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Bringt dieser Mann die Nike-Aktie zum Absturz?
Geschrieben von Michael Proffe
Veröffentlicht: 16:36 - 13.09.2018
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„Nike-Aktie gerät unter Druck“ – so oder ähnlich verkündeten es viele Online-Medien am Dienstag der letzten Woche.

Mit einem Wert von 71,30 € startete die Nike-Aktie in den Tag, und um 15:30 Uhr stand der Kurs plötzlich nur noch bei 68,28 €, ein Rückgang von fast -4,50 % – was war passiert?

Und wer war schuld an diesem Kurssturz?

Die Antwort auf letztere Frage scheint für viele klar zu sein: Colin Kaepernick. Wer das ist, was da genau passiert ist und ob sich ein Investment in Nike noch lohnt, das erzähle ich Ihnen in der heutigen Ausgabe der „Proffe News“.

Wer ist Colin Kaepernick?

Kaepernick ist ein amerikanischer Football-Spieler. Er spielt auf der Position des Quarterbacks. Der Quarterback ist im American Football der wichtigste Spieler. Er gibt die Spielzüge vor und verteilt die Bälle. Er ist in der Lage, den Football über 30, 50 oder gar 50 Meter so präzise zu werfen, dass der Ball dem nach vorne laufenden Ballempfänger quasi automatisch in die Arme fällt. Ein Künstler, ein Stratege – ein Superstar.

Und Kaepernick gehört zu den Besten seiner Zunft. Kein Wunder, dass das Team der San Francisco 49ers ihm 2014 für die Unterzeichnung eines 6-Jahres-Vertrag eine Gesamtsumme von 126 Millionen Dollar zahlte.

Black Lives Matter – Kaepernicks Protest während der Nationalhymne
Kaepernick ist aber nicht nur ein hochbezahlter Footballstar, er unterstützt als Afroamerikaner die Protestbewegung „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen), die unter anderem auf willkürliche Polizeigewalt gegen Farbige aufmerksam macht.

Kaepernick entschloss sich 2016 zu Saison-Beginn der amerikanischen Football-Liga NFL zu einer ungewöhnlichen Form des Protests: Beim Abspielen der Nationalhymne – die in den USA zu jedem Sportereignis gespielt wird – stand er nicht wie üblich am Spielfeldrand, sondern kniete sich hin. Diese scheinbar harmlose Geste löste eine Riesenkontroverse aus.

Viele Amerikaner empfanden dieses Verhalten als unpatriotisch und als einen Affront gegen die Flagge, die Nation und die Armee (warum auch immer).

Allerdings schlossen sich viele Spieler – auch von anderen Teams – in den folgenden Spieltagen diesem Protest an. Befeuert wurde die Kontroverse noch von US-Präsident Donald Trump, der von den 49ers verlangte, Kaepernick zu feuern. Dem kam der Quarterback aber zuvor, indem er selbst seinen Vertrag auflöste. Seitdem hat er kein neues Team gefunden.

Nikes Werbespot mit Colin Kaepernick

Die ganze Affäre um Kaepernick und den knieenden Prostest versandete allmählich und wäre vielleicht ganz in Vergessenheit geraten.

Aber dann kam Nike. Der amerikanische Sportartikelhersteller feiert in diesen Tagen das 30jährige Jubiläum seines Slogans „Just do it“ (Mach es einfach).

Deshalb hat Nike zu diesem Anlass einen Werbespot produziert, der zur Eröffnung der NFL-Saison 2018 am vergangenen Donnerstag erstmals ausgestrahlt wurde.

Aber bereits einige Tage vorher gab der Konzern bekannt, wer die Hauptrolle in diesem Spot spielt: Colin Kaepernick. Er spricht den kompletten 2minütigen Spot und sagt dabei unter anderen „Believe in something, even if it means sacrificing everything“ (Glaube an etwas, auch wenn das bedeutet, dass Du alles opfern musst) – ein Satz, der natürlich auf seinen Protest und den daraus resultierenden Verlust seines Arbeitsplatzes anspielt.

Und erneut brach die Kontroverse los – diesmal sehr viel heftiger. In den sozialen Medien gab es viel Zuspruch für Nike, aber es gab auch Menschen, die ihre Nike-Schuhe verbrannten und davon Filme ins Netz stellten. Auch Trump wetterte gegen Nike und rief mit markigen Worten zum Boykott der Marke auf: „Lasst uns die Nike-Aktie töten“.

Aktienkurs fällt, Umsätze steigen

Das alles führte zum eingangs erwähnten Kurssturz der Nike-Aktie. Wobei sich die Aktie davon recht schnell erholte: Zum Börsenschluss am Freitag letzter Woche war sie bereits wieder über die 70-€-Grenze geklettert. Und am Samstag wurde bekannt, dass die Online-Verkäufe am Labor-Day-Wochenende trotz – oder vielleicht wegen – der Kaepernick-Kampagne um 31 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.

Meine Meinung: Nike ist und bleibt eine starke Aktie

Nike hat sich mit dieser Kampagne bewusst dafür entschieden, zu polarisieren. Das mag sie einige Kunden im stramm rechtskonservativen Lager gekostet haben.

Gleichzeitig sorgt das Bekenntnis zu einem Wortführer der schwarzen Protestbewegung für breite Zustimmung im liberalen Lager – die Verkäufe am Labor-Day-Wochenende sprechen hier eine deutliche Sprache. Und die Aktie wird – da bin ich sicher – schon bald wieder auf altem Niveau sein und dieses auch überflügeln. Daran kann auch ein zeternder Donald Trump nichts ändern.

Hier erfahren Sie mehr über Trendfolge mit meiner Trendfolgestrategie.




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