Vollständige Version anzeigen : 26.03.03: Amerika verliert weiter an Boden. Wann erfolgt die Entflechtung?
Hi Konby :)
son Panzer fährt bestimmt ganz gut :rolleyes:
so mit sechzehnzylinder und zwanzich Liter Hubraum und so :D
bin aber trotzdem lieber Zivi gewesen, fühl mich auf jedem Fall wohler
im anbetracht der heutigen Zeit.
Historisch gesehen macht das eins, zwei, drei und Du liegst im Luftschutzgraben :eek:
Gehen wir mal davon aus, daß die Hälfte der Jungs in der Wüste ein Aktien-Depot hat.
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Za=i&Al=small&Rc=%2F%2EDJI&Titel=DJ%20INDU%20AVERAGE&Zt=1048711017&
Ran an den Speck! Hebt die Moral der Truppe!
;)
weshalb melden die daß 1000 und dann nochmal 100 iraksche panzer angreifen?
besser wäre wohl:
ami schraubhuber mischen gerade 1000 und dann nochmal 100 irakische panzer auf.
germanasti
26.03.2003, 21:43
Im Irak bekommen die Schlächter Geld für umgebrachte Amis. :eek:
Germa
Hohe US-Verluste sind schon ein Traum.
B.
Original erstellt von germanasti
Im Irak bekommen die Schlächter Geld für umgebrachte Amis. :eek:
aber für nen lebenden ami gibt es doppelte kohle.
wann ist wohl die konsolidierung zu ende???
niemandweiss
26.03.2003, 21:45
http://finanzen.tiscali.de/press/news/open/index.jsp?id=OLDECOMKT_MTFH99227_2003-03-26_12-56-44_L26533821
News
AKTUELLE REUTERS-NEWS
26/03/2003 13:56
Welteke - Weiteres Goldabkommen ist offen~
Frankfurt, 26. Mär (Reuters) - Nach den Worten von
Bundesbankpräsident Ernst Welteke ist offen, ob es zu einem
weiteren Goldabkommen der Zentralbanken kommen wird.
"Ob es zu einem weiteren Goldabkommen kommen wird, ist
offen", sagte Welteke am Mittwoch vor Journalisten in Frankfurt.
Ob die Bundesbank von der Option zum Verkauf von Gold Gebrauch
machen werden, hänge davon ab, ob die Gewinne thesauriert würden
oder nicht.
Zur konjunkturellen Lagen in Deutschland sagte der
Chefvolkswirt der Bundesbank, Hermann Remsperger: "Wir sind
keine Quartalsoptimisten, sondern wir sehen die deutsche
Konjunktur auch weiterhin in einer Beinahe-Stagnation." Gerade
wegen der Aufwertung des Euro sei man zu der Überlegung
gekommen, dass die Prognosen, die Ende letzten Jahres
vorgeherrscht hätten, aus heutiger Sicht zurückzunehmen seien.
"Das bedeutet, dass wir im späteren Verlauf von 2003 eine
leichte Aufwärtsbewegung sehen, aber mit einer konjunktureller
Kräftigung erst 2004 rechnen."
Welteke sagte mit Verweis auf die Probleme der alternden
Gesellschaft und das schwache Wachstum in Deutschland: "Auch
ohne Stabilitäts- und Wachstumspakt sind mir 3,6 Prozent Defizit
zu hoch."
nro/sob
Original erstellt von LDiablo
Hi Konby :)
son Panzer fährt bestimmt ganz gut :rolleyes:
so mit sechzehnzylinder und zwanzich Liter Hubraum und so :D
bin aber trotzdem lieber Zivi gewesen, fühl mich auf jedem Fall wohler
im anbetracht der heutigen Zeit.
Historisch gesehen macht das eins, zwei, drei und Du liegst im Luftschutzgraben :eek:
und ein Käfer-Motor zum anlassen! :hihi
also bäume sind kein problem für so ein teil aber im ernstfall möcht ich nicht in dem
Ding sitzen vorallem wenn von oben was kommt! :confused:
stockjobber
26.03.2003, 21:45
Die humanitäre Frage können wir, bedauerlich genug, zur Zeit nicht lösen.
Aber eine gewisse Schadenfreude gegenüber erwiesenen Kriegstreibern (US & UK)
läßt sich nicht vermeiden.
banulo
--------------------------------------------------------------------------------
Germa
Hohe US-Verluste sind schon ein Traum.
B.
Das finde ich ziemlich unverschämt, wir reden hier von menschen. zu mal sogar von Verbündete!!!!
Original erstellt von SirDax
Das finde ich ziemlich unverschämt, wir reden hier von menschen. zu mal sogar von Verbündete!!!!
die moral ist wohl a. A.
keine 100Punkte Range im Dow :rolleyes:
Germa, wann gemma Dow auflösen :D
bis späteren
Torsten1000
26.03.2003, 21:50
Original erstellt von SirDax
Das finde ich ziemlich unverschämt, wir reden hier von menschen. zu mal sogar von Verbündete!!!!
Die Amerikaner sind unsere Verbündeten wenn sie sich an das Völkerrecht halten. Zur Zeit tun sie das nicht und führen einen Angriffskrieg. Somit sind sie keinen deut besser als Saddam.
Mich stört kein toter Amerikaner der Bush unterstützt. Wenn Bush abgedankt hat sehen wir weiter.
niemandweiss
26.03.2003, 21:50
Schock und Ehrfurcht"
von unserem Korrespondenten Bill Bonner
*** Was machen die Insider? Das Barron`s Magazin berichtet, dass die Vorstandsmitglieder der 10 führenden amerikanischen Technologie- bzw. Wachstumsgesellschaften – Unternehmen wie Microsoft, Intel, Dell und Oracle – auf der Bärenseite stehen. Während die Kleinanleger Technologieaktien kaufen, verkaufen die Leute, die ihre Firmen am besten kennen, die Aktien eben dieser Firmen. Barron`s schreibt dazu: "Seit Jahresbeginn hat von den Insidern nur ein Einziger Aktien gekauft, und zwar 3.600 Aktien. Auf der anderen Seite haben 112 Insider verkauft, insgesamt 33,9 Millionen Aktien. Anders gesagt: Das Verhältnis von Verkäufen zu Käufen liegt bei den 10 größten Technologie- und Wachstumsgesellschaften bei 9.407 zu 1."
*** Während die US-Truppen im Irak Gewalt anwenden, ist die Waffe für die amerikanische "Heimatfront" der Betrug. Die Reporter sollen den Krieg gegen den Irak nicht Krieg gegen den Irak nennen. Sie sollen auch nicht von einer "Invasion" des Irak sprechen. Es ist kein Krieg oder keine Invasion, natürlich nicht, denn das würde eine Kriegserklärung des US-Kongresses erfordern! Stattdessen sind die US-Truppen lediglich dabei, den Irak zu "entwaffnen" und den irakischen Bürgern Freiheit zu bringen.
Nichts ist in der Politik so unterhaltsam wie Lügen mit einem Pokergesicht. Clinton war darin ein Meister. Aber dieser Bush-Clan ist darin auch nicht schlecht.
*** Die Bush-Adminstration hat den Beginn des Irakkriegs unter das Motto "Shock and awe", zu Deutsch "Schock und Ehrfurcht" gestellt. Eigentlich hätte Bush nach seiner Meinung passender "Blitzkrieg" sagen sollen.
Und hier greife ich wieder auf die Militärgeschichte zurück, mit einer vorgestellten Warnung: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Das wäre zu einfach. Ich liefere Ihnen einfach nur ein historisches Beispiel, und jede Ähnlichkeit mit anderen lebenden oder toten Personen ist rein zufällig. Und – wie man oft in Börsenprospekten lesen kann: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Gewähr. Also:
Die "Schock und Ehrfurcht"-Kampagne der Wehrmacht gegen Frankreich (Beginn: Juni 1940) lief besser an, als irgendjemand erwartet hatte – das galt besonders für die Franzosen. Das ermutigte Hitler, und er richtete seinen Blick nach Osten und wollte die Sowjetunion auch in einem Blitzkrieg besiegen. Seine Angriffskräfte waren technologisch überlegen ... und man glaubte weithin, dass die sowjetischen Streitkräfte schnell zusammenbrechen würden. Die Sowjetunion wurde damals von einem Monster regiert, das schlimmer als Saddam Hussein war, einem Monster, das für den Tod von Millionen eigener Staatsbürger verantwortlich war. Die Wehrmachtsdenker sagten, dass die Russen bestimmt nicht kämpfen würden, um ihn zu verteidigen.
Hitlers "Schock und Ehrfurcht"-Kampagne gegen die Sowjetunion begann zunächst gut. Aber spätestens in Stalingrad zeigte sich, dass der Blitzkrieg in großen Städten nicht funktioniert. Man musste die Sowjets im Häuserkampf aus jedem einzelnen Haus vertreiben ... zu fürchterlichen Kosten. Schließlich waren die Deutschen durch den Häuserkampf so beschäftigt, dass die Sowjets die ganze Stadt umzingelten – das war der Kessel von Stalingrad. Die Armee von von Paulus, die 300.000 Mann zählte, wurde von ihrem Nachschub abgeschnitten; von Paulus musste kapitulieren, und die meisten Soldaten starben bei den Kämpfen und in der Gefangenschaft.
*** Die Amerikaner können im Irak nicht verlieren. Aber es wird erwartet, dass sie sehr leicht gewinnen ... die Erwartungen sind sehr hoch. Und wenn sie in Bagdad aufgehalten werden, dann wird es auch Verluste der anderen Art geben. Billionen von Dollar stehen auf dem Spiel – die von Freund und Feind gewissermaßen als Geisel gehalten werden. Und sie könnten liquidiert werden – wenn das Vertrauen in diese Dollar verloren geht.
**********************************
@ Sir Dax
Es tut mir leid, wenn ich deine zarte Seele belaste,
aber ich finde Bush und seine Junta einfach nur unverschämt.
Und ob die Amis wirklich noch unsere Verbündeten sind ist mehr als zweifelhaft.
Das verwanzte EU-Gebäude läßt grüßen.
Also, kein Grund für müde Pietät.
B.
germanasti
26.03.2003, 21:51
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=indu&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=100&uf=0&lf=32&lf2=4&lf3=0&type=4&size=3&state=8&sid=1643&style=350&time=18&freq=8&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7957&mocktick=1
1200 P. ohne Unterbrechung hoch & dann rennts tagelang in 150 P.-Range wuer :dumm
germanasti
26.03.2003, 21:52
niemand:
wie ist die url zu den ausführungen?
Original erstellt von germanasti
Im Irak bekommen die Schlächter Geld für umgebrachte Amis. :eek:
wird wohl zusätzlich noch ein paar 1000 söldner angeheuert haben(D,F,RU,CHI)
zombismo
26.03.2003, 21:53
Ui was war den da los ???
kurz vor 20 Uhr :hihi
http://ichart.yahoo.com/z?s=^spx&a=ss&p=v&t=5d&l=on&z=l&q=c
nee, kein Crash :p
Seitwärts, vor dem nächsten up :lach
aber so eine kleine Bärenfalle dürften die Depperten doch noch hinbekommen, in den nächsten Tagen :D
es gibt wohl folgende gründe zum kriegeführen:
geld
öl
glauben
weltherrschaft
das wahre ziel ist wohl:
von den 6,x mrd. menschen nen großteil loszuwerden.
Vetinari
26.03.2003, 21:54
Laut Donald gestern , die Iraner sind schoen drin in Suden in kleine gruppen ... er sagt es ist "not helpful" :hihi
Basra liegt an der Iran grenze ... wenn der Republican Guard greifen die Shiite bewohner an und wir kommen nicht rein ... konnte glauben Iran kommt.
Welteke :hihi ... wieviele mal labbert er uber ein verkauf sein (virtual) Buba Gold :rolleyes: :hihi
Barrick , Placer , Newmont und Anglo kaufen der ganze teil und sagen danke schoen , unsere hedge books sehen viel besser aus :D
niemandweiss
26.03.2003, 21:56
Original erstellt von germanasti
niemand:
wie ist die url zu den ausführungen?
Mein Freund ANGLO von WO :kiss: (http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/threadpages.php?fid=22&tid=713053&offset=0&page=0&uid=127002&iid=157193c74722d38f48ae1648c74406d2) (click)
@banulo, Es tut mir leid, wenn ich deine zarte Seele belaste,
aber ich finde Bush und seine Junta einfach nur unverschämt. :cry
@Torsten1000, einen Massenmörder mit Bush zu vergleichen, ist auch ziemlich daneben!!! Ich finde auch nicht toll was da passiert, aber irgendwo müssen auch Grenzen gezogen werden. Bush, ist zwar ein Arsch, aber Saddam ein Teufel!!!
zombismo
26.03.2003, 21:58
Original erstellt von banulo
Germa
Hohe US-Verluste sind schon ein Traum.
B.
:ne :mad:
Freuen, wenn Soldaten sterben ?
das muß doch wirklich nicht sein!
Original erstellt von zombismo
:ne :mad:
Freuen, wenn Soldaten sterben ?
das muß doch wirklich nicht sein!
genauso wenig sollte man sich beim Tod von Iraker freuen
SCHWACHPUNKT NACHSCHUB
Die offene Flanke der US-Truppen
Von Michael Kröger
In großem Tempo stürmten amerikanische Verbände seit Kriegsbeginn Richtung Bagdad - vielleicht zu schnell. Die Versorgung der Truppen droht zum Knackpunkt der Offensive zu werden. Nach sechs Tagen Krieg werden die Zweifel an der Strategie des Pentagon immer lauter.
Washington - Der Einsatz verlangt beinahe übermenschliche Kräfte von den Fahrern. In Konvois mit bis zu 80 LKW quälen sie sich mit Tonnen von Treibstoff, Medikamenten, Trinkwasser und Nahrungsmitteln durch die Wüste. Mehr als 25 Stunden dauert es, bis die Karawane ihr Ziel erreicht hat - die Kriegsfront nahe der irakischen Stadt Nasirija.
Sei fünf Tagen schon stehen die 1000 Mann des ersten Versorgungsbatallions der Marineinfantristen unter Dauerstress. Von ihnen hängt ab, ob die Soldaten an der Front ausreichend Nahrung, Dieselkraftstoff und Munition bekommen. "Diese Arbeit steht zwar selten im Rampenlicht, aber sie kann kriegsentscheidend sein", sagt Major David Nathanson, der den Nachschub von Kuweit aus organisiert.
Wie entscheidend die Versorgung ihrer Kämpfer ist, wird offensichtlich auch den Verantwortlichen im Pentagon langsam klar. Erst am Mittwoch gab ein Militärsprecher bekannt, der Vormarsch der 3. Infantrie-Division der Armee und der 1. Einsatztruppe der Marineinfantrie verzögere sich etwas. Zunächst sollten verstärkt die Zentren des irakischen Widerstands in der Mitte und im Süden des Landes bekämpft werden, so die offizielle Erklärung.
Versorgungszentrale nach dem Vorbild von Fedreral Express
Altgediente US-Offiziere, die lieber nicht beim Namen genannt werden wollen, sehen die Versorgungsprobleme allerdings als den eigentlich entscheidenden Grund für die Drosselung des Marschtempos an. Sie kritisieren, dass der Sicherung der Versorgungswege bislang viel zu wenig Beachtung geschenkt worden sei.
Das Problem wird noch durch die Tatsache verschärft, dass entgegen der altbewährten Praxis bei diesem Feldzug auf die Errichtung von Nachschubbasen entlang der Aufmarschwege verzichtet wurde. Die gesamte Versorgung läuft über den in der Nähe von Kuweit gelegenen Stützpunkt Arifdschan.
Vor wenigen Monaten noch war Arifdschan ein kleines Lager mit ein paar Zelten, ohne fließendes Wasser oder Strom. Mittlerweile ist es zu einer eigenständigen Industriezone und zum Nervenzentrum des 377. Nachschubkommandos ausgebaut worden. Dank einer hochmodernen Logistik, die nach dem Vorbild des US-Kuriers Federal Express mit Strichcodes arbeitet, kann Nathanson den Standort jeder Munitionsbox, jedes Stiefelpaares und jeder Verpflegungskiste ermitteln. An langen Reihen von Computern verfolgen Soldaten, wie viel Treibstoff, Munition und Wasser die einzelnen Brigaden verbrauchen, und den erforderlichen Nachschub auf den Weg bringen.
Transport des Treibstoffs bereits die größten Sorgen
Doch auch mit der ausgefeiltesten Logistik lassen sich 300 Kilometer Wüstenpiste nicht wegdiskutieren. Dabei stellt der Kraftakt des Transports beinahe noch das geringste Problem dar. Für die Absicherung der Konvois stehen kaum Soldaten und Panzer zur Verfügung. Je länger die Fahrt, desto größer ist also das Risiko, sagt Generalmajor Claude Christianson, der das Kommando in Arifdschan innehat. Die riesigen Karawanen böten für die irakischen Soldaten ein leichtes Ziel. "Versuchen Sie einmal, einen 20.000-Liter-Tanklaster zu verfehlen".
Der Treibstoff macht dem Generalmajor die größten Sorgen. Die Transportpanzer, die die Infantristen nach Bagdad bringen sollen, verbrauchen den Sprit hektoliterweise. Und alle 50 bis 80 Kilometer lassen die Kommandanten nachtanken, weil sich nicht riskieren können, im Gefechtsfall mit leerem Tank liegenzubleiben. Noch gefräßiger und gleichzeitig gefährdeter sind die Apache-Kampfhubschrauber, die den Luftraum über den kämpfenden Truppen absichern.
Immerhin - zur Versorgung der Apache-Hubschrauber sind bereits einige "Tankstellen" in der Wüste eingerichtet worden, doch es sind viel zu wenige. Von einem Piloten wird erzählt, er sei in seiner Verzweiflung neben einem Tanklaster gelandet, um seine Vorräte aufzufüllen. Ein weiterer Pilot soll sogar die Mannschaft eines Transportpanzers um Treibstoff gebeten haben. Zum Betanken sein dann eine halbe Wasserflasche als Trichter benutzt worden.
Zu wenig Soldaten zur Absicherung des Rückraums
Nach Einschätzung der Offiziere im Pentagon gibt es für die schlanke Nachschubversorgung einen einleuchtenden Grund: Es fehlen schlicht die Soldaten und Zeit, um die nötigen Zwischencamps zu errichten und abzusichern. Vereinzelt wird die Kritik sogar noch grundsätzlicher. Wie die "New York Times" berichtet, werden inzwischen auch Zweifel laut, ob das Pentagon für einen Vormarsch im bisherigen Tempo überhaupt genügend Bodenkräfte im Irak zusammengezogen hat. Wolle man offene Flanken vermeiden, müssten mindestens zwei zusätzliche Divisionen aufmarschieren. Als kampfkräftige Divisionen kämen die vierte Infantrie- und die erste Kavallerie-Division in Frage.
Doch es dauere noch mindestens zwei Wochen, bis etwa die vierte Division durch den Suezkanal nach Kuweit transportiert sei. Die erste Kavallerie-Division benötige gar fünf Wochen, bis sie einsatzfähig sei.
Das Pentagon, so zitiert die "New York Times" die Offiziere, hätte die Soldaten bereits drei Wochen früher in Marsch setzen sollen, anstatt sich darauf zu verlassen, dass die türkische Regierung den Aufmarsch der Verbände für eine zweite Front im Norden erlauben würde.
Einige Militärs fordern denn auch, das Tempo des Vormarschs noch stärker zu drosseln und Soldaten von der Front zur Absicherung der Nachschubwege einzusetzen. Davon jedoch will Stanley McChrystal vom US-Generalstab nichts wissen. "Ich will nicht über die Planungen von General Franks spekulieren", sagte er gegenüber amerikanischen Journalisten. Aber ein Abzug von Frontsoldaten würde den Vormarsch entscheidend verzögern. "Wir könnten gezwungen sein, die Initiative aus der Hand zu geben".
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B. :hihi :hihi :hihi
3:50pm 03/26/03 IRAQ IN APPEAL TO UN SECURITY COUNCIL ABOUT WAR
3:49pm 03/26/03 IRAQ: WAR IS 'BARBARIC, COLONIAL, MILITARY OPPRESSION'
3:50pm 03/26/03 IRAQI AMBASSADOR: CALLS ON UN TO CONDEMN THE WAR
3:48pm 03/26/03 IRAQI AMBASSADOR TO UN: WAR AGAINST IRAQ AN INT'L CRIME
germanasti
26.03.2003, 22:02
Treasury haben unverändert geschlossen.
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=bkx&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=8910&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7056&mocktick=1
Banken -0,7%
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=sox&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=11520&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=853&mocktick=1
SOX -0,5%
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=djta&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=1644&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=5874&mocktick=1
Transporte unverändert
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=26099800&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=1645&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=7752&mocktick=1
Utilities -0,9%
Ein unspektakulärer Tag
germanasti
26.03.2003, 22:02
Indizies kommen in ner Stunden mit morgigem thread. :sss
zombismo
26.03.2003, 22:04
Original erstellt von Ibykus
genauso wenig sollte man sich beim Tod von Iraker freuen
Jo, sicherlich
mann sollte sich über gar keinen Tod über Menschen freuen !
germanasti
26.03.2003, 22:04
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=hui&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=16794&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=8776&mocktick=1
HUI +1,0%
Kommt morgen die Aufwärtsbombe? :D
Mich plagt immer mehr das Gefühl, an den Börsen wird ein 2. 11.09. vorbereitet
Torsten1000
26.03.2003, 22:05
Original erstellt von SirDax
@banulo :cry
@Torsten1000, einen Massenmörder mit Bush zu vergleichen, ist auch ziemlich daneben!!! Ich finde auch nicht toll was da passiert, aber irgendwo müssen auch Grenzen gezogen werden. Bush, ist zwar ein Arsch, aber Saddam ein Teufel!!!
Möchtest Du warten bis Bush zum Massenmörder wird? Er wird im Irak verlieren und dann wird er Atomwaffen einsetzen. So wie einer seiner Vörgänger in Japan.
Original erstellt von zombismo
Jo, sicherlich
mann sollte sich über gar keinen Tod über Menschen freuen !
einschließlich Bush und Hussein
germanasti
26.03.2003, 22:07
Bush wird im Irak nie und nimmer Atomwaffen einsetzen!
Für solch ein schwaches Land gibt es genügend andere Waffen
niemandweiss
26.03.2003, 22:08
IWF hält bei langem Krieg Weltrezession für möglich
Narichtenagentur (AFP)
IWF hält bei langem Krieg Weltrezession für möglich
Ein langer militärischer Konflikt in Irak könnte die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in eine Rezession stürzen. "Im Falle eines länger anhaltenden Krieges kann man eine weltwirtschaftliche Rezession nicht mehr ausschließen", sagte IWF-Chef Horst Köhler in der "Wirtschaftswoche". Risikofaktoren seien dabei ein hoher Ölpreis, der Einfluss auf die Konsumneigung der US-Verbraucher und "die Anfälligkeit einiger Schwellenländer mit hohem externen Finanzierungsbedarf". Eine große Depression wie Anfang der dreißiger Jahre wird es nach Köhlers Ansicht dagegen voraussichtlich nicht geben.
Ein schnelles Kriegsende könne dagegen aber auch "zu positiven Konjunkturüberraschungen führen", sagte Köhler weiter. Das Potenzial für einen Aufschwung der Weltwirtschaft sei vorhanden. Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren ihre Bilanzstrukturen verbessert, Investoren verfügten über Liquidität und suchten Anlagemöglichkeiten. Allerdings sei auch ein kurzer Krieg "eine zusätzliche Erschwernis für die Erholung der Weltwirtschaft".
Derzeit erwarte der IWF für die Weltwirtschaft ein Wachstum von drei Prozent im laufenden Jahr, sagte Köhler mit Blick auf die Frühjahrsprognose seiner Organisation, die Mitte April veröffentlicht werden soll. Voraussetzung sei ein kurzer Krieg und eine allmähliche Konjunkturstärkung im zweiten Halbjahr. Die Prognose für Europa habe der IWF senken müssen. Dabei drücke vor allem die deutsche Wirtschaft den Durchschnitt, sagte Köhler. "Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird 2003 wahrscheinlich sehr deutlich unter einem Prozent liegen." Von dieser Zahl geht derzeit die Bundesregierung aus.
Köhler warnte davor, in der Frage eines globalen Aufschwungs nur auf die USA zu blicken. "Die Erholung der Weltwirtschaft sollte nicht nur davon abhängen, dass es in den USA aufwärts geht. Europa und Japan können und müssen mehr tun, um aus eigener Kraft stärker zu wachsen." Vor allem die Europäer hätten "noch nicht annährend das Wachstums- und Beschäftigungspotenzial im Vergleich zu den USA ausgeschöpft."
Torsten1000
26.03.2003, 22:08
Im übrigen SirDax:
Wie viele Tote braucht es um zum Massenmörder zu werden. reicht die Zahl der getöteten Irakischen Zivilisten schon aus?
Meine Hoffnung ist eher die, dass der Irak für Bush ein derartiges Fiasko wird, dass er durch die Heimatfront abgedankt wird, und in wenigen Jahren vorm
Den Haager Tribinal landet mit seiner ganzen Bande.
Das ist alles.
B.
sonnenschein
26.03.2003, 22:09
Original erstellt von germanasti
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=hui&compidx=aaaaa%3A0&ma=3&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=16794&style=350&time=7&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=8776&mocktick=1
HUI +1,0%
Kommt morgen die Aufwärtsbombe? :D
Mich plagt immer mehr das Gefühl, an den Börsen wird ein 2. 11.09. vorbereitet
Germa
Genau das war ja das was ich meinte an Samstag :)
der kriegs fliegen heini auf ntv.
die iraker haben bisher keine strategie erkennen lassen = schlecht.
die amis haben ne strategie = gut.
:confused:
Torsten1000
26.03.2003, 22:10
Original erstellt von germanasti
Bush wird im Irak nie und nimmer Atomwaffen einsetzen!
Für solch ein schwaches Land gibt es genügend andere Waffen
Stimmt eigentlich. Aber dazu braucht es eine Armee die kämpfen kann. Unglaublich das die Amerikaner so dilletantisch vorgehen zur Zeit. Ich kann dahinter keine Strategie erkennen.
germanasti
26.03.2003, 22:11
sonne:
Was meinst du? :confused:
zombismo
26.03.2003, 22:12
Die Hälfte der Menschen ist immer unglücklich, weil sie das nicht bekommen kann, womit die andere Hälfte unglücklich ist.
;)
Original erstellt von paule2
Gehen wir mal davon aus, daß die Hälfte der Jungs in der Wüste ein Aktien-Depot hat.
http://www.mis.dresdner-bank.de/cgi-dremis/charts1?Za=i&Al=small&Rc=%2F%2EDJI&Titel=DJ%20INDU%20AVERAGE&Zt=1048711017&
Ran an den Speck! Hebt die Moral der Truppe!
;)
Glaub ich weniger, dass die unterbezahlten Teenies und Schulabbrecher aus von Arbeitslosigkeit umzingelten Familien schon Zeit hatten, sich für Wertpapiere zu interessieren...
Updated January 9, 2003
From a "Contracted Conscientious Objector"
I am currently a member of the United States Air Force. I joined the military two months out of high school because for me I saw no other options. My mother could not afford to send me to college and take care of my other two brothers, and I certainly wasn't going to be selling anyone's crack, that was never me, so off to the military I went. While I have been here however, my soul has been ripped, twisted and torn, because I am no patriot by far and I feel more for the starving masses across the globe than I do for fat cat American imperialists. Many may be asking "why don't youjust leave then?," but for anyone who has ever served in the United Statesmilitary, know that it is not that easy. I am contractually obligated toserve and my young unaware mind knows of no loopholes for a "contracted conscientious objector." Sympathy plea? No, not my style at all. Is just that I know for a fact that I am not the only person wearing this uniform who feels the way I do. I'm really hoping to give someone else the comfortof knowing that they are not alone. They are never alone.
http://www.notinourname.net/quotes
Original erstellt von Torsten1000
Stimmt eigentlich. Aber dazu braucht es eine Armee die kämpfen kann. Unglaublich das die Amerikaner so dilletantisch vorgehen zur Zeit. Ich kann dahinter keine Strategie erkennen.
amistrategie = gewinnen
kämpfen war nicht vorgesehen, in der strategie! :confused:
niemandweiss
26.03.2003, 22:13
DROOY minus 6 % ? :confused:
http://ichart.yahoo.com/b?s=drooy
ein witz :rolleyes:
Saddams Garde rückt gegen US-Truppen vor
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242153,00.html
:eek: :eek:
sonnenschein
26.03.2003, 22:14
germanasti
Das wird erst noch mal hochlaufen schau dir mal das OBV an da will keiner raus ganz im Gegenteil auch meine ich ( in der Zeit wo ich zusehen konnte) das im Dax eher
gesammelt wurde als abverkauft die letzten 10 Min. mal vergessen ......
germanasti
26.03.2003, 22:16
http://chart.bigcharts.com/bc3/intchart/frames/chart.asp?symb=drooy&compidx=aaaaa%3A0&ma=0&maval=50&uf=0&lf=1&lf2=8&lf3=0&type=4&size=3&state=11&sid=1675&style=350&time=12&freq=1&comp=NO%5FSYMBOL%5FCHOSEN&nosettings=1&rand=5387&mocktick=1
Bei DROYY ist man scharf aufs grosse Gap.
Der Chartverlauf ist aber ein Witz.
Hier kann man nicht mehr von Verkaufspanik sprechen, da bereits der komplette free -float leerverkauft ist!
Vetinari
26.03.2003, 22:17
DROOY kommt wieder nach diese gap ... diese mal zu schliessen ??
Jemand hat ein chart hier fruhe gepostet ... da siest du was im moment gespielt ist.
germanasti
26.03.2003, 22:17
sonne:
ich hatte den Goldchart gepostet? :confused:
niemandweiss
26.03.2003, 22:18
IRAKKRIEG: Sicherheitsrat beginnt öffentliche Debatte über Irakkrieg Mittwoch, 26.03.03, 21:47
NEW YORK (dpa-AFX) - Zum ersten Mal seit dem Beginn des Irakkrieges ist der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch zu einer öffentlichen Debatte über die US-Militärinvasion zusammen getreten. Das Treffen hatten die Gruppen der arabischen und der blockfreien Staaten verlangt. Sie repräsentieren zusammen 139 der 1991 UN-Mitgliedstaaten und treten mehrheitlich für die sofortige Beendigung des Krieges ein. Zunächst blieb unklar, ob arabische Staaten dem Weltsicherheitsrat eine entsprechende Resolution vorlegen würden./tb/DP/cs
Torsten1000
26.03.2003, 22:18
Sobald der Sandsturm aufhört sollten die Garden wieder in und um Bagdad sein. Ansonsten kommt die Luftwaffe der Amis. Aber das werden die schon selber wissen. ;)
Original erstellt von Vetinari
DROOY kommt wieder nach diese gap ... diese mal zu schliessen ??
Jemand hat ein chart hier fruhe gepostet ... da siest du was im moment gespielt ist.
wo liegt deine kauforder???
1,91?? :D
Original erstellt von optim3
der kriegs fliegen heini auf ntv.
die iraker haben bisher keine strategie erkennen lassen = schlecht.
die amis haben ne strategie = gut.
:confused:
es leben die Generäle a.D. :hihi
blödes Expertengesindel :gomad
niemandweiss
26.03.2003, 22:19
Original erstellt von Vetinari
DROOY kommt wieder nach diese gap ... diese mal zu schliessen ??
Jemand hat ein chart hier fruhe gepostet ... da siest du was im moment gespielt ist.
na super, danke ;)
http://ichart.yahoo.com/w?s=drooy
Original erstellt von Ibykus
es leben die Generäle a.D. :hihi
blödes Expertengesindel :gomad
der war ein deutscher general???? :eek:
gut daß die russen nicht angegriffen haben! :D
germanasti
26.03.2003, 22:20
26.03. 21:56
Terrorwarnung? Dow Jones - Up and Down
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de)
Den Dow Jones schüttelte es während dem Handel kräftig durcheinander. Zuerst verlor er 50 Punkte in 20 Minuten, dann holte er wieder 60 Punkte in 20 Minuten auf. Der Kursverlust wurde verursacht durch ein Gerücht, dass die Terrorwarnstufe "rot" ausgerufen werden solle. Das würde bedeuten, dass öffentliche Einrichtungen auf Grund einer "ernsten Gefahr" geschlossen werden würden.
Dann erkannten aber wohl doch einige Börsianer, dass ein derartiger Vorgang nicht zuerst an die Ohren der Anleger dringen würde und taten die Spekulationen als sehr weit hergeholt ab.
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Von wegen Spekulanten bei dem Future-Volumen! :hihi
sonnenschein
26.03.2003, 22:21
Germa
Ja aber ich meinte nicht das Gold :D
good night - good fight ;)
:zz
germanasti
26.03.2003, 22:27
Sonne:
Der Aktiendreck wird wohl nochmals steigen.
Viele Indikatoren deuten darauf hin & Monats- sowie Quartalsende ist auch nicht weit entfernt.
Doch wehe in diese Aufbruchsstimmung kommt ein Gau. :rolleyes:
sonnenschein
26.03.2003, 22:31
Germa
So lassen wir das stehen :)
Vetinari
26.03.2003, 22:31
Hier ... von Aktienbaer ... seit 2 , heute morgen ...
http://123homepage.hometown.aol.de/xxgerry/images/chart[4].gif
Alles hangt auf was bei diese $2.00 - $2.12 gap passiert. Ich warte , aber glaube DROOY ist uberverkauft im moment.
niemandweiss
26.03.2003, 22:31
Aktien können fallen oder steigen :cool:
Vetinari
26.03.2003, 22:33
Germa - vergess nicht fenster putzen ... ist auch quartals ende ;) ... sollte in volle gange morgen :D
Wo ist 4604 ... wenn war der Bradley trend wechsel ??
27.03.2003
Ausland
Rainer Rupp
Die Pläne und die Realität
Der aktuelle Kriegsverlauf im Irak aus der Sicht der russischen Aufklärung
* Angeblich geht »alles nach Plan«. Von den britischen und US- amerikanischen Rückschlägen erfährt man jedoch wenig. Am wenigsten von den sogenannten »eingebetteten« Journalisten der britisch-amerikanischen Propagandamedien, die mit den Truppen der Aggressoren vorgehen und deren Berichte zudem der Militärzensur unterliegen. In den Nachrichtensendern werden aus Mangel an echten Nachrichten die gleichen Beiträge wiederholt. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat eine Gruppe russischer Militärexperten mit Zugang zu Geheimdienstinformationen aus der russischen Fernaufklärung Einblick in aktuelle Nachrichten und Analysen zum Irak-Krieg gewährt. Darüber, ob dies mit stillschweigender Duldung oder aktiver Unterstützung der russischen Regierung geschieht, die so vor der internationalen Öffentlichkeit die amerikanischen Fehler und Verluste enthüllen will, darf spekuliert werden. Nachfolgend die Lage im Irak, wie sie sich aus russischer Sicht am 25.März 2003 (GMT plus 3 Stunden) darstellte:
Am Morgen des 25. März blieb die Lage an den irakischen Fronten ruhig. Beide Seiten bereiten sich aktiv auf weitere Zusammenstöße vor. Die vom Kampf erschöpfte 3. Motorisierte Infanteriedivision der Amerikaner wird derzeit mit frischen, aus Kuwait herangeführten Einheiten verstärkt. Die Truppen haben den Befehl, innerhalb von zwei Tagen die (bisher heiß umkämpfte) Stadt An-Nasiriya einzunehmen. Die Iraker haben ihre Kräfte durch etliche Artillerie-Bataillone und eine große Menge von panzerbrechenden Waffen verstärkt. Außerdem sind die Iraker dabei, die Zufahrtswege zu ihren Positionen zu verminen. Allerdings finden wegen des Sandsturms derzeit so gut wie keine Gefechte statt. Dem Wetterbericht zufolge wird sich der Sturm frühestens am Nachmittag legen. Aufgrund aufgefangener Funksprüche ist davon auszugehen, daß der Vormarsch der Koalitionstruppen nach dem Ende des Sturms in der Nacht vom 26. zum 27. März fortgesetzt wird. Das Kommando der Koalition glaubt, mit einem Nachtangriff das Überraschungselement auf seiner Seite zu haben und zugleich von ihrer Spezialausrüstung für den Nachtkampf zu profitieren.
In den letzten zehn Stunden hat es keine Berichte von Verlusten bei Gefechten geben. Dennoch gibt es Informationen über zwei durch Landminen zerstörte Kampffahrzeuge der Koalition. Drei US-Soldaten wurden dabei verwundet.
Der Stellungskrieg bei Basra geht weiter. Die Kräfte der Koalition in diesem Gebiet reichen deutlich nicht aus, den Angriff fortzuführen, und der Hauptteil der Angriffe wird von Luftwaffe und Artillerie vorgetragen. Die Stadt steht unter ständigem Beschuß, aber bisher wurde die Kampfbereitschaft der irakischen Einheiten dadurch so gut wie nicht beeinträchtigt. So hat z.B. letzte Nacht ein mit Panzern verstärktes irakisches Bataillon in der Nähe des Flughafens von Basra die Positionen der Koalition umgangen und die Koalitionstruppen von der Flanke angegriffen. Im Ergebnis dieses Angriffs wurden die US-Truppen um 1,5 bis zwei Kilometer zurückgeworfen, wodurch der Flughafen und die umliegenden Gebäude wieder in die Hände der Iraker fielen. Zwei (amerikanische) Schützenpanzer und ein Panzer wurden dabei zerstört. Der Funkaufklärung zufolge wurden dabei auch mindestens zwei US-Soldaten getötet und mindestens sechs verletzt.
Der Koalition ist es immer noch nicht gelungen, das kleine Städtchen Umm Kasr komplett einzunehmen. Gestern nacht (24. März) kontrollierten Einheiten der Koalition lediglich die strategisch wichtigen Straßen durch das Städtchen, aber in den Wohnvierteln dauerten heftige Kämpfe an. Mindestens zwei britische Soldaten wurden in den letzten 24 Stunden in Umm Kasr von Scharfschützen getötet.
Das Kommando der Koalition ist wegen der zunehmenden Widerstandsbewegung hinter den vorrückenden eigenen Truppen außerordentlich besorgt. Bei einer Beratung des Kommandeure der Koalition wurde berichtet, daß bis zu 20 irakische Aufklärungseinheiten hinter den Linien der Koalition aktiv sind. Die Iraker greifen leicht bewaffnete Versorgungseinheiten an, legen Landminen und erfüllen Aufklärungsfunktionen. Außerdem befinden sich auch in den eingenommenen irakischen Dörfern bewaffnete Widerstandskämpfer, die für das irakische Oberkommando Feindaufklärung betreiben und (mit ihren Kenntnissen der Lokalität) Angriffe gegen Koalitionstruppen organisieren.
Während der letzten 24 Stunden hat die Koalition auf diese Weise mindesten 30 Ketten- und Panzerfahrzeuge verloren. Sieben Koalitionssoldaten werden vermißt, drei wurden getötet und zehn verwundet.
Der Koalitionskommandeur General Tommy Franks hat den Befehl gegeben, das Hinterland der Koalitionskräfte so schnell wie möglich von allen irakischen Truppen und Partisanen zu säubern. Dafür ist die britische Seite verantwortlich. Eine Einheit des 22. SAS-Regiments (Special Air Service – UK-Eliteeinheit), unterstützt von der 1., 5. und 10. US-Special Operations Group, ist mit dieser Aufgabe betraut. Jede Gruppe hat bis zu zwölf Einheiten von je zwölf bis 15 Soldaten. In allen Einheiten befinden sich einige asiatisch- oder arabischstämmige Amerikaner. Außerdem verfügen die Gruppen über (irakische) Führer bzw. Übersetzer aus dem Pool der irakischen Kollaborateure, die in Spezialzentren in der Tschechischen Republik und in Großbritannien für diese Aufgabe ausgebildet worden sind.
Der Sandsturm hat sich jedoch als Hauptfeind für die amerikanische Ausrüstung gezeigt. Allein bei der 3. Infanteriedivision sind über 100 Fahrzeuge liegengeblieben, was die Kommandeure sehr beunruhigt. Die Reparaturmannschaften arbeiten rund um die Uhr. Ohnehin sind die M1-A2 Abrams- Panzer nicht für die Zuverlässigkeit ihrer Motoren bekannt. Aber die Vielzahl der liegengebliebenen Panzer ist zu einem echten Problem für die Panzerbesatzungen geworden.
Im Norden sind alle Versuche der US-Luftlandetruppen gescheitert, die Stadt Kirkuk einzunehmen. Die Amerikaner hatten auf die Unterstützung der Kurden gezählt, aber die haben sich inzwischen geweigert, beim Angriff eine direkte Rolle zu spielen und statt dessen von den Amerikanern Garantien zur Verhinderung einer türkischen Invasion verlangt. Ihrerseits vermeiden die Türken, irgendein Versprechen abzugeben. Zudem wird die Lage bei Kirkuk für die Amerikaner durch den Mangel an schweren Waffen erschwert. Luftunterstützung allein ist eindeutig nicht ausreichend. Alles deutet darauf hin, daß die USA nicht dazu in der Lage sind, in diesem Gebiet eine schlagkräftige Kampftruppe aufzustellen.
Der Satellitenaufklärung zufolge scheint es, als ob es den Irakern gelungen ist, den (hochmodernen) Apache Longbow US-Kampfhubschrauber vom 11. Aviation Regiment zu bergen, der ihnen (samt Bewaffnung) unbeschadet in die Hände gefallen ist. Auch ein US-Bombenangriff (zur Zerstörung des Hubschraubers) war scheinbar vergeblich. Die herumliegenden Teile deuten darauf hin, daß die US-Bomben lediglich eine von den Irakern schnell gezimmerte Attrappe getroffen haben. Auch die Bombardierung Bagdads hat bisher nicht die gewünschten Resultate gebracht. Alle vor dem Krieg festgelegten Ziele sind zwischen drei- bis siebenmal getroffen worden, aber das hatte so gut wie keinen Einfluß auf die Kampfbereitschaft der irakischen Armee.
germanasti
26.03.2003, 22:41
Morgiges Thread ist zum lesen da :)
@banulo
die amis werden wohl wieder kanonenöfen angreifen.
geile hitzestrahlung aber 0 kampfkraft! :hihi
ntv meint man soll europ aktien kaufen.
da kommt wohl noch ein shortangriff der xx ! :D
sobald einer hört was ntv auf sell stellt, bitte mir in die box legen.
N 8 :sss
Original erstellt von germanasti
Bush wird im Irak nie und nimmer Atomwaffen einsetzen!
Für solch ein schwaches Land gibt es genügend andere Waffen
Beim "Nuken" ginge es wohl auch nicht um den Irak, sondern eher darum den Rest der Welt einzuschüchtern. Würde denn irgendwer die USA retour nuken, wenn das ganze nur innerhalb einer "verständlichen Erregung" passieren täte, wie etwa nach einer Art zweitem WTC-Attentat?
Ich kann mir schwer vorstellen, dass man sich nur für den Irak nun gemächlich einen Zeitraum von mehreren Monaten gönnt, wo man nach Afghanistan auch noch Syrien, Saudi-Arabien und den Iran abhaken will.
Gäbe doch nur noch mehr Demos und noch mehr Druck gegen den Clan der Bushmänner.
Nicht vergessen - die paar Lobbies haben immerhin 190 Mio. Dollar gezahlt, damit man diesen hirnlosesten aller Neandertaler ins Amt hieven kann. Dieses Investment will baldigst retour verdient sein. Zur Wiederwahl bleiben nur noch wenige Monate.
Es muss nun was vorangehen, egal wie, egal was.
Es sieht doch eher danach aus, dass im gesamten Plan schon zuviel Zeit verloren wurde. Es war allein vom Aufmarsch her alles schon für Neujahr getimed. Die sind nun glatte zwei Monate hinten nach.
Es gab auch 90 diesen Zeitdruck für den Jännertermin, u.zw. schon damals wegen der unguten Sandstürme und des Klimas nach Feber.
Man hat es zuwenig schlau eingefädelt. Denn es hätte unter anderen Umständen durchaus mehr Alliierte geben können, um das Öl bequemer kolonialisieren zu können. Ich schätze, sie haben sich hauptsächlich aus Gründen der Gier nicht auf eine ehrliche Verteilung der Beute einigen können.
Es ist dabei aber noch immer nicht das letzte Wort gesprochen. Wenn eine Türkei angegriffen werden würde, träte der NATO-Bündnisfall automatisch in Kraft.
Egal, was Chirac oder Schröder uns versprochen haben mögen.
Kommt aufs gleiche raus, ist aber viel billiger als den pokernden Türken die zu lang verhandelten 35 Mrd. Dollar in den Rachen zu werfen. Denn 26 waren zuwenig.
Die Argumentationslinien für die Öffentlichkeit waren ausserdem weniger und weniger einleuchtend, je länger es sich dahinzog.
Speziell, wenn diese noch dazu in durchschaubarster Weise von einer Bande geldgieriger Dummköpfe aus der Öl- und Rüstungsindustrie vorgetragen werden.
Wer eigentlich nur einen Grund für sein Handeln kennt, der muss entweder ehrlich sein oder tausend falsche Gründe liefern, um so seinen echten und einzigen zu verschweigen. - Und das fällt immer ungut auf.
Geplant ist sicher einiges an Üblem von dem noch keiner weiss. Und die Zeit drängt.
germanasti
26.03.2003, 23:34
schlaft gut :)
nasdaq10.000
27.03.2003, 00:48
USA
Imperium oeconomicum
Die Vereinigten Staaten sind die wirtschaftliche Supermacht. Der Irak-Krieg könnte das ändern. Denn Amerika braucht den Rest der Welt – die Zuwanderer, die Finanziers und die Käufer
Von Thomas Fischermann
In Mount Pleasant, Texas, gibt es noch hausgemachten Apfelkuchen. Große Paraden zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli. Und einen unerschütterlichen Glauben an das Vaterland. Die Fernseher in dem 12000-Seelen-Städtchen zwei Autostunden östlich von Dallas laufen jetzt Tag und Nacht. Frische Nachrichten vom Krieg kommen rund um die Uhr.
Mount Pleasant ist das, was die Amerikaner Middle America nennen – ein gottesfürchtiger und patriotischer Flecken in der Provinz. Wie viele ärmere Gemeinden im ländlichen Texas stellt die Kleinstadt zahlreiche junge Männer als Soldaten. In Mount Pleasant hat fast jeder einmal gekämpft, ob im Zweiten Weltkrieg, in Korea oder am Golf. „Wir haben jeden beschützt, jeder Nation geholfen“, sagt Gene Hinson, der örtliche Apotheker. Und fügt hinzu, was Middle America in diesen Tagen so denkt: „Jetzt kehren uns viele Länder den Rücken zu. Da kann man nur hoffen, dass ihnen nie mehr ein Steuergroschen Entwicklungshilfe gezahlt wird.“
Die Stimmung ist eindeutig: Amerika will der Welt zeigen, wo es langgeht – ob mit militärischem oder wirtschaftlichem Druck. Dass das wirkt, denkt auch der eine oder andere Intellektuelle des Landes. Eine ganze Menge Geschäftsleute und Diplomaten aus Frankreich, berichtete am Wochenende der New York Times-Kolumnist Thomas L. Friedman mit spürbarer Befriedigung, meinten nun, dass der französische Präsident und sein Außenminister in ihrer Ablehnung des Krieges im Irak „zu weit gegangen sind“ – ganz einfach deshalb, weil die Franzosen „stark vom Handel mit und den Investitionen aus den USA abhängen“.
Ein voreiliger Triumph? Der Waffengang am Golf ist gerade erst in seine heiße Phase gegangen, und am Wochenanfang gab es für die alliierten Truppen nicht nur gute Nachrichten. Dennoch: Die militärische Übermacht der Vereinigten Staaten gilt – den Amerikanern jedenfalls – als so klar, dass die Börsennotierungen schon vor dem ersten Schusswechsel in die Höhe schnellten. Dass die Aktienkurse auch wieder sanken, ist für Amerikas Patrioten dabei nur ein vorübergehendes Phänomen. Wie soll ein Krieg wohl ausgehen, in dem der Angreifer die Hälfte aller Weltrüstungsausgaben tätigt?
Die US-Volkswirtschaft jedenfalls wird die militärische Muskelschau am Golf kaum belasten. Die Vereinigten Staaten können sich Kriege leisten. Das aberwitzige Rüstungsbudget von knapp 400 Milliarden Dollar macht gerade mal dreieinhalb Prozent des amerikanischen Sozialproduktes aus, und selbst das Bombardement von Bagdad schlägt nach den jüngsten Schätzungen aus dem Weißen Haus mit „nur“ 70 bis 80 Milliarden Dollar zu Buche. Das ist wenig im Vergleich zur Wirtschaftskraft der USA.
Amerika ist ein wirtschaftlicher Koloss. Mit fünf Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaften die Vereinigten Staaten fast ein Drittel des Weltsozialprodukts. Die Mehrheit der 100 größten Unternehmen der Erde hat ihren Hauptsitz in Amerika, die mächtigsten Investmentbanken der Welt sind an der Wall Street zu Hause. Keine andere Nation liefert mehr Filme, Fernsehen und Musik, nirgendwo sonst wird Jahr für Jahr eine größere Zahl neuer Patente angemeldet. Der Dollar ist nach wie vor die internationale Leitwährung, Amerikaner kontrollieren die Schaltzentralen des Internet und bilden die Topmanager der Welt aus. Betrachtet man die Statistiken, kann sich unter den großen Industrienationen kein anderes Land mit den Vereinigten Staaten messen. Ob beim Wachstum, bei der Produktivitätsentwicklung oder der Mobilisierung von Arbeitskräften – überall sind Amerikas Zahlen die besten. :D
Auf den ersten Blick jedenfalls. Zwischen all den Kriegsberichten geht fast unter, dass sich das Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr um 28 Prozent vergrößert hat – auf rund eine halbe Billion Dollar. Wieder einmal führten die Amerikaner mehr Waren und Dienstleistungen ein, als sie exportierten, und wieder einmal taten sie das auf Pump, im Gegenzug für Anleihen, Investitionen und Aktien. Die Welt leiht Amerika Geld. Das ist einerseits ein Vertrauensbeweis, andererseits aber auch eine Zeitbombe, falls es sich die Welt irgendwann anders überlegt. So passierte es in den achtziger Jahren während der Ära Reagan, als der Dollarkurs stark schwankte und 1987 die Börsen krachten. Weltweite Finanztumulte waren die Folge. Heute haben „die internationalen Anleger weniger Kapital zur Verfügung, und sie sind ohnehin schon kräftig in amerikanische Werte investiert“, warnt Catherine Mann vom Institute for International Economics (IIE). „Die Finanzierungsprobleme für das explodierende Defizit wachsen rapide“, mahnt die Investmentbank Goldman Sachs.
Um sein Wachstum weiter zu finanzieren, ist Amerika auf Gedeih und Verderb auf den Goodwill der Anleger aus dem Ausland angewiesen. Der aber hängt nicht allein von schierer wirtschaftlicher Größe oder militärischer Macht ab. Dass die Vereinigten Staaten die ökonomische und politische Nummer eins der Welt sind, ist unbestritten. Dass sie es bleiben, nicht. Noch Anfang der neunziger Jahre war vom „decline“ Amerikas die Rede, von der Furcht vor einem relativen Abstieg. In den Augen der Kritiker fiel das Imperium schon damals zurück.
Gewarnt wurde vor etlichen Rissen im amerikanischen System. Der Princeton-Ökonom Paul Krugman etwa prangerte in seinem Bestseller The Age of Diminished Expectations die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich im Lande an und prognostizierte, dass immer größere Teile der Bevölkerung keine Chance haben würden, sich ihren „amerikanischen Traum“ zu erfüllen, sondern in einem Kreislauf aus Armut und Niedriglohnjobs stecken blieben – und tatsächlich wächst bis heute der Abstand zwischen wohlhabenden und verarmten Amerikanern. Kulturkritiker wie Robert Putnam (Bowling Alone) sahen die ganze amerikanische Gesellschaft auseinander driften. Andere Experten warnten angesichts eines in Teilen maroden Bildungssystems vor den Gefahren für die amerikanische Wissensgesellschaft. Heute haben 40 Millionen US-Bürger keine Krankenversicherung, verdienen die Chefs im Durchschnitt 400-mal mehr als ihre Angestellten und Arbeiter.
Dennoch sind die Debatten weitgehend verstummt. Zunächst machte ihnen der unerwartete Börsen- und Wirtschaftsboom der späten neunziger Jahre den Garaus, dann der aufwallende Patriotismus nach den Terroranschlägen des 11. September 2001. Und jetzt?
Zwar spiegelte schon die euphorische Reaktion der Börse zum Kriegsbeginn wider, was in diesen Tagen viele Ökonomen und Wall-Street-Auguren glauben: dass Amerika stark bleibt. Dass es „geopolitische Unsicherheiten“ waren, die zuletzt den Aufschwung verzögert haben, wie Notenbankchef Alan Greenspan sagte. Dass also ein schneller Sieg im Krieg den Markt und das Wachstum endlich wieder aus ihren Fesseln befreien wird. „Die USA stehen vor einem Wirtschaftsboom“, erwartet der amerikanische Ökonom Fred Bergsten. Es sei „gut möglich, dass die US-Wirtschaft in der zweiten Hälfte dieses Jahres um vier bis fünf Prozent wächst“.
Andere sind da weniger überzeugt: Er sei immer noch „entschieden zurückhaltend“ in Sachen Wirtschaftswachstum, sagt Morgan-Stanley-Chefökonom Stephen Roach. Das Economic Policy Institute in Washington prognostiziert auf absehbare Zeit bestenfalls jobless growth, also mäßiges Wachstum ohne zusätzliche Arbeitsplätze. Die Meldungen von Massenentlassungen und Betriebsschließungen reißen nicht ab, eine Reihe von Fluggesellschaften könnten in den kommenden Monaten Konkurs anmelden, die verschuldeten und um ihren Arbeitsplatz bangenden amerikanischen Konsumenten halten sich bei ihren Einkäufen neuerdings zurück. Ob es also in kurzer Frist zu einer Erholung der für die Welt so wichtigen US-Wirtschafskraft kommt, ist keine ausgemachte Sache.
Ohne einen nachhaltigen Aufschwung aber werden auch die strukturellen Probleme der USA wieder stärker zutage treten. Schon jetzt machen sich kritische Ökonomen Sorgen, dass etwa all jene ehemaligen Sozialhilfe-Empfänger, die während des Booms der Neunziger einen Job fanden, nun wieder in die Armut zurückfallen. Geld für neue Sozialprogramme allerdings fehlt – was auch daran liegt, dass der wichtigste Mann im Staat über seine Prioritäten längst entschieden hat. George W. Bush will in der kommenden zehn Jahre insgesamt 1,8 Billionen Dollar neuer Schulden aufnehmen, die ins Militär und in radikale Steuersenkungsprogramme fließen sollen. Zurückzahlen kann Bush diese Schulden nur, wenn Amerika bald wieder Wachstum nach dem Vorbild der neunziger Jahre liefert. Eine gewagte Wette.
Finanzieren muss er sie vorher. Dabei könnte der militärische Konflikt am Golf sogar hilfreich sein – sobald Siegesbilder aus Bagdad über die Bildschirme der Welt flackern. „Amerika bekommt all dieses ausländische Kapital, weil die Leute denken: Die USA sind so mächtig, sie sind geopolitisch sicher“, sagt Edward D. Luttwak vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington. Doch lässt sich die militärische Übermacht wirklich so einfach in die Welt der Wirtschaft übersetzen?
„Die wirtschaftliche Sphäre funktioniert anders als die militärische und geopolitische“, meint Joseph Nye, Dean der Kennedy School of Government in Harvard und Autor des Buches The Paradox of American Power. In der Wirtschaft, so Nye, „bestehen viele Abhängigkeiten, es gibt eher ein Kräftegleichgewicht zwischen den Blöcken“. Im Klartext: Amerika ist auf den Rest der Welt angewiesen – auch wenn es das nicht so gern wahrhaben will.
Große Teile der amerikanischen Exportwirtschaft – die immerhin zehn Prozent zum Bruttosozialprodukt des Landes beiträgt und Millionen Arbeitsplätze sichert – brauchen freundlich gesinnte Konsumenten in aller Welt. Globale Marken wie Coca-Cola und Nike könnten leiden, wenn Verbraucher in Asien, Lateinamerika oder Europa die Vereinigten Staaten für ein aufdringliches und selbstherrliches Imperium hielten. Sie sind es schließlich, die amerikanischen Lebensstil und amerikanische Coolness in die Wohnzimmer und Küchen der Welt transportieren – genauso wie die Musik- und Filmstudios Amerikas.
Zu den Geheimnissen des amerikanische Wirtschaftserfolges gehört bislang auch die anhaltende Attraktivität als Einwanderungsland. Junge Familien mit frischer Arbeitskraft und potenziell vielen Kindern, die auf der Suche nach dem amerikanischen Traum in die USA kommen, sorgen für eine „jüngere, gemischtere und im Schnitt dynamischere“ Gesellschaft, wie der britische Economist einmal urteilte. Hält dieser Trend an, wird diese Gesellschaft Mitte des Jahrhunderts 15 Jahre jünger sein als die Bevölkerung Europas – das dann zu Recht old Europe hieße und dessen Volkswirtschaften unter der Rentenlast ächzen werden.:D Nur: Kommen die Einwanderer auch dann noch, wenn die USA ihr gutes Image in aller Welt verlieren und sich zunehmend abschotten?
Schon jetzt werden Immigranten aus islamischen Nationen bespitzelt und teilweise aus dem Land vertrieben. Sogar ausländische Studenten haben es immer schwerer. „Ich gehe davon aus, dass der Antragsweg künftig länger wird, vielleicht dreimal so lang“, fürchtet Allan Goodman, Präsident des Institute of International Education, das die begehrten Fulbright-Stipendien vergibt.
Und noch in einem weiteren Bereich könnte der amerikanischen Wirtschaft Übles drohen, wenn im Krieg und danach allzu viel Goodwill verloren ginge: Auch amerikanische Unternehmen sind in aller Welt auf die Kooperation mit den Behörden angewiesen. Konzerne, die fusionieren wollen, müssen sich dafür die Genehmigung europäischer Behörden holen; der Softwareproduzent Microsoft muss seine Wettbewerbspraktiken auch vor der EU-Kommission und Gerichten in aller Welt rechtfertigen. Amerikanische Fluggesellschaften brauchen Landeerlaubnis, amerikanische Film- und Fernsehmacher verdienen ohne internationale Copyright-Gesetze weniger Geld, und ohne Zulassungen in fernen Ländern bleiben amerikanische Landwirte auf ihren gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln sitzen. „Die Welt in Freunde und Feinde aufzuteilen würde ökonomisch teuer ausfallen“, glaubt Jeff Madrick, ein New Yorker Ökonom. Hier – eher als bei explodierenden Kriegskosten oder in einer unsicheren Versorgung mit Öl – liegen langfristig die größten Gefahren für die Vereinigten Staaten.
Das ist auch in den USA eigentlich keine neue Erkenntnis. Viele Regeln der internationalen Wirtschaft sind in den vergangenen Jahrzehnten unter starkem US-Einfluss entstanden. Die Welthandelsorganisation (WTO) zum Beispiel ist letztlich eine Erfindung der Amerikaner – und die kommende WTO-Verhandlungsrunde für eine weitere Liberalisierung des weltweiten Güter- und Dienstleistungsverkehrs könnte zu einem großen Test werden. Der transatlantische Streit um Agrarsubventionen etwa sei schon jetzt „eine tickende Zeitbombe“, meint Jagdish Bhagwati, Handelsökonom an der Columbia University – und ist ein möglicherweise auf Dauer gefährlicherer Konfliktpunkt als die anhaltende Auseinandersetzung um den Irak und den Krieg.
Die Preisfrage dabei ist, wie weit die Regierung des Kriegspräsidenten Bush ihre amerikazentrische Sicht der Dinge auch in der wirtschaftlichen Sphäre durchsetzen will. „Jeder weiß: Es gibt laute Stimmen in den USA, die internationale Institutionen ablehnen, und viele davon sind Bush sehr nahe“, glaubt Lester Thurow vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Längst schon gehört es zur offiziellen Strategie des US-Handelsrepräsentanten Robert Zoellick, außerhalb der WTO bilaterale Handelsverträge ganz nach dem Gusto der Vereinigten Staaten abzuschließen. Dass manche Entwicklungsländer mit Drohungen über den Entzug von Hilfe auf die eigene Seite gezogen werden sollen, war nicht nur Teil des diplomatischen Schauspiels vor Kriegsbeginn im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Es gehört auch zum amerikanischen Geschäftsgebaren im Ringen um handelspolitische Verbündete.
Ob diese Strategie auch nach dem Ende des Irak-Kriegs fortgesetzt – und vielleicht noch verstärkt – wird, hängt ganz davon ab, wie dieser Krieg zu Ende geht und wann.
Triumphiert Amerika schnell und eindeutig, könnte das „eine generelle Aura schaffen, nach dem Motto ,Die USA sind stark genug, um es allein zu schaffen‘“, sagt Nye. Dauert es länger, werden die Verluste größer, schwächelt die Wirtschaft weiter und bleibt der Aufschwung aus, werden auch in Amerika jene Stimmen lauter, die Krieg nicht nur für das falsche Mittel der Politik gehalten haben. Es werden sich auch jene melden, die ihre Finger auf die Wunden der amerikanischen Gesellschaft und der amerikanischen Wirtschaft legen.
Gut möglich, dass man dann auch in Mount Pleasant nicht mehr nur über die Krieger redet, die der Ort hervorgebracht hat. Sondern auch über seine Arbeitslosen und seine Armen.
(c) DIE ZEIT 27.03.2003 Nr.14, http://www.zeit.de/2003/14/Super_USA
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