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Vollständige Version anzeigen : Telekom - Zahlen


Matze
23.04.2002, 12:27
Telekom: Umsatzplus im ersten Quartal

Die Deutsche Telekom erwirtschaftete im ersten Quartal 2002 einen Konzernumsatz von rund 12,9 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber den Vergleichszahlen aus dem ersten Quartal 2001.

Stärkster Wachstumstreiber sei die Mobilfunkgruppe um T-Mobile gewesen, teilte der Konzernvorstand heute Morgen auf seiner Bilanz-Pressekonferenz mit. Der Umsatz in der Gruppe habe sich gegenüber der Vorjahresperiode um mehr als 66 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro gesteigert. Mit knapp 1,4 Milliarden Euro habe der Zukauf von VoiceStream dabei bereits mehr als 30 Prozent zum Gruppenumsatz beigetragen.

Die Deutsche Telekom geht davon aus, ihren Umsatz im laufenden Jahr um zehn Prozent gegenüber 2001 steigern zu können. Das Wachstum werde sich mindestens bis 2004 "zweistellig" fortsetzen, ist sich der Vorstand sicher. Zwar habe sich das operative Geschäft gut entwickelt, es sei aber, wie bereits im März bekannt gegeben, 2001 ein "negativer Konzernüberschuss" zu verzeichnen gewesen, der insbesondere auf den Zukauf des Systemhauses debis sowie den geplatzen Verkauf des Kabelnetzes an Liberty zurückzuführen sei.

Dem will die Telekom mit bereits zuvor angekündigten Sparmaßnahmen begegnen. Insbesondere trifft das die Aktionäre, deren Dividende um 40 Prozent gekürzt werden soll. Damit will die Telekom rund eine Milliarde Euro einsparen. Zudem wolle man die Investitionen in Sachanlagen verringern, hieß es weiter. Der Verkauf von "nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen", wie beispielsweise den Immobilien und den Kabelgesellschaften, werde "forciert vorangetrieben".

Ihre Anleger konnte die Telekom damit nicht überzeugen. Nach Bekanntgabe der Zahlen verlor die T-Aktie kräftig: Heute Morgen zu Börseneröffnung stand sie auf rund 17 Euro, bis zum Mittag fiel sie auf 16,3 Euro. (hob/c't)

Quelle: heise.de/ct

Matze

Matze
15.05.2002, 11:50
Telekom verkauft Mobilfunkbeteiligung an Satelindo

Die Deutsche Telekom wird ihre Beteiligung an der indonesischen Mobilfunkgesellschaft Satelindo an die staatliche PT Indosat verkaufen. In einer Grundsatzvereinbarung hätten sich beide Seiten am Mittwoch auf den Wechsel des 25-prozentigen Anteilspakets verständigt, teilte die Telekom in Bonn mit. Der Konzern wird für den Anteil 361 Millionen Euro in bar erhalten, die vollständig in den Schuldenabbau fließen sollen.

Mit dem Verkauf folge die Telekom ihrer Strategie, führende Marktpositionen in den Kernmärkten Europa und Nordamerika durch Mehrheitsbeteiligungen zu erreichen, erklärte Vorstandschef Ron Sommer. Der jetzt vollzogene Verkauf, der im Juni abgeschlossen werden soll, hat nach weiteren Angaben der Telekom keine direkten Auswirkungen auf andere Beteiligungen des Unternehmens in der Region (Philippinen, Malaysia). (dpa) / (wst/c't)

Quelle: heide.de/ct

Matze

Matze
22.05.2002, 10:52
Deutsche Telekom mit mehr Umsatz und Verlust

"In einem schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld", wie der Konzern betonte, hat die Deutsche Telekom ihren Fehlbetrag im ersten Quartal des laufenden Jahres mehr als vervierfacht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Verlust von 0,4 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro. Grund seien vor allem Abschreibungen aus neu konsolidierten Gesellschaften, teilte der Konzern am Mittwoch bei der Vorstellung der offiziellen Zahlen mit; diese Abschreibungen machten insgesamt eine Milliarde Euro aus. Bereinigt um Sonderabschreibungen habe der Konzernfehlbetrag bei 1,4 Milliarden Euro gelegen.

Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro zu; von den Auslandsumsätzen entfielen allein 1,4 Milliarden Euro auf die US-Mobilfunktochter VoiceStream, die im gleichen Zeitraum des Vorjahrs noch nicht in der Bilanz verzeichnet waren. Am stärksten hätten insgesamt T-Mobile und T-Online zugelegt, die für die Festnetzbereiche zuständige T-Com habe bei den Umsätzen auf Vorjahresniveau gelegen, während die Dienstleistungssparte T-Systems sogar leichte Umsatzeinbußen verzeichnete. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Konzern um 4,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. T-Mobile konnte den EBITDA auf 1,2 Milliarden Euro steigern.

Die Telekom konnte im ersten Quartal auf 57,3 Millionen Telefonanschlüsse (einschließlich 21,1 Millionen ISDN-Kanäle) verweisen, 1,1 Millionen mehr als in der Vorjahresperiode. Insgesamt 2,3 Millionen T-DSL-Verträge konnte der Konzern abschließen; im ersten Quartal des Vorjahres waren es noch 0,85 Millionen und im letzten Quartal 2001 2,2 Millionen. Über die Größe der Warteschlange bei den T-DSL-Anschlüssen machte die Telekom bislang aber keine weiteren Angaben. Die Mobilfunktöchter der Telekom hatten insgesamt 50 Millionen Kunden nach 41 Millionen im Vorjahr; allein in Deutschland steigerte T-Mobile die Kundenzahl von 20,9 auf 23 Millionen. T-Online steigerte die Kundenzahl insgesamt von 8,7 auf 11,2 Millionen, in Deutschland von 7,1 auf 9,2 Millionen.

Von den Steigerungen beim Umsatz und bei den Kundenzahlen ließen sich die Investoren nach den schlechten Nachrichten der letzten Wochen allerdings zunächst einmal nicht beruhigen -- offensichtlich schlug nicht nur der hohe Verlust den Börsianern aufs Gemüt, auch wenn die Konzernmanager die Abschreibungen als Verlustbringer in den Vordergrund stellten. Zu Beginn des Handels an der Frankfurter Börse sackte der Kurs der T-Aktie erneut gleich einmal um 4,2 Prozent ab und lag kurz vor zehn Uhr bei 12,54 Euro. (jk/c't)

Quelle: heise.de/ct

Matze

martinh
10.03.2003, 09:34
Montag, 10. März 2003
Historisches Minus
Telekom mit Rekordverlust

Die Deutsche Telekom hat 2002 einen Rekordverlust verbucht. Hohe außerplanmäßige Abschreibungen bescherten dem Konzern einen Fehlbetrag von 24,6 Mrd. Euro. Dies ist der höchste Verlust, den je ein deutsches Unternehmen erlitten hat. Im Vorjahr hatte der Verlust nach Steuern mit 3,5 Mrd. Euro dagegen vergleichsweise rosig ausgesehen.

Analysten hatten bereits im Vorfeld mit dem Rekordverlust gerechnet und dabei auf die Abschreibungen auf die Mobilfunktöchter und die US-amerikanische Voicestream verwiesen. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke habe die Gelegenheit genutzt, um in der Bilanz ordentlich aufzuräumen, hieß es. Ähnlich sei ja auch France Télécom-Chef Thierry Breton verfahren, und habe dabei einen Verlust von 20 Mrd. Euro verbucht.

Operativ steht die Telekom besser da. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen und vor Sonderposten verbesserte sich von 15,1 Mrd. Euro auf 16,3 Mrd. Euro. Beim Umsatz konnte der Konzern ein Plus von 11,1 Prozent auf 53,7 Mrd. Euro verbuchen. Damit wurden die Erwartungen leicht übertroffen.

Auch beim obersten Ziel von Konzernchef Kai-Uwe Ricke, dem Schuldenabbau, machten die Bonner Fortschritte. Die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken im vierten Quartal von 64,3 Mrd. Euro im Vorquartal auf 61,1 Mrd. Euro. Neben dem Verkauf von Vermögenswerten hätte auch der verbesserte Liquiditätszufluss (Free Cash Flow) beim Abbau des Schuldenberges geholfen, erklärte die Telekom. Unter anderem habe man 120 Mio. T-Online-Aktien verkauft und sich von Immobilien getrennt. Die anhaltend positive Entwicklung des Dollar-Wechselkurses habe ebenfalls geholfen.

Auf der Bilanzpressekonferenz um 11.00 Uhr will die Deutsche Telekom Stellung zu den Zahlen beziehen. Mit strengen Zielvorgaben für die vier Säulen (T-Com, T-Mobile, T-Online und T-Systems) will Ricke die Finanzkennzahlen des Bonner Konzerns möglichst rasch auf Kurs bringen. Weichen die Zahlen um mehr als 10 Prozent von den angepeilten Zielen ab, dann könnten Sparten verkauft werden. Die Verbesserung der Finanzstruktur sei für den Telekom-Chef wichtiger als das Festhalten an der wachstumsorientierten Vier-Säulen-Strategie, meldete "Die Welt."

Mitte Februar hatte die Begebung einer Telekom-Pflichtwandelanleihe für Aufregung gesorgt. Während es auf den Aktienmärkten zu einem Kurssturz der Telekom-Aktie kam und Arbitrage-Geschäfte getätigt wurden, schätzten Analysten die Kapitalmaßnahme überwiegend positiv ein.Dadurch fließe neues Geld ins Unternehmen, so daß man weiter die Verbindlichkeiten reduzieren könne, hieß es von Seiten der Telekom. Kai-Uwe Ricke bekräftigte erneut sein Ziel, bis Ende 2003 die Schulden des Unternehmens auf rund 50 bis knapp 53 Mrd. Euro zu senken.