Vollständige Version anzeigen : 04.04.02: DELL dreht seine Runden. Wiederholt sich die Geschichte?
germanasti
04.04.2002, 23:09
mrabc:
Morgen können die COT-Daten von mir aus erst ganz spät kommen, bin ab 17.30 Uhr nämlich weg. :p
Schloss:
Kommt Rallye kann MSFT durchaus nochmal bis in den Berech 68-74 Dollar rennen.
Kommt Giga-Squeeze gar bis in den 90er Bereich.
Ist aber alles nur kurzfristig. Mittelfr. strongest sell KZ unter 10 Dollar.
meine Meinung!
Die Marktkapitalisierung von Microsoft beträgt ca. das Fünfache von Umsatz und Cash-Bestand und liegt bei ca. 310 Milliarden Dollar.
Man munkelt, daß einige Firmen auf XP pfeifen, da die Lizensgebühren wohl etwas hoch sind. :lach
Die X-Box wird vermutlich floppen, oder Microsoft wird die Preise noch einmal senken, was den Gewinn bekanntlich deutlich erhöhen wird. :lach
Wer hier vor 10 - 20 Jahren eingestiegen ist, der hat eine sagenhafte Rendite erzielt.
Wer heute einsteigt, dem bleibt auf Sicht der nächsten 10 Jahre höchstens noch die goldene Ananas.
:lach :lach :lach
Torsten1000
04.04.2002, 23:11
Die Sonderabschreibungen sind Gates Haus. :lach
Nee Nee Microsoft ist eine Macht. Mir ist es noch nicht untergekommen das ich in irgendeiner grösseren Firma war auf der nicht NT oder neuerdings Windows 2000 läuft. Was anderes als Word und Exel nebst Power Point kennen die da gar nicht. Und in schöner Regelmässigkeit kommen die neuen Versionen. Das läuft immer so weiter ganz sicher.
germanasti
04.04.2002, 23:13
Trilog:
Treasury spiegeln schon die Zinsen.
Kann man allerdings so oder so interpretieren. Steigt weil Bonds geschlachtet werden, sprich viel Geld in Aktien rennt (so war es in 2001) oder steigt weil Leute glauben an grosse Wirtschaftserholung und steigende Zinsen (wie aktuell).
Das TYX die Zinserwartung geben ist übrigens nicht meine Kreation. Diese habe ich von diversen Analysten entnommen.
Vetinari
04.04.2002, 23:14
Augen auf QCOM nachboerslich .. gerutch uber problemen mit die neue CDMA chipsets.
Oops :)
Lass Billy in ruhe :hihi
greenspecht
04.04.2002, 23:14
eben. wer kommt den an msft-produkten vorbei. es gibt doch keine alternativen.
word, excel, powerpoint...
dazu die betriebssysteme.
das sind alles quasi monopole mit riesigen umsatzrenditen...
und die breitbandigen internetzugänge werden die vertriebskosten weiter senken.
wären alle msft-produkte lizenzen und nicht raubkopien, wäre der gewinn dreimal so hoch...
also noch haufenweise potential. ;)
@germa
du und deine Kursziele!? :ne :D:D:D
..hier sind meine
up bis 60/62 maximal bis 68...
und down auf 25 noch dieses Jahr... Pleite werden sie schon nicht gehen, da gibt es andere Kandidaten :hihi
Bleibt die Frage wieviel dann die 25$ noch wert sind in gold gemessen?? :D:D
Werbepause @Thorsten
SAP R3http://www.plauder-smilies.com/party/barf.gif an meiner Arbeitsstelle.
Torsten1000
04.04.2002, 23:16
Die meissten kotzen doch nur über XP weil es ein wenig schwieriger geworden ist das Lizensieren zu umgehen.
germanasti
04.04.2002, 23:16
Torsten:
Klar ist Windows beliebt und es gibt ständig neue Versionen. Doch hat mittlerweile die breite Masse einen PC & die PC-Büroarbeitsplätze werden wegen Rezession eher weniger als mehr. Ergo geht es bei Microsoft nicht mehr um Wachstum, sondern Stagnation, bzw. bei dieser Übersättigung sogar um kurzfr. Umsatzrückgang. & das alles bei einem KGV von 50?
germanasti
04.04.2002, 23:16
4:14pm 04/04/02 Qualcomm details chipset problem (QCOM) By Chris Kraeuter
Qualcomm (QCOM) said it detected and corrected an error in a "small portion" of early shipments of its CDMA2000 1X MSM5100 and MSM 5105 chipsets. The error could have resulted in performance issues with the wireless devices using the chipsets. The San Diego, Calif.-based firm said it is now shipping large production volumes of the products to customers. Ahead of the announcement, Qualcomm shares ended down $1.04, or 2.8 percent, to $36.60.
Torsten1000
04.04.2002, 23:18
@syracus
SAP R3 auf welchem Betriebssystem? Ich denke mal NT.
germa,
tyx ist die rendite, wenn die fällt steigen die bonds - so wie aktuell. wenn ich an höhere zinsen glaube, kauf ich doch jetzt keine anleihen, sodnern später.
Vetinari
04.04.2002, 23:19
MMM meldet etwas ... DOW wert :)
Torsten1000
04.04.2002, 23:20
Wobei ich noch sagen muss das ich ein viertel Jahr gebraucht habe um die Bedienung von R3 zu verstehen. Funktioniert hat es dann aber super.
Damals als ich noch arbeiten war. :lach
greenspecht
04.04.2002, 23:20
germa der war gut.
es gibt zukünftig weniger pc-arbeitsplätze. hahhahahaha
denk mal nach. in jedem haus stehen bald mehr pcs und laptops als fernseher.
und wo ist denn die grosse rezession? nur in den meisten köpfen. realwirtschaftlich geht es vielen branchen weiterhin sehr gut.
auch deinen isolvenzkandidaten porsche, bmw, daimler...
Original erstellt von schloss
@germa
du und deine Kursziele!? :ne :D:D:D
..hier sind meine
up bis 60/62 maximal bis 68...
und down auf 25 noch dieses Jahr... Pleite werden sie schon nicht gehen, da gibt es andere Kandidaten :hihi
Bleibt die Frage wieviel dann die 25$ noch wert sind in gold gemessen?? :D:D
schloss: ich schätze mal, so 1/2 gramm
4:17pm 04/04/02 [MMM] 3M SEES HIGHER Q1 EPS AT OR SLIGHTLY ABOVE $1.20
Vetinari
04.04.2002, 23:22
3M Expects Higher First-Quarter Earnings
ST. PAUL, Minn.--(BUSINESS WIRE)--April 4, 2002--3M announced today it expects first-quarter earnings to be higher than previously indicated and above first quarter of last year.
The company now expects first-quarter earnings, excluding non-recurring items, to be at or slightly above $1.20 per share, versus a previously expected range of $1.05 to $1.20 per share. In the first quarter last year, 3M earned $467 million, or $1.16 per share, excluding non-recurring items.
``First-quarter results will be boosted by accelerating benefits from Six Sigma, indirect cost reduction and other 3M initiatives which are driving stronger operational excellence across the company and fundamentally improving our competitive position,'' said Patrick D. Campbell, senior vice president and chief financial officer. ``In addition, earnings will benefit from lower employment levels stemming from our previously announced restructuring plan.''
The company said that worldwide sales volumes declined about 4.5 percent in the first quarter, near the midpoint of its expected range.
Campbell will discuss first-quarter results and 3M's outlook for the remainder of 2002 in a teleconference April 22, 9 a.m. Eastern Time. This conference will be available via webcast at http://investor.3M.com.
germanasti
04.04.2002, 23:22
Trilog:
Man kann es so oder so interpretieren, deshalb bin ich ab und an im schlingern.
Auf VWD lese ich einen Analystenbericht der so schreibt, Ralph kommentiert die TYX 10 Minuten später genau andersrum. & beim nächsten Mal wieder andersum...
Fakt ist, momentan werden die Bonds geschlachtet da die Welt eine neue Leidenschaft entdeckt hat, nämlich Unternehmensanleihen.
Ich glaube darüber kann man Romane schreiben. :rolleyes:
germanasti
04.04.2002, 23:25
Einmal noch & dann stellen die Amis auch Uhr auf Sommer um. Nervig wenn Börse so spät schliesst. :(
Nikkei morgen früh SK über 12.050 P.? Germanasti dann in party-mode :p
Schlaft gut :)
Original erstellt von greenspecht
eben. wer kommt den an msft-produkten vorbei. es gibt doch keine alternativen.
word, excel, powerpoint...
dazu die betriebssysteme.
das sind alles quasi monopole mit riesigen umsatzrenditen...
und die breitbandigen internetzugänge werden die vertriebskosten weiter senken.
wären alle msft-produkte lizenzen und nicht raubkopien, wäre der gewinn dreimal so hoch...
also noch haufenweise potential. ;)
Ich muß dir zustimmen MSFT hat eine gute Umsatzbasis.
Aber KGV von 50 ist ungerechtvertigt. In der Wachstumsphase
war es ok. Die Faustregel besagte Jährl. Gewinnwachstum in % = KGV.
Ein Gewinnwachstum von 50% ist aber nicht mehr zu schaffen, der
Markt ist ziemlich gesättigt. Also muß auch das KGV in Richtung
Old Economy = 20 gehen. Das bedeutet für MSFT 50% Kursrisiko.
Meine Meinung.
http://212.227.177.52/chart2002/0000000/deko001a.gif
:lach:lach:lach
Auch wenn etwas daran ist;), Merill und JPM inbegriffenhttp://www.stock-channel.net/stock-board/images/icons/icon20.gif ...
4:18pm 04/04/02 [LGTO] LEGATO SYSTEMS SEES Q1 PRO FORMA LOSS OF 5-7 CENTS/SHR
4:19pm 04/04/02 [LGTO] LEGATO SYSTEMS ANTICIPATES Q1 REVENUE OF $55-$57 MLN
sYr:p
germanasti
04.04.2002, 23:27
Korte:
Wenn MSFT die nächsten 5 Jahre jährlich um mehr als 5% wächst fresse ich einen Besen senkrecht mit Stiel!
Gibt eher negatives WAchstum
greenspecht
04.04.2002, 23:31
guten appetit germa und nicht mehr bücken ;)
war da nicht mal was mit "Olympiastadion in München", oder verwechsle ich jetzt etwas ?
:)
Hi germa :)
Hallo allerseits :) :)
Was ist nur mit der Zeit los :confused: bin ich schon so voll, oder ham wir echt noch keine neun Uhr?? :gomad
Vetinari
04.04.2002, 23:35
Germa - nehmst du Besen mit oder ohne pommes :rolleyes:
Gold noch uber $300 , Oel kurz unter $27 :)
Original erstellt von germanasti
Korte:
Wenn MSFT die nächsten 5 Jahre jährlich um mehr als 5% wächst fresse ich einen Besen senkrecht mit Stiel!
Gibt eher negatives WAchstum
Germa, selbst wenn Du recht hast, verkaufen werden sie das ganz anders :mad:
Original erstellt von greenspecht
guten appetit germa und nicht mehr bücken ;)
:lach Der war guuuuuuuuut!
allerdings: bin seit 1990 ständig am aufrüsten, hardware- und software seitig.
Unterschied von heute zu damals ist jedoch, dass seit einiger Zeit die leute von vobis einen Kunden sogar begrüssen, während vor 5-6 Jahren die Bestellung eines neuen PC´s als persönliche Attacke auf den Verkäufer gewertet wurde.
Kurzum: Es ist still geworden bei Media-Markt, Vobis und Konsorten.
ChartTec
04.04.2002, 23:40
@germanasti
Du hast heute geschrieben (nicht wörtlich aber sehr nahe am Original):
"ob das System [Stochastics] auch noch funktioniert, wenn ich wirklich danach traden würde?"
Das bedeutet also, daß Deine eigenen "Analysesysteme" in Deinen Augen so "zuverlässig" sind, daß Du selbst nicht wirklich an der Börse danach handelst???
@germanasti
fed-geldmengen per 25.03.02:
http://mitglied.lycos.de/SACHSE2001/FED02-03-25.jpg
gute nacht! :)
mrabc :)
Der neue Malik
29.03.2002
Aktienbesitzer sind auf Verlieren programmiert
Dollar Cost Averaging Programme bringen weniger als das Sparbuch mit 1% Zins. Was ist von den Versprechungen der Anlageberater zu halten?
Bei einem traditionellen Börsenapéro einer grossen Regionalbank meinte deren Börsenchef, dass in den letzten Dekaden die Aktionäre sehr verwöhnt worden seien. Sie hätten sich an jährliche Renditen von 20% gewöhnt. Dies sei aber in den nächsten Jahren nicht erreichbar. Man werde eher bei 8 - 10% liegen. Es bezeichnete das als "sehr vorsichtige Prognose".
Etwas makaber ist, dass das Portfeuille, das dieselbe Bank vor einem Jahr empfohlen hatte, mit 20% im Minus liegt. Der gute Mann wird eine gewaltige Performance brauchen, um von minus 20% auf 8 - 10% plus zu kommen.
Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Es ist typisch. Wie sehen die Tatsachen aus?
Ich nehme den Dow Jones Industrie Index, weil er am besten dokumentiert ist. Ex Dividende ist der Durchschnitt der historischen Returns von 1905 bis 2002 gerade mal 5%. Im selben Zeitraum betrug die durchschnittliche Dividende des DJ 4%. Somit ist die Gesamtperformance also 9%. Aber es ist Vorsicht angebracht, wie ich in dieser Kolumne immer wieder dargelegt habe. Je nachdem, wann man zu welchen Preisen gekauft hat, kann das Bild ganz anders aussehen.
Durchschnittswerte sind irreführend. In einem Fluss, der im Durchschnitt einen Meter tief ist, kann man leicht ertrinken. In 54%(!) aller 10 Jahres-Perioden lag der Zuwachs unter 5%, und in einer erheblichen Zahl von Perioden sind Verluste eingetreten. Nur vier Mal in fast 100 Jahren lagen die Returns ex Divididende bei 15%, nämlich ganz kurz Ende der 20er Jahre, ebenso kurz in den 60er Jahren, Anfang 90er und schliesslich Ende 90er Jahre, wo sie erstmals über 15% stiegen, aber niemals 20% erreichten.
Aber selbst der errechnete statistische Durchschnitt von 5% ist wegen der massiven Kursschwankungen, der Volatilität, in der praktischen Anlagepolitik nur schwer erzielbar. Es braucht hervorragendes Timing und perfektes Money-Management, um auf diesen Wert zu kommen.
Die angeblich genialste Methode, um ständig Gewinne zu machen, ist das sogenannte Dollar Cost Averaging, das von der Wallstreet Industrie, aber auch bei uns massiv propagiert wurde und wird, als behaupteterweise sichere Methode, um die Volatilität nicht nur zu kompensieren, sondern sie sogar zu den eigenen Gunsten zu nutzen. Die Methode besteht darin, regelmässig - z. B. monatlich - einen fixen Betrag in Aktien zu investieren. Mathematisch gesehen bedeutet das, dass bei niedrigen Kursen für denselben Betrag mehr Aktien gekauft werden als bei hohen. Das wird als fast narrensichere Methode angesehen, die Börse mit ihren Kursschwankungen zu überlisten.
Wer genügend lange Trading Erfahrung hat, weiss, dass Mathematik an den Börsen eines ist, und Praxis etwas anderes. Wer von Jänner 1997 bis Februar 2002 jeden Monat 500 $ im Rahmen eines Dollar Cost Averaging-Programmes im S&P 500 angelegt hat, hat in den 62 Monaten einen Betrag von $ 31.000 investiert und verzeichnet jetzt einen Gewinn von sage und schreibe $ 162 (einhundertzweiundsechzig) und zwar inklusive(!) Dividenden - nicht gerade ein Grund, eine Party zu feiern - und man bedenke: die narrensicherste Methode, die bisher ausgetüftelt wurde und die Methode, die jedermann favorisiert hat. Und - der grösste Börsenboom aller Zeiten ...
In Wahrheit war auch das nicht möglich, weil dieses Beispiel gerechnet wurde ohne die Spesen, Gebühren und Steuern abzuziehen. Wer hingegen nach derselben Methode dasselbe Geld für 3% im Money Market angelegt hat, ist bei etwas über $ 2000 Gewinn. Spesen sind praktisch keine angefallen, allerdings müssen auch hier noch Steuern bezahlt werden. Selbst bei nur 1% Zinsen wäre das Ergebnis besser, als bei den Aktien.
Damit bin ich weder für Festverzinsliche noch gegen Aktien. Wofür ich bin, sind Tatsachen. Und wogegen ich bin, ist das Geschwätz der vermeintlichen Börsenexperten.
Auf diesen Seiten nimmt Prof. Dr. F. Malik regelmässig Stellung zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft.
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Finanztricks: Die US-Wirtschaft hat Probleme mit der Wahrheit
Von Thomas Fischermann
Seit Ostern scheint an der Wall Street die Sonne, und Tobias Levkovich vom Brokerhaus Salomon Smith Barney hat Frühlingsgefühle. "Wandel liegt in der Luft", verkündet er in dieser Woche in seinem Newsletter für Anleger. Analysten laden Journalisten zum Brokerfrühstück ein und sagen "positive Überraschungen" am Aktienmarkt voraus, die New Yorker Notenbank prognostiziert einen klaren Aufschwung, der Dow Jones Industrial Average lag am Wochenende um 3,8 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Bei J. P. Morgan Chase hoffen sie sogar schon wieder auf eine "Rückkehr der Fusions- und Übernahmeaktivitäten" - des Milliardengeschäfts mit Elefantenhochzeiten.
Verebbt ist die große Nachdenklichkeit, die nach dem 11. September und erst recht nach der Rekordpleite des Energiekonzerns Enron am amerikanischen Kapitalmarkt herrschte. "Die haben den Aktienkurs mit dem eigentlichen Spiel verwechselt", erklärte noch vor ein paar Wochen der Shareholder-Value-Prophet Gary Hamel. Fundamentalkritik war in Mode, wie Robert Kuttner, der Herausgeber der Zeitschrift American Prospect, deutlich machte: "In Wirklichkeit ist das Zeitalter der entfesselten Märkte ein Zeitalter des Unternehmenslobbyismus und der Interessenkonflikte gewesen."
Eine kurze Mode: Jetzt sind die Finanzspalten schon wieder voll mit Anlagetipps, das Wall Street Journal vermeldete am Wochenende einen "erstaunlichen Sprung bei den Aktienverkäufen". Ja, wenn das die Schlagzeilen sind - sind denn schon all die Probleme gelöst, die zuletzt die internationale Kapitalmarktgemeinde in helle Aufregung versetzten und Amerikaner an sich selbst zweifeln ließen?
Keineswegs. Es ist nicht klar, wie viele Enrons am amerikanischen Kapitalmarkt auf ihre Opfer warten. Die Aufsichtsbehörden prüfen derzeit so unterschiedliche US-Unternehmen wie den Telefonbetreiber WorldCom, den Computerriesen Cisco und die Immobiliengruppe Cendant, alles Schwergewichte am US-Aktienmarkt. Finanzbeamte sind im ganzen Land ausgeschwärmt, ein Wall-Street-Analyst sprach kürzlich gar von einer "Post-Enron-Hexenjagd". Die verschärften Kontrollen haben aber ihren triftigen Grund. Alle wissen, dass es noch weitere kräftig geschönte Bilanzen geben muss. Nur weiß derzeit noch keiner, wo.
Den Ökonomen bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein ist Folgendes aufgefallen: Addiert man die ausgewiesenen Unternehmensgewinne in den USA erhält man einen viel höheren Wert als den, der in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung steht. Irgendetwas ist also faul im Staate USA, zumal die Ökonomen beim Jerome Levy Economic Institute auf ähnliche Unstimmigkeiten gestoßen sind. Sie schätzen, dass die 500 größten US-Unternehmen ihre Gewinne im Schnitt um ein Fünftel zu hoch angesetzt haben - Hinweise darauf, dass Buchprüfer nicht nur im Fall Enron ihre Bilanztestate bedenklich großzügig gewährt haben.
Enrons Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen gilt zwar als einer der Hauptsündenböcke. Aber die gesamte Branche ist ins Visier von Untersuchungskommissionen geraten; die Finanzmarkt-Aufsichtsbehörde SEC entwickelt Ideen für eine bessere Aufsicht über die Aufseher - wahrscheinlich durch den Staat.
Andere Enron-Komplizen hat es - bis jetzt jedenfalls - nicht so schlimm erwischt: Von Woche zu Woche werden neue Verbindungen zwischen Finanzinstituten und dem Energiekonzern aufgedeckt; die Bankiers hatten offenbar maßgeblich die schattigen Finanzvehikel Enrons in aller Welt mitkonstruiert und dabei kräftig verdient. Allein im Jahr 2000 bezahlte Enron mehr als 250 Millionen Dollar Gebühren an seine Bankiers. Wie stand es da um die Analysten, die bei den gleichen Banken ihre Kunden frühzeitig über Chancen und Gefahren am Aktienmarkt warnen sollen? Gerade erst kam die Geschichte des Brokers Chung Wu von UBS PaineWebber heraus. Er soll Enron-Mitarbeitern zum Verkauf ihrer Aktien geraten haben - und war dann auf Druck von Enron entlassen worden. James Greenwood, Chef eines der Enron-Untersuchungsausschüsse in Washington, hat nur allgemein davon gesprochen, man müsste Investmentbanken zerschlagen. Das war vor allem kapriziös, echte Folgen für die Stars der Neunziger sind noch nicht erkennbar.
In die Kritik geraten ist ein weiterer Baustein der hoch gelobten amerikanischen Shareholder-Society: die Entlohnung führender Mitarbeiter mit Aktienpaketen und Optionen. Dadurch sollen, in der Theorie jedenfalls, die Interessen der Manager und der Aktionäre gleichgeschaltet werden. Doch in Kombination mit kreativer Buchprüfung hat das nicht nur im Fall Enron das Gegenteil bewirkt - zulasten der Aktionäre. Manager des Enron-Konzerns sowie zahlreicher anderer US-Unternehmen stehen im Verdacht, die Aktienkurse künstlich aufgeblasen und sich mit zwei- und dreistelligen Millionensummen bereichert zu haben.
Zudem polierten Konzerne mit Aktienoptionen ihre Bilanzzahlen weiter auf. "Man benutzt Aktienoptionen, um die festen Gehälter zu senken", verriet Enrons Exchef Jeffrey Skilling vor dem Untersuchungsausschuss in Washington. Der Trick dahinter: Wer Aktienoptionen einräumt, muss das in der amerikanischen Rechnungslegung nicht als Kosten ausweisen. "So erhöht man seine Profitabilität."
Was aber heißt das für die internationale Rolle des amerikanischen Finanzmarktes? Bedeutet das wirklich das "Ende der US-Hegemonie", wie dies Anfang März Robert Peloski, Vordenker der Investmentbank Stanley Morgan, düster vorausgesagt hat? Oder raffen sich die Amerikaner noch zu grundlegenden Reformen auf? Die Bush-Regierung gibt sich entschlossen: Eine Corporate-Governance-Kommission arbeitet schon, etliche Detailvorschläge sind gemacht -, aber das Budget der SEC ist immer noch nicht erhöht worden. Es gibt eine Koalition aus Parlamentariern in Washington und Notenbankchef Alan Greenspan, die per Gesetz die Entlohnung mit Aktienoptionen reformieren wollen -, aber es gibt auch eine mächtige Gegenlobby aus der Industrie, die diesen Kampf nicht zum ersten Mal führt.
Vor allem aber: Es ist Frühling, und das Vertrauen der amerikanischen Konsumenten bleibt ungebrochen. Irgendwann wird der gesamtwirtschaftliche Aufschwung schon die Kurse in die Höhe reißen - und dann wird man sich daran erinnern: Systemkritik ist stets ein zyklisches Phänomen. Nur: Die ungelösten Probleme wird die Volkswirtschaft der USA weiter mit sich herumtragen müssen. Neue Unternehmensskandale sind so gut wie gewiss - und irgendwann wird der Reformdruck zurückkehren. Spätestens dann, wenn Aktionäre merken, dass ihre Renditen geringer ausfallen als erwartet, und die Konjunktur das gegenwärtige Versprechen, es gehe zurück in die glorreichen Neunziger, nicht halten kann.
Quelle: DIE ZEIT 15/2002
Torsten1000
04.04.2002, 23:58
Paule2 der Bääääääääääär!
Torsten1000
05.04.2002, 00:00
Keinen Abend ohne Gewinnwarnung. :(
Das Softwareunternehmen Legato Systems warnte am Donnerstag nach Börsenschluß davor, daß Umsatz und Ergebnis im Q1 deutlich unter den Erwartungen ausfallen würden.
Anstelle eines von Analysten geschätzten Umsatzes von 62 Mio $ und eines erwarteten Verlustes von 2 Cents/Aktie rechne man nun mit 55-57 Mio $ Umsatz bei einem Verlust von 5-7 Cents/Aktie.
Als Grund für die schwache Entwicklung nannte man das schwierige IT-Umfeld, insbesondere die Verschiebung von Aufträgen.
Die Aktien verloren im Handel 23 Cents auf 7,99$, brachen zuletzt aber außerbörslich bis auf 6,86$ ein.
© Godmode-Trader.de
Vetinari
05.04.2002, 00:05
McDATA warnung ...
4:52PM McDATA warns for Q1 (MCDT) 12.41 -0.14: Company sees Q1 net loss in the range of $0.04-$0.07 per share versus the current consensus estimate for a net loss of $0.03 per share; sees Q1 revenue in the range of $62 to $64 million versus the current consensus estimate for revenues of $75.3 million.
Und nimmt die sektor mit ...
4:57PM McDATA Reaction : Prices vs 4 pm ET close -- Storage sector under pressure following the MCDT warning. MCDT itself is halted, though sector peers are selling off in sympathy -- QLGC -0.65, EMLX -0.21, NTAP -0.38 -- direct competitor BRCD -1.01 getting hit hardest.
klosterwein
05.04.2002, 00:24
@ Vetinari
Wenn ich das richtig verstanden habe, bist Du Engländer, oder zumindest in GB wohnhaft:
Ich soll für eine kenianische Freundin, die online traden (und ihr Geld vor den Unwägbarkeiten ihres Landes in Sicherheit bringen will), einen englischen Discountbroker ausfindig machen, hast Du Tips (es geht um ein 5-stelliges €-Volumen und moderate internationale Tradingaktivität)? Wie hoch ist eigentlich die Einlagensicherung?
1000 Dank und schönen Abend, klosterwein
nasdaq10.000
05.04.2002, 00:35
04.04. 23:21
Analysten sehen keine Enttäuschung bei Q-Zahlen
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(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Das Research- und Geldmanagementunternehmen Bridgewater Associates stellte zuletzt die Frage, ob das gesehene wirtschaftliche Wachstum sich auch in den Unternehmensgewinnen widerspiegeln würde. Von dieser Warte aus gesehen sollten die Q1-Zahlen der Unternehmen nicht enttäuschen.
Auch würden die [/b]Arbeitskosten niedrig[/b] bleiben, welche etwa 2/3 der Unternehmensumsätze ausmachen würden. Damit sei der Grundstein für höhere Unternehmensgewinne gelegt, so die Analysten. Zudem hätten Unternehmen zuletzt zahlreiche [/b]Restrukturierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Margen durchgeführt[/b]. Bereits eine Rückkehr der Margen zu normalen Niveaus würde die Gewinne um 20% höher ausfallen lassen.
Ebenso würden die jüngsten Wirtschaftszahlen auf ein starkes Umsatzwachstum im Q1 hindeuten, wenngleich die Wachstumsgeschwindigkeit dadurch gebremst werde, dass sich viele Unternehmen bei den Ausgaben zurückhalten würden.
nasdaq10.000
05.04.2002, 00:39
04.04. 22:02
Dell sieht Anstieg von IT-Ausgaben in 2002
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(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Der COO und President des weltgrößten PC-Verkäufers Dell Computer, Kevin Rollins, verkündete heute, dass die Ausgaben der Unternehmen im IT-Bereich nach wie vor sehr schwach sind, weil Unternehmen zunächst einen Turnaround abwarten wollen bevor sie neue Investitionen tätigen. Im Laufe diesen Jahres solle ein solcher Turnaround dann eintreten, wovon auch die Ausgaben profitieren sollten, so Rollins.
Dell hatte gestern auf einer Analystenkonferenz die Planzahlen für das laufende Quartal bestätigt (BörseGo berichtete). Heute können die Aktien bislang 1,79% auf 26,66$ gewinnen.
cloneshare
05.04.2002, 01:30
05.04. 00:25
Storage Unternehmen schockt mit Q1-Warnung
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(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Das Datenlagerungsunternehmen McData gab nach Börsenschluß bekannt, daß man aufgrund von Auftragsstreichungen seines größten Kunden die Planzahlen im Q1 nicht erfüllen könne.
War man zuvor noch von 73-78 Mio $ Umsatz und einem Verlust von 2-4 Cents/Aktie ausgegangen, rechne man nun mit 62-64 Mio $ Umsatz und einem Verlust von 4-7 Cents/Aktie.
Außerdem überlege man, einen zusätzlichen Kredit aufzunehmen. Die endgültigen Zahlen sollen am 18.04. bekannt gegeben werden.
Am Donnerstag verloren die Aktien 2,6% auf 12,17$.
cloneshare
05.04.2002, 01:31
05.04. 00:08
Fed Präsident zur US-Wirtschaft
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(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Der Präsident der Fed Bank von St.Louis, Poole, verkündete am Donnerstag, dass der Zeitpunkt, wann die Fed die Zinsen wieder anheben werde, von den Zahlen über die Inflationsrisiken abhängen würden, wenngleich dies eine „ominöse“ Größe sei. Die Rezession sei aus seiner Sicht möglicherweise bereits vorüber, die Ausgabenseite sei aber nach wie vor schwach. Eine wirtschaftliche Erholung verlaufe aller Voraussicht nach milder als dies normal nach einer Rezession der Fall sein würde.
cloneshare
05.04.2002, 03:49
ich bin auf Arbeit und habe lange Weile
und keiner hier mit dem ich labern kann
mfg
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