germanasti
26.12.2002, 10:43
Rückblick:
Ein neuerlich sehr bewegtes Jahr ist zuende, welches zwar für die Minderheitsrasse der Bären einige hoffnungsvolle Momente brachte, doch für den breiten Teil der Menschheit erneut von geplatzten Illusionen und grosser Enttäuschung geprägt wurde. Es war eben genau so wie in 2000 und 2001, als ebenfalls alle in ein Bullenhorn blasen wollten, doch die Fundamentaldaten schlichtweg kein Potential für diesen Trend zugelassen haben. Ein Missstand, der uns wohl noch sehr viele Jahre begleiten wird, auch wenn ab und an ein Lichtlein etwas längerer Lebensdauer am Horizont erscheint. Es wird nur ein Strohfeuer sein!
Begonnen hat das Jahr mit einem völlig überraschenden Wirtschaftsaufschwung, welcher eine direkte Folge des 11.09. war. Neue Hoffnung, gepaart mit einer noch nie dagewesenen Propagandamaschine an die amerikanischen Konsumenten liess ein unglaubliches Feuerwerk abbrennen, dass nacheinander die Bereiche Konsum, Autos und zum Schluss Immobilien erfasste, welche aber auch genauso schnell wieder verglühten und nacheinander für eine gewaltige Lädierung der US-Wirtschaft sorgten, betrachtet man den bereits vollendeten Boom bei Konsum und Autos.
Entsprechend diesem verhielten sich mit üblichem Vorlauf die Börsen, welche gleich im Januar eine Bremse von Allan Greenspan gezogen bekamen, nachdem der stärkste Wirtschaftsaufschwung seit 20 Jahren urplötzlich allergrösste Inflationsgefahren mit sich brachte, was die FED mit einem noch selten erlebten Geldmengencrash im Vorfeld zu verhindern versuchte. Doch war dies ein Fehler, der Aufschwung lediglich ein Strohfeuer und entsprechend heftig der anschliessende Börsenverfall, der in seiner Intensivität z.T. historische Rekorde mit sich brachte, ehe im Sommer aus einer stinknormalen Gegenbewegung die grösste FED-Aktion aller Zeiten wurde, bei der man mit einem noch nie dagewesenen künstlichen Kapitalzufluss von rund 3 Mrd. Dollar ALLES dafür getan hat, um eine Crashfortsetzung zu verhindern und den Unternehmen mit einer mehrmonatigen Seitwärtsphase doch noch einen einigermassen passablen 2002er-Bilanzabschluss im Bereich Pensionen zu ermöglichen. Doch wurde damit nicht nur ein Missstand ungeheilt in die Zukunft verschoben, sondern auch eine Börsenüberbewertung zum Jahresabschluss erschaffen, wie es sie noch niemals zuvor in der Geschichte gegeben hat. Basis für eine völlig neue Ära in ca. 2004/2005, mit der sogar die Krise von 1929 ff. um ein Vielfaches in den Schatten gestellt wird.
Trotz dieses Börsenbooms kam es zu keinem sonst üblichen Wirtschaftsaufschwung (ECRI bis heute im rezessiven Bereich!), was die Künstlichkeit dieses Bubbles bestätigt & wohl nur dazu diente bislang ein offizielles double dip zu verhindern. Dies war aber nur möglich, weil zahllose Firmen Gewinne und Gegenmassnahmen aus ihrer Substanz einleiteten, was für die Zukunft fürchterlichste Höllen aufzeichnet, sollte der Abschwung nicht bald beendet und neue nachhaltig blühende Landschaften bringen. Diese Stärkung aus der Substanz war übrigens auch der Grund warum die anvisierte Pleitewelle nicht vonstatten ging.
Grosse Depression in 2002 wurden unserem Deutschland Teil, welches fundamental zu keinem Zeitpunkt dem amerikanischen Vorbild folgte und stattdessen die längste Rezessionsphase seiner Geschichte fortsetzte. Ein ganzjähriger Jahrhundertcrash im Einzelhandelssektor, gepaart mit gnadenlos lügenden Politikern war dann auch ohne Verwunderung Grundlage für eine fürchterliche Verbitterungswelle innerhalb der Bevölkerung, welche wohl schon 2003 für allererste soziale Unruhen und Grossdemonstrationen sorgen wird, bei denen das grosse „Bauernopfer“ Gerhard Schröder mit seinem Rücktritt im Frühjahr/Sommer sein sollte. Doch ist hierzulande wirklich alles so schlecht, oder sehen wir gerade in der BRD eine echte stinknormale Abschwungsphase, im Gegensatz zum manipulierten Amerika?
Entsprechend dieser fundamentalen Missstände könnte man meinen es wäre nicht verwunderlich, dass unser DAX die weltweit mit Abstand schlechteste Jahresperformance hingelegt hat? Schön wäre es, denn dann könnte man am Boden auf eine Zukunft deutscher Börsen aufbauen. In der Realität ist es eine Umkehr im eigenen Bankenvolk zur Terminmarktzockerei (Aktienvolumen 20% runter, Derivateumsätze 30% rauf) und grösstenteils ausländische Hedge-Fonds, welche aufgrund der geringen Gegenwehr ein Eldorado für Megagewinne mit fallenden Kursen vorfanden. Entsprechend gewaltig die noch nie dagewesene Volalität in beide Richtungen.
Die grosse Enttäuschung in 2002 brachte Japan, wo es dem Nikkei trotz traumhaft bullischer Charttechnik und dem Grund „Fussball-WM“ nur kurzzeitig gelang eine Abkoppelung zu vollziehen, ehe es im weiteren Jahresverlauf fast nur noch in den Keller ging. Über die Umstände und Zustand der Fundamentalwirtschaft länger zu debattieren ist müssig, denn die Begründung haben drei Gerichtsurteile geliefert, bei denen amerikanische Banken zeitweise vom japanischen Börsenhandel ausgeschlossen wurden, nachdem sie künstliche Shortmärkte auf dem Top aufbauten und so wohl den ganz grossen Ausbruch verhinderten. Deren Beweggründe sind bekannt, denn hätte sich die drittgrösste Volkswirtschaft positiv abgekoppelt, wäre all das viele Geld aus Amerika abgeflossen und hätte dort für den Untergang gesorgt.
Die grösste Illusion des Jahres kreierte Allan Greenspan, als er mit einer noch nie dagewesenen Explosion des Geldmengenwachstums und Futureinterventionen den Aktienmarkt soweit oben gehalten hat, dass es eine ständige Erweiterung kritischer Stimmen nicht schaffte, illusorische Hoffnungen ob eines weiteren US-Booms zu verhindern.
Doch gibt es keinen Druck ohne Gegendruck, so dass der nachhaltige Turnarround bei den Währungen problemlos vonstatten ging. Der Dollar verlor im Jahresverlauf immer stärker & selbst die zeitweise absolute Hirnlosigkeit „kauf echter Dollars mit künstlichen“ konnte den Verfall nur kurzzeitig aufhalten. Eine Grundlagenbildung, welche in Zukunft wohl DER Topaufhänger sein wird. & dies alles geschah in 2002 so auffällig, dass Greenspan zum Ende hin offizielle Bestätigungen liefern musste.
Neben Euro, Yen & Co. heisst der grosse 2002er-Gewinner GOLD und die dazugehörigen Goldminenaktien. Nahezu pausenlos setzte dieses Edelmetall seine Aufwärtsbewegung fort, konnte aber trotzdem nicht ganz die Erwartungen (650 Dollar) erfüllen. Zu lang hat die Hyperinflation auf sich warten lassen, so dass die dunklen Mächte bis Dezember den Spotpreis einigermassen im Griff halten konnten. Doch dann kamen die Inflationssignale und damit wohl auch der nachhaltige Trendlauf, was in Zukunft weiteren Goldruhm mit sich bringen wird, wenngleich es zu Beginn weiterhin nicht einfach sein wird einen befreiten Run hinzulegen.
Das grosse Unwort in 2002 war neben Amerika der US-Präsident Bush, welcher seine Kriegstreiberei weiter anheizte & die Welt immer mehr an den globalen Abgrund getrieben hat. Er konnte keinen einzigen Vorwurf um die Umstände des 11.09.01 entkräften & muss sich mittlerweile den Vorwurf gefallen lassen, dass 2.801 Leute sterben mussten um in Amerika einen neuen Wirtschaftsboom zu kreiern und Bush offiziellen Grund für globale Kriegsfeldzüge zu geben. Irak war der Anfang & die ganze Golfregion mit Sicherheit noch nicht das Ende sein bei einem Feldzug, welcher die letzte Chance ist um Amerika vor dem Zerfall in eine selbstmörderische Hölle zu bewahren. Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt.
Alles in allem aber war 2002 nichts als ein weiteres Teil einer stinknormalen Konsolidierung, anschliessend an den grössten und längsten Wirtschaftsaufschwung aller Zeiten. & da man 50 Jahre Dauerboom nicht overnight ausmerzen kann, können wir mit dem grösstenteils sehr moderaten Abschwung hochzufrieden sein, denn grossartig leiden muste noch fast niemand. Lediglich minimalste Abstriche im Luxusbereich waren notwendig – mehr noch nicht!
Das Jahr 2003:
Im Gegensatz zu 2002 sollte im kommenden Jahr die Enttäuschung nicht solange auf sich warten lassen, welche mal wieder zu absolute Superillusionen im Börsenbereich geführt hat, was ein entsprechend hohes Anspruchsdenken an die Fundamentalwirtschaft folgen liess. Demzufolge sollte gleich bzw. relativ nahe zu Jahresbeginn ein heftiger Abverkauf an den Börsen starten ( ob nun die ersten 2-3 Wochen nochmals hoch macht den Braten wirklich nicht fett!), welcher ziemlich schnell zu neuen 52-Wochen-Tiefs und bis Anfang/Mitte März einen freien Fall mit sich ziehen sollte. Ab dort könnte ein wenig aufkommende Euphorie den Verfall etwas bremsen, für einen Komplettdreh aber noch nichtmal ansatzweise ausreichen. Eine kräftigere Gegenbewegung könnte ich mir im Mai vorstellen (ähnlich wie in den ersten beiden Oktoberwochen 2002), bei der sich die Masse mal wieder die Finger verbrennt & den Satz „sell in may and go away“ mit dem nächsten Blutbad zum Frühsommer hin bezahlen muss. Dort aber (lt. momentanem Stand Anfang/Mitte Juli) sollte ein signifikantes Tief gebildet werden, an dessen Anschluss ein heftige heftige Aufwärtsbewegung im August und September anschliessend einen leicht abwärtsgerichteten Trend bis Jahresende bringt. Ob es dann noch Ende 2003 oder erst Anfang 2004 zum nächsten gewaltigen Aufwärtsschub kommt ist momentan noch nicht absehbar.
Wird eben genanntes Szenario wahr, sehen wir in 2003 eine erste grössere Bodenbildung, welche im Jahreschart ein gewaltiges V aufzeichnen könnte. Zwingende Bedingung für diesen Dreh ist ein extremer Salamicrash im Vorfeld, welcher vor allem in Amerika zu einer nahezu glatten Indexhalbierung führen sollte. Diese könnte anschliessend im Spätsommerhoch zu rund 70-80% wieder ausgebügelt werden. Kommt der anvisierte Abverkauf nicht zustande, aus welchen Gründen auch immer, verringert sich das nachhaltige Turnpotential wohl nahe an die Nullmarke und es drohen ähnliche Lächerlichkeiten wie im vergangenen Jahr. Währungen gegen den Dollar würden sich freuen.
2003 das Jahr des nachhaltigen Turnarrounds? Bis letzten Sommer war dies auch meine Meinung, da nach 3,5 Jahren härtester Baisse nicht nur die Psyche soweit im Keller ist, dass die zwingend notwendige Depressionsphase starten, sondern auch Börsen ein so niedriges Niveau aufweisen, bei welchem man von niedrigstverzinslichen Geldmarktanlagen in Wertpapiere umschichten kann. Doch wurden mit den historischen Interventionen im Herbst weitere Illusionen aufrechterhalten, welche innerhalb eines halben Jahres nie und nimmer auf ein gesundes Niveau ausgebügelt werden können. Zudem bildeten die Börsen zum Jahreswechsel keine Basis für den letzten sell out, sondern notieren auf dem höchsten Bewertungsniveau aller Zeiten & das obwohl die Fundamentalwirtschaft noch nichtmal ansatzweise einen Boden ihres Absturzes gefunden hat. Trotzdem könnte/sollte ein mittelfristiger Dreh eingeleitet werden, da nach solch einer langen Baissezeit selbst härteste Bären ihren Glauben an weitere Abwärtsbewegungen aufgeben. Doch eine Nachhaltigkeit? No way! Rallyestart nach einer 2003er-Indexhalbierung könnte Luft bis maximal Spätsommer 2004 bringen. Beginn auf einem höheren Niveau verkürzt die Haltwertszeit entsprechend rapide. Denkbar das dann bereits Q1/2004 eine neue katastrophale Welle abstürzender Kurse mit sich bringt.
Alles in allem sollte 2003 mit grösster Wahrscheinlichkeit, zumindest in Amerika, das vierte Jahr mit fallenden Kursen werden, womit auch der Vergleich mit 1929 ff. nahezu 1:1 intakt bleibt. Doch von einer Hölle oder gar globalem Weltuntergang kann dabei nicht gesprochen werden. Dieser wird in 2004/2005 starten, wenn wir den Boden von 1929 ff. mit Pauken und Trompeten durchstossen und eine noch nie dagewesene Hölle eröffnen. Entsprechend sollte man das kommende Jahr behandeln, nämlich als einen weiteren Baustein zum nahenden Abschluss einer Topbildung, d.h. die echte Abschwungphase hat noch gar nicht so richtig begonnen. Dramatisch, aber leider bittere Realität!
Die amerikanische Fundamentalwirtschaft sollte in 2003 alles andere als lachen können und hier ist, wenn überhaupt, erst im 4. Quartal mit einem Abkehr aus einer sehr langen Rezessionsphase zu rechnen, welche im 3. Quartal 2002 begonnen hat (egal was das mauschelnde BIP auch sagt und gesagt hat!). Bis dahin wird eine Hölle die nächste ablösen und wir sollten erstmals kollabierende Firmen erleben, welche noch in 2002 recht ruhmreiche Wachstumszahlen präsentierten, diese aber lediglich aus der Substanz heraus produzieren konnten. Ein Missstand, welche sich in 2003 erst ansatzweise ein wenig entfalten wird. Der Haupthöllendrive geht wohl von den bereits angeschlagenen Firmen aus, welche von den Banken weitere Kreditlinien gekündigt bekommen und mit anhaltender Rezession der Weg in Chapter 11 unvermeidlich wird. Damit sollte in 2003 das nachgeholt werden, was bereits für 2002 anvisiert war, nämlich eine gigantische Insolvenzwelle quer durch alle Sparten. Infolgedessen sollten auch die ersten grösseren Finanzinstitute in Bedrängnis kommen. Ob daran allerdings schon im kommenden Jahr J.P.Morgan teilnehmen wird, muss leider nach der neuen Kraftentfaltung Greenspans gezweifelt werden. Er läst offensichtlich lieber seine Währung sterben, anstatt sich die Blösse einer kollabierenden Bank zu geben. Höllen wird es trotzdem genügend geben & wenn die Dramen am allergrössten sind, könnte die Zeit für den Börsendreh gekommen sein, eben idealerweise im Sommer 2003.
Fraglich welche Stützen Amerika in Zukunft überhaupt noch oben halten sollen. Konsum ist bereits seit einem halben Jahr weggebrochen, der Automobilbereich hat ebenfalls sein Hoch hinter sich & die momentan noch wichtigste Sparte Immobilien wird diesen Laden mit Sicherheit auch nicht mehr lange im grünen Bereich halten können. Ergo bleibt nur noch der Rüstungssektor übrig, doch ob diese schwere Last völlig alleine tragen kann darf mehr wie angezweifelt werden. In einem entsprechend dramatischen Licht erscheint die gigantische Staats- und Privatverschuldung & selbst ich weiss keine Antwort wie Amerika diesen Morast in 2003 überstehen wird. Lassen wir uns überraschen, denn von irgendwoher kommt meistens doch noch ein letztes Licht, ehe solch ein Koloss für alle Zeiten untergeht.
Der Immobilienbereich müsste ein eigenes Kapitel zur Szenierung einer Superhölle bekommen, denn in Amerika sehen wir nicht eine Kapitalflucht in diesen Sektor, sondern die Kreation weiteres Kreditpotentials mit dem Kauf von kreditfinanzierten Häusern. Dieser Umfang würde aber sämtliche Rahmen eines übersichtlich lesbaren Jahreausblicks sprengen & wird deshalb von Zeit zu Zeit separat behandelt ist. & da Immobilien mit Dollars finanziert, ist es für die Restwelt eh nicht so relevant, insofern man keine Dollarbestände mehr im Depot oder Regierungskässchen hat.
Für das TOP-Schlagwort in 2003 ist erneut die Hyperinflation nominiert, welche in 2002 doch nicht so rasant aufgestiegen ist wie vor einem Jahr erwartet. Nun hat Amerika sogar ein noch tieferes Zinsniveau & ausser einer mörderischen Inflation im Unternehmenskostenbereich (Einkaufspreise inflationierten, während sich Verkäufe aufgrund Muss zur Umsatzgenerierung deflationär entwickelt haben) haben wir lediglich im Rohstoffbereich inflationäre Tendenzen gesehen. Damit ist theoretisch die Grundlage für eine jahrelange Stagflation geschaffen, wäre da nicht Allan Greenspan und eine Dollardruckerei, wie sie die Welt noch nie zuvor in ihrer jüngeren Geschichte gesehen hat. Ergo werden wir keine klassische Inflation mit vielem Geld und wenig Waren sehen, sondern eine von Währungen kreierte, was als viel tiefgründiger zu betrachten ist. Im gefahrlosen Bereich hat der Dollar für 2003 rund 20% Abwärtspotential, ehe der Rutsch so signifikant wird, dass man nicht mehr von einer Dollarflucht oder Währungsverschiebungen sprechen kann, sondern eine Abwertung ins Auge fassen muss. Dollarnoten werden aufgrund Vertrauensentzug anhaltend weniger wert, so dass von diesen „Blüten“ eine immer grössere Masse aufgebracht werden muss, um einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten. Dies wird sich zuerst nur im Devisensektor und über den anvisierten 20% Verlust auch im nationalen Handel bestätigen, womit Start der Hyperinflation gegeben ist.
Einen genauen Zeitraum für die vorentscheidende Zinswende zu orakeln ist kaum möglich. Ist zwar denkbar, dass dies mit dem möglichen Börsendreh im Sommer vonstatten geht (und auch der Grund dafür ist?), doch ist momentan noch nichtmal ansatzweise abzusehen, ob und zu welchem Zeitpunkt das Geldmengenwachstum ausgeweitet wird. Sicher ist dabei nur eines: So euphorisch wie die erfolgreich bekämpfte Deflation zu Beginn auch gefeiert wird, so schnell wird ein Übergang zur Hyperinflation für blankes entsetzen sorgen. Eben tupfengleich wie nach 1929.
Dank Dollardruckerei sollten wir im kommenden Jahr einen anhaltenden Boom bei Euro, Yen, Franken & Co. erleben, welcher sich erst im Sommer ein wenig abschwächen könnte. Dann aber von einer neuerlichen Wende zu orakeln ist blanke Illusion, denn diese wird es mit allergrösster Wahrscheinlichkeit im Restleben des todkranken Dollars nicht mehr geben. Entsprechend ist jeder Rücksetzer zugunsten des Dollars die Chance zum Aufbau weiterer Shortpositionen gegen ihn, wobei solche Rücksetzer auch durchaus mehrere Monate andauern können!
Viel gewaltiger ist das Aufwärtspotential beim Gold, welches aber enttäuschenderweise seit nunmehr 2 Jahren nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Performance war in 2002 zwar wunderschön, doch bedenkt man das aktuelle fair value von rund 700 Dollar, doch nur ein minimaler Klacks. Gründe für dieses Nachhinken sind bekannt (Leerverkäufe der Notenbanken, hohe Shortpositionen von JPM & Co., etc.) und damit leider auch in 2003 keine 100%ig zuverlässige Prognose möglich. Da aber der Dollartod kommt und Gold bei einer Weltwirtschaftskrise bislang immer DER Zufluchtshafen schlechthin war, sollte/darf eine Depotbeimischung auf Mehrjahressicht nicht fehlen. Als viel mehr sollte man es aber nicht betrachten, denn Gold war noch nie der Weg zum Reichtum, sondern immer nur grosser Beleg wie fürchterlich schlecht es der Weltwirtschaft geht. Entsprechend wird es am Ende der Baisse bei weitem schneller in sich zusammenbrechen als der vorhergehende Anstieg gedauert hat. In diesem Jahrzehnt rechne ich aber lt. momentanem Stand nicht mehr damit, vor allem da China seit einigen Monaten regelrecht auffrisst.
& was macht die Restwelt?
Europa wird mit Deutschland der Spitze weiter untergehen und wohl auch in 2003 zu keiner Abkoppelung von Amerika fähig sein. Damit wird die Dauerrezession anhalten und mit dem Zusammenbruch der deutschen Automobilindustrie und weiteren Grossinsolvenzen (z.B. Infineon) die Arbeitslosenrate erstmals in dieser Baisse so richtig explodieren. Gut möglich das wir im dramatischten Verlauf fast eine Million neuer Arbeitsloser vermelden müssen, 500.000 sollten es relativ locker werden. Dementsprechend intensiviert werden die bereits vorhandenen sozialen Unruhen, was in der zweiten Jahreshälfte erste Grossdemonstrationen auf den Plan rufen könnte. Für eine Eskalation ist es aber noch zu früh & wir können beten, dass die Mega-Erweiterung Europas in 2004 soviel Zukunftsfantasie kreiert, dass zumindest der grosse Verfall gestoppt wird. Dazu ist aber eine Komplettabkoppelung von Amerika zwingend notwendig, was innerhalb eines Jahres doch recht utopisch erscheint, allerdings aufgrund möglicher Zukunftsfantasien ob der bevorstehenden Osterweiterung nicht gänzlich unmöglich ist. D.h. wenn man auf einen Börsenboom setzt, dann doch lieber in Europa als Amerika. & diesen bitte netto inkl. Inflationärer Gegenwertverluste betrachten, denn was bringt ein DOW Jones auf ATH, wenn der Dollar nur noch ein Drittel wert ist?
Schon lange von sozialen Unruhen geplagt ist Südamerika, wo momentan in Venezuela immer mehr Vergleiche zu einem inneren Bürgerkrieg gezogen werden können. Dieser Trend wird sich in 2003 fortsetzen und mit Brasilien die zweite Staatsinsolvenz nach Argentinien generieren. Dabei ist nur die Frage, wie schnell spekulatives Kapital erkennt, dass emerging markets in nächster Zeit kein kalkuliertes Investment sind. Diese vorübergehende Abkehr war nämlich der Grund, warum es Brasilien in 2002 nicht nachhaltig zerrissen hat. Sollte Südamerika den anvisierten Untergang fortsetzen, wäre die nächste Höllenerweiterung im Sommer wünschenswert, wenn die Börsen eh gerade alles schlechte einpreisen und Weltpsychologie daran keinen allzugrossen Anstoss nehmen muss. Folgen für Weltwirtschaft auf Mehrjahressicht werden allerdings dramatisch sein.
Bleibt der grosse Hoffnungsschimmer Japan, welcher in 2002 von den Amerikanern bitterböse zerstört wurde. Doch sind die Vorzeichen für dieses Jahr wesentlich besser, Vertrauen gen Amerika nachhaltig angekratzt, so dass es nur eines positiven Wortes der japanischen Regierung braucht & wir erleben dort wohl den grössten Boom aller Zeiten. Ist nur die Frage inwieweit Japan Ausländer im Markt will und vor allem welche Kapitalmassen noch in Amerika liegen, denn mit dem japanischen Boom würde Amerika sehr schnell sterben und damit auch sämtliches Kapital ausländischer Investoren. Dies alles macht eine konkrete Orakelei sehr schwierig und man sollte weiterhin auf deutliche Signale warten (1.000 P.-Kerze), um dann auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen. Von zwei scheinbar negativen Dingen sollte man aber zwingend Abstand nehmen, nämlich Staatsverschuldung und Yenschwäche. Verschuldung Japans ist mit 130% des BIP zwar sehr hoch, doch trägt nahezu die gesamte Schuldenlast das eigene Volk, womit Japan im Ausland blitzsauber dasteht & sämtliches Geschwätz von einer Staatsinsolvenz nur hirnlose Aussagen sind. Gleiches gilt für den Yen. Japans Exportwirtschaft würde mit einem starken Yen in die nahezu absolute Bedeutungslosigkeit fallen, da mit Währungsstärke Kaufkraft und damit importierter Boom kommt. Haltwertszeit dieser Stärke liegt zwar bei nur 2-3 Jahren, doch sollte uns mehr momentan auch nicht interessieren. Das eigentliche Problem Japans liegt in den niedrigen Zinsen & der Tatsache, dass sich deshalb die ganze Welt in dessen Währung verschuldet hat (Japsen wohl selbst auch), womit natürlich niemand einen Trendwechsel will. Doch wird dieser mit dem Untergang Amerikas nicht aufzuhalten sein, womit es müssig ist irgendwelche Untergangsszenarien für Japan zu malen, denn dieses Land kommt & das kurzzeitig so stark wie noch niemals zuvor! Ist nur die Frage nach dem Startzeitpunkt, welcher jedes Jahr aufs neue ausgewürfelt werden kann. & dann können sich sämtliche Japanbären auch ihre Untergangsszenarien ob der pleitegehenden Banken ausradieren, denn mit extremen Kapitalzufluss und Dreh zur Inflation werden diese ruckzuck wieder blühende Landschaften sein.
Soweit die fundamentale und börsenmässige Einschätzung für 2003, welche aber immer weiter in den Schatten einer stark gestiegenen globalen Kriegsgefahr steht, die von US-Präsident Bush leider lehrbuchmässig immer weiter vorangetrieben wird. Seit Anfang 2001 setzt sich dieser Trend wie am Schnürchen gezogen fort & man kann Punkt für Punkt exakt in gleicher Vorgehensweise abhaken wie es in unserem Land vor rund 70 Jahren schonmal geschehen ist. & wieder verschliesst die Welt solange die Augen davor, bis es zu spät ist und niemand mehr den globalen Supergau aufhalten kann! Doch soll dies kein ausführliches Thema in diesem Jahresausblick werden. Gründe sowie Abläufe sind hinlänglich bekannt und wenn es die Welt aus Faulheit bislang nicht erkennen mochte, wird sie dies auch in Zukunft nicht tun. Schliesslich könnte man damit ein Stückchen eigene Lebensqualität verlieren.
2003 wird die Rüstungsindustrie neben Immobilien DAS Wirtschaftsstandbein sein, weshalb Amerika geradezu gezwungen ist weitere Kriege zu führen. Irak wird nur eine kleine Zwischenstation eines jahrelangen Feldzugs sein, genauso wie die aktuelle Kriegsanbahnung in Nordkorea und anderen arabischen Staaten. Der Ami muss Kriege führen um das eigene überleben der Wirtschaft zu sichern, was logischerweise zu blutigen Lasten der Restwelt geht. Ob dies bereits im kommenden Jahr grossflächig vonstatten geht bleibt abzuwarten & noch haben wir ja die US-Bevölkerung als grosse Friedenschance, welche in letzter Zeit immer deutlicher ihren Unmut über diese Kriegsfeldzüge äusserte. Doch ein Blutbad wird es wohl unausweichlich geben. Entweder den globalen Supergau, aus dem Amerika mit Sicherheit als Sieger hervor geht und wir einen Weltstaat erhalten, oder den schon vor längerer Zeit anvisierten amerikanischen Bürgerkrieg, der mit der Hyperinflation in sozialen Unruhen entsteht –ähnlich wie in Südamerika- und in seiner Endphase Amerika in viele bedeutungslose Einzelstaaten zerfallen lässt. Welches das kleinere Übel ist kann sich nun jeder selbst ausmalen. Hauptsache man erkennt endlich welche extreme Gefahr in dieser Weltwirtschaftskrise verborgen ist & da bislang ein jedes solcher Ereignisse mit Blut per Waffen begleitet wurde, wird es dieses Mal auch nicht anders sein – Tatsache! Ausser es wird overnight das Rad neu in dreieckiger Form erfunden, doch wer mag all seine Hoffnungen in diese Superillusion setzen?
DieCharttechnik:
S&P500
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http://www.arcor.de/palb/alben/35/2605135/3663333039333138.gif
Der S&P bringt direkt zu Jahresbeginn leichte Unsicherheiten, da das theoretische Pullbackpotential bis 980 P. noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. D.h. solange er über 850 P. notiert, ist dies jederzeit noch möglich, was so auch noch einigermassen mit dem 1932er-Vergleich vertretbar wäre. An eine Erweiterung bis 1030 P. mag ich aber beim besten Willen nicht glauben. Darüber hätten wir eine grössere Turnmarke mit Ziel 1240 P., was aber allerreinster Theorie gleich käme.
Traumszenario wäre ein Erdrutsch direkt zu Jahresbeginn, womit ein Pullback an die jahrelange SKS-Formation und technisch der freie Fall eingeleitet wäre. Doch bereits bei 720-680 P. wartet die nächste grössere Schiebezone, ab dort es kurzzeitig mehr ganz so extrem schnell sinken sollte. Erreichbar im Februar/März, ehe ein nervenzermürbender Salamicrash ca. im Mai die erste grössere Zielzone 580-480 P. (ich weiss, eine sehr grosse Range) bringt, ab der es wie in 1932 um rund 15-20% raketenartig steigen könnte. Anschliessend ein letzter Schüttler knapp 10% unter die bisherigen Jahrestiefs bis Juni/Juli und dann der ganz grosse Turn mit Ziel 650 P. binnen weniger Wochen (Zielberechnung basierend ab Basis 450 P.), ehe eine monatelange leicht abwärts gerichtete Seitwärtsphase mit Unterkante ca. 550 P. folgt. Eine Nikolausrallye (vll. auch erst Anfang 2004), könnte dann zum Abschluss ein Niveau bei 750 P. bringen, welches fundamental aber absolut nicht vertetbar ist.
Ein hochvolatiles 2003er Szenario, welches vll. auch ein bisschen zuviel des Bärenguten sein könnte. Daher als Alternativszenario denkbar, dass der S&P bereits im Bereich 580-620 P. einen Boden ausbildet und mit einem W den nahezu tupfengleichen Verlauf wie in 2002 nimmt, d.h. ab Sommer Megainterventionen zur neuerlichen Rettung der Pensionfonds. Viel anders wäre auch eine Aufwärtsbewegung nicht zu erklären, da auf diesem Niveau schlichtweg noch keine Marktbereinigung stattgefunden hätte.
Fair value für 2003 liegt bei 250 P., ab dem man dann nahezu todsicher einen glatten 100%-Anstieg im weiteren Jahresverlauf vorhersagen kann. Doch müsste die Welt mehr wie einmal untergehen, um diese Komplettmarktbereinigung doch noch nachzuholen. Insofern bleibt dieses gesündeste (!!!) Szenario wohl reinste Utopie.
DOW Jones Industrial
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Beim DOW die selbst Unsicherheitssituation zu Jahresbeginn wie beim S&P. 9100 P. hier der magische Bereich der GD200, welcher technisch nochmals angestupft werden könnte. Darüber eine Erweiterung bis 9450 P. möglich, ehe der technische Turnarround mit nächstem Ziel ATH gegeben ist. Doch braucht dieses Szenario noch nichtmal mit einem Buchstaben näher beleuchtet werden!
7.980 P. die Marke zum Break, ehe der DOW wieder einmal in der fürchterlich zähen Bremszone 7800-6800 P. verweilt. Mal schaun ob es in 2003 zu einem Durchbruch reicht, an dessen Anschluss die Zone 6200 P. nur ein kurzes Päuschen bilden sollte, ehe der grosse Zielbereich 5500-4750 P. wartet. Dies könnte das Sommertief werden, ehe ein Pullback zum Jahresabschluss auf 6500-7100 P. folgt, was dann die Grundlage für den eigentlichen Crash im Jahr 2004 oder vll. auch erst 2005 wäre.
OBV hat in 2002 crashartig verloren und sich vom Tief auch kaum erholt, womit die jahrelange Topbildung unter 7100 P. signifikanst vollendet wäre. In totaler Ausverkaufsstimmung wäre darunter ein Jahrestief im Bereich 3750-3450 P. ermittelbar, was in etwa den 250 P. beim S&P gleich käme und eine nachhaltige Marktbereinigung zur Folge hätte. Doch ich glaube den Anschlussmove auf 5500 P. zu szenieren ist genauso eine Illusion wie bereits dieser mögliche Höllenritt.
Fair value gibt es beim DOW keines mehr, da dank jahrelanger Interventionen wohl schon bei weitem mehr als 20% aller Aktien in FED-Händen sind. Dazu sprechen die seit 2000 explodierten Umsätze im Jahreschart eine deutliche Sprache. Zudem kann man wohl trotz neuer Bilanzregeln minimum zwei Dritteln aller DOW-Werte nicht nachvollziehbare Umsätze & Ergebnisse bescheinigen. Und solange dieser Missstand nicht behoben ist, wird Amerika kein Kauf mehr sein.
DOW im 4. Jahr mit vierter roter Kerze in Folge? Allüberorten schliesst man diese Möglichkeit so gut wie gänzlich aus, schliesslich hat es das in der Vergangenheit noch nie gegeben. Doch was ist mit der nahen Geschichte? Von 1980 bis 1999 gab es lumpige 3 rote Jahreskerzen, wovon keine sehr gross war. & seit Amtseinführung Greenspans sahen wir bis zum Hoch eine einzige Negativkerze, denen 12 grösstenteils megalange positive Kerzen gegenüber stehen. In dieser Zeit ist der DOW um absolut nicht mehr nachvollziehbare knapp 1.000% gestiegen, was einem Missstand gleichkommt, für den Amerika mit der Staatsinsolvenz bezahlen muss! Nicht in 2003 & auch nicht in 2004, doch innerhalb der kommenden 10 Jahre.
Nasdaq Composite
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http://www.zealllc.com/images/ZHomeGraph.gif
Nasdaq ist im Vergleichschart mit 1929 ff. bereits weit übers Konsolidierungsziel geschossen, womit eine Jahresanfangsprognose über ein mögliches Pullback auf seriöse Weise nicht möglich ist. 2.450 P. ist die Turnarroundzone, ab dort man von einem vorläufigen Ende des Crashs sprechen kann. Doch bevor dies in 2003 erreicht wird, bauen sich die Eskimos in der Sahara eine neue frostgesicherte Heimat auf!
Jahrestieforakelei ist fast genauso schwierig. Zw. 450 und 500 P. müsste es beim absolut synchronen Verlauf mit 1929 ff. sein, 650-700 P. erscheint wahrscheinlicher. Anschliessendes Leichenschänder-Pullback könnte bis in den Bereich um 1000 P. heran führen.
250 P. beim S&P500 wären xxx P. beim Nasdaq Composite. Das xxx trägt man bei Erreichen ein und kann sich ab dort über ein historisches Short-Squeeze erfreuen, denn bei diesem Niveau gibt es auf Mehrjahressicht kein Grund mehr für grössere Shortpositionen.
Fair value gibt es hier ebenso keines, den vielen Leichen sei dank. Ein Kompletttod wie bei unserem Neuen Markt ist aber ausgeschlossen, da Nasdaq nicht unbedingt für High-Tech, sondern Zukunft steht. Geht ein Blumenhändler dort an den Börsenstart, bietet er ebenso eine Zukunft mit wahrlich blühenden Landschaften, wie eine Cisco mit Plastikroutern.
DAX30
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http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=de%3A+1876534&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=128&size=3&state=11&sid=125284&style=350&time=20&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=4397&mocktick=1
http://www.multichart.de/cgi-bin/webcharts/mcweb-client.hist?papier=846900.EDY&size=465X401&optdrawbenchmark=1&optdrawchartwidth=2&linewidth=checked&papier=846900.EDY&s0=SELECTED&s1=&s2=&s3=&s4=&s5=&s6=&s7=&optgd1days=&optgd2days=&optgd3days=&optdrawrect=0&drawrectoff=selected&optdrawlog=1&drawlogon=selected&optvaluescalefactor=4&scalept4=selected&optdrawcompletex=0&optdrawwochenlinie=0&optdrawweekscale=0&optdrawmonatslinie=0&optdatas=100J
Unser ruhmreicher DAX hat technisch das noch grösste Pullbackpotential, ehe die nächste Crashrunde eingeleitet werden kann. Doch plagt mich das dumpfe Gefühl, wir werden das Potential bis 3800 P. noch nichtmal ansatzweise ausschöpfen, so dass man sich bereits über 3240 P. erfreuen kann, wenn überhaupt. Technischer Turn zur vorübergehenden Crashbeendigung liegt bei 4500 P., was wie in Amerika aufgrund fundamentaler Lage absolute Illusion ist.
2820 P. neuer Sellbereich, ehe anschliessend auf 2500 P. theoretische W-Ausbildungs-Gefahr besteht, womit das Pullback an die bereits deutlichst nach unten verlassene Mehrjahres-SKS vollendet wäre. Doch könnte diese Marke genauso schnell durchbrochen werden, wie anschliessend die Unterkante einer alten Schiebezone bei 1.950 P. Irgendwo dazwischen sollte es aber eine kleine Gegenbewegung geben, ehe das Jahrestief bei 1600 P. ansteht. Aufgrund zu früher Gier ist aber auch schon ein Dreh bei 1.750 P. denkbar, womit exakt eine Indexhalbierung ab Hoch der letzten Rallye vonstatten gegangen wäre. Anschliessend wie gehabt eine Übertreibung nach oben, welche möglicherweise noch im Herbst einen Komplettdreh bis 3.500 P. bringt. Anschliessend sollte dann auch noch das offene Loch bei 3.800 P. gestopft werden. Ob noch in 2003 bleibt aber dahingestellt.
1.200 P. (von mir aus auch 100-150 P. höher) das fair value für 2003. Ein Zusammenbruch bis in diese Region bringt nach momentanem Stand der Dinge nahezu bedenkenlose Kaufgelegenheiten für eine gigantische Gegenbewegung, denn ein Fall darunter käme dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems & damit Abwertung aller Währungen gleich, ebenfalls lt. momentanem Stand der Dinge.
Den Bereich 1.200 P. sollte man bis ca. Jahr 2005 im Auge behalten. Wird diese Zone durchbrochen, fällt es ruckzuck aus technischer Sicht unter 850 P., wo dann soviele substanzstarke Aktiengesellschaften unterbewertet sind, dass sie freiwillig den DAX verlassen. Folge wäre eine Komplettauflösung dieses Index.
Nemax50:
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Den Nemax machen wir nur noch pro forma, da Auflösung bereits beschlossene Sache und damit bereits jetzt als Index in der Bedeutungslosigkeit.
Unter 250 P. könnte das finale Ziel „zweistellig“ auch noch wahr werden. Konkret Tief 92 P. und anschliessend Rallye bis 140 P.? Müssig näher auszuführen, denn teilnehmen wird daran so gut wie keiner mehr.
Beerdigen wir die für uns grösste Schande seit dem 3. Reich in würdelosem Rahmen!
Nikkei225:
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=jp%3A+1804610&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=100&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=123712&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=6687&mocktick=1
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=jp%3A+1804610&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=128&size=3&state=11&sid=123712&style=350&time=20&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7832&mocktick=1
Der Nikkei steht unter genau umgekehrten Vorzeichen & kriegt nach 2002 auch in 2003 die Chance zu einer nachhaltigen Trendwende & kreation der nächsten Wirtschaftsweltmacht. Doch ob und wie entscheidet das dortige Volk, die Riegerung und vor allem shortende US-Banken, womit eine charttechnische Analyse verdammt schwierig ist, aber nicht unversucht bleiben sollte. Irgendwann muss es schliesslich klappen. Kommt doch Crash, wird unter 7.200 P. verdammt viel japanisches Porzellan zerstört.
Die bereits vor Monaten anvisierte Schiebezone 7.800 vs. 9.450 P. hat nach wie vor bestand & könnte idealerweise mit dem Januarcrash in Amerika nach unten komplett ausgeschöpft werden, ehe die alljährlichen Reparationsdurchführungen zum Fiskaljahresende eine positive Abkoppelung von der Restwelt folgen lassen sollten. 11.000-12.000 P. wäre das technische Ziel bis Ende März, ehe im April gewinnträchtige Ausländer ihr Kapital wieder abziehen. & wenn dann der Bereich 10.000-9.500 P. hält, könnte es zum ruhmreichen Schuss auf 18.000 P. kommen, was damit das Ziel für ein Jahreshoch wäre. Ab dort kann man dann wohl auch die nächste Hürde bei 27.000 P. ins Auge fassen. Allerdings mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht mehr in 2003.
Akternativszenario wäre ein Crash bis 7.200 oder gar 6.800 P. Im Anschluss daran aber von einer Abkoppelung der Restwelt zu sprechen wäre Illusion. Konservative (kann man das bei Japan behaupten?) warten die 1.000 P.-Kerze ab, ehe alles von ganz alleine vonstatten gehen sollte.
Fair value des Nikkei für 2003 liegt bei über 30.000 P., unterstellt man den Japsen sie kriegen die Deflation endlich in eine Inflation gedreht. Banken spielen dabei keine abwärtsgerichtete Rolle, da sie zur Not eh verstaatlicht werden. Kommt hingegen Dreh, haben sie z.T. ein KGV von nur 2-3, was einer Vervielfachungschance entspräche. Doch ist die Kreditlast verdammt gross!
Gold
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
Gold legte auch im vergangenen Jahr eine wunderschöne Aufwärtsbewegung hin & wer im Baissebeginnjahr 2000 auf Gold umschichtete darf sich mittlerweile über ein Plus von bis zu 30% erfreuen und das trotz aller Manipulationen und Unkenrufen zum Trotz. Ein Trend, welcher noch viele Jahre anhalten sollte.
Konkrete Prognose ist auch für 2003 aufgrund der bekannten Begleitumstände kaum möglich. Denkbar das es recht bald zu einem Hoch im Bereich 380/390 (vll. auch nur 355 Dollar) kommt, ehe eine mehrmonatige Seitwärtsphase mit Konsolidierungsziel 355 oder 330 Dollar folgt. Anschliessend mit Inflation auf in den nächsten Zielbereich bei etwa 450 Dollar.
Grossräumiges erstes Aufwärtsziel bleibt wie gehabt 650 Dollar, was bei entsprechender Schieflagen von JPM problemlos binnen weniger Monate möglich ist. Hier könnte ein 10%iger-Tagesmove den Startschuss für geben.
Ein Ende des Goldhypes in 2003? Viele Eliott-Wellen-Freunde und Aktienbullen hätten dies gerne, doch wer an eine neue Goldbaisse glaubt, legt grösste Zukunftshoffnungen nach Amerika und den Dollar & dies ist schlichtweg nicht erfüllbare Utopie!
Euro/Dollar
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
Mit dem Euro konnte man in 2002 ebenfalls nichts falsch machen, insofern man sich im Haupttrend auf der Longseite positioniert hat. & daran sollte sich auch in 2003 absolut nichts ändern. Hier ist sogar eine andauernde Dollarschwäche trotz möglichem Börsendreh im Sommer zu erwarten, denn die Kapitalflucht aus Amerika ist ungebrochen und leider erst zu einem minimalen Teil erfolgt.
1,0550 wird das Ziel zu Jahresbeginn sein, ehe eine mehrwöchige Konsolidierungsphase ansteht, welche aber bei entsprechendem Druck erst im Bereich 1,10-1,15 vonstatten gehen könnte. 1,25-1,30 ist das theoretische Ziel zum Jahreshoch, welches noch einen absolut ungefährdeten Bereich darstellt, egal was die Analystenmassen auch panikartig von sich geben. Erst ab diesem Niveau droht grössere Gefahr für das Weltfinanzsystem, zudem über 1,30 ruckzuck ein unkontrollierter Move bis 1,80-2,20 erfolgen kann. Doch denke ich das zumindest in 2003 unsere globalen Währungshüter die Sache noch im Griff behalten sollten.
Ein jähes Ende würde die Eurprallye lt. momentanem Chartstand unter 0,9480 finden. Eine höchstangenehme Pufferzone, sollte der Ami im nächsten Jahr erneut mit künstlichen Dollars Echte kaufen wollen.
Dollar/Yen
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=JPY%3D&Titel=USD%2FJPY+Chart&Df=j&Al=small&Ct=l&Lg=n&La=DE&avg1=100&avg2=200&
Auch zum Yen musste der Dollar im letzten Jahr kräftig abgeben, wenngleich hier gewaltige Interventionen den Abwärtsdrang bei weitem nicht so ersichtlich zeigten wie er in Wirklichkeit war. Bemerkenswert dabei, dass die japanische Notenbank letztmalig im Juni direkte Interventionen zu Lasten des Yens durchführte, womit neuerlich eine Illusion widerlegt sein sollte, dass man alle Kraft für einen Yenabsturz aufwendet. Schliesslich bedeutet Währungsstärke einen Binnenaufschwung & dies weiss gottseidank auch die BOJ.
Zweijährige SKS-Formation ist ihrem Ende nun sehr nahe. Absturz auf 115,50, kleiner Gegenbewegungskampf an die 120 heran und anschliessend fast senkrecht down in den Bereich 105 und weiterführend 95-85 ist der Fahrplan für 2003. Weiter hinunter sollte der Dollar auch im Sinne Japans nicht fallen, denn zuviel unkontrollierter Druck bringt mehr Schaden wie nachhaltige Freude.
126,80 der Bereich zur technischen Zerstörung der SKS & da nahezu die ganze Welt im Yen verschuldet ist, kann eine entsprechende „Attacke“ leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Doch selbst wenn sie kommt (Chancen dazu sind verdammt gering), ändert es absolut nichts am bereits vollzogenen Währungstrendwechsel. Wäre damit nur ein Aufschub und keine Umkehr. By thr way könnte ein ausser Kontrolle geratener Short-Squeeze den Dollar gar auf 45-55 fallen lassen. Folgen fürs Weltfinanzsystem wären ähnlich dramatisch, wie ein Euro bei 2,20. Zumindest auf Sichtweise für 2003. 2-3 Jahre später sollte dieser Bereich relativ problemlos erreicht werden.
Euro/Yen
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=EURJPY%3D&Titel=EUR%2FJPY+Chart&Df=j&Al=small&Ct=l&Lg=n&La=DE&avg1=100&avg2=200&
Seit fast 2 Jahren ungebrochen der Aufwärtstrend beim Euro gegen den japanischen Yen. Dies belegt eindrucksvoll das Vertrauen japanischer Geschäftsleute, welche mittlerweile 60% ihrer Auslandsinvestitionen in Europa tätigen (gen Amerika hingegen Rückgang von 25 auf 19%!). Umso erstaunlicher das wir Europäer unseren eigenen Kontinent als quasi Insolvenzfall bashen, oder? Doch alles wird irgendwann ein Ende finden, weshalb man in die Japsen vorübergehend nichtmehr allzuviel Europavertrauen setzen sollte. Exakt so sieht es auch die Charttechnik in welcher der Euro einen Bearkeil nahezu vollendet hat & wohl einen entsprechenden Extremsturz folgen lässt. Zudem hier keine globalen Interventionsinteressen vorhanden sind, wie beim grossen Bruder Dollar/Yen.
119,50 vs. 125,50 die Begrenzungen des bearkeils, wobei man in beide Richtungen noch ein false break von 1-2 Punkten setzen kann. Nach erfolgtem Bruch der Unterkante, welche auch so favorisiert wird, könnten wir sehr schnell den Bereich 90-95 sehen, was problemlos binnen weniger Wochen zu bewältigen wäre. Dies setzt aber einen gewaltigen Aufschwung in Japan voraus, was für 2003 aber eher im unteren Wahrscheinlichkeitsbereich liegt. Zudem muss die Welt erst mit dem Dollargau fertig werden & dabei synchron noch soviel Potential für heftige Bewegungen in anderen Währungen vorhanden ist, muss abgewartet werden. Kurse um die 105 sollten aber bei erfolgreichem Abwärtsbruch recht problemlos gemeistert werden. & regelwidriger Trendbruch nach oben? Theoretisch durchaus möglich, was mit einer Zielzone bei ca. 135 quittiert werden würde. Doch spricht praktisch genauso viel gegen eine neuerliche Europaerweiterung Japans, wie eine ausufernde Yenverschuldung unserer Kameraden. Dort sollte man den technischen Gegendruck genauso erkennen wie wir hier.
Fazit:
2003 wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit in einer weiteren Superhölle beginnen, hat aber börsenmässig bereits zur Jahresmitte die grosse Chance für einen etwas längeren Turnarround, welcher dann im letzten Quartal auch von der Fundamentalwirtschaft vollzogen werden könnte. Doch muss das dazu das Blut in den ersten beiden Quartalen fürchterlichst fliessen & je milder der Ablauf, desto geringer die Möglichkeit einer grösseren Gegenbewegung. Fair value an den Börsen werden wir mit grösster Wahrscheinlichkeit erneut nicht sehen, sollten aber in Europa soviel näher daran sein, dass zumindest eine Teilabkoppelung von Amerika nicht mehr allzu utopisch ist.
2001 war ein schlimmes Jahr, 2002 noch viel schlimmer & 2003 wird diesem (zumindest im 1. Halbjahr) ein weiteres Bärenkrönchen aufsetzen. Doch sind dies alles nur minimale Fliegenschisse im Gegensatz zu dem, was uns in 2004/2005 erwartet. Dann erst werden die eigentlichen Superhöllen zum Vorschein kommen und eine sanfte Topbildung ablösen, welche in den letzten 3 Jahren vonstatten ging. Klingt hart, ist aber nichts als die blanke Realität!
Ein neuerlich sehr bewegtes Jahr ist zuende, welches zwar für die Minderheitsrasse der Bären einige hoffnungsvolle Momente brachte, doch für den breiten Teil der Menschheit erneut von geplatzten Illusionen und grosser Enttäuschung geprägt wurde. Es war eben genau so wie in 2000 und 2001, als ebenfalls alle in ein Bullenhorn blasen wollten, doch die Fundamentaldaten schlichtweg kein Potential für diesen Trend zugelassen haben. Ein Missstand, der uns wohl noch sehr viele Jahre begleiten wird, auch wenn ab und an ein Lichtlein etwas längerer Lebensdauer am Horizont erscheint. Es wird nur ein Strohfeuer sein!
Begonnen hat das Jahr mit einem völlig überraschenden Wirtschaftsaufschwung, welcher eine direkte Folge des 11.09. war. Neue Hoffnung, gepaart mit einer noch nie dagewesenen Propagandamaschine an die amerikanischen Konsumenten liess ein unglaubliches Feuerwerk abbrennen, dass nacheinander die Bereiche Konsum, Autos und zum Schluss Immobilien erfasste, welche aber auch genauso schnell wieder verglühten und nacheinander für eine gewaltige Lädierung der US-Wirtschaft sorgten, betrachtet man den bereits vollendeten Boom bei Konsum und Autos.
Entsprechend diesem verhielten sich mit üblichem Vorlauf die Börsen, welche gleich im Januar eine Bremse von Allan Greenspan gezogen bekamen, nachdem der stärkste Wirtschaftsaufschwung seit 20 Jahren urplötzlich allergrösste Inflationsgefahren mit sich brachte, was die FED mit einem noch selten erlebten Geldmengencrash im Vorfeld zu verhindern versuchte. Doch war dies ein Fehler, der Aufschwung lediglich ein Strohfeuer und entsprechend heftig der anschliessende Börsenverfall, der in seiner Intensivität z.T. historische Rekorde mit sich brachte, ehe im Sommer aus einer stinknormalen Gegenbewegung die grösste FED-Aktion aller Zeiten wurde, bei der man mit einem noch nie dagewesenen künstlichen Kapitalzufluss von rund 3 Mrd. Dollar ALLES dafür getan hat, um eine Crashfortsetzung zu verhindern und den Unternehmen mit einer mehrmonatigen Seitwärtsphase doch noch einen einigermassen passablen 2002er-Bilanzabschluss im Bereich Pensionen zu ermöglichen. Doch wurde damit nicht nur ein Missstand ungeheilt in die Zukunft verschoben, sondern auch eine Börsenüberbewertung zum Jahresabschluss erschaffen, wie es sie noch niemals zuvor in der Geschichte gegeben hat. Basis für eine völlig neue Ära in ca. 2004/2005, mit der sogar die Krise von 1929 ff. um ein Vielfaches in den Schatten gestellt wird.
Trotz dieses Börsenbooms kam es zu keinem sonst üblichen Wirtschaftsaufschwung (ECRI bis heute im rezessiven Bereich!), was die Künstlichkeit dieses Bubbles bestätigt & wohl nur dazu diente bislang ein offizielles double dip zu verhindern. Dies war aber nur möglich, weil zahllose Firmen Gewinne und Gegenmassnahmen aus ihrer Substanz einleiteten, was für die Zukunft fürchterlichste Höllen aufzeichnet, sollte der Abschwung nicht bald beendet und neue nachhaltig blühende Landschaften bringen. Diese Stärkung aus der Substanz war übrigens auch der Grund warum die anvisierte Pleitewelle nicht vonstatten ging.
Grosse Depression in 2002 wurden unserem Deutschland Teil, welches fundamental zu keinem Zeitpunkt dem amerikanischen Vorbild folgte und stattdessen die längste Rezessionsphase seiner Geschichte fortsetzte. Ein ganzjähriger Jahrhundertcrash im Einzelhandelssektor, gepaart mit gnadenlos lügenden Politikern war dann auch ohne Verwunderung Grundlage für eine fürchterliche Verbitterungswelle innerhalb der Bevölkerung, welche wohl schon 2003 für allererste soziale Unruhen und Grossdemonstrationen sorgen wird, bei denen das grosse „Bauernopfer“ Gerhard Schröder mit seinem Rücktritt im Frühjahr/Sommer sein sollte. Doch ist hierzulande wirklich alles so schlecht, oder sehen wir gerade in der BRD eine echte stinknormale Abschwungsphase, im Gegensatz zum manipulierten Amerika?
Entsprechend dieser fundamentalen Missstände könnte man meinen es wäre nicht verwunderlich, dass unser DAX die weltweit mit Abstand schlechteste Jahresperformance hingelegt hat? Schön wäre es, denn dann könnte man am Boden auf eine Zukunft deutscher Börsen aufbauen. In der Realität ist es eine Umkehr im eigenen Bankenvolk zur Terminmarktzockerei (Aktienvolumen 20% runter, Derivateumsätze 30% rauf) und grösstenteils ausländische Hedge-Fonds, welche aufgrund der geringen Gegenwehr ein Eldorado für Megagewinne mit fallenden Kursen vorfanden. Entsprechend gewaltig die noch nie dagewesene Volalität in beide Richtungen.
Die grosse Enttäuschung in 2002 brachte Japan, wo es dem Nikkei trotz traumhaft bullischer Charttechnik und dem Grund „Fussball-WM“ nur kurzzeitig gelang eine Abkoppelung zu vollziehen, ehe es im weiteren Jahresverlauf fast nur noch in den Keller ging. Über die Umstände und Zustand der Fundamentalwirtschaft länger zu debattieren ist müssig, denn die Begründung haben drei Gerichtsurteile geliefert, bei denen amerikanische Banken zeitweise vom japanischen Börsenhandel ausgeschlossen wurden, nachdem sie künstliche Shortmärkte auf dem Top aufbauten und so wohl den ganz grossen Ausbruch verhinderten. Deren Beweggründe sind bekannt, denn hätte sich die drittgrösste Volkswirtschaft positiv abgekoppelt, wäre all das viele Geld aus Amerika abgeflossen und hätte dort für den Untergang gesorgt.
Die grösste Illusion des Jahres kreierte Allan Greenspan, als er mit einer noch nie dagewesenen Explosion des Geldmengenwachstums und Futureinterventionen den Aktienmarkt soweit oben gehalten hat, dass es eine ständige Erweiterung kritischer Stimmen nicht schaffte, illusorische Hoffnungen ob eines weiteren US-Booms zu verhindern.
Doch gibt es keinen Druck ohne Gegendruck, so dass der nachhaltige Turnarround bei den Währungen problemlos vonstatten ging. Der Dollar verlor im Jahresverlauf immer stärker & selbst die zeitweise absolute Hirnlosigkeit „kauf echter Dollars mit künstlichen“ konnte den Verfall nur kurzzeitig aufhalten. Eine Grundlagenbildung, welche in Zukunft wohl DER Topaufhänger sein wird. & dies alles geschah in 2002 so auffällig, dass Greenspan zum Ende hin offizielle Bestätigungen liefern musste.
Neben Euro, Yen & Co. heisst der grosse 2002er-Gewinner GOLD und die dazugehörigen Goldminenaktien. Nahezu pausenlos setzte dieses Edelmetall seine Aufwärtsbewegung fort, konnte aber trotzdem nicht ganz die Erwartungen (650 Dollar) erfüllen. Zu lang hat die Hyperinflation auf sich warten lassen, so dass die dunklen Mächte bis Dezember den Spotpreis einigermassen im Griff halten konnten. Doch dann kamen die Inflationssignale und damit wohl auch der nachhaltige Trendlauf, was in Zukunft weiteren Goldruhm mit sich bringen wird, wenngleich es zu Beginn weiterhin nicht einfach sein wird einen befreiten Run hinzulegen.
Das grosse Unwort in 2002 war neben Amerika der US-Präsident Bush, welcher seine Kriegstreiberei weiter anheizte & die Welt immer mehr an den globalen Abgrund getrieben hat. Er konnte keinen einzigen Vorwurf um die Umstände des 11.09.01 entkräften & muss sich mittlerweile den Vorwurf gefallen lassen, dass 2.801 Leute sterben mussten um in Amerika einen neuen Wirtschaftsboom zu kreiern und Bush offiziellen Grund für globale Kriegsfeldzüge zu geben. Irak war der Anfang & die ganze Golfregion mit Sicherheit noch nicht das Ende sein bei einem Feldzug, welcher die letzte Chance ist um Amerika vor dem Zerfall in eine selbstmörderische Hölle zu bewahren. Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt.
Alles in allem aber war 2002 nichts als ein weiteres Teil einer stinknormalen Konsolidierung, anschliessend an den grössten und längsten Wirtschaftsaufschwung aller Zeiten. & da man 50 Jahre Dauerboom nicht overnight ausmerzen kann, können wir mit dem grösstenteils sehr moderaten Abschwung hochzufrieden sein, denn grossartig leiden muste noch fast niemand. Lediglich minimalste Abstriche im Luxusbereich waren notwendig – mehr noch nicht!
Das Jahr 2003:
Im Gegensatz zu 2002 sollte im kommenden Jahr die Enttäuschung nicht solange auf sich warten lassen, welche mal wieder zu absolute Superillusionen im Börsenbereich geführt hat, was ein entsprechend hohes Anspruchsdenken an die Fundamentalwirtschaft folgen liess. Demzufolge sollte gleich bzw. relativ nahe zu Jahresbeginn ein heftiger Abverkauf an den Börsen starten ( ob nun die ersten 2-3 Wochen nochmals hoch macht den Braten wirklich nicht fett!), welcher ziemlich schnell zu neuen 52-Wochen-Tiefs und bis Anfang/Mitte März einen freien Fall mit sich ziehen sollte. Ab dort könnte ein wenig aufkommende Euphorie den Verfall etwas bremsen, für einen Komplettdreh aber noch nichtmal ansatzweise ausreichen. Eine kräftigere Gegenbewegung könnte ich mir im Mai vorstellen (ähnlich wie in den ersten beiden Oktoberwochen 2002), bei der sich die Masse mal wieder die Finger verbrennt & den Satz „sell in may and go away“ mit dem nächsten Blutbad zum Frühsommer hin bezahlen muss. Dort aber (lt. momentanem Stand Anfang/Mitte Juli) sollte ein signifikantes Tief gebildet werden, an dessen Anschluss ein heftige heftige Aufwärtsbewegung im August und September anschliessend einen leicht abwärtsgerichteten Trend bis Jahresende bringt. Ob es dann noch Ende 2003 oder erst Anfang 2004 zum nächsten gewaltigen Aufwärtsschub kommt ist momentan noch nicht absehbar.
Wird eben genanntes Szenario wahr, sehen wir in 2003 eine erste grössere Bodenbildung, welche im Jahreschart ein gewaltiges V aufzeichnen könnte. Zwingende Bedingung für diesen Dreh ist ein extremer Salamicrash im Vorfeld, welcher vor allem in Amerika zu einer nahezu glatten Indexhalbierung führen sollte. Diese könnte anschliessend im Spätsommerhoch zu rund 70-80% wieder ausgebügelt werden. Kommt der anvisierte Abverkauf nicht zustande, aus welchen Gründen auch immer, verringert sich das nachhaltige Turnpotential wohl nahe an die Nullmarke und es drohen ähnliche Lächerlichkeiten wie im vergangenen Jahr. Währungen gegen den Dollar würden sich freuen.
2003 das Jahr des nachhaltigen Turnarrounds? Bis letzten Sommer war dies auch meine Meinung, da nach 3,5 Jahren härtester Baisse nicht nur die Psyche soweit im Keller ist, dass die zwingend notwendige Depressionsphase starten, sondern auch Börsen ein so niedriges Niveau aufweisen, bei welchem man von niedrigstverzinslichen Geldmarktanlagen in Wertpapiere umschichten kann. Doch wurden mit den historischen Interventionen im Herbst weitere Illusionen aufrechterhalten, welche innerhalb eines halben Jahres nie und nimmer auf ein gesundes Niveau ausgebügelt werden können. Zudem bildeten die Börsen zum Jahreswechsel keine Basis für den letzten sell out, sondern notieren auf dem höchsten Bewertungsniveau aller Zeiten & das obwohl die Fundamentalwirtschaft noch nichtmal ansatzweise einen Boden ihres Absturzes gefunden hat. Trotzdem könnte/sollte ein mittelfristiger Dreh eingeleitet werden, da nach solch einer langen Baissezeit selbst härteste Bären ihren Glauben an weitere Abwärtsbewegungen aufgeben. Doch eine Nachhaltigkeit? No way! Rallyestart nach einer 2003er-Indexhalbierung könnte Luft bis maximal Spätsommer 2004 bringen. Beginn auf einem höheren Niveau verkürzt die Haltwertszeit entsprechend rapide. Denkbar das dann bereits Q1/2004 eine neue katastrophale Welle abstürzender Kurse mit sich bringt.
Alles in allem sollte 2003 mit grösster Wahrscheinlichkeit, zumindest in Amerika, das vierte Jahr mit fallenden Kursen werden, womit auch der Vergleich mit 1929 ff. nahezu 1:1 intakt bleibt. Doch von einer Hölle oder gar globalem Weltuntergang kann dabei nicht gesprochen werden. Dieser wird in 2004/2005 starten, wenn wir den Boden von 1929 ff. mit Pauken und Trompeten durchstossen und eine noch nie dagewesene Hölle eröffnen. Entsprechend sollte man das kommende Jahr behandeln, nämlich als einen weiteren Baustein zum nahenden Abschluss einer Topbildung, d.h. die echte Abschwungphase hat noch gar nicht so richtig begonnen. Dramatisch, aber leider bittere Realität!
Die amerikanische Fundamentalwirtschaft sollte in 2003 alles andere als lachen können und hier ist, wenn überhaupt, erst im 4. Quartal mit einem Abkehr aus einer sehr langen Rezessionsphase zu rechnen, welche im 3. Quartal 2002 begonnen hat (egal was das mauschelnde BIP auch sagt und gesagt hat!). Bis dahin wird eine Hölle die nächste ablösen und wir sollten erstmals kollabierende Firmen erleben, welche noch in 2002 recht ruhmreiche Wachstumszahlen präsentierten, diese aber lediglich aus der Substanz heraus produzieren konnten. Ein Missstand, welche sich in 2003 erst ansatzweise ein wenig entfalten wird. Der Haupthöllendrive geht wohl von den bereits angeschlagenen Firmen aus, welche von den Banken weitere Kreditlinien gekündigt bekommen und mit anhaltender Rezession der Weg in Chapter 11 unvermeidlich wird. Damit sollte in 2003 das nachgeholt werden, was bereits für 2002 anvisiert war, nämlich eine gigantische Insolvenzwelle quer durch alle Sparten. Infolgedessen sollten auch die ersten grösseren Finanzinstitute in Bedrängnis kommen. Ob daran allerdings schon im kommenden Jahr J.P.Morgan teilnehmen wird, muss leider nach der neuen Kraftentfaltung Greenspans gezweifelt werden. Er läst offensichtlich lieber seine Währung sterben, anstatt sich die Blösse einer kollabierenden Bank zu geben. Höllen wird es trotzdem genügend geben & wenn die Dramen am allergrössten sind, könnte die Zeit für den Börsendreh gekommen sein, eben idealerweise im Sommer 2003.
Fraglich welche Stützen Amerika in Zukunft überhaupt noch oben halten sollen. Konsum ist bereits seit einem halben Jahr weggebrochen, der Automobilbereich hat ebenfalls sein Hoch hinter sich & die momentan noch wichtigste Sparte Immobilien wird diesen Laden mit Sicherheit auch nicht mehr lange im grünen Bereich halten können. Ergo bleibt nur noch der Rüstungssektor übrig, doch ob diese schwere Last völlig alleine tragen kann darf mehr wie angezweifelt werden. In einem entsprechend dramatischen Licht erscheint die gigantische Staats- und Privatverschuldung & selbst ich weiss keine Antwort wie Amerika diesen Morast in 2003 überstehen wird. Lassen wir uns überraschen, denn von irgendwoher kommt meistens doch noch ein letztes Licht, ehe solch ein Koloss für alle Zeiten untergeht.
Der Immobilienbereich müsste ein eigenes Kapitel zur Szenierung einer Superhölle bekommen, denn in Amerika sehen wir nicht eine Kapitalflucht in diesen Sektor, sondern die Kreation weiteres Kreditpotentials mit dem Kauf von kreditfinanzierten Häusern. Dieser Umfang würde aber sämtliche Rahmen eines übersichtlich lesbaren Jahreausblicks sprengen & wird deshalb von Zeit zu Zeit separat behandelt ist. & da Immobilien mit Dollars finanziert, ist es für die Restwelt eh nicht so relevant, insofern man keine Dollarbestände mehr im Depot oder Regierungskässchen hat.
Für das TOP-Schlagwort in 2003 ist erneut die Hyperinflation nominiert, welche in 2002 doch nicht so rasant aufgestiegen ist wie vor einem Jahr erwartet. Nun hat Amerika sogar ein noch tieferes Zinsniveau & ausser einer mörderischen Inflation im Unternehmenskostenbereich (Einkaufspreise inflationierten, während sich Verkäufe aufgrund Muss zur Umsatzgenerierung deflationär entwickelt haben) haben wir lediglich im Rohstoffbereich inflationäre Tendenzen gesehen. Damit ist theoretisch die Grundlage für eine jahrelange Stagflation geschaffen, wäre da nicht Allan Greenspan und eine Dollardruckerei, wie sie die Welt noch nie zuvor in ihrer jüngeren Geschichte gesehen hat. Ergo werden wir keine klassische Inflation mit vielem Geld und wenig Waren sehen, sondern eine von Währungen kreierte, was als viel tiefgründiger zu betrachten ist. Im gefahrlosen Bereich hat der Dollar für 2003 rund 20% Abwärtspotential, ehe der Rutsch so signifikant wird, dass man nicht mehr von einer Dollarflucht oder Währungsverschiebungen sprechen kann, sondern eine Abwertung ins Auge fassen muss. Dollarnoten werden aufgrund Vertrauensentzug anhaltend weniger wert, so dass von diesen „Blüten“ eine immer grössere Masse aufgebracht werden muss, um einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten. Dies wird sich zuerst nur im Devisensektor und über den anvisierten 20% Verlust auch im nationalen Handel bestätigen, womit Start der Hyperinflation gegeben ist.
Einen genauen Zeitraum für die vorentscheidende Zinswende zu orakeln ist kaum möglich. Ist zwar denkbar, dass dies mit dem möglichen Börsendreh im Sommer vonstatten geht (und auch der Grund dafür ist?), doch ist momentan noch nichtmal ansatzweise abzusehen, ob und zu welchem Zeitpunkt das Geldmengenwachstum ausgeweitet wird. Sicher ist dabei nur eines: So euphorisch wie die erfolgreich bekämpfte Deflation zu Beginn auch gefeiert wird, so schnell wird ein Übergang zur Hyperinflation für blankes entsetzen sorgen. Eben tupfengleich wie nach 1929.
Dank Dollardruckerei sollten wir im kommenden Jahr einen anhaltenden Boom bei Euro, Yen, Franken & Co. erleben, welcher sich erst im Sommer ein wenig abschwächen könnte. Dann aber von einer neuerlichen Wende zu orakeln ist blanke Illusion, denn diese wird es mit allergrösster Wahrscheinlichkeit im Restleben des todkranken Dollars nicht mehr geben. Entsprechend ist jeder Rücksetzer zugunsten des Dollars die Chance zum Aufbau weiterer Shortpositionen gegen ihn, wobei solche Rücksetzer auch durchaus mehrere Monate andauern können!
Viel gewaltiger ist das Aufwärtspotential beim Gold, welches aber enttäuschenderweise seit nunmehr 2 Jahren nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Performance war in 2002 zwar wunderschön, doch bedenkt man das aktuelle fair value von rund 700 Dollar, doch nur ein minimaler Klacks. Gründe für dieses Nachhinken sind bekannt (Leerverkäufe der Notenbanken, hohe Shortpositionen von JPM & Co., etc.) und damit leider auch in 2003 keine 100%ig zuverlässige Prognose möglich. Da aber der Dollartod kommt und Gold bei einer Weltwirtschaftskrise bislang immer DER Zufluchtshafen schlechthin war, sollte/darf eine Depotbeimischung auf Mehrjahressicht nicht fehlen. Als viel mehr sollte man es aber nicht betrachten, denn Gold war noch nie der Weg zum Reichtum, sondern immer nur grosser Beleg wie fürchterlich schlecht es der Weltwirtschaft geht. Entsprechend wird es am Ende der Baisse bei weitem schneller in sich zusammenbrechen als der vorhergehende Anstieg gedauert hat. In diesem Jahrzehnt rechne ich aber lt. momentanem Stand nicht mehr damit, vor allem da China seit einigen Monaten regelrecht auffrisst.
& was macht die Restwelt?
Europa wird mit Deutschland der Spitze weiter untergehen und wohl auch in 2003 zu keiner Abkoppelung von Amerika fähig sein. Damit wird die Dauerrezession anhalten und mit dem Zusammenbruch der deutschen Automobilindustrie und weiteren Grossinsolvenzen (z.B. Infineon) die Arbeitslosenrate erstmals in dieser Baisse so richtig explodieren. Gut möglich das wir im dramatischten Verlauf fast eine Million neuer Arbeitsloser vermelden müssen, 500.000 sollten es relativ locker werden. Dementsprechend intensiviert werden die bereits vorhandenen sozialen Unruhen, was in der zweiten Jahreshälfte erste Grossdemonstrationen auf den Plan rufen könnte. Für eine Eskalation ist es aber noch zu früh & wir können beten, dass die Mega-Erweiterung Europas in 2004 soviel Zukunftsfantasie kreiert, dass zumindest der grosse Verfall gestoppt wird. Dazu ist aber eine Komplettabkoppelung von Amerika zwingend notwendig, was innerhalb eines Jahres doch recht utopisch erscheint, allerdings aufgrund möglicher Zukunftsfantasien ob der bevorstehenden Osterweiterung nicht gänzlich unmöglich ist. D.h. wenn man auf einen Börsenboom setzt, dann doch lieber in Europa als Amerika. & diesen bitte netto inkl. Inflationärer Gegenwertverluste betrachten, denn was bringt ein DOW Jones auf ATH, wenn der Dollar nur noch ein Drittel wert ist?
Schon lange von sozialen Unruhen geplagt ist Südamerika, wo momentan in Venezuela immer mehr Vergleiche zu einem inneren Bürgerkrieg gezogen werden können. Dieser Trend wird sich in 2003 fortsetzen und mit Brasilien die zweite Staatsinsolvenz nach Argentinien generieren. Dabei ist nur die Frage, wie schnell spekulatives Kapital erkennt, dass emerging markets in nächster Zeit kein kalkuliertes Investment sind. Diese vorübergehende Abkehr war nämlich der Grund, warum es Brasilien in 2002 nicht nachhaltig zerrissen hat. Sollte Südamerika den anvisierten Untergang fortsetzen, wäre die nächste Höllenerweiterung im Sommer wünschenswert, wenn die Börsen eh gerade alles schlechte einpreisen und Weltpsychologie daran keinen allzugrossen Anstoss nehmen muss. Folgen für Weltwirtschaft auf Mehrjahressicht werden allerdings dramatisch sein.
Bleibt der grosse Hoffnungsschimmer Japan, welcher in 2002 von den Amerikanern bitterböse zerstört wurde. Doch sind die Vorzeichen für dieses Jahr wesentlich besser, Vertrauen gen Amerika nachhaltig angekratzt, so dass es nur eines positiven Wortes der japanischen Regierung braucht & wir erleben dort wohl den grössten Boom aller Zeiten. Ist nur die Frage inwieweit Japan Ausländer im Markt will und vor allem welche Kapitalmassen noch in Amerika liegen, denn mit dem japanischen Boom würde Amerika sehr schnell sterben und damit auch sämtliches Kapital ausländischer Investoren. Dies alles macht eine konkrete Orakelei sehr schwierig und man sollte weiterhin auf deutliche Signale warten (1.000 P.-Kerze), um dann auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen. Von zwei scheinbar negativen Dingen sollte man aber zwingend Abstand nehmen, nämlich Staatsverschuldung und Yenschwäche. Verschuldung Japans ist mit 130% des BIP zwar sehr hoch, doch trägt nahezu die gesamte Schuldenlast das eigene Volk, womit Japan im Ausland blitzsauber dasteht & sämtliches Geschwätz von einer Staatsinsolvenz nur hirnlose Aussagen sind. Gleiches gilt für den Yen. Japans Exportwirtschaft würde mit einem starken Yen in die nahezu absolute Bedeutungslosigkeit fallen, da mit Währungsstärke Kaufkraft und damit importierter Boom kommt. Haltwertszeit dieser Stärke liegt zwar bei nur 2-3 Jahren, doch sollte uns mehr momentan auch nicht interessieren. Das eigentliche Problem Japans liegt in den niedrigen Zinsen & der Tatsache, dass sich deshalb die ganze Welt in dessen Währung verschuldet hat (Japsen wohl selbst auch), womit natürlich niemand einen Trendwechsel will. Doch wird dieser mit dem Untergang Amerikas nicht aufzuhalten sein, womit es müssig ist irgendwelche Untergangsszenarien für Japan zu malen, denn dieses Land kommt & das kurzzeitig so stark wie noch niemals zuvor! Ist nur die Frage nach dem Startzeitpunkt, welcher jedes Jahr aufs neue ausgewürfelt werden kann. & dann können sich sämtliche Japanbären auch ihre Untergangsszenarien ob der pleitegehenden Banken ausradieren, denn mit extremen Kapitalzufluss und Dreh zur Inflation werden diese ruckzuck wieder blühende Landschaften sein.
Soweit die fundamentale und börsenmässige Einschätzung für 2003, welche aber immer weiter in den Schatten einer stark gestiegenen globalen Kriegsgefahr steht, die von US-Präsident Bush leider lehrbuchmässig immer weiter vorangetrieben wird. Seit Anfang 2001 setzt sich dieser Trend wie am Schnürchen gezogen fort & man kann Punkt für Punkt exakt in gleicher Vorgehensweise abhaken wie es in unserem Land vor rund 70 Jahren schonmal geschehen ist. & wieder verschliesst die Welt solange die Augen davor, bis es zu spät ist und niemand mehr den globalen Supergau aufhalten kann! Doch soll dies kein ausführliches Thema in diesem Jahresausblick werden. Gründe sowie Abläufe sind hinlänglich bekannt und wenn es die Welt aus Faulheit bislang nicht erkennen mochte, wird sie dies auch in Zukunft nicht tun. Schliesslich könnte man damit ein Stückchen eigene Lebensqualität verlieren.
2003 wird die Rüstungsindustrie neben Immobilien DAS Wirtschaftsstandbein sein, weshalb Amerika geradezu gezwungen ist weitere Kriege zu führen. Irak wird nur eine kleine Zwischenstation eines jahrelangen Feldzugs sein, genauso wie die aktuelle Kriegsanbahnung in Nordkorea und anderen arabischen Staaten. Der Ami muss Kriege führen um das eigene überleben der Wirtschaft zu sichern, was logischerweise zu blutigen Lasten der Restwelt geht. Ob dies bereits im kommenden Jahr grossflächig vonstatten geht bleibt abzuwarten & noch haben wir ja die US-Bevölkerung als grosse Friedenschance, welche in letzter Zeit immer deutlicher ihren Unmut über diese Kriegsfeldzüge äusserte. Doch ein Blutbad wird es wohl unausweichlich geben. Entweder den globalen Supergau, aus dem Amerika mit Sicherheit als Sieger hervor geht und wir einen Weltstaat erhalten, oder den schon vor längerer Zeit anvisierten amerikanischen Bürgerkrieg, der mit der Hyperinflation in sozialen Unruhen entsteht –ähnlich wie in Südamerika- und in seiner Endphase Amerika in viele bedeutungslose Einzelstaaten zerfallen lässt. Welches das kleinere Übel ist kann sich nun jeder selbst ausmalen. Hauptsache man erkennt endlich welche extreme Gefahr in dieser Weltwirtschaftskrise verborgen ist & da bislang ein jedes solcher Ereignisse mit Blut per Waffen begleitet wurde, wird es dieses Mal auch nicht anders sein – Tatsache! Ausser es wird overnight das Rad neu in dreieckiger Form erfunden, doch wer mag all seine Hoffnungen in diese Superillusion setzen?
DieCharttechnik:
S&P500
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http://www.arcor.de/palb/alben/35/2605135/3663333039333138.gif
Der S&P bringt direkt zu Jahresbeginn leichte Unsicherheiten, da das theoretische Pullbackpotential bis 980 P. noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. D.h. solange er über 850 P. notiert, ist dies jederzeit noch möglich, was so auch noch einigermassen mit dem 1932er-Vergleich vertretbar wäre. An eine Erweiterung bis 1030 P. mag ich aber beim besten Willen nicht glauben. Darüber hätten wir eine grössere Turnmarke mit Ziel 1240 P., was aber allerreinster Theorie gleich käme.
Traumszenario wäre ein Erdrutsch direkt zu Jahresbeginn, womit ein Pullback an die jahrelange SKS-Formation und technisch der freie Fall eingeleitet wäre. Doch bereits bei 720-680 P. wartet die nächste grössere Schiebezone, ab dort es kurzzeitig mehr ganz so extrem schnell sinken sollte. Erreichbar im Februar/März, ehe ein nervenzermürbender Salamicrash ca. im Mai die erste grössere Zielzone 580-480 P. (ich weiss, eine sehr grosse Range) bringt, ab der es wie in 1932 um rund 15-20% raketenartig steigen könnte. Anschliessend ein letzter Schüttler knapp 10% unter die bisherigen Jahrestiefs bis Juni/Juli und dann der ganz grosse Turn mit Ziel 650 P. binnen weniger Wochen (Zielberechnung basierend ab Basis 450 P.), ehe eine monatelange leicht abwärts gerichtete Seitwärtsphase mit Unterkante ca. 550 P. folgt. Eine Nikolausrallye (vll. auch erst Anfang 2004), könnte dann zum Abschluss ein Niveau bei 750 P. bringen, welches fundamental aber absolut nicht vertetbar ist.
Ein hochvolatiles 2003er Szenario, welches vll. auch ein bisschen zuviel des Bärenguten sein könnte. Daher als Alternativszenario denkbar, dass der S&P bereits im Bereich 580-620 P. einen Boden ausbildet und mit einem W den nahezu tupfengleichen Verlauf wie in 2002 nimmt, d.h. ab Sommer Megainterventionen zur neuerlichen Rettung der Pensionfonds. Viel anders wäre auch eine Aufwärtsbewegung nicht zu erklären, da auf diesem Niveau schlichtweg noch keine Marktbereinigung stattgefunden hätte.
Fair value für 2003 liegt bei 250 P., ab dem man dann nahezu todsicher einen glatten 100%-Anstieg im weiteren Jahresverlauf vorhersagen kann. Doch müsste die Welt mehr wie einmal untergehen, um diese Komplettmarktbereinigung doch noch nachzuholen. Insofern bleibt dieses gesündeste (!!!) Szenario wohl reinste Utopie.
DOW Jones Industrial
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Beim DOW die selbst Unsicherheitssituation zu Jahresbeginn wie beim S&P. 9100 P. hier der magische Bereich der GD200, welcher technisch nochmals angestupft werden könnte. Darüber eine Erweiterung bis 9450 P. möglich, ehe der technische Turnarround mit nächstem Ziel ATH gegeben ist. Doch braucht dieses Szenario noch nichtmal mit einem Buchstaben näher beleuchtet werden!
7.980 P. die Marke zum Break, ehe der DOW wieder einmal in der fürchterlich zähen Bremszone 7800-6800 P. verweilt. Mal schaun ob es in 2003 zu einem Durchbruch reicht, an dessen Anschluss die Zone 6200 P. nur ein kurzes Päuschen bilden sollte, ehe der grosse Zielbereich 5500-4750 P. wartet. Dies könnte das Sommertief werden, ehe ein Pullback zum Jahresabschluss auf 6500-7100 P. folgt, was dann die Grundlage für den eigentlichen Crash im Jahr 2004 oder vll. auch erst 2005 wäre.
OBV hat in 2002 crashartig verloren und sich vom Tief auch kaum erholt, womit die jahrelange Topbildung unter 7100 P. signifikanst vollendet wäre. In totaler Ausverkaufsstimmung wäre darunter ein Jahrestief im Bereich 3750-3450 P. ermittelbar, was in etwa den 250 P. beim S&P gleich käme und eine nachhaltige Marktbereinigung zur Folge hätte. Doch ich glaube den Anschlussmove auf 5500 P. zu szenieren ist genauso eine Illusion wie bereits dieser mögliche Höllenritt.
Fair value gibt es beim DOW keines mehr, da dank jahrelanger Interventionen wohl schon bei weitem mehr als 20% aller Aktien in FED-Händen sind. Dazu sprechen die seit 2000 explodierten Umsätze im Jahreschart eine deutliche Sprache. Zudem kann man wohl trotz neuer Bilanzregeln minimum zwei Dritteln aller DOW-Werte nicht nachvollziehbare Umsätze & Ergebnisse bescheinigen. Und solange dieser Missstand nicht behoben ist, wird Amerika kein Kauf mehr sein.
DOW im 4. Jahr mit vierter roter Kerze in Folge? Allüberorten schliesst man diese Möglichkeit so gut wie gänzlich aus, schliesslich hat es das in der Vergangenheit noch nie gegeben. Doch was ist mit der nahen Geschichte? Von 1980 bis 1999 gab es lumpige 3 rote Jahreskerzen, wovon keine sehr gross war. & seit Amtseinführung Greenspans sahen wir bis zum Hoch eine einzige Negativkerze, denen 12 grösstenteils megalange positive Kerzen gegenüber stehen. In dieser Zeit ist der DOW um absolut nicht mehr nachvollziehbare knapp 1.000% gestiegen, was einem Missstand gleichkommt, für den Amerika mit der Staatsinsolvenz bezahlen muss! Nicht in 2003 & auch nicht in 2004, doch innerhalb der kommenden 10 Jahre.
Nasdaq Composite
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http://www.zealllc.com/images/ZHomeGraph.gif
Nasdaq ist im Vergleichschart mit 1929 ff. bereits weit übers Konsolidierungsziel geschossen, womit eine Jahresanfangsprognose über ein mögliches Pullback auf seriöse Weise nicht möglich ist. 2.450 P. ist die Turnarroundzone, ab dort man von einem vorläufigen Ende des Crashs sprechen kann. Doch bevor dies in 2003 erreicht wird, bauen sich die Eskimos in der Sahara eine neue frostgesicherte Heimat auf!
Jahrestieforakelei ist fast genauso schwierig. Zw. 450 und 500 P. müsste es beim absolut synchronen Verlauf mit 1929 ff. sein, 650-700 P. erscheint wahrscheinlicher. Anschliessendes Leichenschänder-Pullback könnte bis in den Bereich um 1000 P. heran führen.
250 P. beim S&P500 wären xxx P. beim Nasdaq Composite. Das xxx trägt man bei Erreichen ein und kann sich ab dort über ein historisches Short-Squeeze erfreuen, denn bei diesem Niveau gibt es auf Mehrjahressicht kein Grund mehr für grössere Shortpositionen.
Fair value gibt es hier ebenso keines, den vielen Leichen sei dank. Ein Kompletttod wie bei unserem Neuen Markt ist aber ausgeschlossen, da Nasdaq nicht unbedingt für High-Tech, sondern Zukunft steht. Geht ein Blumenhändler dort an den Börsenstart, bietet er ebenso eine Zukunft mit wahrlich blühenden Landschaften, wie eine Cisco mit Plastikroutern.
DAX30
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Unser ruhmreicher DAX hat technisch das noch grösste Pullbackpotential, ehe die nächste Crashrunde eingeleitet werden kann. Doch plagt mich das dumpfe Gefühl, wir werden das Potential bis 3800 P. noch nichtmal ansatzweise ausschöpfen, so dass man sich bereits über 3240 P. erfreuen kann, wenn überhaupt. Technischer Turn zur vorübergehenden Crashbeendigung liegt bei 4500 P., was wie in Amerika aufgrund fundamentaler Lage absolute Illusion ist.
2820 P. neuer Sellbereich, ehe anschliessend auf 2500 P. theoretische W-Ausbildungs-Gefahr besteht, womit das Pullback an die bereits deutlichst nach unten verlassene Mehrjahres-SKS vollendet wäre. Doch könnte diese Marke genauso schnell durchbrochen werden, wie anschliessend die Unterkante einer alten Schiebezone bei 1.950 P. Irgendwo dazwischen sollte es aber eine kleine Gegenbewegung geben, ehe das Jahrestief bei 1600 P. ansteht. Aufgrund zu früher Gier ist aber auch schon ein Dreh bei 1.750 P. denkbar, womit exakt eine Indexhalbierung ab Hoch der letzten Rallye vonstatten gegangen wäre. Anschliessend wie gehabt eine Übertreibung nach oben, welche möglicherweise noch im Herbst einen Komplettdreh bis 3.500 P. bringt. Anschliessend sollte dann auch noch das offene Loch bei 3.800 P. gestopft werden. Ob noch in 2003 bleibt aber dahingestellt.
1.200 P. (von mir aus auch 100-150 P. höher) das fair value für 2003. Ein Zusammenbruch bis in diese Region bringt nach momentanem Stand der Dinge nahezu bedenkenlose Kaufgelegenheiten für eine gigantische Gegenbewegung, denn ein Fall darunter käme dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems & damit Abwertung aller Währungen gleich, ebenfalls lt. momentanem Stand der Dinge.
Den Bereich 1.200 P. sollte man bis ca. Jahr 2005 im Auge behalten. Wird diese Zone durchbrochen, fällt es ruckzuck aus technischer Sicht unter 850 P., wo dann soviele substanzstarke Aktiengesellschaften unterbewertet sind, dass sie freiwillig den DAX verlassen. Folge wäre eine Komplettauflösung dieses Index.
Nemax50:
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Den Nemax machen wir nur noch pro forma, da Auflösung bereits beschlossene Sache und damit bereits jetzt als Index in der Bedeutungslosigkeit.
Unter 250 P. könnte das finale Ziel „zweistellig“ auch noch wahr werden. Konkret Tief 92 P. und anschliessend Rallye bis 140 P.? Müssig näher auszuführen, denn teilnehmen wird daran so gut wie keiner mehr.
Beerdigen wir die für uns grösste Schande seit dem 3. Reich in würdelosem Rahmen!
Nikkei225:
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=jp%3A+1804610&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=100&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=123712&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=6687&mocktick=1
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=jp%3A+1804610&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=0&lf3=0&type=128&size=3&state=11&sid=123712&style=350&time=20&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7832&mocktick=1
Der Nikkei steht unter genau umgekehrten Vorzeichen & kriegt nach 2002 auch in 2003 die Chance zu einer nachhaltigen Trendwende & kreation der nächsten Wirtschaftsweltmacht. Doch ob und wie entscheidet das dortige Volk, die Riegerung und vor allem shortende US-Banken, womit eine charttechnische Analyse verdammt schwierig ist, aber nicht unversucht bleiben sollte. Irgendwann muss es schliesslich klappen. Kommt doch Crash, wird unter 7.200 P. verdammt viel japanisches Porzellan zerstört.
Die bereits vor Monaten anvisierte Schiebezone 7.800 vs. 9.450 P. hat nach wie vor bestand & könnte idealerweise mit dem Januarcrash in Amerika nach unten komplett ausgeschöpft werden, ehe die alljährlichen Reparationsdurchführungen zum Fiskaljahresende eine positive Abkoppelung von der Restwelt folgen lassen sollten. 11.000-12.000 P. wäre das technische Ziel bis Ende März, ehe im April gewinnträchtige Ausländer ihr Kapital wieder abziehen. & wenn dann der Bereich 10.000-9.500 P. hält, könnte es zum ruhmreichen Schuss auf 18.000 P. kommen, was damit das Ziel für ein Jahreshoch wäre. Ab dort kann man dann wohl auch die nächste Hürde bei 27.000 P. ins Auge fassen. Allerdings mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht mehr in 2003.
Akternativszenario wäre ein Crash bis 7.200 oder gar 6.800 P. Im Anschluss daran aber von einer Abkoppelung der Restwelt zu sprechen wäre Illusion. Konservative (kann man das bei Japan behaupten?) warten die 1.000 P.-Kerze ab, ehe alles von ganz alleine vonstatten gehen sollte.
Fair value des Nikkei für 2003 liegt bei über 30.000 P., unterstellt man den Japsen sie kriegen die Deflation endlich in eine Inflation gedreht. Banken spielen dabei keine abwärtsgerichtete Rolle, da sie zur Not eh verstaatlicht werden. Kommt hingegen Dreh, haben sie z.T. ein KGV von nur 2-3, was einer Vervielfachungschance entspräche. Doch ist die Kreditlast verdammt gross!
Gold
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EXAU%3D.DDS&Titel=XAU%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
Gold legte auch im vergangenen Jahr eine wunderschöne Aufwärtsbewegung hin & wer im Baissebeginnjahr 2000 auf Gold umschichtete darf sich mittlerweile über ein Plus von bis zu 30% erfreuen und das trotz aller Manipulationen und Unkenrufen zum Trotz. Ein Trend, welcher noch viele Jahre anhalten sollte.
Konkrete Prognose ist auch für 2003 aufgrund der bekannten Begleitumstände kaum möglich. Denkbar das es recht bald zu einem Hoch im Bereich 380/390 (vll. auch nur 355 Dollar) kommt, ehe eine mehrmonatige Seitwärtsphase mit Konsolidierungsziel 355 oder 330 Dollar folgt. Anschliessend mit Inflation auf in den nächsten Zielbereich bei etwa 450 Dollar.
Grossräumiges erstes Aufwärtsziel bleibt wie gehabt 650 Dollar, was bei entsprechender Schieflagen von JPM problemlos binnen weniger Monate möglich ist. Hier könnte ein 10%iger-Tagesmove den Startschuss für geben.
Ein Ende des Goldhypes in 2003? Viele Eliott-Wellen-Freunde und Aktienbullen hätten dies gerne, doch wer an eine neue Goldbaisse glaubt, legt grösste Zukunftshoffnungen nach Amerika und den Dollar & dies ist schlichtweg nicht erfüllbare Utopie!
Euro/Dollar
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Rc=EUR%3D&Titel=EUR%2FUSD+Chart&Zs=730&Ad=&St=&Et=&Al=small&Za=t&Sc=a&Lg=n&Ct=l&An=&La=DE&
Mit dem Euro konnte man in 2002 ebenfalls nichts falsch machen, insofern man sich im Haupttrend auf der Longseite positioniert hat. & daran sollte sich auch in 2003 absolut nichts ändern. Hier ist sogar eine andauernde Dollarschwäche trotz möglichem Börsendreh im Sommer zu erwarten, denn die Kapitalflucht aus Amerika ist ungebrochen und leider erst zu einem minimalen Teil erfolgt.
1,0550 wird das Ziel zu Jahresbeginn sein, ehe eine mehrwöchige Konsolidierungsphase ansteht, welche aber bei entsprechendem Druck erst im Bereich 1,10-1,15 vonstatten gehen könnte. 1,25-1,30 ist das theoretische Ziel zum Jahreshoch, welches noch einen absolut ungefährdeten Bereich darstellt, egal was die Analystenmassen auch panikartig von sich geben. Erst ab diesem Niveau droht grössere Gefahr für das Weltfinanzsystem, zudem über 1,30 ruckzuck ein unkontrollierter Move bis 1,80-2,20 erfolgen kann. Doch denke ich das zumindest in 2003 unsere globalen Währungshüter die Sache noch im Griff behalten sollten.
Ein jähes Ende würde die Eurprallye lt. momentanem Chartstand unter 0,9480 finden. Eine höchstangenehme Pufferzone, sollte der Ami im nächsten Jahr erneut mit künstlichen Dollars Echte kaufen wollen.
Dollar/Yen
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=JPY%3D&Titel=USD%2FJPY+Chart&Df=j&Al=small&Ct=l&Lg=n&La=DE&avg1=100&avg2=200&
Auch zum Yen musste der Dollar im letzten Jahr kräftig abgeben, wenngleich hier gewaltige Interventionen den Abwärtsdrang bei weitem nicht so ersichtlich zeigten wie er in Wirklichkeit war. Bemerkenswert dabei, dass die japanische Notenbank letztmalig im Juni direkte Interventionen zu Lasten des Yens durchführte, womit neuerlich eine Illusion widerlegt sein sollte, dass man alle Kraft für einen Yenabsturz aufwendet. Schliesslich bedeutet Währungsstärke einen Binnenaufschwung & dies weiss gottseidank auch die BOJ.
Zweijährige SKS-Formation ist ihrem Ende nun sehr nahe. Absturz auf 115,50, kleiner Gegenbewegungskampf an die 120 heran und anschliessend fast senkrecht down in den Bereich 105 und weiterführend 95-85 ist der Fahrplan für 2003. Weiter hinunter sollte der Dollar auch im Sinne Japans nicht fallen, denn zuviel unkontrollierter Druck bringt mehr Schaden wie nachhaltige Freude.
126,80 der Bereich zur technischen Zerstörung der SKS & da nahezu die ganze Welt im Yen verschuldet ist, kann eine entsprechende „Attacke“ leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Doch selbst wenn sie kommt (Chancen dazu sind verdammt gering), ändert es absolut nichts am bereits vollzogenen Währungstrendwechsel. Wäre damit nur ein Aufschub und keine Umkehr. By thr way könnte ein ausser Kontrolle geratener Short-Squeeze den Dollar gar auf 45-55 fallen lassen. Folgen fürs Weltfinanzsystem wären ähnlich dramatisch, wie ein Euro bei 2,20. Zumindest auf Sichtweise für 2003. 2-3 Jahre später sollte dieser Bereich relativ problemlos erreicht werden.
Euro/Yen
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts?Rc=EURJPY%3D&Titel=EUR%2FJPY+Chart&Df=j&Al=small&Ct=l&Lg=n&La=DE&avg1=100&avg2=200&
Seit fast 2 Jahren ungebrochen der Aufwärtstrend beim Euro gegen den japanischen Yen. Dies belegt eindrucksvoll das Vertrauen japanischer Geschäftsleute, welche mittlerweile 60% ihrer Auslandsinvestitionen in Europa tätigen (gen Amerika hingegen Rückgang von 25 auf 19%!). Umso erstaunlicher das wir Europäer unseren eigenen Kontinent als quasi Insolvenzfall bashen, oder? Doch alles wird irgendwann ein Ende finden, weshalb man in die Japsen vorübergehend nichtmehr allzuviel Europavertrauen setzen sollte. Exakt so sieht es auch die Charttechnik in welcher der Euro einen Bearkeil nahezu vollendet hat & wohl einen entsprechenden Extremsturz folgen lässt. Zudem hier keine globalen Interventionsinteressen vorhanden sind, wie beim grossen Bruder Dollar/Yen.
119,50 vs. 125,50 die Begrenzungen des bearkeils, wobei man in beide Richtungen noch ein false break von 1-2 Punkten setzen kann. Nach erfolgtem Bruch der Unterkante, welche auch so favorisiert wird, könnten wir sehr schnell den Bereich 90-95 sehen, was problemlos binnen weniger Wochen zu bewältigen wäre. Dies setzt aber einen gewaltigen Aufschwung in Japan voraus, was für 2003 aber eher im unteren Wahrscheinlichkeitsbereich liegt. Zudem muss die Welt erst mit dem Dollargau fertig werden & dabei synchron noch soviel Potential für heftige Bewegungen in anderen Währungen vorhanden ist, muss abgewartet werden. Kurse um die 105 sollten aber bei erfolgreichem Abwärtsbruch recht problemlos gemeistert werden. & regelwidriger Trendbruch nach oben? Theoretisch durchaus möglich, was mit einer Zielzone bei ca. 135 quittiert werden würde. Doch spricht praktisch genauso viel gegen eine neuerliche Europaerweiterung Japans, wie eine ausufernde Yenverschuldung unserer Kameraden. Dort sollte man den technischen Gegendruck genauso erkennen wie wir hier.
Fazit:
2003 wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit in einer weiteren Superhölle beginnen, hat aber börsenmässig bereits zur Jahresmitte die grosse Chance für einen etwas längeren Turnarround, welcher dann im letzten Quartal auch von der Fundamentalwirtschaft vollzogen werden könnte. Doch muss das dazu das Blut in den ersten beiden Quartalen fürchterlichst fliessen & je milder der Ablauf, desto geringer die Möglichkeit einer grösseren Gegenbewegung. Fair value an den Börsen werden wir mit grösster Wahrscheinlichkeit erneut nicht sehen, sollten aber in Europa soviel näher daran sein, dass zumindest eine Teilabkoppelung von Amerika nicht mehr allzu utopisch ist.
2001 war ein schlimmes Jahr, 2002 noch viel schlimmer & 2003 wird diesem (zumindest im 1. Halbjahr) ein weiteres Bärenkrönchen aufsetzen. Doch sind dies alles nur minimale Fliegenschisse im Gegensatz zu dem, was uns in 2004/2005 erwartet. Dann erst werden die eigentlichen Superhöllen zum Vorschein kommen und eine sanfte Topbildung ablösen, welche in den letzten 3 Jahren vonstatten ging. Klingt hart, ist aber nichts als die blanke Realität!