Gert
03.03.2003, 18:37
Horst Buchholz ist tot
Der große Horst Buchholz (69) ("Die Halbstarken", "Die Glorreichen Sieben") ist tot. Heute Nachmittag starb der Schauspieler in der Charité in Berlin. Erst Mitte Februar wurde er nach knapp acht Wochen aus der Reha-Klinik entlassen. Buchholz war im Dezember in seiner Berliner Wohnung gestürzt, brach sich den Oberschenkelhals.
Für Mai plante Buchholz sein Comeback
Ende Februar spazierte der Charakterdarsteller erstmals in der Nähe seiner Wohnung mit Krücke und in seinem Markenzeichen, dem grauen Persianer über den Kurfürstendamm. Vor zwei Wochen sagte Buchholz noch optimistisch: "Für Mai habe ich ein Filmangebot. Bis dahin bin ich wieder fit."
Filmproduzent Timothy Tremper trauert
"Horst Buchholz war ein ganz Großer. Als ich ihn fragte, ob er in unseren beiden Low-Budget-Produktionen mitspielen würde, hat er spontan zugesagt. Er war so stolz auf "Detective Lovelorn" und "Die Rache des Pharaon". Beide Filme hatten einen Riesenerfolg auf der Berlinale. Auf unserem Abschlussfest, wir waren 40 Leute, die in Babelsberg gedreht haben, hat sich jeder einzelne auf alten Filmheften Autogramme von Horst geben lassen. Es war toll, zu sehen, wie professionell dieser Mann gespielt hat. Er war immer pünktlich und voller Konzentration - eben ein Weltstar der alten Klasse! Sein Sohn Christopher hatte mich noch gebeten, darauf zu achten, dass sein Vater genug trinkt und isst. Dazu musste sich Horst wirklich überwinden. Aber er hatte eine aufgegeben.
"Ich hasse Krankenhäuser"
Nach seinem schweren Sturz sagte Buchholz gegenüber BUNTE.T-Online. "Schmerzen habe ich keine, aber ich kann mich nicht bewegen. Und ich muss noch mindestens vier Wochen lang liegen, dabei hasse ich Krankenhäuser." Am meisten ärgerte den Berliner, dass er am 29. Januar nicht persönlich zur Premiere seines Kinofilms in der Hauptstadt erscheinen konnte. In dem Science-Fiction-Streifen "Detective Lovelorn" spielte er, neben Eva Hassmann und Rainer Schöne, die Hauptrolle des schwedischen Nobelpreisträgers Professor Svedenborg.
Mario Adorf erinnert sich
"Das ist traurig", mit diesen Worten kommentierte Mario Adorf den Tod seines Kollegen Horst Buchholz. Im T-Online-Interview sagte Adorf: "Wir haben 1959 zum ersten Mal zusammen gedreht. Für "Das Totenschiff" waren wir zwei Monate zusammen in Spanien. Er war ein perfekter Schauspieler". Adorf bedauerte, dass er und Buchholz sich später ein wenig aus den Augen verloren haben. "Wir hatten damals eine sehr schöne Zeit zusammen, es war sehr aufregend", sagte er zu T-Online. "Wir haben uns dann aber immer wieder auf Preisverleihungen und Filmfestspielen gesehen."
Sein letztes Interview
Sein letztes großes Interview hat Buchholz im Oktober 2002 bei Johannes B. Kerner im ZDF gegeben. Entsprechend traurig reagierte der Talkmaster, als er von T-Online über den Tod des Schauspielers informiert wurde: "Ich bedauere seinen Tod sehr, aber ich bin nicht überrascht. Es war schon damals zu bemerken, dass Horst Buchholz gesundheitlich schwer angeschlagen war", sagte Kerner im T-Online-Interview. Beobachter des Auftritts berichten, dass Horst Buchholz sehr verwirrt gewesen ist. Auf dem Rückweg von der Aufzeichnung in Hamburg nach Berlin sei er beinahe aus dem fahrenden Auto gefallen.
http://lifestyle.t-online.de/life/peop/top-/ar/CP/ar-horst-buchholz-030303.html
Der große Horst Buchholz (69) ("Die Halbstarken", "Die Glorreichen Sieben") ist tot. Heute Nachmittag starb der Schauspieler in der Charité in Berlin. Erst Mitte Februar wurde er nach knapp acht Wochen aus der Reha-Klinik entlassen. Buchholz war im Dezember in seiner Berliner Wohnung gestürzt, brach sich den Oberschenkelhals.
Für Mai plante Buchholz sein Comeback
Ende Februar spazierte der Charakterdarsteller erstmals in der Nähe seiner Wohnung mit Krücke und in seinem Markenzeichen, dem grauen Persianer über den Kurfürstendamm. Vor zwei Wochen sagte Buchholz noch optimistisch: "Für Mai habe ich ein Filmangebot. Bis dahin bin ich wieder fit."
Filmproduzent Timothy Tremper trauert
"Horst Buchholz war ein ganz Großer. Als ich ihn fragte, ob er in unseren beiden Low-Budget-Produktionen mitspielen würde, hat er spontan zugesagt. Er war so stolz auf "Detective Lovelorn" und "Die Rache des Pharaon". Beide Filme hatten einen Riesenerfolg auf der Berlinale. Auf unserem Abschlussfest, wir waren 40 Leute, die in Babelsberg gedreht haben, hat sich jeder einzelne auf alten Filmheften Autogramme von Horst geben lassen. Es war toll, zu sehen, wie professionell dieser Mann gespielt hat. Er war immer pünktlich und voller Konzentration - eben ein Weltstar der alten Klasse! Sein Sohn Christopher hatte mich noch gebeten, darauf zu achten, dass sein Vater genug trinkt und isst. Dazu musste sich Horst wirklich überwinden. Aber er hatte eine aufgegeben.
"Ich hasse Krankenhäuser"
Nach seinem schweren Sturz sagte Buchholz gegenüber BUNTE.T-Online. "Schmerzen habe ich keine, aber ich kann mich nicht bewegen. Und ich muss noch mindestens vier Wochen lang liegen, dabei hasse ich Krankenhäuser." Am meisten ärgerte den Berliner, dass er am 29. Januar nicht persönlich zur Premiere seines Kinofilms in der Hauptstadt erscheinen konnte. In dem Science-Fiction-Streifen "Detective Lovelorn" spielte er, neben Eva Hassmann und Rainer Schöne, die Hauptrolle des schwedischen Nobelpreisträgers Professor Svedenborg.
Mario Adorf erinnert sich
"Das ist traurig", mit diesen Worten kommentierte Mario Adorf den Tod seines Kollegen Horst Buchholz. Im T-Online-Interview sagte Adorf: "Wir haben 1959 zum ersten Mal zusammen gedreht. Für "Das Totenschiff" waren wir zwei Monate zusammen in Spanien. Er war ein perfekter Schauspieler". Adorf bedauerte, dass er und Buchholz sich später ein wenig aus den Augen verloren haben. "Wir hatten damals eine sehr schöne Zeit zusammen, es war sehr aufregend", sagte er zu T-Online. "Wir haben uns dann aber immer wieder auf Preisverleihungen und Filmfestspielen gesehen."
Sein letztes Interview
Sein letztes großes Interview hat Buchholz im Oktober 2002 bei Johannes B. Kerner im ZDF gegeben. Entsprechend traurig reagierte der Talkmaster, als er von T-Online über den Tod des Schauspielers informiert wurde: "Ich bedauere seinen Tod sehr, aber ich bin nicht überrascht. Es war schon damals zu bemerken, dass Horst Buchholz gesundheitlich schwer angeschlagen war", sagte Kerner im T-Online-Interview. Beobachter des Auftritts berichten, dass Horst Buchholz sehr verwirrt gewesen ist. Auf dem Rückweg von der Aufzeichnung in Hamburg nach Berlin sei er beinahe aus dem fahrenden Auto gefallen.
http://lifestyle.t-online.de/life/peop/top-/ar/CP/ar-horst-buchholz-030303.html