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Vollständige Version anzeigen : Call auf Euro ..... wie seht Ihr das ? Teil 2


Ralph
28.01.2001, 15:39
Da der letzte Thread schon ziemlich lang geworden ist, mache ich hier mal den zweiten Teil

Zuallererst mal den Chart des Euro/US-Dollar und den handelsgewichteten US-Dollar-Index

<IMG SRC="http://cdpixel1.teledata.de/informer2/cdcharttcl?symm=EDX.ASX&hist=4&dbrushwidth=1&charttype=1&gd1=38&gd2=100&benchmark=&infos=3&indtype1=40&indtype2=32&volumen=2" border=0>

<IMG SRC="http://stockcharts.com/def/servlet/SharpChartv05.ServletDriver?chart=$USD,UU[M,A]DACLYYMY[PB50!B200][VC60][IUL14!LB14!LA12,26,9]" border=0>

Nachdem der Euro zuletzt an der 95er-Marke abgeprallt ist, hat er wieder deutlicher an Boden verloren ..... dies könnte evtl. zu einer umgekehrten S-K-S-Formation führen, die bei Überschreiten der 95 cents deutliches Aufwärtspotential eröffnen würde.

Dies würde auch die charttechnische Konstellation des US-Dollar-Index unterstreichen, der mit der Bewegung am Freitag bis zu seinem Gap gelaufen ist und dort einen Doji ausgebildet hat. Zudem konnte er seinen 200-Tage-GD auf Schlussbasis nicht überwinden.

Es dürfte zwar für den Dollar im Moment etwas schwiergiger werden, nach oben zu laufen, aber so richtiges Absturzpotential erkenne ich auch nicht .... denn der Euro scheint auch zu straucheln.

Mal sehen, wie die Ergebnisse des Davoser Gipfels vom Devisenmarkt aufgenommen werden.

Ralph, eigentlich den Euro favorisierend !

Ralph
28.01.2001, 15:54
Hier ein Interview aus der heutigen Euro am Sonntag:

Interview mit Paul McCulley von Pimco (kurz zusammengefaßt):

PIMCO-weltweit mächtigste Fondsgesellschaft auf dem Anleihenmarkt. Der Zinspolitik von Al G. erteilt sie kräftige Schelte. Paul McC. hat sich über das Überraschungsgeschenk von G. im Januar gefreut, Überraschung war aber der Zeitpunkt, Pimco hat schon am 28.11. bei CNB erklärt, daß die Fed um mindestens 100 BP senken muß. Misstände in der Wirtschaft sind eine Folge der strengen Geldpolitik.

Was er am Mittwoch erwartet:

Wird senken, wieviel ist offen, daß er es tut, beschlossene Sache, Leitzins wird im Sommer bei 5 % sein, bis dahin bleiben G. noch 100 BP. Uncle Al ist dabei, das auszubügeln, was er vergangenes Jahr lieber nicht getan hätte, die Zinsschraube so fest und so spät anzuziehen.

G.Hat dem Aprilcrash die Zinsen um 50 BP doppelt so stark wie bei den vorangegangenen fünf Zinsschritten angehoben, das war Salz in einer offenen Wunde. Die Senkung am 3.1. sollte das korrigieren.

Manche glauben nicht, daß G. das Problem so schnell wird lösen können.

Mc.C. glaubt nicht, daß sich Amerika in einer vergleichbaren Situation wie Japan vor zwei Jahren befindet. Fundamentalen Daten intakt, aber man darf Probleme nicht ignorieren, diese können mit der richtigen Zinspolitik gelöst werden. Zur Verfügung stehen 600 BP. Mit der richtigen Dosierung kann man den Patienten Amerika wieder fit machen.

McC. meint, die US-Wirtschaft wird nie wieder mit fünfprozentigen Raten wachsen, das war einmalig.
Wenn 100 BP nicht ausreichen, dann müssen es eben 200 sein. Fed muß zurück an den Spieltisch.

Schlimmste Zeit für Wirtschaftswachstum wird das erste Halbjahr sein, hohe Lagerbestände, die nur langsam abgebaut werden können.

Euro wird steigen, 1,10 Dollar für einen Euro.

Wachstumsraten in USA bis Mitte des Jahres 1 %, dann zwei bis drei Prozent. Das wird so bleiben die nächsten Jahre.
Spekulationsblase an der Nasdaq ist geplatzt, 4000, oder 5000 Punkte waren nicht dauerhaft zu halten, auch mit 3000 Punkte noch immer anspruchsvoll bewertet. Es wird sehr lange dauern, bis 5000er-Marke wieder erreicht wird.
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Ralph

Silke
28.01.2001, 19:07
Hi Ralph,

die Zusammenfassung ist nicht schlecht - ich denk diese würde sehr gut ins Amiboard unter meinen Thread passen indem sich Mr. Marc Farber geäußert hatte!

http://www.abt-edv.com/Board/smilies/smile.gif
MM

Silke
28.01.2001, 19:13
Achso jetzt zum eigentl. Thema Euro. Ich hab mal versucht mich da einzufinden und ich muß zugegeben gescheidert zu sein.

Das Devisengeschäft ist ein Kapitel für sich und es wirken sehr viele Einflüsse darauf ein, die man als Laie schwer überschauen kann. (mit Laie spreche ich jetzt mich an http://www.abt-edv.com/Board/smilies/wink.gif )

Eigentl. müßte der Euro von einer weiteren Zinssenkung des Dollar profitieren - auch wenn Euroland evtl. einen 1/2 %Punkt ebenso senkt. Eine weitere Veranlassung im Zinssatz tiefer zu gehen - sehe ich pers. nicht, aber ich bin ja auch Laie. Und mein Resultat ziehe ich an dem doch langsam steigenden Brutto-Inlandsprodukt in Euroland.

Anderseits kam der Euro ziemlich ins Straucheln als die OPEC die Ölfördermenge die sie letztes Jahr angehoben hat, wieder um die Hälfte nach unten korrigierte. Dies hatte einen extremen Druck auf den Euro zufolge, da Rohöl wieder in Dollar bezahlt wird, und es an Dollareindeckungen ging. Somit geriet wiederum der Euro unter Druck und wir sehen, daß er gleich mal 2 cent aus diesem Grund von 96 auf 94 einbüßen mußte.

Also alles in allem eine recht undurchschaubare Sache. Mich würd es nicht wundern wenn sich Erdbeben etc. auch noch auswirken würden.... http://www.abt-edv.com/Board/smilies/smile.gif !

Aber als Ami-Investor muß man sich mit der Frage gründlich auseinandersetzen. Denn sobald man Anlagen in einer US Aktie unterhält - hat man das Problem des Devisenausgleichs. Ein steigen auf Pari 1:1 hätte 8% Kursverlust zur Folge, sofern Aktien zum jetzigen Zeitpunkt im Depot schlummern.

cu
MM

<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von MaryMeeker am 28.01.2001 editiert.]</font>

Ralph
29.01.2001, 06:23
Mary,

ich habe das Interview mal rüber zu Deinem Faber-Posting kopiert. Dieses hatte ich komplett übersehen .... sorry !

Ralph http://www.abt-edv.com/Board/smilies/wink.gif

Ralph
29.01.2001, 06:25
Euro 1.10 ..... stellt sich die Frage "welcher Call ?"

Aber vorher noch eine Analyse von New York Brokers:

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Dailyanalyse Dollar/Euro vom 29.01.2001

gesendet um 02:15 Uhr

Stand: 0,9239


Kritischer Level

Short Term S 0,9190 C/R: 60:40

Medium Term S 0,9050 C/R: 70:30

Long Term S 0,8720 C/R: 75:25

Unterstüzungszonen

0,9190 - 0,9210; 0,9117

0,9050; 0,8973; 0,8880

0,8825 - 30; 0,8720

Widerstandszonen

0,9315 - 25; 0,9370 - 80

0,9450 - 60; 0,9500

0,9590 - 00; 0,9650 - 70

Der Handel am Freitag sah nach dem schönen bullischen hammer vom Donerstag zunächst eine Bestätigung der entstandenen Aufwärtsvorteile und eine schnelle Höherbewertung in die Widerstandszone 0,9315 - 25 Eur $. Diese leitet dann allerdings zumindest eine Reaktion in den unteren 0,92er Bereich ein.
Kurzfristig ist für unsere favorisierte unmittelbare bullische Sichtweise jetzt entscheidend, daß sowohl die Unterstützung 0,9190 - 0,9210 Eur $ hält, als auch ein schneller Anstieg über 0,9315 - 25 und insbesondere 0,9370 - 85 Eur $ gelingt, um den Weg in den 0,96er und anschließend den 0,98er Bereich unmittelbar zu öffnen.
Rückgänge unter 0,9190 würden dagegen die unmittelbaren bullischen Vorteile abschwächen und noch einmal eine Bewegung in die starke mittelfristige Unterstützungszone 0,9050 - 0,9117 Eur $ vor einer unmittelbar greifenden Höherbewertung erlauben.

Mittel- und langfristig betrachtet gehen wir weiter davon aus, daß die Parität nur das erste größere Ziel in einer erwarteten mehrmonatige Aufwärtsbewegung ist, deren entscheidende Unterstützungen bei 0,9050 (mittelfristig) und 0,8720 Eur $ (langfristig) liegen.
Das wichtigste fundamentale Argument für eine Eurohausse ist und bleibt, daß die europäische Wirtschaft die amerikanische in den Wachstumsraten des Bruttosozialprodukts mittlerweile überflügelt hat und die US-Wirtschaft an einer ausgeprägten rezessiven Phase nicht vorbeikommen wird (daran kann auch die FED mit entschlossenen Zinssenkungen nichts ändern). Hinzukommt das massive US-Handelsbilanzdefizit dessen Ausweitung ungebremst weitergeht und auf das praktisch niemand mehr achtet sowie die sehr schwache US- Sparquote und ein Aktienmarkt der nicht einmal kurzfristige Erholungen hinzu bekommen scheint.


Elliott-Wellen Analyse
Von 0,9696 Eur $ (Hoch am 08.08) entwickelte sich eine große Abwärtsfünf bis 0,8230 Eur $. Diese Fünf war die letzte innerhalb der großen Abwärtsbewegung des Euros seit seiner Einführung. Mit dem Sprung über 0,8575 Eur $ einem früheren Welle iv - Hoch und den klaren fünfwelligen Strukturen im Anstieg von 0,8230 Eur $ hat jetzt zumindest eine große Aufwärtskorrektur im Euro begonnen (Minimalziel entsprechend 0,9696 Eur $) oder aber sogar ein großer Trendwechsel für die nächsten drei bis fünf Jahre.
Eine erste kleine Aufwärtsfünf wurde bei 0,8790 Eur $ vervollständigt. Eine komplexe Welle ii endete bei 0,8370 Eur $. Von diesem Tief haben wir eine Welle iii aufwärts bis 0,9590 Eur $ gesehen. Von dort erfolgte eine Welle iv Korrektur, die tief ausfiel und die nachdem am Donnerstag der letzten Woche 0,9117 Eur $ erreicht wurden nun komplett sein muß, andernfalls gerät die Zählung einer Welle iv unter massiven Druck. Noch aber gilt es eindeutig und konsequent die Longseite zu spielen.

Marc Wilhelms
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Long-Seite ja, aber jetzt "long" gehen .... das hängt davon ab, wie man selbst die Frage beantwortet "Wie reagiert der Euro auf eine morgige Zinssenkung in den USA ?"

Wird der Devisenamrkt das Argument spielen "Niedrigere Zinsen = schwächerer Dollar" oder "Niedrigere Zinsen = bessere Wirtschaft in USA = steigender Dollar" ?

Wenn man das wüsste !

Ralph

<font size=1>[Dieser Beitrag wurde von Ralph am 29.01.2001 editiert.]</font>

Ralph
29.01.2001, 13:17
Also die Reaktion des Euro auf die heutigen Daten (Cisco-Statement, Davos-Aussicht) lassen mich doch schon etwas zweifeln, ob wir es hier wirklich mit einer Trendumkehr zu tun haben, oder ob es nur eine technsiche Reaktion im Abwärtstrend gewesen ist.

Durch einen weiterne Rückgang würde sich natürlich die Möglichkeit einer umgekehrten S-K-S-Formation ergeben, die sich -fast- immer als Trendwendeformation erweisen.

Die Frage ist nur, wie eit geht der Euro wieder in die Knie, bevor er zum "Jump" ansetzt.

Ralph, noch unschlüssig

Ralph
30.01.2001, 20:41
Mit dem € geht es heute ja mächtig bergauf. Möglicherweise war vormittags die letzte Gelegenheit, sich günstig mit Calls einzudecken. Allerdings könnte die erwartete Zinssenkung kurzfristig noch einmal einen Ruck nach unten auslösen (m.M nach nur aus psychologischen Gründen).

Eine Zinssenkung mag vielleicht die Aktienmärkte in Schwung bringen - es ist jedoch keinesfalls sicher, dass es AG mit dieser Aktion gelingt, das Verbrauchervertrauen bis zur Wirksamkeit der geplanten Steuersenkungen zu stabilisieren. Wenn sich die Geldströme einmal in grösserem Ausmass vom $ abwenden sollten, dürfte das sehr schwer aufzuhalten sein.

Ralph

Ralph
30.01.2001, 20:43
Dailyanalyse Dollar/Euro vom 30.01.2001

gesendet um 06:48 Uhr

Stand: 0,9172 Eur/$

Kritischer Level

Short Term S 0,9050 C/R: 70:30

Medium Term S 0,9050 C/R: 70:30

Long Term S 0,8720 C/R: 75:25

Unterstüzungszonen

0,9117; 0,9050; 0,8973

0,8880; 0,8825 - 30

0,8720; 0,8505 - 10


Widerstandszonen

0,9250 - 60; 0,9315 - 25

0,9370 - 80; 0,9450 - 60

0,9500; 0,9590 - 00

Die letzten 24 Stunden sahen einen Rückgang unter 0,9190 - 0,9210 Eur $. Entsprechend wurden unmittelbare bullische Vorteile zunächst abgeschwächt und ein Test der massiven mittelfristigen Unterstützungszone 0,9050 - 0,9117 Eur $ ist noch einmal möglich geworden. Insgesamt verzögert diese Entwicklung aber nur den nahen Anstieg über 0,9600 Eur $ in Richtung Parität. Wirklich gefährdet ist dieser Anstieg nicht. Hierfür fehlt eindeutig Abwärtsdynamik. Achten sie auf die Widerstände bei 0,9250 - 60 und 0,9315 - 25 Eur $. Deren Überwinden ist der unmittelbare Auslöser für einen schnellen Anstieg in Richtung 0,9600 Eur $.

Mittel- und langfristig betrachtet gehen wir weiter davon aus, daß die Parität nur das erste größere Ziel in einer erwarteten mehrmonatige Aufwärtsbewegung ist, deren entscheidende Unterstützungen bei 0,9050 (mittelfristig) und 0,8720 Eur $ (langfristig) liegen.
Das wichtigste fundamentale Argument für eine Eurohausse ist und bleibt, daß die europäische Wirtschaft die amerikanische in den Wachstumsraten des Bruttosozialprodukts mittlerweile überflügelt hat und die US-Wirtschaft an einer ausgeprägten rezessiven Phase nicht vorbeikommen wird (daran kann auch die FED mit entschlossenen Zinssenkungen nichts ändern). Hinzukommt das massive US-Handelsbilanzdefizit dessen Ausweitung ungebremst weitergeht und auf das praktisch niemand mehr achtet sowie die sehr schwache US- Sparquote und ein Aktienmarkt der nicht einmal kurzfristige Erholungen hinzu bekommen scheint.


Elliott-Wellen Analyse
Von 0,9696 Eur $ (Hoch am 08.08) entwickelte sich eine große Abwärtsfünf bis 0,8230 Eur $. Diese Fünf war die letzte innerhalb der großen Abwärtsbewegung des Euros seit seiner Einführung. Mit dem Sprung über 0,8575 Eur $ einem früheren Welle iv - Hoch und den klaren fünfwelligen Strukturen im Anstieg von 0,8230 Eur $ hat jetzt zumindest eine große Aufwärtskorrektur im Euro begonnen (Minimalziel entsprechend 0,9696 Eur $) oder aber sogar ein großer Trendwechsel für die nächsten drei bis fünf Jahre.
Eine erste kleine Aufwärtsfünf wurde bei 0,8790 Eur $ vervollständigt. Eine komplexe Welle ii endete bei 0,8370 Eur $. Von diesem Tief haben wir eine Welle iii aufwärts bis 0,9590 Eur $ gesehen. Von dort erfolgte eine Welle iv Korrektur, die tief ausfiel, die aber nun komplett sein sollte. Erwarten Sie eine Welle v über 0,9600 Eur $. Nur ein Rückgang unter 0,9117 Eur $ bringen eine Welle iv Zählung unter Druck und nur ein Rückgang unter 0,9050 vernichtet sie.

Marc Wilhelms
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Ralph

Ralph
31.01.2001, 09:55
Dollar's recovery runs out of steam

By David Turner
Published: January 30 2001 14:40GMT | Last Updated: January 30 2001 19:59GMT

The dollar slid sharply against the euro on Tuesday on news of a precipitous fall in consumer confidence.

The euro closed London trading at $0.925, up from Monday's closing level of $0.919, on fears that the US downturn might not be as V-shaped as hoped in recent days. It continued to climb as New York trading took over from London.

The closely watched Conference Board index dropped for the fourth consecutive month, reaching its lowest level for four years. The expectations index dropped still more sharply.

Tony Norfield, global head of foreign exchange research at ABN Amro, said: "The big drop in consumer confidence is finally beginning to shake the misconception that the US recession is going to last about five minutes."

By the end of London trading the dollar was down only slightly against the yen on the previous day's close, finishing at Y116.7. But strategists warned that a combination of US pessimism and Japanese hedging was moving it ever closer to the technically important Y116 barrier, below which there was likely to be a steep drop to the next floor.

The euro had a generally happy day against the world's major currencies on the back of poor US news. It closed in London at £0.633, up one-third of a penny on Monday's level, and rose around half a yen in 24 hours to close in London at Y107.9.

The picture of poor dollar performance was completed by sterling's push above $1.46 by the end of Tuesday's London trading. The gloom produced by Tuesday's poor US confidence figures - unmitigated by better than expected retail sales for the fourth week of January - helped to inject a new note of uncertainty into today's interest rate decision by the US Federal Reserve.

The simplicity of forecasting likely currency reactions to a half a percentage point cut was muddied by the outside chance of a 75 basis point fall.

Mr Norfield of ABN Amro said that whilst a more moderate cut could well be construed as a positive move to boost growth again, a reduction of three-quarters of a point would appear altogether too nervous. Mr Norfield explained: "A 50 basis point cut would imply an orderly but rapid movement. A 75 basis point reduction would start people thinking again that the Fed knows something bad which nobody else knows."

The Fed has not cut rates by as much as three quarters of a percentage point since November 1982, but on Tuesday futures markets were pricing in the possibility. Strategists said it was difficult to overemphasise how key perceptions of confidence were to current Fed policy. Alan Greenspan, Federal Reserve chairman, referred explicitly last week to the importance of confidence in ending any slowdown quickly.

Mark Cliffe, chief economist at ING Barings, was more sanguine about such a large reduction. "The name of the game would be to see how the US equity market took it. My guess is that it would probably rise at the prospect of the Federal Reserve Cavalry riding to the rescue."

Marc Chandler, chief currency strategist at Mellon Bank, was reluctant even to assume that a half a percentage point cut would help the dollar. Mr Chandler's argument had recent history on its side. He pointed out: "The last time the Fed
surprised with a 50bp cut, on January 3, markets rallied but didn't sustain their strength."

Mr Norfield went so far as to belittle the dollar's recent partial recovery against the euro, crediting it partly to technical trading factors. He pointed out that a partial unwinding by speculators of long euro positions had boosted the currency. Mr Norfield added: "The run of bad news had also slowed a bit - you can't rely on bad news every single day."

Mr Chandler of Mellon Bank questioned whether the dollar had really even recovered at all in the days before Tuesday's travails. Given euro-dollar's heady 16 per cent gain between the end of October and early January, some pullback had been understandable. He dismissed the euro's recent weakness as "just a correction, a slippage".

Strategists added that with markets increasingly pricing in the possibility of another 50bp cut by March, the dollar's advantage in interest rate differentials against the euro could soon be thin to the point of insignificance.

Source: Financial Times
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Ralph

Silke
31.01.2001, 10:45
eben gehen in Euroland sogar die Gerüchte herum, dßa Greenspan um 75 Basispunkte senken würde.

Ich werd Heut um 20.15 mit geöffneter Ordermaske im Cats system dasitzen und bei dieser Senkung eurocalls auf "Teufel komm raus" ins Depot knallen. Denn diese Übertreibung in kürzester Zeit wird Duesenberg nicht mitmachen - dessen bin ich mir sicher!

http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif
MM

Ralph
31.01.2001, 11:30
Mary,

75 BP halte ich für totalen Schwachsinn .... aber echt.

Wenn das kommt, dann gibt es nur noch Euro-Calls, denn dies wäre der Sargnaagel für den Dollar ! http://www.stock-channel.net/Board/smilies/newlaugh.gif

Aber ich glaube nicht daran, der Euro wird seinen Weg auf jeden Fall machen.

Ralph

Silke
31.01.2001, 11:36
http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif fällt mir nur ein "Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten" http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif

nichts ist unmöglich - vielleicht sieht Greenspan oben an den Tannenspitzen gold'ne Lichtlein blitzen http://www.stock-channel.net/Board/smilies/wink.gif o.s.ä. http://www.stock-channel.net/Board/smilies/biggrin.gif

bye
MM

Ralph
31.01.2001, 11:54
Mary,

dass die Amis auch nur mit Wasser kochen, sieht man jetzt ganz deutlich. Und was letztlich auch interessant ist, ist die Zahl der Unternehmen, für die ein Ausflug ins "gelobte Land" zur Katastrophe ausartet (siehe Intershop), obwohl es alles andere als so geplant war.

Ralph

Ralph
31.01.2001, 12:44
Alan "Easy Al, the Market's Pal" Greenspan muss sich heute etwas ganz besonders in seinen verbalen Ausschmückungen einfallen lassen , um den Dollar nicht final zu beerdigen.

Der Umfang der Senkung dürfte relativ unerheblich sein. Wenn zu niedrig, dann verliert der USD wegen schwacher Börsen und Annahme einer siechenden Wirtschaft.
Ist sie zu hoch, dann sinken die kurzfristigen Zinsen und Kapital verlässt den Dollarraum.

So langsam beginnen wieder die Diskussionen um währungsbedingte Gefährdung von Dollar-Anlagen. Die Welt braucht eine neue Lokomotive und wird diese in Europa finden.

Heute wird die gesamte Börsen "Mr. Magoo" an den Lippen hängen. ... ich bin gespannt !

Ralph

Ralph
31.01.2001, 19:19
Dailyanalyse Dollar/Euro vom 31.01.2001

gesendet um 08:42 Uhr


Risikohinweis
Begriffserläuterung


Kritischer Level

Short Term S 0,9050 C/R: 70:30

Medium Term S 0,9050 C/R: 70:30

Long Term S 0,8720 C/R: 75:25

Unterstüzungszonen

0,9200; 0,9117; 0,9050

0,8973; 0,8880

0,8825 - 30; 0,8720


Widerstandszonen

0,9315 - 25

0,9370 - 80; 0,9450 - 60

0,9500; 0,9590 - 00


Der Eurohandel am Dienstag präsentierte sich im Vorfeld der FED stärker als gedacht. Es gelang den Eurobullen den ersten deutlicheren Widerstand bei 0,9250 – 60 Eur $ zu überwinden.
Trotz dieses Anstieg bleibt aber die Wahrscheinlichkeit eines letzten Absackens in die massive mittelfristige Unterstützungszone 0,9050 - 0,9117 Eur $ hoch, solange kein Anstieg über 0,9315 – 25 Eur $ gelingt.
So oder so wird aber die nächste Bewegung von Signifikanz nach oben ausgerichtet sein und einen schnellen Anstieg auf 0,9600 Eur $ und anschließend in Richtung Parität bringen. Insgesamt könnte ein letzter Rückgang in den Bereich 0,9050 – 0,9117 Eur $ diese Entwicklung also nur verzögern. Wirklich gefährdet ist dieser Anstieg nicht. Hierfür fehlt eindeutig Abwärtsdynamik.

Mittel- und langfristig betrachtet gehen wir weiter davon aus, daß die Parität nur das erste größere Ziel in einer erwarteten mehrmonatige Aufwärtsbewegung ist, deren entscheidende Unterstützungen bei 0,9050 (mittelfristig) und 0,8720 Eur $ (langfristig) liegen.
Das wichtigste fundamentale Argument für eine Eurohausse ist und bleibt, daß die europäische Wirtschaft die amerikanische in den Wachstumsraten des Bruttosozialprodukts mittlerweile überflügelt hat und die US-Wirtschaft an einer ausgeprägten rezessiven Phase nicht vorbeikommen wird (daran kann auch die FED mit entschlossenen Zinssenkungen nichts ändern). Hinzukommt das massive US-Handelsbilanzdefizit dessen Ausweitung ungebremst weitergeht und auf das praktisch niemand mehr achtet sowie die sehr schwache US- Sparquote und ein Aktienmarkt der nicht einmal kurzfristige Erholungen hinzu bekommen scheint.


Elliott-Wellen Analyse
Von 0,9696 Eur $ (Hoch am 08.08) entwickelte sich eine große Abwärtsfünf bis 0,8230 Eur $. Diese Fünf war die letzte innerhalb der großen Abwärtsbewegung des Euros seit seiner Einführung. Mit dem Sprung über 0,8575 Eur $ einem früheren Welle iv - Hoch und den klaren fünfwelligen Strukturen im Anstieg von 0,8230 Eur $ hat jetzt zumindest eine große Aufwärtskorrektur im Euro begonnen (Minimalziel entsprechend 0,9696 Eur $) oder aber sogar ein großer Trendwechsel für die nächsten drei bis fünf Jahre.
Eine erste kleine Aufwärtsfünf wurde bei 0,8790 Eur $ vervollständigt. Eine komplexe Welle ii endete bei 0,8370 Eur $. Von diesem Tief haben wir eine Welle iii aufwärts bis 0,9590 Eur $ gesehen. Von dort erfolgte eine Welle iv Korrektur, die tief ausfiel, die aber nun komplett sein sollte. Erwarten Sie eine Welle v über 0,9600 Eur $. Nur ein Rückgang unter 0,9117 Eur $ bringen eine Welle iv Zählung unter Druck und nur ein Rückgang unter 0,9050 vernichtet sie.

Marc Wilhelms

Ralph