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Alt 05.09.2003, 19:38   #1
mfabian
Logiker
 
Benutzerbild von mfabian
 
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 3.691
Posting Implizite Volatilität

Ich möchte nachfolgend mal versuchen, den Begriff der "Impliziten Volatilität" in einfachen Worten zu erklären und dabei auf mathematische Formeln zu verzichten. Dabei setze ich Warrants und Optionsscheine gleich, obschon sie streng genommen Unterschiede aufweisen:

Beachtet mal diese Grafik:



Wir haben hier die extrem träge "Schlaftablette AG", die sich in einer Kursbreite von 79.5 bis 80.7 bewegt sowie die hochvolatile Dotcom.com, mit einer Schwankungsbreite von 64 bis 94.

Derzeits stehen beide Papiere gleichauf auf 80.5. So, und jetzt beantworte mal die folgende Frage rein aus dem Bauch heraus: "Welche der beiden Aktien hat eine höhere Chance, per 31. Dezember den Kurs von 90 zu erreichen?

Richtig, es ist die hochvolatile DotCom.com Aktie. Wer würde schon eine Call-Option auf "Schlaftablette AG", strike 90 per 31.12 kaufen? Die Volatilität ist zu gering . Bei der DotCom.Com sieht's schon viel besser aus. Schliesslich hat die Aktie ja bereits drei Mal den Wert von 90 überschritten.

Was wir obenstehend betrachtet haben ist die historische Volatilität, also die Volatilität, die sich aus historischen Daten berechnen lässt.
Wenn der betrachtete Zeitraum lange genug ist, (30, 90, 360 Tage) können wir daraus schliessen, dass für die Zukunft ähnliche Volatilitäten gelten werden. Dies ist die Implizite oder "erwartete" Volatilität.

In der Regel kann man (Handgelenk mal Pi) davon ausgehen, dass die Implizite Volatilitäg eines Warrants mit einer Laufzeit von noch 90 Tagen in etwa so hoch sein wird die die historische Volatilität der letzten 90 Tage.

Einen guten Überblick für Schweizer Warrants gibt www.warrants.ch, wo neben der historischen auch die Implizite Volatilität grafisch dargestellt werden.

(P.S.: Wer kennt einen entsprechenden Link für deutsche Optionsscheine? Bitte strong posten )


Die Implizite Volatilität hat - wie wir gesehen haben - einen grossen Einfluss auf den Preis eines Warrants. Steigt die I.V. wird sie den Preis des Warrants nach oben treiben und zwar ungeachtet dessen, ob es sich dabei um einen Call- oder Put-Warrant handelt.
Interessanter Weise gibt es häufig ähnliche Warrants (mit "ähnlich" meine ich gleiche Aktie, gleiche Laufzeit und strike) mit unterschiedlicher I.V.
Bei der Auswahl sollte man deshalb immer den mit der geringsten I.V. wählen.
Ebenfalls würde ich empfehlen darauf zu achten, dass die I.V. unterhalb der historischen liegt.

Marcus
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“it wasn’t raining when Noah built the ark.” (Warren Buffet)
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