (noch) nicht dazupassen. Dies gibt dem vertretenen Standpunkt eines sich wandelnden Value-Ansatzes im Hinblick auf die US-Entwicklung allgemein, eine ganz neue Dimension.
Dieser Ansatz ist insofern recht selten in den Medien zu hören, die immer (erfolglos) "versuchen", den Dollar-Rückgang zu erklären. Die "Talking Heads" zitieren dann immer gerne die bekannten Faktoren (z.B. rückläufiges (Welt- und US-)Wachstum, Produktivität, wachsende Staatsverschuldung, Inflationsängste, ENRONities etc.) ..... aber diese "Säue" werden schon seit mehr als einem Jahr durch die (Devisen)Dörfer getrieben und der Dollar konnte trotzdem in diesem Zeitraum zulegen. Also diese Faktoren können es unmittelbar nicht sein.
Einer der Hauptgründe, der überhaupt nicht -oder nur sehr wenig- als Begründung herangezogen wird, sind die Kapitalzuflüsse, mit der das ausufernde Leistungsbilanzdefizit bisland über-sponsored werden konnte. In diesem finden sich u.a. sämtliche Investitionen in die USA (Aktien, Bonds, Unternehmenskäufe/verkäufe, Beteiligungen etc.) wieder. Wenn man sich die Performance der Assets in Dollar in den letzten 10-15 Jahren betrachtet, dann stellt man fest, dass die grösste Outperformance Anfang der 1990er stattgefunden hat; zu einer Zeit in der der Dollar schwach und Europa auf dem Weg in die Rezession war. Zu diesem Zeitpunkt konnte das Produktitvitätswunder in den USA noch als glaubhaft verkauft werden und Europa sich aufgrund der Konvergenz-Spekulationen der extrem guten Performance der USA anpassen. Einzig das asiatische Becken inkl. Japan wollte zu diesem Zeitpunkt nicht so richtig folgen, denn dort bahnte sich eine "Grippe" an, die die ganze Welt noch erschüttern sollte. Dass die USA zu diesem Zeitpunkt den Rest der Welt mit Riesenschritten in der Performance überholte, lässt sich retrospektiv klar auf den Umstand schieben, dass man USA als Zielland für die ausländischen Gelder auswählte; Japan war nach wie vor zu riskant, Asien (ex Japan) von der "Grippe" vollkommen geschwächt und die Emerging Markets kurz vor dem Kollaps. Und dass sich die Spekulationsblase in der IT-Branche kräftigst aufgeheizt hatte, lag nicht zuletzt an dem Umstand, dass Amerika hier Vorreiter war und Europa sich ein Stück des "Kuchens" über Beteiligungen sichern wollte.
Damit wurde eine Anpassung an externe Umstände vollzogen, die so lange aufrecht erhalten worden ist, wie es diese Umstände in der, oder in verringerter Form gegeben hat. Sobald diese wegfallen, lassen auch die Kapitalzuflüsse nach.
Solange die Kapitalzuflüsse mindestens dem Leistungsbilanzdefizit entsprechen, gibt es für die USA -ausser einem bestehenden Defizit (aber das wird ja finanziert, $1.2 Mrd. pro Tag sind dafür notwendig)- kein Problem! Was passiert nun, wenn der o.g. Anpassungsprozess im Enden begriffen ist und die Kapitalzuflüsse scharf zurückgehen?
Zuallererst müssten die Notenbanken bereit sein, Dollar in grossem Masse zu kaufen; dies evtl. gegen einen Devisenmarkt, der sich schon auf andere "Werte" im Assessment des Dollars konzentriert hat. Wenn dies nicht passiert, dann muss der Dollar scharf zurückgehen, oder die Preise für US-Assets müssen eine Under-Performance (damit werden sie billiger) zeigen, um den höheren Kapitalzufluss zu "generieren".
USD weakness a long-term issue.
By Hans Guenther Redeker from BNP Paribas 06-13-2002
The decline of investment spending came on the back of the saving and loans crisis and a subsequent tightening of credit standards in 1991. The FED did not start to increase rates until February 1994, well after the rebound in investment spending. Declining equity prices are now the focus for global capital market investors. US share prices are 20% below last years level, and not just the NASDAQ, but broader equity indices are also just a whisker away from September lows. Most of the equity index decline seen since January has been triggered by price adjustments of those companies deploying complicated balance structures.
However, over past weeks the equity sell-off has broadened, as indicated by a turn around of the “Advance–Decline line”, suggesting that the risk of an equity capitulation trade has increased.
Of interest in this respect is the impact lower equity prices are having on the economy. Chart 1 illustrates the correlation between equity prices and consumer confidence. Lower equity prices create a negative wealth effect, depressing consumer spending.
However, real asset prices come into play as well. House prices have rallied by almost 15% as equities have sold off. Obviously, investment emphasis has shifted from equities to real assets, suggesting that the net effect on consumer spending might be minor. However, a poor equity market performance might have an impact on investment spending as corporates find it increasingly difficult to fund investment. Corporate cash flow conditions are still poor and although banks have started to loosen credit control, accounting issues are still dominating, keeping credit lines relatively tight.
The FED has remained worried about the poor state of investment spending , indicating that it will only increase rates when it has evidence investment spending is picking up. The Q1 GDP report showed investment contracting by 7.8% yoy and although machinery and electrical equipment orders have picked up, it will take time before investment is back into positive territory. However, declining equity markets reduce the corporate funding platform, thus crowding out marginal investment. Within this environment the FED is likely to keep monetary conditions accommodative, similar to its behaviour in 1992/94. Although the economy picked up in 1992, the FED was concerned that a early interest rate hike would take the economy back into credit-crunch conditions.
This time it is the accumulated private and corporate debt keeping the FED from imposing tighter monetary conditions. When the FED finally pulled the trigger in February 1994, it was perceived as operating behind the curve, triggering the USD to sell off sharply. Similarities to the situation in the early 90s are not only restricted to FED policy, but also to the composition of GDP growth and the re-emergence of the twin deficits. The widening current account deficit has recently be entirely financed by portfolio flows, but with equity valuation unattractive and bonds undermined by increasing inflation expectations, portfolio flows into the US are expected to slow down, suggesting the USD will enter a long-term bearish trend.
http://www.investavenue.com/art/00005417Arta.gif
http://www.investavenue.com/article.html?ID=5417
sYr;)
pheidros
25.06.2002, 12:26
Dollar schockt Europas Märkte
Der galoppierende Verfall des Dollars erschüttert weltweit die Märkte. Europa fürchtet teurere Exporte. Das drückt die Aktienkurse immer tiefer, die Börsenflaute wird zur Mega-Baisse.
ULF SOMMER
HANDELSBLATT, 25.6.2002
DÜSSELDORF. Der unkontrollierte Dollar-Verfall schürt Sorgen auf dem Alten Kontinent. Die Furcht vor teureren Exporten der Unternehmen zieht Europas Börsen weiter nach unten. Allein gestern stieg der Euro in der Spitze um mehr als einen Cent bis auf 0,982 US-Dollar. Das sind 15 % mehr als noch vor drei Monaten. In Europa markierten die Börsen neue Jahrestiefststände. Sie notieren knapp über oder bereits unter den Tiefs nach den Terroranschlägen im September.
„Wenn der Dollar einbricht, nimmt dies die Aktien mit. Das Fatale ist das Tempo beim Währungsverfall“, erklärt Achim Matzke von Commerzbank Securities den Zusammenhang zwischen Dollar- und Aktienschwäche. „Das größte Problem für den Dollar ist die derzeitige Kursschwäche der US-Finanzanlagen. Diese erschwert die Finanzierung des US-Leistungsbilanzdefizits“, sagte Shahab Jalinoos von UBS Warburg. Sollten die für die Finanzierung des hohen Fehlbetrags der Leistungsbilanz notwendigen Kapitalzuflüsse in die USA abnehmen, sind Analysten zufolge weitere deutliche Dollar-Kursverluste die Folge. Deshalb steigt bei Marktteilnehmern die Furcht vor einem Dominoeffekt mit einer unkontrollierten Abwertung des Greenbacks und einer weiteren Schwächung besonders der europäischen Aktien.
Analysten erwarten, dass der Euro angesichts der schlechten Stimmung für den Dollar und der unsicheren Aussichten für die Wall Street der Favorit der Anleger bleibt. Allein in den vergangenen drei Tagen legte der Euro gegenüber dem Dollar drei Cent zu. Vergeblich intervenierte gestern erneut die Bank of Japan zu Gunsten des Dollars. Sie versucht damit, die Gefahren für die Exportwirtschaft ihres Landes abzuwenden.
Das Erstarken des Euros belastete gestern einmal mehr die europäischen Aktienmärkte. Lange hatten exportorientierte europäische Unternehmen von der Schwäche der Gemeinschaftswährung profitiert. Nun müssen sie umsteuern. Allerdings verunsicherte auch die anhaltende Angst vor weiteren Bilanzskandalen die Märkte. Schließlich drückte die Ankündigung weiterer Anschläge der Terrororganisation El Kaida vom Wochenende die Stimmung. Aktien von Telekom-Unternehmen gerieten besonders unter Druck. Die T-Aktie fiel um knapp 8 % auf 8,36 Euro und damit auf ein Rekordtief. Doch auch Finanzwerte wie Allianz und Commerzbank gehörten zu den Verlierern. Analysten sagten, dass auf Grund der anhaltenden Börsenschwäche gegenüber Banken und Versicherern große Skepsis herrsche. Mit ihren Geschäften leiden Finanzdienstleister unmittelbar unter der Kursschwäche. Doch auch das geringere Handelsvolumen, wenn sich Investoren von der Börse abwenden, erschwert das Geschäft.
Dieses Problem wird angesichts des dramatischen Ausmaßes der Börsenbaisse immer größer. Gemessen an den aktuellen Indexständen, gab es in Europa nie zuvor über einen so langen Zeitraum so starke Kursverluste. So verlor der Deutsche Aktienindex (Dax) gegenüber dem Höchststand im März 2000 50 % an Wert. Den bisherigen Negativrekord gab es in der ausgeprägten Baisse vor 30 Jahren. Damals verlor das Börsenbarometer innerhalb von fünf Jahren in der Spitze 43 %. Beispiellos sind auch die Verluste an den Technologiebörsen. Während der Neue Markt um 93 % einbrach, verlor die amerikanische Nasdaq fast 80 %.
Investoren ziehen angesichts dieser Verluste immer häufiger Parallelen zum japanischen Markt. Dieser fiel nach dem Höchststand 1989 über 75 % – allerdings in einem weit längeren Zeitraum.
Jim Knopf
26.06.2002, 10:00
gestern Abend in der Harald Schmidt Show:
"Am 4. September haben die Deutschen gegen England mit 1:5 verloren und alles war schlecht.
Wenn Sie zu Hause jetzt zusammenzucken und denken "4. September? 4. September?" - nein, das war eine Woche danach! Das konnten wir da ja noch nicht wissen.
Wir sind ja nicht das FBI."
Jim Kn :lach pf
Jim Knopf
05.07.2002, 09:11
Aus der FTD vom 5.7.2002
IWF schließt Interventionen bei Dollar-Absturz nicht aus
Von Scheherazade Daneshkhu und Chris Giles, London
Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt für den Fall eines rapiden Dollar-Sturzes auch konzertierte Eingriffe der Industriestaaten unter Einbeziehung des IWF nicht aus.
Financial Times Deutschland
Jim Knopf
08.07.2002, 16:34
Drohendes Börsenbeben durch hohe Schuldenberge
Experten: Hälfte der 500 größten US-Firmen ist konkursgefährdet. Lage auch in Deutschland kritisch
Von Holger Zschäpitz
Berlin – Erdbebenforscher schlagen Alarm. Denn die Börsenseismografen deuten auf ein größeres Pleiten-Beben an den Märkten hin. Ein bewährter Frühindikator ist das Altman-Z-Score-Modell, mit dessen Hilfe die Insolvenzgefährdung eines Unternehmens berechnet wird. Und dieser Indikator, der Bilanzkennzahlen wie Eigenkapital, Gewinn, Verschuldung und Umsatz ins Verhältnis zueinander setzt, verheißt nichts Gutes. Bei 46 Prozent der 500 größten US-Unternehmen liefert das Modell dramatische Werte. Sie notieren unterhalb des kritischen Z-Wertes von 1,81. Im Klartext: Wenn es den Unternehmen nicht gelingt, über die Börse oder bei den Banken frische Gelder aufzutreiben oder eine rasche Ertragswende hinzulegen, steuern sie auf einen Konkurs zu. Auch Deutschland wird nicht vom Beben verschont bleiben. Fast ein Viertel der 30 Dax-Titel befinden sich in kritischer Lage.
„Die Schuldensituation ist äußerst ernst“, sagt James Montier, Stratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Sie habe sich in den vergangenen Quartalen immer weiter verschlechtert, was sich in den fallenden Z-Werten für den S&P 500 spiegele. „Die angespannten Bilanzen werden die Märkte weiter in Atem halten. Ein rasches Ende des Bärenmarktes ist nicht abzusehen.“
„Schulden, Erschütterungen und Pleiten“ hat Montier seine jüngste Studie überschrieben. Zwar sei nicht unbedingt damit zu rechnen, dass nun 230 der 500 S&P-Firmen demnächst den Gang zum Konkursrichter antreten müssen. Doch für die Gesellschaften könnte die Liquidität knapp werden. Und genau hier liegt das Problem. Denn im momentanen Umfeld kommen Unternehmen nur sehr kostspielig an flüssige Mittel. Das hat zur Folge, dass jede Kapitalmaßnahme mit kräftigen Kurseinbußen bestraft wird. Hier kann der Z-Wert den Anlegern helfen, die Aktien kapitalbedürftiger Unternehmen zu meiden.
Bereits in der Vergangenheit lieferte das Modell brauchbare Ergebnisse. So kamen im vergangenen Quartal besonders die Aktien von Gesellschaften unter die Räder, die unter dem kritischen Z-Level von 1,81 lagen. Papiere von Konzernen mit einer besseren Bilanzkonstellation konnten sich dagegen besser behaupten. „Die Prognosegenauigkeit des Konkursindikators liegt zwischen 70 und 80 Prozent“, sagt Montier.
Ein Blick auf die Z-Werte zeigt, dass sich längst nicht nur die Wackelkandidaten in eine gefährliche Schuldensituation manövriert haben. Zu den üblichen Verdächtigen, den US-Fluggesellschaften oder Telefonfirmen, gesellen sich bei den US-Unternehmen mit den schlechtesten Z-Werten auch angesehene Konzerne wie Sears Roebuck, Kellogg, Dow Chemical, Walt Disney oder AOL Time Warner.
Auch in Deutschland liest sich die Liste der Gesellschaften, die unter dem kritischen Z-Wert von 1,81 notieren, wie ein „Who is who“ der Wirtschaft. Im Dax trifft es die Telekom, Daimler-Chrysler, die Lufthansa, VW, TUI, BMW und Degussa. Besonders kritisch sieht es für die Telekom aus, deren Z-Wert auf 0,52 abgestürzt ist. Entwarnung kann dagegen bei den Autowerten gegeben werden. Die hohe Verschuldung etwa bei Daimler-Chrysler beruht zum Großteil auf dem Geschäft mit Autofinanzierungen. Rechnet man diese Kredite heraus, liegt der Z-Wert mit 3,7 Punkten im grünen Bereich. So bleibt Anlegern die Hoffnung, dass zumindest in Deutschland das große Börsenbeben ausbleibt.
http://www.welt.de/daten/2002/07/05/0705fi342460.htx
Jim Knopf
29.07.2002, 23:38
Aus der FTD vom 30.7.2002 www.ftd.de/venture-capital (http://www.ftd.de/venture-capital)
US-Investoren zieht es nach Europa
Von Dirk Benninghoff und Björn Muscheid, Frankfurt
Amerikanische Finanzinvestoren dängen auf den europäischen Markt. Dem jüngsten Kauf von sieben Siemens-Gesellschaften durch Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und der Übernahme der bislang zum britischen Diageo-Konzern gehörenden Fast-Food-Kette Burger King durch ein amerikanisches Konsortium werden weitere milliardenschwere Abschlüsse folgen, prognostizieren Experten.
Financial Times Deutschland
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