Vollständige Version anzeigen : "Unart of Living" Just for Chance
niemandweiss
05.04.2003, 14:14
mal etwas anderes, aber nichts Fremdartiges :rolleyes:
http://www.online-sucht.de/pages/content.htm
" Eines Tages wird er noch seinen Computer mit in´s Bett nehmen! "
" Kauf Dir Aktien :cool: von der Telekom, dann bist Du selbst Dein bester Kunde! "
..Irgendwann konnte ich diese Sprüche von meiner Lebensgefährtin nicht mehr
hören, aber hatte Sie nicht auch recht?? Ich begann mich über mein Problem zu informieren und landete auf dieser Homepage...
Das Team von ONLINE-SUCHT.DE will:
1. über die Online-Sucht bzw. Internet-Sucht informieren
2. ein Treffpunkt für Betroffene und deren Angehörige sein
3. zur Diskussion anregen
4. Lösungsmöglichkeiten für Probleme aufzeigen
5. das Internet nicht verteufeln, da es wirklich nützlich ist !
niemandweiss
05.04.2003, 14:17
Nikotinsucht DURCH SUCHT IN DIE KRISE ODER DURCH KRISEN IN DIE SUCHT?
Du kannst Dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen.
WIE ES ZUR SUCHT KOMMT
Auch mit unserer „Wohlstandsinsel“ ist nicht alles zum Besten bestellt, und die meisten Menschen sind auf der Flucht vor sich selbst. Anstatt uns am Leben zu erfreuen und seine Chancen zu nutzen, suchen wir oberflächliche Vergnügen und „Zeitvertreib“. Dabei ist Zeit, obwohl sie in Wirklichkeit nicht existiert, das Wertvollste, was wir haben, denn Zeit ist Leben, und ungenutzte Zeit ist vertanes Leben. Die alten Griechen sagten: „Da haben die Götter den Menschen ein glückliches Leben geschenkt, aber die Menschen wissen das nicht!“
weiter hier http://juergen-eckel.de/durch_sucht_in_die_krise.htm
DIE VIELEN GESICHTER DER SUCHT
Konsumsucht
Streitsucht
Genußsucht
Unterhaltungssucht
Magersucht
Habsucht
Spielsucht
Eßsucht
Fernsehsucht
Arbeitssucht
Vergnügungssucht
Sexsucht
Tobsucht
Protzsucht
Putzsucht
Machersucht
Herrschsucht
Eifersucht
Profitsucht
Sehnsucht
Sauberkeitssucht
Bausucht
Trimm-Dich-Sucht
Erfolgssucht
Ich-Sucht
Ich-weiß-es-besser-Sucht
Verehrungssucht
Leidenssucht
Gefahrsucht
Ich-muß-alles-haben-Sucht
Mich-liebt-keiner-Sucht
Beweissucht
Ich-kann-das-allein-Sucht
Denksucht
Rachsucht
Bekehrungssucht
Rekordsucht
Schlafsucht
Profilierungssucht
Argumentiersucht
Leistungssucht
Erlebnissucht
Ich-bin-der-Größte-Sucht
Schlankheitssucht
Ich-opfere-mich-Sucht
Bewertungssucht
Ich-muß-jeden-überholen-Sucht
Ohne-mich-geht’s-nicht-Sucht
Ich-will-doch-nur-Dein-Bestes-Sucht
Diensucht
Ich-bin-so-bescheiden-Sucht
Lesesucht
Katastrophensucht
DIE SUCHT IN ZAHLEN:
6,2 Millionen Nikotinsüchtige
2,3 Millionen Alkoholkranke
1,2 Millionen Medikamentenabhängige
400 000 Drogenkonsumenten
100 000 Drogenabhängige
150 000 Spielsüchtige
500 000 Eßsüchtige
50 000 Magersüchtige
und etwa 1 Million Arbeits-, Beziehungs-, Sexualitäts-, Sport- oder sonstwie
Süchtige.
Danke niemandweiss und german für die interessanten links. :)
Jetzt hab ich mal im anderen thread weitergeschrieben :rolleyes:
niemandweiss
15.04.2003, 19:46
Reif für die Insel
Ihnen kann auch eine Jahresend-Rallye an den Börsen nicht helfen: Spekulationssüchtige. Das neue Krankheitsbild beschäftigt nun auch Therapeuten
von Roland Mischke
Sie „scharren mit den Füßen“, sobald der Dax nach oben zuckt. Sagt die TV-Sprecherin: „Bei einem Sprung über die 3300er-Marke könnte sich Dynamik einstellen“, geraten sie in eine Phase starker Unruhe. Und wenn sie über ein börsennotiertes Unternehmen hören: „Nach dieser Transaktion dürften noch über elf Milliarden Euro mit Netto-Cash vorhanden sein“, spüren sie ihr Herz heftig klopfen und Schweiß ausbrechen. Das kann bis hin zu einer Beeinträchtigung der Herz-Kreislauf-Frequenz gehen.
„Typische Spekulationssüchtige“, sagt Joachim Otto (53), Leiter der Evangelischen Suchtberatung des Diakonischen Werks in Frankfurt. „Die reale Welt kann er sofort hinter sich lassen, wenn er wie fremdgesteuert in eine andere Welt eintritt. Einige meiner Klienten können sehr plastisch schildern, was beim Spekulieren mit ihnen geschieht: Sie fühlen sich beim Schmieden ihrer Strategien wie Feldherrn vor der großen Schlacht, haben Macht und erlangen individuelle Freiheit in einem unerhörten Maß. Das ist der Kick!“
Der erste deutsche Therapeut, der sich der Spekulationssüchtigen annimmt, ist geradezu prädestiniert dafür: Otto ist gelernter Bankkaufmann und hatte Anfang der siebziger Jahre selbst an der Börse gearbeitet. „Damals war das noch eine geruhsame Sache.“ Gemächlich Aktien kaufen, essen gehen, in der Bank die Kurse an die Tafel stecken. Nachmittags den Schriftverkehr erledigen, Beratungsgespräche führen. „Das war eine Angelegenheit unter Gentlemen, höflich, gediegen, stilvoll.“
Der Börsenboom hat alles verändert. „Wenn es um viel Geld geht, zieht das Menschen mit Suchtpotenzial an wie Motten das Licht.“ Je höher die Summe, desto größer die Anerkennung durch Kollegen, Freunde, Partner. „Wer mit Millionenbeträgen handeln konnte, ist besonders gefährdet.“ Jede Million hat ihre Magie. Jetzt, wo das Geschäft mühsam geworden ist und „der lustvoll-euphorische Reiz auf schnellen Gewinn wegfällt, zeigt sich das nackte Suchtverhalten. Der Rausch ist das Ziel“, aber der Weg dahin ist sehr, sehr lang geworden. Das löst erhebliche Frustrationen aus, „wie bei Medikamentenabhängigen, die man gewaltsam auf Entzug gesetzt hat und die nach einiger Zeit alles tun, um an Tabletten zu kommen“.
So wie einige seiner Klienten, die Joachim Otto vor allem seit diesem Jahr in seinem Büro am grünen Glastisch mit den Ledersesseln vor einer holzgetäfelten Wand zu Gesprächsserien von fünf bis acht Sitzungen empfängt. Broker, Anlageberater, Analysten, Abteilungsleiter und Zweigstellenleiter bei Banken. Auch vermögende Privatleute, die als Glücksritter, gepuffert mit aberwitzig hohen Krediten ihrer Banken, ins Aktiengeschäft eingestiegen sind, „weil sie das Gefühl gehabt hätten, sie verpassten sonst die Chance ihres Lebens“. Nun sind sie hoch verschuldet, „kaum unter 300 000 Euro, mitunter auch mit zwei, drei Millionen“.
Die meisten kommen nicht freiwillig, der Leidensdruck in den Familien ist enorm, so dass Partnerinnen und Kinder massiv Druck machen. Manche haben hinter dem Rücken ihrer Frau das gemeinsam erwirtschaftete Vermögen geplündert, das Haus mit Hypotheken belastet, die Zukunftsvorsorge für die Kinder verzockt. „Nach so viel Vertrauensverlust, Verzweiflung und Verbitterung bei den Angehörigen lassen sie sich schon mal in die Therapie schicken – aber nur, nachdem die Frau einen Termin gemacht hat.“ Nur sein jüngster Klient (26) meldete sich von selbst, als er eines Tages seine rot geränderten Augen im Spiegel sah und erkannte, dass in den Weiten des elektronischen Netzes nichts mehr zu holen war, er sich aber trotzdem zwanghaft Nacht für Nacht darin verlor.
In den USA gibt es bereits wissenschaftliche Untersuchungen über die Spekulationssucht. Dort gelten zehn Prozent der Anlageberater und zwei Prozent der Privatanleger als abhängig. Das Problem ist vorwiegend männlich. Hier zu Lande erlangt das Phänomen erst jetzt Aufmerksamkeit. Die Klientel unterscheidet sich völlig von der sonstigen Kundschaft der Suchtberatungsstellen, den Alkohol-, Drogen- oder Glücksspielsüchtigen. „Sie kommen aus einem gehobenen Milieu, leben auf großem Fuß und können sich sehr gut ausdrücken.“ Nur durch beherztes Fragen wird das Suchtverhalten herausgearbeitet. „Gefragt wären jetzt souveräne Verlierer. Aber diese Menschen wollen sich immer noch dadurch retten, dass sie weiter zukaufen und hektisch verkaufen, dass sie Misserfolge nicht eingestehen können, sondern behaupten, schlechten Informationen aufgesessen zu sein oder von einer Bank getäuscht worden zu sein.“
Joachim Otto glaubt, dass Spekulationssucht vor allem partnerschaftlich gelöst wird. „Der Einzelne hat zu viele Möglichkeiten, sich zu betäuben.“ Sein Pendant sorgt für Nüchternheit. Otto verweist nach seiner Beratung an Psychotherapeuten und Suchtkliniken – „Stationäre Behandlung ist für manche die einzige wirkliche Hilfe“ –, aber auch an Schuldenberater und Insolvenzexperten. „Wer aus der Sucht raus will, kann durch intensives Erleben im Privaten kompensieren.“ Unter seinen Klienten gibt er bisher nur wenigen „eine Chance von 60 zu 40 Prozent, dass sie es schaffen, mit ihrer Sucht dauerhaft fertig zu werden. Die Versuchung, es wieder und wieder zu probieren, ist riesig“. Eine Empfehlung von Börsenprofis, wegen der Unsicherheitsszenarien nur die auf dem Markt befindlichen Einlageprodukte wie Sparbriefe oder Geldmarktfonds zu berücksichtigen, ruft bei Zockern allenfalls ein Gähnen hervor. „Was sie suchen, ist die wahnsinnig schnelle Umschlaggeschwindigkeit, das Risiko, den ständigen Erregungszustand.“ Oft würden das die vernachlässigten Ehefrauen erstaunlich lange mittragen. Sie leiden bei der Spekulationssucht mit, „bis es nicht mehr geht, weil alles Geld weg ist“.
Joachim Otto ist überzeugt davon, „dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs kennen, da kommt viel in den nächsten Monaten“. Seine Erkenntnis: „Wer unter den Geldverheißungen der letzten Jahre ins Börsengeschäft einstieg, kommt nicht mehr zur Ruhe. Aber nur dauerhafter Entzug bewirkt positive Veränderungen im Gehirn.“ Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass Nerven sich durch Reize verketten und dadurch Sucht entsteht. Day-Trader, die jahrelang auf Bildschirme starrten, über die Zahlenkolonnen und Firmennamen huschten, nehmen die Börsen-Baisse als Strafe, die sie nicht verdient haben. „Sie hätschelten den Traum vom großen Geld, erzählten Freunden, sie wollten mit einigen Millionen aussteigen. Nun dürfen sie um ihrer selbst willen nicht zugeben, dass die Börse keine Traumfabrik ist“, so Suchtexperte Otto. Schluss mit dem Köpfen von Moët-Chandon-Flaschen bei exorbitanten Kursgewinnen, vorbei das übermütige Karriolen im Porsche durch die nächtlichen Straßen, aus auch mit „dem extremen Lustempfinden bei Erfolg, was das Suchtverhalten am meisten konsolidiert“, und mit der Selbstberauschung. Otto kennt den Fall eines noch jungen Zockers, „der mit Futures immense Summen umgesetzt hat, so dass er zeitweise das Geschehen an der Düsseldorfer Börse bestimmte. In seiner Katerstimmung blieb ihm nur ein letzter Trost, als er rückblickend sagte: ?Sie haben auf mich gehört!‘“
Gefährdet ist auch Harald M.* (39) aus Gießen. Auf Grund seiner stabilen Partnerschaft hätte er gute Möglichkeiten, aus der Sucht rauszukommen. „Er will aussteigen, kann sich aber nicht in stationäre Behandlung begeben, weil er sich das mit einer Million Euro Schulden nicht leisten kann“, so Joachim Otto. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die den Suchtkranken vor dem Zugriff des Gesetzes bewahrt. Und ob ein Haftaufenthalt für Entzug sorgt, ist mehr als fragwürdig. Harald M. hat sich selbstständig gemacht als Private Financial Planer, was seinem Therapeuten gar nicht gefällt. „In dieser Position muss er sich ständig mit Anlagestrategien befassen. Da ist er akut in Gefahr, selbst wieder ins Spekulieren hineinzurutschen“, sagt Otto. „Eigentlich hat er keine Chance.“
* Name von der Redaktion geändert
Artikel erschienen am 2. Dez 2002
niemandweiss
15.04.2003, 19:53
Psychologie und Daytrading von Andreas Maier - Daytrade.at
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Daytrading ist alles andere als eine einfache Art seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Was aber nicht heißen soll, dass es sich dabei nicht um eine angenehme Form handelt. Wenn Sie es einmal geschafft haben, Ihrem Ego Adieu zu sagen und sich emotional so gut im Griff haben, dass Sie auch in Extremsituationen genau nach Plan handeln, dann werden Sie den Unterschied verstehen.
Wenn wir die psychischen Probleme unserer Seminarteilnehmer betrachten, so stellen wir immer wieder fest, dass 70 Prozent der bereits aktiven Trader, obwohl sie die gängigen Regeln kennen, es nicht schaffen, diese einzuhalten. Woran das liegt? Weil Menschen sich eben wie Menschen und nicht wie Maschinen verhalten! Darum werden Sie immer wieder aus der Bahn geworfen und trotz guter Vorsätze immer wieder vom richtigen Weg abgebracht. Für die meisten Trader können wir dieses Verhalten auf die folgenden Punkte zurückführen:
· Emotionale Reaktionen
· Impulsives Verhalten
· Falsches Risikomanagement
· Motivationslosigkeit
Jeder Trader macht Fehler, dass ist ein unverzichtbarer Teil der Sache, selbst die besten Trader dieser Welt sind nur Menschen. Falsche Entscheidungen bei Kauf oder Verkauf, Fehleinschätzungen im Kursverhalten, versäumte Reaktionen auf Veränderungen des Marktes. Solche Dinge passieren immer wieder, sind praktisch nicht zu verhindern. Der Verlust gehört zu unserem Geschäft, wie die Finger zu unserer Hand.
Doch nicht diese Fehler führen zur Vernichtung des Tradingkapitals und beenden die Karriere, bevor sie überhaupt noch richtig begonnen hat.
Eine andere , wenig beachtete und meist vollkommen unterbewertete, Tatsache zeichnet dafür verantwortlich. Diese gefährliche Bedrohung steckt im persönlichen Beziehungsverhalten des Traders zum Daytrading und zum Markt selbst. Viele, hauptsächlich wenig erfolgreiche Trader, werden sich in dem einen oder anderen, der folgenden Punkte wieder erkennen können:
· Löschen Sie immer wieder gesetzte Stoporders oder "vergessen" Sie überhaupt welche zu setzen?
· Halten Sie immer wieder Positionen über Nacht, obwohl Sie eigentlich Daytrader sind?
· Gehen Sie immer wieder Long Positionen ein, obwohl Sie wissen müssten, dass das Marktumfeld nach Shortpositionen verlangt?
· Verdoppeln Sie immer wieder vorhandene Positionen, obwohl Sie sie eigentlich schließen sollten?
· Sehen Sie immer wieder zu, wie gut sich Positionen entwickeln, die Sie nicht eingegangen sind?
· Stellen Sie oft fest, dass Sie zu früh und mit einem unbedeutenden Gewinn verkauften, obwohl keine akute Veranlassung dazu bestand?
· Halten Sie Ihre Positionen oft zu lang und gehen dabei sehr große Risiken ein?
· Versuchen Sie sich durch riskante Trades am Markt für vorangegangene Verluste zu rächen?
· Vergrößern Sie oft Positionen, um auf diese Art vergangene Verluste wett zu machen?
· Übertraden Sie häufig an Tagen, an denen Sie sich besonders gut fühlen?
· Empfinden Sie hin und wieder ein Gefühl von Gleichgültigkeit für die Entwicklung ihrer Positionen?
· Machen Sie immer wieder dieselben Fehler, obwohl Sie es eigentlich besser wissen müssten?
Sollten Sie an sich selbst Neigungen erkennen können, die sich mit den eben genannten Verhaltensweisen decken, so beobachten Sie sich bitte ab sofort sehr aufmerksam selbst. Jeder Trader, der diese oder ähnliche Ansätze in seine Arbeitsweise einbringt, ist auf dem Weg zur Selbstzerstörung!
Bei genauerer Betrachtung können wir Ähnlichkeiten in der Beziehung zwischen Trader und Trading und der Beziehung von Personen zueinander erkennen. Desto intensiver die Beziehung, desto tiefer werden wir in unserer Psyche berührt, und umso schwerer können wir oft damit umgehen.
Unlogisches Verhalten, unbekannte Gefühle , körperliche Reaktionen machen es uns möglicherweise schwer uns "normal" zu benehmen. Das liegt laut erfahrenen Psychologen unter Umständen daran, dass wir unsere innerste Sicherheit als gefährdet betrachten. In beiden Fällen, ob nun in einer zwischenmenschlichen Beziehung, oder in unserem "Verhältnis" zum Markt bzw. dem Trading, kann eine übertriebene emotionale Bindung bei vielen Menschen tief verankerte psychologische Muster, die einen ausgeprägten Überlebensdrang beinhalten, auslösen. Wenn man als Daytrader Rache oder Hassgefühle gegen einen Handelswert oder den gesamten Markt empfindet, so ist man in der Regel nicht mehr weit vom " letzten Trade" entfernt.
Hier finden sich alle Erfahrungen, die der Mensch im Laufe der Vergangenheit gesammelt hat, wieder, gespeichert irgendwo im Unterbewusstsein jedes einzelnen. Während unseres gesamten Lebens werden auf all diese Erfahrungen entsprechende Reaktionsmuster gebildet, die, wenn unsere emotionale Seite das Kommando übernimmt, automatisch abgespielt werden. Überraschender Weise musste man leider feststellen, dass in der Beziehung Trader zu Trading / Markt, diese Muster eine sehr selbstzerstörende Form aufweisen, die sich in mangelnder Disziplin, Selbstsabotage, Verantwortungs-losigkeit, Kamikaze - und Euphorietrading ausdrückt.
Wie finden wir nun die Lösung für dieses Problem?
Nun, Sie können der Sache auf mehrere Arten zu Leibe rücken:
Suchen Sie sich einen guten Tiefenpsychologen, mit dessen Hilfe Sie Ihre Probleme an der Wurzel packen. Mittels Operant Conditioning werden Ihre schlechten Tragdinggewohnheiten, die Sie wegen Ihrer Verlustangst oder Ihrer Gewinnfreuden an den Tag legen, umprogrammiert oder ausgemerzt.
Das braucht Vertrauen, Zeit und nicht zuletzt eine Menge Geld.
Eine einfache und weniger aufwendige Angelegenheit ist die allgemein gängige Annäherung an diese Problematik. Man beginnt die Sachlage für sich selbst zu analysieren, notiert die sog. Triggerpoints, also die Auslöser und das Auftreten der jeweiligen Verhaltensveränderungen. Danach besorgt man sich die entsprechende Fachliteratur und versucht sich selbst in der einen oder anderen Fallstudie wiederzuerkennen. Dann arbeitet man hart an der Umformung seiner Persönlichkeit und versucht dabei nicht auf das Trading zu vergessen.
Möglicherweise liegt darin einer der Gründe, weshalb viele Toptrader mehrere Totalverluste in Kauf nehmen mussten, bevor sie es endgültig schafften, an die Spitze zu kommen. Die Literatur ist voll mit Erlebnissen die darauf hinweisen.
Wahrscheinlich gibt es noch viele Wege, die man gehen kann, um aus dieser verhängnisvollen Situation heraus zu finden. Sie werden mir aber sicher zustimmen, dass es sinnvoll wäre die ganze Sache erst gar nicht soweit kommen zu lassen. Ich kann Ihnen zwar kein Universalrezept anbieten, wie Sie mit Ihren Ängsten umgehen sollen oder wie Sie Ihre Gefühlswelt in den Griff bekommen. Aber ich kann Sie auf die Ursache hinweisen, die dazu führt, dass so viele Trader diese destruktive Verhaltensweise an den Tag legen.
Es ist ihr Ego das, von Ihnen unbemerkt, beginnt sich mit dem gesamten Markt oder einem Handelswert eine Beziehung aufzubauen. Damit ist der erste Schritt zur Personifizierung der Börse erfolgt, der Anfang allen Übels ist gesetzt, die Auswirkungen haben wir bereits ausführlich kennen gelernt. Der nächste Schritt ist die Personifizierung des von Ihnen produzierten Ergebnisses. Sind Sie auf der Siegerwelle und personifizieren Sie Ihre Gewinne, so verfallen Sie kurzer Hand in Euphorie und integrieren diese in Ihr Tradingverhalten. Übertraden, Gebührenanstieg, schwindende Konzentration und Fehleinschätzungen führen Sie schnell in die Verlustzone.
Einmal dort angelangt fühlen Sie sich vom Markt oder dem zu Grunde liegenden Trade verletzt und betrogen. Es dreht sich plötzlich wieder alles um Ihre Gefühle, Sie personifizieren wieder, machen die ganze Angelegenheit zu einer Sache von "Recht und Unrecht" . Sie verinnerlichen den Verlust als etwas, das sich gegen Sie gewendet hat. Wie in einer Beziehung in der Ihnen etwas weggenommen wurde, beginnen Sie wütend zu werden und brechen in Zorn aus. Sie verlieren die Kontrolle über sich, die Folge: weitere Verluste, noch engere emotionale Bindung, immer intensivere Verinnerlichung, und schließlich Margincalls, Totalverlust, bis hin zur Depression.
Um das alles zu vermeiden, oder wenn Sie diese oder ähnliche Situationen bereits erlebt haben und sich danach entschließen noch einmal von vorne zu beginnen, so halten Sie sich folgendes immer vor Augen:
· Die Börse existiert nur in der Außenwelt !
· Gewinne und Verluste belohnen oder bestrafen Sie in keinem Fall für Ihre Entscheidungen, sie sind lediglich eine Folge daraus!
· Weder die Börse noch irgendein bestimmter Handelswert schulden Ihnen Geld, wenn Sie Verluste gemacht haben!
· Verluste an der Börse sind keine subjektiven Verluste, lassen Sie nicht zu, dass daraus welche werden !
· Verheiraten Sie sich nicht mit einem Handelswert - vermeiden Sie unter allen Umständen eine emotionale Bindung an den Markt !
· Handeln Sie bewusst in allen Situationen nach Ihrem Tradingplan, nicht nach Ihren Gefühlen !
· Analysieren Sie ständig Ihr Verhalten und arbeiten Sie laufend an sich selbst !
Damit schaffen Sie die Grundlagen um Ihr persönliches Verhalten von Anfang an unter Kontrolle zu haben. Lesen Sie Daytradingbücher, die der Psychologie einen entsprechenden Platz einräumen. Eine sehr gute Auswahl finden Sie z.B. unter www.finanzbuchverlag.net . In weiterer Folge ist es nach meiner Erfahrung sehr nützlich, sich laufend mit anderen Tradern auszutauschen, das Erlebte im Außen zu diskutieren. Dabei rate ich Ihnen zu persönlichen Kontakten, nicht zu Diskussionsforen oder Chaträumen. Gute Möglichkeiten bieten hier Börsenstammtische, Tradertreffs und weiterführende Daytradingseminare mit geringen Teilnehmerzahlen (bis 10 Personen).
Ich hoffe Ihnen hier ein paar Anstöße geliefert zu haben , sich einmal abseits der aktuellen Marktsituation oder des täglichen Tradinggeschehens, mit der psychologischen Seite des Daytrading ein wenig auseinander zu setzen. Denn wie wir alle wissen beginnt der Erfolg in unseren Köpfen.
niemandweiss
15.04.2003, 19:55
Psychologie und Daytrading Teil 2
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MENTALE VORAUSSETZUNGEN
Ein Daytrader ist jemand der Wertpapiere innerhalb eines sehr engen Zeitrahmens und unter Umständen auf höchst spekulativer Basis kauft und verkauft. Wir unterscheiden dabei auch noch zwischen professionellen Daytradern die ihren Lebensunterhalt mit dem Handel von Wertpapieren verdienen und den Amateur- Daytrader die neben ihrer Hauptbeschäftigung ein wenig an der Börse. "spielen". Wir treffen diese Unterscheidung nicht zuletzt weil sich beide beim Handel oft direkt gegenüberstehen.
Der professionelle Daytrader hat sich meist schon in jungen Jahren mit dem Studium der Börse und der Psychologie des Gewinnens und Verlierens beschäftigt. Er sucht sich einen Job bei einer Brokerfirma, beginnt Kontakte zu knüpfen und alle notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln um konstant Gewinne zu erwirtschaften. Der Amateur Daytrader hat meist einen Beruf der mit Wertpapieren gar nichts zu tun hat und möchte sein Kapital hauptsächlich mit Fortunas Hilfe vermehren.
Die unterschiedlichen Ansichten der beiden sind von Anfang an klar: der Profi weiss dass Daytrading eine erlernte Tätigkeit ist, die auf der disziplinierten Anwendung von KnowHow, Risiko und Geldmanagement basiert. Der Amateur sieht das Ganze wie ein Spiel, also zockt er was das Zeug hält. Verliert er das Geld das er eingesetzt hat, so lässt er in weiterer Folge meisst die Finger von der Börse. In letzter Zeit nahmen gerade die Spieler einen Grossteil der Börsenteilnehmer ein. Kein Wunder also, dass Daytrading von der Masse als reines Glücksspiel angesehen wird.
Disziplin
Was braucht man nun, um trotz dieser Tatsachen ein guter Daytrader zu sein? Manche meinen ein abgeschlossenes Wirtschaftstudium, umfassendes Wissen über den Aktienmarkt, gute Kontakte, Insiderwissen und viel, viel Geld. Die richtigen technischen Voraussetzungen und eine schnelle Orderausführung sind wichtig. Auch gut, aber eine Sache die noch wichtiger als alle diese Dinge ist, ist schlichtweg: Disziplin!
Verheiraten Sie sich nicht mit einer Aktie! Das hört sich wirklich einfach an, aber trotzdem ist eine Menge Disziplin nötig um diese Regel einzuhalten wenn Sie mit einer Position in den Verlust geraten. Halten Sie sich nicht an Ihre Stops, so stürzen Sie sich in die mentale Verlustspirale. Sie werden immer noch mehr Geld verlieren, Ihr neues Baby wird zu Ihrem ständigen Begleiter und Sie finden täglich tausend Gründe warum Sie sich jetzt nicht mehr davon trennen können. Erfolgreiche Daytrader wissen das sie nicht immer gewinnen können! Viele hauptberufliche Daytrader schliessen weniger als die Hälfte ihrer Trades mit Gewinn. Aber trotzdem sind sie erfolgreich, weil sie ihre Verluste begrenzen und ihren Gewinnen die Chance geben sich zu entwickeln. Sie haben die Disziplin die Notbremse zu ziehen wenn sich eine ihrer Entscheidungen als falsch herausstellt und fühlen sich nicht dadurch gekränkt.
Rechnungen werden mit realisierten Gewinnen bezahlt. Realisiert Gewinne werden durch disziplinierten Umgang mit Risiko und Geld erzielt, egal, wie gut Sie sich mit Strategien oder Techniken auskennen oder welche Analysemethode Sie bevorzugen. Halten Sie sich an die Disziplin damit Ihre Gewinne nicht von Ihren Gefühlen weggespült werden. Sie müssen nicht der ganzen Welt zeigen dass Sie ein Gewinner sind. Sie müssen kein Held der Börsen werden. Sie gewinnen solange Ihr Kapital sich jeden Tag ein wenig vermehrt.
Die Angst, einen Verlust hinzunehmen oder einen Aufwärtsschwung zu verpassen macht viele Daytrader zu Investoren auf verlorenem Posten. Meistens reden sich diese Leute ein: "Ich verkaufe die Aktie wenn sie auf diesen bestimmten Wert (der ohne klaren Grund gewählt wurde) gefallen ist !" Wenn das passiert werden sie einen Grund finden ein neues, tieferes Verkaufslimit festzulegen. Sie achten einfach zuwenig auf die Botschaft die ihnen der Markt schickt.
Bevor Sie einen Trade eingehen müssen Sie den Punkt festlegen an dem Ihnen der Markt mitteilt, dass Sie mit Ihrer Entscheidung im Unrecht waren. Egal ob dieser Punkt auf historischen Widerstand- und Unterstützungsniveaus beruht oder von Ihrem Risikomanagement abhängt, dieser Punkt zeigt klar den schlechten Verlauf Ihrer ursprünglichen Vorhabens an. Das Schild mit der Aufschrift "zu den Rettungsbooten" blinkt schon hektisch. Verlassen Sie das sinkende Schiff solange noch Boote da sind.
Sollten Sie kleine Verluste jedoch nicht hinnehmen können wird das zwei Auswirkungen haben:
Einerseits werden Sie aus einem kleinen Verlust wahrscheinlich einen Grossen machen. Vergessen Sie nicht, erfolgreiche Daytrader akzeptieren kleine Verluste emotionslos. Ein weiser Börsianer sagte einmal: "Der erste Verlust ist der geringste!" Ein grosser Verlust braucht ein wenig Zeit bis er sich seine volle Dimension erreicht, d.h. er bindet immer wertvolles Tradingkapital.
Zum anderen werden Sie Angst bekommen. Sie sehen den Profit am Horizont und wollen auf keinen Fall das Gefühl des Verlierens wieder erleben. Um dann die Enttäuschung eines Verlustes nicht schon wieder erleiden zu müssen werden Sie Ihren Gewinn dummer Weise zu früh realisieren, nur um sich das gute Gefühl des Gewinnens zu sichern. Logischer Weise sollten Sie abgesehen von der Einschränkung der Verluste vor allem die Gewinne laufen lassen. Da Sie mit Ihrer Vorgehensweise aber kleine Gewinne und grosse Verluste produzieren, werden Sie nicht lange im Spiel sein.
Disziplin ist beim Daytrading also unerlässlich für Erfolg. Wenn Sie diszipliniert sind brauchen Sie nur noch ein paar einfache Regeln. Eine davon lautet: Bleiben Sie diszipliniert!
Innere Einstellung
Sagen Sie "Nein" zu Ihrem Ego. Jeder Trade wird an einem klar bestimmten Punkt geschlossen. Der erfolgreiche Daytrader wird gerne "ausgestoppt", d.h. seine Stop Order wird automatisch ausgeführt wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht. Das bedeutet dass er die Disziplin aufbrachte um seinen Gewinn oder Verlust zu richtigen Zeit zu realisieren. Brüsten Sie sich nicht mit Supertrades. Haben sie genug Selbstwertgefühl um mit Ihren schlechten Trades zurechtzukommen. Die volle Kontrolle über das Ego ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg in diesem Geschäft.
Wählen Sie "Ihre" Methode und bleiben Sie dabei. Es gibt unzählige Methoden um die Situation für einen Trade einzuschätzen. Finden Sie die Methode die für Sie funktioniert und bleiben Sie dabei. Berücksichtigen Sie dabei immer dass die Menschen Herdentiere sind die mit ihren Aktionen Preisbewegungen und Trends hervorrufen, die von fundamentalen Vorgaben stark abweichen können. Schwimmen Sie mit den Haien. Folgen Sie dem Trend. Eine alte Weisheit besagt: the trend is your friend. Beim Daytrading ist die Massenpsychologie oft entscheidender als die Wirtschaftsdaten. Der Grossteil der Masse wird während eines Trends richtig liegen, ab dem Trendbruch jedoch wird sie im Unrecht sein.
Die beiden Faktoren die den Wertpapierhandel am meisten beeinflussen sind Angst und Gier. Sie verändern oft alles in Sekunden, sie bewegen die Herde. Lernen Sie mit der Angst vor Geldverlust und der Gier nach grösseren Gewinnen umzugehen indem sie Ihren Regeln für Risiko- und Geldmanagement mit religiösem Eifer folgen.
Betrachten Sie Daytrading aus der richtige Perspektive. Manchmal hat man das Gefühl es sei eine unglaublich ernste Angelegenheit weil man dabei grosse Summen bewegt und sozusagen sehr nahe am Geld ist. Aber es ist in Tat und Wahrheit keine grosse Sache. Wir tauschen Papiere hin und her und versuchen aus Angst und Gier Profit zu schlagen. Werden Sie sich gleich zu Beginn Ihrer Karriere über eine Tatsache klar: Sie werden Fehler machen und damit Geld verlieren. Wenn sie nicht über die Dummheit lachen können die Sie zu diesen Fehlern veranlasst hat, so werden Sie auch nicht in der Lage sein ein vorteilhaftes psychologisches Umfeld für Ihren Erfolg zu schaffen. Natürlich findet es niemand besonders lustig Geld zu verlieren, aber nehmen Sie es trotzdem mit Humor und finden Sie heraus warum der Trade nicht gut ausgegangen ist. So können Sie viel über sich selbst und Ihr System erfahren. Zorn, Wut und Depression blockieren die Gelegenheit zum Lernen.
Unsere Aufgabe ist es Geld zu verdienen. Das heisst wir wollen nur auf der Gewinnerseite kämpfen und wechseln die Seiten so schnell wie möglich wenn wir erkennen dass wir auf der Verliererseite stehen. Ob wir Long oder Short gehen macht keinen Unterschied für uns ausser dass dabei die Vorzeichen zu unseren Gunsten wechseln. Wir fällen dabei aber keine moralischen Urteile.
Als Daytrader brauchen wir ein Fundament auf das wir unsere Trades aufbauen können. Die technische Analyse und unsere Erfahrung stellen die Werkzeuge dar, um damit dieses Fundament zu errichten. Wenn unsere Entscheidung falsch war so geben wir sofort zu das wir damit unrecht hatten, denn der Markt kann unlogisch sein und von den Entscheidungsgrundlagen deutlich länger abweichen als wir denken, bzw. es uns leisten können.
Risikomanagement
Mit einem funktionierenden Risikomanagement errichten wir einen Zaun um die Spielwiese unseres Egos, und zwar bevor wir es darin loslassen. (vergl. letzter Artikel) Das Risikomanagement wird gerne mit dem Moneymanagement verwechselt, ein fataler Fehler für viele Trader. Tatsache ist, dass mit dem Risikomanagement den Auswüchsen des eigenen Egos von vorn herein Einhalt geboten werden kann. Wenn Ihr Risikomanagement schlecht funktioniert können Sie das beste Tradingsystem der Welt haben und Sie werden trotzdem Verluste machen. Studien haben ergeben, dass bis zu 90% der Unterschiede in der Performance der besten Fondsmanager der Welt grösstenteils vom Risikomanagement abhängen. Versuchen Sie nicht mehr als 2% Ihres vorhandenen Kapitals bei einem Trade zu riskieren. So sorgen Sie dafür, dass Sie, auch wenn Sie 10 Mal hintereinander falsch liegen, noch über 80% Ihres Kapitals verfügen.
Ein Beispiel:
Sie riskieren 2% Ihres Tradingkapitals von $10.000 bei einem Trade, d.h. $ 200,--. Also kaufen Sie die Aktie XYZ bei einem Kurs von $ 25,-- und die Stop/Limit Grenze liegt bei $ 23,75,--. In diesem Fall sollten Sie nicht mehr als 150 Aktien um $ 3.750,-- kaufen, da Sie einen Verlust von $ 1,25 pro Aktie oder $ 187,50 hinnehmen müssen, wenn das Stop/Limit erreicht würde.(Beachten Sie wie hier Moneymanagement und Risikomanagement ineinander greifen !) Angenommen, der Stop wird ausgeführt und Ihr Kontostand beläuft sich jetzt auf $ 9.812,50. Beim nächsten Trade können Sie also $ 196,25 riskieren. Sie kaufen 250 ABC um $ 31,50 mit einem engen Stop/Limit von $ 29,75 und riskieren dabei den Verlust von $ 187,50. Dieser Trade verläuft positiv und sich verkaufen ABC zwei Stunden später bei $ 34,--. Ihr Kontostand erhöht sich auf $ 10.437,50. Verfahren Sie weiterhin nach diesem Prinzip und wählen Sie Ihre Trades gut aus, dann werden Sie mit kleinen Verlusten und guten Gewinnen eine prozentuelle Kapitalsteigerung erreichen für die viele Fondsmanager ihren rechten Arm geben würden.
Zusätzlich zu beachten sind natürlich die entsprechenden Nebengebühren für Roundturn und Orderrouting und, dass es sich bei diesem Beispiel eben nur um ein Beispiel handelt. 2% gelten als die absolute Obergrenze die Ihnen einen gewisse Zeit lang die Luft zum atmen sichert. Die Berechnung und Festlegung der jeweiligen Stop und Ausstiegspunkte erfolgt selbstverständlich auch unter Berücksichtigung anderer Faktoren wie z.B. der Technischen Analyse. Die 2 Prozentregel soll Ihnen zwei Anhaltspunkte deutlich machen. Erstens können Sie damit Ihre jeweilige Risikobegrenzung sehr einfach kontrollieren, liegen Sie mit Ihrer Berechnung höher so gilt es zu überlegen ob Sie den bevorstehenden Trade nicht besser bleiben lassen. Zweitens sind Sie damit in der Lage ein vollkommen an den Haaren herbeigezogenes Risiko-Gewinnverhältnis ein für allemal in die Versenkung zu schicken.
Das allerschlimmste was bei konsequenter Einhaltung des Stop/Loss, also des Verlustbegrenzungstops passieren kann, sind also 2% Verlust des Gesamtkapitals. Kein Grund zur Panik da ja immer noch 98 % übrig bleiben. Und genau deshalb kann behauptet werden:
Gut ausgearbeitetes Risikomanagement erspart Ihnen Ihren persönlichen Börsen -Psychoterror!
Daytrading
Aktienhandel
CFDs
FOREX
Optionshandel
Futures
Metalle
Psychologie
Bücher
Links
Technische Analyse
FAQ
http://www.specta-austria.at/trading/info/8info_2.htm
niemandweiss
29.05.2003, 11:19
Anne Wilson Schaef
Die Flucht vor der Nähe
http://www.lifeline.de/cma/libs/bild_display/0,1292,11656,00.html.jpg
Ist das Liebe? Zwanghaft an einem anderen Menschen festzuhalten? Dem Partner keine Freiheit zu gönnen?
Wohl kaum. Doch diese Fehlform menschlichen Verlangens tritt in Beziehungen immer wieder auf. Die Autorin Anne Wilson Schaef unterscheidet drei Formen von Liebes-Suchtkrankheiten: Die Sexsucht, die Romanzensucht, die Beziehungssucht. Wie der Titel ihres Sachbuchs verrät, geht diese "Sucht nach Nähe" eigentlich aus der "Flucht vor Nähe" hervor. Denn Beziehungssüchte vermeiden wirkliche Intimität gerade durch übersteigerte Emotionen, besitzergreifendes Verhalten und romantische Wunschvorstellungen.
"Wir müssen uns selbst nahe sein", so die Autorin. "Solange wir Nähe von außen erwarten, werden wir sie niemals erleben". Ein aufschlussreiches Buch für alle, deren Partnerschaft durch übersteigertes Liebesbedürfnis belastet ist.
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in Verbindung mit Internetsucht
http://www.zenit-verlag.de/internet-sucht.pdf
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