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Börsenwissen für Kinder - Mein 11-jähriger Sohn prüft die Spotify Aktie auf Plausibilität
Geschrieben von Stephan Heibel
Veröffentlicht: 11:53 - 18.11.2020
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vom 10. November 2020, 10:44
Ich war vor 10 Tagen, am Freitag Abend, mit meinem Sohn Fahrrad fahren. Ich hatte gerade den Heibel-Ticker verschickt und er kam von einem Freund und hatte noch Bewegungsdrang. Irgendwann fragte er mich: “Und Papa, worüber hast Du heute geschrieben?” Ich überlegte, welche Aktie ihm etwas sagen könnte, und kam auf Spotify: 2 Mrd. USD Umsatz im Quartal. Mein Sohn wollte wissen, wie viele Kunden man braucht, um so viel Geld zu verdienen “…halt, warte, 2 Mrd. in 3 Monaten, das sind also 666 Mio. im Monat und ein Abo kostet 10 Euro oder USD, also 66 Mio. Kunden, oder Papa?”

So einfach ist das. Ein Elfjähriger zeigt mir mal eben, wie einfach man Unternehmenszahlen auf Plausibilität prüfen kann. Über die Einwohnerzahl der Welt und verschiedener Länder bekam er dann ziemlich schnell ein Gefühl dafür, wie verbreitet Spotify ist.

Das dumme daran: Spotify hat 144 Mio. Kunden, der ARPU (durchschnittlich je Kunde generierter Umsatz) liegt bei 4,19 USD und nicht bei 10 USD. Wie kommt das? Diese Frage hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe nun den vollständigen Anhang der Q3-Veröffentlichung durchforstet nach einem Hinweis, der mir helfen kann. Und tatsächlich steht auf S. 25 zum Familienabo: Unsere Kundenzahl beinhaltet auch alle registrierten Nutzer innerhalb eines Familienabos, ein Familienabo kann zusätzlich zum zahlenden Kunden bis zu 5 weitere Mitglieder haben.

Jetzt ergibt das ganze Sinn: Der ARPU ist im Q3 rückläufig gewesen (-10%), weil Spotify das Familienabo stark beworben und viele neue Mitglieder darüber erhalten hat. Bei einem Preis von bspw. 15 USD je Familienabo und 6 Mitgliedern unter diesem einen Abo generiert jeder “Kunde” im Sinne von Spotify nur 2,50 USD Umsatz. So kommen wir dann also auf einen durchschnittlichen Umsatz je Kunde von 4,19 USD.

Nun war der rückläufige ARPU einer der Gründe, warum die Aktie in Folge der Zahlen eingebrochen war (-20%!). Ich denke aber, dass nicht ein Problem von Spotify die Ursache dafür ist, sondern der große Erfolg des Familienabos.

Der zweite Grund für die enttäuschten Gesichter unter den Anlegern war der schwache USD: Die Einnahmen im Ausland, gerechnet in US-Dollar, waren im Heimatland von Spotify, Schweden, um 5% geringer, einfach weil der Wechselkurs sich nachteilig entwickelt hatte. Auch das ist kein Zeichen von Schwäche bei Spotify, sondern einfach nur ein externer und meist einmaliger Effekt, der für die Zahlen in zwölf Monaten eine neue Basis darstellt.

Ich bin also die ganze Zeit am Überlegen, ob Spotify nun auf Probleme zuläuft und wir die Position verkleinern sollten. Ich denke nein, Probleme gibt es keine, das Wachstum (Nutzerwachstum +29%) ist intakt. Was mich nun positiv überrascht ist, dass die Aktie gestern als “Coronagewinner” in Folge der Impfstoffmeldung nicht ausverkauft wurde, sondern um 6% anstieg. Die einzige Erklärung, die ich dafür habe, ist die, dass die Aktie offensichtlich schon im Vorfeld so stark ausverkauft wurde, dass es trotz der Impfstoffmeldung gestern keine “Verkäufer” mehr gab.

Wir bleiben also dabei, ich warte geduldig auf die 240 EUR, um Teilgewinne mitzunehmen 🙂

Freundliche Grüße
ekip.de AG c/o Stephan Heibel
Herausgeber des Börsenbriefes Heibel-Ticker

Seit über 20 Jahren erfolgreicher, wöchentlicher Börsenbrief, unterwöchige Updates direkt wenn’s passiert per SMS & E-Mail. Beste Empfehlungen für Privatanleger: www.heibel-ticker.de




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