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Wunschanalyse Krones
Geschrieben von Stephan Heibel
Veröffentlicht: 15:22 - 28.10.2017
Keine Bewertung
Herzlich Willkommen zu unserer Wunschanalyse in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de).


Der Weltmarktführer von Abfüllanlagen steht solide im Markt und profitiert von globalen Wachstumstrends. Das Geschäft ist so attraktiv, dass auch Wettbewerber ein Stückchen des Kuchens erobern wollen, was auf die Preise drückt. Krones begegnet dieser Herausforderung durch Effizienzsteigerungen. In dieser Wunschanalyse untersuche ich, für wen sich der Einstieg in Krones eignet.




Kennzahlen von Krones
laut Sharewise.com

ISIN: DE0006335003, WKN: 633500

Kurs aktuell: 108,95€






Abfüllanlagen für liquide Mittel



Die Familie Kronseder hält 51,58% der Anteile von Krones, das Unternehmen befindet sich damit mehrheitlich in Familienhand. In einer Zeit, in der CEOs häufig eine nur kurzfristige Strategie der Gewinnmaximierung verfolgen stechen Unternehmen mit einem starken Einfluss einer Inhaberfamilie durch eine langfristig solide Entwicklung positiv hervor.


So auch der Weltmarktführer für Abfüll- und Verpackungstechnik. Ob Bierflaschen oder Milchtüten, Krones kennt sich mit sämtlichen Technologien aus. Zudem erweitert Krones sein Angebot in Richtung Prozesstechnik, mit der die Getränkeherstellung und Verarbeitung bereits vor der Abfüllung angegangen wird.


Die Krones-Aktie ist nicht unabhängig von Börsenschwankungen. Doch wenn wir uns die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre anschauen dann fällt auf, dass Krones aus jeder Krise gestärkt hervorging und die Aktie immer wieder neue Gipfel erstürmte. Daher mein kleines Wortspiel in der Überschrift: Nicht nur Getränke füllt Krones ab, sondern auch liquide Mittel in die Portemonnaies der Aktionäre.


Megatrends für Krones


Als Weltmarktführer profitiert Krones von einer Reihe globaler Entwicklungen. Dazu zählen die Urbanisierung, die weltweit wachsende Mittelschicht, das weltweite Bevölkerungswachstum sowie die Digitalisierung. Bis 2016 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich von heute 7 auf 10 Mrd. Menschen anwachsen. Im gleichen Zeitraum wird sich der Anteil der Städter im Verhältnis zur Landbevölkerung in sämtlichen Weltregionen überproportional erhöhen. In Afrika und Asien wird der Anteil auf über 50% springen, in den entwickelten Ländern werden Quoten von nahezu 90% erreicht.


Kleiner Exkurs: sie kennen die Diskussion um das Elektroauto. Viele argumentieren, dass die Umweltverschmutzung durch Elektroautos nur verlagert wird, da die Batterieherstellung und der Abbau der dafür erforderlichen Rohstoffe in Regionen stattfindet, die keinerlei Umweltvorschriften kennen. Meine Antwort: Mag sein, aber wir können davon ausgehen, dass in der Zukunft gerade die Städter immer mehr Einfluss gewinnen (noch mehr!), so dass allein das Argument der Verringerung von Schadstoffemissionen innerhalb von Städten ausreichen wird, um der Elektromobilität weiter Vorschub zu leisten.


Mit der Urbanisierung geht eine wachsende Mittelschicht hervor. Zudem erlebt gerade das bevölkerungsreichste Land der Erde, China, einen wirtschaftlichen Aufschwung, der vielen Neu-Städtern den Sprung in die Mittelschicht ermöglicht. In Asien werden daher Schätzungen zufolge die Konsumausgaben bis 2030 um 571% anwachsen.


Einher mit dieser Entwicklung geht, dass die Menschen vermehrt abgefüllte Getränke kaufen anstatt, wie auf dem Land häufig noch üblich, selber Wasser aus Quellen zu schöpfen. Als Anbieter von Produktionsmaschinen wird auch Krones davon profitieren, dass modernere Abfüllanlagen deutlich günstigere Betriebskosten aufweisen. Die Digitalisierung erobert immer neue Bereiche und ermöglicht eine stärkere Automatisierung, der für die Getränkeindustrie teure Faktor Mensch wird im Produktionsprozess immer weniger benötigt. Diese Entwicklung führt im Wettbewerb dazu, dass Getränkehersteller ihre Anlagen modernisieren müssen, um im Wettbewerb zu bestehen.


Wachstum in Zahlen


Als global aufgestelltes Unternehmen möchte Krones von den oben aufgeführten Megatrends profitieren. Der Vorstand hat ein Wachstumsziel von 7% p.a. für den Umsatz ausgegeben und möchte durch eine Steigerung der Gewinnmarge von derzeit 7% auf 8% im Jahr 2020 den Gewinn überproportional steigern.


In der Bilanz schlummern 300 Mio. EUR Nettoliquidität. Die Dividendenrendite beträgt 1,5%. Diese Zahlen vermitteln einen durchweg soliden Eindruck. Auch die Kontinuität des Wachstums beeindruckt. Jedes Jahr wird der Umsatz gesteigert. Mit Ausnahme des Nachkrisenjahres 2009 konnte Krones stets einen Gewinn ausweisen.


Entsprechend ist das KGV 2018e von 18 in meinen Augen gerechtfertigt. Als Faustregel halte ich KGVs in Höhe des doppelten Gewinnwachstums für maximal vertretbar, sofern das Geschäft ordentlich wächst und die Bilanz sauber ist. Wenn Krones den Gewinn in den kommenden Jahren überproportional, als um 9% p.a., steigert, ist das KGV 2018 von 18 in Ordnung.


Wettbewerb sorgt für Kostendruck


Vorgestern hat Krones Quartalszahlen veröffentlicht, die leicht unter den Erwartungen der Analysten lagen. Gleichzeitig wurden jedoch die Jahresziele bestätigt, da man für das bereits laufende vierte Quartal einen besonders hohen Ergebnisbeitrag erwartet.


Die Aktie von Krones erreichte bereits vor vier Wochen ein Allzeithoch und war seither von 120 auf 110 Euro abgesackt. Die Mittwoch veröffentlichten Zahlen können als Grund für den Kursrückgang betrachtet werden, die Bestätigung des Jahresziels stabilisierte die Aktie.


Die Geschäftsentwicklung sei gut, allerdings sorge der harte Wettbewerb für Kostendruck. Die oben aufgeführten Megatrends führen also schon heute zu einer stark wachsenden Nachfrage, der Umsatz wächst kontinuierlich. Doch es gibt eine Vielzahl an Wettbewerbern, die in den Markt drängen und sich ein Stückchen des Kuchens abschneiden wollen. Daher ist es Krones nicht möglich, Preise zu diktieren. Die in Aussicht gestellte Ausweitung der Gewinnmarge muss also durch Effizienzsteigerungen (sprich: Digitalisierung) erfolgen – nicht nur für die angebotenen Abfüllanlagen, sondern auch schon in der Herstellung der Abfüllanlagen.


Meine Meinung: Der Maschinenbau ist eines der Kerngebiete unserer deutschen Wirtschaft. Wenn hier Effizienzsteigerungen erzielt werden müssen, dann wird das gelingen. Wer, wenn nicht Krones als Weltmarktführer und mit dem Knowhow des deutschen Maschinenbaus im Rücken, kann hier Optimierungen umsetzen.


Große Skepsis bei Analysten


Analysten sehen die Krones-Aktie skeptisch. Die Aktie sei bereits zu hoch bewertet und der Kostendruck verhindere das beabsichtigte, überproportionale Gewinnwachstum, so lassen sich die Argumente vieler Analysten zusammenfassen. Die UBS rät zum Verkaufen, die meisten Analysten lassen sich nur für ein „Halten“ erwärmen.


Das ist nachvollziehbar, denn Analysten brauchen ein Kursziel, das mindestens 10% über dem aktuellen Kurs liegt, um eine Kaufempfehlung zu rechtfertigen. Das geht mit den uns verfügbaren Zahlen kaum.


Damit fällt die Aktie in meinen Augen für eine kurzfristige Spekulation aus. Aufgrund des soliden Geschäfts kommt Krones höchstens als Langfristposition in Frage. Schauen wir uns dazu einmal den Kursverlauf an.


Aktie Konsolidiert des jüngsten Rekordlauf


Von 120 auf 110 Euro ist die Aktie in den vergangenen vier Wochen zurück gekommen. Wenn ich mir die Aktienrallye von Krones im laufenden Jahr anschaue, dann wäre bei einem Kurs von 107,50 Euro ein Drittel des Jahresanstiegs abgegeben. In der Charttechnik betrachtet man diese Marke als erste Unterstützung, die, wenn sie denn hält, den Aufwärtstrend bestätigt.


Die nächste Marke läge dann bei 95 Euro, dort hätte die Aktie zwei Drittel des Jahresgewinns abgegeben (konsolidiert, wie man an der Börse sagt). Auch ein Rückfall bis auf dieses Niveau würde die aktuelle Rallye noch nicht in Frage stellen. Erst ein Durchrutschen würde ernsthafte Probleme bei Krones signalisieren.


Im Jahresverlauf gab es bereits im Frühjahr ein Zwischenhoch, danach eine Konsolidierung während des Sommers. Erst Ende August setzte sich der Aufwärtstrend fort. Wenn wir die August-Basis heranziehen, dann ergibt sich ein Korrekturziel (bei der zwei Drittel-Regel) von 106,40 Euro.


Sie merken es, ich beschäftige mich mehr damit, wie weit die Aktie gegebenenfalls fallen könnte, als mit einem hohen Kursziel. Für Krones braucht man in meinen Augen kein ambitioniertes Kursziel ausgeben, da das Unternehmen so solide geführt und aufgestellt ist, dass die Aktie mittelfristig ohnehin entsprechend ihrer Geschäftsentwicklung ansteigen wird.


Die Gefahr eines nachhaltigen Ausverkaufs in Krones sehe ich, vorausgesetzt es kommt nicht zu einem marktbreiten Crash, derzeit nicht. Damit können Sie sich überlegen, ob Sie auf dem aktuellen Niveau knapp unter 110 Euro einsteigen wollen und sich bereithalten, knapp unter 100 Euro nochmals nachzukaufen, oder aber ob Sie darauf spekulieren, dass die Aktie noch unter 100 Euro fällt.


Fazit


Krones ist in meinen Augen gut aufgestellt, um von globalen Wachstumstrends zu profitieren. Der Wettbewerb sorgt für ausreichend Druck auf dem Kessel, das sich das Management nicht zurücklehnen kann. Wer ein Schnäppchen sucht, der ist bei Krones allerdings derzeit noch falsch.


Vielmehr eignet sich Krones als solide Beimischung für ein konservatives Depot, das einen Anlagehorizont von mehreren Jahren hat. In einem solchen Depot wird Krones meiner Einschätzung nach einen guten Ergebnisbeitrag leisten.


Interessante Anlageideen arbeite ich in meinem Heibel-Ticker aus, schauen Sie doch mal rein. Wenn ich Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten soll, melden Sie sich doch einfach und unverbindlich für meinen kostenfreien Heibel-Ticker Börsenbrief


Take Share,



Stephan Heibel


Autor: Stephan Heibel, Chefredakteur & Herausgeber Heibel-Ticker.de Börsenbrief

Ersteller der Finanzanalyse


ÜBER DEN AUTOR: STEPHAN HEIBEL

Stephan Heibel ist Autor und Herausgeber des Heibel-Ticker.de Börsenbriefs, der wöchentlich kostenfrei per E-Mail verschickt wird. Darin werden die Hintergründe zu Kursbewegungen an den Finanzmärkten aufgezeigt und erklärt. Interessante Tradingideen werden daraus abgeleitet. Sie können sich unter http://www.heibel-ticker.de unverbindlich eintragen.

QUELLEN: Kurse von finance.yahoo.com, Bilanzdaten und Geschäftsdaten stammen aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens sowie von der IR-Abteilung.




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