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Vollständige Version anzeigen : Thema: Reisen - Neu: Hilfe wenn's im Ausland kracht


Eliska
13.05.2002, 23:02
Wer soll mit?

Zwölf wichtige Reiseführer-Reihen auf dem deutschen Markt im Überblick

"Baedeker", der Klassiker unter den Reiseführern, 150 Bände mit Reisezielen weltweit, werden alle zwei Jahre überarbeitet, trockene Texte, gute Pläne und Karten, 10 bis 29,95 f, Verlag Karl Baedeker

"Marco Polo", Kompaktreihe mit 233 Titeln, 7,95 bis 8,95 f, viele Stichworte und Symbole, mit sinnvollen Insider-Tipps, Karten sind vergleichsweise unübersichtlich, Mairs Geographischer Verlag

"Polyglott on tour", modern gemachte Kompaktreihe mit über 100 Bänden, pfiffiges Design, mit Tourensystem und Trend-Magazin, übersichtliche Karten, gute Fotos, je 7,95 f, Polyglott-Verlag

"Merian live", 140 Titel weltweit, Kompaktguide, ideal für Kurzurlauber, gute Karten, mit praktischen Top-Ten-Tipps, flotte Schreibe, großer Nutzwert auf kleinem Raum, je 7,95 f, Gräfe und Unzer Verlag

"Merian classic", 20-teilige Reiseführerreihe, Schwerpunkt Kultur und Genuss, neuerdings mit Extraplan zum Herausnehmen, ausführlich, kompetent, mit Tourenvorschlägen, je 11,50 f, Gräfe und Unzer Verlag

"DuMont Reisetaschenbuch", 178 ausführliche Bände, neuerdings mit Atlasteil von guter Qualität, Leitsystem mit Piktogrammen, viel Info und Hintergrund, je 12 f, DuMont Reiseverlag

"Stefan Loose Travel Handbücher", renommierte Globetrotter-Reihe, 34 Bände (v.a. Asien und Amerika), ideal für Individualreisende, kompetent recherchiert, 15,95 bis 25,95f, DuMont Reiseverlag

"Spirallo Reiseführer", neue Reiseführer-Reihe mit robuster Spiral-bindung, gute Karten, knappe, aber kompetente Texte, ideal für die Kurzreise, gut gegliedert, derzeit 18 Titel, je 9,90f, Falk Verlag

"Vista Point Reiseführer", 37 informative Bände (Schwerpunkt Amerika) mit detaillierten, durchdachten Routenvorschlägen, gute Fotos und Karten, 19,50 bis 24,50 f, Vista Point Verlag

"Vis à vis", viele Bilder und Zeichnungen in dreidimensionaler Optik, zahlreiche Detailansichten von Gebäuden und Straßen, viel Stoff, aber zum Teil sehr kleinteilig präsentiert, 62 Bände, 10,50 bis 25,90 f, Dor-ling Kindersley Verlag

"Trescher-Reihe Reisen", 25 Bände (Osteuropa, GUS-Staaten), viel Hintergrund und Historie, stellenweise trocken, aber das Ausführlichste zu diesen Reisezielen auf dem Markt, vernünftige Karten, 9,95 bis 19,95 f, Trescher Verlag

"Lonely Planet", Klassiker für individuell reisende Globetrotter (auf Englisch), jede Menge Info-Adressen und Tipps, die man anderswo selten findet, z.T. unübersichtliche Karten, ca. 250 Bände weltweit, 32 bis 54 f, Lonely Planet

DIE WELT

thomfly
15.05.2002, 21:42
Da stehen aus der Keltenzeit Steingräber
"Baedeker", übertreibt da etwas keiner weiss was die für eine Funktion haben.
Man weiss weniger als von Stonehenge.
Aber was schreibt Du Mont:

Tief ergriffen und bis in die Seele gerührt stehen wir am ausganspunkt...

Da stand ich auch Parkplatz und Pommesbude :lach

Tief ergriffen und bis in die Seele gerührt stehen wir am ausganspunkt...

...

Gut finde ich neben ausfürlicheren Sachen Poliglott.
Als Grundlage super.
.................
APA Guides sind super


..............................
Ich schnapp mir in meiner Lieblingsbuchhandlung einen
Stuhl und das dauert dann :lach

Ich glaube dass muss jeder für sich rausfinden

Eliska
25.07.2002, 10:16
Die deutschen Botschaften im Ausland helfen Urlaubern - aber nur ungern mit Geld

von Fabian von Poser

Prügelei auf Mallorca, Passverlust in Prag, Todesfall in Bangkok: In der Hauptreisezeit herrscht in den deutschen Auslandsvertretungen Hochbetrieb. Rund 10 000 »schwerwiegende Hilfefälle« - dazu zählen die Evakuierung deutscher Staatsbürger bei Naturkatastrophen oder politischen Unruhen - haben die mehr als 200 Botschaften und Generalkonsulate sowie die 345 Honorarkonsuln im vergangenen Jahr bearbeitet. Bei allen musste das Auswärtige Amt in Berlin eingeschaltet werden. Dazu kamen Zehntausende kleinerer Anfragen, die von den Auslandsvertretungen selbst abgewickelt werden konnten, wie zum Beispiel die Vermittlung von Ärzten, Anwälten und Dolmetschern. Zur täglichen Arbeit gehört, verloren gegangene Ausweispapiere zu besorgen, Angehörige bei Unfällen zu benachrichtigen und Leichenpässe auszustellen. Auch im Falle einer Pleite des Reiseveranstalters und bei Problemen mit örtlichen Behörden schaltet sich die Botschaft ein.

Doch nicht immer bekommt der Reisende die Hilfe, die er sich erhofft. Vor allem wenn es um Geld geht, sind die Botschaften knauserig. Laut Paragraf 5 des Konsulargesetzes sind sie zur Hilfe verpflichtet, »wenn die Notlage nicht auf andere Weise behoben werden kann«. Ansonsten sind sie angehalten, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Konkret bedeutet das: Urlauber, denen Bargeld oder Kreditkarte abhanden gekommen sind, müssen zuerst selbst alle Möglichkeiten ausschöpfen, etwa schauen, dass ihnen die Familie Geld ins Ausland überweist. Die Botschaft berät dabei den in Not Geratenen.

Dass die Mitarbeiter der Botschaften auf Devisenpump von Urlaubern eher verhalten reagieren, hat seinen Grund: Von dem geliehenen Geld sieht das Auswärtige Amt rund zehn Prozent nie wieder, die Urlauber zahlen es nicht zurück. Pro Jahr stehen zwar immerhin 600 000 Euro für Auszahlungen zur Verfügung, doch in die Kasse gegriffen wird nur, wenn etwa zu Hause niemand zu erreichen ist oder der Geldtransfer voraussichtlich zu lange dauert. In diesem Fall gibt es eine Überbrückungshilfe von maximal 25 Euro pro Tag. In ganz seltenen Fällen legt man auch das Geld für die Heimreise aus.

Seit 1974 sind die deutschen Botschaften im Ausland gesetzlich zur Hilfe gegenüber Bundesbürgern verpflichtet. Die Arbeit der Auslandsvertretungen hat sich seitdem allerdings stark verändert. Die Reisenden können heute mit Unterstützung ihrer Kreditkartengesellschaften, Versicherungsunternehmen und Reiseveranstalter rechnen und dank des Handys außerdem sofort zu Hause anrufen und um Hilfe bitten. »Mit vielen Notsituationen kommt der Reisende heute ganz gut selbst zurecht, da wird die Botschaft gar nicht mehr konsultiert«, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Trotzdem gibt es Arbeit genug. Nach einer Statistik des Auswärtigen Amtes halten sich jeden Tag in jeder Auslandsvertretung 6000 neue deutsche Urlauber auf.

Am häufigsten helfen müssen die Botschaften von Bangkok, Barcelona, London, Budapest und Prag. In Bangkok sind es Unfälle oder Probleme mit Drogen, die die Mitarbeiter beschäftigen, in Prag oft Rentner, die auf einer Kaffeefahrt bestohlen wurden oder deren Busunternehmen über Nacht Pleite gemacht hat. Die deutschen Vertreter in Palma de Mallorca sehen sich häufig mit betrunkenen Ballermännern konfrontiert, die mit Landsleuten oder dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Oder mit insolventen Bundesbürgern, die auf der Insel ihren Lebensabend verbringen.

Um Notfällen vorzubeugen, aber auch um im Ernstfall zu helfen, hat das Auswärtige Amt auf seiner Internet-Seite www.auswaertiges-amt.de zusätzlich zu den Reiseinformationen und Sicherheitshinweisen eine Liste mit wichtigen Adressen und Telefonnummern für Urlauber eingerichtet. Hier finden sich beispielsweise die Notrufe aller großen Kreditkartengesellschaften und Banken und ein Merkblatt mit den verschiedenen Möglichkeiten, Geld ins Ausland zu transferieren. In dringenden Fällen wenden sich Reisende am besten telefonisch an das Auswärtige Amt. Unter der Rufnummer 030/50 00 20 00 können Sie Notfälle melden, Reiseinformationen abrufen und sich persönlich beraten lassen.


DIE ZEIT

Eliska
26.07.2002, 01:15
Überall, wo sich viele Urlauber auf wenig Platz vergnügen, steigt in der Regel die Kriminalitätsrate. Und wenn vermeintlich wohlhabende Touristen auf arme Einheimische treffen, kann es zu Aggression und Neid kommen. Raub und Diebstahl sind nicht selten die Folge.

Im Sommer haben Betrüger Hochsaison. Dabei ähneln sich die Tricks der Diebe grenzübergreifend. Autoklau, Autobruch, Diebstahl von Handtaschen, Bargeld und Schmuck sind die häufigsten Straftaten.

Allerdings: Wenn Urlauber ein paar elementare Vorsichtsmaßnahmen beherzigen, verringert sich die Gefahr, geneppt oder ausgeraubt zu werden um ein Vielfaches.

Prinzipiell gilt das alte Sprichwort „Gelegenheit macht Diebe“.
Das heißt: Bieten Sie potenziellen Langfingern keine Chance zu klauen.
- Vor allem in Städten, an Küsten und in anderen Touristenzentren sollten Sie achtsam sein.
- Keine Wertsachen im Auto lassen bzw. das Auto sichtbar leer stehen lassen (Handschuhfach offen).
- Einen Wagen mit Reisegepäck am besten nur an bewachten Parkplätzen abstellen.
- Auch Autoradios sind ein Grund zum Bruch!

- Bargeld sollten Sie nicht in großen Mengen bei sich tragen.
- Teure Uhren und echter Schmuck gehören in den Hotelsafe oder noch besser: zu Hause lassen!
- Vorsicht ist im Gedränge vor Taschendieben geboten.
- Eine beliebte Form ist in Städten der Handtaschendiebstahl vom Motorrad aus. Also die Taschen immer eng am Körper und nicht zur Straßenseite hin tragen.
- In wirtschaftlich schwachen Ländern ist zudem das offene Tragen von teuren Gegenständen völlig fehl am Platz. Es kann geradezu eine Aufforderung zum Diebstahl sein.

pr

Wählen Sie bitte ein Land aus:

Brasilien-Bulgarien-China-Frankreich-Griechenland-Indonesien-Italien-Kenia-Kroatien-Kuba-Malta-Marokko-Mexiko-Polen-Portugal-Spanien-Sri Lanka-Südafrika-Thailand-Tschechien-Tunesien-Türkei-USA-Zypern-Ägypten

http://focus.de/D/DR/DRU/DRU116/dru116.htm

Eliska
26.07.2002, 01:26
Achtung, Krise!

Religiöser Fundamentalismus, politische Repression und Armut können aus Urlaubsländern innerhalb kürzester Zeit potenzielle Krisenherde machen. Für Reisende ins Ausland bedeutet das, sich sorgfältig zu informieren, um die Risiken abzuwägen.

Wer auf der Suche nach zuverlässigen Infos über die politische Lage von Staaten ist, sollte die Website des Auswärtigen Amtes auf jeden Fall kennen. Dort wird über 170 Länder umfassend und objektiv informiert. Das Außenministerium bezieht seine Informationen von den jeweiligen Botschaften vor Ort und den deutschen Sicherheitsbehörden. Die Seiten werden je nach Notwendigkeit sofort aktualisiert.

Weil sich das Auswärtige Amt (AA) jedoch diplomatisch vorsichtig ausdrückt, müssen User zwischen den Zeilen lesen können. Reisewarnungen werden selten ausgesprochen. Sicherheitshinweise dagegen sehr detailliert. So warnt das AA derzeit zum Beispiel nicht vor Reisen nach Israel. In den Sicherheitshinweisen steht lediglich, das Reisen „grundsätzlich“ innerhalb der Grenzen von 1967 möglich sind. Aber es wird zu höchster Vorsicht geraten. Wer diese Zeilen richtig interpretiert, verschiebt seine Reise auf Friedenszeiten.

Gewarnt wird zurzeit vor Reisen in folgende Staaten: Angola, Afghanistan, Burundi, Haiti, Kongo, Liberia, Madagaskar, Somalia, Tadschikistan, Salomonen und die Zentralafrikanische Republik. Kurzum: Alles Länder, die sowieso nicht zu den beliebten Urlaubsländern gehören.

Bedeutend undiplomatischer und klarer sind die Internetseiten des US-Außenministeriums (State Department). Unter http://travel.state.gov steht nicht nur Indonesien auf dem Index, sondern auch Israel. Kritisch beurteilt das Ministerium auch die Lage in Deutschland und schreibt, dass rassistische Angriffe in der Bundesrepublik möglich sind.

Eine dritte gute Informationsquelle sind die englischsprachigen Zeitungen vor Ort, von denen inzwischen viele Websites unterhalten. Am einfachsten lassen sich Links zur jeweiligen lokalen Presse unter http://www.theworldpress.com finden.

Urlaubsländer mit potenziellem Risiko:

Indien-Indonesien-Israel-Jemen-Jordanien-Kenia-Marokko-Nepal-Nordirland-Philippinen-Spanien-Sri Lanka-Tunesien-Türkei-Ägypten

http://focus.de/D/DR/DRD/DRD02/drd02.htm

Eliska
28.07.2002, 11:31
Der Last-Minute-Rekordsommer: Rabattrausch bei Hotelgruppen und Reiseveranstaltern

Von Kira B. Hanser

In diesem Sommer sind wir alle Jäger. Nicht auf Tontauben, auch nicht auf virtuelle Moorhühner, sondern auf Reiseschnäppchen. Im Visier: Pauschalreisen, Hotelaufenthalte, Kreuzfahrten, selbst Ferienhäuser. Wer zuletzt bucht, bucht am besten. Die Schonzeit ist vorbei, die Pirsch auf Prozente, Rabatte, Goodys und Gutscheine eröffnet. Die Reisebranche in toto verhökert nämlich angesichts anhaltender Buchungsflaute und hausgemachter Überkapazitäten weit unter Wert. Sie ködert mit Preisreduzierungen jenseits der 30-Prozent-Marke. In der Jägerspräche nennt man das "Kirren", Locken durch Leckereien.

Kaum eine Hotelkette, die nicht mit "Summer Sales" in nie dagewesener Größenordnung wirbt. Kaum ein Veranstalter, der nicht mit Geschenken winkt. Das gab es noch nie: Die TUI ließ ihre Kunden mit aus der Zeitung ausgeschnittenen "26,06 Euro"-Coupons in die Reisebüros rennen, während Thomas Cook seine buchungswilligen Kunden mit "süßen Überraschungen" überhäufelt. Der Hotelkonzern Accor wiederum wirbt mit weltweiten "Last-Minute-Aktionen", noch bis zum 2. September gibt es in mehr als 600 Häusern die Zimmer bis zu 50 Prozent günstiger; und in den deutschen Queens-Hotels gilt bis zum 31. August "two for one", zwei Übernachtungen zum Preis von einer, ob man will oder nicht (in der Jägersprache nennt man das übrigens eine Dublette).

Eine besonders abnorme Trophäe für Discount-Jäger: Wer eine "maximal zwei Tage alte Tankquittung" in den meisten Ramada-Hotels in Deutschland und Großbritannien vorlegt und sich damit als Pkw-Fahrer legitimiert, erhält bei der bizarren Aktion "Road to Ramada" bis zu 50 Prozent Rabatt auf den regulären Zimmerpreis.

Gewinner der Buchungsflaute sind Last-Minute-Anbieter. Die Reisewilligen warten im Schnäppchenjahr 2002, bis die Preise bröckeln und die Reiseveranstalter ihre Restplätze an Last-Minute-Unterhändler geben müssen. In der Jägersprache nennt man das Zwangswechsel. Gerade hat die TUI einen neuen Last-Minute-Anbieter unter dem Namen "Lastminutefly" gegründet, der in Nordrhein-Westfalen sogar "Vier-Tages-Trips nach Mallorca für 99 Euro" verhökert hat. Thomas Cook wiederum stattet seine Reisebüros schnell mit "Sommerschlussverkauf"-Plakaten aus, und der Last-Minute-Marktführer L'Tur offeriert erstmals in seiner Unternehmensgeschichte Kinderfestpreise.

Die Last-Minute-Angebote sind sogar teilweise günstiger als im Vorjahr. Asgar Schubert, Sprecher von Bucher-Reisen und Aerolloyd, sagt: "Die Ermäßigungen liegen zwischen zehn und 30 Prozent, bei Buchungen kurz vor Abflug sogar bis zu 50 Prozent". Und: Inzwischen gibt es Last-Minute-Angebote bei "Ferienhäusern auf den Kanaren für Pärchen" (www.canarias-spezial.com), auf Karibik- Kreuzfahrten (www.kreuz-fahrtenboerse.de oder www.aw-kreuzfahrten.de) und selbst bei "Ferien auf niedersächsischen Bauernhöfen" ("www.heuhotelferien.de). Echte Freischüsse für Schnäppchenjäger.

DIE WELT

Nik
01.08.2002, 22:36
Hallo Eliska,
ich glaube, du hast eine ganz wichtige Reihe (nicht nur aber insbesondere auch für Rucksack-Touristen) vergessen: die Reisehandbücher aus dem ReiseKnowHow-Verlag, die auch vielen bekannt sind über die ausgezeichneten "Kauderwelsch"-Sprachbücher (bin weder verwandt, noch verschwägert, noch bekomme ich Geld dafür!!).
http://www.reiseknowhow.de
oder ergänzende und beschreibende Infos auf meiner Reisehomepage
http://www.polak.mynetcologne.de

Eliska
02.08.2002, 00:01
Nein, Nik, es ist viel einfacher:

Ich bin keine Reisefachfrau, sondern einfach in der Presse auf die vorliegenden Artikel gestoßen. Als Laie erfährt man einfach normalerweise zu wenig über das, was man eigentlich wissen müsste, um eine Reise vor allem in uns ferne Kulturen und Klimazonen durchzufühen. Darum hatte ich einfach mal angefangen zu posten, was mir wichtig erschien.

Umso mehr freue ich mich, dass gerade du dich eingemischt und diese überaus interessanten, informativen, wirklich umfangreichen Links hier eingestellt hast.

Viele Grüße und weiterhin gute Besserung

Eliska:)

Nik
02.08.2002, 23:37
Oh Eliska, sorry,
erst auf deinen Hinweis hin habe ich gesehen, dass du zitiert hast.
Mea culpa

Eliska
03.08.2002, 00:28
Oh, Nik - das sollte es dir nicht tun! :)

Ganz im Gegenteil, ich freue mich sehr, dass du beitrugst.
Das könnte doch dem einen oder anderen von großem Nutzen sein.:)
Ich hoffe, du machst es bei Gelegenheit wieder!

Dir ein schönes Wochenende!!!

Gruß
Eliska:)

Eliska
07.08.2002, 07:23
07.08.02, dpa
Auswärtiges Amt rät zu Vorsicht bei Reisen nach Marokko

Das Auswärtige Amt (AA) rät bei Reisen nach Marokko zu besonderer Vorsicht. Angesichts der weiter angespannten Lage im Nahen Osten komme es auch in dem nordwestafrikanischen Staat immer wieder zu spontanen Protestdemonstrationen, teilt das Ministerium in Berlin mit. Touristen, die in derartige Veranstaltungen gerieten, sollten sich vorsichtig verhalten.

Generell sei es sinnvoll, sich beim Reiseveranstalter oder bei Gastgebern regelmäßig über die aktuelle Lage zu informieren. Vom Grenzübertritt in die umkämpfte Nachbarregion Westsahara rät das Auswärtige Amt grundsätzlich ab.

Eliska
07.08.2002, 20:47
Kleingedruckt

Schein ist nicht gleich Sein und Papier geduldig. Was häufig zu lesende Beschreibungen wirklich bedeuten...

1. Ein Direktflug ist kein Nonstop-Flug. Der Begriff steht für mindestens eine Zwischenlandung ohne Maschinenwechsel.

2. Ein aufstrebender Ferienort hat zwar häufig noch keine Infrastruktur, dafür aber jede Menge Baustellen.

3. 15 Minuten zum Strand sagt gar nichts über das Fortbewegungsmittel aus: ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto.

4. Verkehrsgünstig und zentral gelegen sind oft Unterkünfte mit viel Lärm auf angrenzenden Straßen.

5. Ein neues Haus ist oft ein altes Haus, das zum ersten Mal im Programm ist. Das Personal befindet sich noch in der Trainingsphase.

6. Ein Zimmer auf der Meerseite ist nicht zwingend ein Zimmer mit Meerblick. Womöglich liegen Hochhäuser zwischen Hotel und Ozean.

7. Helle und freundliche Zimmer sind meist einfach ausgestattet. Wer Komfort sucht, sollte auf Umschreibungen achten wie geschmackvolle Einrichtung oder luxuriöse Zimmer.

8. Internationale Atmosphäre herrscht meist in Hotels, in denen Gruppen aus der ganzen Welt Nächte lang feiern und die Verständigung mit dem Personal schwierig ist.


(Quelle: BSZ)

Eliska
10.08.2002, 01:14
Wenn im Urlaub die Kreditkarte verloren geht oder gestohlen wird, sollte der Betroffene sie sofort sperren lassen. Unter der Telefonnummer 018 05 / 02 10 21 sei der Zentrale Sperrannahmedienst rund um die Uhr erreichbar, teilt der Zentrale Kreditausschuss der Banken und Sparkassen (ZKA) in München mit. Aus dem Ausland muss die deutsche Auslandsvorwahl 00 49 gewählt werden.

Wer in eine solche Notlage gerät, sollte einige Daten unbedingt zur Hand haben: zunächst natürlich die Kontonummer und den Name des Kreditinstituts, am besten auch Bankleitzahl und ec-Kartennummer. Was vielen Menschen ja immer noch schwerfällt: Die Geheimzahl darf nirgendwo notiert, sondern muss auswendig gelernt werden. Die Angewohnheit, die Zahlen im Handy zu speichern gilt ebenfalls als fahrlässig.

Tsp

Eliska
10.08.2002, 02:17
Selbst Gesundheitsakte für Reisen anlegen

Berlin (AP) Wer ins Ausland reist, kann vorher im Internet eine eigene Datenbank mit persönlichen Gesundheitsdaten für den Notfall anlegen. Die Informationen zu Blutgruppe, Allergien, Krankheiten oder Unverträglichkeiten von Medikamenten können im Ernstfall aus aller Welt abgerufen werden - per Mausklick oder per Fax. Auf diesen Service des Vereins für Internationale Krankentransporte (VIK) macht Stiftung Warentest in Berlin aufmerksam.

Muss ein Reisender im Ausland operiert oder notversorgt werden, fallen Zeit raubende Voruntersuchungen damit weg. Die Registrierung kostet einmalig zehn Euro, pro Jahr sechs Euro. Nutzen können das Angebot auch Bürger, die nicht Mitglied des VIK sind. Die Anmeldung ist möglich unter www.vik-flugrettung.de.

Die Reisenden geben ihre Daten in der Muttersprache ein. Die Informationen werden dann automatisch in Englisch, Französisch und Spanisch übersetzt. Auch Arztbriefe oder Befunde können der elektronischen Krankenakte beigefügt werden. Der Zugang ist nur über eine Ziffernfolge und ein Passwort möglich.

Yahoo

Eliska
31.08.2002, 23:07
Wer seine Flugtickets verliert, muss für Ersatzflugscheine nicht noch einmal den vollen Preis bezahlen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig aufmerksam.

Wer einen Flug gebucht hat, stehe in der Regel in der Passagierliste der Fluggesellschaft. Der Reisende müsse gegenüber der Fluggesellschaft dann allerdings seine Identität nachweisen können, zum Beispiel mit Hilfe des Reisepasses. Der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft dürften nur eine geringe Gebühr für die Ausstellung eines Ersatzflugscheins verlangen, so die Verbraucherschützer.dpa

Tagesspiegel

Eliska
19.09.2002, 20:41
Hilfestellung für alle, die bei Billig-Fluglinien buchen wollen, bei den vielfältigen Online-Angeboten aber Nerven und Lust verlieren:

http://www.zeit.de/2002/38/Reisen/reisebrief45.html

Eliska
26.11.2002, 21:15
Schnitt durch die Kehle

Das Malaria-Mittel Lariam steht im Verdacht, Touristen in den Selbstmord zu treiben. In Amerika muss der Hersteller davor warnen, in Deutschland nicht.

Es sind Urlaubsberichte, aber für Postkarten taugen sie nicht: "Verlust von Realitätsbezug", heißt es über einen 35-jährigen Indien-Touristen. Oder: "Mehrmals täglich starke Angst mit Todeswünschen" über einen anderen. Und über eine 29-jährige Reisende: "Angst, verrückt zu werden; Suizidgedanken".

Autoren der Berichte sind Ärzte, zu finden sind sie in der Datenbank des pharmakritischen "Arznei-Telegramms". Allen Reisenden ist gemein, dass sie das Malaria-Mittel Lariam eingenommen haben - ein möglicher Grund ihrer Angst-Psychosen.

Eigentlich war die Entdeckung von Mefloquin, dem Wirkstoff von Lariam, ein großer Segen. Besonders in Afrika und Südamerika hatten sich bei dem Malaria-Erreger Resistenzen gegen die gängigen Mittel gebildet. Lariam war die letzte Waffe gegen das heimtückische Tropenfieber, deshalb schlucken Tausende von Fernreisenden jede Woche eine Lariam-Tablette.

Doch in den USA ist Lariam in die Schlagzeilen geraten, weil sich Berichte von Selbstmordfällen häuften. Selbsthilfegruppen traten auf den Plan. Der Lariam-Hersteller Hoffmann-LaRoche musste zugeben, der Hinterbliebenen eines AfrikaTouristen Schweigegeld gezahlt zu haben.

Seit diesem Sommer prüft das US-Verteidigungsministerium die Rolle des Medikaments bei einer rätselhaften Mordserie unter Heimkehrern des Afghanistan-Krieges. Vier Soldaten hatten ihre Frauen getötet, zwei von ihnen richteten ihre Waffe anschließend gegen sich selbst.

Sergeant William Wright etwa hatte während spezieller Kampfeinsätze regelmäßig Lariam geschluckt. Den Angehörigen des Elitekämpfers fiel nach seiner Rückkehr sein ungewohnter Jähzorn auf. Bei seiner Verhaftung im Juli dieses Jahres befand er sich in psychotischem Zustand.

Nun brachten die Proteste der Anti-Lariam-Aktivisten den Schweizer Pharmakonzern dazu, im Beipackzettel einen deutlichen Warnhinweis aufzunehmen: Es seien "einige Fälle von suizidalen Halluzinationen und Selbstmord berichtet" worden, heißt es dort. Bei Angst, Unruhe und Verwirrtheit solle man Lariam schleunigst absetzen, weil diese Anzeichen "als Vorläufer für schwere Ereignisse betrachtet werden können".

Gemeint sind Ereignisse wie jene, die einem 33-jährigen Holländer auf einem Trip nach Madagaskar widerfuhren. Im Glauben, an Malaria erkrankt zu sein, hatte er zwei Tabletten geschluckt. Kurz darauf plagten ihn Wahnvorstellungen und Angstzustände, so geht es aus einem Abschiedsbrief an seine Frau hervor. Tage später hatte er sich mit dem Taschenmesser die Kehle durchgeschnitten.

In deutschen Beipackzetteln jedoch findet sich ein entsprechend deutlicher Warnhinweis nicht. Während Roche in Amerika in einem Rundbrief an die Ärzte auf die veränderten Produkthinweise aufmerksam machte, heißt es in Deutschland schlicht, dass die "Patienteninformationen entsprechend der Empfehlung der deutschen Arzneizulassungsbehörden" formuliert seien.

Auf dem Beipackzettel für den Patienten findet sich kaum mehr als eine Andeutung: "Es wurde über seltene Fälle von Suizidalität berichtet", heißt es da, nur um sofort zu beteuern: "Eine ursächliche Beziehung" sei nicht nachgewiesen. "Die Selbstmordrate nach Lariam-Einnahme liegt im Rahmen des statistischen Grundrauschens", erklärt Roche-Sprecher Horst Kramer.

Neu ist der Verdacht gegen die Malaria-Pille indes nicht. Schon 1996 kam eine Studie zu dem Schluss, dass jeder 150. Lariam-Konsument mit schweren psychischen Nebenwirkungen rechnen muss. Meist setzt die neuropsychiatrische Nebenwirkung zweieinhalb Wochen nach der Einnahme der ersten Pille ein. Deswegen rät Becker-Brüser, bereits drei Wochen vor Abreise mit der Prophylaxe zu beginnen. "Dann treten die möglichen Effekte wenigstens noch in der Heimat auf."

Eine Alternative zu Lariam ist das wenig untersuchte Kombinationspräparat des Roche-Konkurrenten GlaxoSmithKline namens Malarone. Studien zufolge treten bei der Einnahme dieser Pille Schlaflosigkeit, Halluzinationen und Depressionen dreimal seltener auf als bei Lariam. Das allerdings hat seinen Preis: Malarone ist etwa dreimal so teuer wie Lariam.

Bei einigen Reisezielen rät Arznei-Experte Becker-Brüser, Lariam nicht als Prophylaxe einzunehmen, sondern als Standby-Medikament in die Reise-Apotheke zu packen und erst bei einer Malaria-Infektion hoch dosiert zu schlucken - in Eigenregie allerdings nur, wenn kein Arzt erreichbar ist.

Dass sich Roche auch in Deutschland zu einer veränderten Aufklärungsstrategie durchringen kann, ist seit vergangener Woche unwahrscheinlicher denn je. Noch bevor die U. S Army offiziell die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu den Selbstmordfällen bekannt gab, ließen Militärkreise verlauten: Ein ursächlicher Zusammenhang habe nicht festgestellt werden können.

Kritiker überrascht das nicht. Denn die U. S. Army ist in der Angelegenheit nicht unbefangen: Sie hat den Wirkstoff Mefloquin im Vietnam-Krieg entwickelt. Für jede weltweit in Apotheken verkaufte Lariam-Pille kassiert sie von Roche eine Lizenzgebühr.

Gerald Traufetter
DER SPIEGEL

Nik
27.11.2002, 19:01
Hallo Eliska,
da ich eine Reisehomepage habe, die sich intensiv mit den Tropen beschäftigt, würde ich gerne einen Link direkt zu diesem Beitrag über Lariam legen. Hast du eine Ahnung, wie der lauten müsste?
Kann du die Quelle (Erscheinungsdatum, Seite oder Internetlink) vom Spiegel etwas genauer nennen?

Eliska
27.11.2002, 19:56
Natürlich, Nik, hab´s noch gefunden:

DER SPIEGEL 48/2002


http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,224310,00.html

Gruß
Eliska:)

Nik
28.11.2002, 11:39
DANKE! :)

Patrick
28.11.2002, 13:35
Lariam? Puh, das Zeug habe ich mir vor zwei Urlauben damals auch reingezogen...naja, freundin hat es überlebt und ich auch... :)

Aber das ist echt eine krasse Vermutung, dass die Morde der Soldaten darauf zurückzuführen sind... :eek: :eek:

gruß
p.

Eliska
13.03.2003, 00:25
Ein kaum bekanntes Gesetz kann Türkei-Urlaubern zur Falle werden - Tipps vom Auswärtigen Amt

Ein auf einer Wanderung aufgesammelter grauer Stein mit Abdrücken fossiler Blätter, wurde einem Türkei-Urlauber zum Verhängnis: 40 Tage Gefängnis und 4000 Euro Kaution kostete ihn das Souvenir letztendlich. Kaum zu glauben, aber wahr.

Hintergrund ist das kaum bekannte türkische „Gesetz zum Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes", das eigentlich den Ausverkauf von Antiquitäten stoppen soll. Doch allem Anschein nach interpretiert die türkische Justiz das Gesetz manchmal derart streng, dass unwissende Touristen in Gefahr geraten, wie dieser Fall belegt.

Im vergangenen Jahr registrierte die Bundesregierung sechs verhaftete Türkei-Reisende. Diplomaten mutmaßen jedoch, die tatsächliche Zahl liege weit darüber, weil sich ihrer Ansicht nach viele Deutsche etwa aus Scham und Angst, auch in Deutschland dann als vorbestraft zu gelten, bei der Botschaft nicht melden würden.

Allein der Deutsch sprechende türkische Anwalt Ülkü Caner hat „in den letzten anderthalb Jahren zehn Mandanten vertreten. Caner: „Das Gesetz hat meiner Ansicht nach eine Lücke, weil es keinen Unterschied macht zwischen vorsätzlichen organisierten Schmuggel und dem naiven Touristen, der einen Gegenstand kulturellen Erbes dessen Bedeutung unwissend mitnimmt. In der Presse ist behauptet worden, dass die Kaution in private Taschen fließt. Das stimmt nicht. Richtig ist, dass es in die Gerichtskasse kommt".

Das Auswärtige Amt rät, sich vor jeder Reise gründlich zu informieren. Einige Gesetze und Bestimmungen, die man vor Reiseantritt wissen sollte:

l Der Erwerb und die Ausfuhr von Antiquitäten sind in Griechenland verboten, es sei denn, es liegt eine Genehmigung des Kulturministeriums vor. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Das Fotografieren von militärischen Anlagen und wichtigen zivilen Anlagen (Flughäfen/Häfen) ist wegen Spionagegefahr verboten. Zuwiderhandlungen werden - auch gegenüber EU-Bürgern - strafrechtlich verfolgt.

l Ägypten: In Ägypten besteht wie in vielen anderen Ländern ein striktes Ausfuhrverbot unter anderem für alle antiken Gegenstände sowie für eine Vielzahl von unter Natur- und Artenschutz stehenden Pflanzen und Tieren (z.B. Korallen), auch wenn diese scheinbar legal käuflich erworben wurden.

l Thailand: Die Ausfuhr von bestimmten Lederprodukten (z.B. Elefant, Krokodil, Schlangen) und Elfenbein sowie deren Einfuhr nach Deutschland unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Es wird dringend empfohlen, sich darüber vor dem Kauf zu informieren. Majestätsbeleidigung: Das thailändische Königshaus genießt besonderen Respekt. Abfällige oder kritische Bemerkungen sind zu vermeiden. Majestätsbeleidigung wird in Thailand hart bestraft.

Informationen gibt das Auswärtige Amt unter Telefon 030/5000 2000 oder im Internet: www.auswaertiges-amt.de ?

DIE WELT

Eliska
29.03.2003, 23:09
Das Auswärtige Amt ruft zu erhöhter Vorsicht im gesamten Land auf.
Konkrete Hinweise auf Anschläge lägen allerdings nicht vor.

Türkeireisende sollten die östlichen Provinzen des Landes meiden. Das Auswärtige Amt in Berlin fordert deutsche Staatsbürger dazu auf, die Provinzen Mardin, Sirnak, Hakkari, Van, Bitlis, Siirt, Diyarbakir und Batmann zu verlassen.

In den Provinzen Adana, Kayseri, Sivas, Giresun und allen östlich davon gelegenen Provinzen sollten bis auf weiteres nur Deutsche bleiben, deren Aufenthalt dort zwingend erforderlich erscheint.

In der gesamten Türkei ist erhöhte Vorsicht wegen der Gefahr von Terroranschlägen geboten, warnt das Auswärtige Amt. Es lägen zwar keine konkreten Hinweise vor, Anschläge könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Im Südosten der Türkei sei darüber hinaus der Aufenthalt außerhalb geschlossener Ortschaften grundsätzlich mit erhöhten Gefahren verbunden. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten dort vermieden werden, auch auf Transitstrecken.

(sueddeutsche.de / dpa/gms)

Eliska
02.04.2003, 18:55
Gräberpiste gibt Rätsel auf - 17 Touristen in Sahara vermisst

Algier/Berlin - Spurlos verschwinden Touristen in der Sahara.
Die Liste der Verschollenen wird immer länger.

VON CAN MEREY

Zwölf Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer sind seit Wochen wie vom algerischen Wüstensand verschluckt. Weitere deutsche Sahara-Reisende sind überfällig, gelten allerdings offiziell noch nicht als vermisst. Seit Dienstag rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Region ab. Auch der Sahara-Reisebuchautor Gerhard Göttler warnt Touristen: "Raus aus Algerien!"

Die algerische Tageszeitung "Le Matin" spekuliert, die Vermissten könnten Opfer der El-Kaida-nahen Terrorgruppe GSPC geworden sein. Die "Salafistengruppe für Predigt und Kampf" operiert seit Jahren in der Sahara. Auch europäische Sicherheitsbehörden kennen die GSPC. Unter anderem sollen die vier Algerier, die jüngst im Frankfurter Islamistenprozess wegen des in Straßburg geplanten Bombenaschlags verurteilt wurden, Kontakte zu der Gruppe gehabt haben. Nach Zerschlagung der El-Kaida-Strukturen in Afghanistan sei jetzt begonnen worden, Basen in der Sahel-Maghreb-Zone aufzubauen, berichtet "Le Matin".

Haben die Touristen etwas gesehen, was sie nicht sehen sollten? Solange bei den Suchaktionen keine Spuren gefunden werden, können Verwandte und Freunde, Experten und Behörden über das Schicksal der vier Frauen und 13 Männer - einer von ihnen stammt aus dem Kreis Ludwigsburg - nur spekulieren. Vier unabhängig voneinander reisende, gut ausgerüstete Gruppen sind zu verschiedenen Zeitpunkten verschwunden. Ein Rätsel. Von drei Gruppen gibt es seit Ende Februar kein Lebenszeichen mehr. Sie waren zufällig zur selben Zeit mit Motorrädern und einem Allrad-Kleinbus auf der so genannten Gräberpiste unterwegs. Die vierte Gruppe meldete sich zuletzt am 17. März. Danach könnte sie die Reise zum nächsten Etappenziel ebenfalls über die Gräberpiste geführt haben.

Was immer passiert ist:
Kein Zweifel kann mehr bestehen, dass die Traumreise für die 17 Touristen zum Albtraum wurde.


Stuttgarter Nachrichten

Eliska
13.04.2003, 12:45
Wer jetzt verreisen will, benötigt umfangreiche Informationen – eine Übersicht

Irakkrieg und Angst vor Terroranschlägen, schlechte Wirtschaftslage und SARS – die Liste der Gründe, nicht zu reisen, wird scheinbar immer länger. Und doch gibt es noch immer weit mehr Gründe, auf Reisen zu gehen. Wichtig ist aber, sich über Möglichkeiten zu informieren, wie und wo auf vermeintlich sicheren Urlaub umgebucht werden kann:

Krieg und Terror

Einschätzung des Auswärtigen Amts (AA): Mit Beginn des Irakkriegs hat sich laut AA das Risiko terroristischer Anschläge erhöht – insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, in Süd-, Ost- und Südostasien, am Horn von Afrika, in Pakistan, Bangladesch und Afghanistan. Reisewarnungen hat das AA im islamischen Raum jedoch nur für Afghanistan, den Irak, Kuwait und den Jemen ausgegeben. Weitere Informationen im Internet: www. auswaertiges-amt.de, http://travel.state.gov/ (US-Außenministerium)

Rechtslage: Reisen in Länder mit einer Reisewarnung sind kostenlos stornierbar. Nach Ansicht des Kemptener Reiserechtlers Ernst Führich gilt dies auch für Reisen in vom Irakkrieg direkt betroffene Staaten, für die das AA keine Warnung ausgegeben hat – wie etwa die Türkei. Ob hier ein Fall höherer Gewalt vorliegt, ist juristisch zwar Auslegungssache. Der Bundesgerichtshof hat jedoch im Oktober ein kundenfreundliches Urteil gefällt (Az. X ZR 147/01), in dem es heißt: „Es kann einem Reisenden nicht zugemutet werden, an einem Reisevertrag festgehalten zu werden, wenn die Durchführung des Vertrages mit einer konkreten Gefahr einer Schädigung (...) verbunden ist und wenn dieses Gefahr bei Vertragsschluss im Regelfall nicht vorhersehbar ist.“ Führich rät daher Urlaubern, gegebenenfalls gegen Veranstalter, die nicht bereit sind, Reisen kostenlos zu stornieren, vor Gericht zu ziehen.

Versicherungen, die auf Reisen abgeschlossen wurden und dann umgebucht werden, bleiben grundsätzlich bestehen.

Maßnahmen der Veranstalter: Viele Fluggesellschaften – darunter Austrian Airlines und Turkish Airlines – erstatten den vollen Preis für stornierte Flüge Richtung Nordamerika, in den Nahen Osten, nach Israel oder in die Türkei. Die Tickets müssen allerdings vor Beginn des Irakkriegs ausgestellt worden sein. Andere Airlines – darunter die Lufthansa – verteilen lediglich Bons, die beim Kauf eines neuen Tickets eingelöst werden können.

Alle großen deutschen Reiseveranstalter erlauben ihren Kunden bis zum 30.April, Reisen in die Türkei, nach Ägypten, Tunesien, Marokko und Zypern umzutauschen. Der alternative Reisetermin muss in der laufenden Wintersaison oder in der Sommersaison 2003 liegen. Kostenlose Stornierungen lassen nur wenige Veranstalter zu – darunter, Studiosus bis 14 Tage vor Reiseantritt.

Die großen Reiseanbieter besitzen nach eigenen Angaben noch Hotelkontingente etwa auf den Kanaren, in Griechenland oder in Kroatien. Allerdings könnten beim Umbuchen einer Reise zu teureren Reisezielen Mehrkosten anfallen, so Wybcke Meier von Oeger Tours. Zudem könnten in einigen Zielen in der Hochsaison Betten knapp werden.


SARS

Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Auswärtigen Amt s: Die WHO rät wegen der lebens-

gefährlichen Lungenkrankheit SARS von Reisen nach Hongkong und in

die südchinesische Provinz Guangdong ab. Die Organisation warnt allerdings nicht vor Reisen nach Peking,

Hanoi, Singapur oder Bangkok. In

Vietnam, Singapur und im kanadi-

schen Toronto sei SARS bereits unter Kontrolle.

Auch das AA „empfiehlt, nicht unbedingt notwendige Reisen nach Hongkong und in die südchinesische Provinz Guangdong“ zu verschieben. Es hat jedoch wegen SARS bislang keine ausdrücklichen Reisewarnungen ausgegeben. Lediglich Kranken wird dringend von Reisen in betroffene Gebiete abgeraten.

Rechtslage: Urlauber, bei denen SARS vermutet wird, können in Zielländern festgehalten und Quarantänemaßnahmen unterzogen werden.

Reisen können nicht generell wegen SARS kostenlos storniert werden. Allerdings legt die Verbraucherzentrale Berlin ebenso wie Reiserechtler Führich nahe, dass auch hier Urlauber „höhere Gewalt“ und „eine erhebliche Gefährdung“ geltend machen und somit kostenlos kündigen können. Akzeptiere ein Veranstalter den Rücktritt nicht, liege die Entscheidung bei den Gerichten, so die Verbraucherschützer.

Reiserücktrittversicherungen, die für den eigenen Krankheitsfall abgeschlossen wurden, können wegen des grassierenden SARS nicht geltend gemacht werden.

Maßnahmen der Veranstalter: Das Personal von Fluglinien mit Ziel Südostasien kontrolliert Passagiere auf hohes Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atemnot hin. Im Verdachtsfall müssen Fluggäste zu Hause bleiben und wenn sie bereits im Flugzeug sind, isoliert sitzen. Cathay Pacific verteilt an alle Passagiere Atemschutzmasken.

Europas führender China-Anbieter Gebeco gestattet Urlaubern bis 30. April, Reisen in von SARS betroffene Länder kostenlos umzubuchen. Nicht zurück gezahlt werden könnten allerdings Visagebühren, so Marketing-Leiter Jens Hulwershorn. Auch große Pauschalreiseanbieter, darunter Neckermann, gestaaten wegen SARS das kostenlose Umbuchen von Reisen nach China, Hongkong, Vietnam, Singapur und Toronto.

Bei Studiosus können Reisende, die sich selbst zur Risikogruppe der „Vorerkrankten“ oder „Immunschwachen“ zählen, bis 30. April kostenlos Reisen in die betroffenen Länder stornieren.

Weitere Informationen im Internet: www.who.int, www.rki.de (Robert- Koch-Institut)

JÖRG WALSER / JAN-FREDERIK VALENTIN
SZ

Eliska
10.05.2003, 17:16
Bis zu 4000 Euro bei fehlendem "Pickerl" in Österreich fällig

Der ADAC spricht von einer verstärkten Jagd auf Vignetten-Sünder.

Der ADAC hat Autofahrer vor dem Befahren österreichischer Fernstraßen ohne Autobahn-Vignette gewarnt. «Die österreichischen Behörden verstärken ihre Jagd auf Vignetten-Sünder», teilte der Club in München mit.

Obwohl die «Pickerl-Moral» bei ausländischen Autofahrern relativ hoch sei, wurden nach ADAC-Angaben im Vorjahr auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen rund 70.000 «Pickerl-Muffel» erwischt. Bei Maut-Verstößen drohten Geldstrafen bis zu 4000 Euro.

(sueddeutsche.de / dpa)

Eliska
25.07.2003, 17:26
Vierte europäische Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie soll Schadenregulierung vereinfachen

von Anna Warnholtz

Nach Karambolagen im Ausland drohen weit reichende Folgen. Wie in Deutschland muss zuerst die Unfallstelle gesichert und erste Hilfe geleistet werden. Bei hohem Sachschaden oder wenn Personen verletzt wurden, ist die Polizei zu rufen.

Hinweise für einzelne Länder gibt der ADAC:

In Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn nehmen die Ordnungshüter auch Bagatellschäden auf, da hier für die spätere Schadenregulierung in jedem Fall ein polizeiliches Unfallprotokoll vorgelegt werden muss.
Für die Schadenregulierung ist es wichtig, den Unfallhergang und alle wichtigen Daten zu dokumentieren. Dazu gehören beispielsweise Adresse, Kennzeichen und Haftpflichtversicherung des Unfallgegners, Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und bestenfalls ein europäischer Unfallbericht von der ADAC-Geschäftsstelle.

Verletzte sollten sich von einem Arzt des Reiselandes ein Attest ausstellen lassen, ansonsten könnte es bei Schmerzensgeldforderungen Probleme mit der ausländischen Haftpflichtversicherung geben.
Hat das Auto einen Totalschaden erlitten, sollte ein Kfz-Sachverständiger das Fahrzeug vor der Verschrottung begutachten.
Die ADAC-Auslandsnotrufstationen informieren über die richtige Vorgehensweise.

Zurück im eigenen Land geht es an die Schadenregulierung. Wer in der Vergangenheit im Ausland in einen Unfall verwickelt war, brauchte in der Regel viel Geduld und Papier. Seit Januar 2003 soll die Abwicklung mit der vierten europäischen Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie nun um vieles einfacher sein. Alle europäischen Versicherer müssen nun in jedem EU-Mitgliedsland "Schadenregulierungsbeauftragte" benennen, mit dem der Geschädigte einzuleitende Schritte in seiner Muttersprache erörtern kann.

Wer beispielsweise in Griechenland einen Unfall hat, kann sich nun in Deutschland an den Beauftragten der griechischen Versicherung wenden.

Auch einige Nicht-EU-Länder wie Island, Norwegen, Liechtenstein haben die neue Richtlinie umgesetzt. Der Schadensfall muss innerhalb von drei Monaten reguliert werden. Dabei findet immer das Verkehrs- und Schadenersatzrecht des Unfall-Landes Anwendung.

Der Zentralruf der Autoversicherer informiert über die jeweiligen Anlaufstellen unter Tel. 0180/250 26.

DIE WELT