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BWIN-Aktie ist nach 15 Jahren Geschichte – Was bleibt ist die Marke BWIN
Geschrieben von Redaktion
Veröffentlicht: 17:17 - 26.02.2016
Keine Bewertung
Aktienhandel ist kein Glücksspiel, birgt aber Risiken in sich

Die Würfel sind gefallen. Die Aktie BWIN.Party Digital Entertainment ist Geschichte. Der neue Eigentümer ist die GVC Holding.

Bildnachweis: 27716350 - Sofiaworld / shutterstock.com

18 Jahre mischte BWIN als eigenständiges Unternehmen im lukrativen Markt der Sportwettenanbieter mit. Seit dem 1. Februar 2016 wird die Aktie mit der Wertpapierkennnummer A0MV75 nicht mehr an der Börse gehandelt. Wer ab dem 2. Februar 2016 in die Marke BWIN investieren wollte, musste dies mit Aktien der GVC Holding tun, dem neuen Besitzer von BWIN.Party Digital Entertainment PLC. Die milliardenschwere Übernahme ist damit nach einem monatelang andauernden Bieterwettstreit abgeschlossen. Das Angebot über 900 Millionen Pfund der 888 Holdings reichte letztlich nicht aus. Den Zuschlag erhielt die GVC Holding, die 1,1 Milliarden Pfund bot.

BWIN.party-Aktionäre halten knapp zwei Drittel von GVC nach der Übernahme

Anteilseigner, die die BWIN-Aktie im Depot hatten, erhielten durch die Übernahme 0,25 britische Pfund sowie 0,231 neue GVC-Aktie je Aktie. An der Londoner Börse startete die GVC-Aktie am 2. Februar 2016 mit 4,65 Pfund in den Handel. In den ersten zehn Tagen war die Volatilität sehr hoch. In der Spitze wurden knapp 2 Millionen Aktien täglich gehandelt. Am nächsten Tag konnte das Papier bis auf 5,22 Pfund zulegen. Der Anstieg um 22 Prozent führte zu Gewinnmitnahmen und aktuell liegt die GVC-Aktie wieder bei 4,65 Pfund. Der Zeitpunkt für ein Engagement in die Aktie scheint jetzt günstig zu sein. GVC-CEO Alexander ist zuzutrauen, dass er die Marke BWIN wieder auf Kurs bringt. Deshalb dürfte sich dies innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auch im Kurs der GVC-Aktie widerspiegeln. Am Montag dieser Woche startete auch der Handel mit GVC-Aktien an der Wiener Börse.

Vom visionären Unterfangen zum Big Player im Wett- und Gaming-Markt

BWIN-Logo auf der Brust des Real-Madrid-Spielers Angel di Maria 2011

Der Argentinier Angel di Maria 2011 im Trikot von Real Madrid mit dem Logo von BWIN

Bildnachweis: 83031460 – Natursports / shutterstock.com

Die Geschichte der Marke BWIN beginnt 1997 im Dreiländereck Österreich-Schweiz-Liechtenstein. Im beschaulichen Feldkirch wurde BETandWIN.com gestartet und in den folgenden Jahren sukzessive zu einem der bekanntesten Sportwettenanbieter ausgebaut. Strategisch günstige Unternehmenszukäufe sorgten dafür, dass das Unternehmen stets auf Expansionskurs lag. Der Börsengang fand drei Jahre nach der Gründung im Jahre 2000 statt. Damit war BWIN eines der wenigen Unternehmen, die in diesem Jahr trotz der Turbulenzen am Neuen Markt den Börsengang wagten. Die Einführung der Marke BWIN erfolgte schließlich am 1. August 2006, knapp neun Jahre nach der Gründung. Umfangreiche Marketingmaßnahmen, insbesondere im Sportsponsoring, machten das Unternehmen schnell bekannt. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl der zahlreichen Sponsorenschaften.



Quelle: BWIN.com

Durch die Fusion mit Party Gaming im Jahre 2011 stieg laut sportwettentest.net BWIN endgültig in den Markt der Online-Spiele ein. Nun zählten neben Sportwetten auch Bingo, Poker, Automaten- und Kasinospiele zum Portfolio. Zu diesem Zeitpunkt avancierte das neue Unternehmen BWIN.Party Digital Entertainment zum weltweit größten, börsennotierten Glücksspielkonzern.

Schlechte Performance der BWIN-Aktie im Jahr 2014 führte zum Verkauf

Die Aktionäre von BWIN.Party hatten in den letzten Jahren nichts zu lachen. Zwar stiegen Umsätze und Bekanntheitsgrad seit 2005 kontinuierlich, aber aufgrund kostspieliger Marketingmaßnahmen und der unsicheren Rechtslage im Glücksspielmarkt ist der Wert der Aktie ebenso stetig gefallen. 2014 wurde die Aktie zeitweise zum Pennystock degradiert. Der Kursverfall seit 2005 betrug nahezu 90 Prozent. Auch der Gewinn des Unternehmens ist seitdem rückläufig. Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Gründe für die Probleme des Unternehmens:
• geringer werdende Margen im Bereich der Fußballwetten
• die Fokussierung auf den amerikanischen Markt durch die Fusion mit Party Gaming brachte nicht den erhofften Erfolg
• Besteuerung des elektronischen Glücksspiels in einigen EU-Ländern
• unsichere Gesetzeslage bezüglich Internet-Glücksspiele ganz allgemein
• defizitäre Social-Gaming-Sparte und das Scheitern des Verkaufs
• Umsatzanstieg durch die Fußball-WM 2014 blieb aus
Konnte das Unternehmen noch im Jahr 2013 einen Gewinn von 41,1 Millionen Euro erwirtschaften, so betrug der Nettoverlust im Jahr 2014 94,3 Millionen Euro. Auch Anfang 2015 mussten die Umsatzprognosen nach unten revidiert werden. Schon 2014 kamen erste Gerüchte über einen Verkauf von BWIN.Party auf. Die Suche nach einem zahlungskräftigen Käufer endete schließlich im Sommer 2015, als 888 Holdings und GVC Holding, anfangs noch mit der Amaya Group, um das Unternehmen feilschten. Das Ende des Bieterwettstreits ist bekannt.

Aussichten und Fazit

Kenneth Alexander, CEO der GVC Holding, wird tiefgreifende Umstrukturierungsmaßnahmen einleiten. Bezüglich der Quoten hat die Marke BWIN in letzter Zeit bereits gegenüber den Mitkonkurrenten einiges aufgeholt, wie die folgende Tabelle mit den aktuellen Quoten der anstehenden Champions League Spiele zeigt:
• Dynamo Kiew – Manchester City
• PSV Eindhoven – Atletico Madrid


Stand: 24.02.2016, 15:00 Uhr

Denkbar ist auch, dass die verlustbringenden Sparten Poker und Bingo verkauft werden. Die Chance ist groß, dass die Marke BWIN noch einige Zeit auf dem Sportwettenmarkt mitmischt. GVC und Bwin.party ergänzen sich besonders bezüglich der Umsätze gut. Während GVC vorwiegend in Lateinamerika und Osteuropa aktiv ist, macht BWIN das Gros der Umsätze in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien. Einziger Knackpunkt sind Deutschland und Großbritannien, wo beide sehr stark vertreten sind. Trotzdem dürfte sich die Bündelung der Ressourcen mittel- und langfristig positiv für GVC auswirken. Das Potenzial der GVC-Aktie dürfte mittelfristig bei sechs bis acht Pfund liegen. Langfristig sind bei guter Entwicklung sogar Werte über zehn Pfund möglich.

Infografik mit relevanten Daten der Firmengeschichte von der Gründung bis heute

Quelle Infografik: stockselect.de


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