Eliska
30.06.2002, 08:35
Budapest - Deutschland hat drei neue Welterbe- Stätten: Das romantische mittlere Rheintal mit der berühmten Lorely und zahlreichen Burgen sowie die norddeutschen Hansestädte Stralsund und Wismar mit ihren mittelalterlichen Stadtkernen.
Das Welterbe- Komitee der UNESCO traf diese Entscheidung am Donnerstagabend in Budapest. Damit stehen jetzt insgesamt 27 deutsche Kultur- und Naturstätten auf der Welterbeliste. Stätten von außergewöhnlichem Wert müssen nach Ansicht der UNESCO als gemeinsames Erbe aller Menschen betrachtet und unter Schutz gestellt werden.
Das Welterbe-Komitee der UNESCO würdigte das Obere Mittelrheintal als "eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit". "Im Herzen unseres Kontinents gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt es die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wider", erläuterte die deutsche UNESCO. "Hochrangige Baudenkmäler haben sich hier in einer Fülle und Dichte erhalten, die in kaum einer anderen europäischen Kulturlandschaft zu finden sind." Mit seinen rebenbesetzten Talhängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen wie Perlen aufgereihten Höhenburgen gelte das Tal "als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft".
40 Burgen und Schlösser reihen sich aneinander
Das Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz ist 65 Kilometer lang. Rund 40 Burgen und Schlösser reihen sich aneinander. Außerdem ist das Gebiet von mittelalterlichen Städtchen und bewaldeten Hängen sowie steilen Weinbergen geprägt. "Jetzt liegt es an den Akteuren vor Ort, die sich bietenden neuen Chancen zu nutzen", sagte Bauckhage. Aus den 65 Kilometern entlang des Rheins in Rheinland-Pfalz und Hessen dürfe dabei aber kein Freiluftmuseum werden.
Städte des alten Hansebundes
Ihren gemeinsamen Antrag hatten Stralsund und Wismar, die beide an an der Ostseeküste Mecklenburg- Vorpommerns liegen, im Dezember 2000 in Paris eingereicht. Die Zugehörigkeit zum einstigen Hansebund (1161-1669) und der daraus resultierende Reichtum prägt noch heute die Bausubstanz. "Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert", hieß es in der Antragsbegründung, die von der UNESCO in Budapest praktisch übernommen wurde
Die historischen Stadtkerne hätten ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt und legten Zeugnis für die Anlage von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab. Das UNESCO-Welterbekomitee hob insbesondere die umfangreich erhaltene historische Bausubstanz der Altstädte von Stralsund und Wismar hervor.
"Wismar ist die einzige in dieser Größe und Geschlossenheit erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum", betonte die deutsche UNESCO. Das historische Hafenbecken vermittle ein authentisches Bild von dem eigentlichen Rückgrat der Seehandelsstadt. Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert aufgestauten Teichen betone den mittelalterlich geprägten Stadtkörper.
Ein Milliarde Euro für Stralsund-Sanierung
Alleine in der Altstadt von Stralsund stehen 526 denkmalgeschützte Häuser. Die Sanierung, die laut Prognose bis zum Jahr 2025 dauern wird, werde mehr als eine Milliarde Euro kosten, sagte Lastovka. "Rund ein Drittel des Weges ist aber schon zurückgelegt."
Mehr zum Rheintal: http://rhein-zeitung.de/on/02/06/28/topnews/mittel-afp.html?a
Das Welterbe- Komitee der UNESCO traf diese Entscheidung am Donnerstagabend in Budapest. Damit stehen jetzt insgesamt 27 deutsche Kultur- und Naturstätten auf der Welterbeliste. Stätten von außergewöhnlichem Wert müssen nach Ansicht der UNESCO als gemeinsames Erbe aller Menschen betrachtet und unter Schutz gestellt werden.
Das Welterbe-Komitee der UNESCO würdigte das Obere Mittelrheintal als "eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit". "Im Herzen unseres Kontinents gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt es die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wider", erläuterte die deutsche UNESCO. "Hochrangige Baudenkmäler haben sich hier in einer Fülle und Dichte erhalten, die in kaum einer anderen europäischen Kulturlandschaft zu finden sind." Mit seinen rebenbesetzten Talhängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen wie Perlen aufgereihten Höhenburgen gelte das Tal "als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft".
40 Burgen und Schlösser reihen sich aneinander
Das Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz ist 65 Kilometer lang. Rund 40 Burgen und Schlösser reihen sich aneinander. Außerdem ist das Gebiet von mittelalterlichen Städtchen und bewaldeten Hängen sowie steilen Weinbergen geprägt. "Jetzt liegt es an den Akteuren vor Ort, die sich bietenden neuen Chancen zu nutzen", sagte Bauckhage. Aus den 65 Kilometern entlang des Rheins in Rheinland-Pfalz und Hessen dürfe dabei aber kein Freiluftmuseum werden.
Städte des alten Hansebundes
Ihren gemeinsamen Antrag hatten Stralsund und Wismar, die beide an an der Ostseeküste Mecklenburg- Vorpommerns liegen, im Dezember 2000 in Paris eingereicht. Die Zugehörigkeit zum einstigen Hansebund (1161-1669) und der daraus resultierende Reichtum prägt noch heute die Bausubstanz. "Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert", hieß es in der Antragsbegründung, die von der UNESCO in Budapest praktisch übernommen wurde
Die historischen Stadtkerne hätten ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt und legten Zeugnis für die Anlage von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab. Das UNESCO-Welterbekomitee hob insbesondere die umfangreich erhaltene historische Bausubstanz der Altstädte von Stralsund und Wismar hervor.
"Wismar ist die einzige in dieser Größe und Geschlossenheit erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum", betonte die deutsche UNESCO. Das historische Hafenbecken vermittle ein authentisches Bild von dem eigentlichen Rückgrat der Seehandelsstadt. Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert aufgestauten Teichen betone den mittelalterlich geprägten Stadtkörper.
Ein Milliarde Euro für Stralsund-Sanierung
Alleine in der Altstadt von Stralsund stehen 526 denkmalgeschützte Häuser. Die Sanierung, die laut Prognose bis zum Jahr 2025 dauern wird, werde mehr als eine Milliarde Euro kosten, sagte Lastovka. "Rund ein Drittel des Weges ist aber schon zurückgelegt."
Mehr zum Rheintal: http://rhein-zeitung.de/on/02/06/28/topnews/mittel-afp.html?a