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Aktuelle Uhrzeit 15:03

Die Dividendenstrategie – nicht nur steigende Kurse sind rentabel
Geschrieben von Sebastian Hell
Veröffentlicht: 10:53 - 04.12.2017
Rating: 5
Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch schon Erfahrungen mit dem Aktienhandel an der Börse gesammelt und waren dabei mehr oder weniger erfolgreich? Dann haben Sie höchstwahrscheinlich vor allem nach Wertpapieren gesucht, die durch steigende Kurse eine ordentliche Rendite in Aussicht stellten. Auch CFD-Händler bevorzugen oftmals das Spekulieren auf Kursgewinne. Erfahrenere Anleger wissen aber um die potentielle große Bedeutung der Dividende im Leben eines Aktionärs. Dabei gibt es verschiedene Varianten, um durch die jährlichen Ausschüttungen der Gewinnbeteiligung (genau dies ist die Dividende nun einmal) durch Aktiengesellschaften den Ertrag aufzustocken. So gibt es verschiedene Dividendenstrategien, mit denen Sie auch dann Gewinne realisieren können, wenn der Aktienkurs selbst wenig Hoffnung auf eine vorzeitige Rendite durch einen Verkauf am Markt machen kann.

Aktionäre, die zugleich auf CFD-Basis eigene Positionen absichern (Hedging) können ihrerseits Gewinne über eine Dividendenstrategie erwirtschaften und damit gewissermaßen zu „Doppelverdienern“ werden.

Dividende kassieren und gleichzeitig auf Kursentwicklungen wetten?

Statt „entweder … oder …“ spricht nun einmal nichts dagegen, als Aktionär und Trader gleichzeitig aktiv zu sein, um jederzeit in der Gewinnzone zu liegen. Zahlen die Emittenten Ihrer Aktien zusätzlich Dividenden aus, winkt ein netter zwischenzeitlicher Extra-Gewinn. Allerdings sollten Sie sich mit den Besonderheiten einer Dividendenstrategie auskennen. Schließlich entscheiden die Entwicklungen bei Aktiengesellschaften, ob Ausschüttungen vorgenommen werden. Der Aktienkurs kann, muss aber nicht zwingend die Wahrscheinlichkeit einer Dividendenauszahlung widerspiegeln.

Kennen Sie den Grund für die Ausschüttung einer Dividende?

Auf der anderen Seite ist die Höhe einer gezahlten Dividende nicht falsch zu deuten. Sie ist nicht grundsätzlich ein Indikator dafür, dass es dem Herausgeber eines Wertpapiers wirtschaftlich gut geht. Hohe Dividendenausschüttungen können von einer angeschlagenen AG auch genutzt werden, um Aktionäre in Sicherheit zu wiegen und von Verkäufen abzuhalten, wenn dies die wichtigen Kennzahlen zur betreffenden Aktie eventuell nahelegen. Stattliche Unternehmensgewinne und erfreulich gute Dividenden müssen also nicht in jedem Fall in einer wechselseitigen Beziehung zueinander stehen. So sind die Meldungen zur anstehenden Dividende mitunter mit Vorsicht zu genießen, wenn Sie derzeit nach neuen erfolgversprechenden Werten an der Börse suchen.

Verschiedene Ansätze mit derselben Ausgangsposition

Wie schon erwähnt: Es gibt verschiedene Versionen der Dividendenstrategie, in einem Fall (der Strategie, die gerne den Namenszusatz „O’Higgins“ trägt) spekulieren Sie, liebe Leserschaft, am Anfang eines Jahres auf die begehrtesten Aktien aus einem großen Aktienindex wie vor allem dem Deutschen Aktienindex (DAX). Als Anleger filtern Sie aus dem jeweiligen Index im Normalfall die Top 10-Werte heraus. Das große Aber: Nur die Aktien mit dem geringsten Kurs werden gekauft. Damit Sie in den Genuss der Dividende zu den Wertpapieren kommen, braucht es eine Haltedauer von 12 Monaten. Am Ende Ihres Börsenjahres werden Sie nun eine Analyse des Zwischenstandes in Angriff nehmen. So kann eine Anpassung zeitnah erfolgen.

Grahams Ansatz der Strategie auf Dividendenbasis

Auf zwei Aktien mehr – also auf ein Dutzend Werte – setzt die Alternative der Grahamschen Dividendenstrategie, benannt nach Benjamin Graham. Er entwickelte seine Theorie als Investor und Analyst zugleich in den 1930er Jahren. Heute hat er bei Investoren regelrechten Legenden-Status. Bei der Strategie sind zwei Analyse-Momente vorgesehen. Wie gewohnt nach 12, zuvor aber ergänzend nach sechs Monaten, also zur Mitte des Jahres. In jedem Fall erfolgt die Auswahl der Papiere auf Basis der Dividendenrendite. Das Rennen machen in diesem Punkt natürlich die Werte mit den höchsten Renditen. Verkauft werden somit bei erneuter Prüfung jene Aktien, die nicht mehr länger zu den Rendite-stärksten aus dem betreffenden Index gehören.

Verluste können wie bei jeder Strategie entstehen

Die thematisierten Details zur zeitlichen Ausrichtung zeigen unmissverständlich, dass die Dividendenstrategie (ähnlich wie manch andere Strategie) nicht für kurzfristige Spekulationen, sondern eher für langfristig arbeitende Anleger, die zudem nicht ständig die Kurse überprüfen möchten ist. Zweimal pro Jahr wird sich wohl jeder Dividenden-Jäger die Zeit für den Abgleich des Status Quo nehmen können. Gegen Verluste schützt diese Strategie freilich nicht. Kommt es zwischen zwei Analyse-Terminen zu massiven Einbrüchen, sind schmerzliche Verluste leider nicht auszuschließen, zumal auch Dividendenausschüttungen in solchen Krisenzeiten ausgesetzt werden können. In ruhigeren Phasen des Aktienmarktes und mit dem nötigen Langmut kann die Dividendenstrategie aber fraglos überzeugende Resultate nach sich ziehen.

Dauer konstanter Dividendenzahlungen muss analysiert werden

Als Anleger sollten Sie sich eine weiter oben genannte Tatsache immer vor Augen führen: Eine eindrucksvolle Dividendenrendite bedeutet nicht zwingend, dass Sie Ihr Geld in ein gutes und profitables Unternehmen investiert haben. Die hohe Quote der Ausschüttung kann durchaus Folge eines vorherigen Kurseinbruchs sein und sollte nicht automatisch als Hinweis auf die Stärke des Wertpapiers missgedeutet werden. Ein paar wesentliche Kriterien gibt es aber eben doch, wenn Sie starke Renditen am Markt einsammeln möchten. Der Blick auf die Vergangenheit gibt Aufschluss darüber, wie Ihre Chancen mit der Aktie XY stehen. Am besten sind Aktionäre mit dieser strategischen Vorgehensweise bei Unternehmen aufgehoben, die im Idealfall über 25 oder sogar mehr Jahre konstant Dividenden an Anteilseigner auszahlten.

Aktiengesellschaften sollten nicht nur einen Gewinnbruchteil ausschütten

Ein noch besseres Indiz in diesem Zusammenhang wäre es, wenn die Gewinnbeteiligungen für Aktionäre sogar konsequent angehoben wurden. Da diese Kriterien aber nicht bei allen Top-Aktien (schon wegen der eventuell zu kurzen Historie einer AG) erfüllt sind, finden Sie noch ein paar andere Merkmale, die Ihnen bei der Auswahl Ihrer Favoriten für Ihre ganz persönliche Dividendenstrategie behilflich sein können. Weitere Aspekte, an die Anwender der Strategie denken können oder sollten, wenn es an der besagten langfristig steigenden Dividende – oft wird diese als „nachhaltig“ bezeichnet – fehlt, lassen sich wie folgt zusammenfassen. Zum einen ist da die Ausschüttungsquote. Je nach Blickwinkel der Experten, sollte die Quote für Dividendenzahlungen auf die rückwirkende Drei-Jahres-Frist im Rahmen von 25 bis 75 Prozent der Unternehmensgewinne liegen.

Auch die Kursentwicklung muss im Mittelpunkt stehen

Zugegeben, hier handelt es sich um einen recht großen Spielraum. Per anno sollte die Aktiengesellschaft in den zurückliegenden fünf Jahren wenigstens 1,00 Prozent oder mehr als Gewinnbeteiligung an die Aktionäre ausgezahlt haben. Alternativ zum Zeitraum von 25 Jahren für die Ermittlung der Dividenden-Kontinuität finden sich in manchem Ratgeber auch zehn Jahre als Referenzzeitraum. Sind diese Kriterien einzeln und zusammen erfüllt, sind Sie als Nutzer der Dividendenstrategie auf einem durchaus guten Weg. Unterm Strich aber entscheidet logischerweise die Gesamtrendite darüber, ob Ihr Investment wirklich lohnend war. Dividenden allein sind also nur eine Seite der Medaille und können nie allein als Rettungsanker in Zeiten von Abwärtstrends sein. Dennoch weisen viele Analysten durchaus berechtigt darauf hin, dass gerade heutzutage einiges für den Handel mit besonders dividendenstarken Wertpapieren spricht. Immer vorausgesetzt, Sie kennen und beachten auch die Schwächen dieser Aktien.

Vor- und Nachteile kennen und bei der Dividendenstrategie berücksichtigen

Zu den Knackpunkten gehört etwa die Erkenntnis, dass Aktien und ihre Kurse zumeist von verschiedenen Lebensphasen (auch: Zyklen) geprägt sind. Gerade in der Anfangszeit eines Unternehmens oder während einer Wachstumsphase werden Anleger wegen fehlender Gewinne eher keine Dividende erhalten. Steigen später Umsatz und Gewinn, locken mitunter ordentliche Gewinnausschüttungen.

Ihr Sebastian Hell
Geschäftsführer QTrade

www.qtrade.de




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