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Plain-Vanilla, islamisch oder mit Option: Welche Anleihe-Formen gibt es?
Geschrieben von Redaktion
Veröffentlicht: 12:50 - 26.06.2018
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In den Zeiten praktisch nicht mehr existenter Zinsen auf Spareinlagen suchen viele Menschen nach Alternativen für die Geldanlage. Der Anleihe-Markt wirkt dabei attraktiv, verspricht er doch gesunde Renditen. Viele private Investoren fühlen sich allerdings überfordert, wenn sie zum ersten Mal mit jenem in Kontakt kommen. Schließlich sind viele neue Vokabeln zu lernen, um zu verstehen, worin man eigentlich investiert. Die wichtigsten Fachbegriffe betreffen dabei die unterschiedlichen Anleihe-Formen.





Die verschiedenen Anleihe-Formen

Standardanleihe

Die Standardanleihe bzw. der Plain-Vanilla-Bond oder Straight-Bond ist die einfachste Form eines entsprechenden Wertpapiers. Es liegt eine feste Verzinsung über die gesamte Laufzeit vor ("Kupon"). Der große Vorteil dieser Anleihe-Form ist ihre Sicherheit. Jeder Investor weiß genau, welche Rendite er erwarten darf. Von Nachteil ist jedoch, dass die Zinsen im Verhältnis relativ niedrig sein können. Die bekannten Inhaberschuldverschreibungen früherer Tage waren im Prinzip Standardanleihen.

Wandelanleihe

Eine Wandelanleihe ist eine Standardanleihe, die vom Käufer in ein anderes Wertpapier umgetauscht werden kann. Klassischerweise arbeiten Aktiengesellschaften mit Wandelanleihen: Die Schuldverschreibungen können dabei vom Geldgeber (Käufer) in Aktien des Ausgebers (Emittenten) umgewandelt werden. Bereits mit dem Kauf der Wandelanleihe wird festgelegt, wie viele Aktien der Investor bei einem Umtausch erhalten würde.

Da es sich bei diesem Vorgang faktisch um eine Kapitalerhöhung handelt, muss die Hauptversammlung der AG der Ausgabe von Wandelanleihen zustimmen. Zusätzlich ist auch zu berücksichtigen, dass höhere Dividenden-Zahlungen ausgeschüttet werden könnten, wenn es zum Umtausch kommt.

Im Idealfall ist eine Wandelanleihe eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Der Investor erhält beispielsweise ein Aktienpaket, das einen deutlich höheren Wert als die Anleihe hatte. Der Emittent muss die Schuld nicht zurückzahlen und spart sich Zinszahlungen. Entwickelt sich der Aktienkurs nicht wie gewünscht, kann der Investor die Anleihe einfach weiterlaufen lassen.

Echte Nachteile von Wandelanleihen gibt es nicht. Einige Unternehmen haben allerdings in der Vergangenheit versucht, einen Umtausch zu provozieren, indem sie den Zinssatz für die Anleihen sehr niedrig angesetzt haben. Zudem besteht nach der Umwandlung das Risiko fallender Kurse. Was sich Investoren merken sollten: Unternehmen, die Wandelanleihen ausgeben, wünschen sich in der Regel, dass ein Umtausch stattfindet. Die Hintergründe sind zu recherchieren, bevor die Anleihe gezeichnet wird.

Optionsanleihe

Die Optionsanleihe ist eine Standardanleihe, mit der zusätzlich das Recht erworben wird, eine bestimmte Zahl von Aktien des Emittenten zu einem festgesetzten Preis zu erwerben. Der Investor hat so gleich zwei Möglichkeiten, um Gewinne zu machen. Er streicht erstens einen festen Zinssatz ein und kann zweitens bei steigenden Kursen Aktien erwerben und diese mit Gewinn veräußern. Häufig passiert der zweite Fall jedoch nicht direkt. Stattdessen wird der Optionsschein direkt verkauft. Wenn diese Möglichkeit besteht, ist die Anleihe mit einem "ex" (lat. "ohne" Anleihe) gekennzeichnet. Müssen Anleihe und Optionsschein gemeinsam verkauft werden, so ist ein "cum" ("mit") vermerkt.

Die Zinsen von Optionsanleihen fallen (deutlich) niedriger als bei einfachen Standardanleihen. Ihr ganzes Konzept zielt darauf ab, dass der Optionsschein genutzt wird. Dies wird beifallenden Kursen zu einem Problem.

Nullkuponanleihe

Bei der Nullkuponanleihe gibt es keinen Zinssatz bei der Laufzeit. Stattdessen können zwei Dinge passieren. Erstens werden alle Zinsen nach der Laufzeit ausgeschüttet. Zweitens wird die Anleihe möglicherweise aber auch wesentlich günstiger erworben als ihr eigentlicher Nominalwert ist. Der Investor kauft beispielsweise eine Anleihe für 400 Euro, die eigentlich 1000 Euro wert ist. Bei der Rückzahlung erhält er den vollen Preis.

Die Zinsen oder der Preisnachlass sind sehr hoch und machen diese Anleiheform attraktiv. Im Gegenzug muss ein Investor jedoch bereit sein, während der Laufzeit auf Zinszahlungen zu verzichten. Außerdem kann es zu erheblichen Abschlägen geben, wenn die Anleihe vor Ende der Laufzeit zurückgegeben wird.

Islamische Anleihe

Der muslimische Glauben verbietet Zinszahlungen, gestattet aber Gewinnausschüttungen. Bei islamischen Anleihen fließt der Investitionsbetrag ausschließlich in solche Produkte, die mit den entsprechenden Religionsvorschriften vereinbar sind. Sie werden beispielsweise eingesetzt, um einen Immobilienfonds zu stützen. Der Investor erhält stattdessen Zinszahlungen dann Dividenden des Fonds. In Deutschland bietet als staatlicher Akteur bislang nur Sachsen-Anhalt ein Produkt an, dass diesen Vorschriften entspricht.




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