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Alt 17.01.2007, 00:52   #1
hailer
King of Short. Short, bis der Dow 9200 erreicht, oder die Bank alle Konten streicht.
 
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Standard Zyklik

Hallo

Ich erlaube mir, einen neuen Thread zu eröffnen. "Zyklik" der Einfachheit halber. Er soll sich auch mit Saisonalitäten, historischen Vergleichen usw. beschäftigen. Vorrangig im grossen Bild. Deshalb werde ich auch nicht oft etwas einstellen, nur dann, wenn ein Update erforderlich scheint. Ein eigener Thread, weil mir ein Daily-Thread dafür nicht geeignet erscheint. Ich hoffe, dass ist o.k. so....

Um allzu grossen Erwartungen vorzubeugen: ich beschäftige mich erst seit einem knappen Jahr mit diesem Thema, verfüge also nicht über sehr grosse Erfahrung. Der erste Versuch war zwar ein Volltreffer, ich erwartete ein markantes Tief für den 13.6.2006 (Dienstag der Verfallswoche in Analogie zu 1987, da die Ähnlichkeiten bis dahin sehr gross waren), allerdings vermutete ich ebenfalls einen nochmaligen deutlichen Rückgang ab September oder Oktober 2006, der dann bekanntermassen nicht kam. Auf gut deutsch: Es kann funktionieren, muss aber nicht.
Manche mögen das Ganze als blosse Spielerei oder sogar Unsinn betrachten, aber mir gefällt´s....

Ich bediene mich natürlich auch anderer Quellen, verwende aber ausschliesslich die Fakten bzw. Charts. Fremde Schlussfolgerungen hingegen übernehme ich nicht, sondern stelle mir ein eigenes Bild zusammen.

Was mich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht interessiert, sind volkswirtschaftliche Daten und Zusammenhänge. Sie können zwar manchmal einen Hinweis darauf geben, ob es zu einem Verlauf entsprechend der Zyklik/Saisonalität usw. kommen könnte, genauso gut aber nicht. 1998 z.b. wurden markante Tiefs im Zuge des 4-Jahres-Zyklus gebildet, der Dow verlor vom Juli-Hoch aus gut 20%, der Dax sogar knapp 40%. Auslöser war mitunter die Russlandkrise, welche im Vorfeld aber so nicht abzusehen war.
Also beziehe ich meine Ideen vorrangig aus den Charts selbst. Wichtig dabei sind vor allem auch Indikatoren inkl. Divergenzen und das übergeordnete Sentiment. Hierzu zähle ich unter anderem Investors Intelligence, AAII, Rydex-Zahlen (Rydex Nova/Ursa, Rydex Cash Flow Ratio) und auch die COT-Daten.

Hierzu gleich etwas: Alexander Hirsekorn äussert sich im aktuellen Wellenreiter vorsichtig bearish, erwartet für die nächsten beiden Wochen ein Top im NDX mit folgender Schwäche im ersten Quartal. Gründe: Saisonalität NDX, 6-Monats-Zyklus, SMA 10 OEX-PCR (kein ! Kontraindikator) auf dem Weg zu einem Extrem.
In zwei Punkten bin ich nicht einer Meinung mit ihm:

1. Trends werden durch Divergenzen gestoppt, die wären aber momentan noch nicht vorhanden. Ich sehe schon welche. RSI Daily. Das Gleiche bei Dow und Dax.

[URL

2. Wichtige Hochs, wenn die Commercials mit ca. 20k Kontrakten netto short.
Dabei hat er wohl die Zeit Dezember05/Januar 06 im Blick. Allerdings: die entscheidenen Hochs wurden erst im April/Mai gebildet. Da waren die Comms gerade mal mit 10k netto short, der Spread zwischen Comms und Large Traders betrug etwa 15k. An sich hätte man damals sogar bullisch sein können, da die Comms bei einem tieferen Hoch weniger stark short ausgerichtet waren.
In meinen Augen ist die aktuelle Situation am ehesten mit der vom Frühjahr 06 vergleichbar. Voraussetzungen für ein Top somit bereits vorhanden. Eventuell Comms noch mal runter auf 10k short, das war´s dann.




Eine kleine Bemerkung am Rande noch, weil Hirse Wolfgangs Freund ist. :
In letzter Zeit lässt er in seine wöchentliche Analyse der COT-Daten verstärkt saisonale/zyklische und auch charttechnische Überlegungen inkl. Charts einfliessen. Also alles, was eine gute Analyse braucht. Schreit eigentlich so langsam nach einem eigenen Abo-Bereich meiner Meinung nach. Zumal Rethfeld selbst immer mehr von diesem symmetrischen Denken abkommt, sich schon seit längerem verstärkt die bearishen "Rosinen" heraus pickt. Ist so meine Beobachtung....


Thomas Müller ("Gewinnen mit Börsenzyklen") bietet seit Ende Mai 2005 einen eigenen Börsenbrief an, hat in seinem real getradeten Musterdepot seitdem eine stattliche Performance von +1400% aufzuweisen. Deshalb denke ich, dass man seine Prognosen durchaus ernst nehmen sollte. Seine Langfristprognose: bis 2009/10 Dow 20.000+ und Dax 10.000+.
Sollte der Dax bereits im ersten Quartal 2007 die 7000 erreichen (Überschiessen auf 7200-7500 möglich), dann wäre in Q 2 und 3 mit 1000 Punkten und mehr nach unten zu rechnen (20%-Korrektur ?). Letztendlich sieht er den Dax bereits im letzten Quartal 07 oder im ersten 08 nahe seines Allzeithochs 8136, die Tiefs aus 2006 sollten bis Ende des Jahrzehnts nicht mehr unterschritten werden (seine Bedingung ).
Dieses Szenario sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten.
Ich sehe dahinter zwar eine Logik, die ich nicht von der Hand weisen kann, andererseits habe ich mir ein paar andere zyklische Geschichten angeschaut, die auf etwas anderes hinweisen.

Bei Hofi (leider zersplittert das Board inzwischen aufgrund mehrerer Abobereiche) hatte ich vor etwa 4 Monaten ein mögliches längerfristiges Szenario aufgestellt. Das kopiere ich jetzt einfach mal hier rein. Ein paar kleine Änderungen bzw. Aktualisierungen, im wesentlichen aber unverändert.
Und unten angehängt dann noch die Dax-Charts aus dem Tagesthread, die ganz gut zu diesen Überlegungen passen.

Schöne Grüsse

Ralf



Zyklik mittel-/langfristig:


Dieser Chart meint: stark steigende Kurse bis in den Sommer 07 hinein :




Eine ganz andere Sprache spricht der Chart zu den Verläufen des ersten Jahrzehnts eines neuen Jahrhunderts:




Die Ähnlichkeiten sind augenfällig....

Es fehlt eigentlich "nur" ein neues Hoch (Anmerkung: inzwischen erreicht), welches jenes aus dem Jahr 2000 überbietet. Letztendlich wären von einem in 2006 gebildeten Hoch (spätestens August/September) per saldo stark fallende Kurse bis ins letzte Quartal 2007 zu erwarten, wobei sich der Dow seinem Tief aus 2002 noch einmal deutlich annähern sollte.
Werden die Indizes dem Election Cycle folgen (These), oder sich an das Verlaufsmuster eines ersten Jahrzehnts halten (Antithese) ?
Als alter Philosoph frage ich mich natürlich auch, ob sich hier ein Synthese bilden lässt. Sprich: können diese Charts mit ihren komplett unterschiedlichen Aussagen in Einklang gebracht werden ?
Theoretisch schon. Und zwar dann, wenn man den Chart zum ersten Jahrzehnt dahingehend interpretiert, dass die Zeit von August/September 06 bis Ende 07 per saldo !!! fallende Kurse bringen soll.


aber der Reihe nach....

Ein Blick auf den "Kampf" um grosse runde Zahlen, wobei ich in bezug auf Zeit-Relationen nicht das bisherige Alltime-High, sondern das erstmalige Anlaufen der 10.000 als Massstab nehme.
Dazu ein Artikel von Rethfeld: http://www.wellenreiter-invest.de/P...05rundezahl.pdf

Zunächst interessant, dass der Kampf sowohl um die 100er als auch die 1000er Marke vom ersten Erreichen bis zum nachhaltigen und dauerhaften Überwinden jeweils etwa gleich lang dauerte, nämlich 17 bzw. 18 jahre.
Ebenfalls sehr interessant, aber von Rethfeld nicht erwähnt (nicht gesehen ?), dass jeweils ziemlich genau in der Mitte dieser Zeitspanne ein bedeutendes Tief gebildet wurde, welches das vorher gebildete noch einmal erreichte bzw. sogar unterschritt. 9 Jahre nach dem ersten Erreichen der 100, 8 Jahre und 9 bzw. 11 Monate (Doppeltief) nach der ersten Berührung der 1000.

Kampf um die 1000er-marke (Verhalten bei 100 praktisch identisch):

[URL

Die 10.000 wurden zuerst im März 1999 erreicht. Folgt der Dow dem bisherigen Muster im Kampf um runde Marken (100 und 1000), dann wäre mit einem signifikanten Tief Ende 2007 oder Anfang 2008 zu rechnen, wobei das Tief 7200 noch einmal angelaufen bzw. sogar leicht unterboten werden sollte.

Im übrigen erklärt sich meiner Meinung nach unter Berücksichtigung des Verhaltens an grossen runden Marken auch, warum der Dow diesmal anders als im jeweils ersten Jahrzehnt der letzten beiden Jahrhunderte bisher relativ schwach performed. Damals toppte er am Anfang bzw. gegen Mitte des sechsten Jahres ca. 60% (18xx) bzw. 50% (19xx) über dem Stand zu Beginn der Dekade, gleichzeitig war das jeweils ca. 30% über dem Hoch des ersten bzw. zweiten Jahres. Aktuell liegt er im Januar 2007 bei 12600 und damit gerade mal 7% über dem bisherigen Dekaden-Hoch. Der dafür wahrscheinlichste Grund in meinen Augen: er "darf" sich noch nicht signifikant von der grossen runden Zahl entfernen....


2000 ist eine Mega-Blase geplatzt. Weniger im Dow als in manch anderen Indizes. So büsste z.b. der NDX zwischenzeitlich mehr als 80%, der Dax fast drei Viertel seines Wertes ein.
Über das Verhalten von Märkten nach dem Platzen einer Spekulationsblase erneut ein Artikel von Rethfeld:
http://www.goldseiten.de/content/ko...php?storyid=457

Die Charts kann man leider nicht kopieren, deshalb bitte selbst im Artikel anschauen.

Zusammenfassend gesagt sieht der durchschnittliche Verlauf nach dem Platzen einer Blase (Dow 1929, Gold 1980, Silber 1980, Nikkei 1990) wíe folgt aus: erstes markantes Tief nach etwa 2,5 Jahren, zweites markantes Tief im 5. Jahr. Das dritte folgt dann im 8. Jahr.
Bisher wird dieses Muster nach dem Platzen der Blase in 2000 vom NDX sehr gut eingehalten. Demnach sollte 2008 erneut ein Tief anstehen.



Fazit: die Ahnlichkeit des Dow-Verlaufs seit 2000 mit den Verläufen im ersten Jahrzehnt der letzten beiden Jahrhunderte, das durchschnittliche Verhalten nach dem Platzen einer Blase, und das Muster, welches sich beim Kampf um die runden Marken 100 und 1000 zeigt, lassen vermuten, dass das "eigentliche" 4-year-cycle-low erst gegen Ende 2007 oder im ersten Quartal 2008 zu erwarten ist. Dabei sollte das Tief von 2002 noch mal knapp erreicht, eventuell sogar unterboten werden.
Zu bemerken ist, dass jeder einzelne der genannten Faktoren für sich genommen nicht sonderlich repräsentativ ist, da jeweils nur wenige Durchschnittsverläufe einfliessen, dass aber jeder einzelne auf etwa das gleiche Ziel zur gleichen Zeit hinweist. Nur Zufall oder mehr ???


Stellt sich die Frage nach dem Top....


Folgt er weiterhin den Verläufen 1800-1810 und 1900-1910, dann müsste es nach einem Top in 2006 bis Ende 2007 nur noch nach unten gehen.

Dagegen spricht die "Durchschnittsblase" (siehe Rethfeld-Artikel), welche ausser den besagten Tiefs auch ein signifikantes Hoch gegen mitte des 7. Jahres nach dem Platzen einer Blase vorsieht.

Auch der Dekadenzyklus mit einem Hoch im 7. Jahr über demjenigen des 6. Jahres:



http://www.wellenreiter-invest.de/W...eiter060603.htm


Einen Chart zum Durchschnittsverlauf der 7er-Jahre, welche gleichzeitig Preelection-Jahre sind, habe ich leider nicht vorliegen. Aber die letzten beiden dieser Jahre (1967 und 1987) waren bis in den Sommer hinein durchaus bullisch.
Wobei das jahr 1987 dann auch zeigt, wie der Chart zum Durchschnittsverlauf der Preelection-Jahre und der zum Verlauf im ersten Jahrzehnt eines neuen Jahrhunderts letztendlich zusammen gebracht werden können:


[URL

Vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass die Rally diesmal nicht so stark ausfallen sollte wie 1987, sondern sich eher im Rahmen des Durchschnitts der Preelection-Jahre abspielt. Denn der Dow sollte sich im Kampf um die grosse runde Zahl nicht zu weit von der 10.000 entfernen können. Kurse im Bereich 12500+-x sollten aber zu machen sein. Das Sentiment muss schliesslich auch "weichgekocht" werden.
Fragen kann man sich noch, ob das Top 2007 erst im Sommer oder schon im Frühjahr gebildet wird. Laut "Durchschnittsblase" wäre es nach knapp 7,5 Jahren fällig. Zudem wartet im Frühjahr ein markanter Fibo-Monat. Kann aber alles werden: Hoch, Zwischenhoch, Zwischentief. Das "absolute" Tief nach diesen Überlegungen aber eher nicht.....

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Und dazu noch meine neuesten Überlegungen zum Dax:

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Ralf

Geändert von hailer (17.01.2007 um 00:59 Uhr).
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Alt 17.01.2007, 07:52   #2
Maurice
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steckt einiges an Arbeit & Diskussionsstoff drin..........
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Alt 17.01.2007, 21:28   #3
hailer
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danke, maurice.


ja, diskussionsstoff. konstruktive kritik ist auch erwünscht. aber wie gesagt: volkswirtschaftliche fakten/hintergründe interessieren mich null.


ansonsten, ergänzend zu dem chart mit den grossen fibos: das könnte es fast schon gewesen sein.
die extensionen habe ich mir heute erst eingezeichnet. anregung kam durch die godmode-charts.

schöne grüsse


.
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Ralf
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Alt 18.01.2007, 15:36   #4
bimbes
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hallo Ralf

gute arbeit!


hier mal ein kommentar(analyse) der etwas anderen art:

erst wenn jedem die richtung ins gehirn eingebrannt ist und der brummigste bär reflexartig in jeden dip long hineinkauft - dann ist das top ganz nahe.

gruß
Klaus

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Alt 18.01.2007, 21:06   #5
hailer
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hallo klaus ,

schwer zu sehen für mich, wo du hin willst. die schilder umfassen ca. 1500 punkte.

schrieb ja auch irgendwo mittendrin -sinngemäss- : für was richtig grosses muss erst das sentiment weichgeklopft werden bei den amis. ist es noch nicht.
aber für eine dax-korrektur der bewegung seit 5240 reicht´s allemal, meine ich. kommt doch einiges an widerständen in form von fibos und extensionen zusammen, verbunden mit divergenzen.
korrektur der rally seit juni/juli 06, mehr will ich auch gar nicht. danach noch mal strong up.

schöne grüsse
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Ralf
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Alt 22.11.2008, 15:49   #6
hailer
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Hallo alle zusammen ,


wollte mich und diesen Thread mal wieder in Erinnerung bringen.
Was ist passiert?: Dow und Dax liefen jeweils 10% höher, als ich vermutet hatte, bevor es zu einem Crash kommen sollte. Und ebenfalls wurden die Tops später erreicht als gedacht. Trotzdem scheint sich das ganz große Bild soweit gut zu bestätigen. Ich hatte oben geschildert, wie sich der Dow im Kampf um die "großen runden Zahlen", sprich 100 und 1000, jeweils verhalten hatte, und vermutet, dass es diesmal an der 10.000 nicht viel anders laufen dürfte. Siehe auch der Link zum Rethfeld-Artikel, der allerdings nicht auf die Tiefs eingegangen ist, welche im Kampf um diese Marken jeweils gebildet wurden. Das Obige noch mal zusammengefaßt und ergänzt: nach ein- oder mehrmaligem Erreichen der großen Zahlen 100 und 1000 kam es jeweils zu einem Crash in der Größenordnung von ca. 40-50%. Diesmal nicht anders: ca. 40% ausgehend von 11750 auf 7200. Nach diesem -ersten- Crash wird die große runde Zahl bzw. das erste Hoch erneut angelaufen bzw. zeitweilig überboten. So auch diesmal: ausgehend von 7200 auf 14200. Aufgrund der Muster, welche bei der 100er und der 1000er Marke gebildet wurden, sollte aber auch dieser Versuch scheitern, statt dessen das erste Crash-Tief noch mal angelaufen bzw. etwas unterboten werden. Und genau hier sind wir nun. Das Tief aus 2002 wurde bereits bis auf 250 Punkte erreicht. Die Geschichte wiederholt sich. Und der große Fahrplan wird soweit eingehalten...
Wie sollte es weiter gehen entsprechend dieser Muster? Theoretisch könnte der Dow sein Soll nach unten bereits erfüllt haben. Ich tippe eher darauf, dass der Bereich 6500-7200 noch angelaufen wird. Auch Klaus Zählungen sprechen dafür, dass es noch weiter runter sollte. Mit oder ohne größere Zwischenbewegungen. Anschliessend dürfte es wieder rasant nach oben gehen. Sagen wir mal 12.000+-x innerhalb von 1- 1,5 Jahren nach Bildung des Tiefs. Aber auch dann wird die 10.000 noch nicht endgültig genommen. Es kommt zu einer erneuten starken Abwärtsbewegung, der Bereich um die 7000 wird jedoch nicht mehr gesehen. Eine Korrektur in der Größenordnung von etwa 62% wäre zu erwarten. Danach wieder rauf. Schlußendlich kann die 10.000 aber erst ca. 2015/16 nachhaltig überwunden werden. Dann geht´s auf zur nächsten großen runden Zahl. Nicht 20.000, sondern 100.000.
Schaut Euch mal den Kampf um die 1.000 an. Wenn es diesmal an der 10.000 wieder so läuft (bisher sieht es genau danach aus), dann würde dies auch wunderbar zu dem von Klaus favorisierten Triangel-Szenario für den Dax passen. Bei Dow 6500-7200 dürfte der Dax bei etwa 3400/800 zum Stehen kommen, sich in den Folgejahren gemeinsam mit dem Dow nach oben hangeln und in der Mitte des nächsten Jahrzehnts den Ausbruch nach oben vollziehen.
Grober Tradingfahrplan: im Bereich Dow 6500-7200 eventuell gestaffelt long mit Ziel 12000+-x auf Sicht von 1-1,5 Jahren.

Schöne Grüße
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Ralf
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Alt 30.11.2009, 23:13   #7
hailer
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Hallo ,

genau ein Jahr, eine Woche und ein Tag seit dem letzten Posting. Aber seitdem gab´s auch nichts Neues zu schreiben.

Zitat:
Zitat von hailer

Grober Tradingfahrplan: im Bereich Dow 6500-7200 eventuell gestaffelt long mit Ziel 12000+-x auf Sicht von 1-1,5 Jahren.

Schöne Grüße

Alles ein bisschen zusammengefaßt, erläutert und ergänzt...

Die Idee, den "Kampf um die große runde Zahl" zu analysieren, war, wie oben schon erwähnt, nicht meine, sondern die von Robert Rethfeld. Erster Artikel 2003, vor kurzem nochmal aufgegriffen. Den Artikel inkl. der Charts sollte sich jeder anschauen.
http://www.wellenreiter-invest.de/W...eiter091010.htm

Feinheiten hat Rethfeld allerdings nicht herausgearbeitet. Und ein bisschen erstaunt war ich darüber, dass er dieses Szenario auch nicht in seine Prognose einfliessen lies, wie ich vor ein paar Tagen in seinem jetzt frei zugänglichen Jahresausblick 2008 sah. Zumal er dort einen Chart über das Verhalten von Märkten nach dem Platzen einer Blase brachte und aufgrund seines Charts ein wirklich sehr schwaches Jahr 2008 für den NDX zu erwarten war. Diesen Chart hat er auch schon lange im Repertoire und ich hatte ihn auch schon im ersten Posting eingestellt. Trotzdem glaubte er, dass die Aktien ab Frühjahr/Frühsommer 2008 bis Jahresende nach oben laufen würden. Schade, dass er an diesem Szenario nicht festgehalten hat, zumal es von dem Chart zum "Blasenverlauf" klar unterstützt wurde. An sich mag ich die Art und Weise, wie sich Rethfeld dem Markt nähert.

Meine Vermutungen waren also bisher:

1.) Der Dow wird im Frühjahr/Sommer 2007 bei 12500+-x toppen und anschließend auf 7200 oder tiefer crashen.

Die Vermutung, dass er vor diesem Crash über das Hoch aus 2001 laufen wird, hatte im wesentlichen drei Gründe:

1. Das Crash-Tief 2002 entsprach in der Größenordung dem beim Kampf um die 1000er-Marke, wogegen das beim Kampf um die 100er-Marke prozentual gesehen tiefer lag. Die grössere Ähnlichkeit also zum Verhalten des Dow bei 1.000. Und dort lief er nach dem ersten Crash ebenfalls über das bisherige Hoch.
2. Im ersten Jahrzehnt eines neuen Jahrhunderts sollte der Dow sein Hoch aus dem ersten Jahr später im Laufe des Jahrzehnts zunächst überwinden. Chart irgendwo oben.
3. Das Sentiment war bei 11.000/500 noch nicht reif für einen Crash.

Bei 12.500 allerdings auch noch nicht, wie sich dann herausstellte. Aber ehrlich: kann man ein solches Szenario, welches sich über zwei Jahrzehnte erstreckt, mit Kurzläufern oder engen K.O.-Zertis traden? Im Frühjahr 2007 bei 12.500 ein 10.000er Put mit zwei Jahren Laufzeit, das war´s. Bei 7000 war man fein raus. Nachgekauft in ein oder zwei Tranchen weiter oben natürlich noch besser. Je nachdem, ob nachgekauft oder nicht, zwischen 600 und 1000% Gewinn.

2.) Im Bereich 6500-7200 sollte der Dow seinen Boden finden und von dort aus eine starke Rally ausführen. Ziel 12.000 innerhalb von ein bis eineinhalb Jahren.

Na, da liegt man auch schön im Plus.


Wie ich im ersten Posting schon erwähnte: volkswirtschaftliche Daten interessieren mich im Rahmen dieses Szenarios nicht. Auch nicht sonstige potentielle Auslöser für Kursbewegungen wie Kriege, Naturkatastrophen usw.. In meinen Augen sind das nur Katalysatoren, die dazu führen, dass sich der Dow in dem Muster bewegt, wie es bei den großen runden Zahlen üblich ist. Auslöser gab es natürlich immer. Immer andere, aber letztendlich führten sie alle zum praktisch gleichen Ergebnis. Von daher kann ich auch bei bestem Willen nicht glauben, dass es sich hier um zufällige Ähnlichkeiten handelt.
Beim Kampf um die 1000 crashte der Dow um 37,3%, beim Kampf um die 10.000 um 38,7%. Zufall? Na gut, eine große runde Zahl ist vermutlich ein bedeutender psychologischer Widerstand. Und 40% keine unübliche Größenordnung, wenn es um Crash´s geht. Von dort weg steigt er jeweils über das alte Hoch hinaus. Zufall? Ein solcher Crash bereinigt einen Markt und macht ihn bereit für eine neue Mega-Rally. Stimmt schon. Dann crasht er aber erneut und landet in dem einen Fall 9%, im anderen Fall 10% unter dem ersten Crash-Tief. Schon wieder Zufall? Und der Clou: zwischen dem ersten Hoch an/über der großen runden Zahl und dem zweiten Crash-Tief liegen neun Jahre. Das gilt für den Kampf um die Marke 100, 1000 und 10.000. Immer der gleiche zeitliche Abstand. Und ausgehend von dort beginnt wieder eine Rally.
An so viele Zufälle glaube ich nun mal nicht. Das Muster läuft, solange es läuft. Sollte es seine Gültigkeit verlieren, dann wird man es früh genug merken. Zum Abgleich ziehe ich lediglich Indikatoren auf Wochen- und Monatsbasis und das Sentiment heran. Sprechen sie dafür, dass das Muster weiter läuft, oder nicht? Alles andere interessiert mich innerhalb dieses Musters nicht.

Damit ist auch erklärt, wie ich auf 6500 als unteren Rand des Zielbereiches gekommen bin: etwa 10% unter dem ersten Crash-Tief, genau wie beim Kampf um die 1000er Marke.

Der grobe Tradingfahrplan wird demnächst etwas verfeinert, weil laut Muster bald eine größere Korrektur fällig sein sollte. Das Sentiment zielt auch in diese Richtung meiner Meinung nach.

Was mir zum Schluss gerade noch einfällt: vielleicht besteht das Muster gar nicht darin, dass nach dem zweiten Crash-Tief das grosse 62%-RT angelaufen wird vor einer grösseren Korrektur. Vielleicht steckt da noch etwas anderes dahinter, was ich nicht sehe, woraus sich ein anderer Startpunkt für die Korrektur ergeben würde. Es war meine subjektive Entscheidung, dass ich das RT herangezogen habe für die Prognose. Das schien mir das Offensichtlichste und Wahrscheinlichste zu sein. Auch das Sentiment ist am aktuellen Punkt eventuell noch nicht reif für einen Schwächeanfall. Aber selbst wenn, dann dürften die langfristigen Calls trotzdem nicht in Gefahr sein, weil es danach noch mal höher sollte. Also: ich präferiere im Moment noch ein Anlaufen bzw. kurzes Überschreiten der 11250 auf Sicht der nächsten Wochen.


Schöne Grüße

.
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Ralf

Geändert von hailer (30.11.2009 um 23:26 Uhr).
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Für Inhalt und Rechtmäßigkeit dieses Beitrags trägt der Verfasser hailer die alleinige Verantwortung. (s. Haftungshinweis)
Alt 12.01.2010, 15:10   #8
hailer
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Beiträge: 6.820
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Zitat:
Zitat von hailer


Grober Tradingfahrplan: im Bereich Dow 6500-7200 eventuell gestaffelt long mit Ziel 12000+-x auf Sicht von 1-1,5 Jahren.

Schöne Grüße

Tradingfahrplan wurde im November 2008 erstellt.

Im letzten Posting vor eineinhalb Monaten schrieb ich, dass der Tradingfahrplan verfeinert werden muss. Grund: beim 62er 11250 wäre der allergrösste Teil der Rally bereits gelaufen und ein grössere Korrektur stünde an. Deshalb zwischenzeitlicher Wechsel in Shorts und Longs dann weiter unten wieder.

Ich schrieb ebenfalls, dass das Muster vielleicht nicht darin besteht, dass vor der Korrektur das 62er angelaufen wird. Habe mir den SPX angeschaut, auch der liefert keine anderen Erkenntnisse. Auch da zog im Vergleichsfall das 62er.
Allerdings kann man sich natürlich schon fragen, ob die grossen Retracements heutzutage noch die gleiche unmittelbare Wirkung entfalten wie vor 30, 40 Jahren, als sie bestimmt nicht so sehr von der Masse beachtet wurden wie heutzutage. Die kleinen schon, denn die werden aufgrund falscher Zählungen oft falsch angelegt. Die ganz grossen dagegen sieht jeder. So 2006 beim Dax. Das grosse 62er wirkte, aber nicht unmittelbar. Zunächst wurde es um gut 6% überwunden, dann folgten 15% nach unten. Genauso gut ist natürlich ein Abdrehen bereits darunter möglich.
Wenn man also mal davon ausgeht, dass der Dow nicht genau wie damals am 62er drehen wird, dann muss man sich fragen: diesmal darunter oder darüber?
Der Dow hatte 1975 ausgehend vom Crash-Tief bis zum 62er 56% zugelegt. Aktuell wären es vom Tief 6500 bis zum 62er 11250 74%. Schon jetzt bei 10664 (Schlussstand gestern) sind es 65% seit dem Tief, deutlich mehr als damals also. Dementsprechend sind auch die schnelleren Stochastiks auf Monatsebene überreizter.
Damals lief er etwa ein halbes Jahr nach oben bis zur Korrektur, diesmal sind es schon zehn Monate ohne eine Korrektur von mehr als 10%.
Im Monatschart eine deutliche Widerstandszone bei 10700 - 11000, im Tageschart seit fünf Monaten negative Divergenzen RSI und MACD, welche zugegebenermassen auch noch etwas anhalten könnten.
Sentiment übergeordnet: Stimmung laut Rydex Nova/Ursa Ratio viel freundlicher als noch vor zwei Monaten. Der Sprung über 10500 wird auch geholfen haben. Bull-Bear-Spread Investor´s Intelligence dank nicht mehr vorhandener bearisher Meinungen sehr hoch, zeigt grossen Optimismus an.
COT-Daten: die Spreads zwischen Commercials (sind short) und Large Traders (long ausgerichtet) bei Dow und NDX sehr gross. Im besten Fall heisst das, dass erst mal nichts mehr nach oben geht, im schlechtesten Fall läuft es so wie von Anfang Januar 2009 bis März: 2500 runter im Dow.

Habe im aktuellen Dow-Monats-Chart und im Vergleichsmuster die VLX eingezeichnet. Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
1. Zeit: wird die Monats-VLX durchstossen (weisse Kerze Index + Runterklappen VLX), dann folgt relativ zügig eine Korrektur. Sie kann sich um drei Monate hinauszögern, aber auch unmittelbar im nächsten Monat kommen. Im Vergleichsmuster war bereits die anschliessende Monatskerze rot. Aktuell bildet der Dow die zweite Kerze seit Überwinden der VLX. Beim SPX war damals die zweite Kerze rot, aktuell ist er in der zweiten. Von daher wäre die Zeit reif.
2. Preis: in der anschliessenden Korrektur wird zumindest das Niveau, auf welchem die VLX durchstossen wurde, nochmals erreicht, ein Anlaufen des Tiefs jener Kerze, mit der die VLX überwunden wurde, oder ein Abtauchen darunter ist genauso gut möglich. Von daher ergibt sich Korrekturpotential bis mindestens 9700/10.000.

Laut Vergleichsmuster sollte der Dow ca. ein Drittel der Punkte seit März wieder abgeben vor der nächsten Rally. Solte er jetzt schon drehen, dann wäre das Ziel etwa 9200/400. Bei 9400 liegen übrigens die bisherigen Hochs von RSI und MACD daily. Genauer wird man das erst bestimmen können, wenn das Hoch gebildet wurde.

Alles in allem: ich vermute sehr stark, dass der Dow anders als im Vergleichsfall diesmal bereits unterhalb des 62ers eine grössere Korrekur starten und sich der Ausbruch über 10500 als Fehlsignal erweisen wird. Wer Longs halten will, sollte sie bei 10300 absichern. Etwas darüber laufen aktuell Tages-VLX, SMA 50 und unteres BB zusammen.
Allerdings tendiere ich viel stärker dazu, jetzt schon die Fronten zu wechseln. Nach dem gestaffelten Einstieg zwischen 6500 und 7200 sitzt man auf ca. 3700 bis 3800 Punkten Gewinnen im Dow und die Luft wird dünn. Das Potential nach oben sollte nun kleiner sein als das nach unten.

Tradingfahrplan: Longs seit 6500/7200 jetzt bei etwa 10600 auflösen und gestaffelt short gehen. Nächste Tranchen bei 10900 und 11200, wobei ich zumindest das obere Niveau nicht mehr erwarte. Sollte 10900 auch nicht zum Zug kommen, dann bei Bruch von Tages-VLX und SMA 50 (aktuell beide 10350) short nachkaufen. Idealerweise gibt der Dow im Zuge der Korrektur etwa ein Drittel der Gewinne seit März wieder ab. Aufgrund des üblichen Verhaltens an der Monats-VLX ergibt sich schon jetzt ein Minimalziel von 10.000. Ideal wäre der Bereich 9200/500.
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Alt 24.01.2010, 13:16   #9
woewa
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Zitat:
Zitat von hailer

Tradingfahrplan wurde im November 2008 erstellt.



Absolut Top. Ich habe noch nie etwas Besseres gelesen.

Echt grosse Leistung !
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Alt 24.01.2010, 13:33   #10
woewa
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Hallo Hailer,

noch einmal Gratulation zu Deiner Arbeit. Unglaublich viel Aufwand. Danke!

Weil Du meintest "Diskussionen" erwünscht. Wie passt für Dich eigentlich der potentiell anstehende Euro-Crash bzw. USD-Stärke in Dein Bild?

Ich habe mir mal dieses WE viele Charts angesehen. Für mich derzeit sieht Vieles carryseitig nicht so toll aus. Auch EUR/GBP steht massiv an der Kippe. USD/GBP ebenfalls knapp vor Bestätigung eines neuen uptrends. Gelesen habe ich auch etwas von „save heaven“ GBP. Gut, das Kommentiere ich mal nicht. Zeigt aber gewisse „Wechseltendenzen“, die man zumindest beachten sollte.

Was meine ich? Also, im Moment sehen FX für mich sehr danach aus, dass der USD weiterhin massiv aufwerten wird (nicht nur vs Euro). Klar kann das jederzeit drehen, sieht für mich zumindest aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht danach aus.

Rohstoffseitig glaube ich gesehen zu haben, dass wir derzeit bei fast allen wichtigen Rohstoffen an kritischen Grenzen stehen (uptrend seit März).

Wie Du immer so schön sagst, - an Zufälle glaube ich auch nicht – und dass sich so viele Dinge recht gleichzeitig am Langfristtrend aufreihen. Nee, kein Zufall. Bricht der, sieht es für mich eher Übel aus. Passt im Übrigen auch sehr gut zur potentiellen weiteren USD Stärke.

Nur würde das nun wirklich eintreten, dann hätten wir aber wohl ein kleines Problemchen.

Aber egal, passiert ist bisher noch nichts. Aber n.m.A. hat sich Alles zur Entscheidung aufgereiht. Brav wie Soldaten an der Mauer. Entweder oder….

Passte dies (v.a. weitere USD-Stärke, EUR-Abverkauf, potentieller Rohstoff-März-Trendbruch) irgendwie in Dein Bild?
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Alt 24.01.2010, 22:36   #11
hailer
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Hallo Woewa,

vielen Dank.

Kurze Antwort: innerhalb dieses Musters beim Kampf um die grossen runden Marken interessiert mich so gut wie nichts. Weder Nachrichten aus Politk oder Wirtschaft noch Relationen zu anderen Indizes oder Märkten, wie Währungen, Gold oder sonstiges.
Ganz extrem formuliert: wenn mich die Relationen zu anderen Märkten überhaupt interessieren würden, dann würde ich nicht fragen, wie sich Entwicklungen an diesen Märkten auf den Dow auswirken könnten, sondern nur umgekehrt: was würde es für diese Märkte wohl bedeuten, wenn der Dow nun entsprechend seines Muster 20% fällt oder 30% steigt. Heisst: dieses Muster ist für mich seit Jahren der alleinige Maßstab. Nicht zu Unrecht, wie sich zeigt.
Natürlich kann man ein solches Muster nicht punktgenau handeln. Bzw. es sind Varianten möglich. So z.B. die Empfehlung, zwischen 6500 und 7200 gestaffelt long zu gehen. Ist natürlich eine breite Spanne. Das Niveau des ersten Crash-Tiefs sollte zumindest nochmal erreicht werden, so wie beim Kampf um die 100, oder um etwa 10% unterboten werden, so wie beim Kampf um die 1000. Beides möglich also, wobei der Kampf um die 10.000 durch das höhere Hoch in 2007 mehr dem Kampf um die 1000 als dem um die 100 ähnelt. Von daher war auch das zweite Crash-Tief mit ca. 10% unter dem ersten eigentlich ideal.
Ich schrieb, glaube ich, schon im ersten Posting vor zwei Jahren, dass ab und zu etwas Feintuning nötig ist. Sentiment, COT-Daten, Indikatoren. Weil man dem Muster zugestehen muss, dass es sich nicht jedesmal punktgenau wiederholt und es somit zu Abweichungen im kleineren Bild kommen kann. War ich Anfang November noch davon überzeugt, dass er sein grosses 62er 11250 erreichen kann vor einer grösseren Korrektur, so glaubte ich das aus den genannten Gründen schon bald nicht mehr.
Sieht so aus, als wäre das Feintuning zur richtigen Zeit gekommen. Seit dem letzten Update (Longs raus, Shorts rein) per Saldo keine 100 Punkte mehr nach oben, aber 500 nach unten.

Also: hier interessiert mich wirklich nur das grosse Dowmuster incl. Feinabstimmung, sonst weder irgendwelche Auslöser für die Kursbewegungen noch Relationen zu anderen Märkten.

Schöne Grüße
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Alt 25.01.2010, 21:40   #12
hailer
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Zitat:
Zitat von hailer

Habe im aktuellen Dow-Monats-Chart und im Vergleichsmuster die VLX eingezeichnet. Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
1. Zeit: wird die Monats-VLX durchstossen (weisse Kerze Index + Runterklappen VLX), dann folgt relativ zügig eine Korrektur. Sie kann sich um drei Monate hinauszögern, aber auch unmittelbar im nächsten Monat kommen. Im Vergleichsmuster war bereits die anschliessende Monatskerze rot. Aktuell bildet der Dow die zweite Kerze seit Überwinden der VLX. Beim SPX war damals die zweite Kerze rot, aktuell ist er in der zweiten. Von daher wäre die Zeit reif.
2. Preis: in der anschliessenden Korrektur wird zumindest das Niveau, auf welchem die VLX durchstossen wurde, nochmals erreicht, ein Anlaufen des Tiefs jener Kerze, mit der die VLX überwunden wurde, oder ein Abtauchen darunter ist genauso gut möglich. Von daher ergibt sich Korrekturpotential bis mindestens 9700/10.000.

...

Alles in allem: ich vermute sehr stark, dass der Dow anders als im Vergleichsfall diesmal bereits unterhalb des 62ers eine grössere Korrekur starten und sich der Ausbruch über 10500 als Fehlsignal erweisen wird.

...

Tradingfahrplan: Longs seit 6500/7200 jetzt bei etwa 10600 auflösen und gestaffelt short gehen. Nächste Tranchen bei 10900 und 11200, wobei ich zumindest das obere Niveau nicht mehr erwarte. Sollte 10900 auch nicht zum Zug kommen, dann bei Bruch von Tages-VLX und SMA 50 (aktuell beide 10350) short nachkaufen. Idealerweise gibt der Dow im Zuge der Korrektur etwa ein Drittel der Gewinne seit März wieder ab. Aufgrund des üblichen Verhaltens an der Monats-VLX ergibt sich schon jetzt ein Minimalziel von 10.000. Ideal wäre der Bereich 9200/500.

Zur zeitlichen Komponente die Monats-VLX betreffend: hatte da auch auf den SPX hingewiesen, der in der Vergleichssituation eine rote Kerze im zweiten Monat nach Überwinden der VLX ausbildete. Und dass er sich nun ebenfalls im zweiten Monat danach befindet.
Auch im Vergleichsfall drehte der SPX anders als der Dow unterhalb des grossen 62ers und startete die Korrektur.
Dann noch der Abwärtstrend. Sowohl in der linearen als auch in der logarithmischen Einstellung hatte er damals den Trend kurzfristig überwunden, ihn dann ebenfalls kurzfristig wieder von unten gesehen. In der aktuellen Situation diese Trendlinie ebenfalls in beiden Einstellungen überwunden. In der linearen Einstellung ist er weiterhin darüber, in der logarithmischen momentan schon nicht mehr. Habe mal die log. Einstellung gewählt, weil so die Ähnlichkeiten der beiden Situationen im Moment noch deutlicher werden.


Schöne Grüße

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Alt 02.02.2010, 13:27   #13
hailer
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Zitat:
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Tradingfahrplan: Longs seit 6500/7200 jetzt bei etwa 10600 auflösen und gestaffelt short gehen. Nächste Tranchen bei 10900 und 11200, wobei ich zumindest das obere Niveau nicht mehr erwarte. Sollte 10900 auch nicht zum Zug kommen, dann bei Bruch von Tages-VLX und SMA 50 (aktuell beide 10350) short nachkaufen. Idealerweise gibt der Dow im Zuge der Korrektur etwa ein Drittel der Gewinne seit März wieder ab. Aufgrund des üblichen Verhaltens an der Monats-VLX ergibt sich schon jetzt ein Minimalziel von 10.000. Ideal wäre der Bereich 9200/500.

Das Feintuning erfolgte rechtzeitig. Das Gesamt-62er wurde anders als in der Vergleichssituation nicht erreicht, der Ausbruch über 10500 erwies sich bisher wie vermutet als Fehlausbruch.

Die gesamte Korrektur sollte etwa drei bis vier Monate in Anspruch nehmen, aber !!! : der weitaus grösste Teil wurde in der Vergleichssituation bereits in den ersten fünf Wochen nach dem Top erledigt. Später, nach einer 62%-Korrektur, wurde nur noch ein marginal tieferes Tief gebildet, um die ganze Korrektur abzuschliessen. Unten die Situation aufgezoomt im Wochenchart.
Heisst: für die aktuelle Abwärtswelle bieten sich als Ziele das untere Bollinger-Band auf Wochenbasis bei aktuell 9550 (steigend) oder zumindest die Wochen-VLX bei aktuell 9800 an. Nachdem er sich dem letztendlichen Ziel schon jetzt sehr deutlich annähern sollte, wäre ein Anlaufen des Bollinger-Bandes wohl wahrscheinlicher. Ein Zwischentief in diesem Bereich sollte innerhalb der nächsten beiden Wochen gebildet werden. Von dort weg eine stärkere Korrektur und anschliessend runter in den Zielbereich 9250/400, wobei die schnelleren Stochastiks eine positive Divergenz ausbilden sollten.

Beide Charts in der linearen Darstellung. In der logarithmischen liegt er aktuell wesentlich deutlicher unter der roten Trendlinie.

Schöne Grüße

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Alt 17.03.2010, 14:21   #14
hailer
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Tradingfahrplan: Longs seit 6500/7200 jetzt bei etwa 10600 auflösen und gestaffelt short gehen. Nächste Tranchen bei 10900 und 11200, wobei ich zumindest das obere Niveau nicht mehr erwarte. Sollte 10900 auch nicht zum Zug kommen, dann bei Bruch von Tages-VLX und SMA 50 (aktuell beide 10350) short nachkaufen. Idealerweise gibt der Dow im Zuge der Korrektur etwa ein Drittel der Gewinne seit März wieder ab. Aufgrund des üblichen Verhaltens an der Monats-VLX ergibt sich schon jetzt ein Minimalziel von 10.000. Ideal wäre der Bereich 9200/500.


Minimalziel 9700-10.000 schrieb ich. Wegen des üblichen Verhaltens an der Monats-VLX. Das Minimalziel wurde also erreicht, trotzdem ist der aktuelle Verlauf alles andere als zufriedenstellend im Sinne des Szenarios. Denn das Idealziel sollte bei etwa 9200/500 liegen, wobei ich es auf 9250/400 eingrenzen würde. Ich hatte überlegt, bei einem schnellen Erreichen von 9500/600 einen Verkauf der Puts zu empfehlen und sich in der Folge für einige Zeit glattzustellen, da bei diesem Niveau der allergrößte Teil der Abwärtskorrektur bereits abgearbeitet hätte sein sollen. Dann war da noch das im Tagesthread geschilderte kurzfristige Vergleichsszenario 2004, welches sich auf Sicht mehrerer Monate sehr gut in das große Muster integrieren läßt, und wonach ausgehend vom unteren Bollinger auf Tagesbasis eine stärkere Aufwärtskorrektur starten sollte. Was dann auch so geschah. Allerdings soll in diesem Thread einzig und allein das große Muster durchgespielt werden, so gut wie möglich. Bewegungen in einer Größenordnung von zumindest 1000 Punkten, so dass dieser Thread nicht für´s Kurzfrist-Trading herhalten soll, sondern lediglich die Lang- oder maximal Mittelfrist-Bewegungen gehandelt werden sollen. Deshalb erwähnte ich hier auch nicht die im Tagesthread genannte Möglichkeit einer überschiessenden Aufwärtskorrekturwelle im Dow. Zumal sich eine solche weder aus dem großen Muster noch aus dem kurzfristigen Vergleichsszenario 2004 ableiten ließ. Einzig und allein die Bewegungen des Dax ausgehend vom Oktoberhoch 5888 brachten mich auf diese Idee. In Verbindung mit der Tatsache, dass der Dow die grössere Korrektur "eigentlich" erst in der Nähe des Gesamt-62er 11250 starten sollte.
Nun gut, was ist passiert ?: die Calls seit 6500/7200 wurden bei 10600/50 realisiert, die dort eingegangenen Puts waren zwischenzeitlich deutlich im Gewinn. Wer aufgrund des großen Musters gehalten hat, der hat bis jetzt quasi nichts verloren. Aber leider auch nichts gewonnen.
Feststellen kann man, dass die gesamte Abwärtskorrektur in Hinblick auf das große Muster noch nicht beendet sein sollte. Das Abwärtsziel wurde nicht erreicht, es fehlen 400-600 Punkte. Auch die zeitliche Dimension der bisherigen Korrektur passt nicht ins Bild. Nach nur knapp drei Wochen ausgehend vom Januar-Hoch wurde das Tief erreicht, laut Muster sollte die gesamte Korrektur mindestens drei Monate andauern. Auch wurden wie in der Vergleichssituation keine positiven Divergenzen in den Stochastiks auf Wochenbasis gebildet. Weder Preis noch Zeit noch Lage der Indikatoren passen also zu dem, was laut grossem Muster geschehen sollte. Im Moment kann ich also nur annehmen, dass der Dow eine Art Doppelhoch oder eine überschießende Aufwärtskorrekturwelle bildet, um dann das Ziel 9250/400 letztendlich doch noch zu erreichen. Auch angesichts der Tatsache, dass der durchbrochene Abwärtstrend erneut gebrochen wurde. Solange der Widerstandsbereich nicht überwunden und das obere Bollingerband auf Wochenbasis nicht aufgedrückt wird, kann ich momentan nichts anderes ableiten aus dem großen Muster.

Schöne Grüße
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Alt 24.03.2010, 15:08   #15
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Zitat:
Zitat von hailer

Feststellen kann man, dass die gesamte Abwärtskorrektur in Hinblick auf das große Muster noch nicht beendet sein sollte. Das Abwärtsziel wurde nicht erreicht, es fehlen 400-600 Punkte. Auch die zeitliche Dimension der bisherigen Korrektur passt nicht ins Bild. Nach nur knapp drei Wochen ausgehend vom Januar-Hoch wurde das Tief erreicht, laut Muster sollte die gesamte Korrektur mindestens drei Monate andauern. Auch wurden wie in der Vergleichssituation keine positiven Divergenzen in den Stochastiks auf Wochenbasis gebildet. Weder Preis noch Zeit noch Lage der Indikatoren passen also zu dem, was laut grossem Muster geschehen sollte. Im Moment kann ich also nur annehmen, dass der Dow eine Art Doppelhoch oder eine überschießende Aufwärtskorrekturwelle bildet, um dann das Ziel 9250/400 letztendlich doch noch zu erreichen. Auch angesichts der Tatsache, dass der durchbrochene Abwärtstrend erneut gebrochen wurde. Solange der Widerstandsbereich nicht überwunden und das obere Bollingerband auf Wochenbasis nicht aufgedrückt wird, kann ich momentan nichts anderes ableiten aus dem großen Muster.

Schöne Grüße

Schauen wir uns die Sache genauer an:
analog zum Dax-Verlauf nach dem Oktoberhoch könnte nun wie gesagt auch der Dow eine überschießende Korrekturwelle b/x bilden, um sich dem Gesamt-62er doch noch deutlicher zu nähern. In der Vergleichssituation lief er ja sogar etwas darüber, bevor die Korrektur startete, welche ihn 34% der vorigen Rally retracen ließ. Bis jetzt passt wie gesagt nichts: Zeit, Preis, keine positiven Divergenzen im Wochenchart. Da dürfte also noch was kommen nach unten. Die Frage ist, ob er sich doch noch die 11250 holt vorher. Ich denke eher nicht. In der Annahme einer überschießenden b/x sollte er maximal bis 11050/100 laufen können.
Der Blick auf den SPX in der Vergleichssituation, den ich hier auch schon betrachtet hatte: er startete seine Korrektur damals etwa 2% unterhalb des Gesamt-62ers. Demnach könnte er also noch etwa 2-3% nach oben laufen ab jetzt, dementsprechend der Dow in eben den Bereich 11050/100, wo die 138%-Extension einer überschießenden b/x liegt. Auch beim SPX sieht man sehr deutlich, dass die zeitliche Dimension der bisherigen Korrektur nicht zur Vergleichssituation passt. Das sollte nicht alles gewesen sein.
Auch muss klar gesagt werden, dass das übergeordnete Sentiment nun wieder jederzeit ein Abkippen nach unten ermöglicht. Auch vor Erreichen der möglichen oberen Kurzfrist-Ziele.
Wer also seine Puts seit 10600/50 noch hält oder zwischenzeitlich (mit Gewinn ?) ausgestoppt wurde, der sollte nun wieder einsteigen bzw. nachkaufen.

Tradingfahrplan: hier bei 10850/900 Nachkauf bzw. Neueinstieg in Puts. Nachkauf gegebenenfalls bei 11000/50. Ziel 9400+-x. Entweder sehr schnell, gegen Ende April/Anfang Mai, oder erst in der zweiten Juni-Hälfte, falls es nach der ersten starken Abwärtsbewegung zu einer erneuten grösseren Aufwärtskorrektur kommt, bevor 9400+-x erreicht wird.

Schöne Grüße
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