Vollständige Version anzeigen : Moderne Ernährung - Der reinste Wahnsinn
eins vorne weg, es geht nicht um ökos in birkenstockschuhen :rolleyes: sondern eine sachlich diskussion :p
Der Umweg über das Tier ist unrentabel
Die Bedeutung der Vollgetreide für die Lösung der Welternährungsfragen bekommt durch eine andere Tatsache noch mehr Gewicht: Mit derselben Bodenfläche, die ausreicht, um 10 Personen mit pflanzlichen Nahrungsmitteln zu versorgen, kann nur 1 Person ernährt werden, wenn der Boden zur Haltung von Tieren benutzt wird und diese Person vom Tier und seinen Produkten lebt. Das heißt, mit vegetarischer Ernährung könnten auf demselben Raum zehnmal mehr Menschen ernährt werden als bei rein tierischer Ernährung.Die Kalorien die vom Tier für sein Wachstum und Leben verbraucht werden, gehen dem Menschen verloren. Man hat errechnet, daß ein Schwein, das mit 1.091.000 Wärmeeinheiten aufgezogen worden ist, für die Ernährung des Menschen nur 210.000 Wärmeeinheiten ( Kalorien ) in Form seines Fleisches zurückgeben kann; vier Fünftel des ihm gefütterten Nährwertes gehen also für die Ernährung des Menschen verloren.
Textquelle: S.210 "Unsere Nahrung - unser Schicksal" von Dr. med. M.O.Bruker, erschienen im EMU Verlag (ISBN 3-89189-003-6)
Persönlicher Hinweis: Schweinefutter besteht unteranderem aus Kleie, Kartoffelschalen und Getreide. Kleie ist nicht, wie bisher gelehrt, undverdaulich für den Menschen, sondern die hochwertigen Stoffe in der Kleie werden vom Menschen genauso gut verwertet wie vom Schwein.
mehr demnächst :)
Stelle mir gerade folgenden Kompromiss vor:
Ein Acker Getreide, der von einem Schwarm Heuschrecken befallen wird.
"Erntet" man beide Nahrungsquellen wäre das Dilemma gelöst ;)
Wer ißt aber Heuschrecken :rolleyes:
Ich glaube nicht LISA, das dadurch das Verhältnis Input / Output grossartig anders liegen würde ;).
Das ist ein Dilemma, welches relativ einfach abgefangen werden kann, Leute esst weniger Fleisch und mehr vegetarische Produkte.
Aber stattdessen sind wir gerade dabei, unsere Felder 10X so fruchtbar zu machen mit irgendwelchen gentechnisch manipulierten Pflanzen :(. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :consused:
Matze
-> im 8. Jahr fleischlos :D :D
Und ich hab gestern Abend ein wunderbares Peffersteak gegessen :D
Und damit 9 anderen Personen sozusagen das Essen weggeschnappt :ek :ek
Matze
Matze,
da hab ich jetzt echt keine Gewissensbisse.
Sonst wär halt das arme Steak verfault, wenn ich es nicht gegessen hät.
Tja Gert,
wenn jeder sich darüber mal 5 Minuten Gedanken machen würde und in der Woche ca. 10% weniger Fleisch zu sich nimmt, dann rechne mal aus, was dann an Nahrungsmitteln "übrig" bleiben würde und wieviele Menschen / Kinder dann nicht verhungern bräuchten...
Jetzt aber bitte nicht das Argument Butterberg, Fleisch vergammelt etc, gehen wir mal davon aus, das die Nahrungsmittel dann auch gerecht verteilt werden würden... ;).
Matze
Matze,
muß jetzt mit der Fam. aufs Volksfest zum durchlaufen.
Meld mich mal später!
Dann gibt mal lieber eine Waffel statt Würstchen aus :D :D
Viel spass auf'm Volksfest und bis später ;)
Matze
Naja - recht netter Artikel - trifft aber für D nicht mehr ganz so zu. Welcher Bauer baut denn noch Getreide an. Mehr und mehr Grünfläche wird renaturalisiert (sprich wieder verwildert) weil die Acker nicht mehr bestellt werden. Mich juckt es da nicht ob da Unkraut wächst oder ein paar Rindviecher ihr Gras absahnen. Im Gegenteil der große Trend geht doch dahin - bevor renaturalisiert (heißt bei uns einmal wieder zurück in die Wildniss dann darf lt. Behörden dort auch niemehr was bestellt werden) lieber ein paar Pferde oder Schafe drauf gesetzt die dann für Ordnung sorgen. Naja und irgendwann sind sie dick und rund und werden eben verspeist.
Mensch weiß doch garnicht was er alles ißt. Warum zum Beispiel ist der neueste Trend ein Roter Boskop. Der Boskop (Apfel) ist von natur aus Grün - also wie wird der grüne Boskop rot????? (Frage zum Sonntag??!!!)
Deutschland zwar dicht besiedelt aber immer noch reich an Fläche sofern für den Anbau gewünscht. Da kann einem doch keiner erzählen, dass das Viechzeug jetzt an allem Schuld ist bzw. der fleischfressende Mensch.
sosho
Natürlich kann man das nicht nur auf die "Fleichfresser" zurückführen, aber der Konsument hat eine entscheidende Rolle in dem Ernährungswahnsinn derzeit, dessen ist man sich nur nicht so bewusst.
Wenn der Konsument sich umstellt, wird spätestens übermorgen die Landwirtschaft und die Ernährungsindustrie sich umstellen müssen, am Konsumenten vorbei zu produzieren, kann sich niemand auf Dauer leisten ;).
Sicherlich gibt es auch negativaspekte, wie z.B. Monokulturen auf den Anbauflächen, Überdüngung, Pestiziden etc, aber auch das liesse sich ja noch einfachst lösen, aber man probiert derzeit lieber den Ausweg über die Gentechnik, der meiner Meinung nach falsch ist!
Matze
der menschliche körper ist überhaupt nicht dafür ausgelegt fleisch zu verdauen.
der darm ist dafür viel zu kurz, oder warum wurde Renie erfunden? "um den magen aufzuräumen" :hihi
auch hat der mensch keine reisszähne :p
er ist aber auch kein vegetarier, sondern ein zwischending -> nämlich ein fruchtesser
tatsache ;)
Ich kann mich schwach erinnern,
das der Dolby beim letzten Treffen griechischen Kebab ;) gegesessen hat.
stimmt und einen salat hab ich auch gegesessen :p
Tiermehl
wegen effektiver "kostenperformance" wird tiermehl verfüttert.
man muss sich das mal vorstellen, wie pervers der mensch in die natur reinpfuscht :o
es liegt nicht in der natur, das ne kuh fleisch isst. für den menschen aber kein problem :(
deshalb auch die ganzen krankheiten. BSE und SPD :rolleyes:
:D :rolleyes: :lach SPD und BSE :lach :hihi :D
Verdauung
fleisch muss 8 stunden verdaut werden! obst nur 1 stunde.
deshalb muss man auch 1000 schritte tun oder ein nickerchen tun :hihi
böser wolf
03.10.2002, 18:46
ich stelle mal folgende behauptung ungeprüft in den raum:
"wir haben global gesehen kein nahrungsmittelproblem.
wir haben "lediglich" (zynisch, ich weiss) ein verteilungsproblem.
ich kann dafür keine "offiziellen" zahlenwerke als indizien anführen und lasse mich auch gern vom gegenteil überzeugen.
warum stelle ich diese behauptung überhaupt in den raum? weil ich dem anfangsartikel zwar zustimme (was die "effizienzrechnung" angeht, obwohl ich die zahlen natürlich nicht nachprüfen kann), aber der meinung bin, dass wir (und mit "wir" meine ich die gesamte menschheit) genug nahrung produzieren könnten, auch mit der tierhaltung (aber bitte art- und umweltgerecht. obwohl das schon wieder ein anderes thema ist, über das man abendfüllend diskutieren kann...). die angesprochenen butterberge beweisen unsere unfähigkeit zur "gerechten" bzw. gleichen verteilung.
*wieder vom philosophenthron steig* :lach
bw
:)
http://www.schweinebilder.de/Bilder/Solarium.JPG
http://www.schweinebilder.de/Bilder/Solarium.JPG
man beachte die adresse :hihi
germanasti
03.10.2002, 19:36
Original erstellt von Gert
Und ich hab gestern Abend ein wunderbares Peffersteak gegessen :D
:hihi :hihi :hihi :hihi :hihi :hihi :hihi
http://www.burgerking.com/Food/main_images/veggie_promo.gif
Donnerstag, 3. Oktober 2002
Frischfleisch
Aldi und Lidl machen ernst
Die Lebensmittel-Discounter Aldi und Lidl werden einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge voraussichtlich ab dem kommenden Jahr Frischfleisch verkaufen. Nachdem solche Pläne von Aldi bereits seit längerem bekannt sind, wolle es Lidl seinem ärgsten Konkurrenten gleichtun und in das Geschäft mit Schnitzel, Gulasch und Steaks einsteigen.
Das "Handelsblatt" beruft sich auf unternehmensnahe Kreise. Demnach soll zunächst nur ein begrenztes Angebot an Frischfleisch ins Sortiment aufgenommen werden. Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem besonders beliebte Produkte wie Steaks, Schnitzel und Gulasch, die als Selbstbedienungsware angeboten werden sollen.
Die Fleischbranche rechnet damit, dass die Entscheidung von Aldi und Lidl die Preise für Frischfleisch unter Druck setzen wird. Auch mittelständische Fleischer könnten dadurch in Schwierigkeiten geraten.
wie soll dat gehen? extra theke? was das kosten tut?
Die vier Grundpfeiler für einen Veganismus
Ökonomische Gründe: Hier steht der Ressourcenverbrauch im Vordergrund; z.B. benötigt man für ein kg Geflügel 18 kg Getreide. Dies ist eine Ressourcenverschwendung ohnegleichen. Übrigens wird viel Getreide aus der sog. "Dritten Welt" importiert, da das hiesige Getreide zu teuer ist (die Ironie der Subventionen). Das sog. Verteilungsproblem greift hier bei weitem nicht, da alle zur Zeit lebenden Menschen mit einer Ernährung nach westeuropäischen Standard nicht möglich wäre. Hingegen könnte man ca. 30 Mrd. Menschen mit einer veganen Ernährung unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit auf diesen Planeten beherbergen.
Ökologische Gründe: Ergeben sich aus den ökonomischen Gründen. Die Massentierhaltung hat extreme Auswirkungen. So wird z.B. viel Getreide- und Weidefläche benötigt. Auch sind die "Abfälle und Ausdünstungen" der Massentierhaltung nicht unproblematisch.
Ethische Gründe: Die Massentierhaltung zeigt die Respektlosigkeit des Menschen gegenüber anderen Tieren (so ist es von höchstrichterliche Stelle erlaubt von "Tier-KZs" zu sprechen; leider kenne ich das Urteil jetzt nicht, könnte aber mit einigen Mühen bestimmt etwas rausfinden). Der Veganismus hat (polemisch und kurz ausgedrückt) als These z.B. die Leidminimierung, also das Verursachen von Schmerzen an Lebewesen mit einem zentralen Nervensystem (eben alle Tiere).
Gesundheitliche Gründe: Es kommen immer mehr Ernährungswissenschaftler zu der Aussage, dass der Fleischkonsum für den Menschen ungesund ist. Weiterhin werden immer mehr Stimmen laut, die "unterstellen", dass der Mensch (genauso wie der Gorilla) ein sog. Fructoide ist, also ein reiner Fruchtesser. Auch der Mythos Milch usw. werden immer mehr angezweifelt (die gesunde Wirkung vom Konsum von Tierprodukten basiert einzig und allein auf Hypothesen; diese Hypothesen sind genauso willkürlich gesetzt worden, wie in den 50er Jahren die Vermutung der gesundheitlichen Förderung durch das Rauchen).
Wenn Interesse besteht, diese vier Punkte weiter auszudiskutieren, stehe ich gerne zur Verfügung. :D Ich hab leider nur nicht so viel Zeit und könnte dann vielleicht mit einer Antwort ein bisserl im Verzug kommen. Aber antworten würde ich natüüüüüüüüüüüüüüüüüürlich. ;)
Sascha
Original erstellt von Dolby Digital 5.1
wie soll dat gehen? extra theke? was das kosten tut?
Das klappt hervorragend. Fertig verpackt und mit einem Schutzgas versehen. Das Fleisch wird nicht nicht dunkel und du kannst es problemlos mehrere Tage lagern. Moderne Lebensmitteltechnik halt.
Thema Milch
die infos stammen von Dr. med. Max Otto Bruker.
der irrglaube, das milch wichtig ist, ist stark verbreitet. tatsache ist aber auch, das in der natur KEIN säugetier nach dem babyalter milch zu sich nimmt! kein nashorn, keine giraffe, kein elefant, keine kuh und pferde auch net. der vitamin B-1 bedarf wird mit vollkornprodukten prima gedeckt. ebenso das calcium. dafür noch etwas frischkost und der tag kann beginnen. davon abgesehen kann man sagen, das jede milch die irgendwie chemisch oder temperaturmässig behandelt ist, als TOT einzustufen ist. egal ob da nun Südmilch oder Weihenstephan drauf steht.
hinzukommt, das annähernd 50 prozent vom EU haushalt für subventionen drauf geht. damit werden milchberge und andere schwachsinnigkeiten am leben UND wachsen gehalten, obwohl es mit dem verfütterungsmittel (körner) bereits genug zum essen geben würde!
ailenrok
02.05.2003, 11:29
Original geschrieben von Dolby
Thema Milch
die infos stammen von Dr. med. Max Otto Bruker.
der irrglaube, das milch wichtig ist, ist stark verbreitet. tatsache ist aber auch, das in der natur KEIN säugetier nach dem babyalter milch zu sich nimmt! kein nashorn, keine giraffe, kein elefant, keine kuh und pferde auch net. der vitamin B-1 bedarf wird mit vollkornprodukten prima gedeckt. ebenso das calcium. dafür noch etwas frischkost und der tag kann beginnen. davon abgesehen kann man sagen, das jede milch die irgendwie chemisch oder temperaturmässig behandelt ist, als TOT einzustufen ist. egal ob da nun Südmilch oder Weihenstephan drauf steht.
hinzukommt, das annähernd 50 prozent vom EU haushalt für subventionen drauf geht. damit werden milchberge und andere schwachsinnigkeiten am leben UND wachsen gehalten, obwohl es mit dem verfütterungsmittel (körner) bereits genug zum essen geben würde!
hallo dolby,
also MEINE milch war nicht tot....:hihi ;)
super alien, jetzt steht der text zweimal drin :rolleyes:
Hi, Dolby!
Hascht Dich inspirieren lassen?
Vielleicht sollten wir gemeinsam ein Buch schreiben:
"Dicksein leichtgemacht!- über die Ursachen des Antiamerikanismus"
:hihi :hihi :hihi
Werde GERMA und RIVA bitten, eine kleine Einleitung zu schreiben.
Zusammen mit den Lieblingsrezepten von allen Boardianern.
Bei Germa weiss ichs schon.
Siehe Thread:
"Warum ich gerne Katze esse"
nöö inputs, nen buch schreib ich net. das würde keiner verstehen :hihi
in südamerika ist der fleischkonsum viermal so hoch wie in europa. :ek
"Viermal so hoher Fleischkonsum"?
Dolby, wo haste diese Zahlen her?
Nix für ungut. Mit meinen Infos deckt sich das nicht.
Südamerika hat wesentlich weniger Einwohner als Europa.
Und über Land seh ich tagein, tagaus nur überall hauptsächlich "Reis mit Bohnen", oder "Bohnen mit Reis".
Da muss es womöglich irgendwo versteckt ne "Germakolonie" geben, die wo das Fleisch alles wegfrisst...
:lach :lach :lach
doch doch!
kam kürzlich ein bericht im TeeVau über das thema und die meinten das die in südamerika wie doof steaks etc. in sich stopfen. obwohl, momentan sind ja unruhen dort. :lach
aber die amis stehen voll auf gen-fleisch :ek :ek
sind bereits alle amis geklont? :rolleyes:
samt Bush? :eek:
Südamerika hat wesentlich weniger Einwohner als Europa.
isch meinte auch den pro kopfverbrauch! :rolleyes:
Original geschrieben von Dolby
isch meinte auch den pro kopfverbrauch! :rolleyes:
Dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Rindfleisch höher als hier sein dürfte, das glaub ich schon. Weil hier mehr Schwein gegessen wird.
Und Schweinefleisch ist z.B. in Brasilien teurer als Rind, weil es viel seltener ist. Im Unterschied zum Rind kann man Schweine nicht einfach "extensiv weiden" lassen, sondern muss zufüttern.:hihi
Doch auch die "billigen Steaks" sind den Wohlhabenderen vorbehalten.
Die Armen essen, und das nur selten, "segunda", also "zweite" Qualität an Fleisch von schlechteren Teilen, das sie meist in Druckkochtöpfen unter Beigabe eines Knoblauchsalz-Pulvers fast ohne Wasser zu Kohle-Salz-Brikettstückchen verschmoren. Das ist dann fast immer eine vergleichsweise minimale Menge, nur als "würzende" Zutat zu Reis und Bohnen.
Aber viermal so hoch? Die Produktion ist immens.
Aber es wird ja fast alles exportiert.
Subfirmen von McDonalds halten sich eigene Weiden und vor allem Schlachthöfe, wo alles faschiert wird und in gekühlten Zylinderstangen weiterverschickt.
Ähnlich den zusammengefrorenen Fisch-Blöcken, die von Käptn Iglo gleich am Schiff in Stäbchen zersägt und dann mit chinesischer Eipulverpampe paniert werden.
Na, ich finde sicher noch die exakten Zahlen, auch für den Binnenverbrauch.
Verstehe schon, warum der TV-Beitrag auf solche Zahlen kam - alte Statistiken!
Von 96-98 ging bei uns wegen BSE der Rindfleischverbrauch um 80% zurück.
Von dem Zahlenmaterial ausgehend zu vergleichen, dann kommt man auf den Faktor 4.
Hier was anderes: PFERD
Pferdefleisch als Nahrungsmittel
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Pferdefleisch wird von der Werbung recht stiefmütterlich behandelt. Zu Unrecht, wie wir meinen, denn es hat sehr wertvolle Eigenschaften und bietet eine interessante Bereicherung des Speisezettels. Diese Internet-Site soll hierzu etwas Information bieten und zum Ausprobieren anregen.
Sie soll aber auch dazu anregen, über Fleischkonsum an sich etwas mehr nachzudenken. Wir gehen selbst gern mit Pferden um, und die Vorstellung, ein uns so nahestehendes Tier im Kochtopf wiederzufinden, ist schon etwas eigenartig.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema lohnt sich, denn Fleisch sollte kein Massenprodukt sein, das man achtlos in sich hineinstopft. Wer Fleisch ißt, sollte auch an die Tiere denken, die es liefern, und sich wenn möglich aktiv für sie engagieren.
(siehe hierzu auch Pferde und Menschen)
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Wie kann man Pferdefleisch beschreiben?
Geschmack wird allgemein geschätzt, etwa zwischen Rind und Wild, mitunter etwas süßlich
feste, aber zarte Konsistenz (besonders bei Fohlenfleisch)
dunkle, rote Farbe (besonders, wenn von alten Pferden)
Beispiele:
Pferdesteak deutlich dunkler als Rindersteak
Pferdebockwurst dunkel und fettarm
im Rohzustand etwas faserig, erfordert spezielle, sachgerechte Bearbeitung bei der Herstellung
(Deshalb sind auch Roßschlächtereien als Spezialbetriebe entstanden)
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Was gibt es alles vom Pferd?
Klassische Pferdeprodukte sind wahrscheinlich Bouletten und Bockwurst, deren Qualität tatsächlich besser ist, als alles vergleichbare in dieser Richtung.
Darüber hinaus lassen sich aus Pferdefleisch fast alle bekannten Fleischerzeugnisse hergestellen:
So gibt es beispielsweise Fleischgerichte wie Steaks, Roulade oder Goulasch sowie alle möglichen Wurstsorten. Aber auch ausgefallenere Dinge wie etwa Pferdemark, geräucherten Schinken oder Zunge sollte man einmal probieren.
Bei uns wird Fleisch und Wurst vom Pferd meist frisch in Metzgereien oder in speziellen Läden angeboten und einige Restaurants bieten die Möglichkeit, Pferdefleischgerichte kennenzulernen. In anderen Ländern sind dagegen auch Konserven und vakuum verpackte Produkte üblich. Diese gehören beispielsweise in Belgien und Frankreich zum Angebot der Supermärkte.
Eingehendere Informationen sind zu finden unter:
Die Schlachtteile und ihre Verwendung
Kochrezepte zum Pferdefleisch
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Warum ist Pferdefleisch gesund?
Es ist äußerst fettarm und hat wertvolle Bestandteile:
Fleischart................. Fett Protein Kalcium Energie
............................... % % % Kcal
Pferd (durchschnittlich) 02,7 20,6 0,013 117
Rind (besonders mager) 07,2 20,0 0,009 150
Rind (durchschnittlich) 22,1 17,2 0,008 273
Die Tabelle zeigt, daß der Fettgehalt bei vergleichbarem Nährwert (Protein) nur maximal halb so hoch liegt als bei Rindfleisch. (Da sich dieser Wert auch auf intramuskulaeres Fett bezieht, kann dieses Minimum bei anderen Fleischsorten auch nicht durch Abschneiden von Fetträndern usw. erreicht werden.)
Aus medizinischer Sicht ist der Genuß von Pferdefleisch sehr empfehlenswert, insbesondere zur Vorbeugung gegen Arteriosclerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine vollständige Aufstellung aller Bestandteile des Pferdefleisches wurde vom Institut für Fleischhygiene an der Tierärztlichen Hochschule Hannover ermittelt und von der Pferdemetzgerei Beerwart veröffentlicht.
Pferdefleisch entsteht nicht aus Massenproduktion:
Pferde werden im allgemeinen nicht zum Schlachten produziert, sondern für andere Zwecke gehalten. Daher ist Pferdefleisch kein auf rationelle Erzeugung optimiertes Produkt.
Pferde leben meist unter artgerechteren Bedingungen als andere Tiere. Es erfolgt eine gesunde, auf körperliche Leistungsfaehigkeit orientierte Fütterung. Dies ist im Gegensatz zu Masttieren oft auch öffentlich kontrollierbar (z.B. auf Reiterhöfen).
Dort, wo Pferde zur Fleischerzeugung gehalten werden, geschieht dies meist unter extensiven Bedingungen. So werden beispielsweise:
auf Island in extensiver Weidehaltung pro Jahr ca. 10.000 Schlachtfohlen produziert,
in Argentinien jährlich ca. 40.000 Tonnen Pferdefleisch erzeugt, wobei die Tiere in weitläufigen Steppengebieten leben.
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Wie wird Pferdefleisch produziert?
Vielleicht wissen nur wenige Menschen, daß Pferdefleisch zu den interessantesten Produkten der Fleischbranche gehört. So unterschiedlich wie seine Bedeutung in den verschiedenen Kulturkreisen, so wechselvoll ist auch seine Geschichte als Nahrungsmittel.
Gleichfalls sehr verschieden ist auch die Art und Weise, wie Pferdefleisch produziert wird: In Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern ist seine Bedeutung als Nahrungsmittel recht gering. Entsprechend niedrig sind die produzierten Mengen: So werden in Deutschland jährlich ca. 4.000 Tonnen Pferdefleisch erzeugt, wofür etwa 15.000 Pferde geschlachtet werden. Dies erscheint zwar viel, ist im Vergleich zu den Rinderschlachtungen aber doch sehr wenig, zumal jährlich wesentlich mehr Schlachtpferde anfallen, die dann in sehr verantwortungsloser Weise exportiert werden.
In Deutschland erfolgen Pferdeschlachtungen meist in kleineren Familienbetrieben, in denen sich der Beruf des Pferdemetzgers als traditionelles Handwerk erhalten hat. Etliche Roßschlächtereien zeigen, daß man Fleischerzeugnisse von hoher Qualität herstellen kann, ohne daß die Schlachttiere leiden müssen. Es ist sehr interessant, sich über diese Art der Fleischerzeugung zu informieren, da hier oft handwerkliches Arbeiten mit moderner Technik und strengen Hygienrichtlinien kombiniert ist:
Ein Besuch in der Pferdemetzgerei
In einigen europäischen und außereuropäischen Ländern liegt der Verbrauch an Pferdefleisch wesentlich höher als bei uns. Dieser Bedarf wird teilweise dadurch gedeckt, daß Pferde gezielt zur Fleischerzeugung produziert und in großer Zahl auch in den Aufzuchtgebieten geschlachtet werden. Der Gedanke an eine Schlachtpferdeproduktion in großem Maßstab erscheint unserer Kultur fremd, ist unter den Bedingungen anderer Länder aber durchaus sinnvoll und auch moralisch vertretbar. Da darüber allgemein wenig bekannt ist, haben wir einige nähere Informationen zusammengestellt:
Pferdezucht zur Fleischerzeugung in verschiedenen Ländern
Da Erzeuger- und Verbraucherländer von Pferdefleisch nicht immer identisch sind, findet ein recht umfangreicher internationaler Handel statt. Leider werden dabei gerade in Europa immer noch lebende Schlachtpferde in qualvoller Weise über große Entfernungen transportiert. Trotz wachsender Proteste in der Öffentlichkeit finden diese Transporte immer noch statt. Sie gehören unserer Meinung nach zu den finstersten Kapiteln menschlichen Wirkens und bringen daß an sich sehr wetvolle Produkt Pferdefleisch zu Unrecht in Verruf. Schlachttiertransporte müssen vollständig durch den Handel mit Produkten ersetzt werden, was zugleich Arbeitsplätze in den Erzeugerländern schafft!
Fleischkonsum ist ein kultureller Wert. Zur Qualität des Produktes Fleisch gehört auch ein achtungsvoller und schonender Umgang mit den Schlachttieren. In Bezug auf Pferdefleisch ist dieses Qualitätsmerkmal insgesamt häufiger gegeben als bei anderen Schlachttieren. Andererseits gibt es aber immer noch extrem negative Erscheinungen, die überwunden werden müssen. Die Autoren dieser Website setzen sich aktiv für eine solche Entwicklung ein.
:hihi :hihi :hihi
Pferde essen nur perverse :gomad
pfui deifel :bad
Stichwort Rindfleisch
In Österreich gab es im Jahr 1999 rund 2,154 Millionen Stück Rindvieh. Die Jahresproduktion von Rindfleisch und anderen Rind-Produkten betrug damals 210.000 Tonnen. Damit wurde ein Selbstversorgungsgrad von 141 Prozent erreicht (Zahl aus 1998), womit Österreich zu den Netto-Exportländern von Rindfleisch und Folgeprodukten zählt. 1998 verzehrten Herr und Frau Österreicher insgesamt 100.128 Tonnen Rind- oder Kalbfleisch. Im selben Jahr wurden davon nur 14.415 Tonnen dieser Ware importiert.
100 Mio. kg durch 8 = ~12,5 kg Rindfleisch pro Kopf
Und das 98! - Wo alle noch Angst vor BSE hatten.
wie gesagt inputs, ich hab´s aus´m Tee Vau :rolleyes:
Für Dolby - Grundlagen der modernen industrialisierten Frasserzeugung:
Das billige Fleisch, die totale Verwertung des Lebewesens Tier, steht eben nicht am Ende der industrialisierten Landwirtschaft, sondern genauso am Anfang, ja es ist seine Grundlage.
Niemand hat das literarisch besser beschrieben als der US-amerikanische Sozialist und große sozialkritische Romancier Upton Sinclair in seinem wichtigsten und gleichzeitig weltweit erfolgreichsten Buch "Der Dschungel", in welchem er mit der industrialisierten Fleischproduktion im damaligen Zentrum kapitalistischer Industrialisierung in den USA, Chicago, abrechnete, und zwar den haarsträubenden Bedingungen für ArbeiterInnen sowohl wie für die Tiere.
Da erzählt z.B. ein Fleischkonservenarbeiter von seiner Arbeit:
"Bei Durham (ein US-Fleischtrust um 1900, Red.) seien die reinsten Alchimisten am Werk; man (...) preise ein 'Hühnerragout' an - und das sei wie die aus den Witzblättern her bekannte Hühnersuppe im Wirtshaus, durch die ein Huhn in Gummigaloschen hindurchgelaufen war.
Wer weiß, vielleicht habe man ein Geheimverfahren, Hühner chemisch herzustellen; was in das Ragout hineinkommt, sei jedenfalls nichts anderes als Kaldaunen, Schweinefett, Unschlitt, Rinderherzen und schließlich noch, wenn gerade angefallen, Kalbfleischreste.
Diese Mixtur werde in verschiedenen Qualitäts- und Preisklassen angeboten, der Inhalt aller Büchsen aber komme aus ein und demselben Pott.
Es gebe auch noch 'Wildragout' und 'Wachtelragout', ja sogar 'Schinkenragout', außerdem eine 'Schinkenpaste' - von den Arbeitern 'Stinkepaste' genannt.
Die bestehe aus Abfällen von geräuchertem Rindfleisch, die zu klein sind, um von den Maschinen noch aufgeschnitten werden zu können, aus Gekröse, das chemisch gefärbt ist, damit es nicht weiß durchschimmert, aus Resten von Schinken und Corned Beef, aus Kartoffeln, mit Schale und allem, und schließlich aus knorpeligen Rindergurgeln. Diese einfallsreiche Mischung werde durch den Wolf gedreht und dann stark gewürzt, damit sie nach etwas schmeckt."
http://mysmilies.no-ip.com/mysmilies/throwup.gif
Nicht umsonst sagte einst Herr Sedlmayer, der schwule Kauz, in seiner Reisesendung:
"In Englond hast dos Essen "Food"! - Und so schmeckts ah!"
--- Die Vorreiter der USA? Oder umgekehrt?
Hat sich da in 100 Jahren irgendwas grundsätzlich verändert? Wirklich nicht.
Upton Sinclair hat für seine Romanbeschreibungen damals gut recherchiert. Da das Buch ein internationaler Renner wurde, sah sich die US- Regierung gezwungen, die Angaben zu überprüfen.
Dazu Sinclair-Herausgeber Dieter Herms: "Zwei Referenten begaben sich nach Chicago, um im Auftrage des Weißen Hauses zu recherchieren. Sie kamen zurück mit einem Bericht, der Sinclairs Funde voll inhaltlich bestätigte, mit einer Ausnahme: Es gab keine Evidenz für die Behauptung, daß Arbeiter, die in die Brühkessel gefallen waren, als 'Armours Feinschmalz' in die Welt hinausgingen."
:hihi :hihi :hihi
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