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Klartext: E.ON und ThyssenKrupp
Geschrieben von Michael Vaupel
Veröffentlicht: 11:35 - 10.08.2017
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Liebe Leserin, lieber Leser,

E.ON hat mit den Halbjahreszahlen Milliardengewinne im ersten Halbjahr 2017 gezeigt. Der Konzernüberschuss lag in den ersten 6 Monaten 2017 bei sage und schreibe 4,034 Mrd. Euro – nach einem Verlust von 2,929 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Chart E.ON Aktie



Quelle: tradingview.com

Also ein sehr beeindruckender Turn-Around? Nicht ganz so, wie es auf den ersten Blick erscheinen könnte. Denn schließlich gab es im ersten Halbjahr 2016 diverse negative Sonderfaktoren – und im ersten Halbjahr 2017 gab es umgekehrt äußerst positive Sonderfaktoren. Stichwort Brennelementesteuer. Da hat E.ON im ersten Halbjahr 2017 Milliarden zurückerhalten – letztlich von uns Steuerzahlern. Erfreulich für E.ON – weniger erfreulich für den deutschen Fiskus und die Steuerzahler(innen). Um welche Summen es dabei ging?

E.ON: Finanzieller Spielraum auch dank Senkung der Schulden
Dazu fand ich in der Komplettversion des Zwischenberichts von E.ON auf Seite 28 unter den Anmerkungen diesen Hinweis: „Die Veränderung in den sonstigen betrieblichen Erträgen resultiert im Wesentlichen aus der Rückerstattung der in Vorjahren gezahlten Kernbrennstoffsteuer in Höhe von rund 2,85 Mrd Euro.“ Das sollte also aus dem operativen Ergebnis herausgerechnet werden. Und wenn dies geschieht, dann ergibt sich beim „bereinigten Ebit“ (Ebit = Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im ersten Halbjahr 2017 ein Wert von +1,767 Mrd. Euro.
Das ist natürlich immer noch gut, doch es fällt auf, dass dies unter dem bereinigten Ebit des ersten Halbjahres 2016 liegt (+2,001 Mrd. Euro). Insgesamt aber gute Zahlen von E.ON, denn der Gewinn pro Aktie lag im ersten Halbjahr bei 1,85 Euro und die Risiken aus der Entsorgung der Nuklearabfälle konnten gegen eine Milliardenzahlung an den Staat und damit an uns alle übertragen werden. Wieder einmal: Schön für E.ON. So richtig freuen kann ich mich als Staatsbürger und Nicht-E.ON-Aktionär allerdings nicht.

Dann der Blick auf ThyssenKrupp:

Da rieb ich mir zunächst die Augen: Hatte ich etwas länger als geplant geschlafen? ThyssenKrupp hat heute die Zahlen zum 3. Quartal veröffentlicht. Doch Erleichterung: Bei ThyssenKrupp weicht das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr ab, das aktuelle heißt „Geschäftsjahr 2016/2017“. Ja dann. Und was sagen die Zahlen? Die Umsätze stiegen im dritten Quartal (wie gesagt, des Geschäftsjahres) bei ThyssenKrupp um 11% auf 10,929 Mrd. Euro. Positiv fiel mir auf: Der Auftragseingang stieg noch stärker, und zwar um 14% auf 10,725 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (= Ebt) stieg um 12% auf 293 Mio. Euro. Interessanterweise ging das Ergebnis pro Aktie dennoch von 0,23 Euro auf 0,21 Euro zurück.

ThyssenKrupp: Umsatz und Auftragseingänge mit zweistelligem Plus

Die Ergebnisentwicklung war übrigens höchst unterschiedlich innerhalb der diversen Bereiche bei ThyssenKrupp. So konnte sich den Zahlen zufolge im Segment „Steel Europe“ das Ebit von 91 auf 232 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Hier verweist ThyssenKrupp auf höhere durchschnittliche Nettoerlöse. Im Bereich „Industrial Solutions“ hingegen kam es zu einem Einbruch von 43 auf 6 Mio. Euro im Vergleich des dritten Quartals zum Vorjahresquartal. In Bezug auf das Stahlwerk in Brasilien teilte ThyssenKrupp mit, dass der Verkauf = Closing noch vor Ende des laufenden Geschäftsjahres zu erwarten sei. Da hatte sich ThyssenKrupp nicht gerade mit Ruhm bekleckert – ganz im Gegenteil. Ich verweise auf die Worte des Dachverbandes Kritische Aktionäre e.V., der dazu angemerkt hatte: „Warum leben Vorstand und Aufsichtsrat mit ihren Familien nicht mal selbst neben dem Thyssenkrupp Stahlwerk TKCSA in Rio de Janeiro im direkten Fall-Out-Gebiet?"
Und dann noch das Zitat zum Tag: "Er akzeptierte, dass man mit Worten einen Menschen unmöglich von seiner Überzeugung abbringen kann. Diese legitime Besonderheit eines jeden Menschen, die Pierre früher aufgeregt und geärgert hatte, jetzt bildete sie das Fundament der Teilnahme und des Interesses, das er an den anderen Menschen hatte. Der Unterschied, manchmal der völlige Widerspruch in den Ansichten der Menschen (…) freute Pierre und reizte ihn zu spöttischem und sanftem Lächeln." - Gelesen in: "Krieg und Frieden" von Lew Tolstoi
Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt




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