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Alt 12.11.2012, 13:45   #1
TradingUniversiade
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Registrierungsdatum: Mar 2012
Beiträge: 39
Standard LMAX - transparentes Forex-Trading nach MiFID im multilateralen Handelssystem

Der Forexmarkt war schon immer ein OTC (over the counter)-Markt gewesen, das heißt, es gab keinen festen Börsenplatz und somit auch keine nennenswerte Regulierungsmaßnahmen. Die Retail-Forex-Industrie, die hauptsächlich unter den privaten Tradern und Investoren seit 2007 immer wieder beliebter geworden ist, erlebte in den letzten Jahren eine sehr stürmische Zeit.

Um zu verstehen, was ein Händler in den letzten Jahren so alles durchgemacht hat, wird hier ein kurzer historischer Abriss geboten. So schossen gerade um die Jahre 2005/2006 zahlreiche Broker wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden empor. Einige davon machten schnell von sich reden, ja, man kann fast ohne jegliche Übertreibung sagen, der Forex-Handel wurde unter den privaten Tradern eine Art Modeerscheinung. Plötzlich war jeder ein Forexhändler/-in und der- oder diejenige, die noch nicht damit in Berührung gekommen waren, wollten es unbedingt werden. Die Versprechen der Institute klangen außerordentlich gut, die Werbung versprach den Marktzugang um am Spiel mit den Big Boys der Banken teilzunehmen. Doch nur sehr selten konnte von den Brokern auch nur der Bruchteil von dem gehalten werden, was großspurig auf den Messenständen unter das Börsenvolk gebracht wurde. So setzte sich zunächst das Model des Market-Makers durch. Eine Handelsplattform russischen Ursprungs errang schnell die Berühmtheit unter den Tradern jeglicher Größe und Couleur. Doch das Lot der Banken blieb die Million, der Broker musste mühselig auf die Standardlots stückeln, die Handelsfeeds blieben dennoch zu dünn um einen transparenten Handel zu gewährleisten. Da der Gewinn des Kunden den Verlust des Brokers bedeutete, wurde es ziemlich schnell unfair. In einem Land mit guter Schokolade und exzellentem Kaffee trieb man es ein wenig zu bunt, zahlreiche Kunden verloren viel Geld und was noch schlimmer ist, viel Zeit. Der Schritt von den regulierten und transparenten Futures-Märkten zu dem Forexmarkt warf einen, so wie den Autor dieses Artikels um mindestens zwei Jahre zurück. Man handelte, machte Gewinne, hatte Pläne und am Ende war man heilfroh, wenn man zumindest die Eigeneinlage heraus bekam. So war das Requoten von Requoten, das Ansetzen des Rotstiftes bei erfolgreichen Trades, willkürliche Gebührenerhöhung bei erfolgreichen Kunden, das Spiken von Stop-Loss-Ordern, das Einfrieren der Plattform eher nicht die Ausnahme, sondern manchmal auch die Regel. Dies schien ein internationales Phänomen zu sein, zumindest machte der Autor diese Erfahrung. Das oben beschriebene Land handelte schnell, den Behörden blieb am Ende nur noch der Extremcut, eingeführt wurde die mit hohen finanziellen und gesetzlichen Bedingungen verbundene Vollbanklizenz als Pflicht für Effektenhändler um die schwarzen Schafe vom Markt zu fegen.

In den nächsten Jahren folgten viele Neuerungen, viele Broker gingen dazu über über sogenannte ECNs (electronic communication network) den Forex-Handel anzubieten. Da dieser Begriff nicht geschützt ist, nannte sich auch bald jeder Broker, selbst wenn er irgendwo in Südamerika saß und nicht einmal wusste, was ECN genau bedeutet, selbst ECN. Was fehlte, war schlicht und einfach die Transparenz. So um das Jahr 2010 gab es dann so viele Forexbroker, das keiner mehr einen Überblick hatte. Es gab Webseiten, bei denen man sich quasi müde scrollte um ans Ende der Brokerliste zu gelangen. Die Last look-Funktion der Banken wurde vielen Scalpern zum Verhängnis, die Mikro currency-Furures waren keine wirkliche Alternative. Echte Currenex classic-Konten blieb den meisten kleinen Händlern aufgrund der hohen Einlagensumme verwehrt, von ICAP-EBS ganz zu schweigen. Dennoch hatten sich spätestens hier die klugen Händler zu dem Future-Geschäft zurückgezogen. Wer noch blieb, dem wurde unter anderem der Zusammenbruch des US-amerikanischen Brokers PFG zum Verhängnis.

Im Zuge der Nachwehen der Finanzmarktkrise, wenn man davon überhaupt schon reden darf, sprach man immer wieder von Regulierung. Basel-2 bei Banken, Solvency-2 bei Versicherungen, der Forexmarkt für Private blieb außen vor.

Die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive)-Richtlinien existierten bereits seit geraumer Zeit, da kamen die Gründer von LMAX auf den Plan. LMAX, die Abkürzung steht für London Multi Asset Exchange, nahm ihre Arbeit im Oktober 2010 auf. Die Lösung hieß MTF oder zu Englisch multilateral trading facility.

Im Großen und Ganzen ist es kein Hexenwerk und einfach zu verstehen. Pre- und Post-Trade-Transparenz, transparente Preise und Gebühren, anonyme Orderausführung, institutionelle Spreads, keine Requotes und keine Dealer-Intervention sind gegeben, alles eingebettet in ein funktionierendes Regelwerk. Wieso nicht schon viel früher? Das hätte den großen volkswirtschaftlichen Schaden verhindert, dessen Gegenpol, das Geld anderer Leute, auf der Counterparty-Seite in der Regel für Konsumgüter ohne Investitionscharakter ausgegeben wurde. Trotz zahlreicher Arbeiten auf dem Gebiet der Spieltheorie, hervorzuheben sind die von dem Nobelpreisträger Robert Aumann, schien man in den Kreisen der Hochfinanz, wollte man keine Bösartigkeit unterstellen, wenig von der Anreizsetzung verstanden zu haben. Das hat sich jetzt geändert, Gott sei Dank kann man nur sagen.

Der Handel an der LMAX ist für einen Vollbluthändler wie das Dasein im Schlaraffenland. Spreads von 0.1 bis 0.5 im EUR/USD, manchmal 0.0, Orderplatzierung in den Spread hinein, keine Requotes, Markttiefe bis zu zwanzig Stellen, da macht der Handel dann auch großen Spaß.

Bereits mehrere Broker sind an die LMAX angeschlossen, nicht zuletzt ein italienischer, der mit seinem Wettbewerb für internationale Studierende für jede Menge positiver Schlagzeilen gesorgt hat. Da kann man Directa nur aufrichtig die Daumer drücken!
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Alt 19.11.2012, 11:33   #2
TradingUniversiade
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Beiträge: 39
Standard Wochenausblick 19.11.2012

Der Haushalt der Europäischen Union könnte für die kommenden sieben Jahre ohne Großbritannien ausgearbeitet werden. Einer der Hauptgründe ist die Abwehrhaltung der Briten gegen eine gemeinsame Budgetaufstockung. Die Sprecher von Downing Street sprachen dennoch von der Nichtakzeptanz im Bezug auf eine Haushaltseinigung ohne Großbritannien.

Auch sorgten die zuletzt veröffentlichten weltweiten Konjunkturdaten, insbesondere die aus Europa und den Vereinigten Staaten zwar nicht unisono für eine Enttäuschung, sie ließen aber auch die weiter herrschenden Konjunktursorgen nicht verstummen, was insbesondere für eine Verunsicherung an den Rentenmärkten geführt hat. Zwar kann man beim Bund-Future die fortsetzende Konsolidierung auch weiterhin beobachten, doch sind die Hände deutlich zittriger geworden, so dass es heute morgen zu Kursverlusten gekommen ist. Das Tagestief des Bund-Future wurde bei 143.07 Prozent, das bisherige Hoch bei 143.19 Prozent notiert, wobei rund 19.000 Kontrakte die Besitzer gewechselt hatten. Dies alles deutet darauf hin, dass sich die Marktteilnehmer vor der Bekanntgabe des Eurogruppentreffen in Geduld üben. Hier dürfte insbesondere die Schuldentragfähigkeit des griechischen Staates von Relevanz sein, auf die die Geldgeber gegenwärtig mit Augurenaugen schauen.

Aber auch der Druck auf Europas Equitymärkte hat zum vergangenen Wochenausklang nicht nachgelassen. Der deutsche Leitindex fiel unter die psychologisch relevante 7.000-Zähler-Marke. Zum Handelsschluss wurde am Freitag auf dem Frankfurter Börsenparkett ein Verlust in Höhe von 1.3 Prozent in die Bücher aufgenommen, diese mussten somit für den DAX beim Tagestief geschlossen werden. Sichere Häfen gab es kaum. Die Titel der Deutschen Bank büßten 3.8 Prozent ein, die Wertpapiere der Allianz reduzierten sich um 2.4 Prozent, aber auch die Versorger standen im Fadenkreuz der Leerverkäufer. So sanken RWE um 3 Prozent.
Heute morgen konnte zwar beim deutschen Aktienindex im frühen Handel ein Anstieg um 1.02 Prozent auf die 7021er-Punkte-Marke beobachtet werden, doch bleibt abzuwarten, ob diese auch gehalten werden kann, denn der Euro-Stoxx-50 sank um weitere 1.4 Prozent auf 2.427 Stellen.

Die Anleger auf der anderen Seite des Atlantiks quittierten vor allem den anhaltenden Streit in punkto US-amerikanischer Haushalt. Die Sondierungsgespräche zwischen dem Präsidenten Obama und dem US-Kongress sind zumindest bis zu dem Ertönen der Schlussglocke am Freitag ohne eine Einigung geblieben, doch sprachen Beobachter von einer gewissen Konstruktivität. Diese Ambivalenz dürfte auch in dieser Woche für einen volatilen Kursverlauf sorgen. Befreundete US-Händler machten zudem auf den anwachsenden Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas aufmerksam. Der amerikanische Leitindex Dow-Jones-Industrial konnte sich dennoch um leichte 0.4 Prozent auf 12.588 Zähler verbessern, im Tagestief wurde jedoch die Marke von 12.471 Stellen in die Bücher aufgenommen. Der S&P-500 konnte einen Gewinn um 0.5 Prozent auf 1.360 Zähler verbuchen. Beim Nasdaq-Composite wurde eine Verbesserung um 0.60 Prozent auf 2.853 Zähler beobachtet.

Die europäische Leitwährung gab zum US-Dollar bis zum US-Börsenschluss auf die 1.2710-Marke ab. Die weiteren Entscheidungen bezüglich der Griechenlandhilfe dürften ordentlich Volatilität aufkommen lassen.

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Alt 25.11.2012, 22:09   #3
TradingUniversiade
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Beiträge: 39
Standard Verhaltener Optimismus dürfte die kommende Woche prägen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die alte Anlegerweisheit, wonach politische Börsen in der Regel kurze Beine haben, scheint seit geraumer Zeit immer mehr aus der Mode gekommen zu sein, zumindest tut es ab und zu gut, die Ohren in Richtung der Geschehnisse in den drei global größten Ökonomien zu spitzen.

Zwar hatte der breit gefächerte S&P 500 nach den Präsidentschaftswahlen zunächst etwas an Boden verloren, scheint sich aber zum Ausklang der Woche hin angesichts der Tatsache, dass sich die US-amerikanischen Parteien vor dem Fristablauf doch noch auf einen langfristigen Staatshaushalt einigen konnten etwas zu stabilisieren. Das Budget in Höhe von umgerechnet 767 Milliarden Euro dürfte somit das Funktionieren der Staatsmaschinerie in den Vereinigten Staaten für die kommenden Monate gewährleisten. Die amerikanischen Equitymärkte quittierten die vergangene Woche trotz des verkürzten Handels am Freitag optimistisch. Der Leitindex Dow Jones Industrial konnte um moderate 1.3 Prozent auf 13.010 Zähler steigen. Der S&P-500 verbesserte sich ebenfalls um 1.3 Prozent auf 1.409 Stellen. Der Technologieindex Nasdaq-Composite ging um 1.4 Prozent höher bei 2.967 Punkten aus dem Handel. Doch sollte man bei allem Optimismus nicht das dünne Umsatzvolumen von 0.33 Milliarden Aktien aus den Augen verlieren, zumal kaum relevante Wirtschaftsdaten zum Tragen gekommen sind. So konnte sich auch die Rendite zehnjähriger Treasurys auf 1.69 Prozent verbessern.
Auch bei Rohöl hatten die Händler den Mauszeiger vermehrt auf dem Buy-Button. Beim Barrel WTI wurde ein Preisanstieg von rund 1 Prozent bzw. 0.90 US-Dollar in die Bücher aufgenommen, was 88.28 US-Dollar entspricht. Brent kletterte um 0.8 Prozent bzw. 0.83 Dollar auf die Marke von 111.38 US-Dollar. Hier, im Rohstoffsektor, ist nicht zuletzt der Abwertungskampf der globalen Regierungen die treibende Kraft hinter der Entwicklungen der vergangenen Jahre. Finanzielle Stabilität einer Region, sichtbar und messbar in der eigenen Landeswährung, hin oder her, die Währung ist in den letzten Perioden immer mehr zu einer Stellschraube geworden, über die gekonnt das Wirtschaftswachstum gesteuert wird und mit der gerade die Exportländer durch die Abwertung der heimischen Währung nur all zu gern liebäugeln. Dieser Mechanismus treibt gegenwärtig das in US-Dollar gepreiste Rohöl nach oben und im Umkehrschluss auch den Euro. Dieser konnte über die 1.29-Dollar-Marke aufwerten, im späten Handel hatten dann die Bären das Nachsehen, da die Kurse um die 70 Pips höher auf dem Handelsschirm aufflackerten. “It will come back”-Einstellung dürfte auch in den kommenden Wochen eher eine der schlechteren sein.

Inflation ist das neue Mittel der Wahl und somit in den Regierungskreisen ungeachtet des Wohlbefindens der Bürger wieder zu einem beliebten Instrument geworden, über welches die Entschuldung vorangetrieben werden kann. So belebten auch die Aussagen der japanischen oppositionellen Partei LDP vor den anstehenden Neuwahlen am 16. Dezember die Aktienmärkte Nippons, denn diese hat in den aktuellen Umfragen gegenwärtig die Nase vorne und befürwortet unbegrenztes Gelddrucken. Die Seignorage lässt grüßen und die Gelddruckpressen im Keller heiß laufen. Die Radikalität bezüglich geldpolitischer Maßnahmen hat auch in Japan neue Züge bekommen, es bleibt vorerst abzuwarten, wann die endgültige Rechnung dafür ausgestellt wird. Das hat aber bestimmt noch ein wenig Zeit, zu erwägen ist also in den kommenden Tagen und Wochen ceteris paribus die Aufwertung der europäischen Leitwährung gegenüber dem japanischen Yen.
Der Tokioter Aktienmarkt quittierte diese bedenkenswerte Entwicklung klar positiv. Der Leitindex Nikkei-225 konnte sich zum Wochenausklang um 144.28 Stellen oder 1.56 Prozent auf 9.366 Punkte verbessern. Der breiter gefächerte Topix verbesserte sich um 9.42 Zähler oder 1.23 Prozent auf 776.43 Stellen. Vor allem die Automobilhersteller waren am letzten Handelstag der vergangenen Woche ein klarer Kauf.

Nachdem der Kongress der Kommunistischen Partei dem Vertrauen der Anleger zunächst einen kleinen Dämpfer verpasst hatte, scheint sich auch in der chinesischen Volkswirtschaft wieder Optimismus breit zu machen. Sowohl die Shanghai Stock Exchange als auch die Shenzhen Stock Exchange haben positiver geschlossen.

In Europa erweist sich der Handel im Bund-Future als ein klarer Trading-Fee-Eater. Die Seitwärtsbewegung um die 142.30 Prozent dürfte noch etwas andauernd. Die Ratingagentur Moody’s scheint auf die Händler momentan wenig Eindruck zu schinden, zumindest hinsichtlich des Downgrade der Kreditwürdigkeit Frankreichs. Auch die euphorische Entscheidungsfreudigkeit im Bezug auf die Griechenlandhilfe ist unter den Händlern kein Thema, aber eines ist sicher: sowohl die griechische Regierung als auch die Troika-Vertreter haben gegenwärtig eine entspannte und erholsame Zeit. Eine Sache sollte man als Händler gelernt haben: es gibt weder gute noch schlechte Nachrichten, sondern nur nützliche Nachrichten, die man kühl und überlegt in sein Kalkül einbinden sollte. Am Freitag war dies klar der ifo-Geschäftsklimaindex für die Bundesrepublik im laufenden Monat.101.4, erwartet wurden 99.5. Wenn das ‘mal keine fulminante Entwicklung ist, zumal der Renditeabstand spanischer Bonds nur noch 84 Basispunkte beträgt.

In diesem Sinne, viel Erfolg,

Ihr Slavisa Dosenovic



Zum ersten Mal dürfen Sie dann ganz Großen mithelfen die griechischen Reformversuche erfolgreich zu untergraben. Ein bisschen Spaß muss ja sein, am besten meistert man die gegenwärtige Situation mit viel Humor.

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Alt 01.12.2012, 14:31   #4
TradingUniversiade
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Standard Marktausblick 01/12/2012: Das Fiscal Cliff-Gespenst und die Griechenlandkrise

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bezüglich der weiteren Milliardenspritzen für das angeschlagene Griechenland konnte in der vergangenen Woche zunächst eine Einigung erzielt werden. Antonis Samaras, der griechische Ministerpräsident, kann nach der Zusage von Hilfen, die sich zunächst auf 44 Milliarden Euro belaufen, wieder etwas ruhiger schlafen, doch unter der Bedingung, dass das Land die Auflagen erfüllt. Der im Vorfeld diskutierte Schuldenschnitt rückt somit für die Griechen in weite Ferne und nicht nur das, die Schlusserklärung der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, lässt zu viele Fragen unbeantwortet. Zwar bekommen die Griechen bis 2016 zusätzlich Zeit den Worten Taten folgen zu lassen und die Reformen, die das Land dringend benötigt, umzusetzen. Die Kosten dafür belaufen sich auf satte 32 Milliarden Euro, die Finanzierung der Lücke für das kommende Jahr verschlingt jedoch allein 14 Milliarden Euro. Angenommen, die Griechen meistern die Aufgabe in den kommenden Jahren zufriedenstellend, da bleibt immer noch die Bewältigung der Verschärfung der Rezession im gesamten Euroraum. Die Belastung der Gläubigerländer und der Bankensysteme, geschürt durch die Anhäufung der faulen Schuldenberge, belastet durch die Abnahme der Gesamtnachfrage als Ergebnis der rigorosen Sparpolitik der europäischen Peripherie scheint jedoch auf die Investoren momentan wenig Eindruck zu machen. Es muss jedoch geprüft werden, ob dieser Schein nicht allzu sehr trügt. Argumentiert wird über die Strukturreformen, mit der die Eurozone als einzige große Volkswirtschaft bereits begonnen hat. Man zeigt auf Italien, welches im nächsten Jahr ein Haushaltsüberschuss von 0.6 Prozent anvisiert hat, als leuchtendes Beispiel für die Wirksamkeit des eingeschlagenen Reformwegs.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich der europäische Aufwärtstrend an den Equitymärkten in dem fragilen Umfeld der Wirtschaftsmeldungen halten können wird. Hier ist, fasst man die wichtigsten Konjunkturindikatoren ins Auge, äußerste Vorsicht geboten. Seit Dezember 2011 ist die Industrieproduktion bereits rückläufig, auch die Einkaufsmanagerindizes haben schon bessere Tage gesehen, Mai 2011 erscheint da eher wie ein Märchen aus den guten alten Tagen. Die Hoffnungen liegen mehr oder weniger auf den unkonventionellen geldpolitischen Methoden der europäischen Zentralbank: die Euro-Anleihenmärkte stützen um jeden Preis lautet die Devise hier, ungünstig nur, dass bereits die anderen Zentralbanken an dem Mitbieten einen Gefallen gefunden haben. Zudem steht noch Frankreich im Visier der internationalen Anleger: hier ziert man sich noch ein wenig vor den Reformen, die mit Schmerz verbunden sein werden und die Dosis wächst an jedem Tag, an dem noch nicht damit begonnen wurde. Die französischen Anleihenmärkte bleiben somit die Achillesferse und diese kann nur allzu leicht angegriffen werden und einen Dominoeffekt in Europa auslösen. Wenn schon Frankreich wankt, was passiert da mit Portugal, Spanien und Italien?

Die Anleihenhändler haben schon einmal auf die veränderte Lage sorgfältig geantwortet, die Renditen der Anleihen der oben genannten Länder sanken, das Zweijahrestief war besonders erfreulich für Italien. Die zehnjährigen italienische Papiere notierten am Freitag bei 4.55 Prozent, das ist ein gutes Zweijahrestief. Im letzten Jahr standen hier noch 7 Prozent auf den Anzeigetafeln. Auch Spanien bekam ordentlich Rückendeckung, 5.36 Prozent. Das Land bezahlte noch im Sommer mehr als 7.00 Prozent Rendite, das ließ bei vielen Gläubigern die Alarmglocken aufläuten.

Zwar befinden sich auch die europäischen Banktitel wieder auf dem Weg nach oben, doch die gestrige dritte Fristverlängerung, damit die griechischen Banken endlich ihre Halbjahreszahlen vorlegen, lässt einen nicht gerade vollstes Vertrauen in das europäische Bankensystem fassen. Moody’s reagierte sofort auf das gegenwärtige Wirrwarr und goss somit leider zusätzlich Öl in die brennende europäische Problematik. ESM, EFSF, die Euro-Rettungsschirm-Boliden, verlieren eine Bonitätsnote. Statt “Aaa” steht jetzt nur noch “Aa1” auf dem Zeugnis und somit wankt das Vertrauen der Anleger weiter, zudem die Ratingagentur den negativen Ausblick noch unterstrich. Das war nicht gerade das Beste, was die Agentur machen konnte, aber sie erhöhte damit auf der anderen Seite auch den Druck auf Europa, härter an der Lösung der Probleme zu arbeiten.

An den deutschen Aktienmärkten konnten zum Schluss des Freitagshandels vorwiegend nur sehr geringe Aufschläge in die Bücher aufgenommen werden. Der deutsche Leitindex kletterte um leichte 0.06 Prozent auf 7,405.50 Zähler. Für den MDAX ging es um 0.38 Prozent auf 11,612.92 Stellen nach oben. Der SDAX beendete den Handel um 0.11 Prozent höher bei 5,105.88 Punkten, lediglich der TecDAX sank um 0.39 Prozent auf 840.79 Zähler. Auch im Bund gewannen die Bären, der laufende Future schloss um 0.07 Prozent tiefer bei 142.78.

Derweilen gibt es beim Blick über den großen Teich immer noch ein Unentschieden im US-Haushaltsstreit. Sollte es zwischen den Republikanern und den Demokraten zu keinem Konsens kommen, so greifen zum Neujahr die Steuersätze, die noch unter dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton festgelegt worden sind und die Rezession wäre somit wahrscheinlich besiegelt. Zuletzt stieß Obamas Vorschlag der Reichensteuer in Kombination mit dem Schließen aller Steuerschlupflöcher auf die tauben Ohren der Republikaner und somit die zusätzlichen Steuereinnahmen in Höhe von umgerechnet 1.23 Billionen Euro in den kommenden zehn Jahren in weite Ferne.

Die Händler an der Wall Street quittierten diese Unsicherheit mit kaum veränderten Schlusskursen. Der Leitindex Dow Jones Industrial verbuchte einen leichten Gewinn in Höhe von 0.03 Prozent um bei 13,025.58 Stellen aus dem Handel zu gehen. Auf Monatsbasis musste somit eine Abwertung von 0.54 Prozent in die Bücher aufgenommen werden. Der S&P 500 stieg um 0.02 Prozent auf 1,416.18 Zähler. Der Nasdaq Composite verlor 0.06 Prozent auf 3,010.24 Zähler. Der Nasdaq 100 sank um 0.08 Prozent auf 2,677.88 Punkte.
Für die US-Anleihen wurde am letzten Handelstag der vergangenen Woche ein freundlicher Handel verzeichnet. Die zweijährigen Anleihen konnten um 1/32 auf 100 Punkte steigen, ihre Rendite lag bei 0.25 Prozent. Die fünfjährigen Anleihen kletterten um 2/32 auf einen Punktestand von 100 1/32, die Rendite wurde mit 0.62 Prozent angegeben. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 3/32 Punkte, die Rendite notierte bei 1.61 Prozent. Die Longbonds blieben unverändert bei 99 Punkten, die Rendite wurde mit 2.80 Prozent festgelegt.

Beim US-Leichtöl (WTI) wurde für ein Barrel bei Lieferung im Januar ein Aufpreis von 1 Prozent/0.84 Dollar auf 88.91 US-Dollar verzeichnet. Der Preis für die Referenzsorte Brent aus Europa stieg ebenfalls, 0.4 Prozent/0.47 Dollar auf 111.23 US-Dollar.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 verbuchte auf Monatsbasis einen Zugewinn in Höhe von 5.48 Prozent, er ging bei 9,446.01 Zählern aus dem Handel. Bis zu den japanischen Unterhauswahlen dürfte es für die Tokioter Equities weiter nach oben gehen.

Die europäische Leitwährung wurde im späten Freitager Handel zu 1.3001 US-Dollar gepreist, EUR/JPY notierte im Spothandel in der Nähe der 107-Marke.


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Alt 08.12.2012, 15:50   #5
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Standard Marktausblick 10/12/2012: Cui bono?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


dem angeschlagenen griechischen Staat ist ein erfolgreicher Schulden-Rückkauf gelungen und somit wurde der Weg für die weiteren internationalen Finanzhilfen geebnet. Insgesamt wurde ein erfreuliches Angebot in Höhe von 30 Milliarden Euro an Staatsanleihen vorgelegt, mehr als die Hälfte davon machten die Bonds von Seiten der ausländischen Investoren aus. Interessanterweise muss betont werden, dass Privateigner bereits gut 60 Milliarden Euro in die griechischen Staatspapiere investiert haben. Auch die griechischen Banken haben dem Programm zugestimmt. Der Staat werde nun Bonds im Nominalwert von zehn Milliarden Euro erwerben, unterm Strich kann somit die Schuldenlast um 20 Milliarden Euro gesenkt werden. Gelingt es Griechenland das Vorhaben bis zum 13. Dezember in die Tat umzusetzen, steht den weiteren Milliardenhilfen von Seiten des IWF und der Euro-Partner nichts mehr im Weg. Die Griechen dürften sich dann über weitere satte 44 Milliarden Euro freuen. Entscheidend bleibt dennoch weiterhin das Anreizsystem, fraglich ist, ob die Gelder die Good Governance des griechischen Staates fördern werden.

An dieser Stelle soll nun ein wenig weiter gedacht werden. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die quantitative Arbeit von Wissenschaftlern mit erheblichen Renommee werfen: ein Staat möchte natürlich am liebsten Papiere mit langen Laufzeiten in Umlauf bringen, denn das Geld erhält er sofort, um die Verbindlichkeiten kann man sich dann ja auch noch später kümmern, zumal wir in gesitteten Zeiten leben, in denen bei finanziellen Engpässen und den damit verbundenen Zahlungsrückständen nicht plötzlich ausländische Flugzeugträger und Kanonenboote im Hafen des Schuldnerstaates auftauchen. So wurden beispielsweise für die griechischen Bonds mit Laufzeiten von 2023 bis 2042 jüngst durchschnittliche Verzinsungen in Höhe von 34 Prozent des Nominalwertes geboten. Wie optimistisch die Politiker dabei denken, soll dieses kleines Beispiel demonstrieren. Wird eine Staatsanleihe mit 10 Prozent verzinst, braucht man auf der Gegenseite einen realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um astronomische 16 Prozent um die Schuldentragfähigkeit des Staates zu gewährleisten. Legt man nun die Daten von 2003 bis 2009 von den EU-Ländern zugrunde und schaut sich die jährliche Wachstumsrate im Durchschnitt an, so sticht die Slowakei mit Werten über fünf Prozent deutlich positiv aus der Menge heraus, wohlbemerkt, einige Staaten wie zum Beispiel Griechenland schreiben auch negative Zahlen. Ich persönlich habe viel für Wissenschaft übrig, denn sie ist das einzige, was die Welt bisher erhellt hat, doch bildet der obige Sachverhalt leider ein Argument für das Opfern der Wissenschaft auf dem Altar der Politik. Aus meinen Gesprächen mit den Vertretern der Kaste gewann ich leider allzu oft, aber Gott sei Dank nicht immer, den Eindruck einer gewissen Naivität, die in diesen Kreisen vorzufinden ist. Oder anders ausgedrückt: Verändern werden Sie erst etwas, wenn Sie über die nötigen finanziellen Mitteln verfügen.

Die erste Nachricht wirkt also im Kontrast zu der gestern offengelegten Bundesbankeinschätzung bezüglich des deutschen Wirtschaftswachstums für das kommende Jahr mehr oder weniger wie ein schlechter Witz, sie wird aber von Wirtschaftsjournalisten freudig verkündet, denn das Papier ist geduldig und schreiben kann man ja immer etwas. Auch hier liegt eine große Gefahr: Leider beschränkt man sich zu oft auf das Übersetzen der Bloomberg-Nachrichten. Nur einem ganz kleinem Teil gelingt es eigene Gedanken zu formen, Querbrücken zwischen dem Gelesenen zu schlagen und so einen echten Informationsgewinn zu verbuchen.
Auf moderate 1.6 Prozent konnte man noch im Sommer hoffen, revidiert wurde nun auf magere 0.4 Prozent. Die Bundesbank machte die schwierige wirtschaftliche Lage und die allgemeine Verunsicherung für ihre gegenwärtige halbjährliche Prognose verantwortlich.
Für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukts werde ein Wert um die 0.7 Prozent angepeilt, im vergangenen Sommer war man noch von 1.0 Prozent Wachstum für das laufende Jahr ausgegangen. Im nächsten Jahr werden ebenfalls magere 1 Prozent erwartet.
In klaren Worten bedeutet das: der Teil Europas, der positiv dasteht, befindet sich optimistisch gesehen irgendwo zwischen der Konsolidierung und leichtem Wachstum.
Für den Teil Europas, der dem erstgenannten Kopfzerbrechen bereitet, wollen wir ja lieber keine Prognose aufstellen, einfach die Augen und die Ohren zuhalten und im gewohnten Schritten in Richtung dem Punkt ohne Wiederkehr weiter marschieren. Allein Spanien hat im nächsten Jahr einen Finanzierungsbedarf von etwa 110 Milliarden Euro, und so verwundert es wenig, dass in der vergangenen Woche nur ein Volumen von 4.25 Milliarden an drei- bis zehnjährigen Staatsanleihen am Markt platziert werden konnte.

Von Seiten der europäischen Zentralbank wurde der Leitzins unverändert bei 0.75 Prozent belassen, Draghi zeigte sich aber auch für weitere Leitzinssenkungen offen, was die europäische Zentralwährung am letzten Handelstag belastet hat. Gegenwärtig diskutiert man über negative Einlagensätze. Für die Inflationsrate erwartet man im kommenden Jahr das Sinken unter die 2 Prozent-Marke.

Die deutschen Aktienmärkte haben die Nachrichten tapfer verkraftet. Für den DAX ging es um 0.22 Prozent auf 7,517.80 Punkte nach unten, übrig blieb ein Wochenplus in Höhe von 1.5 Prozent. Der MDax ging nahezu unverändert um 0.08 Prozent höher bei 11,896.73 Zählern aus dem Handel. Der Technologieindex TecDax büßte 0.53 Prozent auf 835.79 Stellen ein.

In den Vereinigten Staaten wurde für den November die Arbeitslosenquote von 7.7 Prozent vorgelegt. Hinsichtlich der gefürchteten Fiskalkliffe scheint es Obama zu gelingen den Widerstand der Republikaner allmählich aufzuweichen. Die Schuldenobergrenze (debt ceiling) in Höhe von 16.4 Billionen US-Dollar dürfte in den letzten Tagen des Jahres geknackt werden.

Der Leitindex Dow Jones Industrial konnte um 0.62 Prozent auf 13,155.13 Punkte zulegen, auf Wochenbasis macht dies einen guten Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 verbesserte sich um 0.29 Prozent auf 1,418.07 Stellen. Der Composite Index verlor 0.38 Prozent auf 2,978.04 Zähler. Der Nasdaq 100 büßte 0.59 Prozent auf einen Punktestand von 2,640.54 ein.

Die Händler von zweijährigen Anleihen interessierten sich relativ wenig für die guten Arbeitsmarktdaten, der Schlussstand lag bei 100 Punkten, die Rendite bei 0.25 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 3/32 Punkte auf einen Punktestand von 100, die Rendite wurde mit 0.621 Prozent angegeben. Richtungweisende zehnjährige Anleihen büßten 11/32 auf 99 31/32 Stellen ein, die Rendite wurde mit 1.627 Prozent in die Bücher aufgenommen. Longbonds verloren 26/32 auf 98 21/32 Punkte, sie rentierten mit 2.816 Prozent.

Nikkei-225 schloss bei 9,527.39 Punkten, was einem Minus von 17.77 Zählern oder 0.19 Prozent entspricht. Im Handelsverlauf wurde ein neues Sieben-Monats-Hoch markiert. Der breiter gefasste TOPIX konnte um 1.5 Punkte oder 0.19 Prozent auf 790.24 Stellen zulegen.

Die nächsten Woche bis zum Jahresende werden wohl spannend bleiben.


Viele herzliche Grüße, eine angenehme Woche,

Slaviša Došenović



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Standard Drei Problemblöcke und eine Lösung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


in den vergangenen Wochen konnte man im Yen Short-Kontrakte in Rekordhöhe beobachten, die auf eindrucksvolle Weise den Machtwechsel in Japan unterstrichen haben. Die konservative liberaldemokratische Partei von Shinzo Abe kann sich nun im japanischen Unterhaus über eine machtvolle Zweidrittelmehrheit freuen. Ihre Ziele in der Außen- und der Wirtschaftspolitik sind hochgesteckt, Japans Probleme aber ebenso. Seit Jahren kämpft das Land mit einer Wachstumsschwäche, die Deflation bekommt man auch nicht so richtig in den Griff. Was nach dem Wahlsieg folgen wird, ist vermutlich der wachsende Druck auf die japanische Notenbank. Im Optimalfall dürfte der schwächere Yen Japans Exportwirtschaft den Rücken stärken, während eine Erhöhung des Inflationsziels folgen wird, was im Klartext bedeutet: die Expansivität der Fiskal- und der Geldpolitik wird, nachdem bereits seit Jahren eine stark expansive Schiene befahren wird, in schwindelerregende Höhen getrieben werden. Staatsentschuldung über die Seignorage, warum so schwer, wenn es doch so einfach geht. Geplant sind zudem durchgreifende Infrastrukturprogramme, aber ebenso eine Verbesserung der wirtschaftlichen und der politischen Beziehungen zu China, das heißt eine Lockerung aus der freundschaftlichen Umarmung mit den Vereinigten Staaten, die sich seit der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg etabliert hatte.

Bereits vor Wochen wurde hier Euro gegen den Yen als ein klarer Kauf analysiert, und zwar zu Kursen in der 106.00-107.00-Range, manchmal kann es so einfach sein.

Zum Schluss der vergangenen Woche sind die Equitypreise im asiatischen Raum daraufhin gepurzelt. MSCI Asia Apex 50 büsste 1.09 Prozent auf 887.45 Zähler ein. Der Leitindex Nippons schloss 0.99 Prozent schwächer unterhalb der psychologisch wichtigen 10,000-Marke bei 9,940.06 Stellen.

Fiskalkliffe in den USA, das war die Begründung der Mainstream-Medien, für die Entwicklung in Asien und ebenso auf den Börsenparketts der restlichen Welt. Eines ist sicher: bisher ist der Kompromiss zwischen Obama und seinen Widersachern ausgeblieben, kommt es zu keiner Einigung, werden Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen die Folge sein, was Obamas Arbeit in punkto Gesundheitsreform und somit den Zugang der gerade einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten zu der Gesundheitsversorgung ernsthaft gefährden wird. In diesem Fall hätten die Vereinigten Staaten einen Teil des Schuldenberges quasi umsonst angehäuft, denn die 2010 geplanten Kosten in Höhe von 940 Milliarden US-Dollar dürften sich dann in den kommenden Jahren eher als eine nicht tragbare Luftnummer erweisen.

Mit seinem Schlusskurs bei 13,190.84 Zählern konnte der US-amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial als Reaktion auf den Streit gerade einmal ein knappes Plus in Höhe von 0.43 Prozent verteidigen, das macht auf das gesamte bisherige Jahr gerechnet etwa 8 Prozent Zugewinn. Die Zeiten für die Bullen waren auch schon einmal besser, man wird auf die Erträge der Equity-Fonds im nächsten Jahr mit Sicherheit mit Argusaugen blicken.

Der deutsche Leitindex verlor 0.47 Prozent auf 7,636.2 Zähler, der EuroStoxx 50 büsste bescheidenere 0.27 Prozent auf 2,651.09 Stellen ein. Zusätzlich zu den beiden oberen Problemblöcken goss das erneute Downgrade von Zypern durch die Ratingagentur Standard & Poor’s Wasser auf die Mühlen der Aktienverkäufer. Der Bund Future kletterte auf 144.81 Punkte, das sind 0.34 Prozent.

Gegenwärtig haben wir also mehrheitlich Verluste an den Equitymärkten, Rentenpapiere klettern und drei Problemblöcke, von denen zumindest die Fiskalkliffe vom Zeitfaktor bald gelöst werden wird.

Das sind gute Vorzeichen für das nächste Jahr, was die Volatilität angeht. In diesem Sinne, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr!


Viel Erfolg, eine erfolgreiche Woche,

Ihr Slavisa Dosenovic


Kontakt zum Trader: s.dosenovic@smartestfinance.com


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