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Vollständige Version anzeigen : Stiftung Warentest: Wasserqualität von Badestellen


Eliska
18.08.2002, 15:38
Spielverderber

Die Stiftung Warentest hat die Wasserqualität an mehr als 350 Badestellen an Seen, Flüssen und an der Küste bewertet.
Basis für die Karte in der Zeitschrift test sind die Messdaten der Gesundheitsämter aus der vergangenen Saison sowie den Vorjahren. Die gute Nachricht in der Juniausgabe: Sauberes Wasser an vielen Seen und an der Küste verspricht auch in diesem Sommer Badespaß pur.

Aber: An manchen Badestellen können sich gefährliche Blaualgen entwickeln.

Manche Seen bestechen schon das siebte Jahre nacheinander mit ihrer guten Wasserqualität. Die größten: Schluchsee (Baden-Württemberg), Chiemsee, Forggensee, Starnberger See, Tegernsee, Walchensee (alle in Bayern), Großer Stechlinsee (Brandenburg), Krakower See (Mecklen-burg-Vorpommern), Arendsee (Sachsen-Anhalt).

Andere Seen fallen immer wieder auf, weil Schmutz oder Algen den Badespaß vermiesen: Halensee (Berlin), Grube Prinz von Hessen (Hessen), Talsperre Pirk (Sachsen).


Weitere Schönheitsfehler auf der test-Umweltkarte:

Viele Badeverbote in Sachsen, häufige Überschreitungen der Grenzwerte, zum Beispiel für Bakterien, in Berlin und Hessen. Außerdem ist oft die getrübte Sicht in die Tiefe zu bemängeln. Dann sind Algenblüten möglich.

Dabei kann es sich zum Teil um Blaualgen handeln:
Einige Blaualgenarten produzieren Gifte, die - bei Hautkontakt oder mit Wasser verschluckt - Ausschläge, Durchfall und Erbrechen verursachen und die Leber schädigen können.

An manchen Badeseen verhängten die Behörden in der Saison 2001 deshalb ein zeitweises Badeverbot.

test rät Badegästen zur Vorsicht bei Algenblüten.

Vor allem Kinder sind durch giftige Algen gefährdet, besonders wenn sie Wasser schlucken.

Faustformel:
Das Wasser ist zu trübe, wenn ein Erwachsener, der bis zu den Knien im algengrünen Wasser steht, seine Füße nicht mehr sieht.

Bei Gestank und dreckiger Brühe sollte man nicht baden.
Vorsicht ist auch dort geboten, wo Flüsse münden.
Sie sind zum Teil mit Abwässern oder eingeschwemmtem Schmutz und Nährstoffen belastet.

Im Zweifel sollte man aktuelle Messwerte bei den Gesundheitsämtern abfragen. Am Anfang der Saison besteht aber auch an rot markierten Seen wenig Grund zur Sorge. Weitere Infos zu Badegewässern im Internet: www.test.de


Frankfurter Rundschau

Eliska
19.08.2002, 19:36
Eigentlich ein wichtiges Thema für Menschen, die außerhalb von Badeanstalten schwimmen gehen.

Es wundert mich, dass es so wenige interessiert.

Eliska