Eliska
09.03.2003, 10:14
Die Entdeckung der Leichtigkeit
Nicht rasen - rasten. Connaisseurs flüchten bei Bollène von der A 7 und lassen sich von der Provence verführen
VON KARIN OEHMIGEN
Das Tal der Abtei von Sénanque ist kaum breiter als eine Schlucht. Der metallische Gesang der Zikaden hallt zwischen den schroffen Felsen wider. Kiefern und Steineichen krallen sich an den steilen Hängen fest, und ein warmer Wind trägt den herben Duft von wildem Thymian über die verkarsteten Anhöhen. Das Zisterzienserkloster ruht am Ende des Tals in der flirrenden Mittagshitze. Nur noch wenige Tage, dann erhebt sich der strenge, romanische Bau wie eine Arche aus einem blauvioletten Meer. Die Luft wird erfüllt sein vom süssen Parfüm der Lavendelblüten, vom Brummen und Sirren der Insekten.
In dieser Landschaft liegt ein Zauber, dem man «ein Leben lang» verfällt, schrieb der Dichter Marcel Pagnol über seine innige Liaison mit der Provence. Er kannte sie als ungezähmte Wildnis, ohne Schnellstrassen und Touristenbusse. Doch das Glücksgefühl, das er beim Anblick der bläulichen Felsen, der immergrünen Garrigue empfand, überkommt den Reisenden noch heute, kaum hat er die Autoroute du Soleil verlassen.
Der Weg ist das Ziel, ein zur Floskel verkommener Wahlspruch für Geniesser, erhält im Schatten einer provenzalischen Platanen-Allee neuen Sinn.
Connaisseurs verlassen die Autobahn nicht erst bei Orange, dem offiziellen «Tor zur Provence» - sie zweigen bei Bollène rechts ab und bummeln über Land nach St. Victor des Oules, einem stillen Weiler nahe dem Städtchen Uzès.
Die wenigen Häuser gruppieren sich um ein kleines Château, das die Schweizer Gina Codoni und Michael Rüegg in ein Gästehaus verwandelt haben. Die sechs grosszügigen Zimmer sind mit Geschmack und Passion eingerichtet, keines gleicht dem andern. Die Atmosphäre ist familiär und entspannt. Mondän ist die Provence anderswo.
Noch ist das Château St. Victor in keinem der einschlägigen Führer erwähnt, weder im «Guide Michelin» noch im «Guide de Charme». Doch ein Geheimtipp wird es nicht mehr lange bleiben. Viele Gäste sind bereits Habitués, ihre Mundpropaganda zeigt Folgen, und sechs Zimmer sind schnell ausgebucht.
Bollène lässt sich von der Schweiz aus in sechs Autostunden erreichen. Wer früh am Morgen gestartet ist, kommt gerade recht, um seinen Ferienbeginn auf einer schattigen Terrasse einzuläuten, mit allem, was das Vallée du Rhône zu bieten hat. Nur zehn Minuten von der A 7 entfernt liegt im «Pays de la Truffe» die Ortschaft Mondragon. Guy Julien, Herr des Feuers im Restaurant La Beaugravière, weiss das Aroma der schwarzen provenzalischen Knolle einzufangen und in seiner Küche zur Entfaltung zu bringen. Hochzeit des unterirdischen Pilzes ist zwar von Januar bis März, doch auch der hellere Sommertrüffel reizt die Kreativität des Kochs, ebenso wie Eierschwamm und Steinpilz aus den umliegenden Wäldern.
Ein gutes Zeichen: Die besten Winzer der Region kehren im La Beaugravière ein, was Julien nie zu Kopf gestiegen ist. Preis und Leistung stimmen. Also gönnt man sich zum Abschluss noch ein Gläschen Muscadet aus den Weinbergen von Beaumes-de-Venise. Schliesslich bietet die Landschaft genügend Platanen, Linden und Olivenbäume, in deren Schatten man ein Nickerchen halten und den Grillen lauschen kann.
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Die Landschaft um Uzès ist sanft hügelig und geradezu lieblich, verglichen mit den Pässen und Schluchten des Vaucluse- und Luberon-Gebirges auf der anderen Seite der A 7. Gründe, ein paar Tage zu verweilen, bieten beide Regionen zur Genüge. Selbst Wasserratten, die schon sehnsüchtig nach dem Meer blinzeln, kommen zum Zug.
Die Gard, ein klares, fischreiches Flüsschen, ist ideal für einen Badetag, obwohl es bei Remoulin Unmengen von Besuchern lockt. Dort nämlich ist eines der berühmtesten Monumente Europas zu besichtigen, der Pont du Gard, Teilstück jenes Viadukts, das schon in vorchristlicher Zeit die schnell wachsende Metropole Nîmes mit Trinkwasser versorgte.
Zum Glück ist der Tourist weltweit gleich gestrickt: immer in Zeitnot und zu träge, ein paar Schritte vom Parkplatz in die Landschaft zu laufen. Kaum ist man den schmalen, stolperfreundlichen Uferwegen ein Stück gefolgt, hat man die Massen abgehängt, findet sich unter anderen Musse Suchenden an einem Badeplatz wieder. Auf glattem Fels kann man sich in der Sonne aalen, den erhitzten Leib im Wasser kühlen und gemütlich seinen Picknickkorb plündern.
Die Provence, Frankreichs beliebteste Ferienregion, hat sich vielerorts ihre Idylle bewahrt, verharrt ist sie darin nicht. Auch gastronomisch ist sie lebendig geblieben, was für den Genussreisenden nicht ohne Bedeutung ist.
Während Paris, in Panik, seine Esskultur zu verlieren, der klassischen Butter-Rahm-Küche erneut und übertrieben frönt, geniesst man im Süden mediterrane Leichtigkeit.
Junge Köche geben der Region wieder neue Impulse, doch um sie zu finden und sich einen Tisch zu sichern, sollte man auf einen guten Restaurantführer nicht verzichten.
Das L''Olivier im eher unscheinbaren Dörfchen Serviers war ein Tipp von Gina Codoni und darf mit gutem Gewissen weiterempfohlen werden. In einem romantisch bewachsenen Hinterhof mit nur sechs Tischen bringt Küchenchef Dominichini schnörkellos auf den Tisch, was die Märkte der Region zu bieten haben. Sein ausgeprägtes Showtalent - er würde das Menü auch vorsingen, wenn man ihn darum bäte - tut seiner Küche keinen Abbruch und treibt auch den Preis nicht in die Höhe. Ein einfallsreiches Fünf-Gang-Diner kostete lediglich 30 Euro; das muss man in der Schweiz erst einmal finden.
Die Provence macht aber nicht nur Appetit auf kulinarische Genüsse.
Kaum hat man die sanfte Landschaft um Uzès erkundet, zieht es den Reisenden in das wildere Luberon-Gebirge. Zumindest den kleinen Luberon kann man von St. Victor des Oules problemlos erreichen.
In eineinhalb Stunden trinkt man seinen Pastis bereits in Venasque, einem der idyllischsten Dörfer im Departement Vaucluse. Fernab der breiten Zufahrtsrouten hat es sich auf einem Sockel aus Fels verschanzt - die Häuser dicht gedrängt, als wären sie ein einziger Bau. Ein paar wenige Gasthäuser bieten dem Fremden Logis wie die Auberge de la Fontaine direkt am Dorfplatz. Hinter der schlichten Fassade verbirgt sich ein Gästehaus mit fünf hübschen Suiten, seit Jahren vom deutschen Ehepaar Soehlke geführt, und ein sympathisches Bistro mit Blick auf den Brunnen, der dem Haus seinen Namen gegeben hat.
Venasque ist ein idealer Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung.
Die Abtei von Sénanque liegt nur etwa 12 Kilometer entfernt, am Ende einer romantischen Fahrt duch den Fôret de Venasque.
Zwei Kilometer weiter ist es bis zum abseits gelegenen Dörfchen Murs, das Ruhe und Erholung bietet, bevor man sich nach Roussillon mit seinen berühmten Ockerbrüchen hinunterwagt oder ins mondäne Gordes mit dem Freilichtmuseum «Village des Bories», einer Ansammlung runder, bäuerlicher Behausungen mit mörtellos geschichteten Feldsteinen aus dem späten Mittelalter.
Gordes bietet weitum das beste Angebot an Unterkünften, von den einfachen Chambres d''hôtes bis zum kleinen, eleganten Luxushotel. Im Hochsommer ist es unerträglich touristisch, sofern man sich im Car durch die Gassen quälen, für die Stippvisite einen Parkplatz suchen oder in einem der überfüllten Lokale rund um den Dorfplatz verpflegen muss.
Doch wer die Kunst beherrscht, unter all den Touristen kein solcher zu sein, sich gemütlich einquartiert und verweilt, Hektik und Lärm den Rücken kehrt, wird den Süden Frankreichs so lieben wie die Dichter und Maler von einst.
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu sein, hat mal irgend ein Aphoristiker geschrieben. Wahrscheinlich war er kurz zuvor in der Provence.
So leicht kommen Sie in die Provence
(1) Château St-Victor des Oules (Ausfahrt Bollène, Richtung Pont-St-Esprit, Bagnols-sur-Cèze, Nîmes [N 86]. Nach ca. 12 km rechts abbiegen gegen Uzès, nach dem Dorf St-Hippolyte rechts, in St-Victor Wegweiser Mairie folgen). Die Zimmer kosten inklusive Frühstück zwischen 110 und 170 Euro, Table d''Hôtes während des Sommers. Tel 0033 (0)4 66 03 40 90, Fax 0033 (0)4 66 03 40 89
E-Mail: chateau.saintvictor@wanadoo.fr
( 2) Vieux Castillon in Castillon-du-Gard: Kleines, elegantes Relais & Château-Hotel mit ausgezeichnetem Restaurant (1 Michelin-Stern), 33 Zimmer, ab 155 Euro. Tel 0033 (0)4 66 37 61 61, Fax 0033 (0)4 66 37 28 17 oder E-Mail:vieuxcastillon@relaischateaux.com
( 3) Restaurant L''Olivier in Serviers (bei Uzès): Kleiner Innenhof, leichte mediterrane Küche. Tel 0033 (0)4 66 22 56 01
( 4) Restaurant La Beaugravière in Mondragon (bei Bollène): Bester Trüffelkoch weit und breit. Tel 0033 (0)4 90 40 82 54
(5) Auberge de la Fontaine in Venasque: Gästehaus mit Charme, 5 Suiten à 122 Euro (ohne Frühstück), Restaurant im Haus. Tel 0033 (0)4 90 66 02 96
( 6) Hôtel La Gacholle in Gordes: Ruhig gelegenes Hôtel de Charme, 11 Zimmer à 75 bis 125 Euro, Frühstück 11 Euro, gutes Restaurant im Haus. Tel 0033 (0)4 90 72 01 36, E-Mail: la.gacholle.gordes@wanadoo.fr
( 7) Le Mas du Loriot in Murs: Kleines Charme-Hotel, 20 Zimmer (85 bis 115 Euro), Frühstück 11 Euro, Restaurant nur für Hausgäste an drei Tagen pro Woche. Tel 0033 (0)4, 90 72 62 62
( 8) Abbaye de Sénanque, nahe Gordes'', Anfahrt über die Route de Venasque. Geöffnet Mo-Fr 10-12 und 14-18 Uhr
Sonntagszeitung.CH
Nicht rasen - rasten. Connaisseurs flüchten bei Bollène von der A 7 und lassen sich von der Provence verführen
VON KARIN OEHMIGEN
Das Tal der Abtei von Sénanque ist kaum breiter als eine Schlucht. Der metallische Gesang der Zikaden hallt zwischen den schroffen Felsen wider. Kiefern und Steineichen krallen sich an den steilen Hängen fest, und ein warmer Wind trägt den herben Duft von wildem Thymian über die verkarsteten Anhöhen. Das Zisterzienserkloster ruht am Ende des Tals in der flirrenden Mittagshitze. Nur noch wenige Tage, dann erhebt sich der strenge, romanische Bau wie eine Arche aus einem blauvioletten Meer. Die Luft wird erfüllt sein vom süssen Parfüm der Lavendelblüten, vom Brummen und Sirren der Insekten.
In dieser Landschaft liegt ein Zauber, dem man «ein Leben lang» verfällt, schrieb der Dichter Marcel Pagnol über seine innige Liaison mit der Provence. Er kannte sie als ungezähmte Wildnis, ohne Schnellstrassen und Touristenbusse. Doch das Glücksgefühl, das er beim Anblick der bläulichen Felsen, der immergrünen Garrigue empfand, überkommt den Reisenden noch heute, kaum hat er die Autoroute du Soleil verlassen.
Der Weg ist das Ziel, ein zur Floskel verkommener Wahlspruch für Geniesser, erhält im Schatten einer provenzalischen Platanen-Allee neuen Sinn.
Connaisseurs verlassen die Autobahn nicht erst bei Orange, dem offiziellen «Tor zur Provence» - sie zweigen bei Bollène rechts ab und bummeln über Land nach St. Victor des Oules, einem stillen Weiler nahe dem Städtchen Uzès.
Die wenigen Häuser gruppieren sich um ein kleines Château, das die Schweizer Gina Codoni und Michael Rüegg in ein Gästehaus verwandelt haben. Die sechs grosszügigen Zimmer sind mit Geschmack und Passion eingerichtet, keines gleicht dem andern. Die Atmosphäre ist familiär und entspannt. Mondän ist die Provence anderswo.
Noch ist das Château St. Victor in keinem der einschlägigen Führer erwähnt, weder im «Guide Michelin» noch im «Guide de Charme». Doch ein Geheimtipp wird es nicht mehr lange bleiben. Viele Gäste sind bereits Habitués, ihre Mundpropaganda zeigt Folgen, und sechs Zimmer sind schnell ausgebucht.
Bollène lässt sich von der Schweiz aus in sechs Autostunden erreichen. Wer früh am Morgen gestartet ist, kommt gerade recht, um seinen Ferienbeginn auf einer schattigen Terrasse einzuläuten, mit allem, was das Vallée du Rhône zu bieten hat. Nur zehn Minuten von der A 7 entfernt liegt im «Pays de la Truffe» die Ortschaft Mondragon. Guy Julien, Herr des Feuers im Restaurant La Beaugravière, weiss das Aroma der schwarzen provenzalischen Knolle einzufangen und in seiner Küche zur Entfaltung zu bringen. Hochzeit des unterirdischen Pilzes ist zwar von Januar bis März, doch auch der hellere Sommertrüffel reizt die Kreativität des Kochs, ebenso wie Eierschwamm und Steinpilz aus den umliegenden Wäldern.
Ein gutes Zeichen: Die besten Winzer der Region kehren im La Beaugravière ein, was Julien nie zu Kopf gestiegen ist. Preis und Leistung stimmen. Also gönnt man sich zum Abschluss noch ein Gläschen Muscadet aus den Weinbergen von Beaumes-de-Venise. Schliesslich bietet die Landschaft genügend Platanen, Linden und Olivenbäume, in deren Schatten man ein Nickerchen halten und den Grillen lauschen kann.
dfipüsfiasdfasf ssdfjaskfaslfj
Die Landschaft um Uzès ist sanft hügelig und geradezu lieblich, verglichen mit den Pässen und Schluchten des Vaucluse- und Luberon-Gebirges auf der anderen Seite der A 7. Gründe, ein paar Tage zu verweilen, bieten beide Regionen zur Genüge. Selbst Wasserratten, die schon sehnsüchtig nach dem Meer blinzeln, kommen zum Zug.
Die Gard, ein klares, fischreiches Flüsschen, ist ideal für einen Badetag, obwohl es bei Remoulin Unmengen von Besuchern lockt. Dort nämlich ist eines der berühmtesten Monumente Europas zu besichtigen, der Pont du Gard, Teilstück jenes Viadukts, das schon in vorchristlicher Zeit die schnell wachsende Metropole Nîmes mit Trinkwasser versorgte.
Zum Glück ist der Tourist weltweit gleich gestrickt: immer in Zeitnot und zu träge, ein paar Schritte vom Parkplatz in die Landschaft zu laufen. Kaum ist man den schmalen, stolperfreundlichen Uferwegen ein Stück gefolgt, hat man die Massen abgehängt, findet sich unter anderen Musse Suchenden an einem Badeplatz wieder. Auf glattem Fels kann man sich in der Sonne aalen, den erhitzten Leib im Wasser kühlen und gemütlich seinen Picknickkorb plündern.
Die Provence, Frankreichs beliebteste Ferienregion, hat sich vielerorts ihre Idylle bewahrt, verharrt ist sie darin nicht. Auch gastronomisch ist sie lebendig geblieben, was für den Genussreisenden nicht ohne Bedeutung ist.
Während Paris, in Panik, seine Esskultur zu verlieren, der klassischen Butter-Rahm-Küche erneut und übertrieben frönt, geniesst man im Süden mediterrane Leichtigkeit.
Junge Köche geben der Region wieder neue Impulse, doch um sie zu finden und sich einen Tisch zu sichern, sollte man auf einen guten Restaurantführer nicht verzichten.
Das L''Olivier im eher unscheinbaren Dörfchen Serviers war ein Tipp von Gina Codoni und darf mit gutem Gewissen weiterempfohlen werden. In einem romantisch bewachsenen Hinterhof mit nur sechs Tischen bringt Küchenchef Dominichini schnörkellos auf den Tisch, was die Märkte der Region zu bieten haben. Sein ausgeprägtes Showtalent - er würde das Menü auch vorsingen, wenn man ihn darum bäte - tut seiner Küche keinen Abbruch und treibt auch den Preis nicht in die Höhe. Ein einfallsreiches Fünf-Gang-Diner kostete lediglich 30 Euro; das muss man in der Schweiz erst einmal finden.
Die Provence macht aber nicht nur Appetit auf kulinarische Genüsse.
Kaum hat man die sanfte Landschaft um Uzès erkundet, zieht es den Reisenden in das wildere Luberon-Gebirge. Zumindest den kleinen Luberon kann man von St. Victor des Oules problemlos erreichen.
In eineinhalb Stunden trinkt man seinen Pastis bereits in Venasque, einem der idyllischsten Dörfer im Departement Vaucluse. Fernab der breiten Zufahrtsrouten hat es sich auf einem Sockel aus Fels verschanzt - die Häuser dicht gedrängt, als wären sie ein einziger Bau. Ein paar wenige Gasthäuser bieten dem Fremden Logis wie die Auberge de la Fontaine direkt am Dorfplatz. Hinter der schlichten Fassade verbirgt sich ein Gästehaus mit fünf hübschen Suiten, seit Jahren vom deutschen Ehepaar Soehlke geführt, und ein sympathisches Bistro mit Blick auf den Brunnen, der dem Haus seinen Namen gegeben hat.
Venasque ist ein idealer Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung.
Die Abtei von Sénanque liegt nur etwa 12 Kilometer entfernt, am Ende einer romantischen Fahrt duch den Fôret de Venasque.
Zwei Kilometer weiter ist es bis zum abseits gelegenen Dörfchen Murs, das Ruhe und Erholung bietet, bevor man sich nach Roussillon mit seinen berühmten Ockerbrüchen hinunterwagt oder ins mondäne Gordes mit dem Freilichtmuseum «Village des Bories», einer Ansammlung runder, bäuerlicher Behausungen mit mörtellos geschichteten Feldsteinen aus dem späten Mittelalter.
Gordes bietet weitum das beste Angebot an Unterkünften, von den einfachen Chambres d''hôtes bis zum kleinen, eleganten Luxushotel. Im Hochsommer ist es unerträglich touristisch, sofern man sich im Car durch die Gassen quälen, für die Stippvisite einen Parkplatz suchen oder in einem der überfüllten Lokale rund um den Dorfplatz verpflegen muss.
Doch wer die Kunst beherrscht, unter all den Touristen kein solcher zu sein, sich gemütlich einquartiert und verweilt, Hektik und Lärm den Rücken kehrt, wird den Süden Frankreichs so lieben wie die Dichter und Maler von einst.
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu sein, hat mal irgend ein Aphoristiker geschrieben. Wahrscheinlich war er kurz zuvor in der Provence.
So leicht kommen Sie in die Provence
(1) Château St-Victor des Oules (Ausfahrt Bollène, Richtung Pont-St-Esprit, Bagnols-sur-Cèze, Nîmes [N 86]. Nach ca. 12 km rechts abbiegen gegen Uzès, nach dem Dorf St-Hippolyte rechts, in St-Victor Wegweiser Mairie folgen). Die Zimmer kosten inklusive Frühstück zwischen 110 und 170 Euro, Table d''Hôtes während des Sommers. Tel 0033 (0)4 66 03 40 90, Fax 0033 (0)4 66 03 40 89
E-Mail: chateau.saintvictor@wanadoo.fr
( 2) Vieux Castillon in Castillon-du-Gard: Kleines, elegantes Relais & Château-Hotel mit ausgezeichnetem Restaurant (1 Michelin-Stern), 33 Zimmer, ab 155 Euro. Tel 0033 (0)4 66 37 61 61, Fax 0033 (0)4 66 37 28 17 oder E-Mail:vieuxcastillon@relaischateaux.com
( 3) Restaurant L''Olivier in Serviers (bei Uzès): Kleiner Innenhof, leichte mediterrane Küche. Tel 0033 (0)4 66 22 56 01
( 4) Restaurant La Beaugravière in Mondragon (bei Bollène): Bester Trüffelkoch weit und breit. Tel 0033 (0)4 90 40 82 54
(5) Auberge de la Fontaine in Venasque: Gästehaus mit Charme, 5 Suiten à 122 Euro (ohne Frühstück), Restaurant im Haus. Tel 0033 (0)4 90 66 02 96
( 6) Hôtel La Gacholle in Gordes: Ruhig gelegenes Hôtel de Charme, 11 Zimmer à 75 bis 125 Euro, Frühstück 11 Euro, gutes Restaurant im Haus. Tel 0033 (0)4 90 72 01 36, E-Mail: la.gacholle.gordes@wanadoo.fr
( 7) Le Mas du Loriot in Murs: Kleines Charme-Hotel, 20 Zimmer (85 bis 115 Euro), Frühstück 11 Euro, Restaurant nur für Hausgäste an drei Tagen pro Woche. Tel 0033 (0)4, 90 72 62 62
( 8) Abbaye de Sénanque, nahe Gordes'', Anfahrt über die Route de Venasque. Geöffnet Mo-Fr 10-12 und 14-18 Uhr
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